DE226866C - - Google Patents

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DE226866C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N3/00Artificial leather, oilcloth or other material obtained by covering fibrous webs with macromolecular material, e.g. resins, rubber or derivatives thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

Si f.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 226866 KLASSE 8/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Oktober 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von künstlichem Leder, welches im wesentlichen darin besteht, daß man ein Gewebe aus Leinen, Ramie 5 o. dgl. in einem Bade von Terpentin, Naphtalin, Weingeist, Lederessenz (Lösung eines Farbstoffs in Spiritus und Holzöl), Lacktinktur (Lösung von gekochtem Leinöl), Spritlack (Auflösung von Leinölfirnis in Alkohol) und
ίο sikkativfreiem öllack (Auflösung von trocknendem Öl, z. B. Nußöl, in Terpentin), Gummilösung (fein vermahlene Aufschlämmung von Gummi arabicum in Öl) und öl bzw. Fett kocht. Der derart imprägnierte Stoff wird dann auf einer Seite mehrmals (z. B. dreibis viermal) mit der Mischung überzogen, wodurch indessen ein Produkt erhalten wird, das zur Verarbeitung ohne Rissebildung auf der Oberfläche noch nicht geeignet ist. Es wird deshalb einer weiteren Behandlung mit einer Gerbbrühe unterworfen, wodurch es schmiegsam, wasserundurchlässig und feinem Leder ähnlich wird.
a. Beispiel.
Man stellt eine Mischung her aus je 1V2 Gewichtsteilen Terpentin, Naphtalin, Weingeist, Lederessenz und Lacktinktur und je ι Gewichtsteil Gummi arabicum und Öl und läßt das Gewebe in dieser Mischung kochen. Das derart imprägnierte Gewebe wird dann noch auf einer Seite drei- bis viermal mit der genannten Mischung überzogen. Nachdem das Gewebe getrocknet ist, wird es in einer Brühe von Wasser und Gerbrinde (z. B.
Eichen-, Weißtannen- und Rottannenrinde zu gleichen Teilen) behandelt, und zwar läßt man es vorteilhaft etwa 6 Monate in der Gerbbrühe, worauf es als lederähnliches Produkt herausgenommen wird.
Es empfiehlt sich auch, der Imprägnierungsflüssigkeit Chlorkalk zuzusetzen, um eine schnellere Oxydation der trocknenden Öle zu erzielen und ein besseres Anhaften des Überzuges zu bewirken.
Man kann in der Lacktinktur an Stelle des Nußöles ζ. B. Juchtenöl oder ein Gemisch beider verwenden, um verschiedene Qualitäten des neuen Produkts zu erzeugen. Ebenso kann man durch Zusatz von verschiedenartigem Farbstoff zur Lederessenz verschiedenartige Färbungen im Fertigprodukt erzielen.
Von den bekannten Verfahren zur Herstellung von Wachstuch u. dgl., die sich ähnlicher Materialien bedienen, unterscheidet sich das vorliegende durch die Anwendung bestimmter, in der vorstehend angegebenen Zusammensetzung bisher nicht gebrauchter Stoffe sowie durch die besondere Arbeitsweise.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    45
    50
    55
    60
    i. Verfahren zur Herstellung von künstlichem Leder unter Verwendung trocknender Öle, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Gewebe in einer Mischung von .Terpentin, Naphtalin, Weingeist, Holzöl, Leinölfirnis sowie anderen trocknenden Ölen, Gummi ■ arabicum, Öl bzw. Fett unter
    Zusatz geeigneter Farbstofflösungen kocht, hierauf eine mehrfache Schicht des Gemisches auf das imprägnierte Gewebe aufträgt und nach dem Trocknen das derart vorbereitete Gewebe einer längeren Behandlung mit einer Gerbbrühe unterwirft.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man der Imprägnierungsflüssigkeit Chlorkalk o. dgl. zusetzt, um eine schnellere Oxydation der trocknenden öle zu" bewirken.
    Berlin, gedruckt in der REic'MsDRUCKEREi.
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FR421431A (fr) 1911-02-22

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