DE3041109C2 - - Google Patents
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- DE3041109C2 DE3041109C2 DE3041109A DE3041109A DE3041109C2 DE 3041109 C2 DE3041109 C2 DE 3041109C2 DE 3041109 A DE3041109 A DE 3041109A DE 3041109 A DE3041109 A DE 3041109A DE 3041109 C2 DE3041109 C2 DE 3041109C2
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- G07F7/10—Mechanisms actuated by objects other than coins to free or to actuate vending, hiring, coin or paper currency dispensing or refunding apparatus by coded identity card or credit card or other personal identification means together with a coded signal, e.g. in the form of personal identification information, like personal identification number [PIN] or biometric data
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- Secondary Cells (AREA)
- Input From Keyboards Or The Like (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Ausweiskarte oder einen ähnlichen
Datenträger mit einem IC-Baustein, in dem neben
allgemeinen Daten ein Identifikationscode gespeichert
ist, der bei Benutzung der Ausweiskarte mit einem beispielsweise
manuell eingegebenen Code zur Bildung einer
Ja/Nein-Aussage verglichen wird.
IC-Bausteine der obengenannten Art werden in Ausweiskarten
oder ähnliche Datenträger eingebaut, die in letzter
Zeit zunehmend im automatischen Geld- und Dienstleistungsverkehr
zum Einsatz kommen. Um nur dem Eigentümer
der Ausweiskarte die Benutzung zu ermöglichen, enthält
der IC-Baustein einen nur dem Eigentümer bekannten
vertraulichen Code, welcher Beispielsweise die Form einer
vierstelligen Zahl aufweisen kann, die bei jeder
Benutzung der Karte mit einer vom Benutzer über ein geeignetes
Terminal eingegebenen Zahl verglichen wird.
Nur wenn die Zeichenfolgen der beiden Zahlen übereinstimmen,
kann die Ausweiskarte tatsächlich genutzt werden,
um beispielsweise von einem Konto Geld abzuheben.
Falls eine mit einem derartigen IC-Baustein versehene
Karte gestohlen wird oder verlorengeht, bietet sich
grundsätzlich einem mit der Materie vertrauten Betrüger
die Möglichkeit, den vertraulichen Code dadurch in Erfahrung
zu bringen, daß er mit Hilfe eines geeigneten
Programms und entsprechend hoher Zyklusfrequenzen alle
Code-Möglichkeiten innerhalb kurzer Zeit durchspielt und
die Reaktion auf den richtigen
Code auswertet. Dabei kommt dem Betrüger die Tatsache
zugute, daß der Code, der für den Benutzer leicht
merkbar sein soll, in den meisten Fällen aus nur wenigen
Zeichen besteht.
Im Zusammenhang mit einem Schlüssel-Schloß-System ist es
aus der US-PS 38 59 634 bekannt, ein Ausspähen des Zugangscodes
dadurch zu erschweren, daß der Schlüsselcode
in mehr oder weniger kurzen Abständen geändert wird, ohne
daß der Benutzer davon Kenntnis erhält. Dieses Sicherungsprinzip
ist bei Ausweiskarten nicht anwendbar, da
der Benutzer den jeweils gültigen Code kennen muß.
Aus diesem Grunde ist es im Zusammenhang mit Ausweiskarten
bereits vorgeschlagen worden, die oben genannte Betrugsmöglichkeit
durch einen sogenannten Fehlerzähler
auszuschließen (siehe dazu US-PS 39 06 460 und DE-OS 26 21 271).
Der Fehlerzähler registriert dabei jeden
falsch eingegebenen Code und verhindert die Kommunikation
bzw. zerstört die Anordnung, sobald eine vorgesehene
Fehlerzahl erreicht ist. Gemessen an der Zahl der Code-
Möglichkeiten wird in diesem Zusammenhang die Zahl der
zulässigen Fehler so niedrig gewählt, daß der Betrüger
praktisch keine Chance hat, den richtigen Code zu finden,
während andererseits dem rechtmäßigen Benutzer über
die gesamte Laufzeit der Karte hinweg einige versehentlich
begangene Fehler zugestanden werden. Die Fehler müssen
dabei so gespeichert werden, daß der jeweilige Wert
auch bei stromloser Anordnung erhalten bleibt und nicht
manipulierbar ist. Entsprechend der DE-OS 26 21 271 werden
deshalb als Fehlerzähler sogenannte nichtflüchtige
Speicher vorgeschlagen, wobei als sicherste Form der irreversiblen
Speicherung die Speicherung mit Hilfe sogenannter
PROM′s möglich ist, bei denen während der Programmierung
entsprechende Leiterbahnen durchgebrannt werden.
Die bisher bekannten, nichtflüchtigen Festkörperspeicher
haben jedoch die Eigenschaft, daß während des Einspeichervorgangs,
welcher, wie erwähnt, beispielsweise aufgrund
des Durchbrennens von Leiterbahnen zustandekommt,
zwangsläufig eine erhöhte Leistungsaufnahme über einen
Zeitraum von einigen Millisekunden zustandekommt, woraus
sich wieder Möglichkeiten der Manipulation ergeben.
Durch Überwachung der Stromaufnahme des IC-Bausteins
könnte nämlich ein Betrüger bei Registrierung eines erhöhten
Wertes den Speichervorgang verhindern, indem er
die Versorgungsspannung abschaltet. In der DE-OS
26 21 271 ist dazu bereits vorgeschlagen worden, eine
Simulationsschaltung vorzusehen, die bei jeder Code-Überprüfung
eine erhöhte Leistungsaufnahme simuliert. Wird
ein falscher Code ermittelt, schaltet eine geeignete Logik
die Simulationsschaltung aus und leitet bei nahezu
gleichbleibender Leistungsaufnahme den Speichervorgang
ein.
Bei der Realisierung derartiger Schutzvorrichtungen zeigt
sich jedoch, daß Fehlerzähler und alle zwangsläufig damit
verbundenen Zusatzeinrichtungen einen erheblichen Schaltungsaufwand
erfordern, der vor allem auch dem Bestreben
widerstrebt, die Anordnung bzw. das Halbleiterplättchen
für die o. g. Anwendung möglichst klein zu halten. Außerdem
schränkt der Fehlerzähler die vorgegebene Gültigkeitsdauer
der Ausweiskarte unter Umständen stark ein,
weil auch bei einer legitimen Benutzung Fehleingaben unvermeidbar
sind. Dies gilt umsomehr, wenn der Benutzer
einen stark frequentierten Geldausgabeautomaten aufsucht
und die Bedienung unter Zeitdruck und gegebenenfalls von
anderen Personen beobachtet vornehmen muß.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin,
einen Datenträger mit IC-Bausteinen vorzuschlagen, bei
dem mit erheblich vermindertem Schaltungsaufwand
Betrugsmöglichkeiten verhindert werden und der
eine für den Benutzer angenehme Benutzung im Hinblick auf die Codeeingabe zuläßt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Hauptanspruchs angegebenen Merkmale
gelöst.
Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß ein
zeitabhäniges und von der übrigen Schaltung des IC-
Bausteins entkoppeltes Zeitglied vorzusehen
ist, mit welchem der IC-Baustein nach einer Fehleingabe
für einen bestimmten Zeitraum funktionslos gemacht wird,
indem beispielsweise die Dateneingangsleitung gesperrt
wird. Es ist jedoch ebenso möglich, daß zusätzlich oder
auch unabhängig von der erstgenannten Funktion ein Zeitglied
verwendet wird, das die Benutzung des IC-Bausteins
nach einmaliger Code-Eingabe für einen bestimmten Zeitraum
ohne weitere Code-Eingabe ermöglicht.
Bei der Nutzung des Zeitgliedes als Sperrelement ist es
für dessen Funktion unerheblich, ob der IC-Baustein nach
Erkennung einer Fehleingabe von der Versorgungsquelle abgetrennt
wird oder nicht. Das Zeitglied ist jedoch in jedem
Fall innerhalb des IC-Bausteins derart ausgebildet
und elektronisch entkoppelt, daß die Sperrfunktion durch
externe Mittel weder aufgehalten noch verändert werden
kann. Erst wenn die Dateneingangsleitungen nach Ablauf
der Sperrzeit wieder freigegeben werden, ist eine erneute
Code-Eingabe und damit die weitere Kommunikation möglich.
In Abhängigkeit von den möglichen Code-Permutationen des
gewählten Codes ist die Sperrzeit so bemessen, daß es für
einen Betrüger praktisch unmöglich ist, während der vorgegebenen
Gültigkeitsdauer der Karte den richtigen Code
zu finden, womit durch eine einfache schaltungstechnische
Maßnahme die obengenannten Betrugsmöglichkeiten beseitigt
werden, während andererseits die vorgesehene Gültigkeitsdauer
der Karte in vollem Umfang genutzt werden
kann.
In vorteilhafter Weise kann das erfindungsgemäße Zeitglied
auch in der Form eingesetzt werden, daß ein richtig
eingegebener Code den Betrieb des IC-Bausteins für
einen vorbestimmten Zeitraum ermöglicht. Damit wird der
Benutzer in die Lage versetzt, schon vor der eigentlichen
Transaktion, unbehelligt und ungestört durch andere
Personen, beispielsweise mit Hilfe eines Taschenterminals
eine Code-Eingabe vorzunehmen. Bei der beispielsweise an
einem Geldausgabeautomat vorgenommenen Transaktion
selbst entfällt dann die Code-Eingabe, so daß innerhalb
des vorbestimmten Zeitraums allein durch Eingabe Einschieben der Ausweiskarte
in den entsprechenden Automaten
die betreffende Transaktion ausgelöst wird. Ein Ausspähen
des Codes durch fremde Personen wird damit unmöglich
gemacht.
Die obengenannten Funktionen können alternativ aber auch,
wenn im IC-Baustein zwei Zeitglieder vorgesehen sind, gemeinsam
genutzt werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnungen näher beschrieben.
Darin zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild mit dem gemäß der
Erfindung vorgesehenen Zeitglied,
Fig. 2, 3, 4 detaillierte Ausführungsform des
Zeitgliedes von Fig. 1,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Anordnung
mit zwei in komplementärer Betriebsweise
betriebenen Zeitgliedern und
Fig. 6 eine modifizierte Ausführungsform der
Erfindung.
Fig. 1 zeigt beispielhaft in einem schematisierten
Blockschaltbild den Aufbau des erfindungsgemäßen Zeitgliedes,
wie es im IC-Baustein einer Ausweiskarte enthalten
sein kann. Das gezeigte Zeitglied 1 besteht aus
einem Ladungselement 3 in Form eines Ladungsspeichers und
einem Steuerelement 4. Das Ladungselement 3 ist in einfachstem
Fall ein Kondensator, der immer dann geladen
wird, wenn von einem Komparator 5 her ein Signal zugleitet
wird. Der Komparator 5 vergleicht beispielsweise den
über eine Tastatur eingegebenen Ist-Identifikations-Code
mit dem in Identifikationselement gespeicherten Soll-
Identifikations-Code und erzeugt ein Fehlersignal, wenn
die Zeichenfolgen nicht übereinstimmen. Das mit dem Ladungselement 3
verbundene Steuerelement 4 erzeugt bei
geladenem Kondensator ein Ausgangssignal, mit dem die
Kommunikation mit dem IC-Baustein für einen vorbestimmten
Zeitraum beeinflußbar ist. Diese Beeinflussung kann beispielsweise
derart erfolgen, daß mit Hilfe des Ausgangssignals
die Dateneingangsleitung des Identifikationselements
gesperrt wird, so daß es für den vorbestimmten
Zeitraum funktionslos ist.
Das aus den Elementen 3 und 4 bestehende Zeitglied 1
kann in der Technik intergrierter Schaltkreise, beispielsweise
der MOS-Technik hergestellt sein. Jedoch
kann auch die sogenannte "Floating-Gate-Technik" Verwendung
finden, welche bei der Herstellung nichtflüchtiger
Speicher genutzt wird, die mit UV-Licht oder auch elektrisch
löschbar sind. Das Ladungselement 3 besteht in
diesem Fall aus einer FET-Transistorzelle, in deren Steuereingang
eine isolierte Ladungsinsel (Floating Gate) integriert
wird. Dabei kann erreicht werden, daß ein einmal
geladenes, programmiertes Ladungselement (Speicherzelle)
die Ladung und damit den logischen Zustand über mehrere
Jahre beibehält. Da die Entladezeit im wesentlichen durch
die Art und Dicke der die Insel umgebende Isolierschicht
bedingt ist, kann durch Änderung der Parameter die Entladezeit
so variiert werden, daß diese den der Erfindung
zugrundeliegenden Erfordernissen angepaßt ist. Um ein unbefugtes
Löschen eines derartigen Ladungselementes zu
verhindern, müssen ferner entsprechende Maßnahmen vorgenommen
werden. So kann beispielsweise eine durch UV-
Strahlung löschbare Speicherzelle mit einem Material
abgedeckt werden, das UV-Licht absorbiert. Das die Speicherzelle
abdeckende Material wird dabei so angeordnet,
daß eine Entfernung zwangsläufig mit der Zerstörung der
Zelle verbunden ist.
Die Fig. 2 zeigt eine detaillierte Ausführungsform der
Erfindung. Mit dem Fehlerimpuls des Komparators 5 wird
in diesem Fall ein Schalter 6 angesteuert, dessen Ausgang
nahezu auf Versorgungsspannung Vcc ansteigt und dabei einen
Kondensator 7 über eine Diode 8 auflädt. Dieser Kondensator 7
ist mit einem als Impedanzwandler wirkenden
Operationsverstärker 9 verbunden, der einen sehr hohen
Eingangswiderstand aufweist. Das Ausgangssignal des Operationsverstärkers 9
wird nach Invertierung genutzt, um
ein Daten-Eingangs UND-glied 10 zu sperren.
Damit ein Betrüger den richtigen Code finden kann, muß er
die Sperrzeit abwarten, bis die Ausweiskarte
für einen weiteren Codevergleich neue Daten aufnehmen
kann. Abhängig von den möglichen Code-Permutationen wird
die Sperrzeit so gewählt, daß ein Betrüger innerhalb der
Gültigkeitsdauer der Ausweiskarte praktisch
keine Chance hat, den richtigen Code zu finden. In diesem
Zusammenhang kann folgende Gleichung aufgestellt werden:
wobei Te die Entschlüsselungszeit (Jahre), Ts die Sperrzeit
(Minuten) und N die Code-Permutationen sind.
Diese Parameter werden entsprechend dem sicherheitstechnischen
Bedürfnis so gewählt, daß die Entschlüsselungszeit
beispielsweise ein mehr oder weniger großes Vielfaches
der Gültigkeitsdauer der Ausweiskarte mit IC-Baustein
beträgt.
Die Sperrzeit Ts wird dabei im wesentlichen durch die
Entladezeitkonstante des Zeitgliedes bestimmt. Da die
beteiligten Entladewiderstände sehr hoch gewählt werden
können, lassen sich auch bei Kondensatoren sehr kleiner
Kapazität schon relativ lange Entladezeiten erzielen. Die
wirksame Sperrzeit nach dem Auftreten eines Fehlersignals
kann dadurch noch erheblich verlängert werden, wenn die
bei Logikbausteinen übliche Schaltwelle mit Hilfe eines
an den Impedanzwandler angeschlossenen nicht gezeigten
Komparators entsprechend niedrig gewählt wird.
Auf der anderen Seite ist aufgrund der geringen Kapazität
des Kondensators und des niedrigen, im wesentlichen
durch den Durchgangswiderstand der Diode 8 bedingten
Aufladewiderstandes die Aufladezeit so gering, daß
ein Betrüger praktisch keine Möglichkeit hat, den
Prozeß, dessen Einleitung er zunächst einmal erkennen
muß, zu unterbrechen. Die Erkennung dieses Prozesses
ist auch deshalb schwierig, weil dazu der Aufladestrom
von dem allgemeinen Betriebsstrom isoliert werden muß,
was praktisch jedoch nicht möglich ist, weil auch der
Betriebsstrom aufgrund der kontinuierlich ablaufenden
Vorgänge im integrierten Schaltkreis ständig mehr oder
weniger starken Schwankungen ausgesetzt ist.
Die Fig. 3 zeigt eine Weiterbildung des in der Fig. 2
gezeigten Zeitgliedes. Hier ist die Versorgungsleitung
der Schaltung über einen weiteren Kondensator 12 und
eine in Sperrichtung geschaltete Diode 13 mit der
Schaltungsmasse verbunden. Dieser Kondensator 12 kompensiert
den in der Anfangsphase der Aufladung des Kondensators 7
auftretenden Stromimpuls, welcher theoretisch
mit entsprechend hohem Aufwand in der in Fig. 2 gezeigten
Schaltung detektierbar wäre. Auf der anderen Seite
verhindert die Diode 13, daß eine negative Spannungsversorung (Vcc)
das Verhalten der Schaltung beeinflußt, wobei die an der
Diode abfallende Restspannung mit Hilfe einer Diode 14
kompensiert wird.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Zeitgliedes
ist in der Fig. 4 gezeigt. Bei dieser Schaltung
wird im Fehlerfall ein interner Umladeprozeß eingeleitet,
der auf die extern zugängigen Anschlußleitungen der Ausweiskarte
keinen Einfluß hat. In diesem
Fall ist parallel zu dem Kondensator 7 ein weiterer Kondensator 15
vorgesehen, der beim Anlegen der Versorgungsspannung
an den IC-Baustein über einen zu diesem Zeitpunkt
geschlossenen Schalter 16 aufgeladen wird. Mit dem
Auftreten eines Fehlerimpulses wird ein Flip-Flop 17 gesetzt,
mit dessen Ausgangssignalen der Schalter 16 geöffnet
und ein Schalter 18 geschlossen wird, so daß nunmehr
der Kondensator 7 geladen wird, der die Sperrzeit
einleitet. Während des Umladens sowie während der Dauer
der Sperrzeit sind die Kondensatoren 7, 15 von der Versorgungsleitung
entkoppelt, so daß weder der Aufladevorgang
noch die Dauer der Sperrzeit beeinflußbar sind.
Nach Ablauf der Sperrzeit wird das Flip-Flop 17 zurückgesetzt,
so daß der alte Zustand wieder hergestellt ist.
Das erfindungsgemäße Zeitglied gemäß den Ausführungsformen
von Fig. 2-4 kann auch dazu genutzt werden, um
nach dem Auftreten eines Komparatorausgangssignals die
Betriebsbereitschaft der Ausweiskarte für
einen vorgegebenen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Ein
Problem bei der Handhabung der obengenannten Ausweiskarte
mit IC-Baustein besteht nämlich darin, daß die
Code-Eingabe am Geldausgabeautomaten durchgeführt wird
und deshalb grundsätzlich von fremden Personen ausgespäht
werden kann. Dies gilt vor allem dann, wenn die
Automaten an stark frequentierten Orten aufgestellt
sind.
Es ist in diesem Zusammenhang schon vorgeschlagen worden,
die Ausweiskarte selbst mit einer mechanischen Code-
Eingabemöglichkeit auszurüsten, die es dem Benutzer ermöglicht,
unabhängig vom Automaten seinen persönlichen
Code einzustellen. Die Maßnahme erfüllt grundsätzlich
ihren Zweck, bedingt jedoch einen relativ hohen technischen
Aufwand und ist bei Ausweiskarten mit ihren vorgegebenen
Abmessungen schlecht durchführbar. Außerdem erweist
es sich als nachteilig, daß nach der Einstellung
des Codes dieser an der Ausweiskarte ablesbar und damit
für jedermann zugänglich ist.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung können diese Schwierigkeiten
dadurch beseitigt werden, indem das obenerläuterte
Zeitglied in der Weise genutzt wird, daß ein
richtig eingegebener Code die Benutzung der Ausweiskarte
für einen vorgegebenen Zeitraum ermöglicht. Zur Code-
Eingabe kann in diesem Fall ein persönliches Taschenterminal
in der Bauart heute üblicher Taschenrechner verwendet
werden. Dieses Gerät kann auch dazu genutzt werden,
um andere Daten, beispielsweise den jeweiligen gültigen
Kontostand, in Erfahrung zu bringen. Nach der Eingabe des
richtigen Codes an einem vom öffentlichen Geldausgabeautomaten
entfernten Ort kann auf diese Weise erreicht werden,
daß der IC-Baustein und damit die Ausweiskarte für
einen vorgegebenen Zeitraum betriebsbereit ist, wobei
die Betriebsbereitschaft durch eine geeignete Anzeige am
Taschenterminal visuell erkennbar gemacht werden kann.
Die durch mögliches Ausspähen am öffentlichen Geldausgabeautomaten
gefährdete Code-Eingabe entfällt. Die Betriebsbereitschaft
wird nach Beendigung der Transaktion
am Geldausgabeautomaten automatisch gelöscht.
Eine vorteilhafte Kombination der zwei genannten Funktionen
des erfindungsgemäßen Zeitgliedes ist in Fig. 5 gezeigt.
Dabei wird sowohl beim Auftreten eines Ja-Signals
als auch beim Auftreten eines Nein-Signals des Komparators
jeweils ein Zeitglied in der oben detailliert beschriebenen
Weise aktiviert. Bei einem Nein-Signal wird
das Zeitglied 1 angesteuert und die Funktion des IC-
Bausteins für einen vorgegebenen Zeitraum blockiert. Bei
einem Ja-Signal wird hingegen ein Zeitglied 2 angesteuert,
wodurch die Betriebsbereitschaft für einen vorbestimmten
Zeitraum aufrecht erhalten wird.
Es laufen also unabhängig vom Ausgangssignal des Komparators
innerhalb des IC-Bausteins die gleichen Vorgänge ab.
Der Betrüger hat somit keine Möglichkeit, die Sperrfunktion
in irgendeiner Weise zu erfahren oder zu manipulieren,
weil er aus den nach einer Code-Eingabe extern möglicherweise
auftretenden Änderungen der Betriebsdaten
keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Komparator-Entscheidung
ziehen kann. Auf der anderen Seite kann der
rechtmäßige Benutzer nach vorheriger Code-Eingabe ohne
weitere Code-Eingabe an dem Automaten durch einfaches
Einschieben der Ausweiskarte die gewünschte Funktion auslösen.
Bei den bisher gezeigten Ausführungsformen der Erfindung
wird der IC-Baustein nach jeder Fehleingabe für einen
vorbestimmten Zeitraum blockiert. Um Korrekturen am Geldausgabeautomaten
oder am persönlichen Taschenterminal
trotzdem zu ermöglichen, kann am jeweiligen Gerät eine
Taste vorgesehen sein, mit deren Hilfe ein versehentlich
falsch eingegebener Code vor der endgültigen Verarbeitung
im Gerät annulliert wird.
Eine andere Möglichkeit, versehentlich begangene Fehleingaben
zuzulassen, zeigt das Ausführungsbeispiel von
Fig. 6. In diesem Fall erfolgt die Blockierung des IC-
Bausteins erst nach der zweiten oder dritten Fehleingabe,
welche durch einen Zähler 20 ermittelt wird. Dabei ist
ferner ein Schwellenwertschalter 21 vorgesehen, der ebenfalls
den IC-Baustein sperrt, wenn die Versorgungsspannung
einen vorgegebenen Wert unterschreitet. Auf diese
Weise kann verhindert werden, daß ein Betrüger durch
Abschalten der Versorgungsspannung die Zählerinformation
löscht, bevor dieser die zulässige Fehlerzahl erreicht
hat und damit die Sperrfunktion auslösen kann. Schließlich
ist noch eine Steuerlogik 22 vorgesehen, welche ein
Freigabesignal erzeugt, das bei Vorhandensein des Ausgangssignals
des Schwellenwertschalters 21 eine Aktivierung
des Zeitgliedes erlaubt. Dieses Freigabesignal erscheint
unmittelbar, nachdem der IC-Baustein zu Beginn
der Transaktion an die Versorgungsspannung gelegt wird
und verschwindet, sobald der richtige Code eingegeben
wurde. Auf diese Weise kann erreicht werden, daß der
IC-Baustein nach dem Abschalten der Versorgungsspannung
im Anschluß an eine ordnungsgemäße Transaktion nicht
blockiert wird.
Claims (13)
1. Ausweiskarte oder ähnlicher Datenträger mit einem IC-
Baustein, in dem neben allgemeinen Daten ein Identifkationscode
gespeichert ist, der bei Benutzung der Ausweiskarte
mit einem beispielsweise manuell eingegebenen Code
zur Bildung einer Ja/Nein-Aussage verglichen wird, dadurch
gekennzeichnet,
- - daß der IC-Baustein mindestens ein aktivierbares Zeitglied (1, 2) enthält, durch das die Kommunikation zwischen einem Gerät und der Ausweiskarte im Anschluß an die Eingabe des Codes für einen vorgegebenen Zeitraum derart beeinflußbar ist,
- - daß das aktivierbare Zeitglied (1) mit Hilfe eines Sperrgliedes die Kommunikation blockiert, wenn eine falsche Codeeingabe vorliegt, und/ oder
- - daß das aktivierbare Zeitglied (2) mit Hilfe eines Freigabegliedes die Kommunikation ermöglicht, wenn eine richtige Code-Eingabe vorliegt.
2. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der IC-Baustein sowohl
ein Sperrglied (1) als auch ein Freigabeglied (2) enthält,
die komplementär betrieben werden.
3. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach einem der Ansprüche
1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zeitglied (1, 2) aus einem Ladungselement (3) und einem
Steuerelement (4) besteht.
4. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ladungselement (3)
ein in der Technologie des integrierten Schaltkreises
hergestellter Kondensator ist.
5. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ladungselement (3)
eine in der "Floating-Gate-Technik" hergestellte Speicherzelle
ist.
6. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ladungselement (3)
mit einer UV-absorbierenden Schicht abgedeckt ist, die
bei Entfernung zwangsläufig zu einer Zerstörung des Elements (3)
führt.
7. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach einem der Ansprüche
3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Steuerelement ein als Impedanzwandler geschalteter Operationsverstärker
(9)
ist, der abhängig von der Ladung
des Ladungselements (7) ein Steuersignal abgibt.
8. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß im Ladestromkreis des
Ladungselements (7) eine in Durchlaßrichtung geschaltete
Diode (8) vorgesehen ist, die das Ladungselement (7) im
Ladezustand von der Ansteueranordnung (5, 6) entkoppelt.
9. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Versorgungsleitung
des Zeitgliedes (1, 2) ein weiteres Ladungselement
(12) vorgesehen ist, das den in der Anfangsphase
der Aufladung des ersten Ladungselements (7) auftretenden
Stromimpuls kompensiert.
10. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß parallel zum
das Steuersignal beeinflussenden Ladungselement (7) ein
weiteres Ladungselement (15) vorgesehen ist, das bei jeder
Intriebnahme der Ausweiskarte aufladbar
ist und das über ein entsprechend angesteuertes
Schaltelement (18) beim Auftreten eines Fehlersignals
seine Ladung an das das Steuersignal beeinflussende Ladungselement (7)
abgibt.
11. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß zusätzlich ein rückstellbarer Zähler (20)
vorgesehen ist, der erst nach mehrmaligem Auftreten
eines Fehlersignals das Zeitglied (1, 2) ansteuert.
12. Ausweiskarte mit IC-Baustein nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß es zusätzlich einen Schwellenwertschalter (21)
aufweist, der das Zeitglied (1, 2) bei Unterschreitung
der Versorgungsspannung unterhalb eines vorgegebenen
Werts ansteuert.
13. Verwendung der Ausweiskarte nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Code-Eingabe in
den IC-Baustein mit Hilfe eines Taschenterminals durchgeführt
wird, so daß die Karte bei richtiger Code-Eingabe
für eine vorbestimmte Zeit betriebsbereit ist.
Priority Applications (12)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803041109 DE3041109A1 (de) | 1980-10-31 | 1980-10-31 | Identifikationselement |
| US06/309,785 US4484067A (en) | 1980-10-31 | 1981-10-08 | Card identification system |
| JP16850481A JPS57120183A (en) | 1980-10-31 | 1981-10-21 | Discrimination element |
| GB8132281A GB2088605B (en) | 1980-10-31 | 1981-10-27 | An identification element |
| NL8104842A NL192848C (nl) | 1980-10-31 | 1981-10-27 | Identificatie-element. |
| SE8106354A SE462876B (sv) | 1980-10-31 | 1981-10-28 | Identifieringselement i form av en integrerad krets inkorporerad i identitetskort eller liknande databaerare |
| CH6899/81A CH656014A5 (de) | 1980-10-31 | 1981-10-28 | Identifikationselement fuer datentraeger, insbesondere ausweiskarten. |
| IT68405/81A IT1145571B (it) | 1980-10-31 | 1981-10-29 | Elemento di identificatione in codice a circuito integrato particolarmente per carte d identita tessere e simili |
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