DE2019111B2 - Steuereinrichtung für einen Kameraverschluß - Google Patents
Steuereinrichtung für einen KameraverschlußInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für einen Kameraverschluß mit einem beweglichen
Spannglied, das mit dem Filmtransportmechanismus zusammenwirkt, einem beweglichen
Steuerorgan, das ein Öffnen und Schließen von einem Verschlußmechanismus durch ein Entspannen des
Spanngliedes bewirkt, um die Belichtungszeit zu steuern, einem Arretierglied, das den Filmtransportmechanismus
während der Belichtung sperrt, wobei die Wirkung des Arretiergliedes nach Beendigung der
Belichtungszeit zwecks Betätigung des Filmtransportmechanismus aufgehoben wird und das Steuerorgan
auch Beendigung des Reiriebsablaufes des Fiimtraiis·
porlmechanismus wieder eine Belichtungszeit gibt.
Die eine automatische Filintianspurteinrichiun^
enthaltende »Robot-Kamera« ist allgemein bekannt
Sei dieser Kamera wird ein sehr komplizierter Mechanismus verwendet, bei dem das Steuerorgan, da··
ein Öffnen und Schließen des VerschluSmechanismu?
für die Belichtungszeit bewirkt, eine hin- und hergehende
Bewegung ausführt und der Verschluß-
ίο mechanismus durch diese hin- und hergehende Bewegung
betätigt wird. Ein derartiger Mechanisms ist kostspielig in seiner Herstellung und anfällig in
seinem Betrieb.
Der vorliegenden Anmeldung liegt daher die Aufgäbe zugrunde, einen einfacheren und wirksameren
Mechanismus der eingangs genannten Art vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Spannglied und das bewegliche Steuerorgan
frei drehbar angeordnet und mit einem Federorgan verbunden sind, welches während des Filmtransportes
gespannt wird, daß das Spannglied einen ersten Eingriffsbereich aufweist, daß ein Eingriffsorgan vorgesehen ist. das in Eingriff mit den Ein-
griffsbereichen treten kann, und daß, während das Spannglied in Eingriff mit dem Eingriffsorgan steht,
das Arretierglied den Filmtransportmechanismus sperrt, um eine Drehung des Steuerorgans zu ermöglichen
und den Verschlußmechanismus zur Steuerung der Belichtungszeit zu öffnen und zu schließen, und
daß das Steuerorgan im Endbereich seiner Bewegung den Eingriff des Eingriffsorganes löst, um die Wirkung
des Arretiergliedes aufzuheben und den Filmtransportmechanismus in Betriebsstellung zu bringen,
während gleichzeitig der zweite Eingriffsbereich des Steuerorganes in Eingriff mit dem Eingriffsorgan
tritt, um den Film zu transportieren.
Die vereinfachte und vorteilhafte Wirkung des Anmeldungsgegenstandes
ergibt sich insbesondere durch die Verwendung des drehbaren Spanngliedes und des
drehbaren Steuerorganes, die durch das Federorgan verbunden sind, wobei die bei der Drehbewegung
eingenommene Winkellage des Spanngliedes und des Steueiurganes von dem Eingriffsorgan ermittelt wird,
um den Filmtransport und die Betätigung des Kameraverschlusses zu bewirken.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist eine Verzögerungseinrichtung vorgesehen,
welche nach einer bestimmten Verzögerungszeit nach der Betätigung des Eingriffsorgans das Glied für ein
Öffnen und Schließen des Kameraverschlusses betätigt.
An Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele soll die Erfindung näher erläuterl
werden. Es zeigt
Fig, 1 eine Ansicht eines Ausführungsbcispiels dei
Erfindung in einem gespannten Zustand des Zwischenglieds,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht des Hauptteil«
der Einrichtung in Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht des Zwischenglieds bein Spannen.
F i g. 4 verschiedene Lagen des Auslöserglieds beim Beginn des Auslösevorgangs und beim Beginr
des Eingriffs mit einer Verzögerungseinrichtung, bein
Auslösen während des Eingriffs mit der Verzögerungseinrichtung und beim Auslösen nach dem Beenden
des Eingriffs mit der Verzögerungseinrichtung
F i u. 5 eine Vorderansicht der Einrichtung während des Auslösens,
F i g. 6 eine Vorderansicht der Einrichtung nach Beendigung des Auslösevorgangs,
F i g. 7 eine Vorderansicht eines anderen Auslüh-'ungsbeispjels
eier Erfindung,
F i g. b !ind 9 Ansichten der Einrichtung in F i g. 7
bei vollständig geöffnetem bzw. geschlossenem Verschluß und Fig. 10 beim Spannen.
F i g. 11 ein Schaltbild für die in den F i g. 7 bis 10
dargestellte Einrichtung,
Fig. 12 eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels
der Erfindung und
Fig. 13 ein Schaltbild für die Einrichtung in Fiu 12. ~
Bei dem in den F i g. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
sind eine Spannscheibe 2 und eine Auslösescheibe 3 auf einer Welle 1 derart angeordnet,
daß sich jede der beiden Scheiben getrennt drehen kann. Die Enden 4 α bzw. 4 b einer zum Spannen
dienenden Schraubenfeder 4 sind an den Scheiben 2 bzw. 3 befestigt. Die Spannscheibe 1 ist mit einem
nicht dargestellten Filmtransportmechanismus verbunden, während die Auslöserscheibe 3 mit einem
nicht dargestellten Verschlußantrieb verbunden ist. Die Spannscheibe 2 trägt einen Stift 6.
Zwei verschwenkbare Anschlaghebel 8. 9 sind an einer Welle 7 gelagert, die in einem Abstand von der
einen Seite der Welle ί derart angeordnet ist, daß jeder der Anschlaghebcl 8, 9 sich unabhängig drehen
kann. An den Anschlaghebeln 8, 9 sind Klinken 8 a, 9λ vorgesehen, die mit Vorsprüngen 3a an der Auslöserscheibe
3 in Eingriff gelangen können. An dem Anschlaghebel 8 ist ein Kantenteil 86 vorgesehen, der
mit dem Vorsprung 3a in Eingriff gelangen kann. An einerr Arm des Hebels ist ein Stift 10 vorgesehen,
welcher an einer Aussparung 2 a der Spannscheibe 2 angreift. Ein Ende eines Verbindungshebels 12, der
an einem Zapfen 11 gelagert ist, greift an einer Außenkante des Hebels 8 an. Eine Klinke 12a an
dem Hebel 12 greift an einem Steigrad 13 an, welches in Eingriff mit einem Fi'mtransportmechanismus
steht und sich damit dreht. Der Verbindungshebel 12 wird durch eine Feder 14 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne
vorgespannt.
Ein Auslöser J6 ist nach oben durch eine Feder 17
vorgespannt, deren anderes Ende am Kameragehäuse befestigt ist. Unter einer Auslöserstange 18 ist ein
Hebel 19 an einem Zapfen 20 angelenkt. Ein Ende des Hebels 19 weist zu einem unteren Ende der Auslöserstange
18, während das andere Ende des Hebels 19 zu einem Stift 21 weist, der an dem Anschlaghebel
9 befestigt ist. Der Anschlaghebel 9 ist durch eine Feder 23 im entgegengesetzten Uhrzeigersinne
vorgespannt. Ein Anschlagstift 24 ist an dem Kameragehäuse unter dem Hebel 19 befestigt.
Ein weiterer Verbindungshebel 26 für das Steigrad 13 ist an einer Welle 25 angelenkt. Dieser Verbindungshebel
26 steht in Eingriff mit der Auslöserstange 18 über eine Feder 27, welche den Hebel 26
und die Auslöserstange 18 verbindet. Ein Vorsprung 28 an der Auflöserstange 18 berührt einen unteren
Teil eines Endes des Hebels 26. Ein zum Umschalten dienender Stift 29 zur Durchführung aufeinanderfolgender
.Aufnehmen ist auf- und abbeweglich angeordnet
und steht im Eingriff mit der Oberseite des Hebels 26, um den Hebel 26 in eine wirksame oder
nicht wirksame Lage zu verschwenken.
Der Stifr ö an der Spannscheibe 2 hat eine derartige
Länge, daß er an dem Vorsprung 3a angreift, welcher
an der Auslöserscheibe 3 vorgesehen ist, da» er aber
nicht an den Klinken 8« und 9a angreift.
5 Obwohl die oben beschriebene Konstruktion an sich geeignet ist. wird eine bevorzugte Arbeitsweise der Einrichtung erzielt, wenn die im folgenden beschriebene zusätzliche Einrichtung Verwendung findet. Die zusätzliche Einrichtung umfaßt eine V'er-
5 Obwohl die oben beschriebene Konstruktion an sich geeignet ist. wird eine bevorzugte Arbeitsweise der Einrichtung erzielt, wenn die im folgenden beschriebene zusätzliche Einrichtung Verwendung findet. Die zusätzliche Einrichtung umfaßt eine V'er-
zögerungseinrichtung zur Verzögerung der Anlaufzeit der Verschlußbetätigung.
Fig 1 zeigt eine Verzögerungsscheibe 31 mit einer Klinke 32, welche auf einer Welle 30 und derart angeordnet
ist, daß die Klinke 32 mit dem Vorsprung 3a
der Auslöserscheibe 3 in Eingriff steht. Ein Vorsprung
33 erstreckt sich nach außen von der Verzögerungsscheibe 31, an welchem eine im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne verspanende Feder 34 angreift und diesen gegen einen Anschlagstift 35 drückt, wel-
eher zur Begrenzung der Bewegung der Verzögerungsscheibe
31 dient.
Im folgenden soll die Arbeitsweise der Einrichtung •läher erläutert werden. Bei dem in F i g. 1 dargestellten
Zustand greift nur die Klinke 9 a des Anschlages hebeis 9 an dem Vorsprung 3 a an, wobei die Feder 4
durch Verdrillung gespannt ist. Der Stift 10 greift an der Aussparung 2a der Spatinscheibe 2 an. während
die Klinke 8a nicht an dem Vorsprung 3« angreift. Die Klinke 12« des Hebels 12 greift an dem Steigrad
13 an und ist durch die Feder 14 vorgespannt. Wenn
der Auslöser 16 dann heruntergedrückt wird, drückt das untere Ende der Auslöserstange 18 auf ein Ende
des Hebels 19, während das andere Ende des Hebels 19 den Stift 21 nach oben drückt, wodurch der Anschlaghebel
9 sich im Uhrzeigersinne gegen die Spannung der Feder 23 dreht. Dadurch gelangt die Klinke
9 a außer Eingriff mit dem Vorsprung 3 a, und die Auslöserscheibe 3 dreht sich im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne unter der Wirkung der Feder 4. An-
dererseits wird beim Herabdrücken der Auslöserstange 18 die Feder 27 wirksam, um ein Ende des
Hebels 26 anzuziehen, wodurch der Hebel 26 sich im entgegengesetzten Uhrzeigersinne dreht und an dem
Steigrad 13 angreift.
Wenn eine in Fig. 4a dargestellte Verzögerungseinrichtung
vorgesehen ist, und sobald die Auslöserscheibe 3 in Drehung versetzt werden kann, drückt
der Vorsprung 3a die Klinke 32 der Verzögerungsscheibe 31 weg, so daß die Verzögerungsscheibe 31
sich im Uhrzeigersinne entgegen der Spannung der Feder 34 dreht. Dadurch gelangt die Oberseite der
Klinke 32 in Reibungseingrifl mit dem Vorsprung 3 α, wie in F i g. 4 b dargestellt ist. In dieser Weise wird
die Drehung der Auslöserscheibe 3 verzögert. Der dann während dieses Verzögerungsvorgangs entsprechend
vveitertransportierte Film befindet sich nunmehr in einer aufnahmebereiten Ruhelage.
F i g. 4 c zeigt die relative Lage der Verzögerungsscheibe und der Auslöserscheibe am Beginn dus Ver-
schlußabkufs.
Wenn die Verzögerungseinrichtung verwandt wird oder nicht verwandt wird, wird durch eine Drehung
der Auslöserscheibe 3 der Verschluß betätigt. Wenn der Vorsprung 3 a der Scheibe 3
an dem ganzen Teil 86 des Anschlaghebels 8 angreift, wird in der aus Fig. 5 ersichtlichen
Weise der Flebel 8 durch den Vorsprung 3a weggedrückt und im entgegengesetzten Uhrzeiger-
sinne gedreht. Wenn der Vorsprung 3« mit dem Stift 6 in Eingriff gelangt, wie in Fig. 6 dargestellt
ist, gelangt die Klinke 81/ des Anschlaghebels 8 in
eine Lage, in der ein Eingriff mit dem Vorsprung 3« erfolgt. Gleichzeitig wird der Stift 10 von der Aussparung
la freigegeben, und der Hebel 12 wird durch die Außenkante des Hebels 8 betätigt und im
Uhrzeigersinne gedreht, während die Klinke 12« nicht mehr an dem Steigrad 13 angreift. Wenn der
Auslöser 16 freigegeben wird und die Auslöserstange 18 durch die Feder 17 hochbewegt wird und wenn
der Hebel 19 und der Anschlaghebel 9 durch die Feder 23 zurückgeführt werden, wobei die Klinke 9a
mit dem Vorsprung 3 « im Eingriff steht, wird gleichzeitig der Hebel 26 im Uhrzeigersinne durch den
Vorsprung 28 gedreht, wodurch der Eingriff mit dem Steigrad 13 aufgehoben wird. Auf diese Weise ist die
Einrichtung für einen Weitertransport des Films bereit.
Fig. 6 zeigt den Zustand der Einrichtung während des Filmtransports.
Wenn der Film transportiert wird, drehen sich die Spannscheibe 2 und das Steigrad 13 im entgegengesetzten
Uhrzeigersinne, während der Vorsprung 3« der Auslöserscheibe 3 durch die Klinken 8a, 9a gehalten
wird, so daß die Auslöserscheibe 3 sich nicht dreht, weshalb die Feder 4 gespannt wird.
Wenn die Aussparung la der Spannscheibe in die Lage kommt, in der ein Eingriff mit dem Stift 10 erfolgen
kann, gelangt der von der Feder 14 vorgespannte Stift 10 auf dem Anschlaghebel 8 mit der
Aussparung 2« in Eingriff. Andererseits greift die Klinke 12« des Hebels 12 an dem Hemmwerk 13
an, wodurch sich der in Fig. 1 dargestellte Zustand ergibt.
Zur Durchführung einer nachfolgenden Aufnahme wird der Auslöser 16 herabgedrückt festgehalten,
während der Stift 29 nach unten in eine Lage verschoben wird, die durch die gestrichelte Linie in den
Fig. 1. 3. 5 und 6 gekennzeichnet ist, so daß der Hebel 26 nicht mehr an dem Steigrad 13 angreift.
Da der Anschlaghebel 9 dann nicht an dem Vorsprung 3 α angreift, nachdem die Spannscheibe sich
beim Filmtransport dreht und der Stift 10 in die Aussparung 2 α einfällt, dreht sich der Anschlaghebel
8 im Uhrzeigersinne, wodurch die Klinke 8« den Vorsprung 3 a freigibt, so daß sich die Auslöserscheibe
3 dreht, um den Verschluß zu betätigen.
Wie oben ausgeführt wurde, wird nach dem Filmtransport der Verschluß sofort betätigt, so daß eine
folgende Aufnahme durchgeführt werden kann.
Obwohl der Anschlaghebel 8, der an den Scheiben 2,3 angreift, und der Hebel 12, der an dem Steigrad
13 angreift, als getrennte Einheiten dargestellt sind, können diese auch einstückig ausgeführt werden.
Obwohl der Anschlaghebel 8 an den Scheiben 2, 3 mit einem Stift in einer Aussparung und mit einer
Klinke in einem Vorsprung angreift, ist diese Ausführungsform nur als Beispiel anzusehen, da andere
Eingriffsmechanismen ebenfalls Verwendung finden können. Ferner können an Stelle der Anschlaghebel 8
und 9 andere Glieder Verwendung finden.
Bei den obigen Ausführungsbeispielen erfolgt das Spannen und das Auslösen des Verschlusses durch
die Spannscheibe und die Auslöserscheibe nur durch ihre aufeinanderfolgende Rotation in einer Richtung.
Dies bedeutet, daß der Verschluß durch einen rotierenden Mechanismus betätigt wird, weshalb keine
Stoßkräfte auf irgendeinen Teil der Kamera auftreter und außerdem der Verschluß aufeinanderfolgent
mit einer vereinfachten Konstruktion betätigt werder kann, wodurch die Durchführung aufcinanderfolgender
Aufnahmen vereinfacht ist.
Die Schraubenfeder 4 kann jedem anderen Zwischenglied angepaßt werden, welches während de>
Spannens und Auslösens des Verschlußmechanismus gespannt oder entspannt wird. Das Auslösergliec
ίο und das Spannglied können irgendeiner anderer
Ausführungsform an Stelle der scheibenförmiger Glieder angepaßt werden.
Ein anderes Ausführungsbeispiel mit einem rotierenden Mechanismus, der durch eine elektronische
Schaltung mit einem Hauptteil der in Fig. 2 dargestellten Art gesteuert wird, soll im folgenden sowohl
für die Durchführung von Einzelaufnahmen als auch von fortlaufenden Aufnahmen beschrieben
werden.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird die Verzögerungseinrichtung durch eine solche ersetzt, die eine
Verzögerungsschaltung und einen Magnet aufweist, der durch die Verzögerungsschaltung gesteuert wird.
Eine elektronische Zeitgeberschaltung mit lichtelektrischen Elementen zur Bestimmung der Verschlußgeschwindigkeit
wird angegeben, um den Verschluß während einer geeigneten Zeitspanne vollständig
offenzuhalten.
Bei dem Ausführungsbeispiel in den Fig. 7 bis 10 greift eine Klinke 107« eines Auslöserhebels 107 an
einem Vorsprung 103 σ einer Auslöserscheibe 103 an, wobei eine Schraubenfeder 104 durch eine Verdrillung
gespannt ist (F i g. 7).
Ein Schalter 5 5 hat Kontakte S5b und SSa. Der
Kontakt SSb greift an einer Aussparung 102 b an
der Spannscheibe 102 an, wobei der Schalter S5b geöffnet ist. Ein Schalter 5 3 wird durch seinen an
einem Arm 102« angreifenden Kontakt 53b geöffnet.
In diesem Zustand ist die Einrichtung aufnahmebereit. Wenn der Auslöserhebel 109 herabgedrückt
wird, wird zunächst der Schalterkontakt 54« geöffnet, dann der Schalter 51 und schließlich der
Schalterkontakt S 5 a. Die Arbeitsweise soll in Verbindung mit Fig. 11 näher erläutert werden.
Wenn der Schalter 54 geöffnet wird, wird die Spannungsquelle E dem Motor M nicht zugeführt.
Nachdem der Schalter 51 geschlossen wird, wird sowohl die Verzögerungsschaltung als auch die Zeitgeberschaltung
erregt. Da jedoch die Transistoren 71, 72, 73 und 74 nicht leitend sind, fließt kein
Strom durch die Elektromagnete M1 und M 2, weshalb
diese nicht erregt sind.
Wenn in diesem Zustand der Schalter 5 5 geöffnet wird, wächst das Potential an der Verbindungsstelle
A allmählich über eine Verzögerungsschaltung mit einem Widerstand R 0 und einem Kondensator C1
an. Nach einer vorherbestimmten Zeitspanne werden die Transistoren 71 und 72 leitend, so daß Strom
durch den Elektromagnet Ml fließt, weshalb dieser
den Auslöserhebel 107 entgegen der Wirkung der Feder 110 anzieht. Deshalb dreht sich der Auslöserhebel
107 im Uhrzeigersinne, und die Klinke 107«. des Hebels 107 gelangt außer Eingriff mit dem Vorsprang
103 a, und die Auslöserscheibe 103 bringt den Verschlußmechanismus in einen geöffneten Zustand
durch die durch die Feder 107 bewirkte Rotation im entgegengesetzten Uhrzeigersinne.
7 8
Zum öffnen des Verschlusses greift der an der verhindert ist, so daß nur die Spannscheibe 102 sicr
Auslöserschfibe 103 befestigte Stift 105 an dem An- weiter im entgegengesetzten Uhrzeigersinne dreht
triebshebel 105« mit Hilfe einer Schlitzführung an. Nachdem der Vorsprung 10?. α außer Eingriff mi
Wenn eine Klinke 108 α an einem die Verschluß- dem Arm 53b des Schalters 5 3 gelangt ist, gelang
geschwindigkeit steuernden Hebel 108 sich in einer 5 der Vorsprung 103 b außer Eingriff mit dem Arn
ac: vollständig offenen Lage des Verschlusses ent- 53« des Schalters 53. Wenn die Einrichtung in dei
sprechenden mittleren Lage des Wegs des Vorsprungs oben beschriebenen Weise ausgebildet ist, wird dei
103« befindet, wird die Auslöserscheibe 103 an einer Schalter geschlossen gehalten, so daß der Motor M
weiteren Drehung durch den Hebel 108 gehindert. sich weiterhin dreht. In dieser Weise wird das Spanin diesem Zustand öffnet der Vorsprung 103 « den io ncn des Verschlusses beendet und die Einrichtung ir
Schalter 52, svodurch die Einrichtung in den in die Ausgangslage zurückgeführt, wie in Fig. 7 dar-Fig.
8 dargestellten Zustand gelangt. Das Potential gestellt ist.
an der Verbindungsstelle B der Zeitgeberschaltung Während der Drehung der Spannscheibe 102
mit einem Photowiderstand P und einem Konden- wenn der Vorsprung 102« den Schalter 53 b öffnet
sat.or C2 (Fig. 11) steigt allmählich an, nachdem 15 wird der Schalter S3 geöffnet und der Motor M an
der Schalter 52 geöffnet ist. Nach einer gewissen gehalten. Während dieses Vorgangs wird der Film-Zeit,
entsprechend dem Widerstand des Photowider- transport und das Spannen des Verschlusses beendet
stands P auf Grund der Objekthelligkeit, erreicht das In der oben beschriebenen Weise erfolgen Einzel-Potential
der Verbindungsstelle B einen vorher- aufnahmen.
bestimmten Wert, wodurch die Transistoren T 3 20 Bei aufeinanderfolgenden Aufnahmen wird dei
und T4 leitend werden und ein Strom durch den Kontakt S4b des Schalters 54 vorher geschlosser
Elektromagnet Ml fließt. Der Elektromagnet Ml und der Auslöser 109 im heruntergedrückten Zuzieht
den Hebel 108 entgegen der Wirkung, einer stand gehalten, so daß die Auslöserscheibe 103 siel
Feder 111 an. Der Hebel 108 dreht sich deshalb im dreht und die Verschlußfreigabe beendet wird Wie
Uhrzeigersinne, so daß die Klinke 108« des Hebels 25 in Fig. 9 dargestellt ist, beginnt gerade dann wenr
108 außer Eingriff mit dem Vorsprung 103« gelangt, der Schalter 53 geschlossen wird, die Rotation de<
während sich die Auslöserscheibe 103 durch die Motors M für den Filmtransport und für das Span-Wirkung
der Feder 104 im entgegengesetzten Uhr- nen des Verschlusses. Bei diesem Zustand ist dei
zeigersinnc dreht, um den Verschluß zu schließen. Kontakt SSb des Schalters 55 nicht im Eineriff mi'
Der Schalter 52 wird wieder zur Rückstellung der 30 der Aussparung 102 δ der Spannscheibe 102 unc
Zeitgeberschaltung geschlossen, wenn der Vorsprung der Schalter 5 5 wird durch den Umfang der Sc'heibt
103 vorbeigeführt wird, wodurch die Stromzufuhr zu 102 geschlossen, so daß der Elektromagnet Ml der
dem Elektromagnet M1 unterbrochen wird und der Auslöserhebel 107 freigibt. Deshalb gelangt die
Elektromagnet Ml den Hebel 108 nicht mehr an- Klinke 107« in den Bewegungsweg des Vorsnirn««
zieht. Deshalb dreht sich der Hebel 108 im entgegen- 35 103 a, um die Feder 104 spannen zu können " * *
gesetzten Uhrzeigersinne durch die Wirkung der Beim Fortgang des Spannens des Verschlusses unc
Feder 111, und die Klinke 108a gelangt wieder in unmittelbar vor Beendigung des Filmtransports ereifi
den Bewegungsweg des Vorsprungs 103 α. der Schalter 55 b an der Aussparung 102 b de.
Während ein Vorsprung 103 b der Auslöserscheibe Spannscheibe 102 an. Wenn der Schalter 55 geöffnei
103 den Arm 53« des Schalters 53 unmittelbar 4o wird, steigt das Potential an der Verbindungsstelle A
nach dem Schließen des Verschlusses betätigt, wird in Fig. 11 allmählich an, und nach einer vorherbeder
Schalt2.-53 geschlossen, und der Vorsprung 103 α stimmten Zeitspanne werden die Transistoren Π
gelangt mit einem Stift 106 in Eingriff, um die und T 2 leitend, weshalb der Elektromagnet M1 erDrehung
der Auslöserscheibe 103 anzuhalten. In regt wird und den Auslöserhebel 107 zur Verschlußdiesem
in F i g. 9 dargestellten Zustand sind die 45 auslösung anzieht. Wenn der Schalter 5 4 geschlos-Schalter
51, 52 und 53 geschlossen und die Schal- sen gehalten wird, kann eine folgende Aufnahm«
ter 5 4 und 55 geöffnet, weshalb der Elektromagnet durch Herabdrücken des Auslösers 109 in diesei
M1 den Auslöserhebel 107 anzieht. Wenn der Aus- Weise erfolgen. Wie aus der obigen Beschreibum
löser 109 in diesem Zustand freigegeben wird, wird ersichtlich ist, betätigen die Spannscheibe und dit
der Auslöser 109 durch eine Feder 112 zurückge- 50 Auslöserscheibe wahlweise Schalter, wie den Steuerzogen.
Bei der Freigabe des Auslösers 109 wird der schalter für die Verschlußgeschwindigkeit den Schal-Kontaktschalter
zuerst geschlossen und sofort die ter zum Betätigen des Motors, den den Verschlui
Stromzufuhr zu dem Elektromagnet Ml unter- auslösenden Schalter und Hebel, wie den Auslöserbrochen,
wodurch die Anziehung des Auslöserhebels hebel und den Steuerhebel, durch ihre eigene Rota-
107 beendet wird, so daß der Auslöserhebel 107 55 tion in einer Richtung, so daß keine unerwünschter
durch die Feder 110 im entgegengesetzten Uhrzeiger- Stoßkräfte auf die Kamerateile ausgeübt wenden
sinne gedreht wird und die Klinke 107 α in den Be- während gleichzeitig der Verschluß aufeinanderfolwegungsweg
des Vorsprungs 103 α gelangt. Dann gende Aufnahmen durchführen kann, weil der Verwird
der Schalter 51 geöffnet und schließlich der Schluß durch einen rotierenden Mechanismus ge-Schalter
54 geschlossen, um den Filmtransport und 60 steuert wird.
das Spannen des Verschlusses zu bewirken. Wenn Bei dem Ausführungsbeispiel, bei dem die Verdas
Spannen des Verschlusses beginnt, beginnen die zögerungseinrichtnng mit einer elektronischen Ver-Spannscheibe
102 und die Auslöserscheibe 103 sich zögerungsschaltung verwandt wird, um den Ablaufim
entgegengesetzten Uhrzeigersinne zu drehen. Zeitpunkt des Verschlusses zu verzögern, ist gewähr-Während
dieser Drehung greift jedoch der Vor- 65 leistet, daß der Filmtransport vollständig'aufhört unc
sprang 103 α der Auslöserscheibe 103 an der Klinke in einen stabilen Zustand ohne Vibrationen se-
107 α des Auslöserhebels 107 an, wie in F i g. 9 dar- bracht wird, selbst wenn eine nachfolgende Aufgestellt
ist, wodurch eine Drehung der Scheibe 103 nähme mit sehr hoher Verschlußgeschwindigkeil
durchgeführt wird.
Das in den Fig. 12 und 13 dargestellte Ausführungsbeispiel
i.-,t eine vereinfachte, aber vollständige Steuereinrichtung mit einer automatischen Steuerung
der VerschlnBgeschwindigkeit für Einzelaufnahmen, ohne Verwendung einer Verzögerungseinrichtung.
Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 12 ist die Spannscheibe auf einer Welle 201 angeordnet und
mit einer Aussparung 202 α und einem Stift 206 versehen.
Die Auslöserscheibe 203 hat einen Vorsprung 203« und einen kurzen Stift 205. Ferner ist eine
Feder 204 vorgesehen. Ein Antriebshebel 205 a
10
greift an dem Stift 205 mit einer Schlitzführung an. Ferner ist ein Auslöserhebel 207 und ein Steuerhebel
208 für die Verschlußgeschwindigkeit vorgesehen sowie eine Auslöserstange 209, Federn 210,
211 und 212, ein Hebel 213, ein Hauptschalter 51, ein Schalter 5 2 für die Verschlußbetätigung, ein
Elektromagnet Ml, Transistoren 7 3 und T 4, ein
Photowiderstand P, ein Kondensator Cl und eine Spannungsquelle E.
ίο Die Arbeitsweise der in den Fig. 12 und 13 dargestellten
Einrichtung entspricht der Arbeitsweise der eingehend beschriebenen Ausführungsbeispiele.
Claims (2)
1. Steuereinrichtung fi=r einen Raineraverschlui.'.
mit einem beweglichen Spannglied, das mit dem Filmtransportmechanismus zusammenwirkt,
einem beweglichen Steuerorgan, das ein Öffnen und Schließen von einem Verschlußmechanismus
durch ein Entspannen des Spannungsgliedes bewirkt, um die Belichtungszeit zu steuern, einem
Arretierglied, das den Filmtransportmechanismiis während der Belichtung sperrt, wobei die Wirkung
des Arretiergliedes nach Beendigung der Belichtungszeit zwecks Betätigung des Filmtransportmechanismus
aufgehoben wird und das Steuerorgan nach Beendigung des Betriebsablaufes
des Filmtransportmechanismus wieder eine Belichtungszeit gibt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Spannungsglied (2) und das bewegliche Steuerorgan (3) frei drehbar angeordnet
und mit einem Federorgan (4 a) verbunden tind. welches während des Filmtransports gespannt
wird, daß das Spannungsglied (2) einen ersten Eingriffsbereich (2.-i) und das bewegliche
Steuerorgan (3) einen zweiten Eingriffsbereich (3a) aufweist, daß ein Eingriffsorgan (8) vorgesehen
ist. das in Eingriff mit den Eingriffsbereicher. {la, 3a) treten kann, und daß, während
das Spannungsglied (2) im Eingriff mit dem Eingriffsorgan (8) ste!.t, da; Arretierglied (12) den
Filmtransportmechanismu? (13) sperrt, um eine
Drehung des Steuerorgans \X) zu ermöglichen und
den Verschlußmechanismus zur Steuerung der Belichtungszeit zu öffnen und zu schließen, und
das Steuerorgan (3) im Endbereich seiner Bewegung den Eingriff des Eingriffsorgans (8) löst, um
die Wirkung des Arretiergliedes (12) aufzuheben Und den Filmtransportmechanismus in Betriebsstellung zu bringen, während gleichzeitig der
zweite Eingriffsbereich (3α) des Steuerorgans (3)
in Eingriff mit dem Eingriffsorgan (8) tritt, um den Film zu transportieren.
2. Steuereinrichtung für einen Kameraverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Verzögerungseinrichtung (33; Ro, C1, T1, T2,
M1) vorgesehen ist, welche nach einer bestimmten Verzögerungszeil nach der Betätigung des
Eingriffsorgans (8) das Glied (3, S) für ein Öffnen und Schließen des Kameraverschlusses betätigt.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP3084369A JPS537808B1 (de) | 1969-04-21 | 1969-04-21 | |
| JP4773969A JPS537809B1 (de) | 1969-06-17 | 1969-06-17 | |
| JP6164969U JPS502012Y1 (de) | 1969-06-28 | 1969-06-28 | |
| JP5173969A JPS50925B1 (de) | 1969-06-28 | 1969-06-28 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2019111A1 DE2019111A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE2019111B2 true DE2019111B2 (de) | 1974-02-07 |
| DE2019111C3 DE2019111C3 (de) | 1974-09-05 |
Family
ID=27459327
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2019111A Expired DE2019111C3 (de) | 1969-04-21 | 1970-04-21 | Steuereinrichtung für einen Kamera Verschluß |
| DE7014640U Expired DE7014640U (de) | 1969-04-21 | 1970-04-21 | Kameraverschluß |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE7014640U Expired DE7014640U (de) | 1969-04-21 | 1970-04-21 | Kameraverschluß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE2019111C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5420853B2 (de) * | 1971-08-24 | 1979-07-26 |
-
1970
- 1970-04-21 DE DE2019111A patent/DE2019111C3/de not_active Expired
- 1970-04-21 DE DE7014640U patent/DE7014640U/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2019111C3 (de) | 1974-09-05 |
| DE2019111A1 (de) | 1970-10-22 |
| DE7014640U (de) | 1974-12-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 |