DE295703C - - Google Patents

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DE295703C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B21/00Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically
    • F22B21/34Water-tube boilers of vertical or steeply-inclined type, i.e. the water-tube sets being arranged vertically or substantially vertically built-up from water tubes grouped in panel form surrounding the combustion chamber, i.e. radiation boilers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Heat Treatment Of Water, Waste Water Or Sewage (AREA)

Description

^KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Kesselanlage für gleichzeitige Verdampfung von ,· Dampfwasser und unreinem Zusatzspeisewasser. Bei den Kesselanlagen, im besonderen den neuzeitliehen Röhrenkesseln, bei welchen der Ansatz von Kesselstein aus Gründen der Gefahr des Erglühens der Kesselwand bei den hohen Beanspruchungen vermieden werden muß, andererseits die für Dampfturbinen notwendige
ίο Reinheit des Dampfes durch starke Verdampfung unreinen Wassers nicht erreichbar wäre, hat man bisher das Zusatzwasser in einem besonderen Verdampfer ohne Druck verdampft und den Dampf wieder niedergeschlagen, wobei der Verdampfer durch Kesseldampf geheizt und so die Gefahr des Erglühens vermieden wird. Nach der Erfindung soll dasselbe Ergebnis nach beiden Richtungen ohne die bisherige umständliche, teure und besondere Wartung erforderliche Verdampfungsanlage dadurch erreicht werden, daß gesonderte Abteilungen für die Verdampfung des Dampfwassers und des Zusatzspeisewassers zu einem einheitlichen Kessel mit einer den Abteilen gemeinsamen Feuerung zusammengeschlossen sind. Hierbei erfolgt die Verdampfung des Dampfwassers in dem im ersten Zuge der Heizgase liegenden Kesselteil und die' Verdampfung des Zusatzwassers in dem am Ende des Gaszuges liegenden Kesselteil, wo diese Gase genügend abgekühlt sind, um einerseits bei Kesselsteinansatz dennoch die Gefahr des Erglühens der Kesselwand zu vermeiden, andererseits die Verdampfung genügend schwach für Erzeugung ganz reinen Dampfes zu halten. Der Wasserraum der Kesselanlage ist demnach in zwei getrennten Kesselgliedern vorgesehen oder durch eine Scheidewand in zwei Teile geteilt, derart, daß ein Überströmen des Zusatzwassers in den Reinwasserteü nicht möglieh ist, während beide Abteilungen im Dampfraum verbunden sind. Wegen der Veränderlichkeit in der Heizwirkung des einen und des anderen Teiles und der damit eintretenden Gefahr der Leerverdampfung des Zusatzwasserteiles muß Vorsorge getroffen werden, daß eine ausgleichende Überführung von kleinen Mengen Dampfwasser in den Zusatzwasserteil stattfindet. Dabei werden aus praktischen Gründen die Gestaltung und Anordnung der beiden Kesselabteilungen derart sein, daß der Kesselteil für die Verdampfung des Zusatzwassers etwas mehr als Zusatzwasser erforderlich ist, verdampft. Daher ist regelmäßig ein kleiner Überschuß von dem für die Speisung des anderen Kesselteiles bestimmten Dampfwasser dem Zusatz verdampf er zuzuführen. Dies ist am einfachsten so zu bewirken, daß der für den Zusatzverdampferteil bestimmte Überschuß von Dampfwasser aus dem Speisebehälter für das Dampfwasser durch einen Überlauf in den Speisebehälter für das Zusatzwasser fließt, während die getrennte Speisung aus den beiden Behältern in die zugehörigen Kesselteile in üblicher Weise (z. B. durch schwimmergesteuerte Ventile) geregelt wird.
Die neue Kesselanlage ist in Fig. 1 und 2 in zwei verschiedenen Ausführungen in einfachen Linien dargestellt.
Bei der neuen Kesselanlage nach Fig. 1 ist der mit Dampfwasser gespeiste Kesselteil mit a
und der mit Zusatzwasser gespeiste Kesselteil mit δ bezeichnet. Der in der Abteilung b erzeugte Dampf wird durch das Rohr c in den Oberkessel d der Kesselabteilung α geleitet, vermischt sich mit dem hier erzeugten Dampf und geht durch das Rohr β weiter zum Überhitzer oder zur Verwendungsstelle. Damit in den Kesselteil δ nur die notwendige Menge Zusatzwasser geleitet wird, ist der Sammel-
behälter f für das Dampf wasser mit einem Überlauf versehen, von welchem aus das Dampfwasser in den Sammelbehälter g für das Zusatzwasser überfließt, dessen Wasserspiegel in bekannter Weise mittels eines durch einen Schwimmer gesteuerten Zuflußventils auf bestimmter Höhe erhalten wird. Wenn nun nicht alles Dampfwasser im Kesselteil α ver-' dampft wird, so läuft der Überschuß in den Zusatzwasserbehälter g und wird mit in den Kesselteil b gespeist.
Da bei großen Dampfkesselanlagen der gezeichneten Art die Kesselabteilung für die Verdampfung des Zusatzwassers erheblich mehr leistet, als sie zur Verdampfung des Zusatzwassers zu leisten braucht, kann gegebenenfalls, wie in Fig. 2 gezeigt, nur ein Teil dieser Kesselabteilung für die Verdampfung des Zusatzwassers benutzt werden, während der übrige Kesselteil für die Verdampfung des Dampfwassers mitbenutzt wird. Bei dieser Kesselanlage nach Fig. 2 sind ein beiden Kesselteilen gemeinsamer Oberkessel h sowie ein gemeinsamer Unterkessel i durch Wände k und I in zwei Abteile geteilt, von denen der eine Abteil, auf der Zeichnung der links liegende, für die Verdampfung des Zusatzwassers benutzt wird. In der Trennwand k befindet sich eine verhältnismäßig enge öffnung m, durch welche der erzeugte Dampf in den nebenliegenden Kesselteil eintritt, sich mit dem dort befindlichen Dampf vermischt und durch das Rohr η nach dem Hauptkesselteil für die Verdampfung des Dampfwassers abgeführt wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Anlage für gleichzeitige Verdampfung von Dampfwasser und Zusatzspeisewasser, dadurch gekennzeichnet, daß gesonderte Abteilungen (a und δ) für die Verdampfung des Dampfwassers und des Zusätzspeisewassers zu einem einheitlichen Kessel mit einer den Abteilungen gemeinsamen Feuerung zusammengeschlossen sind, wobei die Abteilung («) für die Verdampfung des Dampfwassers in dem Bereich der schärfsten Beheizung angeordnet ist und beide Abteilungen im Dampfraum verbunden sind.
2. Kesselanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzwasserspeiseleitung mit der Frischwasserspeiseleitung in der Weise verbunden ist, daß im Falle übermäßiger Verdampfung in der Kesselabteilung (δ) für die Verdampfung des Zusatzwassers . dieser Abteilung eine entsprechende Menge Dampfwasser zugeführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reichsdruckere!.
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