DE2216072C2 - Verfahren zur Herstellung von Brausetabletten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Brausetabletten

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Brausetabletten, die die folgenden Bestandteile enthalten:
a) Ein Medikament, insbesondere Acetylsalicylsäure oer Paracetamol, gegebenenfalls in Kombination m.-t Ascorbinsäure,
b) ein Brausegemisch, das ein Alkalicarbonat oder -bicarbonat und eine aliphatische Polycarbonsäure oder ein Alkalisalz dieser Säure enthält und
c) gegebenenfalls die üblichen Bestandteile wie Bindemittel, Süßungsmittel, Duftstoffe, Farbstoffe usw.
Die klassische Herstellung von Brausetabletten umfaßt Im wesentlichen die folgenden Arbeitsgänge:
a) Herstellung des Brausegemisches,
b) Herstellung des das Medikament enthaltenden aktiven Gemisches,
c) Vereinigung der beiden Gemische zu einem Endgemisch und Tablettieren dieses Endgemisches.
Im einzelnen wird be! dieser klassischen Herstellung das Brausegemisch hergestellt, indem das Alkalibicarbonat mit der aliphatischen Polycarbonsäure trocken in Pulverform gemischt werden und über dem erhaltenen Gemisch eine unterschiedliche Wassermenge zur Granulierung verdampft wird. Das erhaltene Granulat wird in dünner Schicht auf Böden oder Horden im Ofen während einer unterschiedlichen Zeit von 2 bis 3 Stunden In Abhängigkeit vom relativen Feuchtigkeitsgehalt im Innern ues Ofens getrocknet. Das erhaltene BrausegemiM'h wird dann dem aktiven Gemisch zugesetzt und den Heißluft In der Wirbelschicht mit einer maximalen Strömungsgeschwindigkeit der Trokkenluft von etwa 6 bis 8 m/s bis der restliche Wassergehalt des Granulats unter 0,25 Gew.-t Hegt,
durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Endtrocknung bis zu einem restlichen Wassergehalt des Granulats zwischen 0,05 und 0,15% vorgenommen wird.
3. Verfahren nach Anspruch I oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtdauer der Vortrocknung und der Endtrocknung 25 bis 30 Minuten bei einer Anfangskorngröße des Brausegemisches von nicht mehr als 2 mm beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man
a) zunächst höchstens die Hälfte des Alkalibicarbonats mit einer wässrigen Natriumsaccharinatlösung befeuchtet, dann
b) als Medikament Paracetamol zumischt und
c) das erhaltene Gemisch der Vor- und Endtrocknung unterzieht,
d) man anschließend das restliche Alkalibicarbonat mit einer benetzenden Flüssigkeit, die Wasser oder ein G^tpisch von Äthanol oder Aceton mit 30 bis 70% Wasseranteilen sein kann, befeuchtet, dann das in den Schritten ί bis 3 erhaltene Produkt und danach Mononatriumzitrat und wasserfreie Citronensäure durch Kneten in das befeuchtete Gemisch einarbeitet und
e) das erhaltene Gesamtgemisch der Vor- und Endtrocknung unterzieht, bis der Wassergehalt des Granulats nicht mehr als 0,2 Gew.-% beträgt.
erneut in dünner Schicht auf Horden oder Böden im Ofen für eine Zelt von Ii Stunden, getrocknet und abschließend tablettiert.
Im Buch von W. H. Ritschel, »Die Tablette«, Editio Cantor KG 1966 ist ein Wirbelschicht-Granulierverfahren beschrieben, bei dem die im Wirbelbett befindlichen Teilchen mit einer Lösung oder Suspension zum Granulieren besprüht werden, so daß ein Granulat entsteht. Die in der Granulierflüssigkelt enthaltenen Stoffe haften nach Verdampfen des Lösungsmittels an den Partikeln und bewirken im Übergangszustand bis zum Trocknen die Granulatbildung. Das gebildete Granulat wird nach dem Besprühen im Fließbett-Granulator mit der kontinuierlich zirkulierenden Luft bei einer Temperatur von 40° C getrocknet.
Es wurde nun gefunden, daß während der Granulierung des Brausegemisches durch Befeuchten Innerhalb dieses Gemisches eine chemische Reaktion zwischen der Säure und dem Bicarbonat unter Freiwerden von Kohlensäuregas stattfindet, wodurch die Körner aufgebläht werden und Wasser gebildet wird, das diese Reaktion noch beschleunigt. Es ist daher unbedingt notwendig, diese chemische Reaktion so schnell wie möglich zum Still· stand zu bringen, um den Abbau des Brausegemisches zu begrenzen.
Aufgabe der Erfindung ist es. die Nachtelle der bekannten Arbeitsweise beim Wirbelschichtgranulieren zu vermelden, insbesondere die Befeuchtungs- und Trocknungsbedingungen so auszubilden, daß sich keine
harte Kruste an 4er Cmci-fUrtie der Gnmulatkörperchen bildet, die einen Durchtritt von Wasser verhindern wurde und unter denen die Dlffusfn von Wasser aus dem (Cernbereich zur Peripherie der Granuiatkömer erleichtert ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruch 1.
In den Unteransprüchen sind bevorzugte Verfahrensfohrungen beschrieben.
Im allgemeinen beträgt die Gesamtdauer der Vortrocknung und der Abschlußtrocknung etwa 25 bis 30 Minuten (während bei dem klassischen Verfahren die Trocknungsdausr des Brausegemisches etwa 11 Stunden beträgt), so daß die chemische Reaktion schnell abgebrochen wird.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden während der Vortrocknung die Trocknungsbedingungen schrittweise gemilden. Dadurch wird der größte Teil des sich an der Obeifläche befindenden Wassers abgeführt, die Granulatkörperchen werden porös, ihre Dichte nimmt ab. In einem zweiten Schritt der Vortrocknung und zu einem dritten Schritt werden Strömungsgeschwindigkeit, Durchsatz -und Zeitdauer verringert. Um die «stellte Aufgabe zu lösen, findet auch die Endtrocknung unter vergleichsweise schonenden Bedingungen statt. Sie ist relativ kurzzeitig und zielt insbesondere darauf ab, den Kembereich der Granulatkörperchen für eine Lagerung ausreichend zu trocknen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine verbesserte und insgesamt auch gegenüber der bekannten Arbeitsweise nicht verlängerte Trocknung. Ein besonderer Vorteil besteht darin, daß die Kruste der Granulatkörpchen ausreichend elastisch ist, um bei Stoß mit anderen Teilchen nicht aufzuplatzen. Auch ist das Granulat homogen bis in den Kern hinein getrocknet.
Das erfindungsgemäß erhaltene Brausegemisch wird anschließend mit dem getrennt hergestellten aktiven Gemisch vereinigt, und das Endgemisch wird unmittelbar tablettiert, ohne daß es notwendig Ist, es erneut zu trocknen. Die erhaltenen Tabletten lösen sich sehr schnell in Wasser (40 Sekunden bis 1 Minute).
Bei Verwendung von Paracematol als zugesetztem Medikament ist es besonders vorteilhaft, dieses zunächst mit einer Teilmenge an Alkalicarbonat zu granulieren und zu trocknen. Dieses Teilgranulat wird dann mit angefeuchtetem Alkalicarbonat verknetet und das erhaltene Gesamtgemisch der schrittweisen Vor- und Endtrocknung im Wirbelbett unterzogen. Nach Einarbeiten von Natriumbenzoat und gegebenenfalls Vitamin C kann das Endgemisch unmittelbar tablettiert werden. Bei so Verwendung von Acetylsalizylsäure und gegebenenfalls Ascorbinsäure als Medikament ist es vorteilhaft, das granulierte erfindungsgemäß hergestellte Brausegemisch mit einem die aktiven Stoffe enthaltenden trockenen Gemisch zu vereinigen und die Endmischung zu tablettieren.
Beispiel 1
Brausetabletten, die Aspirin mit Vitaminzusatz enthalten, werden aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Zusammensetzung einer Brausetablette von 3,50 g
Acetylsalicylsüure
Ascorbinsäure
Glykokoll
Natriumbicarbonat
wasserfreie Citronensaur:
Natrlumbenzoat
0.330 g 0.200 g 0.100 g 1.743 g I.O79g 0.048 g Zunächst wird das Brausegemlsch in der nachstehend beschriebenen Welse aus den folgenden Bestandteilen hergestellt;
Glykokoll (Bindemittel) 7,500 kg
Natriumblcarbonat 130,725 kg
wasserfreie Citronensäure 80,925 kg
Diese Bestandteile sind vorher durch ein Sieb einer Maschenweite von 2 mm gegeben worden.
In einem Trommelmischer, der mit Schabern versehen ist, die eine Ansatzbildung verhindern, wird das Natriumbicarbonat gegeben, worauf der Mischer I Minute in Betrieb genommen wird. Anschließend werden il25nl entsalztes Wasser zerstäubt. Der Mischer wird dann abgestellt, worauf die Citronensäure und das Glykokoll zugesetzt werden. Anschließend wird der Mischer 3 Minuten in Betrieb gehalten. Das staubförmige Gemisch wird kompakt. Es wird in einen Wagen ausgetragen und getrocknet. Der zu diesem Zweck verwendete Trockner ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
Ein solcher Trockner arbeitet wie folgt: Das Granulat wird in der Wirbeischicht getrocknet, indem ein Heißluftstrom mit geregeltem Feuchtigkeitsgehalt so durchgeleitet wird, daß das Produkt im Raum in den Schwebezustand überführt wird. Der erforderliche Luftstrom wird durch eine Turbine 1 erzeugt, die im oberen Teil der Vorrichtung untergebracht und direkt mit einem Antriebsmotor 2 gwKuppelt ist. Die von außen angesaugte Luft wird bei 3 zugeführt, mit einem Vorfilter 4 entstaubt und dann von einem Vorwärmer 5 auf die gewünschte Temperatur (60° C) gebracht. Die Luft, die von unten nach oben in Richtung der Pfeile F1, F2 und Fj durch den Wagen 6 geführt wird, der das zu trocknende Produkt enthält, trocknet das Granulat in sehr kurzer Zeit. Zu diesem Zweck besteht der Boden des Wagens aus einem perforierten Blech, auf dem ein feinmaschiges Sieb aus nichtrostendem Stahl befestigt ist.
Durch Regelung der Durchgangsgeschwindigkeit der Luft kann die Turbulenz des zu trocknenden Materials verringert oder gesteigert werden. Ein Filter 7 aus Nylon bedeckt den Wagen und verhindert, daß Feinteile des Materials mitgerissen werden. Nach der Trocknung genügt es, das Filter von Hand oder mit Hilfe einer mechanischen Vorrichtung zu schütteln, um diese feinen Teilchen In den Wagen fallen zu lassen.
Die mit Feuchtigkeit gesättigte Luft wird nach außen abgeführt. Ein Teil dieser Luft wird mit Hilfe eines Schiebers 8 über einen Verteiler 9 und einen Filter 10 zurückgeführt und mit Frischluft, die durch ein Gebläse II zugeführt wird, gemischt. Das Gemisch wird in einem Trockner 12 getrocknet und zum Eintritt bei 3 zurückgeführt.
Das Arbeitsprogramrr. läuft wie folgt ab: 1) Die Vortrocknung mit Heißluft von 60° C in der Wirbelschicht besteht aus folgenden Stufen:
a) Einer ersten Trocknungsstufe von 8 Minuten mit einer Strömungsgeschwindigkeit der Luft, die vom Beginn bis zum Ende der Trocknungsstufe von 8 m/sec auf Nuil fällt, wobei die Durchflußmenge der Luft stufenweise von 29 mVmln auf Null sinkt;
b) einer zweiten Trocknungsstufe von 7 Minuten mit einer Durchflußgeschwlndigkelt der Luft, die von 6 m/scc auf Null fällt, wobei die Durchfluumenge der Luft von 22 m'/niin auf Null sinkt, und
c) einer dritten Trocknungsstule von 4 Minuten mit einer nurchflußgcschwindlgkclt der Luft, die von 5.5 m/sec auf Null füllt, wobei die DurchfliiU-menge der Luft von 20 m'/Mlnutc auf Null sinkt.
wird bei Beendigung jeder Arbeitsstulc /usiimnionsci/uni: einer Brauset.iblette \on 3 g
l),is Filter
geschüttelt.
2) Die Tiocknung mit llcil.tlu't von 60 C in der Wirbelschicht dauert 6 Minuten, wobei die lull mit einer linearen Strömungsgeschwindigkeit von 6 m/Sckunde und einer Menge von 22 m'/Minute durchgeleitet wird. Die Gesamtdauer der Vortrocknung und der Trocknung des Granulats betrügt 25 Minuten.
Das Brausegemisch wird nach der Trocknung mit einem Granulator von 1.4 mm Maschenweite granuliert, Das Granulat wird in einem Behälter aufgefangen. Sein Wassergehalt beträgt 0.05 bis 0.15'·,,.
Getrennt hLrvon wird das aktive Gemisch aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Acetylsalicvlsäure 148.5 kg
Ascorbinsäure 90.9 kg
Natriumbenzoat (Bindemittel) 21,6 kg
Die Ace.t> !salicylsäure und ti ie Ascorbinsäure werden .ml ein Sieh einer Maschenweite von 2 mm gegeben. Die Produkte werden .inschließend gewogen und in einet; Mischer gegeben Das vorher gesiebte Natriumben/oal ■ ,rd gewogen und dann in ilen Mischer geschüttet. Der Mischvorgang dauert \2 Minuten
Das Brausegemisch und das aktive Gemisch »erden in einem Mischer /usammengegeben. Die Mischdauer ,-i.'.rägt 2n Minuten. Das Endgemisch wird den Tablet-•,.rm.ischinen zugeführt. Hierbei werden Tabletten erhallen. Jle ejnen Durchmesser von 23 mm. ein durchschnittliches Gewicht von 3.50 g. eine mittlere Dicke von 5.5t'! mm. eine Durcklestigkeit von 4 bis 6 kg und eine Autiösungs/eit von 40 bis 60 Sekunden haben.
Beispiel 2
\ul die in Beispiel I beschriebene Weise werden Aspirin-Brausetabletten ohne Vitamin C .ius den folgenden Bestandteilen hergestellt:
/us.immensei/ung einer Brausetablette von 3.2 a
Zusammen Zusammen
setzung setzung
ohne mit
kaliumion Na/K-Ionen
Acet> !salicylsäure 0.330 g 0.330 e
"viiriumbicarbona! 1.643 g 1.573 g
Kaliumbicarbonat 0.0"0 a
W asserlreie Citronensäure 1.079 1.079 g
G!> ·..>«. ill 0.1 Oi) g 0.100 a
Namumbcn/oa! 0.048 0.048 g
/u>.ipi~ensetzung einer Brausetablette von
Zusammen
setzung
mit
Na/K-Ionen
Zusammen
setzung
ohne
Kaliumion
Acetylsalicvlsäure
Natriumbicarbonat
Kaliumbicarbonat
Citronensäure
Glvkokoll
0.500 g
1.900 g
1.200 g
0.100 g
Beispiel 3
0.500 ε
1.820 e
0,080 g
I.200 s
0.100 g
Paracetamol
Vitamin C
Nalriumsacchariiiai
Mononalrlumcarbonat
MonokaliunKarlion.it
Mononatriumcitrat
Natriuniben/o.it
Wasser!rcic Citronensäure
.330 g .20Og 003 g .262 g ,046 g .045 g 200 g 914 u
Parace'.amoi-Brauselabietlen mit Vitaminzusatz werden aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Zunächst wird l'aracelamol-dranul.it aus lolgenden Bestandteilen hergestellt:
l'.n.icetamol 24."5 kg
Mononatriiimcarbunai P.325 kg
Natriumsaccharinat n..i25 kg
Gereinigtes Wasser l.5~>sk;:
Das Natriumsacchartna! wird in W.is.er gelöst Da Mononatriumcarbonat und J.is Paracetamol werdei. getrenn! mit einem Sieh einer Maschenweite von 2 mm gesiebt. Das gesiebte Mimonat-iumcarbon.it wir:! in einer Mischer gegeben, der mit Schabern zur Verhinderung der Ans.it/hildung versehen ist. Nach Beleuchtung mit dvi wäl.irigen Saccharinatlösung wird 2 Minuten gemischt Dann win' das Paracetanv ! /ugeset/t. worauf 5 Minuten gemischt wird. Dann wird die l-nileerungsklappe geölt net. während tier Mischer sich weiter dreht. Das Produkt wird ;n einen Wagen ausgetragen und ϊ·■> der Wirbel· schick· in einem mit Heißluft arb. itenden Wirhel.schichttrockner auf die in Bespiel I beschriebene Weise etwa 3n Minuten bei 60 C getrocknet. Die für tlie Trocknung verwendete LuIt wird vorher in einer geeigneten Vorrichtung so behandelt, daß ihr Feuchtigkeitsgehalt auf weniger als 5 g/m' gesenkt wird. Wenn das Gemisch trocken ist. wird es mit einem Granulator unter Verwendung eines Siebes einer Maschenweite von 1.40 mm klassiert Aufdie.se Weise wird das Gemisch Nr. 1 (72.3 kg) erhalten.
Anschließend wird das Granulat des das Paracetamol enthaltenden Brausegemisches aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
Mononatriumcarbonat 47.325 kg
Monokaliumearbonat 3.450 kg
Mononatriumcitrat 3.375 kg
Wasserfreie Citronensäure 68.550 kg
Gemisch Nr. 1 7Z.300 kg
Destilliertes Wasser 0.500 kg
90%iges Ätano! 0.500 kg
Das Mononatriumcarbonat und das Monokaliumearbonat werden mit einem Sieb einer .Maschenweite von 2 mm gesiebt. Die Carbonate werden in einen λ'ischer von großem Fassungsvermögen gegeben, der mit Schabern zur Verhinderung der Ansatzbildung versehen ist. Der Mischer wird eingeschaltet, worauf das destillierte Wasser und das Äthanol zugesetzt werden und der Mischer 5 Minuten betätigt wird. Anschließend wird das Gemisch Nr. 1 zugesetzt und 2 Minuten gemischt. Dann werden das Mononatriumcitrat und die wasserfreie Citronensäure, die vorher gesiebt und kurz gemischt worden sind, zugesetzt, worauf man den Mischer 2 Minuten drehen läßt. Das Gemisch wird in einen Wagen ausgetragen und in einem Wirbelschichttrockner mit Heißluft auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise bei 60° C für etwa 30 Minuten getrocknet, bis der Wassergehalt nicht mehr als 0.20% beträgt. Das Gemisch wird anschließend in der beschriebenen Weise mit einem Granulator unter Verwendune eines Siebes einer Maschenweite von
1.4mm klassier!. Hierbei «erden ll>5 ku des Gemisches Nr. 2 erhallen.
Das Ijiduemiseh wird anschließend nie loltil hergestellt: In einen wiirlellörmiuen Mischer werden 15 kü Vitamin C und 15 ';μ Natriumhen/oal. das als Gleitmittel dien! und vorher mit einem Sieh einer Maschenweite von 1 mm eesiebt worden is'., ueiiehen. Anschließend wird das Gemisch Nr. 2 /uueset/t. woraul man den Mischer 20 Mi-., (en hinten IaHt. Hierbei werden 225 ky ties I ndeemisches erhalten.
Das Hnduemisch wird in die Aultiahetrichter von Tablettiermaschinen uelüllt. mit denen .VO'i n-Tahletten (75()OI) r.iblettenl her.uextdlt worden, die einen Duriiimesser Min 2.1MiIiIi. eine miniere Dicke Min vlllmiii. eine Drucklestlukelt mmi mehr aU .Uü tif.t eine \nlli>·. iim;s/eit um wenietr .iN 2 Nlinule'i h iivn
Ii e i s ρ i e I 4
Aiii die in Beispiel .1 neschriehene Weise werden l'aracetaniiil-Urauselabletten (ohne \it;imin C) aus lokenden Hesiandteilen hergestellt:
Paracetamol
K.iliumbicarbonat
Natriumbicarbonnt
Wasserlreie C'itronensiiiire
Wasserfreies Mononatriumcitrat
Nalriiimsaccharinat
N.iiriumhen/oat
(1.(142 s Ι.ΠΟ > 0.1M-I >_ 0.(145
O.'lfi/ s
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Brausetabletten, die wenigstens ein Medikament, ein aus wenigstens einem Alkalibicarbonat und einer aliphatischen Polycarbonsäure und/oder einem sauren Alkalisalz der Saure bestehendes Brausegemisch und gegebenenfalls übliche Bestandteile wie Bindemittel, Süßungsmittel und Gleitmittel für die Tablettierung enthalten, bei dem zur Granulierung des, ggf. schon das Medikament enthaltenden, Brausepulvergemisches eine geregelte Befeuchtung dieses Gemisches oder eines seiner Bestandteile mit einer Wassermenge zur Auslösung der chemischen Reaktion zwischen dem Bicarbonat is und der Säure in Gegenwart von Feuchtigkeit unter Freiwerden von Kohlensäuregas und Bildung von Wasser, und eine Trocknung dieses befeuchteten Brausegemisches in der Wirbelschicht mit Heißluft, die eine Temperatur von nicht mehr als 60° C hat, durchgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zttr Befeuchtung verwendete Wassermenge unter I Gew.-* des Alkalibicarbonats liegt und daß die Trocknung in mindestens zwei einzelnen Trocknungsschritten erfolgt, wobei eine
a) Vortrocknung des befeuchteten Brausegemisches mittels einer einen Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr als 5 g/mJ aufweisenden Heißluft in kurzzeitigen, aufeinanderfolgenden Stufen von je 4 bis 8 Minuten Dauer und einer Strömungsgeschwindigkeit der Trockenluft, die von einem Maximum von etwrt 6 bis 8 m/s am Schluß des einzelnen Trocknungsvorgang auf ^JuII fällt, und
b) eine Endtrocknung nittels einer, einen Feuchtigkeitsgehalt von nicht mehr; '3 5 g/m' aufweisen-
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