DE2545496C2 - ω-(Arylsulfonamido)-alkylamine, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung - Google Patents
ω-(Arylsulfonamido)-alkylamine, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren VerwendungInfo
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Description
R-(CH,)„NH> (ll)
wobei R eine Aminogruppe bedeutet, welche acyliert sein kann, und η die oben angegebene Bedeutung hat,
mit einem Arylsulfonylhalogenid der Formel (III)
R-SO2X (I1I)
umsetzt wobei X ein Halogenatom bedeutet und R' die oben angegebene Bedeutung hat, und im Falle daß
Tc Aminogmppe acyliert ist, die Acylgruppe entfernt, oder ein «-(Arylsulfonamidoi-alkansaureaz.d der forrnei
R'SO:NH(CH,)„CON;
durch Curtius-Umlagerung in das entsprechende Amin umwandelt.
3MiUeVzUr Inhibierung der Blutplättchen-Aggregation, enthaltend als WirkstolTeme Vcrbmdung gemäß
Die Erfindung betrifft ω-{ Arylsulfonamido)-alkylamine, Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung
als Mittel zur Inhibierung der Blutplättchenaggregation. .
EssindbereiUeinige^ArylsulfommidoMkylam^
faktors untersucht wurden. Repräsentative bekannte Beispiele dieser Verbindung* asse »nd N-<5-Arn,noDcntv!»-n-tn!uo!suironamid
(Monotosylcadaverin) (Journal of Medicinal Chemistry, 1972, Bd. 15,^ Nr. 6,
S 674-675) und N-(5-Aminopentyl)-4-jodbenzolsulfonamid (Chemical Abstracts, bü.sü ι ν/η, ^ι.-.νγ.
91081 t) Weitere bekannte Verbindungen dieser Art weisen als Arylgruppe unsutst.tu.erles Phenyl p-UC.,,114
oder P-BrC6H4 auf (Chemical Abstracts, 1963, S. 334Ie). Es wurden ferner auch bereits unsubst.tuicrtc
„-(NaphtalinsulfonamidoJ-alkylamine hergestellt und als Inhibitoren des Fibrin-Stab.lis.erungsfuktors unlcr-
n. Suecica8, S.415-422, 1971).
"Diewir!^
chenaggregation wurden ebenfalls untersucht (Journal oiMedicinal Chemistry 1972, Bd 15, NrIS. ->»
> I
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß bei den bekannten Verbindungen die Wirksamkeit zur Inh.b.crung der
!^i αϊ?
pharmakologischer Wirksamkeit zur Verfügung zu stellen. .,,,,,,· , r„rm -ι
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch (y-(Arylsulfonamido)-alkylamine der I-ormU
R'-SO;NH(CH:)„R
wobei R eine Aminogruppe, R' eine Naphtylgruppe, welcne durch ein llalogcnalom substituiert ist, und „
eine ganze Zahl von 5-8 bedeutet, sowie deren Additionssalze mit Salzsaure.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können in an sich bekannter Weise erhallen werden durch Umsetzung
eines aliphatischen Diamins der Formel
R-(CH:)„NH;
wobei R eine Aminogruppe bedeutet, welche acyliert sein kann, und η die oben angegebene Bedeutung hai,
mit einem Arylsull'onylhalogenid der Formel
R'-SO; X
wobei R' die oben angegebene Bedeutung hat und X ein Halogenatom bedeutet und, falls erforderlich, durch
(ό nachfolgende Entfernung der die Aminogruppe schützenden Acylgruppe.
Ms Verbindungen der Formel (II) kann man Cadavcrin (1.5-Diaminopcntan). 1,6-Oiiim.nohcxan, 17-1).-)tan
oder I 8-Diaminooetan verwenden oder ein Diaminoalkan, dessen eine Aminogruppe durch cmc
,e geschützt ist ζ H durch eine Acclylgruppc. eine Phthaloylgruppe oder eine Cnrbobe.voxy^ruppe.
Als Arylsulfonylhalogenid der Formel (III) kommen z.B. S-Brom-l-naphthalinsulfonylchlorid, 5-Chlor-lnaphthalinsulfonylchlorid
in Frage.
Wenn man bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Verbindung der Formel (II) einsetzt, welche eine
Schulzgruppe trägt, so wird das Arylsulfonylhalogenid der Formel (ΙΠ) mit dem aliphatischen Diamin, vorzugsweise
in Gegenwart eines Lösungsmittels gemischt und umgesetzt. Das molare Verhältnis des Arylsulfonylhalogcnids
zum aliphatischen Diamin liegt vorzugsweise im Bereich von 0,5-5. Das Gewichtsverhältnis des
Lösungsmittels zum Arylsulfony !halogenid liegt vorzugsweise im Bereich von 1 -100. Die Reaktionstemperatur
kann im Bereich von. -100C bis zum Siedepunkt des Lösungsmittels gewählt werden.
Wenn ein Halogenwasserstoff abfangendes Mittel bei der Reaktion eingesetzt wird, so kann die Menge des idiphatischen
Diamins vorteilhafterweise gesenkt werden. Als Lösungsmittel für die Umsetzung kommen Wasser/
Aceton, Wasser/Äther oder Wasser/Halogenkohlenwasserstoff in Frage. Als Mittel zum Abfangen von Halogenwasserstoff
eignen sich organische oder anorganische alkalische Verbindungen wie Triäthylamin, Pyridin,
Alkalihydroxid oder Magnesiumoxid. Die erhaltenen Verbindungen sind in Wasser schwach löslich. Demgemäß
erhält man im wesentlichen reine Verbindungen durch aufeinanderfolgendes Waschen der organischen
Phusc mit einer verdünnten alkalischen Lösung, Wasser, einer verdünnten Säure und Wasser in dieser Reihenfolge
und durch Entfernung des Lösungsmittels oder indem man zunächst das Lösungsmittel entfernt und dann
den Rückstand in gleicher Weise wäscht. Sodann wird die Schutzgruppe in herkömmlicher Weise entfernt.
Wenn man das erfindungsgemäße Verfahren unter Einsatz einer Verbindung der Formel (II) ohne Schutzgruppe
durchführt, d. h. unter Einsatz eines Diaminoalkans, so wird das Arylsulfonylhalogenid der Formel (III)
mit dem Diannnoalkan, vorzugsweise in Gegenwart eines Lösungsmittels gemischt und umgesetzt. Das molare
Verhältnis des Aryisulfonylhaiogenids zum aliphatischen Diamin liegt vorzugsweise im Bereich von ! -30 und
speziell im Bereich von 2-10. Das Gewichtsverhältnis des Lösungsmitteis zum Arylsulfonylhalogenid liegt vorzugsweise
im Bereich von 2-200. Die Reaktionstemperatur kann im Bereich von - 100C bis zum Siedepunkt des
Lösungsmittels liegen. Als Lösungsmittel kommen Wasser, Alkanol, Wasser/Aceton, Dioxan und andere
Lösungsmittel für Diaminoalkane in Frage. Der durch Abtrennung des Lösungsmittels erhaltene Rückstand
wird in herkömmlicher Weise durch Abtrennung des Produkts aufgearbeitet.
Die Verbindungen der Formel (I), in denen R eine Aminogruppe ist, sind relativ schwer in Wasser löslich
(schwach löslich). Demgemäß können in Wasser lösliche Verunreinigungen durch Waschen mit Wasser entfernt
werden und das Produkt kann gereinigt und als Hydrochlorid abgetrennt werden. Wenn jedoch die Verbindung
der Formel (I) eine acylierte Aminogruppe als Gruppe R trägt (z.B. eine Phüialoimidogruppe), und durch
I lydrazinhydrat .ersetzt wird, so erhält man durch Deacylierung eine Verbindung mit einer freien Aminogruppe
als Gruppe R. Dabei ist es jedoch schwierig, das als Nebenprodukt gebildete 1,4-DiketophthaIazin nach obigem
Verfahren wirksam und vollständig zu entfernen. In diesem Fall ist es bevorzugt, das Produkt mit einem
Lösungsmittel, wie Chloroform ode-r 1,2-Dichloräthan, zu extrahieren. Die erfindungsgemäß eingesetzten Diuminoalkane
sind gewöhnlich in Wasser löslich. Somit kann ein Überschuß an Diaminoalkan nach der Reaktion
durch Waschen des Rückstandes, aus dem das Lösungsmitte! entfernt wurde, mit Wasser beseitigt werden. Das
als Nebenprodukt gebildete Bis-Acyl des Diaminoalkans ist in Wasser oder Methanol schwach löslich. Demge muß
kann dieses Nebenprodukt leicht durch Entfernung des Überschusses an Diaminoalkan durch Waschen mit
Wasser und nachfolgende Bildung des Hydrochloridsalzes und Abtrennung des gebildetes Prodt'.i's mit Wasser
oder Methanol entfernt werden.
Wenn Diaminoalkan als Ausgangsmaterial verwendet wird, so ist die Ausbeute niedrig im Vergleich zu dem
Fall einer Verwendung von Diaminoalkan mit einer Schutzgruppe. Diese Arbeitsweise ist jedoch vom Standpunkt
der Arbeitsweise und der Zugänglichkeit des Ausgangsmaterials vorteilhaft.
Die (y-(ArylsuIfonamido)-alkylamine können ferner dadurch hergestellt werden, daß man oHArylsulfonamido)-alkansüurcazide
der Formel
R'SOjNI 1(CHj)11CON,
durch Curtius-Umlagerung in das entsprechende Amin umwandelt. Die <y-(Arylsulfonamido)-alkansäureazide
können durch Umsetzung von <u-(ArylsuIfonamido)-alkansäure oder einem funktioneilen Derivat derselben mit
I lydrazin und salpetriger Säure oder Alkaliazid hergestellt werden. Die <a-(Ary!sulfonamido)-alkansäuren können
durch Umsetzung der entsprechenden Aminoalkansäure mit einem Arylsulfonylhalogenid hergestellt werden.
Die funktioneilen Derivate der «-(ArylsulfonamidoJ-alkansäuren können Anhydride, Ester oder Säurehalogcnidc
sein. Ester und Säurechloride sind bevorzugt.
Bei dem letzteren Verfahren wird die <y-(AryIsuIfonamido)-alkansäure oder das funktionell Derivat derselben
mit llydra/inhydrat in einem Lösungsmittel gemischt und umgesetzt. Als Lösungsmittel kommen Alkenole in
Frage, wie Äthanol. Das erhaltene Säurehydrazid wird mit salpetriger Säure vermischt und umgesetzt, wobei
man das ω-( A rylsullbnamidol-alkansüureazid erhält. Die Reaktion wird gewöhnlich unter Zugabe einer Lösung
von Natriumnitrit in Gegenwart einer Mineralsäure, wie Salzsäure, durchgeführt.
Das «-(Arylsulfonamido)-alkansäureazid kann ferner durch Umsetzung von (u-(Arylsulfonamido)-alkansäure
oder einem funktionellen Derivat derselben mit Thionylchlorid oder Phosphorpentachlorid und nachfolgende
Umsetzung des gebildeten Säurechlorids mit einem Alkaliazid, wie Natriumazid, hergestellt werden. Die
w-(Arylsulfonamido)-alkansiiureazide werden für die Curtius-Umlagerung ohne vorherige Isolierung verwendet,
da sie leicht zersetzt werden. Die Curtius-Umlagerung kann unter den üblichen Bedingungen durchgeführt
werden. Nach der Umlagerung wird das Produkt in Gegenwart von Säure hydrolysiert, wobei man das <u-(AryI-
ψ. .sullbnamidot-alkylamin erhält. Das Produkt kann in herkömmlicher Weise gereinigt werden.
\:': Hie Erfinder haben die pharmakologischen Wirkungen der erfindungsgemäßen Verbindung untersucht. Es
' wurde festgestellt, daß Verbindungen der Formel (1) eine Aggregation der Blutpliiltchen verhindern oder inhi-
bieren und sich somit als verhütende oder therapeutische Medikamente bei Thrombosen des I lirngeläßsystcms
oder des Herzgefäßsystems eignen.
Zur Untersuchung der die Aggregation der Blutplättchen verhindernden Wirkung der erfindungsgemäßen
Blutplättchen wurde ein an Blutplättchen angereichertes Plasma durch Zentrifugieren einer Mischung von
frischem menschlichen Blut und 3,8% Natriumeitrat in einem Verhältnis von 9 : 1 bereitet. Die Wirkungen der
Verbindungen auf eine durch Kollagen oder Adenosindiphosphat (ADP) oder Epinephrin oder Thrombin induzierte
Aggregation der Blutplättchen wurde untersucht. Die Aggregation der Blutplättchen wurde mittels eines
handelsüblichen Aggregometers getestet Dabei wird die Änderung der Lichtdurchlässigkeit gemessen. Die
Lichtdurchlässigkeit wächst proportional mit der Aggregation der Blutplättchen. Die Lichtdurchlässigkeit von
Blutplasma, aus dem die Blutplättchen durch Zentrifugenabscheidung abgetrennt wurden, wird mit 100 Teilchen
und die Lichtdurchlässigkeit des mit Blutplättchen angereicherten Plasmas wird mit 0 bezeichnet. Die
durch Aggregation erhöhte Lichtdurchlässigkeit wird als Aggregationsgrad (%) bezeichnet. Der relative Aggregationsgrad
(%) ergibt sich durch Dividieren des Aggregationsgrades durch den Aggregationsgrad einer Vergleichsprobe,
bei de·· die Inhibitorverbindung durch eine gepufferte isotonische Natriumchloridlösung ersetzt
wurde. Der Inhibitionsgrad (%) der Blutplättchenaggregation durch die jeweilige Verbindung wird durch Subtraktion
des relativen Aggregat!onsgrades von 100 erhalten.
Daseingesetzte Kollagenagens wird durch Dispergieren von 300 mg unlöslichen Kollagens in 15 ml einer isotonischen
Kochsalzlösung und Entfernung der groben Teilchen durch Zentrifugenabscheidung gewonnen.
Andererseits kann man eine ADP-Lösung dadurch erhalten, daß man ADP in einer isotonischen Kochsaizlösung bis zu 3,7 Χ 10"4M auflöst und die Lösung in gefrorenem Zustand hält und unmittelbar vor der Verwendung auftaut und mit der 8fachen Menge einer isotonischen Kochsalzlösung verdünnt. Ep-.^phrin wird durch Verdünnen einer Adrenalinlösung (1 m^/ml) mit der 20fachen Menge einer isotonischen Koch salzlösung hergestellt. Thrombin wird durch Auflösen von 500 Einheiten menschlichen Thrombins in 2 ml 50%igem Glycerin hergestellt. Die Lösung wird bei -200C gehalten und mit der20fachen Menge einer isotonischen Kochsalzlö-
Andererseits kann man eine ADP-Lösung dadurch erhalten, daß man ADP in einer isotonischen Kochsaizlösung bis zu 3,7 Χ 10"4M auflöst und die Lösung in gefrorenem Zustand hält und unmittelbar vor der Verwendung auftaut und mit der 8fachen Menge einer isotonischen Kochsalzlösung verdünnt. Ep-.^phrin wird durch Verdünnen einer Adrenalinlösung (1 m^/ml) mit der 20fachen Menge einer isotonischen Koch salzlösung hergestellt. Thrombin wird durch Auflösen von 500 Einheiten menschlichen Thrombins in 2 ml 50%igem Glycerin hergestellt. Die Lösung wird bei -200C gehalten und mit der20fachen Menge einer isotonischen Kochsalzlö-
25 sung verdünnt.
Die Ergebnisse der Untersuchung der Blutplättchen-Aggregation nach Induktion mit Kollagen sind in der
nachstehenden Tabelle zusammengestellt. Die Verbindungen (A)-(F) werden gemäß den nachstehenden Hcrstellungsbeispielen
erhalten.
30 Tabelle 1
Testbedingungen
Tesiverbindung
| Endkonzen | Aggre | RcI. | Inhi |
| tration | gations | Aggre | bitions |
| grad | gations | gnid | |
| grad |
(M)
| Kollagen 8 :J | Vergleich | 4,4 X 8,S-X |
ίο-' ίο-' |
92 |
| Zahl der Blutplättchen 33 x lOVmm3 |
Verbindung A | 4,4 x 8,9 x |
ΙΟ"5 ΙΟ"' |
68 0 |
| Verbindung B | 7,4 x 1,5 x 4,4 X |
ΙΟ"6 ΙΟ"' ΙΟ"' |
71 0 |
|
| Verbindung C | 7,4 X 1,5 x 4,4 X |
10"6 ΙΟ"' ΙΟ"' |
85 8 0 |
|
| Verbindung D | b\9x 8,9 X |
ίο-' ΙΟ"' |
92 14 0 |
|
| Verbindung E (Vergleich) Verbindung F (Vergleich) |
Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4 Vergleichsbeispiel 1 Vergleichsbeispiel 2 |
32 28 |
||
| Verbindung A Verbindung B Verbindung C Verbindung D Vergleichsverbindung E Vergleichsverbindung F |
100
74 0
77 0
92 9 0
100
15
35 30
26 100
23 100
91
100
85
100
65 70
Aus den llrgcbnisscn erkennt man klar, daß die Verbindungen C und D sich am besten zur Verhinderung der
Ululplällehen-Aggrcgation eignen. Bei einer Endkonzentration von 1,5 x IO 5M wird die durch Kollagen induzierte
lilulplütlehcn-Aggrcgation bis zu einem Grad von etwa 80-100% verhindern. Es wurde festgestellt, daß
der InhibilionsclTckt um so größer ist, je langer die Zeitdauer des Kontakts der Verbindung mit den Blutplättchen
ist und je kleiner die Zahl der Blutplättchen ist und je kleinerdie Menge des Kollagens ist. Die erfindungsgemäßen
Verbindungen zeigen die gleiche Inhibitionswirkung auf die Blutplättchen-Aggregation auch in den
lullen einer Aggregation durch Epinephrin oder Thrombin. Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind nicht
wirksam zur Verhinderung einer primären Aggregation durch ADP. Sie zeigen jedoch eine beträchtliche Wirksamkeit
zur Verhinderung einer sekundären Aggregation durch ADP. Es wird daher angenommen, daß die erfind'jngsgcmäßen
Verbindungen sich zur Verhinderung einer irreversiblen Aggregation, welche durch Umsetzung ι«
verschiedener Amino und Koagulationspromotoren unter morphologischer Änderung der Blutplättchen durch
die verschiedenen Stimulantien eignen.
Die Wirkung der crfindungsgemäßen Verbindungen und der Vergleichsverbindungen auf die Blutgefäße
wurde unter Verwendung einer isolierten Kaninchen-Aorta in Rocks-Lösung bei 37°C untersucht. Die isolierte
Kaninchen-Aorta ist in Gegenwart von 1 X 10 4 M dieser Verbindungen beträchtlich entspannt.
Experiment
Der EiinlluB der erfindungsgemäßen Verbindungen auf die Blutplättchen-Aggregation \on Kaninchen wird
durch Intravasation der Verbindungen untersucht.
(1) Wirkung der Verbindung B
Die Inlravasation von 100 ml einer Lösung von 2 mM der Verbindung B (mit Tris gepufferte isotonische Kochsalzlösung)
bei einem Kaninchen (3,5 kg Gewicht) wird allmählich durchgeführt. Vor und nach der Intravasation
wird das Blut in bestimmten Zeitabständen durch Cardiopunktur gammelt. Die Blutplättchen-Aggregation
wird nach der beschriebenen Methode untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 zusammengestellt.
.-u Tabelle 2
| Grad durch |
der Aggregation Kollagen |
Grad durch |
der Aggregation Adrenalin |
|
| ("·'..) | ("■>) | |||
| Vor der Intravasation | 64,2 | 70,6 | ||
| Nach der Intravasation I h 3 h 24 h |
46 71 83 |
0 0 80,9 |
Die Intravasation von 12 ml einer Lösung von 2 mM der Verbindung B bei einem Kaninchen (3,5 kg Gewicht)
wird durchgcfuhrt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 zusammengestellt.
(2) Wirkung der Verbindung D
Die intravasation von 6 mi einer Lösung von 5 mM der Verbindung D wird bei einem Kaninchen (4,3 kg Ge- t-<
wicht) durchgeführt. Vor und nach der Intravasation wird das Blut mit einem in die Schenkelarterie eingeführten
Katheder entnommen. Die Blutplättchen-Aggregation wird nach der beschriebenen Methode untersucht. Die
Krucbnisse sind in Tabelle 4 zusammengestellt.
| Tabelle 3 | Grad | der Aggregation |
| durch | Kollagen | |
| 69 | ||
| Vor der Intravasation | ||
| Nach der Intravasation | 0 | |
| 2h | 60 | |
| 4h | 68 | |
| 24 h | ||
Grad der Aggregation
durch Kollagen
durch Kollagen
Ci'..)
| Vor der Intravasation | 64,4 |
| Nach der Intravasation | |
| 30 min | 54,4 |
| 1 h | 46,6 |
| 2h | 37,6 |
| 4h | 0 |
| 5 h | 0 |
| 6h | 25 |
| 24 h | 70 |
Herstellung von Ausgangsverbindungen
a) S-Phthaliniidopentylaminhydrochlorid
32 g f-Phthalimidocapronsäure werden mit 80 ml Thionylchlorid vermischt, und die Mischung wird hei Zimmertemperatur
etwa 1 h stehengelassen, bis die Entwicklung von Chlorwasserstoff^ beendet ist. Danach wird
die Mischung wahrend 1 h am Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Produkt eingeengt und getrocknet,
und der Rückstand wird mit η-Hexan gewaschen und dann in 100 ml Aceton aufgelöst. Die Lösung wird
tropfenweise zu einer Lösung von 18 g Natriumazid in 50 ml Wasser bei 10°C gegeben, wobei die Reaktionstemperatur
auf 10-15° C gehalten wird. Nach der Zugabe wird die obere Phase des zweiphasigen Reaktionsproduktes
abgetrennt. Die obere flüssige Phase wird tropfenweise zu 100 ml von auf 60°C erhitztem Benzol gegeben,
.ίο und die Mischung wird während 2 h auf 60°C gehalten, bis die Entwicklung von Stickstoffgas beendet ist. Die
Mischung wird auf etwa '/.-· des Volumens unter vermindertem Druck eingeengt, und 100 ml 2 N-IICI werden
hinzugegeben. Die wäßrige Phase wird abgetrennt, eingeengt und getrocknet. Der Rückstand wird aus Äthanol
umkristallisiert, wobei man 21,6 g der nachstehenden Verbindung in Form farbloser flockiger Kristalle mit
einem Schmelzpunkt von 211 —2t30C (Ausbeute 66%) erhält.
Elemeniar-Analyse: Ο-.Η,-Ν,Οα
berechnet: C 58.09; H 6,38; N 10,43;
berechnet: C 58.09; H 6,38; N 10,43;
gefunden: C 58,62: H 6,44; N 10,45.
b) Herstellung von 6-Acetamidohexylamin
50,1 g 1,6-Diaminohexan werden mit 20 ml Wasser vermischt sowie mit 13,2 g Äthylacetat, wobei eine
Lösung gebildet wird. Die Lösung wird bei Zimmertempe.aturwährend 2 Tagen stehengelassen, und dann werden
Wasser und Äthanol abdestilliert. Der Rückstand wird unter vermindertem Druck destilliert. Wenn 30 g des
1,6-Diaminohexans als Fraktion mit einem Siedepunkt von 82-840C 16 mbar(12 mmHg) abdcstillicrt sind,
erhält man 14,9 g 6-Acetamidohexylamin als Fraktion mit einem Siedepunkt von 17O-175°C 9,33 mbar
(7 mmHg) (Ausbeute 65,8%).
M) Das Hydrochlorid dieses Produkts liegt in Form von farblosen nadelartigen Kristallen mit einem Schmelzpunkt
von 142-I43°C vor (umkristallisiert aus Äthanol).
CH-.CONH(CH:)„NH: · HCI
Elementar-Analyse: CsH,gN,OCI
berechnet: C 49,35: H 9.84; N 14,39;
gefunden: C 49,18: H 10.05; N 14,38.
gefunden: C 49,18: H 10.05; N 14,38.
Beispiele
Beispiel I
Beispiel I
•I.S μ .vl'liilKilimidoponlyliiminhydrochlorid werden in einer Lösung von 3,3 g Natriumbicarbonat in 20 ml
Wasser .suspendiert, und die Mischung wird bei Zimmertemperatur während 5 min gerührt, und dann gibt man
50 ml Chloroform hinzu. 100 ml Chloroformlösung von 5 g 5- Brom-l-naphthalinsulfonylchlorid werden unter
K till run /u der Lösung gugeben, und das ganze wird bei Zimmertemperatur während 1,5 h umgesetzt. Die ChIorolormhase
wird abgetrennt und der Reihe nach mit einer wäßrigen Lösung von Natriumbicarbonat, Wasser,
verdünnter Salzsäure und Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat getrocknet. Dann wird das Chloroform abdestilliert.
Der Rückstand wird aus Chloroform/Äthanol und danach aus der 200fachen Menge Äthanol umkrislallisierl,
wobei man 7,9 g der nachstehenden Verbindung in Form gelber prismatischer Kristalle mit einem
Schmelzpunkt von 157-158° C (Ausbeute 96"/,,) erhält.
2(1
SO2NH(CH2J5-N
Flcmenlar-Analyse: CmIImOiN.SBr
berechnet: C 55,09; 114,22; N 5,59;
gefunden: C 55,19; 114,04; N 5,61.
gefunden: C 55,19; 114,04; N 5,61.
5 g des erhaltenen N-(5'-Phlalimidopentyl)-5-brom-l-naphthalinsulfonamids werden zu 50 ml Äthanol gege- Mt
ben und unler Krwärmenaufdcm heißen Wasserbad während etwa 20 min aufgelöst. 1 ml 100"/.. Hydrazinhydrat
werden zu der Lösung gegeben, und die Mischung wird am Rückfluß während 1,5 h erhitzt und dann eingeengt
und getrocknet. 15 ml 2N-I ICl werden zu dem Rückstand gegeben, und die Mischung wird auf einem siedenden
Wasserbad während 30 min erhitzt. Die unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert und mit heißem Wasser
gewaschen. Die Mutterlauge und die Waschflüssigkeit werden vermischt und mit einer konzentrierten Ammoniaklösung
als alkalischer Lösung versetzt. Danach erfolgt eine Extraktion mit Chloroform, und die Chloroform-Iäsung
wird über Natriumsulfat getrocknet. Das Chloroform wird abdestilliert, und der Rückstand wird mit
0,7 ml 2 N-I ICl vermischt und unter Erwärmen aufgelöst. Die Lösung wird eingeengt und getrocknet. Der Rückstand
wird aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 3,5 g der nachstehenden Verbindung in Form farbloser Kristalle
mit einem Schmelzpunkt von 216-217°C (Ausbeute 80%).
SO2NH(CH2)5NH2HC1
Hlenienlar-Analysc: C,UUNiChSBrCI 5u
berechnet: C 44,18; H 4,94; N 6,87;
gefunden: C 44,09: 114,79; N 6,85.
gefunden: C 44,09: 114,79; N 6,85.
B e i s ρ i e I 2
13,5 g S-Phlhalimidopentylaminhydrochlorid werden zu 71 ml einer wäßrigen Lösung von 8,1 g Natriumbicarhonal
unter Rühren gegeben, wobei eine Lösung gebildet wird. 71ml Aceton und 130 ml einer Acetonlösung
von 11,8 g S-Chlor-l-naphlhalinsulfonylchlorid werden der Reihe nach zu dieser Lösung unter Rühren gegeben,
und das ganze wird bei Zimmertemperatur während 1 h umgesetzt. Die Mischung wird unter Rühren auf 500C f>o
erhitzt und dann aufZimmertemperatur abgekühlt. Die Reaktionsmischung wird in etwa 500 ml Wasser gegossen.
Die unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert und der Reihe nach mit 0,2N-HCl und Wasser gewaschen
und dann an Luft getrocknet und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 19,6 g der nachstehenden Verbindung
in Form farbloser prismatischer Kristalle mit einem Schmeizpunkt von 143-145°C (Ausbeute 95,6%).
III 15 2(1
Vl
SO2NH(CH2)S-N
Elementar-Analysc: C-.H^1O4N.SCl
berechnet: C 60,45: H 4,63;
gefunden: C 60,52; H 4,44;
berechnet: C 60,45: H 4,63;
gefunden: C 60,52; H 4,44;
N 6,13;
N 6,03.
N 6,03.
18,5 g des erhaltenen N-(5'-Phtalimidopentyl)-5-chlor-l-naphthalinsulfonamids werden in 1ίΙ5 ml heißem
Äihanul aufgelöst, und 6,1 g 100% Mydrazmhydrat werden hinzugegeben. Die Mischung wird während 2 h am
Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wird der Niederschlag abfiltriert und mit Äthanol gewaschen und in
Chloroform aufgelöst Hin f'hlnrnformlösung wird der Reihe nach mit 5"Ό NaOlI und Wasser gewaschen und
dann mit Natriumsulfat getrocknet. Dann wird das Chloroform abdestilliert. Der Rückstand wird in Methanol
aufgelö'..;·, und konzentrierte Salzsäure .vird zur Einstellung des pH auf 2 hinzugegeben. Das Lösungsmittel wird
abdestilliert. Das Produkt wird aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 11,2 g der nachstehenden Verbindung in
Form farbloser flockiger Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 210-2110C (Ausbeute 76,2%).
SO2NH(CH2)5NH2HC1
Elementar-Analysc: ChH111N1OiSCIi
berechnet: C 49,59;" H 5.55;
gefunden: C 49,76: H 5.54;
berechnet: C 49,59;" H 5.55;
gefunden: C 49,76: H 5.54;
N 7,71;
N 7,67.
N 7,67.
Vergleichsbeispiel 1
-»ο 20 ml Äthyläther werden zu 24 ml einer wäßrigen Lösung von 4,76 g 6-Acetamidohexylamin gegeben. 6,X g
ff-N'aphthalinsulfonylchlorid und 4 ml 7,5N-NaOH werden alternierend nach und nach unter Rühren /u der
Mischung gegeben. Die Mischung wird bei Zimmertemperatur während 3 h gerührt. Das Reaktionsprodukt
wird mit Chloroform extrahiert, und die Chloroformlösung wird mit Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat
getrocknet. Das Chloroform wird abdestilliert, wobei man einen öligen Rückstand erhält. Der ölige R :-:ksland
wird in 50 ml Äthanol aufgelöst und zu 120 ml einer 10%igen wäßrigen Lösung von Natriumhydroxid gegeben.
Die Mischung wird während 8 h am Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen gibt man konzentrierte Salzsäure
hinzu, um den pFI auf 1 einzustellen. Die Mischung wird unter vermindertem Druck eingeengt und getrocknet.
Der Rückstand wird mit Methanol vermischt, und die unlöslichen anorganischen Bestandteile werden abfiltriert.
Dann wird das Methanol abdcstüliert, und das Produkt wird aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 5.7 g
der nachstehenden Verbindung in Form farbloser nadelartiger Kristalle mit einem Schmel/punkl von
158-1600C (Ausbeute 55,5"·,.).
(lO
SO2NH(CHj)6NH2- HCl
Elementar-Analyse: C,hH-;O,N>SCl
berechnet: C 56.05:" H 6,76; N 8,17;
gefunden: C 56,15: H 6,69; N 8,15.
gefunden: C 56,15: H 6,69; N 8,15.
65
Vergleichsbeispiel 2
Das Verfahren gemäß Vergleichsbeispiel 1 wird wiederholt, wobei man 6,8 g //-Naphihaiinsuilonylchiorid
anstelle des ff-Naphthalinsulfonylchlorids einsetzt. Man erhält 5,2 g der nachstehenden Verbindung in Form
farhloser nadeiartiger Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 156—157°C (Ausbeute 51%).
SO2NH(CHj)6NH2-HCI
Hlementar-Analyse: C16H^N1O2SCI
berechnet: C 56,05:" H 6,76; N 8,17;
gefunden: C 56,08; H 6,79; N 8,23.
gefunden: C 56,08; H 6,79; N 8,23.
ίο Beispiel 3
6.97 g 1,6-Diaminohexan werden in 80 ml Dioxan aufgelöst, und 3,05 g 5-Brom-l-naphthaIinsulfonylchloridnulver
werden unter heftigem Rühren bei Zimmertemperatur zu der Lösung gegeben, wobei eine Aufschlämmung
gebildet wird. Die Aufschlämmung wird während 1 h gerührt und während 30 min über einem siedenden
Wasserbad erhitzt und dann unter vermindertem Druck getrocknet. Der Rückstand wird mit Wasser vermischt,
und die unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert und an Luft getrocknet. Das Produkt wird mit 200 ml Methanol
vermischt, und die Mischung wird erhitzt, und das unlösliche Bis-Acyl wird abfiltriert. Konzentrierte Salzsäure
wird zu der Mutterlauge gegeben, um den pH auf 2 einzustellen. Das Lösungsmittel wird abdestilliert, und
der Rückstand wird aus Äthanol umkristallisiert, wobei man 1,98 g der nachstehenden Verbindung in Form färbloser
bluttcheriformi^er Kristsüe mit einem Schmelzpunkt von 228—229°C 'Ausbeute 47%* erhält
SO2NH(CHj)6NH2-HCI '
Elcmentar-Analyse: Ci11H11N1O1SCIBr
berechnet: C 45,56: H 5,26; N 6,64;
gerunden: C 45,56; H 5,22; N 6,68.
gerunden: C 45,56; H 5,22; N 6,68.
Das Verfahren gemäß Beispiel 3 wird wiederholt, wobei man 2,61 g 5-Chlor-l-naphthalinsulfonylchlorid
anstelle von S-Brom-l-naphthalinsuIfonylchlorid einsetzt. Man erhält 2,3 g der nachstehenden Verbindung in
l-'orm farbloser nadclartiger Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 2I9°C (Ausbeute 61%). -to
■15
SO2NH(CHj)6NH2-HCl
FJemcnlar-Analyse: Ci11H1-N-O1CI1
berechnet: C 50,92: H 5,88; N 7,43;
gefunden: C 51,02; H 5,83; N 7,43.
gefunden: C 51,02; H 5,83; N 7,43.
2 g 1,7-Diaminoheptan werden in 70 ml Dioxan aufgelöst, und 0,8 g 5-Brom-1 -naphthalinsulfonylchlorid werden
unter heftigem Rühren zu der Lösung gegeben. Die Mischung wird bei Zimmertemperatur während 1 h
gerührt und während 30 min auf einem siedenden Wasserbad erhitzt und umgesetzt. Das Lösungsmittel wird
ahdcstillicrt, und Wasser wird zu dem Rückstand gegeben, und die unlöslichen Bestandteile werden abfiltriert, M)
mit Wasser gewaschen und in Methanol aufgelöst. Das unlösliche Bis-Acyl wird abfiltriert. Zu der Mutterlauge
gibt man konzentrierte Salzsäure, um den pH auf 2 einzustellen. Die Lösung wird eingeengt und getrocknet. Der
Rückstand wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und aus Äthanol umkristallisiert, wobei man 0,8 g der nachstehenden
Verbindung in Form farbloser blätichenartiger Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 208-21O0C
(Ausbeute 70,2%) erhält. (»5
-HCl
Elementar-Analyse: C17H74N1O, - SBrCl
berechnet: C 46,85; H 5,55; N 6,43;
berechnet: C 46,85; H 5,55; N 6,43;
gefunden: C 46,75; H 5,51; N 6,39.
3,7 g 1,8-Diamino-octan werden in 100 ml Dioxan aufgelöst, und 1,55 g 5-Brom-l-naphthalinsulfonylchloridpulver
werden unter heftigem Rühren bei Zimmertemperatur zu der Lösung gegeben, wobei eine Aufschlämmung
gebildet wird. Die Aufschlämmung wird während 1 h gerührt und während 30 min auf einem sV.-lcnden
Wasserbad erhitzt und eingeengt und getrocknet. Der Rückstand wird mit Wasser vermischt, und die unlöslichen
Bestandteile werden abflltriert und mit Wasser gewaschen und an Luft getrocknet. Das Produkt wird mit
200 ml Methanol vermischt, und die Mischung wird während 30 min am Rückfluß erhitzt. Das unlösliche Bis-Acyl
wird in der Hitze abflltriert. Die Mutterlauge wird mit Aktivkohle behandelt, und 2N-HCI wird zu der
Lösung gegeben, um den pH auf 2 einzustellen. Die Mischung wird eingeengt und getrocknet. Der Rückstand
wird aus Äthanol umkristallisiert, wobei man 1,5 g der nachstehenden Verbindung in Form farbloser blättchcniormiger
Kristalle mit einem Schmelzpunkt von 216-217°C erhält (Ausbeute 66%).
SO2NH(CH2)JNH2-HCl
Elementar-Analyse: C|SH,„O>N,BrCI
berechnet: C 48,06; H 5,83; N £.23;
gefunden: C 48,09; H 5,86; N 6,21.
gefunden: C 48,09; H 5,86; N 6,21.
Claims (2)
- Patentansprüche:
1. (B-(ArylsuIfonamido)-alkylamine der Formel (I)R'-SO2NH(CHj)„R Ü)wobei R eine Aminogruppe, R' eine Naphtylgruppe, welche durch ein Halogenatom substituiert ist, und // eine ganze Zahl von 5-8 bedeutet, sowie deren Additionssalze mit Salzsaure. - 2 Verfahren zur Herstellung eines ö-(Arylsulfonamido)-aIkylamins nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichneu daß man in an sich bekannter Weise ein aliphatisches Diamin der Formel (II)
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