Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckvorrichtung mit einem einen Handgriff umfassenden Gehäuse, einem
in den Gehäuse angeordneten Druckkopf sowie einem im Handgriff gelagerten Betätigungsglied für den
Antrieb des Druckkopfes, dem eine Farbrolle für das Einfärben der Drucktypen zugeordnet ist, und mit einer
Abdeckung für eine öffnung im Gehäuse zum Ein- und Ausbringen der Farbrolle.
Bei einer bekannten Druckvorrichtung dieser Art (US-PS 33 30 207) ist die Abdeckung am Gehäuse
schwenkbar angelenkt und gibt nach dem Verschwenken die Gehäuseöffnung frei. Dann läßt sich nach Entfernung
einer die zugehörige Farbrolle auf ihren Sitz drückenden Feder die Farbrolle aus dem Gehäuse gesondert
entnehmen. Dies ist nicht nur umständlich, sondern überdies mit der Gefahr einer Verschmutzung der
Finger verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Druckvorrichtung der vorgenannten Art derart zu verbessern,
daß der Farbrollenaustausch ohne Gefahr der Verschmutzung der Finger möglich ist.
Die Druckvorrichtung nach der Erfindung, bei der diese Aufgabe gelöst ist, zeichnet sich im wesentlichen
dadurch aus, daß ein die Farbrolle tragender Körper schwenkbar an die Abdeckung angelenkt ist, und daß
die Abdeckung zusammen mit dem die Farbrolle tragenden Körper als Einheit von der öffnung abnehmbar
ist.
Eine so ausgebildete Druckvorrichtung ist mit dem Vorteil verbunden, daß sich ein Austausch einer verbrauchten
Farbrolle gegen eine neue nach bequemer Abnahme der Abdeckung mitsamt der Farbrolle vornehmen
läßt, ohne zu diesem Zweck die Farbrolle im Gehäuseinneren freilegen und in umständlicher Weise
erfassen und herausnehmen zu müssen.
Als besonders zweckmäßig hat es sich herausgestellt, wenn die Abdeckung an ihrem einen Rand einen
Flansch umfaßt, der unter eine Schulter des Öffnungsrandes schiebbar ist. Diese Ausführung ist mit dem wesentlichen
Vorteil verbunden, daß nach dem Farbrollenaustausch die Abdeckungs-Farbrollen-Einheit bequem
auf die Öffnung des Gehäuses aufgesetzt und auf diesem festgelegt werden kann.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der Zeichnung, auf die bezüglich aller nicht im Text
beschriebenen Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird. Es zeigt
F i g. 1 eine Schnittansicht einer Druckvorrichtung zum Bedrucken und Aufbringen von Etiketten,
F i g. 2 einen Schnitt bei Linie H-II in F i g. 1,
Fig.3 eine auseinandergezogene, perspektivische Ansicht des in der Druckvorrichtung befindlichen Farbauftragungsmechanismus,
und
F i g. 4 in vergrößertem Maßstab eine Schnittansicht eines Teilabschnitts der Vorrichtung in ausgezogenen
Linien und eines Teilabschnitts des Druckkopfs und des FarbsLuftragungsmechanismus in sowohl in ausgezogenen
als auch in unterbrochenen Linien veranschaulichten Stellungen.
Wie aus der Zeichnung, insbesondere F i g. 1 ersichtlich, umfaßt die veranschaulichte Vorrichtung 10 zum
Bedrucken und Aufbringen von Etiketten ein Vorrichtungsgehäuse in Form eines Hauptrahmens 11, der im
wesentlichen aus zwei Rahmenteilen 12 und 13 besteht Innerhalb des Gehäuses 11 ist ein Zwischenrahmen 14
amgeordnet, der im wesentlichen aus zwei Zwischenrahmenteilen
15 und 16 besteht Die Rahmenteile 12 und 13 halten eine Druckplatte 17, die eine Ablösekante 18
aufweist. Auf dem Zwischenrahmen 14 ist ferner ein Druckkopf 19 zur Druckplatte 17 hin und von dieser
weg verschiebbar gelagert Für den Druckkopfantrieb sind Zahnstangen 24 und 25 vorgesehen.
Das Gehäuse 11 ist mit einem Handgriff 32 versehen,
und zwar weist jeder Rahmenteil 12 und 13 jeweils einen entsprechenden Handgriffteil 33 bzw. 34 auf. Ein
durch einen verschwenkbaren Hebel gebildeies Betätigungsteil 35 ist durch einen Bolzen 37 am unteren Ende
des Handgriffs 32 schwenkbar befestigt. Der verschwenkbare Hebel wird normalerweise durch eine
vom Bolzen 37 gehaltene Torsionsfeder 38 entgegen dem Uhrzeigersinn beaufschlagt. Die Schwenkbewegung
des Hebels wird durch einen vom Handgriff 32 zwischen den Handgriffteilen 33 und 34 gehaltenen einstellbaren
Anschlagblock 39 begrenzt. Am oberen Ende des Betätigungsteils 35 sind zwei im Abstand voneinander
angeordnete Zahnradabschnitte 40 und 41 in Form von Stirnradsegmenten angeordnet. Sie stehen in Eingriff
mit Stirnrädern 42 bzw. 43. Diese stehen in Eingriff mit den Zahnstangen 24 bzw. 25 am Druckkopf 19.
Eine Rolle Selbstklebeetiketten 26 beispielsweise in Form einer mehrschichtigen Bahn 27 wird mit ihrem
Kern 28 vom Zwischenrahmen 14 gehalten. Die mehrschichtige Bahn 27 wird so von der Rolle abgezogen,
daß sie über der Druckplatte 17 zu liegen kommt und das die Etiketten 26 tragende und an der Ablösekante 18
abgebende Trägermaterial 29 an einem Transportrad 44 anliegt. Mit dem Stirnrad 34 ist eine Klinke 45 einstückig
verbunden, die mit einem Klinkrad 46 zusammenwirkt, das durch eine Sperreinrichtung 47 über ein Antriebsbauteil 48 mit dem Transportrad 44 gekoppelt ist. Das
Transportrad 44 weist eine Vielzahl in gleichen Abständen voneinander an seinem Umfang angeordnete Antriebszähne
49 auf. Die Klinke 45 ist nur mit einem Ende mit dem Stirnrad 43 fest verbunden. Sie ist elastisch und
federnd und kann am Klinkrad 46 entlanggleiten und sich zum Eingriff in einen Zahn des Klinkrades 46 umbiegen.
Das Gehäuse 11 ist auf der Seite des Rahmenteils 13
mit einer Öffnung 62 versehen, der eine Abdeckung 72 zugeordnet ist, die einen Farbauftragungsmechanismus
65 für das Zusammenwirken mit dem Druckkopf 19 hält. In Fig. 1 ist die öffnung 62 durch den Druckkopf 19
bzw. den Farbauftragungsmechanismus 65 verdeckt
F i g. 1 zeigt im einzelnen die Beziehung der Bestandteile
der Vorrichtung 10 zueinander. Die mehrschichtige Bahn 27 wird von der Rolle abgegeben und läuft durch
eine von den Zwischenrahmenteilen 15 und 16 und insbesondere von einer Rinne 54 im Zwischenrahmenteil
15 und einer mit dieser zusammenwirkenden Rinne hn Zwischenrahmenteil 16 gebildete Führung. Von dort
läuft die mehrschichtige 3ahn 27 teilweise um eine Rolle 56 in eine Lage über der Druckplatte 17. Die Ablösung
erfolgt an der am Ende der Druckplatte 17 ausgebildeten Ablösekante 18. Das Trägermaterial 29 wird um die
Ablösekants: 18 herum unter die Druckplatte 17 gezogen und läuft teilweise um eine Rolle 57 unterhalb einer
Führung 58 und zwischen dem Transportrad 44 und einem mit diesem kämmenden Backenrad 59 hindurch.
Wenn sich ein Antriebszahn 49 im Zusammenwirken mit dem Backenrad 59 dreht, greift er am Trägermaterial
29 an und bewirkt daß leicht zerreißbare Abschnitte zerreißen und ein Transportloch im Trägermaterial 29
bilden. Vorzugsweise stehen immer drei Antriebszähne 49 mit dem Trägermaterial 29 in Antriebseingriff. Überschüssiges
Trägermaterial, das von der Vorrichtung 10 herunterhängt, kann an der Austrittsöffnung 64 leicht
abgerissen werden.
In Fig. 1 ist der Druckkopf 19 in seiner Ausgangsbzw.
Ruhestellung mit ausgezogenen Linien und iin Druckbereich beim Bedrucken des Etiketts 26 im Zusammenwirken
mit der Druckplatte 17 in unterbrochenen Linien 19' dargestellt. Das Betätigungsteil 35 ist in
seiner Ausgangs- bzw. Ruhestellung in ausgezogenen Linien und in seiner Arbeitsstellung 35' in unterbrochenen
Linien dargestellt. In der Arbeitsstellung ist der Druckkopf 19 in seine Stellung zum Bedrucken des Etiketts
26 im Zusammenwirken mit der Druckplatte 17 bewegt worden, und das Betätigungsteil 35 liegt am Anschlagblock.
39 an. In dieser Stellung des Betätigungsteils 35 hat sich die mit ihrem einen Ende mit dem Stirn-
rad 43 fest verbundene elastische, federnde Klinke 45 weiterbewegt und steht mit einem anderen Zahn des
Klinkrades 46 in Eingriff. Wenn die Bedienungsperson das Betätigungsteil 35 löst, bringt die Torsionsfeder 38
das Betätigungsteil 35 in die in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung zurück. Bei dieser Bewegung drehen
die Zahnradabschnitte 40 und 41 die Stirnräder 42 und 43 im Uhrzeigersinn (F i g. 1), um den Druckkopf 19
aus der mit unterbrochenen Linien 19' dargestellten Lage in die mit ausgezogenen Linien veranschaulichte Lage
zurückzuführen. Dabei treibt die Klinke das Klinkrad 46, das das Transportrad 44 veranlaßt, das Trägermaterial
29 weiterzutransportieren, wodurch ein Etikett 26 an der Ablösekante 18 im wesentlichen vollständig abgelöst
wird.
F i g. 3 zeigt den Farbauftragungsmechanismus 65 mit einem aus einem Stück bestehenden Körper 66, der mit
zwei miteinander übereinstimmenden Zapfenlagern 67 versehen ist, die jeweils eine konvergierende öffnung 68
haben. Die Zapfenlager 67 erstrecken sich über mehr als 180°, so daß die Farbrclle 69 in die Zapfenlager einschnappen
kann. Der Körper 66 weist ferner zwei miteinander fluchtende Vorsprünge 70 auf, die in Zapfenlager
71 in der Abdeckung 72 einschnappen können. Die Zapfenlager 71 sind auf gleiche Weise wie die Zapfenlagcr
67 ausgebildet. Feiner weist der Körper 66 eine einstückig mit ihm ausgebildete Blattfeder 73 auf. Diese
geht von einem Quersteg aus, der die beiden sich in Abstand erstreckenden Seiterrwände des Körpers verbindet
und verläuft bogenförmig zwischen den Seitenwänden, wobei sie in ein von der Schwenkachse fortgerichtetes
Ende ausläuft Um ein Einschnappen der Vorsprünge 70 in die Bohrungen zwischen den Seittnwänden
des Körpers 66 zu ermöglichen, erstreckt sich die Blattfeder 73 mit Abstand von den Seitenwänden. Wie
F i g. 4 zeigt drückt die Blattfeder 73 mit diesem Ende gegen die Abdeckung 72. Durch diese Druckbeaufschlagung
wird der Farbauftragungsmechanismus 65 normalerweise in der in F ä g. 4 mit ausgezogenen Linien dargestellten
Stellung gehalten. Die Farbrolle 69 ist in F i g. 4 so dargestellt daß sie im Weg des Druckkopfes
19, jedoch in einem kleinen Abstand von ihm liegt, da in dieser Stellung der Körper 66 mit dem Rahmen des
Druckkopfes 19 in Berührung steht. Wenn der Druckkopf 19 aus der in ausgezogenen Linien dargestellten
Stellung in die mit unterbrochenen Linien veranschaulichte Stellung bewegt wird, trägt die Farbrolle 69 auf
die Druckbänder 74 Farbe auf und der gesamte Farbauftragungsmechanismus 65 verschwenkt sich um die
Vorsprünge 70 in die in unterbrochenen Linien dargestellte Stellung. Wenn der Druckkopf 19 in die in F i g. 4
in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung zurückkehrt, bringt die Blattfeder 73 den Farbauftragungsmechanismus
65 in die mit ausgezogenen Linien dargestellte Lage zurück.
Wie F i g. 3 zeigt, weist die Farbrolle 69 ein Paar Nabenabschnitie
75 und 76 auf. In zusammengesetztem Zustand stützen sie eine farbaufnehmende rohrförmige
poröse Rolle 77 ab. Flansche 78 und 79 liegen jeweils an einem Ende der Rolle 77 an und verhindern, daß sich die
Rolle 77 verschiebt. Außerhalb der Flansche 78, 79 befinden sich koaxiale Zapfen 80,81, über die die Farbrolle
in Zapfenlagern 67 in den Seitenwänden des Körpers 66 schnappsitzartig festlegbar ist. Zu diesem Zweck weisen
die Seitenwände des Körpers 66 sich zu derjenigen Seite hin erstreckende konvergierende öffnungen 68 auf,
zu der die Schwenkbeaufschlagung durch die Blattfeder 73 erfolgt.
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, weist die Abdeckung 72 am einen Ende einen L-förmigen Flansch 82 und am
anderen Ende einen Vorsprung 83 auf. Zum Befestigen des Farbauftragungsmechanismus 65 an der Vorrichtung
wird der Flansch 82 unter eine die öffnung 62 begrenzende Schulter 84 des Rahmenteils 13 geschoben,
und daraufhin wird die Abdeckung 72, die mit dem die Farbrolle 69 tragenden Körper 66 eine leicht zu
handhabende Einheit bildet, durch Einschnappen des Vorsprungs 83 unter eine Lippe 85 des Rahmenteils 13
in die richtige Lage gebracht. Auf diese Weise ist der Farbauftragungsmechanismus 65 am Vonichtungsgehäuse
lösbar befestigt. Zum Abnehmen des Farbauftragungsmechanismus zwecks Austausches der Farbrolle
69 kann die Bedienungsperson mit ihrem Fingernagel unter eine Verlängerung 86 der Abdeckung 72 greifen,
um den Vorsprung 83 an der Lippe 85 vorbei herauszuschnappen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen