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Kameraverschluß Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für
einen Kameraverschluß, insbesondere eine Steuereinrichtung mit einem rotierenden
Mechanismus, der vorzugsweise für Kameras mit einem automatischen Filmtransport
verwendbar ist.
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Bei üblichen Kameraverschlüssen finden hin- und lierbewegliche Mechanismen
Verwendung, wobei jedoch die Arbeitsweise kompliziert ist und nachteilige Kräfte
auf Kamerateile ausgeübt werden können, wodurch eine aufeinanderfolgende Betätigung
des Verschlusses schwierig ist, so daß bei aufeinanderfolgenden Aufnahmen Schwierigkeiten
auftreten können.
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Es ist Aufgabe der Erfindung, Schwierigkeiten dieser Art zu vermeiden,
insbesondere bei derartigen Verschlüssen mit einem rotierenden Mechanismus das Auftreten
nachteiliger Stoßkräfte auf Kamerateile zu verhindern, um eine störungsfreie Verschlußbetötigung
bei kontinuierlichen und aufeinanderfolgenden Aufnahmen zu ermöglichen.
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Diese Aufgabe wird bei einer Steuereinrichtung für einen Kameraverschluß
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Spannglied mit einer Spanneinrichtung in
Verbindung steht, daß ein Auslöserglied zur Betätigung des Verschlußmechanismus
vorgesehen ist, daß ein Zwischenslied zwischen dem Spannglied und dem Auslöserglied
angeordnet ist, und daß ein-Anschlag für das Auslöserglied vorgesehen ist, wobei
das Zwischenglied durch eine Drehung des Spannglieds in der einen Richtung gespannt
und durch eine Drehung des Auslöserglieds in derselben Richtung entspannt wird.
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Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele soll
die Ereindung näher erläutert werden. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht eines AusfUhrungsbeispiels
der Erfindung in einem gespannten Zustand des Zwischenglieds; Fig. 2 eine perspektivische
Ansicht des Hauptteils der Einrichtung in Fig. 1; Fig. 3 eine Ansicht des Zwischenglieds
beim Spannen; Fig. 4 verschiedene Lagen des Avslöserglieds, beim Beginn des Auslösevorgangs
und beim Beginn des Eingriffs mit einer Verzögerungseinrichtung, beim Auslösen während
des Eingriffs mit der Verzögerungseinrichtung und beim Auslösen nach dem Beenden
des Eingriffs mit der Verzögerungseinrichtung; Fig. 5 eine Vorderansicht der Einrichtung
wahrend des Auslösens; Fig. 6 eine Vorderansicht der Einrichtung nach Beendigung
des Auslösevorgangs; Fig. 7 eine Vorderansicht eines anderen Ausführungsbeispiels
der Erfindung; Fig. 8 und 9 Ansichten der Einrichtung in Fig. 7 bei vollständig
geöffnetem bzw.
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geschlossenem Verschluß und Fig. 10 beim Spannen; Fig. 11 ein Schaltbild
für die in den Fig. 7 bis 10 dargestellte Einrichtung; Fig. 12 eine Vorderansicht
eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung; und Fig. 13 ein Schaltbild für
die Einrichtung in Fig. 12.
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Bei dem in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel sind
eine Spannscheibe 2 und eine Auslösescheibe 3 auf einer Welle 1 derart angeordnet,
daß sich jede der beiden Scheiben getrennt drehen kann. Die Enden 4a bzw. 4b einer
zum Spannen dienenden Schraubenfeder 4 sind an den Scheiben 2 bzw. 3 befestigt.
Die Spannscheibe 2 ist mit einem nicht dargestellten Filmtransportmechanismus verbunden,
während die Auslösescheibe 3 mit einem nicht dargestellten Verschlußantrieb verbunden
ist. Die Spannscheibe 2 tragt einen Stift 6.
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Zwei verschwenlcbare Anschlaghebel 8, 9 sind an einer Welle 7 gelagert,
die in einem Abstand von der einen Seite der Welle 1 derart angeordnet ist, daß
jeder der Anschlag hebel 8, 9 sich unabhangig drehen ann. An den Anschlaghebeln
8, 9 sind Klinken 8a, 9a vcqeselien. die mit VorsprUngen 3a an der Auslöserscheibe
3 in Eingriffgelargen @önnen. An dem Anschlcghebel 8 ist ein Kantenteil 8b vorgesehen,
der mit dem Vorsprung @a @n Eingriff
gelangen kann. An einem Arm
des Hebels 8 ist ein Stift 10 vorgesehen, welcher an einer Aussparung 2a der Spannscheibe
2 angreift. Ein Ende eines Verbindungshebels 12, der an einem Zapfen 11 gelagert
ist, greift an einer Außenkante des Hebels 8 an. Ein Klinke 12a an dem Hebel 12
greift an einem Steigrad 13 an, welches in Eingriff mit einem Filmtransportmechanismus
steht und sich damit dreht. Der Verbindungshebel 12 wird durch eine Feder 14 im
entgegengesetzten Uhrzeigersinne vorgespannt.
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Ein Auslöser 16 ist nach oben durch eine Feder 17 vorgespannt, deren
anderes Ende am Kamoragehäuse betestigt ist. Hunter einer Auslöserstange 18 ist
ein Hebel 19 an einem Zapfen 20 angelenkt. Ein Ende des Hebels 19 weist zu einem
unteren Ende der Auslöser stange 18, während das andere Ende des Hebels 19 zu einem
Stift 21 weist, der an dem Anschlaghebel 9 befestigt ist. Der Anschlaghebel 9 ist
durch eine Feder 23 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne vorgespannt. Ein Anschlagstift
24 ist an dem Kameragehäuse unter dem Hebel 19 befestigt .
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Ein weiterer Verbindungshebel 26 für das Steigrod 13 ist an einer
Welle 25 angelenkt.
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Dieser Verbindungshebel 26 steht in Eingriff mit der Auslöserstange
18 über eine Feder 27, welche den Hebel 26 und die Auslöserstange 18 verbindet.
Ein Vorsprung 28 an der Auslöserstonge 18 berührt einen unteren Teil eines Endes
des Hebels 26. Ein zum Umschalten dienender Stift 29 zur Durchführung aufeinanderfolgender
Aufnahmen ist auf- und abbeweglich angeordnet und steht im Eingriff mit der Oberseite
des Hebels 26, um den Hebel 26 in eine wi rksame oder nichtwirksame Lage zu verschwenken.
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Der Stift 6 an der Spannscheibe 2 hat eine derartige Länge, daß er
an dem Vorsprung 3a angreift, welcher an der Auslöserscheibe 3 vorgesehen ist, daß
er aber nicht an den Klinken 8a und 9a angreift.
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Obwohl die oben beschriebene Konstruktion an sich geeignet ist, wird
eine bevorzugte Arbeitsweise der Einrichtung erzielt, wenn die im folgenden beschriebene
zusatzliche Einrichtung Verwendung findet. Die zusätzliche Einrichtung umfaßt eine
Verzögerungseinrichtung zur Verzögerung der Anlaufzeit der Verschlußbetdtigung.
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Fig. 1 zeigt eine Verzögerungsscheibe 31 mit einer Klinke 32, welche
auf einer Welle 30 und derart angeordnet ist, daß die Klinke 32 mit dem Vorsprung
3a der Auslöser scheibe 3 in Eingriff steht. Ein Vorsprung 33 erstreckt sich nach
außen von der Verzögerungsscheibe
31, an welchem eine im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne vorspannende Feder 34 angreift und diesen gegen einen Anschlagstift
35 drückt, welcher zur Begrenzung der Bewegung der Verzögerungsscheibe 31 dient.
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Im folgenden soll die Arbeitsweise der Einrichtung naher erlautert
werden. Bei dem in Fig. 1 dargestellten gespannten Zustand greift nur die Klinke
9a des Anschlaghebels 9 an dem Vorsprung 3a an, wobei die Feder 4 durch Verdrillung
gespannt ist. Der Stift 10 greift an der Aussparung 2a der Spannscheibe 2 an, während
die Klinke 8a nicht an dem Vorsprung 3a angreift. Die Klinke 12a des Hebels 12 greift
an dem Steigrad 13 an und ist durch die Feder 14 vorgespannt. Wenn der Auslöser
16 dann heruntergadruckt wird, druckt das untere Ende der Auslöserstange 18 auf
ein Ende des Hebels 19, während das andere Ende des Hebels 19 den Stift 21 nach
oben drückt, wodurch derAnschlaghebel 9 sich im Uhrzeigersinne gegen die Spannung
der Feder 23 dreht. Dadurch gelangt die Klinke 9a außer Eingriff mit dem Vorsprung
3a und die Auslöserscheibe 3 dreht sich im entgegengesetzten Uhrzeigersinne unter
der Wirkung der Feder 4. Andererseits wird beim Herabdrücken der Auslöserstange
18 die Feder 27 wirksam, um ein Ende des Hebels 26 anzuziehen, wodurch der Hebel
26 sich im entgegengesetzten Uhrzeigersinne dreht und an dem Steigrad 13 angreift.
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Wenn eine in Fig. 4a dargestellte Verzögerungseinrichtung vorgesehen
ist, und sobald die Auslöserscheibe 3 in Drehung versetzt werden kann, drückt der
Vorsprung 3a die Klinke 32 der Verzögerungsscheibe 31 weg, so daß die Verzögerungsscheibe
31 sich im Uhrzeigersinne entgegen der Spannung der Feder 34 dreht. Dadurch gelangt
die Oberseite der Klinke 32 in Reibutigseingriff mit dem Vorsprung 3a, wie in Fig.
4b dargestellt ist.
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In dieser Weise wird die Drehung der Auslöserscheibe 3 verzögert.
Der dann während dieses Verzögerungsvorgangs entsprechend weitertransportierte Film
befindet sich nunmehr in einer aufnahmebereiten Ruhelage. Fig. 4c zeigt die relative
Lage der Verzögerungsscheibe und der AuslöserscJeibe am Beginn des Verschlußablaufs.
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Wenn die Verzögerungseinrichtung verwandt wird oder nicht verwandt
wird, wird durch eine Drehung der Auslöserscheibe 3 der Verschluß betätigt. Wenn
der Vorsprung 3a der Scheibe 3 an dem ganzen Teil 8b des Anschlaghebels 8 angreift,
wird in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise der Hebel 8 durch den Vorsprung 3a weggedrückt
und im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne gedreht. Wenn der Vorsprung
3a mit dem Stift 6 in Eingriff gelangt, wie in Fig. 6 dargestellt ist, gelangt die
Klinke 8a des Anschlaghebels 8 in eine Lage, in der ein Eingriff mit dem Vorsprung
3a erfolgt. Gleichzeitig wird der Stift 10 von der Aussparung 2a freigegeben und
der Hebel 12 wird durch die Außenkante des Hebels 8 betätigt und im Uhrzeigersinne
gedreht, während die Klinke 12a nicht mehr an dem Steigrad 13 angreift. Wenn der
Auslöser 16 freigegeben wird und die Auslöserstange 18 durch die Feder 17 hochbewegt
wird, und wenn der Hebel 19 und der Anschlaghebel 9 durch die Feder 23 zurückgeführt
wird, wobei die Klinke 9a mit dem Vorsprung 3a in Eingriff steht, wird gleichzeitig
der Hebel 26 im Uhrzeigersinne durch den Vorsprung 28 gedreht, wodurch der Eingriff
mit dem Steigrad 13 aufgehoben wird. Auf diese Weise ist die Einrichtung für einen
YYeitertransport des Films bereit.
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Fig. 6 zeigt den Zustand der Einrichtung während des Filmtransports.
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Wenn der Film transportiert wird, drehen sich die Spannscheibe 2
und das Steigrad 13 im entgegengesetzten Uhrzeigers inne, während der Vorsprung
3a der Auslöserscheibe 3 durch die Klinken 8c, 9a gehalten wird, so daß die Auslöserscheibe
3 sich nicht dreht, weshalb die Feder 4 gespannt wird.
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Wenn die Aussparung 2a der Spannscheibe in die Lage kommt, in der
ein Eingriff mit dem Stift 10 erfolgen kann, gelangt der von der Feder 14 vorgespannte
Stift 10 auf dem Anschlaghebel 8 mit der Aussparung 2a in Eingriff. Andererseits
greift die Klinke 12a des Hebels 12 an dem Hemmwerk 13 an, wodurch sich der in Fig.
1 dargestellte Zustand ergibt.
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Zur Durchführung einer nachfolgenden Aufnahme wird der Auslöser 16
herabgedrückt festgehalten, während der Stift 29 nach unten in eine Lage verschoben
wird, die durch die gestrichelte Linie in den Fig. 1, 3, 5 und 6 gekennzeichnet
ist, so daß der Hebel 26 nicht mehr an dem Steigrad 13 angreift.
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Da der Anschlaghebel 9 dann nicht an dem Vorsprung 3a angreift, nachdem
die Spannscheibe sich beim Filmtransport dreht und der Stift 10 in die Aussparung
2a einfällt, dreht sich der Anschlaghebel 8 im Uhrzeigersinne, wodurch die Klinke
8a den Vorsprung 3a.frei gibt, so daß sich die Auslöserscheibe 3 dreht, um den Verschluß
zu betätigen.
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JNie oben ausgeführt wurde, wird nach dem Filmtransport der Verschluß
sofort betätigt,
so daß eine folgende Aufnahme durchgeführt werden
kann.
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Obwohl der Anschlaghebel 8, der an den Scheiben 2, 3 angreift und
der Hebel 12, der an dem Steigrod 13 angreift, als getrennte Einheiten dargestellt
sind, können diese auch einstückig ausgeführt werden.
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Obwohl der Anschlaghebel 8 an den Scheiben 2, 3 mit einem Stift in
einer Aussparung und mit einer Klinke in einem Vorsprung angreift, ist diese Ausführungsform
nur als Beispiel anzusehen, da andere Eingriffsmechanismen ebenfalls Verwendung
finden können Ferner können anstelle der Anschlaghebel 8 und 9 andere Glieder Verwendung
finden.
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Bei den obigen Ausführungsbeispielen erfolgt das Spannen und das
Auslösen des Verschlusses durch die Spannscheibe und die Auslöserscheibe nur durch
ihre aufeinanderfolgende Rotation in einer Richtung. Dies bedeutet, daß der Verschluß
durch einen rotierenden Mechanismus betätigt wird, weshalb keine Stoßkräfte auf
irgendeinen Teil der Kamera auftreten und außerdem der Verschluß aufeinanderfolgend
mit einer vereinfachten Konstruktion betätigt werden kann, wodurch die Durchführung
aufeinander folgender Aufnahmen vereinfacht ist.
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Die Schraubenfeder 4 kann jedem anderen Zwlschenglied angepaßt werden,
welches während des Spannens und Auslösens des Verschlußmechanismus gespannt oder
entspannt wi rd.
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Das Auslöserglied und das Spannglied können irgendeiner anderen Ausführungsform
anstelle der scheibenförmigen Glieder angepaßt werden.
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Ein anderes Ausführungsbeispiel mit einem rotierenden Mechanismus,
der durch eine elektronische Schaltung mit einem Hauptteil der in Fig. 2 dargestellten
Art gesteuert wird, soll im folgenden sowohl für die Durchführung von Einzelaufnahmen
als auch von fortlaufenden Aufnahmen beschrieben werden.
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Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Verzögerungseinrichtung durch
eine solche ersetzt, die eine Verzögerungsschaltung und einen Magnet aufweist, der
durch die Ver zögeungsscholtung gesteuert wird Ene e lekirc-nische- Ze itgeberschaltung
mit lichtelektrischen Elementen zur B@@timmung der Verschlußgeschwindigkeit wird
angegeben, um den Verschluß während einer geeigneten Zeitspanne vollstandig offenzuhalten
Bei
dem Ausführungsbelspiel in den Fig. 7 bis 10 greift eine Klinke 107a eines Auslöserhebek
107 an einem Vorsprung 103a einer Auslöserscheibe 103 an, wobei eine Schraubenfeder
104 durch eine Verdrillung gespannt ist (Fig. 7).
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Ein Schalter S5 hat Kontakte 55b und S5a. Der Kontakt S5b greift
an einer Aussparung 102b an der Spannscheibe 102 an, wobei der Schalter S5b geöffnet
ist. Ein Schalter S3 wird durch seinen an einem Arm 102a angreifenden Kontakt S3b
geöffnet.
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In diesem Zustand ist die Einrichtung aufnahmlbbereit. Wenn der Auslöserhebel
109 heraiedruckt wird, wird zunüchst der Sch@terkontakt S4a geöffnet, dann der Schalter
S und schließlich der Schalterkontakt S5a. Die Arbeitsweise soll in 'erbindung mit
Fig. 11 naher erläutert werden.
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Wenn der Schalter SA geöffnet wird, wird die Spannung der Spannungsquelle
E dem Motor M nicht zugeführt. Nachdem der Schalter S1 geschlossen wird, wird sowohl
die Verzögerungsschaltung als auch die Zeitgeberschaltung erregt. Da jedoch die
Transistoren T1, T2, T3 und T4 nichtleitend sind, fließt kein Strom durch die Elektromagnete
M1 und M2, weshalb diese nicht erregt sind.
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Wenn in diesem Zustand der Schalter S5 geöffnet wird, wächst das
Potential an der Verbindungsstelle A allmählich über eine Verzögerungsschaltung
mit einem Widerstand R 0 und einen Kondensator C1 an. Nach einer vorherbestimmten
Zeitspanne werden die Transistoren T1 und T2 leitend, so daß Strom durch den Elektromagnet
M1 fließt, weshalb dieser den Auslöserhebel 107 entgegen der Wirkung der Feder 110
anzieht. Deshalb dreht sich der Auslöserhebel 107 im Uhrzeigersinne, und die Klinke
107a des Hebels 107 gelangt außer Eingriff mit dem Vorsprung 103a, und die Auslöserscheibe
103 bringt den Verschlußmechanismus in einen geöffneten Zustand durch die durch
die Feder 107 bewirkte Rotation im entgegengesetzten Uhrzeigersinne.
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Zum Öffnen des Verschlusses greift der an der Auslöserscheibe 103
befestigte Stift 105 an dem Antriebshebel 105a mit Hilfe einer Schlitzfohrung an.
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Wenn eine Klinke 108a an einem die Verschlußgeschwindigkeit steuernden
Hebel 108 sich in einer der vollständig offenen Lage des Verschlusses entsprechenden
mittleren Lage des Wegs des Vorsprungs 103a befindet, wird die Auslöserscheibe 103
an einer weiteren
Drehung durch den Hebel 108 gehindert. In diesem
Zustand öffnet der Vorsprung 103a den Schalter S2, wodurch die Einrichtung in den
in Fig. 8 dargestellten Zustand gelangt.
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Das Potential an der Verbindungsstelle B der Zeitgeberschaltung mit
einem Photowiderstand P und einem Kondensator C2 (Fig. 11) steigt allmdhlich an,
nachdem der Schalter S2 geöffnet ist. Nach einer gewissen Zeit entsprechend dem
Widerstand des Photowiderstands P aufgrund der Objekthelligkeit, erreicht das Potential
der Verbindungsstelle B einen vorherbestimmten Wert, wodurch die Transistoren T3
und T4 geleitet werden und ein Strom durch den Elektromagnet M2 fließt. Der Elektromagnet
M2 zieht den Hebel 108 entgegen der Wirkung einer Feder 111 an. Der Hebel 108 dreht
sich deshalb im Uhrzeigersinne, sodaß die Klinke 108a des Hebels 108 außer Eingriff
mit dem Vorsprung 103a gelangt, während sich die Auslöserscheibe 103 durch die Wirkung
der Feder 104 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne dreht, um den Verschluß zu schließen.
Der Schalter S2 wird wieder zur RUckstellung der Zeitgeberschaltung geschlossen,
wenn derVorsprung 103 vorbeigeführt wird, wodurch die Stromzufùhr zu dem Elektromagnet
M2 unterbrochen wird und der Elektromagnet M2 den Hebel 108 nicht mehr anzieht.
Deshalb dreht sich der Hebel 108 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne durch die Wirkurig
der Feder 111 und die Klinke 108a gelangt wieder in den Bewegungsweg des Vorsprungs
103a.
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Während ein Vorsprung 103b der Auslöserscheibe 103 den Arm S3a des
Schalters S3 unmittelbar nach dem Schließen des Verschlusses betätigt, wird der
Schalter S3 geschlossen und der Vorsprung 103a gelangt mit einem Stift 106 in Eingriff,
um die Drehung der Auslöserscheibe 103 anzuhalten. In diesem in Fig. 9 dargestellten
Zustand sind die Schalter S1, S2 und S3 geschlossen und die Schalter S4 und S5 geöffnet,
weshalb der Elektromagnet M1 den Auslöserhebel 107 anzieht. Wenn der Auslöser 109
in diesem Zustand freigegeben wird, wird der Auslöser 109 durch eine Feder 112 zurückgezogen.
Bei der Freigabe des Auslösers 109 wird der Kontaktschalter zuerst geschlossen und
sofort die Stromzufuhr zu dem Elektromagnet M1 unterbrochen, wodurch die Anziehung
des Auslöserhebels 107 beendet wird, so daß der Auslösefhebel 107 durch die Feder
110 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne gedreht wird und die Klinke 107a in den
Bewegungsweg des Vorsprungs 103a gelangt. Dann wird der Schalter S1 geöffnet und
schließlich der Schalter S4 geschlossen, um den Filmtransport und das Spannen des
Verschlusses zu be-wiiAen. Wenn das Spannen des Verschlusses beginnt, beginnen die
Spannscheibe 102 und die Auslöserscheibe 103 sich im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne
zu drehen. Während dieser Drehung greift jedoch der Vorsprung 103a der Auslöserscheibe
103 an der Klinke 107a des Auslöserhebels 107 an, wie in Fig. 9 dargestellt ist,
wodurch eine Drehung der Scheibe 103 verhindert ist, sodaß nur die Spannscheibe
102 sich weiter im entgegengesetzten Uhrzeigersinne dreht. Nachdem der Vorsprung
102a außer Eingriff mit dem Arm S3b des Schalters S3 gelangt ist, gelangt der Vorsprung
103b außer Eingriff mit dem Arm S3a des Schalters 53. Wenn die Einrichtung in der
oben beschriebenen Weise ausgebildet ist, wird der Schalter geschlossen gehalten,
so daß der Motor M sich weiterhin dreht. In dieser Weise wird das Spannen des Verschlusses
beendet und die Einrichtung in die Ausgangslage zurückgeführt, wie in Fig. 7 dargestellt
ist.
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Während der Drehung der Spannscheibe 102, wenn der Vorsprung 102
den Schalter S3b öffnet, wird der Schalter S3 geöffnet und der Motor M angehalten.
Während dieses Vorgangs wird der Filmtransport und das Spannen des Verschlusses
beendet.
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In der oben beschriebenen Weise erfolgen Einzelaufnah men Bei aufeinanderfolgenden
Aufnahmen wird der Kontakt S4b des Schalters S4 vorher geschlossen und der Auslöser
109 im heruntergedrückten Zustand gehalten, so daß die Auslöserscheibe 103 sich
dreht und die Verschlußfreigabe beendet wird. Wie in Fig. 9 dargestellt ist, beginnt
gerade dann, wenn der Schalter S3 geschlossen wird, die Rotation des Motors M für
den Filmtransport und für das Spannen des Verschlusses. Bei diesem Zustand ist der
Kontakt S5b des Schalters S5 nicht - in Eingriff mit der Aussparung 102b der Spannscheibe
102, und der Schalter S5 wird durch den Umfang der Scheibe 102 geschlossen, so daß
der Elektromagnet M1 den Auslöserhebel 107 freigibt. Deshalb gelangt die Klinke
107a in den Bewegungsweg des Vorsprungs 103a, um. die Feder 104 spannen zu können.
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Beim Fortgang des Spannens des Verschlusses und unmittelbar bevor
Beendigung des Filmtransports greift der Schalter 55b an der Aussparung 102b der
Spannscheibe 102 an.
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Wenn der Schalter S5 geöffnet wird, steigt das Potential an der Verbindungsstelle
A in Fig. 11 allmählich an und nach einer vorherbestimmten Zeitspanne werden die
Transistoren T1 und T2 leitend, weshalb der Elektromagnet M1 erregt wird und den
Auslöserhebel 107 zur Verschlußauslösung anzieht. Wenn der Schalter S4 geschlossen
gehalten
wird, kann eine folgende Aufnahme durch Herabdrücken des
Auslösers 109 in dieser Weise erfolgen. Wie aus der obigen Beschreibung ersichtlich
ist, ILzetiztigen die Spannscheibe und die Auslöserscheibe wahlweise Schalter wie
den Steuerschalter für die Verschlußgeschwindigkeit, den Schalter zum Betätigen
des Motors, den den Verschluß auslösenden Schalter und Hebel wie den Auslöserhebel
und den SteuerhelSel durch ihre eigene Rotation in einer Richtung, so daß keine
unerwünschten Stoi'rnite auf die Kamerateile ausgeübt werden, Während gleichzeitig
der Verschluß aufeinanderfolgende Aufnahmen durchführen kann, weil der Verschluß
durch einen rotierenden Mechanismus gesteuert wird.
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Bei dem Ausführungsbeispiel, bei dem die Verzögerungseinrichtung
mit einer elektronischen Verzögerungsschaltung verwandt wird, um den Ablaufzeitpunkt
des Verschlusses zu verzögern, ist gewährleistet, daß der Filmtransport vollständig
aufhört und in einem stabilen Zustand ohne Vibrationen gebracht wird, selbst wenn
eine nachfolgende Aufnahme mit sehr hoher Verschlußgeschwindigkeit durchgeführt
wird.
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Das in den Fig. 12 und 13 dargestellte Ausführungsbeispiel ist eine
vereinfachte aber vollständige Steuereinrichtung mit einer automatischen Steuerung
der Verschlußgeschwindigkeit für Einzelaufn ahmen, ohne Verwendung einer Verzögerungseinrichtung.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 12 ist die Spannscheibe auf einer Welle 201
angeordnet und mit einer Aussparung 202a und einem Stift 206 versehen. Die Auslöserscheibe
203 hat einen Vorsprung 203a und einen kurzen Stift 205. Ferner ist eine Feder 204
vorgesehen.
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Ein Antriebshebel 205a greift an dem Stift 205 mit einer Schlitzführung
an. Ferner ist ein Auslöserhebel 207 und ein Steuerhebel 208 für die Verschlußgeschwindigkeit
vorgesehen, sowie eine Auslöserstange 209, Federn 210, 211 und 212, ein Hebel 213,
ein Hauptschalter S1, ein Schalter S2 für die Verschlußbetätigung, ein Elektromagnet
M2, Transistoren T3 und T4, ein Photowiderstond P, ein Kondensator C2 und eine Spannungs
-quelle E.
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Die Arbeitsweise der in den Fig. 12 und 13 dargestellten Einrichtung
entspricht der Arbeitsweise der eingehend beschriebenen Ausführungsbeispiele Patentansprüche