DE1468708C - - Google Patents

Info

Publication number
DE1468708C
DE1468708C DE19621468708 DE1468708A DE1468708C DE 1468708 C DE1468708 C DE 1468708C DE 19621468708 DE19621468708 DE 19621468708 DE 1468708 A DE1468708 A DE 1468708A DE 1468708 C DE1468708 C DE 1468708C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nickel
metal
compounds
diolefins
catalyst
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19621468708
Other languages
English (en)
Other versions
DE1468708A1 (de
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed filed Critical
Publication of DE1468708A1 publication Critical patent/DE1468708A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1468708C publication Critical patent/DE1468708C/de
Granted legal-status Critical Current

Links

Description

Lösungsmitteln durchgeführt, durch die die metallorganischen Verbindungen oder Metallhydride nicht angegriffen werden. Als solche können aliphatische, aromatische oder halogenierte Kohlenwasserstoffe angewandt werden.
Vorzugsweise werden solche Verbindungen des Nickels zur Herstellung der Katalysatoren verwendet, in denen die Metallatome an organische Reste gebunden sind, wie Acetylacetonate, Acetessigesterenolate, Alkoholate, Salze schwacher organischer Säuren oder Dimethylglyoximverbindungen.
Das Verfahren wird bei Normaldruck oder aber bevorzugt bei geringem Überdruck von beispielsweise 1 bis 20 atü und bei Temperaturen von 20 bis 150° C ausgeführt.
Die nachstehenden Beispiele dienen der Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beispiel 1
20
9g = 0,035 Mol Nickelacetylacetonat werden in 200 g Benzol gelöst. Man sättigt die Lösung bei Normaldruck mit Butadien und tropft dann bei 0° C 9,5 g = 0,073 Mol Monoäthoxydiäthylaluminium zu. Es entsteht eine rotorangegefärbte Lösung. Diese Lösung wird in einem Autoklav mit 1,3 kg Butadien gemischt. Mit Hilfe einer Einspritzpumpe wird diese Lösung durch eine 175 m lange und 4 mm weite (lichte Weite) Kapillare gepumpt, die in einem auf 80° C geheizten ölbad liegt. Die Pumpgeschwindigkeit wird so eingestellt, daß sich eine Verweilzeit von etwa 55 Minuten ergibt. Am Ende der Reaktionskapillare befindet sich ein auf 30 bis 50 atü eingestell-' tes Auslaßventil, durch das die Reaktionsmischung · auf Normaldruck entspannt wird. Unter den genannten Bedingungen wird das vorgelegte Butadien zu 35% umgesetzt, und man erhält ein Reaktionsprodukt (445 g), das sich folgendermaßen zusammensetzt:
21,4 g = 4,8% Vinylcyclohexen, 12,6g.== 2,8% Cyclooktadien-(1,5), 4,5 g= 1,0% eines (^.,-Kohlenwasserstoffs
unbekannter Konstitution, 315,0 g = 70,8% all-trans-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
23,3 g = 5,2% tranSjtranSjCis-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
31,6 g= 7,1% ciSjCis^rans-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
37,Og= 8,3% destillierbare Oligomere.
83,1% des umgesetzten Butadiens fallen somit als Cyclododekatrien-(1,5,9) an.
Beispiel'2
10 g Nickelacetylacetonat (0,039 Mol) werden in 200 g flüssigem Butadien bei —5° mit 12 g Monoäthoxydiäthylaluminium (0,093 Mol) umgesetzt. Wie im Beispiel 1 wird die entstehende Lösung im Autoklav mit weiteren 3 kg Butadien vermischt und dann in der Reaktionskapillare bei 110° zur Reaktion gebracht. Bei einem Umsatz von 65 % erhält man ein Reaktionsprodukt (1941 g), das sich wie folgt zusammensetzt:
174 g= 9% Vinylcyclohexen, 96 g = 4,9% Cyclooktadien-(1,5), 24 g = 1,2% eines C^-Kohlenwasserstoffs
unbekannter Konstitution 1306 g = 67,3% all-trans-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
130 g = 6,7% tranSjtranSjCis-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
166 g= 8,6% cis^iSjtrans-Cyclododekatrien-
(1,5,9),
45 g= 2,3% destillierbare Oligomere.
82,6% des umgesetzten Butadiens fallen somit als Cyclododekatrien-(1,5,9) an.

Claims (1)

1 2
(1,3) bei erhöhtem Druck in Gegenwart eines gcge-
Patentanspruch: benenfalls phosphorhaltigen Nickelkomplexkataly
sators und eines Lösungsmittels, bei welchem man in
Verfahren zur katalytischen Di- bzw. Trimeri- Gegenwart eines Katalysators arbeitet, der unter sation von 1,3-Diolefinen, wie Isopren, Piperylen 5 anderem aus a) einer NickeI(II)-verbindung und zu- oder vorzugsweise Butadien, zu cyclischen Ver- sätzlich b) einer Verbindung eines Elements der Ia-, bindungen bei normalem oder erhöhtem Druck Ha-, lib-oder IIIb-Gruppe des Periodensystems, die und bei erhöhten Temperaturen in Gegenwart mindestens ein direkt an das Element gebundenes von Katalysatoren, die durch Mischen von koh- Wasserstoffatom und bzw. oder mindestens ein direkt lenoxydfreien Verbindungen des Nickels mit io an das Element gebundenes Kohlenstoffatom eines halogenfreien metallorganischen Verbindungen, organischen Restes enthält, hergestellt worden ist. wie Metallalkylen, Metallarylen, oder mit Metall- Davon, daß außerdem während der Herstellung des hydriden oder mit Metallhydridkomplexen und Katalysators die Ausgangs-1,3-Diolefine selbst, vor-Elektroncndonatoren entstehen, und gegebenen- zugsweise Butadien, zuzumischen sind, wird bei diefalls unter Verwendung von Lösungsmitteln nach 15 sem Verfahren nichts erwähnt.
Patent 1 140 569, dadurch gekennzeich- Schließlich betrifft die ältere deutsche Patentanmel-
net, daß man zur Herstellung von im wesent- dung P 16 43 071.0-42 ein Verfahren zur Cyclodilichen Cyclododekatrien-( 1,5,9) enthaltenden Pro- merisation von 1,3-Diolefinen in Gegenwart von dukten während der Herstellung des Katalysators Katalysatoren, die durch Mischen von kohlenoxydals Elektronendonatoren die Ausgangs-1,3-Di- 20 freien Verbindungen des Nickels mit halogenfreien olefine, selbst, vorzugsweise Butadien, zumischt. metallorganischen Verbindungen oder mit Metall
hydriden oder Metallhydridkomplexverbindungen — mit Ausnahme von Nickel-bis-ttetracyanäthylen), Nickel-bis-(acrylsäurenitril) und Nickel-bis-(acro-
35 lein) — und mit Elektronendonatoren in Form von
Arylphosphiten entstehen, mit dem Kennzeichen, daß während der Herstellung des Katalysators ein 1,3-Diolefin als zusätzlicher Elektronendonator den AusGegenstand des Stammpatentes 1 140 569 (Patent- gangsstoffen zugegeben wird. Im Gegensatz zu diesem anmeldung St 15930IVb/12o) ist ein Verfahren zur 30 Verfahren werden beim erfindungsgemäßen Verfahkatalytischen Di- bzw. Trimerisation von 1,3-Di- ren keine Katalysatoren benutzt, zu deren Herstellung olefinen, wie Isopren, Piperylen oder vorzugsweise außerdem Arylphosphite oder andere Elektronen-Butadien, zu cyclischen Verbindungen bei normalem donatoren als die 1,3-Diolefine selbst verwandt wor- oder erhöhtem Druck und bei erhöhten Tempera- den sind.
türen in Gegenwart von Katalysatoren, die durch 35 Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, daß Mischen von kohlenoxydfreien Verbindungen des man zur Herstellung von im wesentlichen Cyclodo-Nickels mit halogenfreien metallorganischen Verbin- dekatrien-(l,5,9) enthaltenden Produkten während düngen, wie Metallalkylen, Metallarylen, oder mit der Herstellung des Katalysators als Elektronendona-Metallhydriden oder Metallhydridkomplexen und toren die zu polymerisierenden 1,3-Diolefine selbst Elektronendonatoren entstehen. 40 zugemischt werden können, wobei sehr wirksame
Als Elektronendonatoren werden hierbei Verbin-' Katalysatoren gebildet werden.
düngen eingesetzt, die sich allgemein als Lewis-Basen Den erfindungsgemäß verwendeten Elektronen-
kennzeichnen lassen und die mit freien Elektronen- donatoren kommt hierbei die Aufgabe zu, das bei der paaren an anderen Atomgruppierungen anteilig wer- Katalysatorherstellung entstehende elementare Nickel den können. In diesem Sinne kommen Äther, ins- 45 in komplexer Form zu binden.
besondere cyclische Äther, tert. Amine, insbesondere Das Verfahren zur katalytischen Di- bzw. Trimeri-
cyclische tert. Amine, Alkyl- oder Arylphosphine, sation von 1,3-Diolefinen, wie Isopren, Piperylen oder insbesondere Triphenylphosphin, Alkyl- oder Aryl- vorzugsweise Butadien, zu cyclischen Verbindungen phosphite oder Verbindungen mit Kohlenstoff-3fach- bei normalem oder erhöhtem Druck und bei erhöhten Bindungen in Frage. 5° Temperaturen in Gegenwart von Katalysatoren, die
Nach der österreichischen Patentschrift 219 580 durch Mischen von kohlenoxydfreien Verbindungen ist das Verfahren des Stammpatents bereits bekannt- des Nickels mit halogenfreien metallorganischen Vergeworden. Entsprechend dieser Veröffentlichung bindungen, wie Metallalkylen, Metallarylen, oder können als Elektronendonatoren auch Komplexver- mit Metallhydriden oder mit Metailhydridkomplexen bindungen der Übergangsmetalle benutzt werden. Als 55 und Elektronendonatoren entstehen, und gegebenen-Beispiel für einen Elektronendonator wird unter falls unter Verwendung von Lösungsmitteln nach anderem Cyclododecen dort genannt, als fertiger Patent 1140 569 ist dadurch gekennzeichnet, daß Katalysator wird bis-Cyclooktadien-Nickel-(0) W- man zur Herstellung von im wesentlichen Cyclowähnt. Nach dieser österreichischen Patentschrift dodekatrien-(l,5,9) enthaltenden Produkten während wird auch mit Hilfe derartiger Katalysatoren ein brei- 60 der Herstellung des Katalysators als Elektronentes Spektrum verschiedener cyclischer und gegebenen- donatoren die Ausgangs-1,3-Diolefine selbst, vorzugsfalls auch nichtcyclischer, ungesättigter Kohlenwas- weise Butadien, zumischt.
serstoffe gebildet. Die als Elektronendonatoren wirksamen Ausgangs-
Das ältere deutsche Patent 1 244 770 betrifft ein 1,3-Diolefine können ah Stelle der in der Stamm-Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen 65 anmeldung genannten Lewis-Basen verwendet Cyclooktadien-(1,5) und gegebenenfalls Cyclodo- werden.
dekatrien-(l,5,9) enthaltenden Kohlenwasserstoff- Das Verfahren gemäß der Erfindung wird im übri-
gemischen durch Cyclooligomerisation von Butadien- gen mit besonderem Vorteil in Gegenwart von
DE19621468708 1962-05-04 1962-05-04 Verfahren zur Herstellung von cyclischen Di- bzw. Trimeren von 1,3-Diolefinen Granted DE1468708A1 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEST019833 1962-05-04
DEST019833 1962-05-04

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1468708A1 DE1468708A1 (de) 1969-05-08
DE1468708C true DE1468708C (de) 1973-04-12

Family

ID=7458363

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19621468708 Granted DE1468708A1 (de) 1962-05-04 1962-05-04 Verfahren zur Herstellung von cyclischen Di- bzw. Trimeren von 1,3-Diolefinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1468708A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH498061A (de) Verfahren zur katalytischen Di- bzw. Trimerisation von 1,3-Diolefinen
DE1223840B (de) Verfahren zur Hydrierung von organischen Verbindungen
DE1418672A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oligomeren von 1,3-Dienen
DE2032140A1 (de) Katalysator, sowie dessen Anwendung bei der Polymerisation von ungesättigten Kohlenwasserstoffen
DE1468708C (de)
DE2141186C3 (de) Verfahren zur Herstellung primärer oder sekundärer, ungesättigter Ca u. C↓11↓- Alkohole
DE2440954C2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,6 Dimethyloctatrien- (1,3,6)
DE2024093A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren sowie deren Anwendung bei der dimerisation und Codimerisation von Olefinen
WO2017178536A1 (de) Katalysator zur hydroformylierung von olefinen und dessen verwendung
DE2902202A1 (de) Sekundaere und tertiaere 2-carboxiethyl- und carboximethylphosphine und deren salze, verfahren zur herstellung sowie verwendung derselben
DE1520964C3 (de) Verfahren zur Oligomerisation von Olefinen
DE1468708B (de)
DE1793718C3 (de) Verfahren zur Cyclodimerisation von 1,3-Dfolefinen mittels aus kohlenoxydfreien Nickelverbindungen hergestellter Mischkatalysatoren
DE1468271C3 (de)
DE2054009C3 (de) Verfahren zur Äthylenpolymerisation
DE1793718B2 (de) Verfahren zur cyclodimerisation von 1,3-diolefinen mittels aus kohlenoxydfreien nickelverbindungen hergestellter mischkatalysatoren
DE1953996C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkenyltetrahydropyranen
DE1643071C (de)
DE1288087B (de) Verfahren zur Mischoligomerisation unter Verwendung von 1,3-Diolefinen in Gegenwart eines kohlenoxydfreien Organo-Metallkoinplexkatalysators der Übergangsmetalle der VIII. Nebengruppe
DE1768213A1 (de) Verfahren zur katalytischen Cyclo-Dimerisation von 1,3-Diolefinen
DE1283836B (de) Verfahren zur Herstellung von hauptsaechlich Cyclododekatrien-(1,5,9) enthaltenden Produkten durch Cyclooligomerisation von 1, 3-Diolefinen
DE3027782A1 (de) Verfahren zur oligomerisierung von ethylen
DE2263882A1 (de) Metallorganische olefinkomplexe salzartiger natur und verfahren zu deren herstellung
DE1643071B1 (de) Verfahren zur Cyclodimerisation von 1,3-Diolefinen
CH459185A (de) Verfahren zur Di- bzw. Trimerisation von 1,3-Diolefinen