DE29723957U1 - Aufspulmaschine zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens - Google Patents

Aufspulmaschine zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens

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DE29723957U1 DE29723957U DE29723957U DE29723957U1 DE 29723957 U1 DE29723957 U1 DE 29723957U1 DE 29723957 U DE29723957 U DE 29723957U DE 29723957 U DE29723957 U DE 29723957U DE 29723957 U1 DE29723957 U1 DE 29723957U1
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  • Winding Filamentary Materials (AREA)

Description

Barmag Spinnzwirn GmbH 15. April 1999
Zwickauer Straße 247 B40587GBM-2444 KA/WE/ibl2
09116 Chemnitz
AUFSPULMASCHINE ZUM AUFSPULEN EINES MIT
KONSTANTER GESCHWINDIGKEIT ANLAUFENDEN FADENS
Die Erfindung betrifft eine Aufspuhnaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine Aufspuhnaschine ist bekannt durch die DE-OS 39 33 048 (Bag. 1659), ebenso ein Verfahren zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens.
Bei dieser Aufspuhnaschine wird der mit konstanter Geschwindigkeit anlaufende Faden zu einer Spule mittels einer angetriebenen Spulspindel aufgewickelt. Um den Faden mit gleichmäßiger Fadenspannung aufspulen zu können, muß die Aufwickelgeschwindigkeit gleich der Zuführgeschwindigkeit des Fadens sein. Hierzu wird der Faden über eine zwischen zwei ortsfesten Fadenführern angeordnete Tänzerarmrolle geführt. Die Tänzerarmrolle ist an einem mit einem Drehmoment belasteten Tänzerarm befestigt. Hierdurch wird zwischen den beiden 5 Fadenführern ein Durchhang im Faden erzeugt. Über einen Regelkreis wird in Abhängigkeit von der Stellung des Tänzeramrs die Drehzahl der Spulspindel und damit die Umfangsgeschwindigkeit der Spule so geregelt, daß der Faden beim Aufwickeln vom Beginn bis zum Ende der Spulreise immer den gleichen Durchhang hat.
Bei derartigen Aufspulmaschinen ändert sich die absolute Fadenlänge zwischen dem der Changierung vorgeordneten Fadenführer und dem Ablagepunkt des Fadens auf
der Spule aufgrund der Changierbewegung bei jedem Changierhub des Changierfadenführers.
Um diese Längendifferenz zu kompensieren, muß der Tänzerarm seine Stellung mit einer Frequenz, die der doppelten Changierfrequenz entspricht, folgen. Diese Frequenz kann der Tänzerarm, bedingt durch seine Masse und geometrische Form, nicht folgen. Die notwendige Amplitude und Frequenz der Bewegung der Tänzerarmrolle bzw. des Tänzerarms kann bei erhöhter Geschwindigkeit der Changierung nicht erreicht werden. Dadurch kommt es zu Fadenspannungsänderungen, wodurch der Faden entweder überdehnt wird oder verschlappt.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, eine Aufspulmaschine der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß die Aufspulung unabhängig von der Changierbewegung ist bzw. die Aufwickelspannung unabhängig von der Changierbewegung konstant bleibt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Aufspulmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung wurde auch durch die Offenlegungsschrift DE 40 05 793 nicht nahegelegt. Hierbei wird bei einer Ablaufspule ein Draht über eine Umlenkeinrichtung an einem Tänzerarm geführt. Der Tänzerarm ist mit einer Bremse gekoppelt, die durch eine am Tänzerarm angreifende Feder gespannt wird. Durch die an der Umlenkeinrichtung des Tänzerarms angreifende Draht-Zugkraft wird eine mehr oder weniger starke Bremskraft erzeugt. Damit bewirken relativ niedrige Drahtspannungen bereits eine sehr hohe Bremskraft.
Die Erfindung dagegen bewirkt einen Ausgleich der durch die Changierung des Fadens entstehende Längenänderung. Bei der tänzerarmgeregelten Aufspulmaschine wird die Spulspindeldrehzahl so geregelt, daß die Aufwickelgeschwindigkeit des Fadens gleich der Zuführgeschwindigkeit des Fadens ist.
Da der Faden mit dem Changierfadenführer quer zu seiner Laufrichtung auf der Spulenoberfläche hin- und herverlegt wird, ändert sich die Länge zwischen dem der Changierung vorgeschalteten Fadenführer und dem Auflaufpunkt der Spule ständig, wodurch das Gleichgewicht zwischen der Aufspulgeschwindigkeit und der Zuführgeschwindigkeit bei jedem Changierhub gestört wird. Die Erfindung gibt nun eine Lösung an, wie die Länge des Fadens vom Auflaufpunkt der Spule bis zu dem der Tänzerarmrolle vorgeschalteten Fadenführer, zu dem der Faden mit konstanter Geschwindigkeit aufläuft, konstant gehalten werden kann. Zum Ausgleich der aufgrund der Changierung bedingten Längenänderung des Fadens muß der Tänzerarm eine von der Anzahl der Umschlingungen abhängigen Ausgleichshub machen, der ein Bruchteil der Strecke der Längenänderung ist. So wird bereits bei doppelter Umschlingung die Amplitude der Tänzerarmbewegung gegenüber der bisherigen Einfachumschlingung halbiert. Damit muß der mit einer Masseträgheit behaftete Tänzerarm in der Zeiteinheit nur noch den halben Weg zurücklegen und erfährt somit eine wesentlich geringere Beschleunigung. Damit wird auch die Geschwindigkeit des Tänzerarms in Abhängigkeit von der Anzahl der Umschlingungen proportional verringert. Der Tänzerarm kann auch bei höheren Frequenzen den Ausgleich der Längendifferenz bewirken ohne daß es zu Überdeh-0 nungen oder Verschlappungen des Fadens kommt.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß das Gewicht der Tänzerarmrolle bzw. das auf dem Tänzerarm wirkende Drehmoment ebenfalls in Abhängigkeit von der Anzahl der Umschlingungen sich nur zu einem Bruchteil auf die Fadenspannung 5 auswirkt. Bei doppelter Umschlingung wird somit nur ein Viertel der an der Tänzerarmrolle angreifenden Kraft im Faden wirksam. Die erfindungsgemäße Aufspulmaschine eignet sich daher auch besonders zum Aufwickeln von Fäden mit feinen Titern, die bei relativ niedrigen Fadenspannungen gewickelt werden.
Durch die Mehrfachumschlingung der Tänzerarmrolle zwischen den beiden ortsfesten Fadenführern wird zudem eine wesentlich größere Speicherstrecke
gebildet, die extreme äußere Lieferstörungen wesentlich besser ausgleichen kann.
Die definierte Mehrfachumschlingung der Tänzerarmrolle wird so gebildet, daß der auf die Tänzerarmrolle auflaufende Faden vor dem Ablaufen zunächst ein- oder mehrmals zu einem ortsfesten Fadenführer und zurück geleitet wird. Dadurch stellen sich mehrere Teilumschlingungen an der Tänzerarmrolle ein.
Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß die Mehrfachumlenkung des Fadens zwischen dem Tänzerarm und einem der beiden ortsfesten Fadenführer gebildet wird. Dadurch werden zusätzlich den Faden angreifende Reibkräfte vermieden.
Die erfindungsgemäße Aufspulmaschine zeichnet sich dadurch aus, daß der Faden an der Tänzerarmrolle jeweils in einer Fadenlaufrille geführt wird. Dadurch ist gewährleistet, daß selbst bei ständigen Schwingungen des Tänzerarms der Faden um die Tänzerarmrolle sicher geführt wird. Die Fadenlaufrillen weisen hierzu einen gleichen Durchmesser auf.
Da es bei der Mehrfachumschlingung des Fadens zwischen zwei oder mehr Rollen und der ständigen Schwingbewegung des Tänzerarms zu unterschiedlichen 0 Umfangsgeschwindigkeiten der umschlungenen Rollen kommt, können durch Schlupf unzulässig hohe Zugkräfte im Faden entstehen. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, daß der Faden pro Umschlingung jeweils um eine frei drehbare Rolle geführt wird. Erfindungsgemäß können die Rollen als deich- oder Gegenlaufrollen ausgeführt sein. Damit lassen sich sowohl Z-förmige, S-förmige oder O-förmige 5 Umschlingungen des Fadens verwirklichen.
Um einen schlupffreien Fadenlauf bei der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine zu ermöglichen, ist es von Vorteil, wenn der mehrfach umschlungene ortsfeste Fadenführer ebenfalls frei drehbare Rollen pro Umschlingung aufweist.
30
Die Fadenumlenkungen können daher an der Tänzerarmrolle über dem ortsfesten
-5-
Fadenführer sowohl über voneinander unabhängig drehbar gelagerten Rollen als auch über eine einzige durchgehende zylindrische Rolle erfolgen.
Die Mehrfachumlenkung des Fadens erfolgt vorteilhafter Weise zwischen der Tänzerarmrolle und einem der beiden ortsfesten Fadenführer, die mit der Tänzerarmrolle den Durchhang des Fadens bilden.
Nachfolgend wird unter Hinweis auf die Zeichnung ein Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 schematisch ein Ausfuhrungsbeispiel der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine;
Fig. 2 eine Gleichlauftänzerarmrolle zur Fadenführung;
Fig. 3 eine Gegenlauftänzerarmrolle zur Fadenführung;
Fig. 4 eine Gegenlauftänzerarmrolle zur Fadenführung.
In Fig. 1 ist perspektivisch ein Ausfuhrungsbeispiel einer Aufspulmaschine gezeigt. Hierbei ist der Spulkopf an einer senkrechten Ständerplatte 1 angeordnet. An der Ständerplatte 1 ist die Spulspindel 3, auf welche die Spule 4 mit der Spulhülse 5 5 aufgespannt ist, auskragend gelagert. Der Spulspindel 3 ist die Changiereinrichtung 8 zum Changieren des zulaufenden Fadens 2 zugeordnet. Die Changiereinrichtung 8 parallel zur Spule 4 besteht aus einem Gehäuse 6, in dem eine Kehrgewindewelle drehbar gelagert ist und dem von der Kehrgewindewelle in einer Geradführung hin- und herbewegten Changierfadenführer 7, der den Faden 2 auf der Spule verlegt.
0 Um einen gleichbleibenden Abstand zwischen der Oberfläche der Spule 4 und der Changiereinrichtung 8 zu bewerkstelligen, ist eine Stützrolle 20 am Gehäuse 6 der
-6-
Changiereinrichtung frei drehbar gelagert.
Die Changiereinrichtung 8 mit der Kehrgewindewelle ist an einem Schlitten 21 befestigt. Der Schlitten 21 ist in einer Schlittenführung 22 gelagert, die eine geradlinige Bewegung - radial oder sekantial zur Spule - zuläßt. Der Schlitten 21 ist derart federbelastet, daß die Changiereinrichtung 8 sich während der gesamten Spulreise mit ihrer Stützrolle 20 gegen die Spulenoberfläche abstützt, jedoch dem größer werdenden Durchmesser der Spule 4 ausweichen kann.
Der zugeführte Faden 2 läuft, bevor er vom Changierfadenführer 7 auf der Spulenoberfläche verlegt wird, über zwei ortsfeste Fadenführer 14 und 15, zwischen welchen ein Tänzerarm 9 mit einer Tänzerarmrolle 10 schwenkbar angeordnet ist. Die Tänzerarmrolle 10 liegt unter dem Gewicht des Tänzerarms 9 auf dem Faden auf. Durch das Anwachsen der Spule 4 und die Verkürzung der zwischen den Fadenführern 14 und 15 gebildeten Fadenschleife (Durchhang) wird der Schwenkwinkel des Tänzeramrs 9 geändert und in Abhängigkeit hiervon durch eine mechanisch-elektrische Regeleinrichtung 17 die Drehzahl des Spindelmotors 18 für die Spulspindel elektronisch nachgeregelt.
0 Auf der anderen Seite der Ständerplatte 1 ist der Spindelmotor 18 für den Antrieb der Spulspindel 3 befestigt. Der Spulspindelantrieb ist mit der Kehrgewindewelle derart verbunden, daß während der gesamten Spulreise das Verhältnis der Spulspindeldrehzahl und der Changierfrequenz konstant bleibt.
5 Der Faden 2 läuft zunächst auf den Fadenführer 14 auf. Der Fadenführer 14 besteht aus einer Führungsrolle 11, die an einer Achse 13 drehbar gelagert ist. Die Achse
13 ist an der Ständerplatte 1 befestigt. Der Faden läuft sodann von dem Fadenführer
14 zu der Tänzerarmrolle 10. Die Tänzerarmrolle weist zwei parallel nebeneinander ausgebildete Fadenlaufrillen 32.1 und 32.2 auf. Der Faden, der von dem Fadenführer 14 abläuft, wird in einer der Fadenlaufrillen umgelenkt und zum zweiten Fadenführer 15 geführt. Der Fadenführer 15 besteht aus der Fadenführungs-
-7-
rolle 12, die an einer Achse 16 drehbar gelagert ist. Die Achse 16 ist an der Ständerplatte 1 befestigt. Die Fadenführungsrolle 12 besitzt ebenfalls zwei Fadenführungsrillen mit gleichem Durchmesser.
Der Faden wird nun um eine der Führungsrillen geführt. Daran anschließend umschlingt der Faden die zweite Fadenführungsrille der Tänzerarmrolle 10, um dann über die zweite Fadenführungsrille der Führungsrolle 12 des Fadenführers 15 abzulaufen zum Changierfadenführer 7.
Der Faden läuft mit konstanter Geschwindigkeit zu. Dadurch bildet sich zwischen den Fadenführern 14 und 15 infolge des konstanter Gewichtes des Tänzerarms 9 mit der TanzerarmroUe 10 - eventuell verstärkt durch einen Drehmomentgeber 24 - ein Durchhang. Die Größe dieses Durchhangs wird bestimmt zum einen durch die Zuliefergeschwindigkeit des Fadens und zum anderen durch die Aufwickelgeschwindigkeit. Die Größe des Durchhangs wird auf einen konstanten Wert ausgeregelt. Hierzu ist die Achse 31 des Tänzerarms mit einem Drehsensor 19 verbunden. Durch den Drehsensor 19 wird die Position sowie die Geschwindigkeit der Positionsänderung des Tänzerarms erfaßt. Der Drehsensor 19 ist mit einer Regeleinrichtung 17 gekoppelt. Durch die Regeleinrichtung 17 wird der 0 Spindelmotor 18 angesteuert. Wenn sich nun der Durchhang des Fadens vergrößert und folglich der Tänzerarm 9 entgegen dem Uhrzeigersinn schwenkt, wird die Antriebsdrehzahl des Spindelmotors 18 erhöht. Verringert sich der Durchhang, wird die Antriebsdrehzahl herabgesetzt. Der Tänzerarm 9 und die Regeleinrichtung 17 sind also in einem Regelkreis einbezogen, durch den der Durchhang der Fadenschleife zwischen den Fadenführem 14 und 15 ausgeregelt wird. Die Regeleinrichtung 17 ist jedoch derart eingestellt, daß die hochfrequenten Schwingungen des Tänzerarms, die aufgrund der Changierbewegung entstehen, nicht zur Regelung des Spindelmotors führen.
Bei der Changierung des Fadens tritt eine maximale Längendifferenz der Länge zwischen dem Ablaufpunkt von dem Fadenführer 15 zum Auflaufpunkt der Spule 4
jeweils in den Changierhubenden auf. Diese Längendifferenz wird nun dadurch ausgeglichen, daß der Tänzerarm jeweils in den Changierhubenden einen Weg im Uhrzeigersinn verschwenkt ist, so daß die Fadenlänge vom Fadenführer 14 bis zum Auflaufpunkt der Spule konstant bleibt. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführung ist die Amplitude der Bewegung der Tänzerarmrolle bzw. des Tänzerarms einviertel so groß wie die durch die Changierung hervorgerufene Längendifferenz des Fadens. Die Amplitude der Tänzerarmbewegung läßt sich mit der Anzahl der Umschlingungen an der Tänzerarmrolle proportional verringern. Damit wird die Geschwindigkeit und damit die Dynamik des Tänzerarms erheblich gemindert.
Dieses Verhalten wirkt sich demnach positiv auf den Regelmechanismus aus. Der Tänzerarm wird somit synchron zur Changierfrequenz schwingen, so daß sich die Changierung nicht auf die Aufspulgeschwindigkeit und die Zuführgeschwindigkeit auswirkt. Damit läßt sich eine Aufspulung mit im wesentlichen konstanter Fadenspannung und somit ein guter Spulenaufbau erzielen. Da die an der Tänzerarmrolle angreifende Kraft des Tänzerarms durch die Anzahl der Umschlingungen aufgenommen wird, reduziert sich die aufzunehmende Kraft im Faden. Dadurch ist es möglich, den Tänzerarm mit einem höheren Drehmoment bzw. einer härteren Feder zu belasten, was wiederum eine Frequenzsteigerung zuläßt.
Andererseits wird es möglich, mit der erfindungsgemäßen Aufspulmaschine Fäden mit geringer Fadenspannung aufzuspulen.
In Fig. 2 ist eine Anordnung von Führungsrollen gezeigt, wie sie als Tänzerarmrolle eingesetzt werden könnten. Hierbei ist eine zweifache Gleichlauf-Tänzerarmrolle gezeigt. Die Tänzerarmrolle besteht aus einer ersten Rolle 25.1 und einer zweiten Rolle 25.2. Die Rolle 25.1 ist an einer Welle 26 in deren mittlerem Bereich befestigt. Die Welle 26 ist mit einem Ende durch die Lager 28 in einer hohlzylindrischen Achse 29 gelagert. Auf dem gegenüberliegenden Ende der Welle 26 ist die zweite Rolle 25.2 über ein Lager 27 drehbar gelagert. Die Rolle 25.1 dreht sich mit der Welle 26. Die Rolle 25.2, die an der rotierenden Welle gelagert
ist, dreht in der gleichen Drehrichtung. An dem Lager 27 ist somit nur die Differenzdrehzahl beider Rollen wirksam. Diese Tänzerarmrolle verhindert, daß eine unzulässig hohe Zugkraft in den Faden durch Schlupf induziert wird, da insbesondere bei Mehrfachumschlingungen die Bewegung des Tänzerarms zu unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten der umschlungenen Rollen führt.
In Fig. 3 ist eine zweifache Gegenlauf-Tänzerarmrolle gezeigt. Die Rolle 25.1 ist, wie zuvor in Fig. 2 beschrieben, an einer Welle 26.1 befestigt, die ihrerseits in der hohlzylindrischen Achse 29 durch die Lager 28.1 gelagert ist. Die Rolle 25.1 besitzt einen Ansatz 30.1 zur Aufnahme eines Lagers 28.2. Der Ansatz 30.1 ist dabei koaxial zur hohlzylindrischen Achse 29 auf der gegenüberliegenden Seite der Rolle 25.1 angeordnet. Der Ansatz ist, wie die Achse, hohlzylindrisch derart ausgeführt, daß eine Welle 26.2 drehbar durch die Lager 28.2 im Innendurchmesser des Ansatzes gelagert ist. An der Welle 26.2 ist die Rolle 25.2 befestigt. In diesem Fall besitz die Rolle 25.2 eine eigene, von der Rolle 25.1 getrennte Welle 26.2, so daß beide Rollen in entgegengesetzter Drehrichtung drehbar sind. Durch diese Anordnung können vorteilhaft Mehrfachumschlingungen in S- oder Z-Form aber auch O-Form realisiert werden.
0 In Fig. 4 ist eine dreifache Gegenlauf-Tänzerarmrolle gezeigt. Die Anordnung der Rollen 25.1, 25.2 und 25.3 ist dabei analog zu der in Fig. 3 beschriebenen Tänzerarmrolle. Insoweit wird auf die Beschreibung von Fig. 3 Bezug genommen. Da alle drei Rollen voneinander getrennte Wellen 26.1, 26.2 und 26.3 besitzen, ist ein gegengerichteter Drehsinn jeder beliebigen Rolle möglich, ohne eine unzulässige hohe Zugkraft in den Faden zu induzieren. Dabei ist es beliebig, welche der drei Rollen im entgegengesetzten Drehsinn rotiert und welche Drehzahldifferenz zwischen den Rollen auftritt. So können sowohl nur Rolle 25.2 oder nur Rolle 25.3 oder aber die Rollen 25.2 und 25.3 eine gegenüber der Rolle 25.1 gegenläufigen Drehsinn haben.
Die in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Tänzerarmrollen sind ebenfalls als Faden-
führungsrolle der Fadenführer 14 oder 15 einsetzbar.
Die erfindungsgemäße Aufspulmaschine zeigt insbesondere beim Aufspulen von hochfeinen Fäden einen erheblich verbesserten Spulenaufbau und gewährleistet, bedingt durch die konstante Fadenspannung, eine Vermeidung der Schädigung des Fadens durch Überdehnung.
BEZUGSZEICHENAUFSTELLUNG
1 Ständerplatte
2 Faden
5 3 Spulspindel
4 Spule
5 Hülse
6 Gehäuse
7 Changierfadenführer
10 8 Changierung
9 Tänzerarm
10 Tänzerarmrolle
11 Führungsrolle
12 Führungsrolle
15 13 Achse
14 Fadenführer
15 Fadenführer
16 Achse
17 Regeleinrichtung
20 18 Spindelmotor
19 Drehsensor
20 Stützrolle
21 Schlitten
22 Schlittenführung
25 23 Drehmomentbelastungseinrichtung
24 Drehmomentgeber
25 Rolle, Führungsrolle
26 Welle
27 Lager
30 28 Lager
29 Achse
30 Ansatz
31 Achse
32 Fadenlaufrille

Claims (1)

  1. -IS-
    SCHUTZANSPRÜCHE
    1. Aufspulmaschine zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens (2) zu einer Spule (4),
    mit einer mit einem Motor (18) angetriebenen Spulspindel (3) zur Aufnahme einer Spulhülse (5),
    mit einer Changiereinrichtung (8) zum Hin- und Herverlegen des Fadens (2) quer zu seiner Laufrichtung auf der Spulenoberfläche,
    mit einem einseitig drehbar gelagerten Tänzerarm (9)
    und mit einer zwischen zwei ortsfesten Fadenführern (14, 15) angeordneten Tänzerarmrolle (10), die an dem freien Ende des Tänzerarms (9) angeordnet ist und eine zur Fadenführung ausgebildete Fadenlaufrille (32) aufweist,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    mehrere Fadenlaufrillen (32.1, 32.2) parallel nebeneinander an der TänzerarmroUe (10) ausgebildet sind, wobei der Faden (2) mehrfach zwischen einem der beiden oder beiden Fadenführern (14, 15) und der Tänzerarmrolle
    (10) oder einem zusätzlichen ortsfesten Fadenführer und der Tänzerarmrolle
    (10) geführt wird und jede der Fadenlaufrillen (32.1, 32.2) teüumschlingt.
    0 2. Aufspulmaschine nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Tänzerarmrolle (10) aus mehreren unabhängig voneinander drehbaren Rollen (25.1, 25.2) mit jeweils einer Fadenlaufrille (32.1, 32.2) besteht.
    3. Auf spulmaschine nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Rollen (25.1, 25.2) mit gleichgerichteter Drehrichtung drehbar sind.
    4. Aufspulmaschine nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    benachbarte Rollen (25.2, 25.2) mit entgegengesetzter Drehrichtung drehbar
    sind.
    5. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
    der vom Faden (2) mehrfach umschlungene Fadenführer (14, 15) aus mehreren mit jeweils einer Fadenlaufrille ausgebildeten koaxial zueinander angeordneten Führungsrollen (25.1, 25.2) besteht.
    6. Aufspulmaschine nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    die Führungsrollen (25.1, 25.2) mit gleichgerichteter Drehrichtung drehbar sind.
    7. Aufspulmaschine nach Anspruch 5,
    dadurch gekennzeichnet, daß
    benachbarte Führungsrollen (25.1, 25.2) mit entgegengesetzter Drehrichtung drehbar sind.
    8. Aufspulmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 0 dadurch gekennzeichnet, daß
    der zur Changiereinrichtung (8) vorgeschaltete Fadenführer (15) mehrfach vom Faden (2) teilumschlingbar ist.
DE29723957U 1996-11-07 1997-10-30 Aufspulmaschine zum Aufspulen eines mit konstanter Geschwindigkeit anlaufenden Fadens Expired - Lifetime DE29723957U1 (de)

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