DE2255116C3 - Vernetzung von Polymeren - Google Patents

Vernetzung von Polymeren

Info

Publication number
DE2255116C3
DE2255116C3 DE2255116A DE2255116A DE2255116C3 DE 2255116 C3 DE2255116 C3 DE 2255116C3 DE 2255116 A DE2255116 A DE 2255116A DE 2255116 A DE2255116 A DE 2255116A DE 2255116 C3 DE2255116 C3 DE 2255116C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymers
organic
radical
polymer
crosslinking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2255116A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2255116A1 (de
DE2255116B2 (de
Inventor
Henry George Glamorgan Wales Scott (Grossbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dow Silicones UK Ltd
Original Assignee
Dow Corning Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dow Corning Ltd filed Critical Dow Corning Ltd
Publication of DE2255116A1 publication Critical patent/DE2255116A1/de
Publication of DE2255116B2 publication Critical patent/DE2255116B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2255116C3 publication Critical patent/DE2255116C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/12Chemical modification
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F8/00Chemical modification by after-treatment
    • C08F8/42Introducing metal atoms or metal-containing groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2300/00Characterised by the use of unspecified polymers
    • C08J2300/10Polymers characterised by the presence of specified groups, e.g. terminal or pendant functional groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)
  • Treatments Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)

Description

3 4
hydrolysierbaren Rest und einen siliciumgebundenen erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugten Zinncarb-Rest, der mit den in dem organischen Polymeren er- oxylate sind die Dialkylzinndicarboxylate und die zeugten freien Radikalsten reaktionsfähig ist, ent- Alkylzinntricarboxylate, von denen Dibutylzinndihalten. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform laurat und Dibutylzinndiacetat besonders bevorzugt der Anwendung dieses Verfahrens auf die Modifizie- 5 sind. Wenn es wahrscheinlich ist, daß das aus dem rung von Polyolefinen, die in der GB-PS 12 86 460 vernetzten Polymeren erzeugte Produkt mit eßbaren beschrieben ist, wird das Polyolefin mit der Organo- Stoffen, z. B. Nahrungsmitteln oder Wasser, in Besiliciumverbindung in Gegenwart einer Verbindung, nahrung kommt, ist es wünschenswert, daß das verdie in dem Polyolefin freie Radikalstellen zu bilden wendete Zinncarboxylat so beschaffen ist, daß es beim vermag, z.B. eines organischen Peroxids, umgesetzt. " Gebrauch aus dem Produkt nicht ausgelaugt wird und/ Bei diesem Verfahren wird die Reaktion bei einer Tem- oder praktisch nicht toxisch ist.
peratur über 1400C durchgeführt, und die freie Da die Zinncarboxylate in Wasser normalerweise Radikale erzeugende Verbindung hat bei der Reak- unlöslich oder nur wenig löslich sind, werden sie im tionstemperatur eine Halbwertszeit von weniger als allgemeinen in Form einer wäßrigen Dispersion an-6 Minuten. 15 gewandt. Wenn eine Dispersion verwendet wird, kann Nach dem Verfahren, das in der DE-OS 20 59 091 sie nach üblichen Methoden und nötigenfalls unter beschrieben ist, wird ein vernetzbares Vinylchlorid- Anwendung von Dispergierhilfen, z. B. Emulgatoren, polymere durch CojK-'ymerisation von Vinylchlorid hergestellt werden. Die Konzentration des Zinncarb- und eines Säbns mit einem siliciumgebundenen unge- oxyiats in der Lösung oder Dispersion ist nicht sättigten Rest und siliciumgebundenen hydrolysier- ao kritisch. Sie kann in Abhängigkeit von solchen Fakbaren Resten unter Substanzcopolymerisationsbedin- toren, wie der gewünschten Vernetzungsrate und den gungen hergestellt. Betriebsbedingungen, in weiten Grenzen schwanken. Die Art der chemischen Bindung, durch die die Beispielsweise kann eine konzentrierte Lösung oder Silylgruppe an das organische Polymergrundgerüst Dispersion zur Anwendung in einem kontinuierlichen gebunden ist, hängt von der Methode, die zur Her- 25 Verfahren, bei dem ein häufiges Ergänzen mit Zinnstellung des vernetzbaren Polymeren angewandt wird, carboxy lat unzweckmäßig oder auch sonst unerwünscht und von der Organosiliciumverbindung ab. Wenn bei- ist, besser angebracht sein. Im allgemeinen wird es spielsweise das Herstellungsverfahren auf der durch bevorzugt, eine Lösung oder Dispersion mit einem freie Radikale induzif-tcn Modifizierung des vor- Gehalt des Zinncarboxylats von 0,01 bis 20 Gewichtsgebildeten Polymeren mit Vinyltriäthoxysilan beruht, 30 prozent zu verwenden. Jedoch können Lösungen wird angenommen, daß die Silylgruppe über einen oder Dispersionen mit Prozentgehalten an Zinn-Rest -CH2CH2— an das Polyrr.egrundgerüst ge- carboxylat außerhalb dieses Bereichs wirksam anbunden wird. Wenn das vernetzbare Polymer durch gewandt werden.
Copolymerisation von beispielsweise Vinylchlorid und Um die Vernetzungsreaktion zu beschleunigen, wird Vinyltriäthoxysilan erzeugt wird, wird die Silylgruppe 35 die Lösung oder Emulsion des Zinncarboxylats vordirekt an ein Kohlenstoffatom in dem Polymergrund- zugsweise bei einer Temperatur über 500C und vorgerüst gebunden. Falls die verbindende Gruppe vor- zugsweise 50 bis 1000C gehalten. Die Dauw des Konhanden ist, ist sie normalerweise ein zweiwertiger takts zwischen dem Polymeren und der Lösung oder Kohlenwasserstoffrest oder ein zweiwertiger Rest, der Emulsion hängt beispielsweise von dem jeweiligen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff besteht, 40 Typ des Polymeren, seiner Gestalt und seinen Abwobei der Sauerstoff in Form von Ätherbindungen messungen und von dem gewünschten Vernetzungsvorliegt. Die genaue Natur der verbindenden Gruppe grad ab. Wenn die geformten Gegenstände beispielsist jedoch für den Erfolg des erfindungsgemäßen Ver- weise einzelne Gebilde, wie Flaschen sind, können sie fahrens nicht entscheidend. viele Stunden lang in die Lösung oder Emulsion ein-Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt 45 gelegt werden. Wenn das Formgebungsverfahren ein Vernetzung des vernetzbaren organischen Polymeren kontinuierliches Strangpressen ist, beispielsweise wie durch Behandlung mit einer Dispersion oder Lösung bei der Folienerzeugung, kann eine Verweilzeit von eines Zinncarboxylats. Gewöhnlich wird das Poly- 30 Minuten oder weniger angemessen sein,
mere vor Behandlung mit der Lösung oder Emulsion Erfindungsgemäß erzeugte vernetzte organische geformt, beispielsweise durch ein Extrudier- oder 50 Polymeren können für verschiedene Zwecke verwendet Formpreßverfahren. werden, für die das entsprechende unvernetzte Ma-Das Zinncarboxylat kann irgendeine organische terial ungeeignet sein kann. Insbesondere sind nach Zinnverbindung sein, die eine Carboxylgruppe ent- dem erfindungsgemäßen Verfahren vernetztes PoIyhält. Zu derartigen Verbindungen gehören beispiels- äthylen und Polyvinylchlorid zur Erzeugung von weise solche, in denen das Zinn zweiwertig ist, bei- 55 Heißwasserleitungen, Flaschen, elektrischen Isolies.pielsweise wie in Stannooctoat, sowie solche, in denen rungen, Folien und anderen Erzeugnissen vorteilhaft. e:s vierwertig ist, beispielsweise wie in den Mono-, Di- Durch die folgenden Beispiele, in denen sich Teile und Trialkylzinncarboxylaten. Die Zinncarboxylate auf das Gewicht beziehen, wird die Erfindung näher sind eine wohlbekannte Verbindungsklasse und kön- erläutert.
rien leicht nach allgemein bekannten Methoden her- 6° . -11
gestellt werden, beispielsweise durch Umsetzung von B e 1 s ρ 1 e I 1
Organozinnoxiden (oder Hydroxiden) und Carbon- 100 Teile Polyäthylengranulat mit niederer Dichte
säuren oder Anhydriden. Einzelbeispiele für Zinn- (Shell 25-200), das einen Schmelzindex von 20 g/10 Mi-
carboxylate sind Tributylzinnl.aurat, Dibutylzinndi- nuten aufweist, werden durch Umwälzen mit zwei
hurat, Dibutylzinn-di-2-äthylhexoat, Dioctylzinn- 65 Teilen Vinyltrimethoxysilan, das 0,17 Teile Dicumyl-
di-2-äthylhexoat, Butylzitintriacetat, Butylzinntrilau- peroxid gelöst enthält, überzogen. Das Umwälzen
rat, Octylzinntrilaurat, Dibutylzinndiacetat, Stanno- wird fortgesetzt, bis die gesamte Flüssigkeit von den
octoat und Stannooleat. Die zur Verwendung in dem Kornoberfiächen aufgenommen ist.
Dann wird die Masse durch einen Buss-Ko-Kneter PR46 geführt. Die Betriebstemperaturen in dem Ko-Kneter betragen 178°C für den Kneter und 184°C für den Querkopfextruder. Das erhaltene Produkt ist ein Pfropfcopolymeres aus Polyäthylen und Vinyltrimethoxysilan mit einem Schmelzindex von 3,4 g/10 Minuten.
Aus dem Pfropfcopolymeren wird durch Formpressen eine Folie mit einer Dicke von 1,73 mm (0,068") geformt. Teile der Folie werden in eine wäßrige Emulsion von Dibutylzinndilaurat gelegt, die aus 10 ml Dibutylxinndilaurat und 100 ml Wasser unter Verwendung von 1 ml Teepol (Natriumsalz von sec.-AlkylsuIfat) als Emulgator bereitet wurde. Die Teile werden für Zeiten von 1 Stunde und von 2 Stunden in die Emulsion gelegt, die dabei bei 90° C gehalten wird. Zum Vergleich werden Teile der Folie auch für ebensolange Dauer in siedendes Wasser getaucht.
Dann wird der Gelgehalt der behandelten Teile ermittelt, der das Ausmaß der erfolgten Vernetzung angibt. Dazu werden gewogene Proben 20 Stunden in siedendes Xylol gelegt, und es wird der verbleibende Prozentgehalt an unlöslichem Material gemessen. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:
Eintauchen in Eintauchen in
Wasser Katalysatoremulsion
(Gewichtsprozent) (Gewichtsprozent
0,1 %ige
Emulsion
1 Std. 3 SId.
0,0125 %ige
Emulsion
1 Std. 3 Std. 22 Std.
Gelgehalt
(Gewichtsprozent)
72 83
24
68 84
Beispiel 3
1 Stunde
2 Stunden
8,5
4,1
47,7
61,5
Beispiel 2
Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise wird ein Copolymeres aus 100 Teilen Polyäthylengranulat mit niederer Dichte (XNM 68), das einen nominellen Schmelzindex von 6,8 g/10 Minuten aufweist, 2 Teilen Vinyltrimethoxysilan und 0,216 Teilen Dicumylperoxid erzeugt. Die Betriebstemperatur des Buss-Ko-Kneters beträgt 220' C und der Durchsatz 170 g/Minute. Das erhaltene Pfropfcopolymere hat einen Schmelzindex von 1,2 g/10 Minuten.
Durch Formpressen werden Folien aus dem Copolymeren mit einei Dicke von 3,2 mm (0,125") hergestellt. Dann werden Teile der Folien 1 Stunde und 3 Stunden lang in eine wäßrige Emulsion getaucht, die 0,1 Gewichtsprozent Dibutylzinndilaurat und Teepol als Emulgator enthält. Während des Eintauchens wird die Temperatur der Emulsion bei 100'C gehalten. Weitere Stücke der Folien werden ferner in eine Emulsion mit 0,0125 Gewichtsprozent Dibutylzinndilaurat gelegt (bei 100" C). Bei allen Proben wird nach der im Beispiel 1 beschriebenen Methode der Gelgehalt, d. h. der prozentuale Anteil an unlöslichem Material, gemessen. Es werden folgende Ergebnisse erhalten:
Ein dickwandiges Glasrohr mit einer Länge von etwa 25 cm und einem Innendurchmesser von etwa 2,5 cm wird 1 Stunde bei 120°C getrocknet und in einer StickstorTatmosphäre abkühlen gelassen. Dann werden 0,05 g Azobisisobutyronitril und 1 g Vinyltriäthoxysilan in das Rohr eingebracht, und der Inhalt wird durch Eintauchen in eine Mischung aus Isopropanol und festem Kohlendioxid gekühlt. In das Rohr werden 50 g Vinylchlorid, das durch Durchleiten durch Kaliumhydroxidschuppen gereinigt wurde, in flüssiger Form in das Rohr eingebracht, worauf das Rohr in flüssigen Stickstoff getaucht und dann verschlossen wird.
Das verschlossene Glasrohr wird in ein Schutzrohr aus Stahl gebracht, und beide werden in ein Wasserbad mit 50°C getaucht. Nach 16 Stundsn wird das Rohr in flüssigem Stickstoff abgekühlt, der Verschluß an dem Glasrohr wird abgebrochen und der feste Copolymerpfropfen wird gewonnen. Das Copolymere hat ein Zahlenmittelmolekulargewicht im Bereich von 60 000 bis 80 000. Das Copolymere wird granuliert und dann in einer rotierenden Kugelmühle 6 Stunden mit 3 Gewichtsprozent Mellite 101 (ein Cadmiumlaurat-Bariumlaurat-Stabilisator) und 1 Gewichtsprozent MeI-lite 310 (ein Phosphitchelatbildner) gemischt. Das gemischte Granulat wird 10 Minuten auf einem Zweiwalzenmischwerk bei 155°C plastifiziert, bevor das Walzfell abgenommen wird. Dann werden bei 1700C unter einem Druck von 140 kg/cm2 (2000 psi) Folien aus dem Harz gepreßt. Es werden durchscluinende gelbe Folien mit einer Dicke von 1,27 mm (0,05") erhalten.
Proben der Folie werden durch Eintauchen in eine wäßrige Emulsion von Dibutylzinndihurat, die aus 5 ml Dibutylzinndilaurat und 100 ml Wasser unter Verwendung von 0,5 ml Teepol als Emulgator hergestellt wurde, vernetzt. Die Folienproben werden 24 Stunden in die Emulsion gelegt, die dabei bei lOO'C gehalten wird.
An den Teststücken werden Gelgehaltsmessungen unter Verwendung von siedendem Tetrahydrofuran als Extraktionslösungsmittel durchgeführt. Die Extraktionszeit beträgt 20 Stunden. Der Gelgehult (d. h. der Gehalt an unlöslichen Bestandteilen) des vernetzten Materials wird mit 94 Gewichtsprozent ermittelt. Wenn der Versuch mit 1 g Vinyltrimethoxysilan an Stelle des Vr.yltriäthoxysilans wiederholt wird, hat das erhaltene vernetzte Copolymere einen GelgehaU von 97"'

Claims (1)

1 2
dukt als Zweipacksystem zubereitet wird, bei dem der
Patentanspruch: Katalysator in Mischung mit organischem Polymeren,
das nicht durch Silylgruppen modifiziert ist, zugefügt
Verfahren zur Vernetzung eines organischen wird. Diese Lösung ist jedoch nicht völlig befriedigend, Polymeren mit chemisch gebundenen Silylgrup- 5 da sie zur Verdünnung des vernetzbaren Polymeren pen der allgemeinen Formel durch Polymeres, das nicht ebenfalls vernetzbar ist,
führt.
SiRnX.,. „, Es wurde nun ein verbessertes Verfahren zur Ver
netzung eines silyimodifiziertcn organischen PoIy-
worin R einen einwertigen Kohlenwasserstoff- io meren der oben beschriebenen Art gefunden, das oder halogenierten Kohlenwasserstoffrest und X darauf beruht, daß das Polymere nach der Formeinen hydrolysierbaren Rest bedeutet und η einen gebung mit einer wäßrigen Dispersion oder Lösung Wert von O, 1 oder 2 hat, durch Behandlung des eines Zinncarboxylats behandelt wird,
organischen Polymeren mit Wasser in Gegenwart Gegenstand der Erfindung ist also ein Verfahren
eines Zinncarboxylats als Siloxankondensations- 15 zur Vernetzung eines organischen Polymeren mit katalysator, dadurch gekennzeichnet, chemisch gebundenen Silylgruppen der allgemeinen daß man Formgegenstände aus dem genannten Formel
organischen Polymeren verwendet und diese SiRnX3 _„,
durch Behandeln mit einer wäßrigen Dispersion
oder Lösung des Zinncarboxylats vernetzt. 20 worin R einen einwertigen Kohlenwasserstoff- oder
halogenierten Kohlenwasserstoffrest und X einen hydrolysierbaren Rest bedeutet und η einen Wert von 0, 1 oder 2 hat, durch Behandlung des organischen Polymeren mit Wasser in Gegenwart eines
Zur Vernetzung eines organischen Polymeren mit »s Zinncarboxylats als Siloxankondensationskatalysator, chemisch gebundenen Silylgruppen der allgemeinen das sich dadurch auszeichnet, daß man Formgegen-Formel — SiRnX3-H, worin R einen einwertigen stände aus dem genannten organischen Polymeren Kohlenwasserstoff -oder halogenierten Kohlenwasser- verwendet und diese durch Behandeln mit einer Stoffrest und X einen hydrolysierbaren Rest bedeutet wäßrigen Dispersion oder Lösung des Zinncarboxy- und η einen Wert von 0, 1 oder 2 hat, wird das orga- 30 lats vernetzt.
nische Polymere erfindungsgemäß mit einer wäßrigen Die organischen Polymeren, die nach dem erfin-
Dispersion oder Lösung eines Zinncarboxylats be- dungsgemäßen Verfahren vernetzt werden können, handelt. sind solche mit Gruppen der Formel — SiRnX3-,,.
Die Erfindung bezieht sich auf die Vernetzung von worin R einen einwertigen Kohlenwasserstoffrest organischen Polymeren. 35 oder halogenierten Kohlenwasserstoffrest, beispiels-
Es ist bekannt, daß organische Polymeren durch weise einen Alkylrest, z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Einführung von Silylgruppen, an die hydrolysierbare Octyl, Decyl oder Tetradccyl, einen Arylrest, z. B. Atome oder Reste gebunden sind, vernetzbar gemacht Phenyl, Benzyl oder ToIyI, oder einen Halogenalkylwerden können. Solche Silylgruppen können in das oder Halogenarylrest, z. B. Chlorpropyl, 3,3,3-Triorganische Polymere durch Copolymerisation des 40 fluorpropyl oder Bromphenyl, bedeutet. Der Substibctreffendcn organischen Monomeren mit einer Or- tuent X kann irgendein hydrolysierbarer Rest sein, ganosiliciumverbindung eingeführt werden, wie es beispielsweise ein Acyloxyrest, z. B. Formyloxy, beispielsweise in der DE-OS 20 59 091 beschrieben ist. Acetoxy oder Propionoxy, ein Oximrest, z.B. Die Silylgruppen können ferner durch Aufpfropfen - ON = C(CH3)(C2H5) oder - ON = C(CH1)(C9H5), einer Organosiliciuniverbindung auf das vorgebildete 45 oder ein Alkoxy- oder Alkoxyalkoxyrest, z. B. Methorganische Polymere eingeführt werden, wie es in den oxy, Äthoxy, Propoxy oder Methoxyäthoxy. Vorzugs-GB-PS 12 34 034 und 12 86 460 beschrieben ist. weise sind die Substituenten X Alkoxy- t Jer Alkoxy-
Die Vernetzung der in der oben beschriebenen Weise alkoxyreste mit weniger als 4 Kohlenstoffatomen, erzeugten silyimodifiziertcn Polymeren wird dadurch und η rl vorzugsweise 0.
erreicht, daß das Polymere der Einwirkung von Wasser 50 Jedes silylmodifi-iertc organische Polymere kann in Gegenvart eines Siloxankondensationskatalysators nach dem erllndungsgemäßen Verfahren vernetzt ausgesetzt wird. Nach den bekannten Methoden kann werden. Beispiele für solche organischen Polymeren de; Katalysator der Polymermasse vor der Form- sind Polyäthylen, Äthylen-Propylen-Copolymeren, Pogebung zugefügt oder als Ergebnis der Hydrolyse von lyvinylchlorid, Polystyrol, Copolymeren von Vinylsäure- oder basenbildenden Gruppen, die an Silicium- 55 chlorid mit Monomeren, wie Alkylacrylaten, PoIyatome gebunden sind, in situ erzeugt werden. In vielen methacrylate, Polyamide, Polyester und Polyacrylf'allen genügt die Einwirkung von atmosphärischer nitril. Von besonderem Interesse ist das erfindungs-I'dichtigkeit auf das katnlysatorhaltige verrutzharc gemäße Verfahren für die Vernetzung von Polyäthylen Produkt, um die Vernetzungsreaktion einzuleiten. und Polyvinylchlorid.
Manchmal bereitet es daher Schwierigkeiten, eine vor- 60 Verfahren zur Herstellung der silylmodifizierten zeitige Vernetzung zu vermeiden, besonders während Polymeren, die nach dem erfindungsgemäßen Verdcr Lagerung und Formgebung des Polymeren. fahren vernetzt werden können, sind beispielsweise in Außerdem wird die Rückgewinnung und Rückführung den CiB-PS 12 34 034 und 12 86 460 und der DE-OS \on beispielsweise Ahfallcxtrudat verhindert, wenn 20 59 091 beschrieben, auf deren Offenbarung hierin bereits eine Vernetzung in einem erheblichen Ausmaß 65 Bezug genommen wird. Zu solchen Methoden gehört stattgefunden hat. eine mechanische Bearbeitung des organischen PoIy-
hinige der erwähnten Schwierigkeiten können da- meren in Gegenwart einer Organosiliciumverbindung, durch ühi-rwiindon werden, d;iH his vernctzbarc Pm- deren Moleküle wenigstens einen siliciumgchi>ndcnen
DE2255116A 1971-11-12 1972-11-10 Vernetzung von Polymeren Expired DE2255116C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB5254871A GB1357549A (en) 1971-11-12 1971-11-12 Cross-linking of polymers

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2255116A1 DE2255116A1 (de) 1973-05-17
DE2255116B2 DE2255116B2 (de) 1976-05-06
DE2255116C3 true DE2255116C3 (de) 1979-09-06

Family

ID=10464333

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2255116A Expired DE2255116C3 (de) 1971-11-12 1972-11-10 Vernetzung von Polymeren

Country Status (10)

Country Link
JP (1) JPS5137098B2 (de)
AU (1) AU460107B2 (de)
CA (1) CA979578A (de)
CH (1) CH572502A5 (de)
DE (1) DE2255116C3 (de)
FR (1) FR2159489B1 (de)
GB (1) GB1357549A (de)
IT (1) IT969999B (de)
NL (1) NL168859C (de)
ZA (1) ZA727394B (de)

Families Citing this family (17)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JPS5132973A (en) * 1974-09-13 1976-03-19 Matsushita Electric Industrial Co Ltd Densennoseizohoho
US4349404A (en) 1980-07-28 1982-09-14 Raychem Corporation Polymeric articles
US4425390A (en) 1980-07-28 1984-01-10 Raychem Corporation Marker sleeve assembly
US4488642A (en) * 1980-07-28 1984-12-18 Raychem Limited Polymeric articles
US4342800A (en) 1980-07-28 1982-08-03 Raychem Corporation Polymeric articles
ATE22250T1 (de) 1980-07-28 1986-10-15 Raychem Ltd Anordnung von markierungstuellen und verfahren zu ihrer herstellung.
GB2084587B (en) 1980-09-17 1984-05-31 Raychem Ltd Production of heat shrink polymeric articles
US4496616A (en) * 1981-03-23 1985-01-29 Raychem Limited Strip of heat-recoverable articles
US4496410A (en) * 1981-04-02 1985-01-29 Raychem Limited Production of dimensionally recoverable articles
JPS6020910A (ja) * 1983-07-15 1985-02-02 Shin Etsu Chem Co Ltd 塩化ビニル系共重合体の製造方法
GB8418592D0 (en) * 1984-07-20 1984-08-22 Bp Chem Int Ltd Polymer composition
DE3511299A1 (de) * 1985-03-28 1986-10-09 kabelmetal electro GmbH, 3000 Hannover Kriechstromfester schrumpfschlauch fuer endenabschluesse
GB8517665D0 (en) * 1985-07-12 1985-08-21 Ass Elect Ind Extruded products
CA1274647A (en) * 1986-06-25 1990-09-25 Takahisa Iwahara Curable isobutylene polymer
AU654361B2 (en) 1991-05-31 1994-11-03 Bp Chemicals Limited Cross linkable polymeric composition
DE4402943C2 (de) * 1994-02-01 1996-03-28 Rustige Bernhard Gmbh & Co Kg Polymerwerkstoff und Verfahren zu dessen Herstellung
BRPI1010564A2 (pt) 2009-06-22 2016-03-15 Borealis Ag "uso de um tubo e método de transporte de água"

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB1234034A (de) * 1967-08-31 1971-06-03

Also Published As

Publication number Publication date
ZA727394B (en) 1973-06-27
CA979578A (en) 1975-12-09
CH572502A5 (de) 1976-02-13
GB1357549A (en) 1974-06-26
AU4798572A (en) 1974-10-31
NL168859B (nl) 1981-12-16
JPS4859150A (de) 1973-08-18
DE2255116A1 (de) 1973-05-17
FR2159489A1 (de) 1973-06-22
NL168859C (nl) 1982-05-17
NL7214883A (de) 1973-05-15
JPS5137098B2 (de) 1976-10-13
DE2255116B2 (de) 1976-05-06
FR2159489B1 (de) 1975-06-13
IT969999B (it) 1974-04-10
AU460107B2 (en) 1975-04-17

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2255116C3 (de) Vernetzung von Polymeren
DE2310040C3 (de) Schäumbare Polymermassen
US3646155A (en) Cross-linking of a polyolefin with a silane
DE68922349T2 (de) Vernetzbare Silylpolymer-Zusammensetzung.
DE2350876B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines vernetzten Copolymeren von Äthylen
DE2406844B2 (de) Verfahren zum vernetzen von polyaethylen und aethylencopolymerisaten
DE2353783C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines vernetzten Copolymeren des Äthylens
DE2412292A1 (de) Polymere des vinylalkohols
DE2046293A1 (de) Vernetzte Formkörper und Überzüge aus Vinylchloridpolymensaten und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2432006A1 (de) Verfahren zur herstellung vernetzbarer vinylchloridpolymerer
DE2133606A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Pfropfpolymeren des Vinylchlonds
DE69122206T2 (de) Vernetzbare Polyethylen-Zusammensetzungen und die daraus abgeleiteten vernetzten Materialien
DE3586419T2 (de) Gegen anvulkanisieren bestaendige zusammensetzungen auf basis von durch wasser haertbaren thermoplastischen polymeren mit hydrolysierbaren silangruppen und organischen titanaten.
DE68915874T2 (de) Vernetzbare, siliciumhaltige Polymer-Zusammensetzung.
DE2234717A1 (de) Verfahren zur herstellung von siliciumhaltigen verbindungen
DE60004587T2 (de) Vernetzbare modifizierte Fluorpolymere
EP0012971B1 (de) Siliciumhaltige Pfropfpolymerisate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE1495536C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd-Copolymerisaten
DE2659435A1 (de) Verfahren zur herstellung von glas als fuellstoff enthaltenden agglomerierten koernern aus nicht aus der schmelze verarbeitbarem koernigem tetrafluoraethylenpolymerisat
DE1570847A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus Vinylalkohol-Olefin-Copolymerisatharzen mit ausgezeichneter Schlagzaehigkeit
DE69021559T2 (de) Verfahren zum vernetzen von chlorierten (co)polymeren, vernetzbare zusammensetzungen und daraus hergestellte geformte gegenstände.
DE1199505B (de) Verfahren zur Herstellung von Copolymerisaten des Trioxans
DE2238556A1 (de) Polymerisatmischung
DE2059091B2 (de) Verfahren zur Herstellung von mit einer siliciumorganischen Verbindung copolymerisiertem und vernetzten! Polyvinylchlorid
DE1570934A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyolefin-Vinylhalogenid-Pfropfpolymeren

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8339 Ceased/non-payment of the annual fee