DE27983C - Neuerung an Friktionsbremsen für Eisenbahnen. (Abhängig vom Patent Nr. 23659.) - Google Patents
Neuerung an Friktionsbremsen für Eisenbahnen. (Abhängig vom Patent Nr. 23659.)Info
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Classifications
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- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
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- B60T1/02—Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B61H—BRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Bremse unterscheidet sich von anderen Frictionsbremsen in der Art und Weise,
wie die beim Bremsen an einander gleitenden Theile situirt sind. Die neuen Constructionen
bezwecken gröfsere Sicherheit und Zuverlässigkeit in Wirkung und Gröfse der Bremskraft, bessere
Regulirfähigkeit und rationellere Anlage der Theile, welche der wesentlichsten Abnutzung
unterworfen sind.
Um die Bremse continuirlich von Fahrzeug zu Fahrzeug in Function zu setzen, können alle
bisher bekannten Arten von Kraftübertragungen angewendet werden, wie unten gezeigt wird.
In Fig. ι bis 5 ist diese Bremse dargestellt, sowohl deren Hauptconstruction, als auch deren
Anordnungen für Zugleine, Vacuum, ■ Luft- oder Dampfdruck und elektrische Kraftübertragung.
Auf einer Achse α des Fahrzeuges (s. Fig. 1
und 2) sitzt eine Rolle «' aufgeschraubt und festgekeilt. Dieser gegenüber im Punkte b aufgehängt
befindet sich ein Rahmen c, welcher eine bewegliche Welle d mit zwei Frictionsscheiben
e und / trägt und im übrigen noch mittelst eines Hebels k mit einer Zug- und
Druckstange / . und mit den beiden Stützstangen ο ο verbunden ist.
Die Scheibe e sitzt lose auf der Achse d und kann als Antriebscheibe bezeichnet werden, indem
sie, bei Berührung mit der Achsrolle ax in Umdrehung
gesetzt, die Bewegung auf die eigentliche Bremsscheibe / veranlafst.
Diese Scheibe/ sitzt theilweise fest auf der Welle d und ist auf derselben nur mittelst des
Keiles g axial verschiebbar. Letzterer wird durch einen Stift h von einem Wellenende her
geschoben und bewirkt dabei, dafs die Scheibe/ an die Scheibe e angedrückt wird. Dadurch entsteht
die gleitende Reibung, welche die eigentliche Bremsfunction bewirkt.
Der Stift h wird mittelst des Zwischenstückes i und der Druckschraube P, welch
letztere in dem gekrümmten Hebel k sitzt, angedrückt. Eine kleine, zwischen h und i eingeschaltete
Feder hat nur den Zweck, dafs die Scheibe / stets mit einem leichten Druck an der Scheibe c anliegt, auch wenn kein Druck
durch den Hebel k ausgeübt wird. Dadurch wird erreicht, dafs sich die Reibungsflächen
stets berühren und die atmosphärischen Einflüsse, z. B. bei Rauhfrost, keine Einwirkung darauf
haben können.
Der Hebel k wird vermittelst der Druckschraube
P im Anfange sowohl als nach erfolgter Abnutzung der Bremsflächen zwischen e
und / in diejenige Lage gebracht, dafs dessen Ende kx stets in die Nähe des Rahmenstückes i1
zu liegen kommt, so dafs durch eine kleine Bewegung der Zug- und Druckstange p nach
aufwärts sowohl der Druck auf den Stift i und h, als auch der Druck auf die Antriebrolle
a1 aufhört und gleichzeitig oder unmittelbar
darauf der ganze Rahmen von der Achse entfernt wird.
Auf der Welle d sind beiderseitig Ketten / angebracht, die, wie Fig. 1 und 2 zeigen, zusammenlaufend
an dem Ende des Hebels m befestigt sind, welcher seinerseits an der
Lasche η frei aufgehängt ist. Bei Drehung
der Welle d werden die Ketten / aufgewickelt
und das untere Hebelende angezogen, während das obere direct an der Hauptzugstange ζ angreift
und dadurch die in gewöhnlicher Weise angebrachten Bremsklötze an die Radreifen andrückt.
.
Am Hebel m ist an einem seitlichen Arm ein Gegengewicht G angebracht, welches das selbstthätige
Loswickeln der Ketten besorgt.
Die Function des Bremsens ist nun leicht ersichtlich. Sobald die an χ angreifende Zugleine
losgelassen und dann durch die Stange p ein Druck nach rechts, Fig. ι und 2, ausgeübt
wird, wird die Scheibe e an die Rolle a1
gedruckt und in Umdrehung versetzt. Dabei setzt sie, weil auch der Hebel k auf h und /
einen Druck ausübt, mittelst Friction die zweite Scheibe / secundär in Bewegung bezw. auch
die Welle d, wodurch die Ketten aufgewickelt werden und die Bremse in Thätigkeit gelangt.
Sind die Bremsklötze einmal angezogen, so tritt Stillstand der Scheibe/ ein, während die
Antriebscheibe e fortrotirt, indem die zwei Scheiben e und / seitlich an einander gleiten
unter Bremskrafterzeugung nach Mafsgabe des am Hebel k durch die Stange / ausgeübten
Druckes.
In diese Stange / ist eine Feder q eingeschaltet,
welche beim Ueberschreiten eines gewissen Maximaldruckes nachgiebt, so dafs der Apparat selbst bei unrichtiger Behandlung
nicht Schaden leidet. Diese Feder ist übrigens unwesentlich.
Die schon erwähnten Stützstangen ο ο übertragen vom Hebel m aus eine starke Selbstbelastung auf. den Rahmen c und dadurch
auf die Antriebscheibe e und Achsrolle a\ Diese Selbstbelastung ist völlig unabhängig
vom eigentlich arbeitenden seitlichen Druck der an einander gleitenden Scheiben e und /.
Dadurch kann der Antriebdruck zwischen e und / gegenüber dem seitlichen oder axialen
Drucke um ein Mehrfaches gesteigert werden.
Da die Friction am Umfange der Antriebscheibe e einen gröfseren Hebelarm hat als
die Friction der secundären Scheibe /, so soll zunächst ein Gleiten der Scheiben / und e
eintreten, bevor ein solches zwischen den Antriebrollen a1 und e stattfindet. Dasselbe soll
auch dann noch der Fall sein, wenn z. B. durch. den Einflufs von Rauhfrost am Umfange
der Antriebrollen der Reibungscoefficient bedeutend bezw. um ein Mehrfaches unter denjenigen
der stets geschlossenen seitlichen Reibungsflächen zwischen e und f gesunken
ist. Darin liegt einerseits die Sicherheit der Bremswirkung selbst bei Rauhfrost und
andererseits die Möglichkeit einer leichten Regulirung, weil der Reibungscoefficient zwischen
den eigentlichen Bremsflächen, die stets geschlossen sind, nahezu constant bleibt, während
man bei anderen Systemen mit dem sehr variablen Coefficienten am Umfang der Rollen
zu thun hat und dabei aufserdem die Selbstbelastung eine gewissermafsen uncontrolirbare
Rolle spielt.
Ein besonderer Vortheil resultirt aber noch bezüglich der Abnutzung, indem solche vom
Umfang der Rollen nunmehr auf grofse Flächen übertragen ist, wie auch schon in Patent
No. 23659 bezweckt wurde.
Für die Schmierung der Achsenlager und der losen Antriebscheibe e sind in den Punkten c"'
und £2 Kapseln mit halbfester Schmiere angebracht,
die nur in gröfseren Zeitabschnitten nachgestellt werden müssen.
Combination dieser Frictionsbremse mit verschiedenen Mitteln der Uebertra-
gung.
In Fig. ι ist die Combination mit einem Vacuum ersichtlich. Ein Winkelhebel t in der Form
einer Coulisse trägt einerseits die Zug- und Druckstange /, andererseits kann er mit der
Zugleine in Verbindung gebracht oder aber durch die Wirkung eines Vacuums im Cylinder r auf
folgende Weise bewegt werden: In der Coulisse befindet sich eine Rolle in Verbindung mit der
Kolbenstange s, an deren gekrümmtem Ende ein Gewicht G1 hängt. In der gezeichneten
Stellung ist die Bremse offen und kann die Coulisse durch ein ganz schwaches Vacuum in
der Lage * * festgehalten werden, z. B. durch die Wirkung eines kleinen Ejectors. Sobald
dieses Vacuum absichtlich oder zufällig zerstört wird, läuft die Rolle in der Coulisse nach links
über die schiefe Ebene herunter und der Winkelhebel kommt in die Lage X1X1 bezw. es tritt
die Bremse in Thätigkeit. Dasselbe geschieht aber auch, wenn ein starkes Vacuum gegeben
wird, indem alsdann das gekrümmte Ende der Kolbenstange bei u an den Winkelhebel anstöfst
und denselben nach ul mitnimmt, wodurch der
Winkelhebel wiederum in die Lage χ1 χΛ gebracht,
also wiederum gebremst wird.
Auf diese Art erhält man daher eine automatisch wirkende Bremse, die aber gleichwohl
durch das einfache Vacuum ebenfalls bedient und ebenso schön regulirt werden kann wie
z. B. die einfache Vacuumbremse von Hardy.
Zur Aufrechthaltung eines kleines Vacuums für den bremslosen Zustand mufs ein kleiner
Dampfstrahlapparat in Thätigkeit erhalten werden.
In Fig. 4 ist die Combination· mit Luft- oder Dampfdruck dargestellt, die sich durch die
Zeichnung selbst erklärt, indem die Wirkung des im Cylinder ν befindlichen Kolbens und
des an Winkelhebel t1 angebrachten Gewichtes auf die bekannte Zug- und Druckstange ρ genau
ersichtlich ist.
Auch hier ist die Möglichkeit der Anwendung der Zugleine angedeutet, was stets in den Fällen
wünschenswerth bleibt, wenn Wagen aus einem mit z. B. Luftdruck etc. versehenen Zuge in
einen Zug mit Heberlein-Apparaten eingestellt werden müssen.
Endlich ist in Fig. 5 die Combination mit Elektricität ersichtlich. Mittelst eines durch den
ganzen Zug in isolirter Leitung gehenden Stromes wird auf die Achse eines rotirenden
elektrischen Apparates w eine Schnur oder Kette wx aufgewickelt und für den bremslosen
Zustand in der gezeichneten Stellung festgehalten. Bei Abschwächung oder Verschwinden
des Stromes wird durch das Gewicht am Winkelhebel i2 wiederum gebremst, wie in den
vorigen Fällen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Combination einer Zug- und Druckstange P mit einem Hebel k und dem Rahmen c, zum Zweck, durch einen Druck in Stange P Berührung und Reibung zwischen den Antriebsrollen a1 und e sowohl als auch gleichzeitig zwischen den Scheiben e und / zu erzeugen, bezw. umgekehrt durch einen Zug in Stange P beide vorgenannten Functionen aufzuheben.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE27983T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE27983C true DE27983C (de) |
Family
ID=5621389
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23659D Active DE23659C (de) | Neuerungen an Apparat-Rollen für Friktionsschnellbremsen | ||
| DENDAT27983D Active DE27983C (de) | Neuerung an Friktionsbremsen für Eisenbahnen. (Abhängig vom Patent Nr. 23659.) |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23659D Active DE23659C (de) | Neuerungen an Apparat-Rollen für Friktionsschnellbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE27983C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4119346A (en) * | 1977-05-02 | 1978-10-10 | M.A.T. Industries, Inc. | Longwall mining system |
-
0
- DE DENDAT23659D patent/DE23659C/de active Active
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4119346A (en) * | 1977-05-02 | 1978-10-10 | M.A.T. Industries, Inc. | Longwall mining system |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE23659C (de) |
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