DE145190C - - Google Patents

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DE145190C
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nitroresorcinol
resorcinol
acid
nitrated
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/08Preparation of nitro compounds by substitution of hydrogen atoms by nitro groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Entstehung von 1 · 2 · 3-Nitroresorcin als Nebenprodukt wurde schon bei der Einwirkung von Salpetersäure auf ätherische Resorcinlösung beobachtet (Monatshefte f. Chemie I, 887), auch wurde es durch Spaltung von Nitrofluorescein, sowie vonNitromethylumbelliferon (Ber. XXXlV, 660) erhalten. Nach keinem dieser Verfahren ist eine technische Darstellung des 1 · 2 · 3-Nitroresorcins möglich.
Außerdem ist in der Patentschrift 127283 ein Verfahren zur Darstellung von Nitroresorcin beschrieben, das von Acetmetanilsäure ausgeht; das entstehende Nitroresorcin ist indes ohne Zweifel das as. Nitroresorcin 1 · 2 · 4.
Es wurde nun ein Verfahren gefunden, das die Herstellung desNitroresorcins (OH: N0.2: OH= 1:2:3) m einfachster Weise von Resorcin bezw. dessen Sulfosäuren ausgehend gestattet, während dies bisher nicht gelungen ist. Das Verfahren besteht darin, daß man Resorcindisulfosäure nitriert und aus dem entstehenden Nitroprodukt die Sulfogruppen abspaltet.
Bei der Nitrierung der schon bekannten Resorcindisulfosäure (vergl. Ber. IX, 1479; Monatshefte f. Chemie II, 331) ist für Kühlung Sorge zu tragen, da anderenfalls leicht Entwicklung von Stickoxyden stattfindet und auch die Bildung von mehrfach nitrierten Körpern begünstigt ist. Die Abspaltung der Sulfogruppen aus dem gebildeten Nitroprodukt wird bewirkt, indem man dasselbe mit Schwefelsäure unter Zusatz von Wasser kocht. Für diesen Zweck ist es nicht notwendig, das Nitroprodukt zu isolieren, was leicht in Form des Kaliumsalzes durch Zusatz von Chlorkalium geschehen kann, vielmehr kann man die Reaktionsmasse, wie man sie durch Sulfurieren von Resorcin und nachfolgendes Nitrieren erhält, direkt mit Wasser versetzen und mit überhitztem Dampf das Nitroresorcin abdestillieren.
Beispiel:
In 440 g concentrierter Schwefelsäure (spez. Gew. 1,875) werden unter Erwärmen 44 Teile gepulvertes Resorcin eingetragen. Wenn die Sulfierung vollendet ist, läßt man erkalten und läßt unter Kühlung eine Mischung von 28 g Salpetersäure (spez. Gew. 1,52) und 80g Schwefelsäure (spez. Gew. 1,875) unter Umrühren einfließen. Dabei wird der Brei dünner, und nach mehrstündigem Stehen ist fast alles in Lösung gegangen. Alsdann gibt man 400 ecm Wasser zu und destilliert durch überhitzten Dampf das Nitroresorcin ab.
Durch ihren Schmelzpunkt 850, sowie ihre Flüchtigkeit ist die erhaltene Verbindung als das Nitroresorcin charakterisiert, in dem die Substituenten die Stellung 1 · 2 · 3 einnehmen.
Es ist selbstverständlich, daß bei der Nitrierung des sulfurierten Resorcins die Salpetersäure auch durch Salpeter ersetzt werden kann.
Als Nebenprodukt des Nitroresorcins lassen sich in der sauren Flüssigkeit, aus der das Nitroresorcin mit Wasserdampf abgetrieben wurde, ein Dinitroresorcin sowie eine nitrierte Sulfosäure des Resorcins nachweisen.
Das ι · 2 · 3-Nitroresorcin findet Verwendung zur Herstellung von Farbstoffen und für Zwecke der Photographie.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung des Nitroresorcins (OH: NO2 : OH= 1:2:3), darin bestehend, daß man Resorcindisulfosäure nitriert und aus dem Nitroprodukt die Sulfogruppen abspaltet.
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