DE2654890C2 - - Google Patents
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D231/00—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
- C07D231/02—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
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- C07D249/02—Heterocyclic compounds containing five-membered rings having three nitrogen atoms as the only ring hetero atoms not condensed with other rings
- C07D249/08—1,2,4-Triazoles; Hydrogenated 1,2,4-triazoles
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Description
Die Erfindung betrifft 1,2,4-Triazolderivate, diese
Derivate enthaltende fungizide Zusammensetzungen und die
Verwendung dieser Derivate zur Regulierung des Pflanzenwachstums.
Die Erfindung betrifft Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
in der
R¹ und R², die gleich oder verschieden sein können, für Wasserstoff oder einen C1-8-Kohlenwasserstoffrest stehen, wobei dann, wenn er ein Phenylrest oder ein Benzylrest ist, der Phenylring durch Halogen, C1-4-Alkyl oder Phenyl substituiert sein kann,
Y für Halogen steht, und
n 0, 1 oder 2 ist, wobei die einzelnen Gruppen Y gleich oder verschieden sind, wenn n größer als 1 ist, mit der Maßgabe, daß R¹ und R² nicht beide gleichzeitig Wasserstoff sein können und daß dann, wenn R² Wasserstoff ist, R¹ keine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, keine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und keine Phenylgruppe sein kann, die gegebenenfalls 1- oder 2fach durch Halogen substituiert sein kann, oder ein Salz oder ein Metallkomplex dieser Verbindung.
R¹ und R², die gleich oder verschieden sein können, für Wasserstoff oder einen C1-8-Kohlenwasserstoffrest stehen, wobei dann, wenn er ein Phenylrest oder ein Benzylrest ist, der Phenylring durch Halogen, C1-4-Alkyl oder Phenyl substituiert sein kann,
Y für Halogen steht, und
n 0, 1 oder 2 ist, wobei die einzelnen Gruppen Y gleich oder verschieden sind, wenn n größer als 1 ist, mit der Maßgabe, daß R¹ und R² nicht beide gleichzeitig Wasserstoff sein können und daß dann, wenn R² Wasserstoff ist, R¹ keine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, keine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und keine Phenylgruppe sein kann, die gegebenenfalls 1- oder 2fach durch Halogen substituiert sein kann, oder ein Salz oder ein Metallkomplex dieser Verbindung.
Das Halogen kann Fluor, Chlor, Brom oder Jod sein.
Die Verbindungen können chirale Zentren enthalten;
sie werden im allgemeinen in Form von razemischen Gemischen
erhalten. Diese und andere Gemische können
jedoch nach bekannten Methoden in die einzelnen Isomeren
aufgetrennt werden. Der C1-8-Kohlenwasserstoffrest kann
gesättigt oder ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig
sein und er kann einen einzigen Ring oder einen Vielring
darstellen. Beispiele für derartige Kohlenwasserstoffreste
sind Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Aryl, Araryl
und Alkaryl. Konkrete Beispiele für Kohlenwasserstoffreste
sind Methyl, Ethyl, Propyl (n- oder i-Propyl), Butyl
(n-, i- oder t-Butyl), Amyl (z. B. Isobutyl), Hexyl (z. B.
3,3-Dimethylbutyl), Heptyl, Allyl, Propinyl (z. B. Propargyl),
Phenyl, Tolyl, Chlorphenyl, Benzyl, α-(Methyl- oder Phenyl)-
benzyl, α-Methyl-4-chlorbenzyl, Chlorbenzyl (z. B. 2- oder
4-Chlorbenzyl oder 3,4- oder 2,4-Dichlorbenzyl, Fluorbenzyl
(z. B. 2-, 3- oder 4-Fluorbenzyl) oder p-Phenylbenzyl.
Y ist vorzugsweise Fluor oder Chlor. Wenn n 1 ist, dann befindet
sich Y vorzugsweise in 4-Stellung.
Geeignete Salze der erfindungsgemäßen Verbindungen sind solche
mit organischen oder anorganischen Säuren, z. B. Salzsäure,
Schwefelsäure, Salpetersäure, Essigsäure oder Oxalsäure. Geeignete
Metallkomplexe sind z. B. solche mit Kupfer, Zink, Mangan
und Eisen.
Beispiele für erfindungsgemäße Verbindungen der allgemeinen
Formel I sind der neuen Tabelle I wiedergegeben.
Diejenigen erfindungsgemäßen Verbindungen, bei denen R² für Wasserstoff
steht, können in der Weise hergestellt werden, daß man
ein Keton der allgemeinen Formel II:
in der R¹, Y und n die oben angegebenen Bedeutungen haben, oder
ein Salz davon mit einem Metallhydrid-Reduktionsmittel (z. B. Lithiumaluminiumhydrid
oder Natriumborhydrid) in einem inerten Lösungsmittel
reduziert. Gewünschtenfalls kann eine katalytische
Hydrierung unter Verwendung eines geeigneten Metallkatalysators
angewendet werden.
Wie bereits in der obigen Tabelle I zum Ausdruck gebracht wurde,
werden die erfindungsgemäßen Verbindungen manchmal in Form eines
einzigen Diastereoisomeren und manchmal in Form eines Isomerengemisches
(z. B. eines Gemisches von zwei Diastereoisomeren) erhalten.
Ob ein einziges Isomeres oder ein Gemisch von Isomeren
erhalten wird, hängt anscheinend von der Natur des verwendeten
Reduktionsmittels ab. Wenn R¹ für Alkyl steht, dann liefert Lithiumaluminiumhydrid
ein einziges Isomeres, während Natriumborhydrid
das Gemisch ergibt.
Die Reduktion kann in der Weise durchgeführt werden, daß man die
Reaktionskomponenten in einem Lösungsmittel, wie Diäthyläther
oder Tetrahydrofuran (für eine Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid)
oder Wasser (für eine Reduktion mit Natriumborhydrid),
auflöst. Die Reaktionstemperatur hängt von den Reaktionskomponenten
und dem Lösungsmittel ab, doch wird im allgemeinen das
Reaktionsgemisch am Rückfluß erhitzt. Nach der Reaktion kann das
Produkt durch Extraktion in einem geeigneten Lösungsmittel nach
Ansäuern mit verdünnter Mineralsäure isoliert werden. Nach Entfernung
des Lösungsmittels im Vakuum kann das Produkt aus einem
geeigneten Lösungsmittel kristallisiert werden.
Diejenigen Verbindungen der allgemeinen Formel I, bei denen R²
für einen C1-8-Kohlenwasserstoffrest steht, oder die Salze davon können in der Weise
hergestellt werden, daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel
II oder ein Salz davon mit einem entsprechenden Grignard-
Reagens, z. B. einem Alkylmagnesiumhalogenid, wie Methylmagnesiumbromid
oder -jodid, umsetzt. Diese Reaktion kann nach bekannten
Methoden durchgeführt werden.
Die Ausgangsverbindungen der allgemeinen Formel II können in
der Weise hergestellt werden, daß man 1,2,4-Triazol oder ein
Salz davon mit einem α-Halogenketon der allgemeinen Formel III:
in der X für Halogen, vorzugsweise Brom oder Chlor, steht und R¹,
Y und n die oben angegebenen Bedeutungen haben, umsetzt. Dieses
Verfahren kann man in der Weise durchführen, daß man die Reaktionskomponenten
miteinander in Abwesenheit eines Lösungsmittels
oder Verdünnungsmittels erhitzt, doch arbeitet man vorzugsweise
in Anwesenheit eines Lösungsmittels.
Geeignete Lösungsmittel sind hydroxylgruppenfreie Lösungsmittel,
wie Acetonitril, Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Sulfolan
und Tetrahydrofuran. Hydroxylierte Lösungsmittel, wie z. B. Methanol
und Äthanol, können unter bestimmten Umständen verwendet
werden, wenn die Anwesenheit der Hydroxylgruppe die Reaktion
nicht stört. Dieses Verfahren kann in Gegenwart einer Base, wie
z. B. von Natriumhydrid, Natriumäthoxid, überschüssigem Triazol
oder eines Alkalimetallcarbonats (z. B. Kaliumcarbonat) durchgeführt
werden. Die Reaktionstemperatur hängt von der Auswahl der
Reaktionskomponenten, der Lösungsmittel und der Base ab, doch
wird im allgemeinen das Reaktionsgemisch unter Rückfluß erhitzt.
Das Verfahren besteht im allgemeinen darin, daß man die Reaktionskomponenten
in einem Lösungsmittel auflöst und sodann das
Produkt durch Entfernung des Reaktionslösungsmittels im Vakuum
isoliert. Nicht-umgesetztes Triazol kann in der Weise entfernt
werden, daß man das Produkt mit einem geeigneten Lösungsmittel
extrahiert und sodann mit Wasser wäscht. Gewünschtenfalls kann
auch eine Kristallisation oder eine andere Reinigung durchgeführt
werden.
Die α-Halogenketone können nach bekannten Methoden hergestellt
werden.
Die Verbindungen stellen wirksame Fungizide, insbesondere gegen
die folgenden Krankheiten dar:
Piricularia oryzae auf Reis, Puccinia recondita, Puccinia Striiformis und andere Rostkrankheiten auf Weizen, Puccinia hordei, Puccinia striiformis und andere Rostkrankheiten auf Gerste und Rostkrankheiten auf anderen Wirtspflanzen, z. B. Kaffee, Äpfel, Pflanzen und Zierpflanzen, Erysiphe graminis (Pulvermehltau) auf Gerste und Weizen und andere Pulvermehltaukrankheiten auf verschiedenen Wirtspflanzen, wie z. B. Sphaerotheca fuliginea auf Kürbisgewächsen (z. B. Gurken), Podophaera leucotricha auf Äpfeln und Uncinula necator auf Rebstöcken, Venturia inaequalis (Schorf) auf Äpfeln, Botrytis cinerea (Grauschimmel) auf Tomaten, Erdbeeren, Rebstöcken und anderen Wirtspflanzen.
Piricularia oryzae auf Reis, Puccinia recondita, Puccinia Striiformis und andere Rostkrankheiten auf Weizen, Puccinia hordei, Puccinia striiformis und andere Rostkrankheiten auf Gerste und Rostkrankheiten auf anderen Wirtspflanzen, z. B. Kaffee, Äpfel, Pflanzen und Zierpflanzen, Erysiphe graminis (Pulvermehltau) auf Gerste und Weizen und andere Pulvermehltaukrankheiten auf verschiedenen Wirtspflanzen, wie z. B. Sphaerotheca fuliginea auf Kürbisgewächsen (z. B. Gurken), Podophaera leucotricha auf Äpfeln und Uncinula necator auf Rebstöcken, Venturia inaequalis (Schorf) auf Äpfeln, Botrytis cinerea (Grauschimmel) auf Tomaten, Erdbeeren, Rebstöcken und anderen Wirtspflanzen.
Einige der Verbindungen haben auch einen breiten Aktivitätsbereich
gegen Pilze in vitro gezeigt. Weiterhin sind einige der
Verbindungen als Samen- bzw. Sämlingszubereitungen gegen Fusarium
spp., Septoria spp., Tilletia spp., Ustilago spp. und Pyrenophora
spp. auf Getreidepflanzen aktiv.
Die Verbindungen haben auch bestimmte pflanzenwachstumsregulierende
Aktivitäten (insbesondere einen hemmenden Effekt auf das
vegetative Wachstum von mono- und dikeimblättrigen Pflanzen) und
antibakterielle und antivirale Aktivitäten sowie eine herbizide
Aktivität.
Die Verbindungen können als solche für fungizide Zwecke verwendet
werden, jedoch werden sie zweckmäßigerweise für einen solchen
Gebrauch zu fungiziden Zusammensetzungen formuliert.
Man verwendet die Verbindungen bzw. die Zusammensetzungen zum Bekämpfen
von Pilzkrankheiten bei Pflanzen,
indem man auf die Pflanze, den Samen
bzw. Sämling der Pflanze oder den Standort der Pflanze oder
des Samens bzw. Sämlings eine wie hierin definierte Verbindung
oder ein Salz oder einen Komplex davon aufbringt.
Die Verbindungen können auf eine Vielzahl von Wegen zur Bekämpfung
von Pflanzenpilzen und zur Behandlung von Pflanzen oder Samen
bzw. Sämlingen verwendet werden. So können sie z. B., formuliert
oder nicht-formuliert, direkt auf das Laubwerk einer Pflanze
aufgebracht werden, die infiziert ist oder infiziert werden
kann. Sie können auch auf Büsche und Bäume, auf Samen bzw. Sämlinge
oder auf ein anderes Medium, in dem Pflanzen, Büsche oder
Bäume wachsen oder eingepflanzt werden sollen, aufgebracht werden.
Weiterhin können sie aufgesprüht, aufgestäubt oder als cremige
oder pastenförmige Zubereitung aufgebracht werden. Die Aufbringung
kann auf jeden beliebigen Teil der Pflanze, des Busches
oder des Baums geschehen, z. B. auf das Laubwerk, die Stengel,
die Zweige oder Wurzeln, oder auf die Erde, die die Wurzeln
umgibt, oder auf den Samen bzw. Sämling vor dessen Einpflanzung.
Die hierin verwendete Bezeichnung "Pflanze" soll Sämlinge, Büsche
und Bäume einschließen. Das erfindungsgemäße Verfahren umfaßt
eine verhütende, schützende, prophylaktische und auslöschende
Behandlung.
Die Verbindungen werden vorzugsweise für Landwirtschafts- und
Gartenbauzwecke in Form eines Mittels bzw. einer Zusammensetzung
verwendet. Die im Einzelfall verwendete Art der Zusammensetzung
hängt von dem speziellen Verwendungszweck ab.
Die Mittel können in Form von verstäubbaren Pulvern oder von Granulaten
vorliegen, die den Wirkstoff und ein Verdünnungsmittel
oder einen Träger, z. B. Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Dolomit, Calciumcarbonat,
Talk, gepulvertes Magnesiumoxid, Fuller's Erde,
Gips, Hewitt's Erde, Diatomeenerde und Kaolin, enthalten. Zusammensetzungen
zum Behandeln von Samen bzw. Sämlingen können
beispielsweise ein Mittel (wie ein Mineralöl) enthalten, um das
Anhaften der Zusammensetzung an dem Samen bzw. dem Sämling zu
unterstützen.
Die Mittel bzw. Zusammensetzungen können auch in Form von dispergierbaren
Pulvern oder Granulaten vorliegen, die ein Befeuchtungsmittel
enthalten, um die Dispergierung des Pulvers
oder des Granulats in Flüssigkeiten, die auch Füllstoffe und
Suspendierungsmittel enthalten können, zu erleichtern.
Die wäßrigen Dispersionen oder Emulsionen können in der Weise
hergestellt werden, daß man den Wirkstoff bzw. die Wirkstoffe
in einem organischen Lösungsmittel auflöst, das gegebenenfalls
ein Befeuchtungs-, Dispergierungs- oder Emulgierungsmittel enthält,
und daß man sodann das Gemisch zu Wasser gibt, das ebenfalls
ein Befeuchtungs-, Dispergierungs- oder Emulgierungsmittel
enthalten kann. Geeignete organische Lösungsmittel sind z. B.
Äthylendichlorid, Isopropylalkohol, Propylenglykol, Diacetonalkohol,
Toluol, Kerosin, Methylnaphthalin, die Xylole und Trichloräthylen.
Die Mittel bzw. Zusammensetzungen, die als Sprühzubereitungen
verwendet werden, können auch in Form von Aerosolen vorliegen,
wobei die Zubereitung unter Druck in Gegenwart eines Treibmittels,
z. B. Fluortrichlormethan oder Dichlordifluormethan, in
einem Behälter gehalten wird.
Durch Zusatz geeigneter Additive, z. B. von Additiven zur Verbesserung
der Verteilung, der Haftfähigkeit und der Beständigkeit
gegenüber Regen auf behandelten Oberflächen, können die
verschiedenen Mittel bzw. Zusammensetzungen für verschiedene
Anwendungszwecke besser angepaßt werden.
Die Verbindungen können als Gemische mit Düngemitteln (z. B.
Stickstoff oder Phosphor enthaltenden Düngemitteln) verwendet
werden. Mittel bzw. Zusammensetzungen, die nur Körner des Düngemittels
enthalten, welche die Verbindung einschließen, z. B.
damit beschichtet sind, werden bevorzugt.
Die Mittel bzw. Zusammensetzungen können auch in Form von flüssigen
Zubereitungen zur Verwendung als Tauchmittel oder Spritzmittel
vorliegen, die im allgemeinen wäßrige Dispersionen oder
Emulsionen darstellen, wie den Wirkstoff in Gegenwart von einem
oder mehreren Befeuchtungsmitteln, Dispergierungsmitteln, Emulgierungsmitteln
oder Suspendierungsmitteln enthalten. Diese Mittel
können kationische, anionische oder nicht-ionogene Mittel
sein. Geeignete kationische Mittel sind z. B. quaternäre Ammoniumverbindungen,
wie Cetyltrimethylammoniumbromid.
Geeignete anionische Mittel sind Seifen, Salze von aliphatischen
Monoestern der Schwefelsäure (z. B. Natriumlaurylsulfat)
und Salze von sulfonierten aromatischen Verbindungen (z. B. Natriumdodecylbenzolsulfonat,
Natrium-, Calcium- oder Ammoniumlignosulfonat,
Butylnaphthalinsulfonat und Gemische aus Natriumdiisopropyl-
und -triisopropylnaphthalinsulfonaten).
Geeignete nicht-ionogene Mittel sind die Kondensationsprodukte
von Äthylenoxid mit Fettalkoholen, z. B. mit Oleyl- oder Cetylalkohol,
oder mit Alkylphenolen, wie Octyl- oder Nonylphenol und
Octylcresol. Andere nicht-ionogene Mittel sind die Halbester,
die sich von langkettigen Fettsäuren und Hexitanhydriden ableiten,
die Kondensationsprodukte dieser Halbester mit Äthylenoxid
und die Lecithine. Geeignete Suspendierungsmittel sind hydrophile
Kolloide (z. B. Polyvinylpyrrolidon und Natriumcarboxymethylcellulose)
und Pflanzengummen (z. B. Gummi acacia und Gummi traganth).
Die Mittel bzw. Zusammensetzungen, die für wäßrige Dispersionen
oder Emulsionen verwendet werden sollen, werden im allgemeinen
in Form eines Konzentrats zur Verfügung gestellt, das einen hohen
Anteil des Wirkstoffs enthält, und das Konzentrat wird mit
Wasser vor dem Gebrauch verdünnt. Diese Konzentrate sollten über
längere Zeiträume lagerungsbeständig sein und sie sollten nach
einer solchen Lagerung mit Wasser verdünnt werden können, um
wäßrige Zubereitungen zu bilden, die über einen genügenden Zeitraum
homogen bleiben, daß sie durch herkömmliche Spritzeinrichtungen
aufgebracht werden können. Die Konzentrate können geeigneterweise
10 bis 85%, im allgemeinen 25 bis 60 Gew.-% des Wirkstoffs
oder der Wirkstoffe enthalten. Wenn sie zur Bildung von
wäßrigen Zubereitungen verdünnt worden sind, dann können solche
Zubereitungen variierende Mengen des Wirkstoffs oder der Wirkstoffe
je nach dem Anwendungszweck enthalten. Wäßrige Zubereitungen,
die 0,0005 oder 0,01 bis 10 Gew.-% Wirkstoff enthalten,
können jedoch verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Mittel bzw. Zusammensetzungen können auch
eine andere Verbindung oder andere Verbindungen mit einer biologischen
Aktivität (z. B. wachstumsstimulierende Substanzen, wie
die Gibberelline und andere Verbindungen mit einer komplementären
fungiziden oder insektiziden Aktivität) sowie Stabilisierungsmittel,
z. B. Epoxide (z. B. Epichlorhydrin) enthalten.
Die Erfindung wird in den Beispielen erläutert. Die Temperaturen
sind als °C angegeben.
Natriumborhydrid (0,42 g) wurde in kleinen Portionen zu 2-
(1,2,4-Triazol-1-yl)-2-(2′,4′-dichlorbenzyl)-4′-chloraceto-
phenon (4,2 g) in Methanol (40 ml) gegeben. Nach Beendigung der
Schaumbildung wurde das Gemisch 1 h lang am Rückfluß erhitzt,
auf Raumtemperatur abgekühlt und das Methanol wurde mit einer
Wasserpumpe entfernt. Der Rückstand wurde mit 1N-Salzsäure angesäuert,
wodurch ein Feststoff erhalten wurde, der filtriert
und gewaschen wurde. Die Umkristallisation aus Äthanol/Wasser
lieferte weiße Kristalle der angegebenen Verbindung (Ausbeute
80%).
Analyse: C₁₇H₁₄ON₃Cl₃:
theoretischer Wert: C 53,3, H 3,7, N 11,0%;
gefunden: C 53,6, H 3,7, N 11,1%.
theoretischer Wert: C 53,3, H 3,7, N 11,0%;
gefunden: C 53,6, H 3,7, N 11,1%.
Die Verbindungen wurden gegen eine Vielzahl von Pilzblattkrankheiten
von Pflanzen getestet. Es wurde folgende Technik angewendet.
Die Pflanzen wurden in Topfkompost (John Innes) (Nr. 1 oder
Samen bzw. Sämling, wie es im Einzelfall zweckmäßig war) in Minitöpfen
mit einem Durchmesser von 4 cm gezüchtet. Eine Schicht
aus feinem Sand wurde auf den Boden des Topfes aufgebracht, um
die Aufnahme der Testverbindung durch die Wurzeln zu erleichtert.
Die Testverbindungen wurden entweder durch Kugelvermahlen mit
wäßrigem Dispersol T oder als Lösung in Aceton/Äthanol, die unmittelbar
vor dem Gebrauch zu der erforderlichen Konzentration
verdünnt wurde, formuliert. Für Laubkrankheiten wurden 100 ppm
Wirkstoff in Form von Suspensionen auf das Laufwerk aufgespritzt
und auf die Wurzeln der gleichen Pflanze auf dem Wege
über die Erde aufgebracht. (Die Spritzungen wurden zu einer maximalen
Zurückhaltung und die Wurzeltränkungen zu einer Endkonzentration
entsprechend ungefähr 40 ppm Wirkstoff/trockene Erde
angewendet). Tween 20 wurde zu einer Endkonzentration von 0,1%
zugesetzt, wenn die Spritzmittel auf Getreidepflanzen aufgebracht
wurden.
Bei den meisten Tests wurde die Testverbindung auf die Erde
(Wurzeln) und/oder auf das Laufwerk (durch Spritzen) ein oder
zwei Tage, bevor die Pflanze mit den Krankheiten inokkuliert
wurde, aufgebracht. Lediglich beim Test mit Erysiphe graminis
wurde eine Ausnahme gemacht, weil die Pflanzen 24 h vor der Behandlung
inokkuliert wurden. Nach der Inokkulierung wurden die
Pflanzen in eine geeignete Umgebung gebracht, daß eine Infektion
erfolgen konnte, und sie wurden sodann weiter inkubiert,
bis die Krankheit bestimmt werden konnte. Der Zeitraum zwischen
der Inokkulierung und der Untersuchung variierte je nach Krankheit
und Umgebung zwischen 4 und 14 Tagen.
Die Kontrolle der Krankheit wurde nach folgender Abstufung bewertet:
4 = keine Krankheit
3 = 0 bis 5%
2 = 6 bis 25%
1 = 26 bis 60%
0 = <60%
3 = 0 bis 5%
2 = 6 bis 25%
1 = 26 bis 60%
0 = <60%
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt.
Die erfindungsgemäße Verbindungen aus Tabelle I wurden den
Tests unterworfen, die in Beispiel 2 beschrieben sind, außer
daß der schützende Test (prot) und der systemische Test (syst)
gesondert als Eintagtest bzw. Zweitagtest ausgeführt und nicht
kombiniert wurden. Diese Tests umfassen die zusätzlichen
Erkrankungen Erysiphe graminis tritici (pulvriger Mehltau an
Weizen) und Uncinula necator (pulvriger Mehltau am Rebstock -
ein ausrottender (Erad) Test) wie auch Puccinia recondita
(brauner Rost an Weizen) und Erysiphe graminis hordei
(pulvriger Mehltau an Weizen).
Zum Vergleich wurde Ethirimol verwendet, das ein bekanntes
Fungizid des Standes der Technik ist. In der nachfolgenden
Tabelle III sind die Ergebnisse der Vergleichsversuche
angegeben.
Es ist aus der Tabelle ersichtlich, daß die erfindungsgemäßen
Verbindungen gegen alle vier Erkrankungen viel
aktiver sind als das bekannte Fungizid Ethirimol, das
kommerziell sehr erfolgreich ist.
Unter die allgemeine Formel (I) fallende erfindungsgemäße
Verbindungen gemäß Tabelle I bzw. Tabelle IV wurden in Form
einer 5000 ppm-Lösung in destilliertem Wasser auf die Blätter
von jungen Sämlingen von Weizen, Gerste, Mais, Reis, Lolium-
Raygras, Soja, Baumwolle, Erdnuß, Salat, Tomate,
Mungbohne und grüner Bohne aufgebracht. Die Versuche wurden
zweifach wiederholt. 21 Tage nach der Behandlung wurden die
behandelten Pflanzen im Hinblick auf die pflanzenwachstumsregulierenden
Wirkungen und phytotoxische Symptome untersucht.
Tabelle V faßt die erhaltenen Ergebnisse zusammen. Die
Verbindungen sind dabei mit den Kennziffern gemäß Tabelle I
bzw. IV gekennzeichnet.
In Tabelle V wird der wachstumsverzögernde Effekt der angegebenen
Verbindungen auf das vegetative Wachstum unter Verwendung
der folgenden Abstufung angegeben:
0 = 20% Verzögerung
1 = 21-40% Verzögerung
2 = 41-60% Verzögerung
3 = 61-80% Verzögerung
1 = 21-40% Verzögerung
2 = 41-60% Verzögerung
3 = 61-80% Verzögerung
Wenn nichts angegeben ist, war die Verbindung als wachstumsverzögerndes
Mittel im wesentlichen inaktiv.
In der Tabelle sind außerdem zusätzlich das Pflanzenwachstum
beeinflussende Eigenschaften wie folgt angegeben:
G = grüne Blattfarbe dunkler
A = Beeinflussung des Blattwinkels
T = Bestockungswirkung
A = Beeinflussung des Blattwinkels
T = Bestockungswirkung
Das in Tabelle V verwendete Symbol "-" bedeutet, daß die angegebene
Verbindung für die jeweilige Pflanze nicht untersucht wurde.
Die Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen
deutlich ausgeprägte pflanzenwachstumsregulierende Eigenschaften
aufweisen.
Zur weiteren Untersuchung der fungiziden Wirksamkeit von
Verbindungen gemäß allgemeiner Formel (I) wurden die
Verbindungen gemäß Tabelle VI auf ihre fungizide Wirksamkeit
untersucht.
Die Ergebnisse sind in Tabelle VII wiedergegeben. Tabelle VII
gibt dabei die Konzentration (in ppm) an, bei denen die
jeweiligen Verbindungen erstmals im Hinblick auf eine 100%ige
Bekämpfung der angegebenen Pilzerkrankungen versagten.
Die außerordentlich geringen Konzentrationswerte in Tabelle
VII zeigen, daß alle untersuchten Verbindungen zumindestens
bei einigen der untersuchten Pilze in außerordentlich geringen
Konzentrationen hochwirksam waren.
Wie in Beispiel 2 beschrieben ist, wurden die in der
nachfolgenden Tabelle VIII angeführten erfindungsgemäßen
Verbindungen im Hinblick auf ihre fungizide Wirksamkeit gegen
eine Vielzahl von Pilzblattkrankheiten von Pflanzen getestet.
Die Tests wurden als Schutztests durchgeführt, und die
Aufbringmenge der untersuchten Verbindungen betrug 100 ppm.
Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Tabelle IX
zusammengefaßt. Diese in der Tabelle IX zusammengefaßten
Ergebnisse belegen eine sehr viel stärkere und auch breitere
Wirksamkeit als sie das Vergleichsfungizid Ethirimol aufweist.
Wie in Beispiel 3
beschrieben ist, wurden die in der nachfolgenden Tabelle X
angeführten erfindungsgemäßen Verbindungen im Hinblick auf ihre
fungizide Wirksamkeit gegen eine Vielzahl von Pilzblattkrankheiten
von Pflanzen getestet. Die Tests wurden als Schutztests durchgeführt,
und die Aufbringmenge der untersuchten Verbindungen betrug 100 ppm.
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind in der Tabelle XI
zusammengefaßt. Diese in der Tabelle XI zusammengefaßten
Daten belegen eine sehr viel stärkere und auch breitere
Wirksamkeit als sie das Vergleichsfungizid Ethirimol aufweist.
Claims (3)
1. Verbindungen der allgemeinen Formel (I)
in der
R¹ und R², die gleich oder verschieden sein können, für Wasserstoff oder einen C1-8-Kohlenwasserstoffrest stehen, wobei dann, wenn er ein Phenylrest oder ein Benzylrest ist, der Phenylring durch Halogen, C1-4-Alkyl oder Phenyl substituiert sein kann,
Y für Halogen steht, und
n 0, 1 oder 2 ist, wobei die einzelnen Gruppen Y gleich oder verschieden sind, wenn n größer als 1 ist,
mit der Maßgabe, daß R¹ und R² nicht beide gleichzeitig Wasserstoff sein können und daß dann, wenn R² Wasserstoff ist, R¹ keine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, keine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und keine Phenylgruppe sein kann, die gegebenenfalls 1- oder 2fach durch Halogen substituiert sein kann, oder ein Salz oder ein Metallkomplex dieser Verbindung.
R¹ und R², die gleich oder verschieden sein können, für Wasserstoff oder einen C1-8-Kohlenwasserstoffrest stehen, wobei dann, wenn er ein Phenylrest oder ein Benzylrest ist, der Phenylring durch Halogen, C1-4-Alkyl oder Phenyl substituiert sein kann,
Y für Halogen steht, und
n 0, 1 oder 2 ist, wobei die einzelnen Gruppen Y gleich oder verschieden sind, wenn n größer als 1 ist,
mit der Maßgabe, daß R¹ und R² nicht beide gleichzeitig Wasserstoff sein können und daß dann, wenn R² Wasserstoff ist, R¹ keine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, keine Cycloalkylgruppe mit 3 bis 8 Kohlenstoffatomen und keine Phenylgruppe sein kann, die gegebenenfalls 1- oder 2fach durch Halogen substituiert sein kann, oder ein Salz oder ein Metallkomplex dieser Verbindung.
2. Fungizide Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß
sie als aktiven Bestandteil eine Verbindung gemäß Anspruch 1
sowie einen Träger für den aktiven Bestandteil enthält.
3. Verwendung der Verbindungen gemäß Anspruch 1 zur Regulierung
des Pflanzenwachstums.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB49656/75A GB1529818A (en) | 1975-12-03 | 1975-12-03 | 1,2,4-triazolyl alkanols and their use as pesticides |
| GB4766676 | 1976-11-16 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2654890A1 DE2654890A1 (de) | 1977-06-08 |
| DE2654890C2 true DE2654890C2 (de) | 1990-07-26 |
Family
ID=26266106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762654890 Granted DE2654890A1 (de) | 1975-12-03 | 1976-12-03 | 1,2,4-triazolverbindungen und diese verbindungen enthaltende fungizide mittel |
Country Status (10)
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