DE1101246B - Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkoerpern

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DE1101246B
DE1101246B DEB50401A DEB0050401A DE1101246B DE 1101246 B DE1101246 B DE 1101246B DE B50401 A DEB50401 A DE B50401A DE B0050401 A DEB0050401 A DE B0050401A DE 1101246 B DE1101246 B DE 1101246B
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DE
Germany
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explosive
explosives
molded articles
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grain
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DEB50401A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Franz Rudolf Thomanek
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Boelkow Entwicklungen KG
Original Assignee
Boelkow Entwicklungen KG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0033Shaping the mixture
    • C06B21/005By a process involving melting at least part of the ingredients

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkörpern Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkörpern mit hohem Volumenprozentsatz an nicht geschmolzenen Sprengstoffanteilen nach dem Gußverfahren, wobei ein oder mehrere feste Sprengstoffe in einem schmelzbaren und bzw. oder aushärbbaren Bindemittel susp:end.iert werden und die Suspension einer Vibration ausgesetzt wird.
  • Es ist bereits bekannt, feste Hochbrisanz-Sprengstoffe, wie z. B. die nicht schmelzbaren Sprengstoffe Hexogen-Nitropenta, Mannit-Hexarnitrat durch Verpressen mit Phlegmatisierungszusätzen oder durch Vermischen mit geschmolzenen Sprengstoffkomponenten zu verarbeiten. Die durch Zusatzstoffe erreichte Phleg.matisierung der Hochbrisanz-Sprengstoffe erfolgt deshalb, da die Verarbeitung des Sprengstoffes in reiner Form zu unsicher ist. Hierbei ist ein Bindemittel als Phlegmatisierungszusatz um so geeigneter, je vollkommener seine verbindende und umhüllende Eigenschaft ist. So sind zum Beispiel Wachse, Paraffin und ähnliche Stoffe seit langem -als Binde- und Phlegmatisierungsmittel bekannt. Ihre Verwendung erfordert indessen hohe Verarbeitungsdrücke, da dies; hochviskosen Massen sonst nicht dicht mit den Sprengstoffkristallen zusammenzubringen sind. Unter Anwendung von mehreren 1000 atü Druck lassen s ich jedoch auch nach diesem Verfahren einwandfreie Sprengstoffkörper mit genauen Abmessungen herstellen, wobei indessen die Notwendigkeit großer Sprengstoffpressen in Kauf genommen werden muß. Darüber hinaus ist die Verarbeitung unter den genannten hohen Drücken auch mit einer erheblichen Explosionsgefahr verbunden.
  • Zur Verminderung dieser Explosionsgefahr ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, die Verdichtung der Sprengstoffsuspension durch Vibration zu erreichen. Es hat sich bei diesem Verfahren jedoch gezeigt, daß hiernach hergestellte Sprengstoffe noch erhebliche Mengen an Luftporenvolum:en enthalten.
  • Aufgabe .der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkörpern der eingangs genannten Art, nach welchem formgerechte, feste und dichte Hochbrisanz-Sprengkörper herstellbar sind und bei welchem gleichzeitig die Nachteile der bekannten Herstellungsverfahren, wie beispielsweise deren Verarbeitungsunsicherheit, vermieden sind.
  • Eine Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung -dadurch erzielt, @daß ein oder mehrere Hochbrisanz-Sprengstoffe in verschiedenen Krvstallkorngrößen mit dem Bindemittel vermengt und das Gemenge unter einer Auflast einer Vibration ausgesetzt wird. Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich ein Hochbrisanz-Sprengstoff größtmöglicher Dichte herstellen, bei welchem ein Luftporenvolumen weitgehernd vermieden ist.
  • Durch die Wahl vorbestimmter Korngrößen.zusammensetzungen läßt sich das Haufwerk der Hochbrisanzkristalle bereits dichter gestalten. Nach der Haufwerks-Theorie läßt sich eine leichtere Verdichtbarke.it von Kornmengen dadurch erreichen, daß die Korngrößen nach der Fullerkurve zusammengesetzt sind.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Verwendung von festen Sprengstoffen in Ausfallkörnung vorgeschlagen, bei denen .zu der Hauptmasse einer größeren Körnung ein feinkörniger Anteil gemscht wird. Hierdurch läßt sich eine noch größere und leichtere Verdichtbarkeit der Kornmengen erzielen als bei einer Korngrößenzusamm@ens:etzung nach der Fullerkurve. Die maximal anwendbare Korngröße wird je nach der verwendeten Sprengstoffsorte durch die Sehlagempfindl@ichkeit des Kristallkornes bestimmt. Die unter dieser Korngröße liegenden Korn-Fraktionen sind dann unempfindlicher.
  • Ist auf diese Weise die obere Korngröße festgelegt, so wird zweckmäßig die untere Korngröße zwischen '/1a bis 1/3 liegen. Darüber hinaus kann man jedoch auch noch feinere Körnungen zu -der maximalen Körnung hinzumischen bzw. als Größtkorn unter der maximalen Grenze liegende Korngrößen verwenden.
  • Eine zweckmäßie Mischung ist beispielsweise eine Zusammensetzung' aus einer Körnung von 0,5 bis 1,0 mm mit einer Feinkörnung von 0,07 bis 0,2 mm. Zu diesen Körnungen treten die phlegmatisierenden Bindemittel bzw. die unempfindlicheren schmelzbaren Sprengstoffe mit einem Prozentsatz von 0 bis 35 °/a hinzu.
  • Derartige Gemische werden, wie bereits erwähnt. erfindun,,-s.emäß nach dem Prinzip der Vibrationstechnik verdichtet, wobei zur Verbesserung des Verfahrens dabei eine Auflast zur Steigerung der Verdichtung und Homogenisierung des Sprengstoffkörpers angewendet wind.
  • Bei den Bindemitteln sind sowohl therrnöplasti.scheals auch aushärtbare Kunststoffe, z. B. Epoxydharze, Thiokolharze od. dgl., anwendbar.
  • Um eine leichtere Beweglichkeit und @damdt eine Herabsetzung des Bindemittelanteils zu erzielen, können nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ,dem Bindemittel Stoffe zugesetzt werden,,die ,die Beweglichkeit der Vermischung verbessern bzw. ihre Empfindlichkeit herabsetzen. Solche Stoffe sind beispielsweise Melanin, Phenol-Formaldehyd-Kondensate und Netzmittel, wie z. B. die unter den Handelsbezeichnungen bekannten Span oder Renex. Unabhängig davon können auch andere Füllstoffe dem Bindemittel zugeführt werden, oder das Bindemittel kann aus einer Kombination von z. B. geschmolzenen Sprengstoffen, wie Trinitrotoluol od. dgl., mit aushärtenden Kunststoffen, Wachsen, Graphit, Talkum, Meta=llpulvern usw. bestehen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Hochbrisanz-Sprengstoff-Formkörpern mit hohem Volumenprozentsatt an nicht geschmolzenen Sprengstoffanteilen nach dem Gußverfahren, wobei ein oder mehrere feste Sprengstoffe in einem schmelzbaren ündkide'r ' aushärtbaren Bindemittel suspendiert werden urig die Suspension einer Vibration ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Hochbrisanzsprengstoffe in verschiedenen Kristallkorngrößen mit dem Bindemittel vermengt und das Gemenge unter einer Auflast einer Vibration ausgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von festen Sprengstoffen in Ausfallkörnung.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bindemittel Stoffe, die die Beweglichkeit der Mischung verbessern bzw. ihre Empfindlichkeit herabsetzen, zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 648 303; deutsche Auslegeschriften Nr.1065 311, 1010 872; schweizerische Patentschrift Nr. 165 752; britische Patentschriften Nr. 655 585, 750 390, 757 750; USA.-Patentschrift Nr. 2 700 603.
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