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Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden
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Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines
Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum
fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines
Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder, wonach der Kettenstrang gliedweise vorbewegt
und auf der Einlaufseite vor einer Schweißstation um 900 um seine Längsachse hin
und her gedreht wird.
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Bei den bisher bekannten Verfahren zum elektrischen Verschweißen jedes
Kettenglied eines Kettenstranges sind entweder zwei Schweißstationen und Entgratstationen
vorhanden, zwischen denen der Kettenstrang um 900 gewendet wird (US-PS lo 23 127,
FR-PS 14 70 257) oder es wird nach dem Schweißen jedes zweiten Kettengliedes in
einer Schweißstation der Kettenstrang in einer Schlaufe gewendet, zurückgeführt
und so quer verschoben, daß auch die noch ungeschweißten Kettenglieder in derselben
Schweißstation geschweißt werden (DE-PS 24 o8 930). Beide Verfahren bedingen einen
beträchtlichen Aufwand, weil entweder zwei Schweißstationen und zwei Entgratstationen
vorgesehen werden müssen oder weil eine Kettenführungsvorrichtung mit dem vor- und
zurückgeführten Kettenstrang mit dazwischenliegender Kettenschlaufe quer zur Kettendurchlaufrichtung
nach jedem Takt verstellt werden muß.
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Eine andere Ausführungsform zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar
aufeinander folgender Kettenglieder beschreibt 0 eine Vorrichtung zum 90 Drehen
von jeweils drei in gestreckter Lage befindlichen Kettengliedern mittels zweier
Richtkanten, die an den beiden äußeren Kettengliedern angreifen (DE-OS 26 28 119).
Ein sicheres Positionieren des jeweils zu schweißenden Kettengliedes ist damit aber
kaum zu erreichen, da ein Verdrillen des Kettenstranges nur unter seiner Gewichtkraft
und unter Berücksichtigung der Reibungsverhältnisse nicht sicher gewährleistet ist.
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Aus der US-Patentschrift 1.474.824 ist es außerdem bekannt,
links
und rechts einer Schweißstation jeweils eine angetriebene Drehvorrichtung anzuordnen,
in denen der geradlinig durchlaufende Kettenstrang in kreuzförmigen Schlitzen geführt
wird. Neben dem Aufwand zweier Drehvorrichtungen ergeben orgZben sich aber auch
Nachteile daraus, daß die auslaufseitige Drehvorrichtung einer beachtlichen Wärmebelastung
von den schweißwarmen Kettengliedern unterliegt und somit einer zusätzlichen Kühlung
bedarf. Bei nicht vom Schweißwulst allseitig entgrateten Kettengliedern, wie es
bei Störungen z. B. durch beschädigten Entgratmeißel vorkommt, verklemmen sich derartige
Kettenglieder in den kreuzförmigen Schlitzen der auslaufseitigen Drehvorrichtungen
und verhindern einen weiteren Kettentransport.
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Schließlich behindert die auslaufseitige Drehvorrichtung die freie
Einsichtnahme auf die Schweißstation und auch auf die im Bereich der Schweißstation
befindliche Entgratstation sowie ferner die freie Zuganglichkeit für Wartungszwecke.
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Nach einem anderen bekannten Verfahren (DE-OS 23 47 768) wird der
Kettenstrang über eine Scheitelpunkt gezogen, wobei die auf der Auslaufseite in
Schienen gleitenden Kettenglieder nach dem Transport im Bereich der Schweißstation
durch bewegbare Haltearme wechselweise aus ihrer 450-Lage 0 in die erforderliche
90 -Schweißlage aufgerichtet und anschließend verschweißt werden. Dieses Verfahren
ist jedoch nur für kurzgliedrige und leichte Kettenglieder kleinerer Drahtdurchmesser
geeignet. Wegen Fehlens einer zwangsweisen Drehvorrichtung ist ein sicheres Drehen
und Positionieren
der zu schweißenden Kettenglieder nicht gewährleistet.
Für schwere Ketten ist dieses Verfahren deshalb praktisch nicht geeignet.
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Außerdem kennt man eine Vorrichtung zum schweißgerechten Gleichrichten
nacheinander zu verschweißender Kettenglieder gegenüber der Schweißstation durch
wechselseitiges Drehen des Kettenstranges mit einer um 900 um die Längsachse des
Kettenstranges hin- und herdrebbaren Kreuzschlitzführung.
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Bei dieser bekannten Vorrichtung wird der Kettenstrang lotrecht vorgezogen.
Damit der Kettenstrang unter ständiger Zugspannung steht, muß in Vorziehrichtung
hinter der Kreuzschlitzführung zusätzlich eine undrehbare Schlitzführung für den
Kettenstrang angeordnet werden. Diese Schlitzführung verlangt eine besondere Ausbildung,
nämlich derart, daß der Schlitz von der Mitte der Schlitzführung aus in Richtung
der Schlitzenden nach beiden Seiten so dachförmig erweitert ist, daß in den Grenzstellungen
der Kreuzschlitzführung die sich zugeordneten Schlitzbegrenzungen der undrehbar
angeordneten Schlitz führung jeweils einen Durchlaßschlitz für das betreffende Kettenglied
freilassen (vgl. DE-PS 10 88 324) Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinander folgender unter
Bildung eines Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder anzugeben, welches in einfacher
Weise ein exaktes Positionieren der zu schweißenden Kettenglieder in Schweißposition
gewährleistet. Zugleich soll eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens
geschaffen werden, die sich
durch unkomplizierte und funktionsgerechte
Bauweise auszeichnet.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren
dadurch, daß das jeweils zu schweißende Kettenglied mit dem einlaufseitigen Kettenstrang
zunächst um mehr als 900 gedreht und dann in schweißgerechte 90Lage zurückgedreht
wird. - Die Erfindung hat erkannt, daß es in Abhängigkeit von den Dimensionen der
Kettenglieder - bevorzugt mit größer werdenden Kettengliedern - notwendig wird,
den einlaufseitigen Kettenstrang und damit das zu schweißende Kettenglied zunächst
um mehr als 900 zu drehen, so daß ein verdrillter Kettenstrang entsteht, dessen
Verdrillung von der Einlaufseite bis zur Auslaufseite reicht, um dann den über 900
hinaus gedrehten Winkelbetrag wieder zurückzudrehen. Erst dadurch wircl eine genaue
horizontale Lage des zu schweißenden Kettengliedes erreicht. Nach diesem Vorgang
weisen im Bereich der Schweißstation die jeweils benachbarten Kettenglieder untereinander
einen Winkel von 900 auf, so daß für das in der Schweißstation befindliche bzw.
darin zu überführende Kettenglied einwandfreie Schweißposition gewährleistet ist.
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Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zum Durchführen
des beanspruchten Verfahrens, mit der Schweißstation im Einlauf vorgeordneter hin-
und herdrehbarer Kreuzschlitzführung für den einlaufseitigen Kettenstrang.
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Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißstation
im Auslauf eine zwangs freie Kettenführung
nachgeordnet ist. - Im
Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen wird also bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform
im Auslauf sowohl auf eine weitere Drehvorrichtung als auch auf eine Zwangsführung
für den Kettenstrang verzichtet. Die Erfindung hat nämlich erkannt, daß der Kettenstrang
nur einlaufseitig gedreht werden muß und zunächst überdreht werden 0 kann, um daß
zu schweißende Kettenglied in eine 90 Lage zu bringen, während auf der Auslaufseite
die schweißwarmen Kettenglieder des Kettenstranges frei und unbeeinträchtigt durch
die Kettenführung ablaufen können. Dadurch wird nicht nur für die exakte Positionierung
des zu schweißenden Kettengliedes erforderliche Verdrillung des Kettenstranges von
der Einlaufseite bis in die Auslaufseite ermöglicht, sondern darüber hinaus können
die schweißwarmen Kettenglieder ihre Wärme ungehindert abstrahlen, so daß ein Verklemmen
der bereits geschweißten Kettenglieder durch Schweißzunder oder auch im Falle einer
unvollkommenen Entgratung im Auslauf ausgeschlossen ist. Die Einsichtnahme auf den
Verfahrensablauf und die Zugänglichkeit zur Schweißstation und Entgratungsstation
sind in einfacher Weise gewährleistet. Die beanspruchten Maßnahmen ermöglichen im
Ergebnis die einfache und reproduzierbare Herstellung einer vollständig geschweißten
Kette in lediglich einem Durchlauf des Kettenstranges durch die Schweißstation,
und zwar im Rahmen eines sicheren und störungsfreien Arbeitsablaufes. - Darin sind
die wesentlichen durch die Erfindung erreichten Vorteile zu sehen.
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Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt.
Erfindungsgemäß besteht eine zwangs freie Kettenführung aus einer oben offnen Führungswanne,
z. B. einem
Halbrohr oder aus einem geschlossenen Führungsrohr,
durch welche der auslaufseitige Kettenstrang mit vorgegebenem Bewegungsspiel hindurchgeführt
ist. Dadurch wird eine einfache und dennoch funktionssichere Führung ohne Zwängung
des Kettenstranges erreicht.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße
Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Schweißen von Kettengliedern in vereinfachter
Darstellung und Ansicht von oben, Fig. 2 einen Schnitt gemäß I-I in Fig. 1 und Fig.
3 einen Schnitt gemäß II-II in Fig. 1.
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In den Figuren ist eine Vorrichtung zum fortlaufenden Verschweißen
unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines Kettenstranges 1 vorgebogener
Kettenglieder 2 dargestellt. Der Kettenstrang 1 wird gliedweise vorbewegt und auf
der Einlaufseite 3 vor einer Schweißstation 4 um 900 um seine Längsachse hin- und
hergedreht. Die Schweißstation 4 weist im wesentlichen Schweißelektroden 5, Stauchstähle
6 und einen Sattel 7 für das jeweils zu schweißende Kettenglied 2a auf. Die Stauchstähle
6 und Schweißelektroden 5 können sowohl ortsfest als auch bewegbar ausgeführt sein,
so daß entweder das zu schweißende Kettenglied 2a
mittels des Sattels
7 an diese Werkzeuge herangeführt wird oder diese Werkzeuge an das zu schweißende
Kettenglied angelegt werden. Der Schweißstation 4 ist im Einlauf eine hin- und herdrehbare
Kreuzschlitzführung 8 für den einlaufseitigen Kettenstrang 1a vorgeordnet. Diese
Kreuzschlitzführung 8 besteht im wesentlichen aus einem Rohrelement 9, in dem sich
für die zwangsweise, formschlüssige Führung der Kettenglieder 2 ein Kreuzschlitz
10 befindet. Das Rohrelement 9 trägt an seinem vorderen Ende einen Zahnkranz 11,
in den ein durch einen Motor 12 angetriebenes Ritzel 13 ein greift. Der Schweißstation
4 ist im Auslauf eine zwangsfreie Kettenführung 14 nachgeordnet. Diese zwangsfreie
Kettenführung 14 kann aus einer Führungswanne, z. B. einem Halbrohr, oder aus einem
Führungsrohr bestehen, durch welche der auslaufseitige Kettenstrang 1b, dessen Kettenglieder
2 bereits alle geschweißt sind, mit vorgegebenem Bewegungsspiel hindurchgeführt
ist. Dargestellt ist eine Führungswanne. Der gesamte Kettenstrang 1 wird durch eine
nicht gezeigte, in bekannter Weise ausgebildete Transportvorrichtung in Pfeilrichtung
um jeweils die Teilung eines Kettengliedes 2 vorgezogen.
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Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die liegende.
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Nachdem das zu schweißende Kettenglied 2a von den Stauchstählen 6
und den Schweißelektroden 5 elektrisch verschweißt worden ist, wird der Kettenstrang
1 in Pfeilrichtung um eine Kettengliedteilung vorgezogen. Während dieses Transporthubes
wird
gleichzeitig der einlaufseitige Kettenstrang 1a mittels der angetriebenen Kreuzschlitzführung
8 soweit gedreht, daß sich das einlaufseitige dem zu schweißenden Kettenglied 2a
benachbarte Kettenglied 2 in einer horizontalen Lage befindet. Im einfachsten Fall
genügt hier eine Drehung der Kreuz-0 schlitzführung 8 um 90 . Erfindungsgemäß wird
jedoch das jeweils zu schweißende Kettenglied 2a mit dem einlaufseitigen Kettenstrang
la zunächst um mehr als 900 gedreht und dann in schweißgerechte 900-Lage zurückgedreht.
In dem auslaufseitigen Kettenstrang 1b bilden die benachbarten Kettenglieder 0 dabei
durchaus von 90 abweichende Winkel untereinander, weil zwangsfreie Kettenführung
14 gewährleistet ist. Dadurch wird jedoch der ordnungsgemäße Schweißablauf in keiner
Weise beeinträchtigt, da es stets nur auf die schweißgerechte horizontale Lage des
zu schweißenden Kettengliedes in der Schweißstation 4 bzw. an dem Sattel 7 ankommt.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit selbständiger
Bedeutung ist der Drehwinkel für die zu schweißenden Kettenglieder 2a mit untenliegendem
in Schweißposition hochzudrehenden Schweißschenkel größer als für die zu schweißenden
Kettenglieder 2a mit obenliegendem in Schweißposition herabzudrehenden Schweißschenkel
gewählt. Schweißschenkel meint im Rahmen ir Erfindung den jeweils zu schweißenden
Schenkel. - In diesem Zusmmenhang geht die Erfindung nämlich von der Erkenntnis
aus, daß der Angriff der verdrillenden Nachbarglieder auf der Einlaufseite und Auslaufseite
nicht in der Mittenachse des zu schweißenden Kettengliedes 2a erfolgt, sondern näher
an seinem Rücken bzw. an dem gegen den
Sattel 7 anlieg>.lden
nicht zu schweißenden Schenkel. Deshalb hängt der zu schweißende Schenkel unter
Schwerkrafteinfluß über. Bei obenliegendem in Schweißposition herabzudrehenden Schweißschenkel
muß folglich weniger gedreht werden, da die Schwerkraft in Drehrichtung wirkt. Bei
untenliegendem in Schweißposition hochzudrehenden Schweißschenkel muß daher mehr
gedreht werden, da die Schwerkraft gegen Drehrichtung wirkt. Dieser Vorgang ergibt
sich aus der Winkellage des Kettenstranges 1. Die Einstellung der in Abhängigkeit
von der Drehrichtung unterschiedlichen Drehwinkel erfolgt an der Kreuzschlitzführung
8.