DE123861C - - Google Patents
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- DE123861C DE123861C DENDAT123861D DE123861DC DE123861C DE 123861 C DE123861 C DE 123861C DE NDAT123861 D DENDAT123861 D DE NDAT123861D DE 123861D C DE123861D C DE 123861DC DE 123861 C DE123861 C DE 123861C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B7/00—Halogens; Halogen acids
- C01B7/01—Chlorine; Hydrogen chloride
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Sulfätfabrikation aus Kochsalz und
Schwefelsäure werden etwa 2/3 der Salzsäure,
die sogen. Pfannensäure, mit einem Gehalt von nur wenig Zehntel Procent Schwefelsäure und
einer geringen Spur Eisen gewonnen. Das letzte Drittel der Salzsäure, die Herd- oder
Ofensäure, enthält dagegen bis zu 2 pCt. Schwefelsäure und eine starke Spur Eisen.
Ebenso enthält die in den häufig vor der eigentlichen Condensation eingeschalteten Kühlthürmen
verdichtete Salzsäure einen beträchtlichen Gehalt von Schwefelsäure. Die Verwerthung
dieser unreinen Salzsäure gestaltet sich immer schwieriger, da sie den stets gesteigerten
Ansprüchen an eine gute handelsübliche Salzsäure nicht entspricht.
Nun giebt es ein Verfahren nach Solvay,
welches die Darstellung von gasförmiger Salzsäure behandelt, welches darin besteht, dafs
man rohe Salzsäure in heifse Chlorcalciumlösung einfliefsen läfst, worauf Salzsäuregas
abdestillirt. Dieses Verfahren ist jedoch für die Reinigung schwefelsä'urehaltiger Salzsäure
nicht geeignet, da sich bei diesem Verfahren durch Einwirkung der Schwefelsäure auf das
Chlorcalcium Gips bildet, welcher die Apparate sehr bald beschwert und einen ununterbrochenen
Betrieb unmöglich macht, so dafs die Darstellung reiner Salzsäure aus schwefelsäurehaltiger
Salzsäure nach diesem Verfahren nicht durchführbar ist. Ferner ist auch der
Gips ein lästiges, werthloses Nebenproduct.
Eine Entfernung der Schwefelsäure durch Chlorbariumlösung ist sehr theuer, da hiervon
ein grofser Ueberschufs verwendet werden mufs und die Schwefelsäure in ein werthloses
Abfallproduct übergeführt wird. Aufserdem tritt durch das Wasser der Chlorbariumlösung
eine nicht unbeträchtliche Verdünnung .ein. Eine vortheilhafte Reinigung der Salzsäure
mufs aber die darin enthaltene Schwefelsäure, deren Preislage entsprechend, verwerthen
und darf den handelsüblichen Gehalt der Salzsäure nicht ändern. Aufserdem dürfen
die Reinigungskosten nur niedrig sein.
Diese Bedingungen werden durch das folgende Verfahren erfüllt:
Die unreine Salzsäure wird in einem geeigneten Destillirgefäfs zu einer kochenden
Lösung von Chlormagnesium, welche eine derartige Concentration hat, dafs sie bei 118
bis i2o° C. siedet, in ununterbrochenem.Strom
derart zufliefsen gelassen, dafs die Lösung nicht aus dem Kochen kommt. Die Salzsäure
destillirt frei von Schwefelsäure und Eisen und mit unverändertem Gehalt an Salzsäuregas
über. Die Zusammensetzung der Chlormagnesiumlösung ändert sich bei diesem Verfahren nur in der Weise, dafs ein dem
Schwefelsäuregehalt der zugeführten Salzsäure entsprechender Theil des Chlormagnesiums in
Bittersalz übergeführt wird. Das Chlor des Chlormagnesiums geht hierbei in Form von
reiner Salzsäure in das Destillat mit über und wird so bestens verwerthet. Hat sich der
Gehalt der Lösung an Bittersalz mit der Zeit derart erhöht, dafs der genannte Siedepunkt
der Lösung nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, so wird sie auf Bittersalz verwerthet,
was nach bekannten Verfahren unschwer zu bewerkstelligen ist.
Der Arsengehalt der Herd- oder Ofensäure
Claims (1)
- ist ferner bedeutend niedriger als derjenige der Pfannensäure, da das leicht, flüchtige Chlorarsen vorwiegend am Anfang der Destillation übergeht. Der geringe Arsengehalt" der Ofensäure ist ohne nennenswerthe Kosten nach bekannten Methoden zu entfernen. Das Verfahren gestattet demgemäfs, die unreine, schwer verkäufliche Herd- oder Ofensäure auf wenig kostspielige Weise in reine Salzsäure von be-.'liebiger Concentration überzuführen.Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R υ c η :
Verfahren zur Darstellung schwefelsäurefreier Salzsäure, dadurch gekennzeichnet, dafs man arsenhaltige oder von Arsen befreite rohe Salzsäure von der Concentration, welche die zu gewinnende reine Säure haben soll, in eine über den Siedepunkt der Salzsäure erhitzte Lösung von Chlormagnesium continuirlich einfliefsen läfst, wobei schwefelsäurefreie Säure abdestillirt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE123861C true DE123861C (de) |
Family
ID=392687
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT123861D Active DE123861C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE123861C (de) |
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0
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