DE222191C - - Google Patents

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DE222191C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/46General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders using compositions containing natural macromolecular substances or derivatives thereof
    • D06P1/48Derivatives of carbohydrates
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
k 222191 KLASSE Bm. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. März 1909 ab.
Bei in Wasser unlöslichen Farbstoffen sind oft umständliche und häufig mit Substahzverlust verbundene Operationen nötig, um eine für gewisse Zwecke der Färberei erforderliche feine Verteilung des Farbstoffs zu erreichen. Es wurde nun in der Sulfitzelluloseablauge ein Mittel gefunden, um wasserunlösliche Farbstoffe, insbesondere Küpenfarbstoffe, der Indigo-, Thioindigo und Indanthrenreihe sowie die
ίο Schwefelfarbstoffe in bequemer und billiger Weise in die gewünschte feine Verteilung zu bringen. Diese feine Verteilung läßt sich mit genanntem Mittel in gewissen Fällen derart steigern, daß der Farbstoff eine kolloidale Form annimmt.
Er ist infolgedessen sehr leicht löslich und, wenn er als Pigmentfarbstoff verwendet wird, ganz besonders befähigt, in die Poren der zu färbenden Stoffe einzudringen, wodurch seine Ausgiebigkeit und Echtheit erhöht wird.
Die in feine Verteilung zu bringenden Farbstoffe werden zweckmäßig in Form ihrer frisch dargestellten Preßkuchen mit einer Lösung der Sulfitzelluloseablauge oder einer Mischung, die mehr oder minder vollständig die Bestandteile der Sulfitzelluloseablauge enthält, vermischt und so lange gerührt oder geschüttelt, bis der gewünschte Grad der Verteilung erreicht ist. Unter Umständen empfiehlt es sich, die genannten Stoffe schon bei der Farb-Stoffdarstellung den Komponenten oder den LeukoVerbindungen zuzusetzen. Die für die feine Verteilung erforderliche Menge getrockneter Sulfitzelluloseablauge ist im allgemeinen nur gering ■ es genügen bei einigen Farbstoffen bereits Bruchteile eines Prozentes ihres Trockengehalts.
Da der Zusatz der Sulfitzelluloseablauge bei dem vorliegenden Verfahren den Zweck hat, wasserunlösliche Farbstoffe in eine feine Verteilung zu bringen, so spielt sie eine völlig andere Rolle als in dem Verfahren der Patentschrift 197391, bei welchem zu Lösungen . der Indigweißalkalisalze Sulfitzelluloseablauge zugesetzt wird, um beim Eindampfen die Entwässerung des Indigweißalkalisalzes zu begünstigen und das erhaltene Produkt an der Luft haltbarer zu machen.
Beispiel 1.
135 kg Küpenrot B Preßkuchen (von 30 Prozent Trockengehalt) werden in der Teigpfanne mit einer Lösung von 100 bis 200 g (= 0,25 bis 0,5 Prozent) getrockneter Sulfitzelluloseablauge in etwa 30 kg Wasser vermischt. Man rührt so lange, bis eine Probe im Kolorimeter die gewünschte feine Verteilung zeigt und stellt alsdann auf 2oprozentige Paste ein.
Beispiel 2.
7000 Teile Indigopreßkuchen (von 30 Prozent Trockengehalt) werden mit 50 bis 100 Teilen Sulfitpech in 2000 Teilen Wasser vermischt und die Mischung 1 bis 2 Tage gerührt. Dann wird in üblicher Weise auf Paste gestellt.
An Stelle von Indigo können auch andere Farbstoffe, z. B. Indanthren, Flavanthren verwendet werden.
Beispiel 3.
2000 Teile Indoxylkarbonsäureschmelze werden in einer Lösung von 50 Teilen Sulfitzelluloseablauge (trocken) in 8000 bis 10000
Teilen Wasser heiß ausgeblasen. Der Indigo wird dann abfiltriert und erforderlichenfalls unter Zusatz von noch geringen Mengen Sulfitzelluloseablauge in geeignete Form gebracht.
Beispiel 4.
Eine aus 13,8 Teilen p-Nitranilin in der üblichen Weise bereitete und mit Natrium-. acetat abgestumpfte Diazolösung wird in eine etwa 4 Teile Sulfitpech enthaltende Lösung von 14,4 Teilen ß-Naphtol in 1000 Teilen Wasser, 13 Teilen Natronlauge von 400 Be. und 20 Teilen kalzinierter Soda einfließen gelassen. Man rührt noch einige Zeit, nutscht dann den kolloidalen Farbstoff ab, wäscht aus und bringt zur Paste.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren, um in Wasser unlösliche Farbstoffe in feine Verteilung zu bringen, darin bestehend, daß man die fertigen Farbstoffe oder die zu ihrer Darstellung dienenden Lösungen bzw. Suspensionen der Komponenten oder Leukokörper mit Sulfitzelluloseablauge oder mit einer Mischung, die mehr oder minder vollständig die in der Sulfitzelluloseablauge befindlichen Stoffe enthält, behandelt.
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