DE1919285C - Vorrichtung zum Aufbereiten von Käse masse - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbereiten von Käse masseInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auf- schwindigkeit der Werkzeuge während gegebener
bereiten von Käsemasse in einem aufrecht stehenden Zeitspannen und Erwärmen der Wandungen des
zylindrischen Käsekessel mit um die Achse des Kes- Käsekessels auf verschiedene Temperaturen wahrend
sels umlaufenden Schneidwerkzeugen, die in vertika- gewisser Zeitabschnitte.
ler Lage angebrachte Schneidelemente besitzen, deren S Vorzugsweise sind die Flügel an ein und demselben
Höhe etwa der Höhe des Kessels gleich ist und die Schneidwerkzeug in ein und derselben Richtung gein
mindestens zwei ringförmigen Zonen umlaufen, die neigt und in ihrer Neigung verstellbar. Die horizontal
einen verschieden großen Abstand von der Kessel- verlaufenden Flügel sind dabei an vertikal ausgenchachse
haben, wobei die Schneidwerkzeuge in neben- teten Messern gelagert und weisen hunrungsbohruneinanderliegenden
Zonen in verschiedenen Richtun- »o gen auf, für die zwischen den Messern und im wegen
umlaufen. sentlichen parallel zu diesen gespannten drahtformi-
Die anfängliche Käseherstellung findet derart statt, gen Schncidelementen.
daß in einem großen Käsekessel das Koagulieren des Die Erfindung wird im folgenden mit Hinweis aut
Käsebruch* bewirkt wird. Die Käsemasse, die somit die Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt
aus dem koagulierten Käsebruch und aus Molke be- J.5 Fig. 1 einen a-ifrechtstehenden zylindrischen
steht, wird aus dem Käsekessel in Käseformen ge- Käsekessel im Schnitt längs der Linie I-I in Fig. 2,
lassen. Während des Koagulieren wird die Käsemasse F i g. 2 den Kessel in der Draufsicht als Schnitt
in Bewegung gehalten und mit verschiedenartigen längs der Linie 11-11 in Fig. 1,
Werkzeugen umgerührt. Fif.3 den Schnitt längs der Linie 111-111 in
Als Werkzeuge werden beispielsweise Schaufeln 20 Fig. 1,
verwendet, die aus am Ende eines vertikalen Arms F i g. 4 den Schnitt längs der Linie 1\ -IV in
befestigten, in der Regel ebenen Stahlplatten beste- F i g. 3,
hen. Nach erfolgtem Koagulieren werden an Stelle F i g. 5 den Schnitt längs der Linie V-V in F i g. 3
der Schaufeln Schneider eingesetzt. Diese sind ebene und
Rahmen, die in bestimmten Abständen mit Drähten 25 Fig. ή den Schnitt längs der Linie VI-VI in
bespannt sind, welche das Koagulat in Körner zer- F i g. 3.
schneiden, die anschließend in der Molke umher- Der Mantel 1 und Boden 2 des Käsekessels sind
schwimmen. An Stelle von Drähten kann der Schnei- doppelwandig ausgeführt, so daß zwischen die Wander
messerähnliche Schneidelemente aufweisen. Nach düngen ein Heiz- oder Kühlmittel eingeleitet werden
erfolgtem Zerschneiden des Käsebruchs werden an 30 kann. In der Mitte des Kesselbodens befindet sich
Stelle der Schneider Rührer eingesetzt, welche den ein Ablaßventil, an welchem das Ablaßrohr 3 be-Käsebruch
homogen halten, so daß keine Klumpen ginnt. Oberhalb des Kessels ist der Antriebsmotor
entstehen. Es gibt viele Arten von Rührern. Zumeist (nicht gezeigt) abgestützt, dessen Bewegung auf zwei
haben sie heugabelähnliche Gestalt. waagerechte Arme 4 und 5 übertragen ist. Am Ende
Das Auswechseln der Werkzeuge gegen Werkzeuge 35 beider Arme ist ein Schneidwerkzeug befestigt, das
anderer Art ist umständlich und zeitraubend. Wäh- in veiiikaler Richtung gespannte Schneidelementc 6
rend dieser Zeit steht die Maschine still, so daß die aus Stahldraht trägt. Die Höhe der Schneidwerkzeuge
Käsemasse überhaupt keine Bearbeitung erfährt. Hs ist im wesentlichen derjenigen des Kessels anist
jedoch wünschenswert, daß in der Behandlung geglichen,
der Käsemasse keinerlei Pause eintritt. 40 Das linke Schneidwerkzeug in Fig. 1 und 2 hat
der Käsemasse keinerlei Pause eintritt. 40 Das linke Schneidwerkzeug in Fig. 1 und 2 hat
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein Werkzeug an jeder Stelle von der Zentrumachse des Kessels
zu schaffen, das sowohl die Schaufel als auch den einen Abstand, der mindestens die Hälfte des Kessel-Schneider
und die Rührgabel ersetzt. Ein solches radius beträgt. Das rechte Schneidwerkzeug wiederWerkzeug
für einen aufrecht stehenden zylindrischen um hat in jedem Punkt von der Zentrumsachse des
Käsekessel zu entwickeln bereitet erhebliche 45 Kessels einen Abstand, der höchstens den halben
Schwierigkeiten, da der Kessel verhältnismäßig große Kesselradius beträgt. Beide Schneidwerkzeuge laufen
Höhe hat und da der Käsebruch in vertikale Bewe- somit in je ihrer eigenen Zone um die Zentrumsgung
versetzt werden muß, so daß sich jedes Korn achse herum. Die Bewegung ist vom Antriebsmotor
vom Boden bis zur Oberfläche und wieder zurück auf die Arme 4 und 5 derart übertragen, daß die
zum Boden bewegt. Es kann sein, daß das Entwickeln 50 Schneidwerkzeuge in verschiedenen Richtungen umeines
geeigneten Werkzeugs für einen liegenden laufen. Die Übertragung ist am geeignetsten, wenn
Käsekessel eine leichtere Aufgabe ist, da die Höhe die Schwerpunkte oder Mittelpunkte der Schneiddes
Käsekessels gering ist. Die vorliegende Erfindung werkzeuge gleich große Umfangsgeschwindigkeit
bezieht sich überhaupt nicht auf liegende Käsekessel. haben.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe 55 An beiden Schneidwerkzeugen befinden sich zu
wird dadurch gelöst, daß die Schneidwerkzeuge zu den Stahldrähten 6 querliegende., in verschiedenen
den Schneidelementen querliegende, auf verschiede- Höhen angebrachte, in der Laufrichtung des Schneid-
nen Höhen angebrachte, in der Laufrichtung des Werkzeugs gesehen schräg geneigte Flügel 7. Durch
Schneidwerkzeugs gesehen schräge Flügel aufweisen. Wirkung der schräg geneigten Flügel 7 versetzt das
Unerwarteterweise ist festgestellt worden, daß ein sol- 60 äußere Schneidwerkzeug, oder in F i g. 1 und 2 das
dies Werkzeug alle bisher verwendeten Werkzeuge, linke Schneidwerkzeug, die Käsemasse in eine auf-
d. h. die Schaufeln, Schneider und Rührer ersetzt. wäits gerichtete Strömungsbewegung, während wie-
Folglich wird beim Anwenden eines Werkzeuges nach der das innere Schneidwerkzeug die Käsemasse in
der Erfindung überhaupt kein Werkzeugwechsel er- Strömiingsbcwegung nach abwärts versetzt. Die Strö-
fordcrlich. Die Käsemasse kann fortlaufend belian- 65 mungsrichtungen der Käsemasse sind in F i g. 1 und 2
(JeIt werden. Das gesamte Arbeiten des Käsekesscls mit Pfeilen angezeigt.
kann automatisch erfolgend programmiert werden. Die Bauweise der Schneidwerkzeuge ist cingehen-
Die Programmsteuerung umfaßt die Fortschreitge- der in F i g. 3 bis 6 dargestellt. An den vertikalen
Messern 8, 9 und 10 des Schneidwerkzeugs sind Flüge!
7 gelagert. Am einen Rande des mittleren Messers 9 ist ein Schieber 12 angebracht, und die Flügel 7
sind auch an diesem Schieber gelagert. Mit dem oberen Ende des Schiebers 12 ist drehbar aber in
axialer Richtung unverrückbar ein Bolzen 13 befestigt. Dieser Bolzen durchstößt einen Vorsprung
14 am Messer 9, so daß er durch Verdrehen in seiner Längsrichtung verschoben werden kann. Zugleich
verschiebt sich der Schieber 12 in seiner Längsrichtung, und die Flügel 7 drehen sich in eine andere
Winkellage. Durch Verändern der Winkelstellungen der Flügel 7 kann man derart die Stärke der Strömungen
der Käsemasse regulieren. Die Flügel 7 ein und desselben Schneidwerkzeugs sind in ein und derselben
Richtung geneigt, so daß beherrschte Strömung der Käsemasse vom Boden bis zur Oberfläche
und zurück zum Boden erzielt wird. Die Schneidelcmente
6 sind in den Flügeln 7 durch entsprechend bemessene Bohrungen 11 geführt.
Die Winkellage der Flügel 7 muß nicht unbedingt verstellbar sein, sondern sie können eine gewisse, unveränderliche
Winkellage haben. Man kann dann die Strömungen durch Verändern der Geschwindigkeiten
der Werkzeuge regeln. »5
Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung können selbstverständlich im Rahmen der nachstehenden
Patentansprüche variieren. Nach der Zeichnung laufen die Schneidwerkzeuge in zwei Zonen mit
einem Werkzeug in jeder Zone um. indessen können im Rahmen der Erfindung die Werkzeuge auch in
drei oder mehreren Zonen angeordnet werden. Fernerhin können zu jeder Zone mehrere Werkzeuge
gehören.
Claims (4)
- Patentansprüche:1 Vorrichtung zum Aufbereiten von Käsemasse in einem aufrecht stehenden zylindrischen Käsekessel mit um die Achse des Kessels umlaufenden Schneidwerkzeugen, die m vertikaler Lage angebrachte Schneidelemente besitzen, deren Höhe etwa der Höhe des KesseJs gleich ist und die in mindestens zwei ringförmigen Zonen umlaufen die einen verschieden großen Abstand von der Kesselachse haben, wobei die Schneidwerkzeuge in nebeneinanderliegenden Zonen in verschiedenen Richtungen umlaufen, dadurch Gekennzeichnet, daß die Schneidwerkzeuge mit zu den Schneidelementen (6) querliegenden. in verschiedenen Höhen angebrachten und in der Laufrichtung des jeweiligen Schneidwerkzeugs gesehen schräg geneigten Flügeln (7) ausgestaltet
- 2 Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flügel (7) an ein und demselben Schneidwerkzeug in ein und derselben Richxung geneigt sind. ,,_,-,,
- 3 Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 1. dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der KUigel (7) des Schneidwerkzeuges verstellbar ist.
- 4 Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal verlaufenden Flügel (7) an vertikal ausgerichteten Messern (8, 9, 10) gelagert sind und Führungsbohrungen (11) für die zwischen den Messern (8, 9, 10) und im wesentlichen parallel zu diesen gespannten drahtförmigen Schneidelementen (6) aufweisen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FI162568 | 1968-06-10 | ||
| FI162568A FI44498B (de) | 1968-06-10 | 1968-06-10 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1919285A1 DE1919285A1 (de) | 1970-02-05 |
| DE1919285C true DE1919285C (de) | 1973-01-18 |
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