DE2009408A1 - 5-Pyridyl-2-imidazolone - Google Patents

5-Pyridyl-2-imidazolone

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DE2009408A1
DE2009408A1 DE19702009408 DE2009408A DE2009408A1 DE 2009408 A1 DE2009408 A1 DE 2009408A1 DE 19702009408 DE19702009408 DE 19702009408 DE 2009408 A DE2009408 A DE 2009408A DE 2009408 A1 DE2009408 A1 DE 2009408A1
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Germany
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pyridyl
formula
imidazolone
acid
lower alkyl
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DE19702009408
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Inventor
Norbert Bronx; Pesterfield Enos Charles Briarcliff Manor; N Y Gruenfeld, (V.St.A.)
Original Assignee
J,R, Geigy AG, Basel (Schweiz)
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    • C07D401/02Heterocyclic compounds containing two or more hetero rings, having nitrogen atoms as the only ring hetero atoms, at least one ring being a six-membered ring with only one nitrogen atom containing two hetero rings
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/435Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom
    • A61K31/44Non condensed pyridines; Hydrogenated derivatives thereof

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Description

iT,, > 4-2996/GC 362*
2,
J.R. GEIGY A.G. , BASEL, SCHWEIZ
5-Pyridyl-2~imidazolone.
Die vorliegende Erfindung betrifft substituierte 5-Pyridyl-2-imidazolone und ihre Säureadditionssalze mit interessanten pharmakologischen Eigenschaften und deren Herstellung.
Es wurde überraschend gefunden, daß Verbindungen der Formel I -m
"V ν"«
R Nl 3 N-
R einen niederen Alkyl- öder Allylrest bedeutet, R1 Wassery'stoff oder die Gruppe -CONHR, worin R die oben angegebene Bedeutung hat, bedeutet,
R2 Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeutet und Py den 2-Pyridyl- oder 4-Pyridylresb bedeutet,
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und ihre Saureadditionssalze wertvolle pharmaJcologische Wirksamkeit besitzen.
Die pharmakologische Prüfung an Standard-Modellen hat ergeben, dass die oben definierten Verbindungen der Formel I bei Versuchstieren, z. B. bei der Ratte,einer induzierten Entzündung entgegenzuwirken vermag und dass sie weiterhin eine antipyretische Wirksamkeit in solchen Tieren ausüben. Diese Befunde zeigen an, dass die Verbindungen bei der Behandlung von EntzUndungszuständen, wie Arthritis, Rheumatismus und verwandten Krankheiten von der Art der Entzündungen, und zur Fieber-Senkung brauchbar sind.
Der Ausdruck "niedrig Alkyl", wie er hier verwendet wird, bedeutet Alkylgruppen mit 1 bis einschließlich 3 Kohlenstoffatomen. Beispiele für solche Gruppen sind Methyl, Äthyl, Propyl und Isopropyl.
Die Literatur enthält nur wenig Informationen über 4- (oder 5-) Pyridyl-2-imidazolone. In.der US-Patentschrift 3 234 000 werden beiläufig 2-Imidazolone erwähnt, die durch Pyridylreste 4-monosubstituiert oder 4,5-disubstituiert sind. Diese Species sind Glieder einer sehr großen Gruppe von Verbindungen, von denen angegeben wird, daß sie brauchbar sind zur Anregung des Pflanzenwachstums."Spezifisch erwähnt wird für diesen Zweck 4,5-Bis-(2-pyridyl)-2-imidazolon. Jedoch wird in keiner Weise erwähnt, wie man diese oder eine andere dieser umfaßten Pyridylimidazolone herstellt, noch wird keine dieser Verbindungen in einem der Beispiele erwähnt. In einer Abhandlung von Blum, Chem.Berichte, 9£, 391-392 (1957) ist ein Verfahren zur Herstellung von zwei 4,5-Bis-(2-pyridyi)-2-imidazolonen aus ot-Pyridoinen und Harnstoff beschrieben, jedoch wird kein Hinweis gegeben auf die mögliche Nützlichkeit, die xiiese Verbindungen haben könnten. Es sei festgestellt, daß die oben erwähnten Bis-pyridyl-2-lmidazolone sich durch das Fehlen einer Substitution am Stickstoff auszeichnen. .
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» „ 3 -
Im Gegensatz dazu schafft die vorliegende Erfindung ein neues Verfahren zur Herstellung neuer 5-Pyridyl-2-iniidazolonei die in der !-Stellung substituiert sind und die in der 3-Stellung zusätzlich einen Carbamv.lrest tragen können. Dies neuen Produkte haben überraschenderweise pharmazeutische Nützlichkeit,
Das neue Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Fovmel I umfaßt die Behandlung in flüssigem Medium eines substituierten Aziridins der Formel II
■ ■ II OAIk ■
11AIk" niedrig Alkyl bedeutet und
Rp und Py die unter Formel I gegebenen Bedeutungen besitzen,
mit einem Isocyanat R-NCO, worin R die oben gegebene Bedeutung hat, und. saure Hydrolyse des so erhaltenen Zwischenprodukts, um ein Produkt der Formel I zu bilden, Isolation des letzteren und gewünschtenfalls dessen Umwandlung in ein Additionssalz mit einer anorganischen oder organischen Säure«,
Das neue Verfahren wird wie folgt ausgeführt: Ein Aziridin der Formel II wird zunächst mit einem Isocyanat in einem inerten flüssigen Medium behandelt, um ein Zwischenprodukt zu ergeben, das dann einer sauren Hydrolyse unterworfen wird, wobei ein Produkt der Formel T prhn.1 t^n wird.
Der erste Schritt in diesem Verfahren, d.h. die Behandlung des Aziridins mit dem Isocyanat, wird vorteilhafterweise in Lösung in einer Inerten Atmosphäre und im wesentlichen bei Raumtemperatur ausgeführt. ,
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Geeignete Lösungsmittel, die bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind Flüssigkeiten, die in der Lage sind, das Aziridin und das Isocyanat zu lösen und die chemisch gegenüber beiden inert sind. Da obige Eingschaften des Lösungsmittels kritischer sind als seine chemische Zusammensetzung, liegen Lösungsmittel, die die erwähnten Eigenschaften haben, im Rahmen der vorliegenden Erfindung. Erfolgreich wurden chlorierte Kohlenwasserstoffatome, wie Methylenchlorid und Chloroform, verwendet.
In Anbetracht der Empfindlichkeit der Aziridine gegenüber Oxydation ist es vorteilhaft, in einer Atmosphäre zu arbeiten, die Sauerstoff ausschließt. Stickstoff wird bequemerweise als Ersatz für Luft verwendet, um eine inerte Atmosphäre zu liefern; jedoch können auch andere inerte Gase verwendet werden und liegen im Rahmen der vorliegenden Erfindung.
Der erste Schritt wird im wesentlichen bei Raumtemperatur ausgeführt; eine Kühlung der Reaktionsmischung ist dann angezeigt, wenn eine Verlangsamung der Umsetzung erforderlich ist.
Das sich aus dieser ersten Stufe ergebende Zwischenprodukt wird erhalten, indem man das Lösungsmittel abzieht, vorzugsweise im Vakuum und ohne Erwärmen. Der so erhaltene Rückstand wird im allgemeinen ohne weitere Reinigung für die folgende Hydrolyse verwendet.
Die Struktur des oben erwähnten Zwischenprodukts ist bislang nicht mit Sicherheit bekannt. Dieses Zwischenprodukt wird im allgemeinen in amorphen. Zustand erhalten. Jcccch wird oe in wesentlicher Ausbeute hergestellt, was bestimmt werden kann durch die Ausbeuten der nachfolgenden Hydrolyse-Stufe.
Die Hydrolyse des Zwischenprodukts zur Bildung des Produktr. der Formel I wire· in wäßrigem Medium in Gegenwart einer Säure vorzugsweise bei einem p^-Wert unter 3 durchgeführt. Gute Ergebnisse wurden erzielt mit O,3-bis O,5-n-Mineralsäure, wie
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— 5 — ."..·.
Schwefelsäure; jedoch soll diese Feststeilung keine Beschränkung auf die Zusammensetzung der Säure darstellen.
Die Hydrolyse kann b'ei einer Temperatur durchgeführt werden, die von Raumtemperatur bis zur Rückflußtemperatur sich erstreckt; in einer bevorzugten Ausführungsform wird Rückflußtemperatur angewandt. -
Gemäß dem neuen Verfahren der vorliegenden Erfindung werden Produkte der Formel I erhaltsn, die entweder ein Wasserstoff-
atom oder die Gruppe -CONHR in der 3-Stellung tragen. Die M
letztere kann gewünschtenfalls in einem getrennten Schritt durch alkalische Hydrolyse in die erstere umgewandelt werden.
In diesem Fall ist es zweckdienlich, eine wäßrige Lösung eines Alkalimetallhydroxyds, wie Natriumhydroxyd, zu verwenden, worin das 3-Carbamidoderivat suspendiert wird und r«h* die Mischung
zu
zum Rückfluß/erhitzen,vorzugsweise in einer inerten Atmosphäre* Nach Beendigung der Hydrolyse fällt das Produkt im allgemeinen nach Einstellen des p„-Wertes auf 9 aus.
In dem oben beschriebenen Verfahren und seiner Abänderung wird die Isolierung und die Reinigung der Produkte durch Standardverfahren bewerkstelligt. . Ü
Die Ausgangs-Aziridine der Formel II und die Isocyanate, die in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden, sind bekannt oder können aus bekannten Materialien durch bekannte Verfahren hergestellt werden. Wie in den folgenden Beispielen genauer beschrieben wird, können die Aziridine z.B. aus einem O-Sulfonylderivat eines 2- oder 4-Alkanoylpyriäins. hergestellt werden, worin der Alkanoylrest 2 bis 5 Kohlenstoffatome umfaßt, durch Einwirkung einer starken Base in alkanolischer Lösung. Der Kohlenstoffgehalt der 2-Alkoxygruppe im Aziridin entspricht dem des verwendeten Alkanols. Die Isocyanate sind bekannt. ·
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Die Ausführung des neuen erfindungsgemäßen Verfahrens wird in größerem Detail in den folgenden Beispielen beschrieben, die
jedoch die Erfindung nicht beschränken sollen. Die Temperaturen sind in°C angegeben.
Beispiel 1
l-Allyl-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon und l-Allyl-3-(N-allylcarbamyl)-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon
a) Zu einer Lösung rohen 2-Äthoxy-2-(2-pyridyl)-aziridins
(44 g) in Methylenchlorid (850 ml), die in einer Stickstoffatmosphäre gekühlt wird, wird eine Lösung von Allylisocyanat
(66,7 g) in Methylenchlorid (150 ml) zugegeben.
Die entstehende Lösung wird bei Raumtemperatur über Nacht gerührt, und das Lösungsmittel wird ohne Erwärmen im Vakuum abgezogen unter Bildung eines öligen Rückstands (143,99 g), der das Zwischenprodukt darstellt..
Der ölige Rückstand wird in Wasser (1000 ml) und ln-Schwefelsäure(45O ml) gelöst. Die entstehende Lösung wird unter Stickstof fatmosphäre 3 Stunden zum Rückfluß erhitzt und dann gekühlt. Ein Niederschlag, der aus l-Allyl-3-(N-allylcarbamyl )-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon (13,42 g, F = 114 bis 116°) besteht, wird durch Filtration abgetrennt.
saure wäßrige FiItrat wird mit Äther extrahiert, mit gesättigter Natriumcarbonatlösung basisch gemacht (pH 9) und mit Chloroform ( 4 χ 400 ml) extrahiert. Die vereinigten Chloroformextrakte werden über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft und ergeben einen öligen Rückstand (37,94 g). Der Rückstand wird durch Zusatz von Äther zur Kristallisation gebracht, wobei man l-Allyl-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon (8,02 g; P - 130 bis 134°) erhält. Umkristallisation aus Äthylaceta*.
(verbunden mit einer Aktivkohle-Beh&ndlung) liefert die reine Verbindung vom F - 130 bis 132°.
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b) Das rohe Aziridin, das als Ausgangsmaterial verwendet wurde, wurde wie folgt hergestellt: -
Eine feine Suspension von 2-Acetylpyridin-0-(toluol-p-sulfonyD-oxim (90 g; 0,48 Mol) in absolutem Äthanol (245 ml) wird unter Stickstoffatmosphäre auf O0C gekühlt, während eine Lösung von. Kaliumäthylat (hergestellt aus 13,6 g Kalium) in absolutem Äthanol (217,ml) zugegeben wird. Die Suspension wird 1 Stunde bei Eisbadtemperatur gerührt, und es wird weiterhin eine Lösung von Kaliumäthylat (hergestellt aus 13,6 g Kalium) in absolutem Äthanol (217 ml) zugegeben. Die entstehende Suspension wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt, und die Salze werden durch Filtration durch ein Filtermittel entfernt. Das Äthanol . wird im Vakuum ohne Wärme verdampft, und der Rückstand wird in Eiswasser (200 ml) aufgelöst» Die wäßrige Lösung wird sofort mit Methylenchlorid extrahiert, die organische Phase wird abgetrennt und über Natriumsulfat getrocknet und dekantiert, wodurch man 850 ml einer Lösung erhält, die 44 g rohen 2-Äthoxy-2-(2-ργΓΐαγ1)-?ζχΓΐα1ηε enthält, die so, wie sie ist, in dem Verfahren, wie es unter a) beschrieben wurde, verwendet wurde.
Beispiel 2 .
l-Methyl-S-CN-methylcarbamyD-S-^-pyridy^^-iroidazolon
a) Zu einer Lösung von rohem 2-Äthoxy-(2-(2-pyriUyl)~aziridin (72,9 g) in Chloroform (820 ml), die unter Stickstoff gekühlt wird, wird eine Lösung von Methylisocyanat (76, 2 g, 1,332 Mol) in Chloroform (250 rrl) gegeben. Die entstehende Lösung wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt, wonach das Lösungsmittel im Vakuum abgezogen wird unter Bildung eines öligen Rückstands (etwa 100 g), der das Zwischenprodukt darstellt.
Der ölige Rückstand wurde in Wasser (2770 ml) und In-Schwef el-· säure (918 ml), nötigenfalls unter Kühlen, gelöst. Die entstehende Lösung wird unter Stickstoff 3 Stunden am Rückfluß erhitzt, dann abgekünlt und mit Äther (2· χ 250 ml) extrahierto
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Die saure wäßrige Phase wurde mit gesättigter Kaliumcarbonatlösung (300 ml) auf einen ρ -Wert von 9 gebracht, wobei sich ein Niederschlag bildete. Dieser Niederschlag wurde durch Filtration gesammelt! und ergab die Titelverbindung (49,45 g; F e 178 bis 180°). Die Umkristallisation aus Benzol ergab das reine Produkt vom F = 179 bis 182°.
b) Das rohe Aziridin, das als Ausgangsmaterial verwendet wurde, wurde gemäß dem Verfahren, wie es in Beispiel 1 unter b) beschrieben wurde, aus 2-Acetylpyridin-0-(toluol-p-sulfonyl)-oxim (180 g) (vgl. J.Chem.Soc, 1938, 753) und Kaliumäthylat (2 Anteile, jeder mit 27,2 g Kalium in 435 ml abs. Äthanols) in abs. Äthanol (490 g) hergestellt. In diesem Fall wurde Chloroform anstelle von Methylenchlorid zur Extraktion des Aziridins verwendet, wodurch man 850 ml einer Lösung erhielt, die 102,5 g rohen 2-Äthoxy-2-(2-pyridyl)-aziridins enthielt (bestimmt durch Eindampfen eines aliquoten Teils), die in dem oben angegebenen Verfahren, Abschnitt a), verwendet wurde.
Beispiel 3
l-Methyl-3-(N-methylcarbamyl)-5-(4-pyridyl)-2-imidazolon
a) Zu einer Lösung von rohem 2-Äthoxy-2-(4-pyridyl)-aziridin-(118,5 g) in Chloroform (340 ml), die unter Stickstoff gekühlt wird, wird eine Lösung von Methylisocyanat (119 g; 2,08 Mol) in Chloroform (100 ml) gegeben. Die entstehende Lösung wird über Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Die Entfernung des Lösungsmittels lieferte einen Rückstand, der in Äther suspendiert wurde. Das ätherunlösliche Material wurde entfernt und die entstehende klare Lösung eingedampft unter Eildung eines rötlichen öligen Rückstands (127,4 g), der das Zwischenprodukt darstellt.
Der ölige Rückstand wurde in Wasser (3000 ml) und ln-Schwefelsäure (3000 ml) gelöst, die Lösung 3 Stunden unter Stickstoff zum Rückfluß erhitzt, abgekühlt und mit Äther (2 χ 250 ml) extrahiert. Die wäßrige Phase wurde mit gesättigter Kaliumcar-
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tin...
bonatlösung (200 ml) auf einen pH~Wert von 9 gebracht, wobei sich ein Niederschlag bildete. Der Niederschlag wurde gesammelt, gewaschen und getrocknet und ergab die Titelverbindung (75,12 g; F = 186 bis 189°). Die .Umkristallisation aus Benzol ergab das reine Produkt vom P"= 190 bis 191°, -
b) Das als Ausgangsmaterial verwendete rohe Aziridin wurde aus 4-Acetylpyridin-0-(toluol-p-sulfonyl)-oxim (180 g) (vgl. Rec.trav.chim.Pays-Bas, 72_, 236, 1953) und äthanolischem Kaliumäthylat gemäß den Verfahren hergestellt, wie sie in den ~--v vorhergehenden Beispielen, Abschnitt b), beschrieben wurden. m
Beispiel 4 . " .
l,4-Dimethyl-3-(N-methylcarbarnyl)-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon
a) Eine Lösung von rohem 2-Äthoxy-2-(2-pyridyl)-3-methylaziridin (3,64 g) in Methylenchlorid (65 ml) wird unter Stickstoffatmosphäre gekühlt, während eine Lösung von Methylisocyanat (4,28 g) in Methylenchlorid (14 ml) zugegeben wird. Die entstehende Lösung wird bei Raumtemperatur gerührt und zur Trockne eingedampft. Der ölige Rückstand, der das Zwischenprodukt darstellt, wird in einer Mischung aus Wasser (150ml) und ln-Schwefelsäure (58,4 ml) unter Kühlen gelöst. m Die Lösung wird 3 Stunden unter Stickstoff am Rückfluß er- -T hitzt. Die Mischung wird gekühlt, mit Äther gewaschen, mit gesättigter Kaliumcarbonatlösung auf p„ 9 gebracht, und man sammelt den Niederschlag, der bei 136 bis 138°C schmilzt. Das erhaltene l,4-Dirnethyl-3-(N-methylcarbamyl)-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon wird gereinigt und schließlich aus 40 ml einer Mischung aus Benzol/Hexan (1:3) umkrictrillisiert. Das Produkt schmilzt bei 138 bis 139°C.
Die Wiederholung des obigen Verfahrens in einem größeren Maß-8tab' ergab die folgenden Ergebnisse:
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Das Aziridin (38 g) in Methylenchlorid (500 ml) und Methylisocyanat (44,8 g; 0,784 Mol) in Methylenchlorid (147 ml) ergab 68,7 g öligen Zwischenprodukts.
Die Hydrolyse des Zwischenprodukts (68,7 g) in Wasser (1620 ml) und ln-Schwefelsäure (630 ml) ergab die Titelverbindung
(23,39 g; F = 132 bis 136°), die aus Benzol/Hexan (1:3) umkristallisiert wurde, um das reine Produkt zu ergeben, F 138 bis 139°.
b) Das als Ausgangsverbindung verwendete Aziridin wurde aus 2-Propionylpyridin-0-(toluol-p-sulfonyl)-oxim (F = 68 bis 70°) und äthanolischem Kaliumäthylat gemäß dem Verfahren, wie es in den vorhergehenden Beispielen., Abschnitt b), beschrieben wurde, hergestellt.
Beispiel 5 l-Methyl-5-(2-pyridyl)~2--ifflidazolon
Eine Suspension von l-Methyl-3-(N-methylcarbamyl)-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon (30 g) in 3n-Natriumhydroxyd (300 ml) wird unter Stickstoff 4 1/2 Stunden am Rückfluß erhitzt. Der ρ -
Wert der Lösung wird dann mit 3n-Salzsäure auf
pH 9 gebracht. Der Niederschlag (21,61 g; F = 207 bis 211°, Zers.) wird gesammelt und aus Isopropanol (300 ml) umkristallis:
213(
pH 9 gebracht. Der Niederschlag (21,61 g; F = 207 bis 211°, Zers.) wird gesammelt und aus Isopropanol (300 ml) umkrista lisiert, um die reine Titelverbindung zu ergeben, F = 210 bis
Beispiel 6
1-Methyl-'6~ί 4-pyrl dyi ;-?-1 ml flaaolon
Eine Suspension von l-Methyl-3-(N-methylcarbamyl)-5-(4-pyridyD-S-imidazolon (50,0 g) in 3n-Natriumhydroxyd (500 ml)
wird unter Stickstoffatmosphäre 4 1/2 Stunden am Rückfluß
erhitzt. Die entstehende Lösung wird gekühlt und der p.-Wert mit 3n-S?klzsHure auf 9 eingestellt. Per Niederschlag wird gesammelt und mit Wasser gewaschen, um di /fc-u*
verbindung zu ergeben (25,3 g; F = 193 bis 195°). Dieser Niederschlag wurde aus einer Mischung von Isopropanc1 und Hexan (IiI, 400 ml, in Gegenwart von 10 ml Triäthylamin) umkristallisiert. Das reine Brodukt schmilzt bei 190 bis 192°. '
Beispiel 7 l,4-Dimethyl-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon
Eine Lösung von l,4-Dimethyl^3-(N-methyicarbamyl)-5-(2-pyridyl)-2-imidazolon (1 g) in 3n-Natriumhydroxydlösung (9,45 ml) wird unter Stickstoffatmosphäre 4 1/2 Stunden am Rückfluß erhitzt.
Die Mischung wird abgekühlt, der ρ -Wert mit 3n-Salz-
säure auf 9 eingestellt und der Niederschlag gesammelt. Nach der Umkristaliisation des Niederschlags aus Äthylacetat (4 ml) erhält man die Titelverbindung, die bei 164 bis 166°C schmilzt.
Zum Zweck' der Verabreichung können die Verbindungen der Formel I und ihre pharmazeutisch verträglichen Additionssalze in Zusammensetzungen und Einheitsdosisformen eingearbeitet werden. Derartige pharmazeutisch verträgliche, -nicht—toxische Salze schließen jene ein, die sowohl von organischen als auch anorganischen Säuren abgeleitet sind, wie - jedoch ohne Beschränkung - von Salzsäure » Bromwasserstoffsäure. Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansulfonsäure, Essigsäure, Milchsäure, Bernsteinsäure, Apfelsäure, Maleinsäure, Aconitsäure, Phthalsäure, Weinsäure, Embonsäure, Önanthsäure und dergleichen.
Der Ausdruck "Einheitsdosierungsform" betrifft physikalisch diskrete Einheiten, die als Einheitsdosierungen für Sauger geeignet sind, wobei jede Einheit eine vorbestimmte Menge des aktiven Bestandteils enthält, die so berechnet ist, um den gewünschten therapeutischen Effekt zu liefern, in Verbindung mit einem pharmazeutischen Verdünnungsmittel, Träger oder Hilfsmittel. Die üblichen^pharmazeutischen Einheitsdosierungsformen zur inneren Anwendung umfassen Tabletven, Kapseln, Pulver,
0 09838/2 2k\
Suspensionen, Lösungen, Sirupe und dergleichen, eingeschlossen Formulierungen ,mit verzögerter Wirkstoffabgabe, die nach bekannten Verfahren kompoundiert werden können.
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Claims (14)

  1. worin
    R einen niederen Alkyl- oder Allylrest bedeutet, R1 Wasserstoff oder die Gruppe -CONHR bedeutet, worin R
    die oben angegebene Bedeutung besitzt, '
    Rp Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest bedeutet und Py 2-Pyridyl oder 4-Pyridyl bedeutet.
  2. 2.) 5-Pyridyl-2-imidazoloneder Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Form eines Additionssalzes mit einer anorganischen oder organischen Säure vorliegen·
  3. 3.) Additionssalz gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es das Hydrochlorid ist. % .
  4. 4.) 5-Pyridyl-2-imidazolon der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß P1- die Gruppe -CONHR b?d~'jteL· und R, R„ und Py die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben»
  5. 5.) 5-Pyridyl-2~imidazolon der Formel I gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R^ Wasserstoff bedeutet und R, Rg und Py die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen haben.
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  6. 6·) 5-Pyridyl-2-imidazolon gemäß den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß R Methyl bedeutet. · '
  7. 7.) 5-Pyridyl-2-imidazolon gemäß den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß R Allyl bedeutet.
  8. 8.) Verfahren zur Herstellung von 5-Pyridyl-2-imidazolonen der Formel
    ™ Py
    Ι=ί
    (ι)
    worin
    R Niedrigaikyl- oder Allylgruppen
    R. Wasserstoff oder die Gruppe -CONHR darstellt, worin R
    die oben angegebene Bedeutung hat, Rp Wasserstoff oder niedrig Alkyl und Py 2-Pyridyl oder 4-Pyridyl bedeuten,
    und deren Säureadditionssalze mit organischen oder anorganischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß man in flüssigem Medium ein substituiertes Aziridin der Formel
    H
    / \ (II)
    py -f—-^- R2
    OAIk
    worin
    "Aik" niedrig-Alkyl bedeutet und
    R0 und Py die oben unter Formel I a^cgebenen aedeutt-nq^n hv'..c;o, mit öinem Isocyanat R-NCO, ^örin R dit; unter- F&Xi.eJ
    ivc, behfei'dalt νηύ das «o »rhe" 1Wn*
    • - 15 -
    Zwischenprodukt sauer hydrolysiert unter Bildung des PrO-dukts der Formel I, itan das letztere isoliert und qewünsch-
    . einer
    •tenfalls zu einem Additionssalz mit/anorganischen oder organischen Säure'umsetzt.
  9. 9.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel ein niederäliphatischer chlorierter Kohlenwasserstoff verwendet wird.
  10. 10.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
    ι- - -ι
    die Hydrolyse bei einem p„-Wert unterhalb 3 durchgeführt wird. .
  11. 11.) Verfahren gemäß Anspruch 10.,. dadurch gekennzeichnet, daß. die verwendete Säure eine Mineralsäure ist.
  12. 12.) Verfahren zur Umwandlung einer Verbindung der Formel I, wie in Anspruch 1 definiert, worin R^ die Gruppe -CONhR bedeutet, zu einer entsprechenden Verbindung der Formel I gemäß Anspruch 1, worin R* Wasserstoff bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umwandlung durch alkalische Hydrolyse bewirkt.
  13. 13.) Verfahren gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Hydrolyse ein Alkalimetallhydroxyd verwendet wird.
  14. 14.) Pharmazeutische Zusammensetzung, die eine anti-inflammatorische und/oder antipyretische Wirkung auf Sauger hat, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine therapeutisch wirksame Menge' einer Verbindung gemäß einen:; der Ansprüche i und zusammen mit einem pharmazeutisch verträglichen Verdünnungsmittel oder Träger dafür enthält und zu einer Dosisform, die zur inneren Anwendung geeignet ist, kompoundiert wird.
    009838/22A 1
    ■ ' BAD
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