DE2856774C2 - Reißverschluß mit einem gewebten Tragband - Google Patents
Reißverschluß mit einem gewebten TragbandInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Reißverschluß mit einem gewebten Tragband, das aus Grundkettfäden und
Grundschußfäden gebildet i't und einen den größeren
Teil des Tragbandes bildenden Gewebeabschnitt sowie einen den Längsrandabschnitt des Tragbandes bildenden
gewebten Schraubendrahtabschnitt aufweist, mit einem einteiligen Kuppelelement in Form einer
kontinuierlichen Drahtwendel, deren längliche Windungen auf den Schraubendrahtabschnitt des Tragbandes
aufgelegt und in diesen eingewebt sind und welche in Längsrichtung von einer Verstärkungsschnur durchsetzt
sind, und mit einer Vielzahl von Bindekettfäden, die auf die vom Tragband abliegenden oberen
Windungsschenkel der Kuppelglieder aufgelegt und mit einem Schußfaden abgebunden sind.
Bei einem in der DE-AS 23 33 152 beschriebenen Reißverschluß dieser Gattung verläuft der Grundschußfaden
in den Zwischenräumen zwischen benachbarten länglichen Windungen abwechselnd über und unter der
Verstärkungsschnur. Zusätzlich zu den über die oberen
Windungsschenkel geführten Bindekettfäden sind noch unter den unteren Windungsschenkeln geführte Bindekettfäden
vorhanden. Die über die oberen Windungsschenkel geführten Bindekettfäden verlaufen in den
Zwischenräumen zwischen benachbarten Windungen ausschließlich unter dem Grundschußfaden, während
die unter den unteren Windungsschenkeln geführten Bindekettfäden ausschließlich über dem Grundschußfaden
verlaufen. Wenn es auch scheint, daß dadurch eine feste Verankerung der Windungen des Kuppelelementes
auf dem Tragband erzielt wird, so neigen die Bindekettfäden jedoch dazu, längs der Windungsschenkel
zu verrutschen und bei Verbiegung oder Verdrehung entweder in Richtung auf den Kuppelkopf oder auf den
Verbindungsteil der Windungen zu wandern. Dadurch wird der Kupplungseingriff zwischen den beiden
zusammengehörigen Kuppelelementen jedoch nachteilhaft beeinträchtigt.
Ein weiterer bekannter Reißverschluß ist in der DE-OS 24 57 310 beschrieben. Hier sind zusätzliche
Bindekett- und Bindeschußfäden vorgesehen, um die Drahtwendel auf dem Tragband zu sichern. Die
Bindeschußfäden sind mit den auf die oberen Windungsschenkel aufgelegten Bindekettfäden unter Fadenkreuzung
abgebunden. Die Bindeschußfäden laufen dabei außen um die Verbindungsteile der benachbarten
Windungen herum und erstrecken sich somit seitlich so weit in das Tragband hinein, daß sie mit dem Schieber in
Reibungsberührung gelangen. Dadurch wird jedoch die Bewegung des Schiebers behindert, oder es kommt zu
Fadenbrüchen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den gattungsgemäßen Reißverschluß dahingehend zu verbessern,
daß die Windungen des einteiligen Kuppelelementes auch bei Biegebeanspruchungen auf dem
Tragband lagegerecht fixiert sind.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Bindekettfäden eine erste Gruppe von Fäden
und eine zweite Gruppe von Fäden umfassen, wobei die erste Gruppe von Fäden in den Zwischenräumen
zwischen benachbarten länglichen Windungen über jeden oberen Windungsschenkel und abwechselnd über
und unter dem Grundschußfaden des Tragband-Schraubendrahtabschnittes verläuft und wobei die zweite
Gruppe von Fäden über den oberen Windungsschenkeln parallel zur ersten Gruppe von Fäden verläuft, und
daß sowohl der eine Faden als auch der andere Faden der zweiten Gruppe von Fäden nur in jedem zweitem
Zwischenraum einander abwechselnd unter dem Grundschußfaden geführt sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Reißverschluß sind die Windungen des einteiligen Kuppelelementes auf dem
Tragband gegen eine Verlagerung in Querrichtung zuverlässig fixiert, ohne daß Fäden am Schieber reiben,
wenn dieser bewegt wird.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 im vergrößerten Maßstab eine Draufsicht auf einen Bereich eines Reißverschlußbandes gemäß einer
ersten Ausführungsform der Erfindung,
Fig.2 teilweise im Schnitt, eine schematische
perspektivische Ansicht eines Ausschnittes des Reißverschlußbandes gemäß F i g. 1,
F i g. 3 eine Darstellung gemäß F i g. 1 einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,
Fig.4 teilweise im Schnitt, eine schematische
perspektivische Ansicht eines Ausschnittes des Reißverschlußbandes gemäß F i g. 3,
F i g. 5 eine Darstellung gemäß F i g. 1 einer dritten Ausführungsform der Erfindung, und
Fig.6 teilweise im Schnitt, eine schematische
perspektivische Ansicht eines Ausschnittes des Reißverschlußbandes
gemäß F i g. 5.
F i g. 1 und 2 zeigen eine erste bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Ein allgemein mit 10
bezeichnetes Reißverschlußband besteht aus einem den Hauptteil eines gewebten Tragbandes 11 bildenden
Gewebeabschnitt Wund einem den Längsrandabschnitt 12 bildenden Wickelfadengewebeabschnitt Wf, in den
eine Drahtwendel 13 eingewebt ist Die Drahtwendel 13 wird aus einem geradlinigen Teil eines geeigneten
Kunststoffmaterials geformt, um ein einteiliges Kuppelelement mit einer Reihe von länglichen Windungen
oder Kuppelgliedern 14 zu bilden. Dies geschieht während des Webens des Tragbandes 11, wie es
beispielsweise in der DE-AS 23 33 152 beschrieben ist.
Jedes Kuppelglied bzw. jede Windung 14 der Drahtwendel 13 hat an einem seiner Enden einen
Kupplungskopf 14a, von dem ein oberer Schenkel 14y und ein unterer Schenkel 14c in gleicher Richtung
ausgehen, sowie an seinem dem Kupplungskopf 14a entgegengesetzten Ende einen Verbindungsteil 14c/, der
mit dem nächstfolgenden Kuppelglied 14 verbunden ist. Der Kupplungskopf 14a ist derart ausgelegt, daß er mit
einem entsprechenden Kupplungskopf eines Kuppelgliedes 14 eines zugeordneten Reißverschlußbandes
zum öffnen und Schließen des Reißverschlusses auf bekannte Weise lösbar kuppelbar ist. Die oberen und
unteren Schenkel 146 und 14c liegen unter Abstand im wesentlichen übereinander (Fig. 1) und begrenzen
zwischen sich einen in Längsrichtung verlaufenden Hohlraum, in den eine Verstärkungsschnur 15 eingelegt
ist.
Der Gewebeabschnitt W des Tragbandes 11 kann jede beliebige Struktur mit Grundkettfäden 16 und
Grundschußfäden 17 haben, die auf beliebige Weise miteinander verwebt sind. Dies ist jedoch kein Merkmal
der Erfindung, so daß sich eine nähere Beschreibung eiöJbrigt.
Unter dem Schraubendrahtabschnitt Wf isl in diesem
Zusammenhang ein Längsrandabschnitt 12 des Tragbandes 11 zu verstehen, in den eine als Kuppelelement
des Reißverschlusses dienende Drahtwendel 13 eingewebt ist. Zusätzlich zum Grundkett- und Grundschußfadensystem
des Schraubendrahtabschnittes W/sind eine erste Gruppe Bindekettfäden 18 und 19 sowie eine
zweite Gruppe Bindekettfäden 20 und 21 vorgesehen. In einer Projektion auf die Ebene des Reißverschlußbandes
10 gesehen, verlaufen beide Fadengruppen parallel zueinander in Längsrichtung des Tragbandes 11.
Alle Bindekettfäden 18—21 liegen auf den oberen
Schenkeln Hb der Kuppelglieder 14 auf und sind mit dem Grundschußfaden 17 auf nachstehend beschriebene
Weise verwebt.
Jedes Kuppelglied bzw. jede Windung 14 der Drahtwendel 13 ist mit seinem unteren Schenkel 14c
vermittels der Grundkettfäden 16 und des Grundschußfadens 17 auf dem Schraubendrahtabschnitt Wf
festgelegt Um die Fixierung derWindungen 14 auf dem Tragband 11 noch weiter zu erhöhen, sind die
Bindekettfäden 18 und 19 der ersten Gruppe im Bereich des Kupplungskopfes 14a bzw. des Verbindungsteils 14c/
angeordnet und mit dem Grundschußfaden 17 in einer allgemein durch die Unterseiten der unteren Schenkel
14c bestimmten Ebene oder unterhalb der Verstärkungsschnüre 15 im Schraubendrahtabschnitt Wf
ίο (Fig.2) abgebunden. Die zweite Gruppe Bindekettfäden
20 und 21 ist mittig zu den Windungen 14, und zwar zwischen den Bindekettfäden 18 und 19 der ersten
Gruppe angeordnet und ebenfalls mit dem Grundschußfaden 17 unterhalb der Verstärkungsschnüre 15
abgebunden. Die Abbindestelle 22, an der die erste Gruppe Bindekettfäden 18 und 19 mit dem Grundschußfaden
17 abbindet, liegt in den Zwischenräumen 23 zwischen jedem benachbarten Paar Windungen 14 der
Drahtwendel 13. Die Abbindestelle 22', an der die zweite Gruppe Bindekettfäden 20 und 21 mit dem
Grundschußfaden 17 abbindet, liegt in den Zwischenräumen 23 zwischen jedem zweiten Paar Windungen 14.
Dabei ist die Abbindestelle 22' des einen Bindekettfadens 20 in bezug auf die Abbindestelle 22' des anderen
Bindekettfadens 21 um einen Windungsabstand versetzt. Mit anderen Worten, jeder der beiden Bindekettfäden
20 und 21 der zweiten Gruppe verläuft oberhalb der oberen Schenkel 146 zweier aufeinanderfolgender
Windungen 14 und bindet mit dem Grundschußfaden 17 in einem nächstfolgenden Windungszwischenraum 23
ab, und die Abbindestellen 22' der jeweiligen Bindekettfäden 20 und 21 mit dem Grundschußfaden 17 im
Schraubendrahtabschnitt Wf liegen nicht im gleichen Windungszwischenraum 23, sondern folgen wechselweise
aufeinander. In allen Beispielen binden jedoch sämtliche Bindekettfäden 18—21 der ersten und zweiten
Gruppe mit dem Grundschußfaden 17 unterhalb der Verstärkungsschnüre 15 ab, so daß die Windungen 14
mit ihrer gesamten Höhe oberhalb der Oberseite des Tragbandes 11 liegen. Aufgrund dieser Tatsache und
weil keine Fäden des Gewebes auf den oberen Schenkeln i4b oder am Verbindungsteil 14c/vorhanden
sind, ist der (nicht dargestellte) Schieber ungehindert längs der Windungen 14 zum öffnen und Schließen des
Reißverschlusses beweglich, ohne daß irgendwelche Fäden in den Schieberkanal mitgenommen werden
könnten.
Da die Bindekettfäden 18—21 aufgrund der Abbindung mit dem Grundschußfaden 17 nach unten gezogen
werden, sind sie in enger Berührung mit den oberen Schenkeln 146 der Windungen 14 gehalten und können
dadurch nicht entlang der Windungen 14 in Richtung auf den Kupplungskopf 14a und den Verbindungsteil 14c/
rutschen, selbst wenn das Reißverschlußband 10 kräftig seitwärts gebogen wird.
F i g. 3 und 4 zeigen eine Abwandlung der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2. Hier ist zusätzlich
ein Bindeschußfaden 24 vorgesehen, der gemeinsam mit den Bindekettfäden 18—21 die Windungen 14 in ihrer
Lage auf dem Schraubendrahtabschnitt W/des Reißverschlußbandes 10 stabilisiert.
Der Bindeschußfaden 24 läuft im Bereich des Kupplungskopfes 14a um den Bindekettfaden 18 herum
und umschlingt den Grundschußfaden 17 innerhalb des Verbindungsteils 14c/, der den oberen Schenkel 146 der
einen Windung mit dem unteren Schenkel 14c der benachbarten Windung der Drahtwendel 13 verbindet.
Bei seinem Rücklauf erstreckt sich ripr
24 abwechselnd oberhalb und unterhalb der Bindekettfäden 18—21 in den Zwischenräumen 23 zwischen
benachbarten Windungen 14.
Fig. 5 und 6 zeigen eine weitere Ausführungsform, die der gemäß F i g. 3 und 4 entspricht, jedoch darüber
hinaus eine Mehrzahl von zusätzlichen Bindekettfäden
25 und 26 aufweist, die parallel zu den Bindekettfäden 18—21 zwischen der ersten Gruppe Bindekettfäden 18
und 19 verlaufen. Die zusätzlichen Kettfäden 25 und 26 binden nicht mit dem Grundschußfaden 17 ab, sondern
sind nur mit dem Bindeschußfaden 24 verwebt, und zwar in einer Ebene, die mit der gemeinsamen Ebene der
oberen Schenkel Hb der aufeinanderfolgenden Windungen 14 annähernd fluchtet, so daß sich die Bahn der
Kettfäden 25 und 26 im wesentlichen flach auf den !5
oberen Schenkeln 146 erstreckt.
Ebenso wie die zweite Gruppe Bindekettfäden 20 und 21 verlaufen die zusätzlichen Kettfäden 25 und 26 über
den oberen Schenkeln 146 der Windungen 14. Sie lassen den Schraubendrahtabschnitt Wf mehr oder weniger
homogen zum Gewebeabschnitt W des Tragbandes 11
erscheinen und verdecken — zusammen mit allen übrigen Bindekettfäden 18—21 — die Drahtwendel 13
zum größten Teil.
Obwohl auf der Zeichnung die zweite Gruppe Bindekettfäden 20, 21 mit dem Grundschußfaden 17
zwischen jedem zweiten benachbarten Windungspaar abgebunden ist, kann die Abbindung auch zwischen
jedem dritten etc. Paar Windungen 14 vorgesehen sein. Vorzugsweise sollte dies jedoch zwischen jedem
zweiten oder dritten Paar geschehen. Da die Bindekettfäden 18—21 mit dem Grundschußfaden 17 unterhalb
der Verstärkungsschnüre 15 abgebunden sind, braucht lediglich zusätzlich zu den Arbeitsgängen der Webmaschine
der Schußfaden 17 (24) eingetragen werden, ohne daß ein weiterer zusätzlicher Webvorgang erforderlich
wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Reißverschluß mit einem gewebten Tragband, das aus Grundkettfäden und Grundschußfäden
gebildet ist und einen den größeren Teil des Tragbandes bildenden Gewebeabschnitt sowie einen
den Längsrandabschnitt des Tragbandes bildenden gewebten Schraubendrahtabschnitt aufweist, mit
einem einteiligen Kuppelelement in Form einer kontinuierlichen Drahtwendel, deren längliche Windungen
auf den Schraubendrahtabschnitt des Tragbandes aufgelegt und in diesen eingewebt sind und
welche in Längsrichtung von einer Verstärkungsschnur durchsetzt sind, und mit einer Vielzahl von
Bindekettfäden, die auf die vom Tragband abliegenden oberen Windungsschenkel der Kuppelglieder
aufgelegt und mit einem Schußfaden abgebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bindekettfäden eine erste Gruppe von Fäden (18,19) und eine zweite Gruppe von Fäden (20, 21)
umfassen, wobei die erste Gruppe von Fäden (18,19) in den Zwischenräumen (23) zwischen benachbarten
länglichen Windungen (14) über jeden oberen Windungsschenkel (i4b) und abwechselnd über und
unter dem Grundschußfaden (17) des Tragband-Schraubendrahtabschnittes (Wf) verläuft und wobei
die zweite Gruppe von Fäden (20, 21) über den oberen Windungsschenkeln (14^ parallel zur ersten
Gmppe von Fäden (18,19) verläuft, und daß sowohl der eine Faden (20) als auch der andere Faden (21)
der zweiten Gruppe von Fäden (20,21) nur in jedem zweiten Zwischenraum (23) einander abwechselnd
unter dem Grundschußfaden (17) geführt sind.
2. Reißverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein in einer durch die
Oberseiten der oberen Windungsschenkel (\4b) bestimmten gemeinsamen Ebene verlaufender Bindeschußfaden
(24) sowohl den Grundschußfaden (17) an einer innerhalb der rückwärtigen Kuppelglieder-Verbindungsteile
(\4d) befindlichen Stelle als auch an den nahe den Kupplungsköpfen (14a^ angeordneten
Bindekettfaden (18) der ersten Gruppe von Fäden (18,19) umschlingt.
3. Reißverschluß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Gruppe von
Bindekettfäden (25, 26) über den oberen Windungsschenkeln (14b) parallel zur ersten und zweiten
Gruppe von Bindekeitfäden (18, 19; 20, 21) und abwechselnd über und unter dem Bindeschußfaden
(24) verläuft.
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