DE279636C - - Google Patents

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DE279636C
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leidenfrost
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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K21/00—Steam engine plants not otherwise provided for
    • F01K21/02—Steam engine plants not otherwise provided for with steam-generation in engine-cylinders

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIF
- JVe 279636 KLASSE 14 h. GRUPPE
JULIUS WALTER RANFT in DRESDEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Februar 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Dampfmaschine mit innerhalb des Zylinders stattfindender Verdampfung. Bei derartigen kessellosen Dampfmaschinen hat man entweder das • 5 zur Verdampfung kommende Wasser auf eine von außen erhitzte Platte gespritzt und nach dem Grade der Erhitzung verdampft oder in Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt, oder man hat das Wasser in eine Tasche des Kolbens
ίο geführt, sich bei dessen Rückwärtsgang an der Zylinderwandung vorwärmen lassen und dann in einen erweiterten, von außen geheizten Zylinderkopf abgegeben, in dem dann die Verdampfung vor sich geht. Bei beiden Durchführungen ist aber der Verdampfungsvorgang für eine praktische Ausnutzung viel zu langsam. Und steigert man die Beheizung, so wird die Verdampfung durch Bildung sogenannter Leidenfrostscher Tropfen noch mehr behindert, indem sich um die Wassertropfen eine isolierende Dampfhülle bildet, die die Wärmeübertragung stark behindert.
Nach der Erfindung wird nun diese Bildung Leidenfrostscher Tropfen, mit der nun einmal zu rechnen ist, durch geeignet hohe Beheizung mit Absicht herbeigeführt, es wird aber andererseits die Bewegung des Kolbens derart bemessen, daß die durch Beheizung des Zylinderbodens entstandenen Wasserkügelchen (Leidenfrostschen Tropfen) durch den niederkommenden Kolben zerstört werden/ d. h. es wird der Kolben durch Hubbemessung dem Zylinderboden so weit genähert, daß der Kolben auf die Tropfen aufschlägt. Hierdurch werden diese sozusagen zur Explosion gebracht,
d. h. es tritt augenblickliche Verdampfung ein, die nun entsprechend der hohen Wärmemenge den Kolben mit starker Anfangspressung und dementsprechend hoher Beschleunigung vorwärts treibt, so daß der auf Grund der Erfindung gebaute Motor schnellaufend ist. Es sind also zwei Bedingungen zu erfüllen, erstens genügend hohe Erhitzung, so daß nicht sofort einsetzende, aber langsame Verdampfung auftritt, sondern daß sich die sogenannten Leidenfrostschen Tropfen bilden, andererseits aber mechanische Zerstörung dieser, damit sie nicht sich selbst überlassen bleiben und den Verdampfungsvorgang beeinträchtigen, sondern im Gegenteil durch die Zerstörung sofortige, und zwar explosionsartige Verdampfung ergeben.
Auf der Zeichnung ist schematisch eine beispielsweise Ausführungsform einer Dampfmaschine nach der Erfindung dargestellt.
α ist der Mauerklotz für die Feuerung b. Auf dem Klotz ist der mit Wärmeisoliermantel c versehene Dampfzylinder d gelagert, dessen Boden f in den Herdraum hineinragt und von der Feuerung hoch erhitzt wird. g ist die Leitung für die Wassereinspritzung, h der Auspuff. Im Zylinder d befindet sich der Kolben i, dessen Boden k der Form des Zylinderbodens f entsprechend ausgebildet ist. Der Kolben arbeitet mittels angelenkter Pleuelstange I, zweckmäßig unter Einfügung einer Stoßaufnahmevorrichtung m auf die Kurbel n, auf deren Welle 0 das Schwungrad φ sitzt, das gleichzeitig als Riemenscheibe, Seilscheibe oder Zahnrad ausgebildet sein kann.
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Die hohe Erhitzung des Zylinderbodens f erzeugt bei der Einspritzung von Wasser durch die Leitung g Leidenfrostsche Tropfen, die beim Niederkommen des Kolben i von dessen Boden k zertrümmert werden und dadurch sofortige explosionsartige Dampfbildung auftreten lassen, die^ den Kolben vortreibt. Der Auspuff h ist -natürlich in geeigneter Weise mit der Welle $, verbunden, um eine abhängige Auspuffstetierung zu erhalten. Die Fig. ι und 2 stellen;.;, zwei zueinander senkrechte Längsschnitte dar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Dampfmaschine mit innerhalb des Zylinders stattfindender Verdampfung, bei der der Zylinderboden hoch erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Hub des Kolbens (i) derart bemessen wird, daß der Kolben (i) beim Rückwärtsgang die bei Einspritzung des Wassers auf dem Zylinderboden (f) sich bildenden Leidenfrostschen Wassertrppfen zerschlägt und dadurch zu explosionsartiger plötzlicher Verdampfung bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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