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Die
Erfindung betrifft eine selbstfahrende Hubarbeitsbühne, insbesondere
eine selbstfahrende Scherenarbeitsbühne. Eine solche Maschine weist ein
Fahrgestell mit einer Anzahl von Rädern auf. Im Allgemeinen handelt
es sich um vier Räder.
Die Lasthebemaschine umfasst ferner einen Lasthebemechanismus, beispielsweise
eine Ausfahrvorrichtung. Die Ausfahrvorrichtung stützt sich
mit ihrem unteren Ende auf das Fahrgestell der Maschine, und mit
ihrem oberen Ende trägt
sie eine Arbeitsbühne.
Die Ausfahrvorrichtung kann ein Scherenmechanismus sein, aber auch
ein anderer Mechanismus wie beispielsweise eine Teleskopeinrichtung.
Im bestimmungsgemäßen Einsatz
befinden sich auf der Bühne stets
Personen, nämlich
Monteure. Die Arbeitsbühne darf
gemäß BGR-Vorschriften
zum reinen Heben von Lasten nicht verwendet werden. Sie wird speziell
eingesetzt für
Montage-, Reparatur- und Wartungsarbeiten in allen erreichbaren
Höhen.
Als Einsatzort kommen Industrieanlagen, aber auch Neubaustellen
in Betracht.
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Solche
fahrbaren Lasthebemaschinen werden überall in der industriellen
Technik eingesetzt. Ein wichtiges Einsatzgebiet ist das Beladen
und Entladen von Hochregalen. Die Arbeitshöhe kann 20 Meter und mehr erreichen.
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Eine
wichtige Eigenschaft solcher fahrbaren Lasthebemaschinen ist deren
Standsicherheit. Diese hängt
von dem Radabstand ab – gemessen
quer zur Fahrtrichtung. Da der Radabstand begrenzt ist, zum Beispiel
durch die geringe Breite der Fahrgassen in Hochregallagern, ist
auch die Standsicherheit nur begrenzt. Um die Standsicherheit während der
Arbeitsphasen der Maschine zu erhöhen, ist eine solche Maschine
im Allgemeinen mit Stützeinrichtungen
ausgestattet. Die Stützeinrichtungen
befinden sich – in Draufsicht
auf die Maschine gesehen – im
Bereich der Räder,
und zwar außerhalb
der Räder.
Je größer der
gegenseitige Abstand zweier Stützeinrichtungen ist,
die beidseits der Längsmittelachse
der Maschine angeordnet sind, desto größer ist die Standsicherheit.
Man ist daher bestrebt, die Stützeinrichtungen so
nah wie möglich
an die Umrisslinie der Maschine zu legen. Die Ausdrucksweise „Umrisslinie" ist gleich der Außenkontur
der Maschine, in Draufsicht gesehen.
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Vorausgesetzt
eine Arbeitsbühne
steht auf dem Untergrund absolut eben, bringt das Abstützen innerhalb
der Fahrzeugbreite keine beziehungsweise nur eine geringe zusätzliche
Standsicherheit. Lediglich die leichte Bewegung in den Gummirädern wird hier
ausgeschlossen. Die Stützen
haben die Aufgabe, die Maschine unabhängig von den Bodenverhältnissen
immer in eine nahezu ebene Arbeitsposition zu bringen. Diese dann
gegebene ebene Arbeitsposition ergibt die bestmögliche Standsicherheit. Im
Allgemeinen ist eine fahrbare Arbeitsbühne ohne Stützen. Die angebrachten Stützen werden
jedoch in letzter Zeit immer häufiger
von den Kunden gefordert, um eben den oben genannten Vorteil zu
erreichen und der Maschine ein absolut senkrechtes Hochfahren, unabhängig von
den gegebenen Bodenneigungen zu gewährleisten. Derselbe Maschinentyp
wird auch ohne die Option Stützen
gebaut.
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Jede
Stützeinrichtung
umfasst eine Stütze und
einen Stützteller.
Der Stützteller
ist an das untere Ende der Stütze
gelenkig angeschlossen, um Unebenheiten des Bodens wie beispielsweise
Schwellen ausgleichen zu können.
Die Stütze
ist im Allgemeinen eine Stange, die Bestandteil eines Teleskopmechanismus
ist.
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Im
Hinblick auf die häufig
begrenzten Platzverhältnisse – wiederum
vor allem in Hochregallagern – sind
der Breite der Maschine Grenzen gesetzt. Die genannte Umrisslinie
darf somit auf keinen Fall überschritten
werden. Da der Stützteller
einer Stütze über deren
Längsachse
hinausragt, im Aufriss gesehen, kann die Stütze selbst nicht an der Umrisslinie liegen,
sondern innerhalb der Umrisslinie.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine selbstfahrende Hubarbeitsbühne der
genannten Art derart zu gestalten, dass deren Standsicherheit beim
Einsatz von Stützeinrichtungen
erhöht
wird, dass aber die Umrisslinie nicht überschritten wird, und dass
keinerlei Teile der Stützeinrichtung,
vor allem der Stützteller,
nicht über
diese Linie hinausragt.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gelöst.
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Die
Lösung
besteht in Folgendem:
- – das Gelenk ist ein Kardangelenk
mit zwei zueinander rechtwinklig verlaufenden Gelenkzapfen
- – ein
erster der beiden Gelenkzapfen befindet sich näher an der Umrisslinie der
Maschine, als die Längsmittelachse
der Stütze.
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Der
erste der beiden Gelenkzapfen wird sich im Allgemeinen parallel
zur Längsmittelachse
des Fahrzeuges erstrecken, in Draufsicht gesehen.
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Ist
die Stützeinrichtung
in Funktion, und liegt der Stützteller
demgemäß fest am
Boden an, so verläuft
der Stützkraftfluss
vom Stützteller
nach oben zu dem genannten ersten der beiden Gelenkzapfen, wird
sodann umgelenkt – im
Allgemeinen um 90 Grad – zum
zweiten Gelenkzapfen, wird sodann erneut umgelenkt, wiederum im
Allgemeinen um 90 Grad, und gelangt zur Stütze, die mehr oder minder senkrecht
steht.
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Auf
diese Weise wird der wirksame Abstand zweier Stützeinrichtungen – quer zur
Fahrtrichtung gesehen – vergrößert. Die
Vergrößerung mag
im Einzelfall nur wenige Zentimeter bewirken. Sie erhöht jedoch
die Standfestigkeit außerordentlich.
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Gemäß einem
weiteren Gedanken der Erfindung könnte statt des Kardangelenkes
auch ein Kugelgelenk verwendet werden. Dieses ist wiederum zwischen
das untere Ende der Stütze
und den Stützteller
geschaltet. Jedoch ist die Stütze
vor dem Gelenk abgekröpft,
und zwar in dem Sinne, dass sich das Kugelgelenk nahe an der Umrisslinie
der Lasthebemaschine befindet, und somit außerhalb der Längsmittelachse
der Stütze.
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In
beiden Fällen
wird sich der Stützteller
im Betriebszustand nach innen erstrecken, das heißt von der
Umrisslinie hinweg.
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Bei
der zweiten Ausführungsform
mit dem Kugelgelenk wird man dafür
sorgen, dass der Stützteller
keine Drehbewegung ausführen
kann und damit nicht über
die Umrisslinie hinausragt.
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Die
Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin ist im Einzelnen
Folgendes dargestellt:
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1 zeigt
in perspektivischer Ansicht eine Lasthebemaschine mit Stützen.
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2 zeigt
eine Stützeinrichtung,
in einer Ansicht auf die Rückseite
des Fahrzeuges.
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3 zeigt
die Stützeinrichtung
gemäß 2 in
einer Ansicht auf eine Längsseite
des Fahrzeuges.
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4 zeigt
eine Stützeinrichtung
in perspektivischer Darstellung, gegenüber den 2 und 3 vergrößert.
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Die
in 1 gezeigte fahrbare Lasthebemaschine weist ein
Fahrgestell 1 mit vier Rädern 2 auf. Der Aufbau
der Maschine ist nicht weiter dargestellt. Er könnte jede beliebige Ausführungsform
haben.
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Entscheidend
sind vier Stützeinrichtungen 3. Zwei
dieser Stützeinrichtungen
befinden sich im Bereich der Hinterräder, und zwei im Bereich der
Vorderräder.
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Jede
Stützeinrichtung
umfasst eine Stütze 3.1 sowie
ein Teleskoprohr 3.2, in dem die Stütze 3.1 auf- und abfahrbar
ist.
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Man
erkennt ferner einen Stützteller 4.
Zwischen dem unteren Ende der Stütze 3.1 und
dem Stützteller 4 befindet
sich ein Kardangelenk 5. Dieses weist zwei Gelenkzapfen 5.1 und 5.2 auf.
Der eine Gelenkzapfen 5.1 befindet sich nahe bei der Umrisslinie.
Er verläuft
parallel zur Fahrtrichtung der fahrbaren Lasthebemaschine, oder
parallel zu deren Längsmittelachse.
Der zweite Gelenkzapfen 5.2 verläuft senkrecht zum ersten Gelenkzapfen 5.1.
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Das
Kardangelenk 5 weist eine Lagerplatte 5.3 auf.
Diese befindet sich nahe der Umrisslinie der fahrbaren Lasthebemaschine – hier nicht
dargestellt. Der Kraftfluss tritt somit durch den Stützteller 4 hindurch,
gelangt im Bereich der Lagerplatte 5.3 in das Kardangelenk 5,
und von dort zur Stützeinrichtung 3.
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Die
Lagerplatte 4 ragt nicht oder nur unwesentlich über die
Lagerplatte 5.3 hinaus, und auf keinen Fall über die
Umrisslinie. Auf der der Lagerplatte 5.3 gegenüberliegenden
Seite hingegen kann und soll der Stützteller 4 nach innen
ragen, das heißt
von der Umrisslinie hinweg. Der Stützteller kann jegliche Kontur
haben, beispielsweise rechteckig, gerundet, oval.
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Das
Wesen der Erfindung lässt
sich wie folgt zusammenfassen:
- – der Stützteller
ist im Arbeitszustand derart angeordnet, dass er bis zur Umrisslinie
reicht, aber nicht darüber
hinausragt
- – der
Stützkraftfluss
findet in jenem Bereich des Stütztellers
statt, der sich nahe der Umrisslinie befindet
- – der
Stützkraftfluss
wird sodann von der Umrisslinie hinweg und zur Längsmittelachse des Fahrzeuges
hingeleitet (erste Umlenkung)
- – der
Stützkraftfluss
wird sodann in die Stützeinrichtung
eingeleitet (zweite Umlenkung)
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- 1
- Fahrgestell
- 2
- Räder
- 3
- Stützeinrichtung
- 3.1
- Stütze
- 3.2
- Teleskoprohr
- 4
- Stützteller
- 5
- Kardangelenk
- 5.1
- erster
Gelenkzapfen
- 5.2
- zweiter
Gelenkzapfen
- 5.3
- Lagerplatte