DE2941237A1 - Verfahren und vorrichtung zum fortlaufenden verschweissen unmittelbar aufeinanderfolgender unter bildung eines kettenstranges vorgebogener kettenglieder - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zum fortlaufenden verschweissen unmittelbar aufeinanderfolgender unter bildung eines kettenstranges vorgebogener kettenglieder

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L3/00Making chains or chain links by bending the chain links or link parts and subsequently welding or soldering the abutting ends
    • B21L3/02Machines or devices for welding chain links

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Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden
  • Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder, wonach der Kettenstrang gliedweise vorbewegt und auf der Einlaufseite vor einer Schweißstation um 900 um seine Längsachse hin und her gedreht wird.
  • Bei den bisher bekannten Verfahren zum elektrischen Verschweißen jedes Kettenglied eines Kettenstranges sind entweder zwei Schweißstationen und Entgratstationen vorhanden, zwischen denen der Kettenstrang um 900 gewendet wird (US-PS lo 23 127, FR-PS 14 70 257) oder es wird nach dem Schweißen jedes zweiten Kettengliedes in einer Schweißstation der Kettenstrang in einer Schlaufe gewendet, zurückgeführt und so quer verschoben, daß auch die noch ungeschweißten Kettenglieder in derselben Schweißstation geschweißt werden (DE-PS 24 o8 930). Beide Verfahren bedingen einen beträchtlichen Aufwand, weil entweder zwei Schweißstationen und zwei Entgratstationen vorgesehen werden müssen oder weil eine Kettenführungsvorrichtung mit dem vor- und zurückgeführten Kettenstrang mit dazwischenliegender Kettenschlaufe quer zur Kettendurchlaufrichtung nach jedem Takt verstellt werden muß.
  • Eine andere Ausführungsform zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinander folgender Kettenglieder beschreibt 0 eine Vorrichtung zum 90 Drehen von jeweils drei in gestreckter Lage befindlichen Kettengliedern mittels zweier Richtkanten, die an den beiden äußeren Kettengliedern angreifen (DE-OS 26 28 119). Ein sicheres Positionieren des jeweils zu schweißenden Kettengliedes ist damit aber kaum zu erreichen, da ein Verdrillen des Kettenstranges nur unter seiner Gewichtkraft und unter Berücksichtigung der Reibungsverhältnisse nicht sicher gewährleistet ist.
  • Aus der US-Patentschrift 1.474.824 ist es außerdem bekannt, links und rechts einer Schweißstation jeweils eine angetriebene Drehvorrichtung anzuordnen, in denen der geradlinig durchlaufende Kettenstrang in kreuzförmigen Schlitzen geführt wird. Neben dem Aufwand zweier Drehvorrichtungen ergeben orgZben sich aber auch Nachteile daraus, daß die auslaufseitige Drehvorrichtung einer beachtlichen Wärmebelastung von den schweißwarmen Kettengliedern unterliegt und somit einer zusätzlichen Kühlung bedarf. Bei nicht vom Schweißwulst allseitig entgrateten Kettengliedern, wie es bei Störungen z. B. durch beschädigten Entgratmeißel vorkommt, verklemmen sich derartige Kettenglieder in den kreuzförmigen Schlitzen der auslaufseitigen Drehvorrichtungen und verhindern einen weiteren Kettentransport.
  • Schließlich behindert die auslaufseitige Drehvorrichtung die freie Einsichtnahme auf die Schweißstation und auch auf die im Bereich der Schweißstation befindliche Entgratstation sowie ferner die freie Zuganglichkeit für Wartungszwecke.
  • Nach einem anderen bekannten Verfahren (DE-OS 23 47 768) wird der Kettenstrang über eine Scheitelpunkt gezogen, wobei die auf der Auslaufseite in Schienen gleitenden Kettenglieder nach dem Transport im Bereich der Schweißstation durch bewegbare Haltearme wechselweise aus ihrer 450-Lage 0 in die erforderliche 90 -Schweißlage aufgerichtet und anschließend verschweißt werden. Dieses Verfahren ist jedoch nur für kurzgliedrige und leichte Kettenglieder kleinerer Drahtdurchmesser geeignet. Wegen Fehlens einer zwangsweisen Drehvorrichtung ist ein sicheres Drehen und Positionieren der zu schweißenden Kettenglieder nicht gewährleistet. Für schwere Ketten ist dieses Verfahren deshalb praktisch nicht geeignet.
  • Außerdem kennt man eine Vorrichtung zum schweißgerechten Gleichrichten nacheinander zu verschweißender Kettenglieder gegenüber der Schweißstation durch wechselseitiges Drehen des Kettenstranges mit einer um 900 um die Längsachse des Kettenstranges hin- und herdrebbaren Kreuzschlitzführung.
  • Bei dieser bekannten Vorrichtung wird der Kettenstrang lotrecht vorgezogen. Damit der Kettenstrang unter ständiger Zugspannung steht, muß in Vorziehrichtung hinter der Kreuzschlitzführung zusätzlich eine undrehbare Schlitzführung für den Kettenstrang angeordnet werden. Diese Schlitzführung verlangt eine besondere Ausbildung, nämlich derart, daß der Schlitz von der Mitte der Schlitzführung aus in Richtung der Schlitzenden nach beiden Seiten so dachförmig erweitert ist, daß in den Grenzstellungen der Kreuzschlitzführung die sich zugeordneten Schlitzbegrenzungen der undrehbar angeordneten Schlitz führung jeweils einen Durchlaßschlitz für das betreffende Kettenglied freilassen (vgl. DE-PS 10 88 324) Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinander folgender unter Bildung eines Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder anzugeben, welches in einfacher Weise ein exaktes Positionieren der zu schweißenden Kettenglieder in Schweißposition gewährleistet. Zugleich soll eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens geschaffen werden, die sich durch unkomplizierte und funktionsgerechte Bauweise auszeichnet.
  • Diese Aufgabe löst die Erfindung bei einem gattungsgemäßen Verfahren dadurch, daß das jeweils zu schweißende Kettenglied mit dem einlaufseitigen Kettenstrang zunächst um mehr als 900 gedreht und dann in schweißgerechte 90Lage zurückgedreht wird. - Die Erfindung hat erkannt, daß es in Abhängigkeit von den Dimensionen der Kettenglieder - bevorzugt mit größer werdenden Kettengliedern - notwendig wird, den einlaufseitigen Kettenstrang und damit das zu schweißende Kettenglied zunächst um mehr als 900 zu drehen, so daß ein verdrillter Kettenstrang entsteht, dessen Verdrillung von der Einlaufseite bis zur Auslaufseite reicht, um dann den über 900 hinaus gedrehten Winkelbetrag wieder zurückzudrehen. Erst dadurch wircl eine genaue horizontale Lage des zu schweißenden Kettengliedes erreicht. Nach diesem Vorgang weisen im Bereich der Schweißstation die jeweils benachbarten Kettenglieder untereinander einen Winkel von 900 auf, so daß für das in der Schweißstation befindliche bzw. darin zu überführende Kettenglied einwandfreie Schweißposition gewährleistet ist.
  • Gegenstand der Erfindung ist auch eine Vorrichtung zum Durchführen des beanspruchten Verfahrens, mit der Schweißstation im Einlauf vorgeordneter hin- und herdrehbarer Kreuzschlitzführung für den einlaufseitigen Kettenstrang.
  • Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißstation im Auslauf eine zwangs freie Kettenführung nachgeordnet ist. - Im Gegensatz zu bekannten Vorrichtungen wird also bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform im Auslauf sowohl auf eine weitere Drehvorrichtung als auch auf eine Zwangsführung für den Kettenstrang verzichtet. Die Erfindung hat nämlich erkannt, daß der Kettenstrang nur einlaufseitig gedreht werden muß und zunächst überdreht werden 0 kann, um daß zu schweißende Kettenglied in eine 90 Lage zu bringen, während auf der Auslaufseite die schweißwarmen Kettenglieder des Kettenstranges frei und unbeeinträchtigt durch die Kettenführung ablaufen können. Dadurch wird nicht nur für die exakte Positionierung des zu schweißenden Kettengliedes erforderliche Verdrillung des Kettenstranges von der Einlaufseite bis in die Auslaufseite ermöglicht, sondern darüber hinaus können die schweißwarmen Kettenglieder ihre Wärme ungehindert abstrahlen, so daß ein Verklemmen der bereits geschweißten Kettenglieder durch Schweißzunder oder auch im Falle einer unvollkommenen Entgratung im Auslauf ausgeschlossen ist. Die Einsichtnahme auf den Verfahrensablauf und die Zugänglichkeit zur Schweißstation und Entgratungsstation sind in einfacher Weise gewährleistet. Die beanspruchten Maßnahmen ermöglichen im Ergebnis die einfache und reproduzierbare Herstellung einer vollständig geschweißten Kette in lediglich einem Durchlauf des Kettenstranges durch die Schweißstation, und zwar im Rahmen eines sicheren und störungsfreien Arbeitsablaufes. - Darin sind die wesentlichen durch die Erfindung erreichten Vorteile zu sehen.
  • Weitere erfindungswesentliche Merkmale sind im folgenden aufgeführt. Erfindungsgemäß besteht eine zwangs freie Kettenführung aus einer oben offnen Führungswanne, z. B. einem Halbrohr oder aus einem geschlossenen Führungsrohr, durch welche der auslaufseitige Kettenstrang mit vorgegebenem Bewegungsspiel hindurchgeführt ist. Dadurch wird eine einfache und dennoch funktionssichere Führung ohne Zwängung des Kettenstranges erreicht.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen: Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Schweißen von Kettengliedern in vereinfachter Darstellung und Ansicht von oben, Fig. 2 einen Schnitt gemäß I-I in Fig. 1 und Fig. 3 einen Schnitt gemäß II-II in Fig. 1.
  • In den Figuren ist eine Vorrichtung zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines Kettenstranges 1 vorgebogener Kettenglieder 2 dargestellt. Der Kettenstrang 1 wird gliedweise vorbewegt und auf der Einlaufseite 3 vor einer Schweißstation 4 um 900 um seine Längsachse hin- und hergedreht. Die Schweißstation 4 weist im wesentlichen Schweißelektroden 5, Stauchstähle 6 und einen Sattel 7 für das jeweils zu schweißende Kettenglied 2a auf. Die Stauchstähle 6 und Schweißelektroden 5 können sowohl ortsfest als auch bewegbar ausgeführt sein, so daß entweder das zu schweißende Kettenglied 2a mittels des Sattels 7 an diese Werkzeuge herangeführt wird oder diese Werkzeuge an das zu schweißende Kettenglied angelegt werden. Der Schweißstation 4 ist im Einlauf eine hin- und herdrehbare Kreuzschlitzführung 8 für den einlaufseitigen Kettenstrang 1a vorgeordnet. Diese Kreuzschlitzführung 8 besteht im wesentlichen aus einem Rohrelement 9, in dem sich für die zwangsweise, formschlüssige Führung der Kettenglieder 2 ein Kreuzschlitz 10 befindet. Das Rohrelement 9 trägt an seinem vorderen Ende einen Zahnkranz 11, in den ein durch einen Motor 12 angetriebenes Ritzel 13 ein greift. Der Schweißstation 4 ist im Auslauf eine zwangsfreie Kettenführung 14 nachgeordnet. Diese zwangsfreie Kettenführung 14 kann aus einer Führungswanne, z. B. einem Halbrohr, oder aus einem Führungsrohr bestehen, durch welche der auslaufseitige Kettenstrang 1b, dessen Kettenglieder 2 bereits alle geschweißt sind, mit vorgegebenem Bewegungsspiel hindurchgeführt ist. Dargestellt ist eine Führungswanne. Der gesamte Kettenstrang 1 wird durch eine nicht gezeigte, in bekannter Weise ausgebildete Transportvorrichtung in Pfeilrichtung um jeweils die Teilung eines Kettengliedes 2 vorgezogen.
  • Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die liegende.
  • Nachdem das zu schweißende Kettenglied 2a von den Stauchstählen 6 und den Schweißelektroden 5 elektrisch verschweißt worden ist, wird der Kettenstrang 1 in Pfeilrichtung um eine Kettengliedteilung vorgezogen. Während dieses Transporthubes wird gleichzeitig der einlaufseitige Kettenstrang 1a mittels der angetriebenen Kreuzschlitzführung 8 soweit gedreht, daß sich das einlaufseitige dem zu schweißenden Kettenglied 2a benachbarte Kettenglied 2 in einer horizontalen Lage befindet. Im einfachsten Fall genügt hier eine Drehung der Kreuz-0 schlitzführung 8 um 90 . Erfindungsgemäß wird jedoch das jeweils zu schweißende Kettenglied 2a mit dem einlaufseitigen Kettenstrang la zunächst um mehr als 900 gedreht und dann in schweißgerechte 900-Lage zurückgedreht. In dem auslaufseitigen Kettenstrang 1b bilden die benachbarten Kettenglieder 0 dabei durchaus von 90 abweichende Winkel untereinander, weil zwangsfreie Kettenführung 14 gewährleistet ist. Dadurch wird jedoch der ordnungsgemäße Schweißablauf in keiner Weise beeinträchtigt, da es stets nur auf die schweißgerechte horizontale Lage des zu schweißenden Kettengliedes in der Schweißstation 4 bzw. an dem Sattel 7 ankommt.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung mit selbständiger Bedeutung ist der Drehwinkel für die zu schweißenden Kettenglieder 2a mit untenliegendem in Schweißposition hochzudrehenden Schweißschenkel größer als für die zu schweißenden Kettenglieder 2a mit obenliegendem in Schweißposition herabzudrehenden Schweißschenkel gewählt. Schweißschenkel meint im Rahmen ir Erfindung den jeweils zu schweißenden Schenkel. - In diesem Zusmmenhang geht die Erfindung nämlich von der Erkenntnis aus, daß der Angriff der verdrillenden Nachbarglieder auf der Einlaufseite und Auslaufseite nicht in der Mittenachse des zu schweißenden Kettengliedes 2a erfolgt, sondern näher an seinem Rücken bzw. an dem gegen den Sattel 7 anlieg>.lden nicht zu schweißenden Schenkel. Deshalb hängt der zu schweißende Schenkel unter Schwerkrafteinfluß über. Bei obenliegendem in Schweißposition herabzudrehenden Schweißschenkel muß folglich weniger gedreht werden, da die Schwerkraft in Drehrichtung wirkt. Bei untenliegendem in Schweißposition hochzudrehenden Schweißschenkel muß daher mehr gedreht werden, da die Schwerkraft gegen Drehrichtung wirkt. Dieser Vorgang ergibt sich aus der Winkellage des Kettenstranges 1. Die Einstellung der in Abhängigkeit von der Drehrichtung unterschiedlichen Drehwinkel erfolgt an der Kreuzschlitzführung 8.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum fortlaufenden Verschweißen unmittelbar aufeinanderfolgender unter Bildung eines Kettenstranges vorgebogener Kettenglieder, wonach der Kettenstrang gliedweise vorbewegt und auf der Einlaufseite vor einer Schweißstation um 900 um seine Längsachse hin- und hergedreht wird, d a d u r c h Cj e k e n n z e i c h n e t , daß das jeweils zu schweißende Kettenglied mit dem einlaufseitigen Kettenstrang zunächst um mehr als 900 gedreht und dann in schweißgerechte 900-Lage zurückgedreht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehwinkel für die zu schweißenden Kettenglieder mit untenliegendem in Schweißposition hochzudrehenden Schweißschenkel größer als für die zu schweißenden Kettenglieder mit obenliegendem in Schweißposition herabzudrehenden Schweißschenkel gewählt ist.
  3. 3. Vorrichtung zur Durchfürung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2 und unabhängig davon, mit der Schweißstation im Einlauf vorgeordneter hin- und herdrehbarer Kreuzschlitzführung für den einlaufseitigen Kettenstrang, dadurch gekennzeichnet, daß der Schweißstation (4) im Auslauf eine zwangsfreie Kettenführung (14) nachgeordnet ist und
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zwangsfreie Kettenführung (14) aus eßer Führungswanne, z. B. Halbrohr, oder aus einem Führungsrohr besteht, durch welche der auslaufseitige Kettenstrang mit vorgegebenem Bewegungsspiel hindurchgeführt ist.
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