DE2132995C3 - Verfahren zur Herstellung von Kupplungsmuffe - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KupplungsmuffeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Kupplungsmuffe)! für mit Längsnuten oder -rillen versehene Wellen zur Übertragung eines Rolationsdrehmoments,
wobei die Welle als Kern in eine die äußere Kontur der Kupplungsmuffe bildende
Gießform eingelegt und sodann mit dem geschmolzenen Werkstoff der Kupplungsmuffe umgössen wird,
und zwar insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von derartigen Kupplungsmuffen hoher Genauigkeit
und Präzision mn großer Leistungsfähigkeit und durch einfache Mittel.
Nach dem Sunule der Technik war es im allgcmeineu
bisher üblich, Kupplungsmuffen für die Übertragung eines Rotalionsdrehmoments von einer längsprofilierten
Welle auf eine andere durch maschinelle Bearbeitung eines Rohlings, insbesondere durch
spanabhebende Verformung herzustellen. Durch Maßungenauigkeiten bei der Bearbeitung dieser Teile,
insbesondere der T : nng für die inneren Profile der Kupplungsmuffen bestand die Gefahr, daß die Flanken
der Nuten im Inneren der Kupplungsmuffe bei der Übertragung des Drehmoments ungleichmäßig
belastet wurden, was wiederum zur Folge hatte, daß eine partielle Abnutzung und abnorme Geräusche
hervorgerufen werden. Diese Verhältnisse beeinflussen die übertragung eines Rotationsdrehmoments
auf andere Teile in nachteiliger Weise.
Es ist zwar 1. B. aus der deutschen Patentschrift
545 104 bekannt, die Enden von zu verbindenden Teilen durch eine umgossene Muffe miteinander zu
verbinden. Die verbindende Muffe stellt dabei aber einen mit den zu verbindenden Teilen unlösbaren
Bestandteil dar.
Demgegenüber besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren zur Herstellung von solchen
Kupplungsmuffen zu schaffen, die eine lösbare Verbindung zwischen zwei rotierenden Wellen ermöglichen,
keine mechanische spanabhebende Präzisionsbearbeitung erfordern und keiner ungleichmäßigen
Belastung ausgesetzt sind.
Das wird mit dem eingangs genannten Verfahren gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß zur Ausbildung
eines kleinen Spaltes zwischen tier Welle und der darumgegossenen Kupplungsmuffe letztere
durch eine auf ihren äußeren Umfang in radialer Richtung einwirkende gleichmäßige Schlag- oder
Klopfbearbeitung um einen kleinen Betrag in Axialrichtung gedehnt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren
zur Herstellung vor. Kupplungsmuffen für mit Längsnuten oder -rillen versehene Wellen eliminiert
die Notwendigkeit einer genauen maschinellen Endbearbeitung bei der Teilung des Nuten- bzw. Killenwinkels
einer Welle, die auf ihrem äußeren Umfang mit in axialer Richtung verlaufenden Längsnuten
oder -rillen versehen ist, weil diese Welle als Bezugsteil zur Formung der Kupplungsmuffe durch Gießen
verwendet wird.
Die Tatsache, daß übliche, nicht jedoch genaue maschinelle Bearbeitungsgüten bei der Herstellung
der mit Längsnuten bzw. -rillen versehenen Welle gemäß der Erfindung toleriert werden können, ermöglicht
es, mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens Kupplungsmuffen der erwähnten Art auf der Basis
einer Massenproduktion herzustellen und die Produktionskosten herabzusetzen.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf die Herstellung von Kupplungsmuffen für
mit Längsnuten bzw. -rillen versehene Wellen beschränktest, sondern mit gleichem Erfolg auch bei
anderen genuteten Teilen angewandt werden kann, mit denen senkrecht zu den Nuten verlaufende
Kräfte übertragen werden sollen. Beispielsweise läßt sich die Erfindung auch bei genuteten oder gerillten
Platten anwenden.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand einiger besonders bevorzugter Ausfiihrungsbeispiele unter
Bezugnahme auf .die Fig. 1 bis 6 der Zeichnung näher
erläutert; in der Zeichnung, die Ausführungsbeispiele von Nuten- bzw. Nutcnwellcnlagcrungen nach
der Erfindung und des erlmdungsgemäßen Verfahrens zu deren Herstellung veranschaulicht, zeigt
1 i U. 1 eine Vorderansicht einer mit einer Kupplungsmuffe
umgossencn genuteten Welle.
Fi a. 2 eine Schnittansicht entlang der linie A-A
der Flg. 1,
F ig!" 3 und 4 Schnittansichtcn anderer Ausführungsbeispiele
von mit Kupplungsmuffen umgossenen, profilierten Wellen nach der Erfindung.
Fig. 5 eine Schnittansicht einer die äußere Kontur
der Kupplungsmuffe bildenden Gießform mit einer als Kern eingelegten genuteten Welle und
Fig. 6 eine Aufsicht auf die Halterung der als
Kern in die Gießform eingelegter, Welle.
In den F i g. 5 und 6 ist eine metallische Form dargestellt,
die Formteile 1,2 und 3 umfaßt. Das l-ormteil 1 definiert einen zylindrischen Hohlraum 7 und
verläuft zwischen einem Formteil 3, das angrenzend an das eine Ende des Formteils T angeordnet und mit
einer Öffnung 4 versehen ist, in die eine mit Längsnuten bzw. -rillen versehene Welle 10 eingepaßt bzw.
-gelegt ist. und einem Formteil 2, das seinerseits angrenzend an das andere Ende des Formteils 1 angeordnet
und so ausgebildet ist, daß es sich in eine Mehrzahl von Richtungen öffnet, jedoch mit einer
Öffnung6 der gleichen Gestalt bzw. Form wie die
Welle 10 versehen ist, wenn eine äußere Lauffläche durch Gießen geformt wird.
Die Welle 10 ist in die Öffnung4 im Formteil 3
eingelegt bzw. -gepaßt, so daß der in dem Formteil 1
definierte Hohlraum 7 nach außen durch das Formteil 2 abgeschlossen ist.
Durch den Einlaß 23 wird eine geschmolzene Aluminiumlegierung,
eine Zinklegierung oder ein ande-
res Material mit guten Gleitlagereigenschaften in den rungsbeispiel nach F i g. 4 wird die übertragung eines
Hohlraum 7 hineingegossen. Wenn sich das eingcgos- Drehmoments auf ein auf bzw dnJ^ ™r T 'Z
sene geschmolzene Material abkühlt und verfestigt, fangsfläche der Kupplungsmuffe montiertes leu erwird
es aus der Form entfernt. Auf diese Weise wird leichtert. ' K/»-f.ur:phpnen A t
eine Kupplungsmuffe 20 aus Aluminiumlegierung, 5 Übliche Nulenverbindungen der bescnr cDenen Aa
Zinklegierung oder einem anderen geeigneten Mate- wurden bisher durch ^getrennte^ ™5™η£^ bz^
Zinklegierung oder einem anderen geeigneten Mate- wurden bisher d g
rial in Form eines PrimärproduL les erzeugt, das die spanabhebende Bearbeitung der
Weile 10 fest und sicher hält. Kupplungsmuffe hergestellt, ^.e
Der äußere Teil der Kupplungsmuffe iu Form Verfahren besitzen daher den Nachteil -*Bi einι ge
eines halbbearbeiteten bzw. -fertiggestellten i'roduk- xo ringer Fehler, der beim Einteilen oder^ Anzeichnen
tes wird gleichmäßig in einer senkrecht zur axialen des Nutenwinkels oder bei anderen öea£™"f ™~
Mitte verlaufenden Richtung geklopft bzw. geschla- eängen auftritt, zu einem ungenauen j"™">" ^
gen, wobei zu beachten ist, daß es vermieden wird, sehen dor Kupplungsmuffe und der vVelle iunn, wodie
Welle 10 hohen Stoßkräften auszusetzen. Dieser durch ein teilweises Abnutzen, i>cneuern, vwm.mu-Schlag-
bzw. Klopfvorgang bewirkt eine leichte 15 ßen und Einreißen hervorgerufen wird und uner-Strcckung
der Kupplungsmuffe, die dazu führt, daß wünschte Geräusche erzeugt werden uieser iNdcniei
in jedem Nutenteil bzw. -bereich ein kleiner Spalt der Verfahren gemäß dem Stande der ι ecnniKw.ru
bzw. Spielraum ausgebildet wird. Die Kupplungs- durch das erfindungsgemaße \erfahren zur nersiuniuffe
20 und die Welle 10 können infolgedessen ein lung von Kupplungsmuffen überwunden,
kinetisches Paar bilden, welches es gestattet, daß die *o Bei den erfindungsgemaß hergestellten Kupplungs-Teile
relativ zueinander in den Nutenteilen bzw. -be- muffen können die Welle und die Kupplungsmulle in
reichen gleiten oder rutschen können, während sie gutem Kontakt miteinander gehalten *e™en· .in
ein Drehmoment übertragen. Kombination mit der Verwendung eines ^Materials
In den Fig. I bis 4 ist der Aufbau einer Kupp- guter üleiiiagereigenschaficn zur Heistc.ung cur
luniismuffe veranschaulicht, die nach dem erfin- 25 Kupplungsmuffe, ist es durch dar, crtinüungsgemaue
dungsgemäßen Verfahren hergestellt worden ist. Verfahren möglich, Kupplungsmurren zu erzeugen,
F i g. 1 zeigt eine Vorderansicht der Kupplungsmuffe die eine lange Nutzlebensdauer besitzen. Auen Kann
20, welche die Welle 10 in ihrer Stellung hält. F i g. 2 der Welle mil einfachen Mitteln eine UDeniacnen-
ist eine Schnitiansicht entlang der Linie A-A der rauhigkcit genauer Bearbeitungsgute verliehen wer-
Fig. 1, die zeigt, daß die Kupplungsmuffe und die 30 den, wodurch es möglich ist, das KeiDungszerrtn
Welle derart angeordnet sind, daß sich in jedem Nu- Ivvv. -ziehen der mit Längsnuten bzw. -rillen yerse-
tcnleil bzw. -bereich ein kleiner Spalt oder Spielraum hencn Welle auf der Kupplungsmuffe sowie üerau-
befindet, so daß die Welle axial relativ zur Kupp- sehe herabsetzen. Die Formung der K.uppiungs-
lungsmuffe gleiten kann und gleichzeitig in der Lage muffe durch Gießen eliminiert die Notwendigkeit,
ist, ein Drehmoment zu übertragen. 35 den Nutenwinkrl mit großer Präz.s.on einzuteilen
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform oder anzuzeichnen. Die Anordnung einer Anzahl vor
ist die Kupplungsmuffe an ihrem äußeren Umfanc Ilaehen Flächen und von ebenen Machen neDenein-
mit einer Anzahl von ebenen Flächen 21 versehen! ander oder einer Mitnehmernut, die durch den OielJ-
die neben konvexen Flächen angeordnet sind. In bzw. Formui -svorgang auf bzw. an der äußeren Um-
dem Ausführungsbeispiel nach Fig.4 is! die Kupp- 40 fangsflächc der Kupplungsmuffe ausgebildet werden,
lunesmuffc an ihrem äußeren IJmfangsteil bzw. -be- ereibi den weiteren Vorteil, daß eine zusätzliche ma-
reich mit einer Mitnehmernut 22 versehen. Durch die schindle, insbesondere spanabhebende Bearbeitung
ebenen Flächen 21 in dem Ausführungsbeispiel nach überflüssig wird, wodurch sich die üesamtlierstel-Fig.
3 und durch die Mitnehmernut 22 im Ausfüh- lungskosten erniedrigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von Kupplungsmuffen für mit Längsnuten oder -rillen versehene Wellen zur. Übertragung eines Rotatiünsdrehmoments, wobei die Welle als Kern in eine die äußere Kontur der Kupplungsmuffe bildende Gießform eingelegt und sodann mit dem geschmolzenen Werkstoff der Kupplungsmuffe umgössen wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ausbildung eines kleinen Spaltes zwischen der Welle und der darumgegossenen Kupplungsmuffe letztere durch eine auf ihren äußeren Umfang in radialer Richtung einwirkende gleichmäßige Schlag- oder Klopfbearbeitung um einen kleinen Betrag in Axialrichtung gedehnt wird.
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|---|---|---|---|
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