DE3100128C2 - Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern - Google Patents
Verfahren zur Wärmebehandlung von MetallbändernInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern beschrieben, bei dem ein Metallband beim Durchlauf durch eine Wärmebehandlungsvorrichtung in schwebender Weise erhitzt und gekühlt wird. Während des Durchlaufs durch die Vorrichtung wird das Metallband (6) in seiner Durchlaufrichtung in Wellenform gekrümmt. Diese Krümmungen des Metallbandes erhöhen dessen Widerstand gegen Knickspannungen. Die erhöhte Knickfestigkeit des Metallbandes ist stärker als die thermische Spannung, die in ihm während der Erwärmungs- und Kühlungsbehandlung erzeugt wird, so daß das Metallband erwärmt und gekühlt werden kann, ohne daß Falten in ihm entstehen.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung (etwa zum Anlassen oder ähnlichem) von Metallbändern,
bei dem ein Metallband bzw. ein Metallstreifen schwebend eine Heizzone und eine Kühlzone
durchläuft. Zur Wärmebehandlung von Metallbändern, das heißt insbesondere von langen, riemenförmigen
Platten aus Aluminium, Kupfer, Eisen oder ähnlichem, die durch kontinuierliches Walzen in einem Walzwerk
hergestellt sind und normalerweise eine Dicke von 3,5 mm oder weniger und eine Vielzahl von Breiten aufweisen,
läßt man diese üblicherweise schwebend eine Heizzone und eine Kühlzone durchlaufen. Wenn bei
diesem Prozeß jedoch die Knickfestigkeit des Metallbands geringer als die in ihm in Querrichtung erzeugten
thermischen Spannungen ist, dann bilden sich parallele Falten oder Wellen (Fig. 11) im Band in dessen Durchtallband
erfindungsgemäß nur im Bereich des Auftretens einer plötzlichen und großen thermischen Spannung
mit einem geringeren Krümmungsradius als in den anderen gekrümmten Teilen versehen wird, wird eine
große Krümmungsleistung nur für diese Stelle benötigt, an der plötzlich eine große thermische Spannung auftritt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 schematisch einen Vertikalschnitt einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung,
Fig.2 eine graphische Darstellung des Temperaturverlaufs
des erfindungsgemäß wärmebehandelten Metallbandes,
Fig. 3 eine graphische Darstellung des Verlaufs der in einem erfindungsgemäß wärmebehandelten Metallband
erzeugten thermischen Spannung (die Verläufe in den Fig.2 und 3 sind jeweils so dargestellt, daß ihre
rechten und linken Enden auf einer Linie mit jenen von F i g. 1 liegen),
Fig.4 einen Querschnitt längs der Linie IV-IV von Fig. 1,
F i g. 5 eine vergrößerte Ansicht eines Haupttciles dnr Vorrichtung von Fig. 1,
Fig.6 einen Querschnitt einer Bandkrümmungseinrichtung
der Vorrichtung von F i g. 1 zur Kennzeichnung der Dimensionen der Bandkrümmungseinrich-
31 OO 128
F i g. 7 das Ausziehen und Rollen eines Aluminiumbandes,
F i g. 8 und 9 jeweils Krümmungen eines in die Vorrichtung von F i g. 1 eingeführten Metallbaues,
Fig. 10 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit
zwischen dem Krümmungsradius und der Knickfestigkeit eines erfindungsgemäß wärmebehandelten Aluminiumbandes,
und
F i g. 11 Falten, die sich in einem nach dem herkömmlichen
Verfahren wärmebehandelten Metallband einstellen.
Gemäß F i g. 1 enthält eine Vorrichtung 1 zur Wärmebehandlung eine Heizeinheit 2 und eine Kühleinheit 14.
Die Heizeinheit 2 (deren Vertikalschnitt in Fig.4 gezeigt
ist) wird von einer Ofenwand 3 begrenzt, die in bekannter Weise einen Wärmestrom zwischen der Innenseite
und der Außenseite der Heizeinheit 2 verhindert. Die Ofenwand 3 besitzt eine Einlaßöffnung 4 und
eine Auslaßöffnung 5, die es erlauben, daC ein Metallband
6 von links nach rechts durch die Heizeinheit 2 hindurchgeführt wird (Fig. 1). Über und unter einem
Durchgang für das Metallband 6 liegen sich in der Heizeinheit 2 Plenumkammern 7 gegenüber. Jede dieser Plenumkammern
7 besitzt eine Vielzahl von Bandkrümmungseinrichtungen, die in ihrer Wand angrenzend an
das in die Heizeinheit 2 eingeführte Metallband 6 vorgesehen und über die gesamte Länge des Banddurchgangs
innerhalb der Heizeinheit 2 angeordnet sind. Luftumwälzgebläse 8 sind an der Ofenwand 3 installiert Die
Luftumwälzgebläse 8 stehen über Luftkanäle 9 jeweils mit einer der Plenumkammern 7 in Verbindung. Brenner
10 sind an der Innenfläche der Ofenwand 3 vorgesehen. Vor der Einlaßöffnung 4 der Heizeinheit 2 ist eine
Vielzahl von Walzen 11 zur richtigen Einführung des Metallbandes 6 in die Einlaßöffnung 4 vorgesehen.
Da die Kühleinheit 14 in ähnlicher Weise wie die Heizeinheit 2, abgesehen von der bei der Kühleinheit 14
fehlender Ofenwand, aufgebaut ist, soll sie hier nicht detailliert beschrieben werden. In der Kühleinheit 14
sind mit 15 eine obere und eine untere Plenumkammer bezeichnet, von denen jede in ihrer dem in die Kühleinheit
14 eingeführten Metallband 6 benachbarten Wand eine Vielzahl von Bandkrümmungseinrichtungen aufweist,
die über die gesamte Länge des Banddurchlaufs innerhalb der Kühleinheit 14 angeordnet sind. Mit 16,
17,18 und 19 sind ein Luftumwälzgebläse, ein Luftkanal, eine Bandauslaßöffnung bzw. eine Vielzahl von Abziehwalzen
bezeichnet. Es wird nun auf Fig.5 3ezug genommen, die die Bandkrümmungseinrichtungen in den
Wänden der Plenumkammern 7 (der Heizeinheit 2) und 15 (der Kühleinheit 14) im einzelnen zeigen. Dabei sind
21 Düsenflächen. Dynamikdruckdüsen, d. h. Düsen zur Erzeugung eines Staudrucks, sind in bekanntet Weise in
den Wänden der Plenumkammern 7 und 15 angeordnet, um einen Gasstrom aus den Plenumkammern gegen das
in die Vorrichtung 1 eingeführte Metallband 6 zu richten. 22 bezeichnet Statikdruckkissenabschnitte, die in
gleicher Weise wie herkömmliche Statikdruckkissen aufgebaut sind, nämlich so, daß Gas von den Plenumkammern
7 in die durch Pfeile angedeuteten Richtungen ausgestoßen wird und gegen das Metallband 6 stößt.
Mit Statikdruckkissenabschnitt wird hier also eine Einrichtung zur Erzeugung eines gewünschten statischen
Drucks bezeichnet.
Eine Vielzahl von Düsen kann auch in den Wänden 22a der Stalikdruckkissenabschnitte 22 vorgesehen
werden, die dem Banddurchlauf zugewandt sind, um zusätzlich Gas gegen das Metallband 6 auszustoßen. Es ist
auch möglich, daß anstelle der Düsenfläclien 21 flache
Oberflächen verwendet werden, und das Metallband 6 kann durch Gasströme allein aus den Düsen 23 der Statikdruckkissenabschnitte
22 gekrümmt werden.
Wie in Fig. 7 gezeigt, wird das um eine Abgaberolie gewickelte Metallband 6a in üblicher Weise abgezogen,
wie dies durch einen Pfeil 30 angedeutet ist, damit es durch verschiedene bekannte (nicht gezeigte) Mechanismen
und dann durch die Vorrichtung 1 zur Wärmebehandlung laufen kann. Nach dem Austreten aus der
Vorrichtung 1 durchläuft das Metallband verschiedene bekannte (nicht gezeigte) Mechanismen und wird dann
in üblicher Weise auf eine Aufwickelrolle aufgewickelt, wie dies durch 6b gekennzeichnet ist.
Wenn das Metallband 6 in die Vorrichtung 1 eingeführt wird, dann arbeiten die Brenner 10 und die Luftumwälzgebläse
8 und 16. Wenn sich das Metallband 6 in einem eingeschwungenen Zustand befindet, läßt man es
zwischen den oberen Plenumkammern 7, 15 und den unteren Plenumkammern 7,15 hindurchlaufen, wobei es
in Wellenform gekrümmt wird und zwar durch erhitztes Gas, das von den Düsen in den Wänden der Plenumkammern
7 der Heizeinheit ausgestoßen wird, bzw. durch nicht erhitzte Luft, die von den Düsen in den
Wänden der Plenumkammern 15 der Kühleinheit ausgestoßen wird, wie dies in F i g. 5 gezeigt ist. Beim Durchlauf
des Eingangsabschnitts Tb (F i g. 1) der Heizeinheit 2 und des Grenzbereichs 7a, 15a (Fig. 1) zwischen der
Heizeinheit 2 und der Kühleinheit 14 wird das Metallband 6 mit einem kleinerem Krümmungsradius gekrümmt
als beim Durchlauf durch die anderen Bereiche der Vorrichtung 1 (das heißt den übrigen Teil des Banddurchlaufs),
wie dies in Fig.8 gezeigt ist. Jene Einrichtungen, wie die Luftumwälzgebläse 8, 16. die Plenumkammern
7,15 und die Brenner 10 in der Vorrichtung 1 wirken so, daß das Metallband 6 in oben erwähnter
Weise behandelt wird und die nachfolgend erläuterte Erwärmung und Kühlung durchmacht.
Nach der Erwärmung beim Durchlauf durch die Heizeinheit 2 durchläuft das Metallband 6 die Kühleinheit 14
und wird dabei gekühlt. In F i g. 1 bezeichnen 25 und 26 eine Heizzone bzw. eine Kühlzone.
F i g. 2 zeigt den Verlauf der Temperatur eines unter Verwendung der Vorrichtung 1 in oben beschriebener Weise wärmebehandelten Aluminiumbandes. Sowohl die Heizzone 25 als auch die Kühlzone 26 sind je 13 m lang, und die jeweilige Länge zwischen den Zufuhrwalzen 11 und der Einlaßöffnung 4 bzw. der Auslaßöffnung 18 und den Abziehwalzen 19 beträgt 2 m. Die Abmessungen des Aluminiumbandes sind 0,3 mm Dickke · 2000 mm Breite.
F i g. 2 zeigt den Verlauf der Temperatur eines unter Verwendung der Vorrichtung 1 in oben beschriebener Weise wärmebehandelten Aluminiumbandes. Sowohl die Heizzone 25 als auch die Kühlzone 26 sind je 13 m lang, und die jeweilige Länge zwischen den Zufuhrwalzen 11 und der Einlaßöffnung 4 bzw. der Auslaßöffnung 18 und den Abziehwalzen 19 beträgt 2 m. Die Abmessungen des Aluminiumbandes sind 0,3 mm Dickke · 2000 mm Breite.
Wenn das Aluminiumband in der erwähnten Weise erwärmt und gekühlt wird, dann tritt im mittleren Bereich
des Bandes in dessen Breitenrichtung eine thermische Spannung yx auf, wie dies in F i g. 3 gezeigt ist. Da
jedoch das Band bei der Behandlung gekrümmt ist, ist seine Knickfestigkeit in Breitenrichtung stärker als die
thermische Spannung yx. Daher wird das Aluminiumband durch diese thermische Spannung nicht deformiert,
sondern behält während der Behandlung die ursprüngliche Form (abgesehen von den durch die Gasströme
hervorgerufenen Krümmungen). Wie in F i g. 3 gezeigt, ist die im Band entstehende thermische Spannung
yx am Eingangsabschnitt 7b der Heizzone 25 und im Grenzbereich 7a, 15a zwischen der Heizzone 25 und
der Kühlzone 26 größer als in den übrigen Bereichen. Da jedoch das Band an diesen Stellen 7b, 7a, 15a stärker
31 OO
gekrümmt ist als an den anderen Stellen, ist die jeweilige Knickfestigkeit des Bandes an diesen Stellen größer als
an den anderen Stellen. Deshalb ist auch an diesen Steilen die jeweilige Knickfestigkeit des Bandes größer als
die thermische Spannung, so daß das Band selbst an diesen Stellen nicht infolge der thermischen Spannung
verformt wird.
Fig. 10 zeigt die Abhängigkeit der Knickfestigkeit vom Krümmungsradius beim erwähnten Aluminiumband.
Bei der Wärmebehandlung der F i g. 2 und 3 liegt die maximale thermische Spannung des Bandes im
Grenzbereich 7a, 15a zwischen der Heizzone 25 und der Kühlzone26bei22,5 N/mm2(Fig.3). AusFig. 10erhält
man für diesen Fall einen maximalen Krümmungsradius von 1,05 m, bei dessen Vorliegen eine für diese maximale
thermische Spannung ausreichende Knickfestigkeit vorhanden ist. Fig.6 zeigt den Teil der Bandkrümmungseinrichtung,
der sich im Grenzbereich 7a, 15a befindet In diesem Teil sind die einzelnen Maße A bis F
250 mm, 1200 mm, 600 mm, 50 mm, 200 mm bzw. etwa 90 mm. Der Krümmungsradius des Bandes in diesem
Teil ist Ä(= 1,05 m).
Die Krümmungsradien der außerhalb dieses Grenzbereichs befindlichen Teile des Bandes kann man in der
gleichen Weise ermitteln. Das heißt man geht von der in den einzelnen Teilen des Bandes erzeugten thermischen
Spannung und einer Graphik aus, die die Eigenschaften des Bandes bei der Temperatur im jeweiligen Teil wiedergibt
(das heißt von einer Graphik ähnlich Fig. 10). Im Fall des erwähnten Aluminiumbandes beträgt der
Krümmungsradius des am Eingangsabschnitt Tb der Heizzone 25 befindlichen Teils /? = 2m, während die
Krümmungsradien aller anderen Teile (mit Ausnahme des im Grenzbereich) 2,5 m sind. Diese Krümmungsradien
lassen sich durch geeignete Änderung der Maße B und C der einzelnen Teile der Bandkriimmungseinrichtung
einstellen.
F i g. 9 zeigt ein Metallband, dessen Krümmungen sich in der Höhe von denen in Fig.8 unterscheiden.
Solche Änderung der Krümmungen kann durch Änderung des Ausstoßdrucks des Gases aus den Düsen bewirkt
werden.
Wenn die Amplitude der wellenähnlichen Krümmungen e'nes Metallbandes geändert wird (wie dies von
Fig.8 zu Fig. 9 der Fall ist), dann ändern sich die Teilungen des Bandes (das heißt die Abstände zwischen
entsprechenden Punkten auf benachbarten Wellenformen des Bandes), die zur Erreichung der gewünschten
Krümmungsradien des Bandes erforderlich sind. Die Änderung der Teilungen des Bandes kann durch geeignete
Änderung irgendeiner Dimension oder Dimensionen (die in F i g. 6 gezeigt sind) der einzelnen Teile der
Bandkrümmungseinrichtung erreicht werden.
In dem Fall von F i g. 9 ist das Metallband zu einem kleineren Krümmungsradius (R = 1,05 m) in 3 Weilenformen
(Krümmungen) im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone der Vorrichtung gekrümmt.
Solche Wellenformen können dem Band über eine Länge von etwa 10% bis 15% der Gesamtlänge der
Heizzone und der Kühlzone gegeben werden.
Die Länge und die Stelle des Teiles eines Metallbandes, in welchem eine große thermische Spannung auftritt,
hängt von den Erwärmungsvoraussetzungen (Neigung des Temperaturanstiegs) des Bandes in der Heizzone,
den Kühlvoraussetzungen (Neigung des Temperaturabfalls)
des Bandes in der Kühlzone und den Abmessungen (Breite und/oder Dicke) und/oder dem Material
des Bandes ab.
Der Teil eines Metallbandes, der mit einem kleineren Krümmungsradius gekrümmt werden soll, muß so festgelegt
werden, daß dieser Teil des Bandes mit dem Bandabschnitt zusammenfällt, in welchem eine größere
thermische Spannung auftritt. Wenn daher eine größere thermische Spannung über eine größere Länge in einem
Metallband auftritt, dann muß sich der Teil des Bandes, der eine stärkere Krümmung aufweisen soll, über die
entsprechende größere Länge erstrecken. Wenn die Mitte (in Längsrichtung) des Teiles eines Metallbandes,
in welchem eine größere thermische Spannung auftritt, vom Grenzbereich zwischen der Heizzone und der
Kühlzone zur Heizzonenseite oder zur Kühlzonenseite abweicht, dann muß entsprechend der Teil des Bandes,
der einen kleineren Krümmungsradius aufweisen soll, verschoben sein. Der beschriebene Weg, einem Metallband
einen kleineren Krümmungsradius zu geben, gilt auch bei der Krümmung des Bandes zu einem kleineren
Krümmungsradius am Eingangsabschnitt der Heizzone.
Bezüglich des zur Krümmung eines Metallbandes gemäß der Erfindung erforderlichen Energiebedarfs wurden
Experimente ausgeführt. Setzt man die elektrische Leistung eines Luftgebläses, die erforderlich ist, um das
Metallband über die gesamte Länge von Heizzone und Kühlzone mit kleinen Krümmungsradien zu krümmen
mit 100% an, dann verringert sich der Energieverbrauch
auf 82%, wenn man, wie es erfindungsgemäß der Fall ist, das Metallband im Grenzbereich zwischen der Heizzone
und der Kühlzone mit einem kleineren Krümmungsradius (so wie in Fig.8 gezeigt) versieht und an allen
anderen Stellen mit größeren Krümmungsradien (so wie in F i g. 8 gezeigt). In bezug auf die für ein Luftgebläse
erforderliche elektrische Leistung erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren daher eine Energieeinsparung
von etwa 20% verglichen mit dem Energieverbrauch bei Benutzung des herkömmlichen Wärmebehandlungsverfahrens.
Es ergab sich eine weitere Senkung des Energieverbrauchs auf 72% für den Fall, daß man ein Metallband
ohne jegliche Krümmung durch die Vorrichtung 1 laufen ließ, abgesehen von einer Krümmung im Grenzbereich
zwischen der Heizzone und der Kühlzone, das heißt, wenn man das Band abgesehen von diesem
Grenzbereich in flachem Zustand durchlaufen ließ. Wie erwähnt, beträgt die für diesen Fall erforderliche elektrische
Energie zum Betrieb eines Luftgebläses 72%. Wird jedoch ein Metallband mit einer Dicke von 0,3 mm
oder weniger in dieser Weise durch die Vorrichtung geschickt, dann vibriert der flache Teil des Bandes leicht
aber schnell, so daß das Band infolge dieser Vibration brechen kann.
Falls erwünscht kann ein Metallband während der Wärmebehandlung dadurch gehärtet werden, daß man
einen Temperaturverlauf im Band bewirkt, wie er gestrichelt in F i g. 2 gezeigt ist. Hierbei wird die Temperatur
des Bandes in der Heizzone gemäß dem Verlauf (A) erhöht und die Maximaltemperatur in einem Bereich
nahe dem Ende der Heizzone 25 für eine Weile gehalten, wie dies durch (B) in F i g. 2 angegeben ist Danach
wird die Temperatur des Bandes rasch in der Kühlzone 26 abgekühlt, wie durch (C) angegeben (die Abkühlgeschwindigkeit
beträgt 1000C oder mehr pro Sekunde). Die rasche Abkühlung der Bandtemperatur kann durch
Erhöhung der Luftmenge, die von den Plenumkammern 15 ausgestoßen wird oder durch eine Erniedrigung der
Lufttemperatur erreicht werden. Alternativ kann Nebel bzw. Dampf, Wasser oder heißes Wasser gegen das Metallband
gestrahlt werden, um eine rasche Absenkung
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der Temperatur des Metallbandes zu bewirken. Falls das Metallband während des Verlaufs der Wärmebehandlung
in der obenerwähnten Weise gehärtet wird, dann treten extrem große Temperaturänderungen in
dem Band auf, die dazu führen, daß die in Breitenrichtung des Metallbandes erzeugte thermische Spannung
größer wird. Falls daher diese Härtung des Metallbandes während der Wärmebehandlung durchgeführt wird,
ist es günstig, das Metallband stärker zu krümmen, das heißt in kleineren Krümmungsradien, um die Knickfestigkeit
größer als die thermische Spannung zu machen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
15
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25
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65
Claims (4)
1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern, bei dem ein Metallband schwebend eine
Heizzone und eine Kühlzone durchläuft, dadurch
gekennzeichnet, daß das Metallband(6) über seine gesamte Länge in der Heizzone und der Kühlzone
in Längsrichtung in Wellenform gebracht wird, und der Krümmungsradius von einer Welle oder von
Wellen im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone kleiner als die Krümmungsradien der
übrigen Welten des Bandes (6) in der Heizzone und der Kühlzone ist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) in eine solche Wellenform
gebracht wird, daß es am Eingangsabschnitt der Heizzone .-zusätzlich zum Grenzbereich zwischen
der Heizzone und der Kühlzone eine Welle oder Wellen mit einem Krümmungsradius besitzt, der
kleiner als die Krümmungsradien der übrigen Wellen des Bandes (6) in der Heizzone und der Kühlzone
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) dadurch schwebend
gehalten wird, daß in der Heizzone und in der Kühlzone Gasströme gegen die Oberseite und die Unterseite
des Bandes (6) wirken.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn-
laufrichtung, was zu schadhaften Produkten führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
genannten Art anzugeben, mit dem sich wärmebehandelte Metallbänder ausgezeichneter Qualität und
ohne irgendeine Beschädigung der Oberfläche herstellen lassen. Selbst in Fällen sehr dünner Metallbänder,
die bei Behandlung nach dem herkömmlichen Verfahren mit großer Wahrscheinlichkeit Falten in Querrichtung
bekämen, soll es möglich sein, wärmebehandelte Metallbänder ohne Falten und mit ausgezeichneter
Qualität zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst
Beim Durchlauf des Grenzbereichs zwischen der Heizzone und der Kühlzone und in seiner Nähe (das
heißt am Wendepunkt des Temperaturverlaufs des Metallbandes von einer zunehmenden bzw. ansteigenden
zu einer abnehmenden bzw. fallenden Richtung und folglich am Punkt des plötzlichen Auftretens thermischer
Spannung) wird das Metallband stärker, also zu einem kleineren Krümmungsradius als in den übrigen
Bereichen gekrümmt Damit wird es möglich, die Knickfestigkeit (Knickspannungsfestigkeit) des Metallbandes
während dessen gesamter Durchlaufzeit durch die Heizzone und die Kühlzone größer als die in dem Metallband
erzeugte thermische Spannung zu machen. Mit diesem erfin<iungsgemäßen Verfahren ist es daher möglich,
Metallbänder, bei deren Behandlung nach dem her
zeichnet, daß das Band (6) dadurch in Wellenform 30 kömmlichen Verfahren Falten in seiner Querrichtung
gebracht wird, daß starke und schwache Gasströme wahrscheinlich wären, in zufriedenstellender Weise, das
in abwechselnder Weise entlang der Längsrichtung heißt ohne Erzeugung von Falten in dem Metallband,
des Bandes gegen dessen Oberseite und dessen Un- wärmezubehandeln.
terseite gerichtet werden, wobei die starken Gas- Dieses Verfahren macht es darüber hinaus möglich,
ströme auf die Seite (Oberseite oder Unterseite) des 35 die Bewegungsenergie, wo eine solche zum Krümmen
Bandes (6) gerichtet werden, die derjenigen, auf wel- des Metallbandes erforderlich ist, über den gesamten
ehe die schwachen Gasströme wirken, entgegenge- Prozeß des Durchlaufens durch die Heizzone und die
setzt ist. Kühlzone zu reduzieren. Grundsätzlich gilt, daß, je klei-5.
Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn- ner der Krümmungsradius ist, mit dem ein Metallband
zeichnet, daß das Einwirkenlassen schwacher Gas- 40 gekrümmt werden soll, desto größer die für diese Krümströme
auf das Band das Einwirkenlassen einer Viel- mung erforderliche Bewegungsenergie ist. Da das Me-
zahl von Gasstromes, die in Längsrichtung des Bandes
(6) beabstandet angeordnet sind und aus einer parallel zum Band (6) liegenden Platte (Düsenfläche
21) austreten, umfaßt, während das Einwirkenlassen der starken Gasströme auf das Band (6) das Ausstoßen
von Gas aus einem Statikdruckkissen (22) gegen die Platte umfaßt.
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Family Applications (1)
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