DE20012375U1 - Hubvorrichtung, insbesondere Hebebühne für Kraftfahrzeuge - Google Patents

Hubvorrichtung, insbesondere Hebebühne für Kraftfahrzeuge

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    • B66F7/00Lifting frames, e.g. for lifting vehicles; Platform lifts
    • B66F7/10Lifting frames, e.g. for lifting vehicles; Platform lifts with platforms supported directly by jacks
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Description

Hubvorrichtung, insbesondere Hebebühne für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine Hubvorrichtung, insbesondere eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Hebebühnen bestehen in der Praxis aus einer oder mehreren ausfahrbaren Hubsäulen, an deren oberen freien Ende eine als Fahrschiene oder anders ausgestaltete Lastaufnahme angeordnet ist. Die Hubsäulen können mittels Hubzylindereinheiten ausgefahren werden, die jeweils in einem Mantelrohr angeordnet sind. Das Mantelrohr dient dabei der Aufnahme der Biegemomente und zum Schutz der Hubzylindereinheit, während die Druckkräfte durch die Hubzylindereinheit aufgebracht bzw. aufgenommen werden. Neben der Energieversorgung der Hubzylindereinheiten ist in der Regel eine Leitung zu den Fahrschienen notwendig, z.B. um dort enthaltende zusätzliche Anhebungsaggregate, beispielsweise Radfreiaufnahmen, oder an den Fahrschienen vorgesehene Beleuchtung mit Energie zu versorgen. Diese Leitungselemente werden bei den bekannten Hebebühnen neben den Mantelrohren durch lediglich mit den Lastaufnahmen verschraubte und von diesen mitgezogene Schlepprohre geführt. Sofern mehrere Hubsäulen einer Hebebühne miteinander über eine Gleichlaufeinrichtung gekoppelt sind, die parallel zu den Mantel-
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rohren verlaufende Zahnstangen voraussetzt, wurden die zu den Fahrschienen führenden Leitungselemente auch bereits durch diese Zahnstangen geführt, die zu diesem Zweck hohlgebohrt wurden.
Bei der Arbeit an von derartigen Hubvorrichtungen aufgenommenen Lasten werden die Schlepprohre oder Zahnstangen oft als störend empfunden, da jedes zusätzliche Element zu den Mantelrohren den Bewegungsraum und das Arbeitsfeld einschränkt. Außerdem verteuert das zusätzliche aus Edelstahl gefertigte Schlepprohr die Hubvorrichtung.
Bei anderen, nicht gattungsgemäßen Hebebühnen, wie sie in der DE-PS 24 60 621, DE-OS 30 34 907 oder der EP-PS 0 816 281 beschrieben werden, erfolgt die Energieversorgung zu den Lastaufnahmen durch oberhalb der Hubsäulen angeordnete Trägerkonstruktionen oder Kabelbrücken. Bei diesen Hebebühnen sind jedoch die Hubsäulen selbst nicht ausfahrbar, sondern es sind statt dessen die Lastaufnahmen an den Hubsäulen auf- und abfahrbar angeordnet. Da die Hubsäulen auch bei vollständig abgesenkter Last im Raum stehen, wird das Arbeitsfeld durch sie ständig eingeschränkt. Außerdem kann die oberseitige Trägerkonstruktion das Anheben hoher Lasten und ein Arbeiten an diesen ebenfalls behindern. In vielen Fällen werden daher die gattungsgemäßen Hubvorrichtungen mit ausfahrbaren Hubsäulen bevorzugt.
Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, die vorstehend geschilderten Nachteile zu vermeiden und eine gattungsgemäße Hubvorrichtung kostengünstig so auszubilden, daß der Bewegungs- und Arbeitsraum möglich wenig einschränkt wird.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß von einer Hubvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Dadurch, daß das Leitungselement entlang der Hubzylindereinheit durch das Mantelrohr hindurchgeführt ist, werden störende Schlepprohre od.dgl. vermieden und das Leitungselement ist dennoch durch das Mantelrohr optimal geschützt. Es kann an der Oberseite des Mantelrohres ggf. durch einen dieses verschließenden Deckel hindurch unmittelbar zur Lastaufnahme geführt werden, ohne an irgendeiner Stelle freizuliegen. Dadurch, daß keine Schlepprohre vorhanden sind, wird auch eine weitere Abdichtung zum Untergrund neben der der Mantelrohre vermieden, wodurch die Gefahr von Verklemmungen, dem Eindringen von Verschmutzungen und dadurch eventuell nötige Reparaturen vermieden werden.
Bei dem Leitungselement bzw. den Leitungselementen kann es sich um solche zur Energieversorgung, wie Elektro-, Hydraulik- oder Pneumatikleitungen handeln. Es ist aber auch möglich, andere Leitungselemente erfindungsgemäß innerhalb der Mantelrohre zu führen, die z.B. der Absaugung von Abgasen von einem auf den Lastaufnahmen zu Prüfzwecken mit laufendem Motor aufgenommenen Kraftfahrzeug dienen. Mittels einer derartigen Abgasleitung kann z.B. auch Abgas direkt einem Abgasmeßgerät zugeführt werden. Auch können die Leitungselemente Datenübertragungskabel sein, über die beispielsweise aus auf der Lastaufnahme angeordneten Meß- oder Prüfgeräten Daten einer entsprechenden Speicherung oder Verarbeitung zugeleitet werden können. Neben den vorgenannten beispielhaft aufgeführten Arten von Leitungselementen ist die erfindungsgemäße Anordnung jeglicher Arten von Leitungen möglich, die der Versorgung mit an den Lastaufnahmen benötigten anderen Medien
wie Druckluft, Schutzgas, Schmiermittel, Wasser od.dgl. oder der Abfuhr von an den Lastaufnahmen anfallendem z.B. Altöl, Kühlwasser od.dgl. dienen.
Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus den Unteransprüchen und einem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel, das im folgenden beschrieben wird; es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Hebebühne, teilweise ausgefahren,
Fig. 2 einen schematisierten Schnitt durch eine der Hubsäulen des Gegenstands aus Fig. 1, und
Fig. 3 den Gegenstand aus Fig. 2 in eingefahrener Position.
Die in Fig. 1 dargestellte Hebebühne für Kraftfahrzeuge verfügt über zwei ausfahrbare Hubsäulen, die je ein Mantelrohr 1 aufweisen, das durch eine in die Bodenebene 2 eingelassene Führung 3 durch eine Hubzylindereinheit verschoben werden kann. Die Hubzylindereinheit ist bei der dargestellten Ausführungsform durch einen einen Kolben 4 und einen Außenzylinder 5 aufweisenden Hydraulikzylinder gebildet, zu dem hin von einem Hydraulikaggregat 6' jeweils Hydraulikleitungen 6 verlaufen. Zur Sicherstellung, daß beide Hubsäulen stets gleichmäßig angehoben werden, sind die beiden Mantelrohre 1 über einen Gleichlaufhebel 7 miteinander verbunden.
An seiner Oberseite trägt jedes Mantelrohr 1 eine Lastaufnahme in Form einer Fahrschiene 8, aus der zusätzlich Radfreitrageinrichtungen 9 mittels Hydraulikzylindern 10 hervorhebbar sind. Ebenfalls einer Energieversorgung bedürfen
an den Fahrschienen angebrachte Röhrenleuchten 11. Es verlaufen daher Leitungselemente 12, von denen in der Fig. 2 und 3 jeweils eine schematisch dargestellt ist, von einer nicht abgebildeten Energieversorgung parallel zu der jeweiligen Hubzylindereinheit im Inneren des Mantelrohres 1 durch einen dieses obenseitig abschließenden Deckel 13 hindurch zu der Fahrschiene 8. Bei der dargestellten Hebebühne sind dies auf jeder Seite zwei Leitungselemente 12, nämlich eine Hydraulikleitung zur Versorgung der Hydraulikzylinder 10 und eine elektrische Leitung zur Versorgung der Leuchten 11. Beide Leitungselemente 12 sind vorteilhaft zusammen in einem gemeinsamen Hüllschlauch 14 geführt. Dadurch wird ein gegenseitiges sich Verdrehen oder Verheddern der Leitungselemente 12 vermieden und die Leitungselemente 12 werden zusätzlich geschützt.
Ebenfalls in den Fig. 2 und 3 ist erkennbar, daß die Hubzylindereinheit aus Kolben 4 und Außenzylinder 5 in dem Mantelrohr 1 außermittig angeordnet ist, so daß sich in vorteilhafter Weise ein möglichst großer Freiraum für die Leitungselemente 12 ergibt.
Die Hubzylindereinheiten sind ferner so positioniert, daß jeweils der Außenzylinder 5 über den Deckel 13 mit dem Mantelrohr 1 fest verbunden und gegenüber dem Kolben 4 ausfahrbar ist, während der Kolben 4 sich untenseitig gegen einen festen Untergrund 15 abstützt und insoweit diesem gegenüber starr angeordnet ist. Der Untergrund 15 wird bei der dargestellten Hebebühne durch den Bodenbereich einer in den Werkstattboden 16 eingelassenen Stahlwanne 17 gebildet. Bei anders gestalteten Hebebühnen kann jedoch auch z.B. der Gleichlaufhebel darunter angeordneter Hubzylindereinheiten als Untergrund für auf diesem stehenden Kolben dienen. Die besondere auf dem Kolben 4 stehende Anordnung der Hubzylindereinheit bewirkt, daß beim Aus- oder Einfah-
ren der Hubsäule keine Relativbewegung zwischen dem innerhalb des Mantelrohres 1 geführten Bereich der Leitungselemente 12 und dem Außenzylinder 5 stattfindet. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Anordung der Hubzylinder, auf dem Außenzylinder stehend und mit ausfahrbaren Kolben, können daher die Leitungselemente 12 nicht durch Reibung oder Verhaken an dem Übergang zwischen Kolben 4 und Außenzylinder 5 beschädigt werden.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung und Führung der Leitungselemente 12 erhält man eine wenig wartungsanfällige, geringen Bauraum einnehmende, optisch ansprechende und kostengünstig zu fertigende Hebebühne. Durch die unkomplizierte Energiezuführung zu beliebigen Aggregaten an den Lastaufnahmen können dort zusätzlich auch weitere freie Anschlüsse zum Energieabgriff vorgesehen sein, wodurch die Hebebühne flexibel an die Anforderungen des jeweiligen Benutzers anpaßbar ist. Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform weist beispielsweise einen als Steckbuchse 18 ausgebildeten Anschluß zum Energieabgriff auf, in die z.B. eine Handlampe 19 eingesteckt werden kann, die ein gezieltes Ausleuchten bestimmter Unterbodenbereiche ermöglicht, ohne daß störende Elektrokabel von entfernten Anschlüssen herangeführt werden müssen.

Claims (9)

1. Hubvorrichtung, insbesondere Hebebühne für Kraftfahrzeuge, mit mindestens einer ausfahrbaren Hubsäule, die durch ein Mantelrohr (1) und eine zumindest teilweise in diesem angeordnete Hubzylindereinheit gebildet wird und deren oberes freies Ende eine Lastaufnahme trägt, zu der wenigstens ein Leitungselement (12), beispielsweise zur Energieversorgung, wie eine Elektro-, Hydraulik- oder Pneumatikleitung, führt, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungselement (12) durch das Mantelrohr (1) hindurch entlang der Hubzylindereinheit verläuft.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubzylindereinheit in dem Mantelrohr (1) außermittig angeordnet ist.
3. Hubvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungselement (12) zur Ableitung von Abgasen ausgebildet ist.
4. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitungselement (12) zur Datenübertragung ausgebildet ist.
5. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Leitungselemente (12) in einem gemeinsamen Hüllschlauch (14) geführt sind.
6. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hubzylindereinheit durch einen Kolben (4) und einen diesen zumindest bereichsweise umgreifenden Außenzylinder (5) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenzylinder (5) mit dem Mantelrohr (1) fest verbunden und gegenüber dem Kolben (4) ausfahrbar ist, während der Kolben (4) sich untenseitig gegen einen festen Untergrund (15) abstützt.
7. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubzylindereinheit ein Hydraulikzylinder ist.
8. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastaufnahme zumindest einen freien Anschluß zum Energieabgriff aufweist.
9. Hubvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschluß zum Energieabgriff als Steckdose oder -buchse (18) ausgebildet und zum Anschluß eines Beleuchtungselements, insbesondere einer Handlampe (19), geeignet ist.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE20214438U1 (de) 2002-04-26 2003-03-06 Otto Nussbaum GmbH & Co. KG, 77694 Kehl Hebebühne für Fahrzeuge
US7198135B2 (en) 2004-08-26 2007-04-03 Autop Maschinenbau Gmbh Lifting device, especially lifting platform for motor vehicles
DE202007002790U1 (de) * 2007-02-22 2008-06-26 Autop Maschinenbau Gmbh Gleichlaufeinrichtung für Hubvorrichtungen
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