DE3100128C2 - Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern - Google Patents

Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern

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    • C21D9/52Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
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Abstract

Es wird ein Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern beschrieben, bei dem ein Metallband beim Durchlauf durch eine Wärmebehandlungsvorrichtung in schwebender Weise erhitzt und gekühlt wird. Während des Durchlaufs durch die Vorrichtung wird das Metallband (6) in seiner Durchlaufrichtung in Wellenform gekrümmt. Diese Krümmungen des Metallbandes erhöhen dessen Widerstand gegen Knickspannungen. Die erhöhte Knickfestigkeit des Metallbandes ist stärker als die thermische Spannung, die in ihm während der Erwärmungs- und Kühlungsbehandlung erzeugt wird, so daß das Metallband erwärmt und gekühlt werden kann, ohne daß Falten in ihm entstehen.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung (etwa zum Anlassen oder ähnlichem) von Metallbändern, bei dem ein Metallband bzw. ein Metallstreifen schwebend eine Heizzone und eine Kühlzone durchläuft. Zur Wärmebehandlung von Metallbändern, das heißt insbesondere von langen, riemenförmigen Platten aus Aluminium, Kupfer, Eisen oder ähnlichem, die durch kontinuierliches Walzen in einem Walzwerk hergestellt sind und normalerweise eine Dicke von 3,5 mm oder weniger und eine Vielzahl von Breiten aufweisen, läßt man diese üblicherweise schwebend eine Heizzone und eine Kühlzone durchlaufen. Wenn bei diesem Prozeß jedoch die Knickfestigkeit des Metallbands geringer als die in ihm in Querrichtung erzeugten thermischen Spannungen ist, dann bilden sich parallele Falten oder Wellen (Fig. 11) im Band in dessen Durchtallband erfindungsgemäß nur im Bereich des Auftretens einer plötzlichen und großen thermischen Spannung mit einem geringeren Krümmungsradius als in den anderen gekrümmten Teilen versehen wird, wird eine große Krümmungsleistung nur für diese Stelle benötigt, an der plötzlich eine große thermische Spannung auftritt.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 schematisch einen Vertikalschnitt einer Vorrichtung zur Wärmebehandlung,
Fig.2 eine graphische Darstellung des Temperaturverlaufs des erfindungsgemäß wärmebehandelten Metallbandes,
Fig. 3 eine graphische Darstellung des Verlaufs der in einem erfindungsgemäß wärmebehandelten Metallband erzeugten thermischen Spannung (die Verläufe in den Fig.2 und 3 sind jeweils so dargestellt, daß ihre rechten und linken Enden auf einer Linie mit jenen von F i g. 1 liegen),
Fig.4 einen Querschnitt längs der Linie IV-IV von Fig. 1,
F i g. 5 eine vergrößerte Ansicht eines Haupttciles dnr Vorrichtung von Fig. 1,
Fig.6 einen Querschnitt einer Bandkrümmungseinrichtung der Vorrichtung von F i g. 1 zur Kennzeichnung der Dimensionen der Bandkrümmungseinrich-
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F i g. 7 das Ausziehen und Rollen eines Aluminiumbandes,
F i g. 8 und 9 jeweils Krümmungen eines in die Vorrichtung von F i g. 1 eingeführten Metallbaues,
Fig. 10 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit zwischen dem Krümmungsradius und der Knickfestigkeit eines erfindungsgemäß wärmebehandelten Aluminiumbandes, und
F i g. 11 Falten, die sich in einem nach dem herkömmlichen Verfahren wärmebehandelten Metallband einstellen.
Gemäß F i g. 1 enthält eine Vorrichtung 1 zur Wärmebehandlung eine Heizeinheit 2 und eine Kühleinheit 14. Die Heizeinheit 2 (deren Vertikalschnitt in Fig.4 gezeigt ist) wird von einer Ofenwand 3 begrenzt, die in bekannter Weise einen Wärmestrom zwischen der Innenseite und der Außenseite der Heizeinheit 2 verhindert. Die Ofenwand 3 besitzt eine Einlaßöffnung 4 und eine Auslaßöffnung 5, die es erlauben, daC ein Metallband 6 von links nach rechts durch die Heizeinheit 2 hindurchgeführt wird (Fig. 1). Über und unter einem Durchgang für das Metallband 6 liegen sich in der Heizeinheit 2 Plenumkammern 7 gegenüber. Jede dieser Plenumkammern 7 besitzt eine Vielzahl von Bandkrümmungseinrichtungen, die in ihrer Wand angrenzend an das in die Heizeinheit 2 eingeführte Metallband 6 vorgesehen und über die gesamte Länge des Banddurchgangs innerhalb der Heizeinheit 2 angeordnet sind. Luftumwälzgebläse 8 sind an der Ofenwand 3 installiert Die Luftumwälzgebläse 8 stehen über Luftkanäle 9 jeweils mit einer der Plenumkammern 7 in Verbindung. Brenner 10 sind an der Innenfläche der Ofenwand 3 vorgesehen. Vor der Einlaßöffnung 4 der Heizeinheit 2 ist eine Vielzahl von Walzen 11 zur richtigen Einführung des Metallbandes 6 in die Einlaßöffnung 4 vorgesehen.
Da die Kühleinheit 14 in ähnlicher Weise wie die Heizeinheit 2, abgesehen von der bei der Kühleinheit 14 fehlender Ofenwand, aufgebaut ist, soll sie hier nicht detailliert beschrieben werden. In der Kühleinheit 14 sind mit 15 eine obere und eine untere Plenumkammer bezeichnet, von denen jede in ihrer dem in die Kühleinheit 14 eingeführten Metallband 6 benachbarten Wand eine Vielzahl von Bandkrümmungseinrichtungen aufweist, die über die gesamte Länge des Banddurchlaufs innerhalb der Kühleinheit 14 angeordnet sind. Mit 16, 17,18 und 19 sind ein Luftumwälzgebläse, ein Luftkanal, eine Bandauslaßöffnung bzw. eine Vielzahl von Abziehwalzen bezeichnet. Es wird nun auf Fig.5 3ezug genommen, die die Bandkrümmungseinrichtungen in den Wänden der Plenumkammern 7 (der Heizeinheit 2) und 15 (der Kühleinheit 14) im einzelnen zeigen. Dabei sind 21 Düsenflächen. Dynamikdruckdüsen, d. h. Düsen zur Erzeugung eines Staudrucks, sind in bekanntet Weise in den Wänden der Plenumkammern 7 und 15 angeordnet, um einen Gasstrom aus den Plenumkammern gegen das in die Vorrichtung 1 eingeführte Metallband 6 zu richten. 22 bezeichnet Statikdruckkissenabschnitte, die in gleicher Weise wie herkömmliche Statikdruckkissen aufgebaut sind, nämlich so, daß Gas von den Plenumkammern 7 in die durch Pfeile angedeuteten Richtungen ausgestoßen wird und gegen das Metallband 6 stößt. Mit Statikdruckkissenabschnitt wird hier also eine Einrichtung zur Erzeugung eines gewünschten statischen Drucks bezeichnet.
Eine Vielzahl von Düsen kann auch in den Wänden 22a der Stalikdruckkissenabschnitte 22 vorgesehen werden, die dem Banddurchlauf zugewandt sind, um zusätzlich Gas gegen das Metallband 6 auszustoßen. Es ist auch möglich, daß anstelle der Düsenfläclien 21 flache Oberflächen verwendet werden, und das Metallband 6 kann durch Gasströme allein aus den Düsen 23 der Statikdruckkissenabschnitte 22 gekrümmt werden.
Wie in Fig. 7 gezeigt, wird das um eine Abgaberolie gewickelte Metallband 6a in üblicher Weise abgezogen, wie dies durch einen Pfeil 30 angedeutet ist, damit es durch verschiedene bekannte (nicht gezeigte) Mechanismen und dann durch die Vorrichtung 1 zur Wärmebehandlung laufen kann. Nach dem Austreten aus der Vorrichtung 1 durchläuft das Metallband verschiedene bekannte (nicht gezeigte) Mechanismen und wird dann in üblicher Weise auf eine Aufwickelrolle aufgewickelt, wie dies durch 6b gekennzeichnet ist.
Wenn das Metallband 6 in die Vorrichtung 1 eingeführt wird, dann arbeiten die Brenner 10 und die Luftumwälzgebläse 8 und 16. Wenn sich das Metallband 6 in einem eingeschwungenen Zustand befindet, läßt man es zwischen den oberen Plenumkammern 7, 15 und den unteren Plenumkammern 7,15 hindurchlaufen, wobei es in Wellenform gekrümmt wird und zwar durch erhitztes Gas, das von den Düsen in den Wänden der Plenumkammern 7 der Heizeinheit ausgestoßen wird, bzw. durch nicht erhitzte Luft, die von den Düsen in den Wänden der Plenumkammern 15 der Kühleinheit ausgestoßen wird, wie dies in F i g. 5 gezeigt ist. Beim Durchlauf des Eingangsabschnitts Tb (F i g. 1) der Heizeinheit 2 und des Grenzbereichs 7a, 15a (Fig. 1) zwischen der Heizeinheit 2 und der Kühleinheit 14 wird das Metallband 6 mit einem kleinerem Krümmungsradius gekrümmt als beim Durchlauf durch die anderen Bereiche der Vorrichtung 1 (das heißt den übrigen Teil des Banddurchlaufs), wie dies in Fig.8 gezeigt ist. Jene Einrichtungen, wie die Luftumwälzgebläse 8, 16. die Plenumkammern 7,15 und die Brenner 10 in der Vorrichtung 1 wirken so, daß das Metallband 6 in oben erwähnter Weise behandelt wird und die nachfolgend erläuterte Erwärmung und Kühlung durchmacht.
Nach der Erwärmung beim Durchlauf durch die Heizeinheit 2 durchläuft das Metallband 6 die Kühleinheit 14 und wird dabei gekühlt. In F i g. 1 bezeichnen 25 und 26 eine Heizzone bzw. eine Kühlzone.
F i g. 2 zeigt den Verlauf der Temperatur eines unter Verwendung der Vorrichtung 1 in oben beschriebener Weise wärmebehandelten Aluminiumbandes. Sowohl die Heizzone 25 als auch die Kühlzone 26 sind je 13 m lang, und die jeweilige Länge zwischen den Zufuhrwalzen 11 und der Einlaßöffnung 4 bzw. der Auslaßöffnung 18 und den Abziehwalzen 19 beträgt 2 m. Die Abmessungen des Aluminiumbandes sind 0,3 mm Dickke · 2000 mm Breite.
Wenn das Aluminiumband in der erwähnten Weise erwärmt und gekühlt wird, dann tritt im mittleren Bereich des Bandes in dessen Breitenrichtung eine thermische Spannung yx auf, wie dies in F i g. 3 gezeigt ist. Da jedoch das Band bei der Behandlung gekrümmt ist, ist seine Knickfestigkeit in Breitenrichtung stärker als die thermische Spannung yx. Daher wird das Aluminiumband durch diese thermische Spannung nicht deformiert, sondern behält während der Behandlung die ursprüngliche Form (abgesehen von den durch die Gasströme hervorgerufenen Krümmungen). Wie in F i g. 3 gezeigt, ist die im Band entstehende thermische Spannung yx am Eingangsabschnitt 7b der Heizzone 25 und im Grenzbereich 7a, 15a zwischen der Heizzone 25 und der Kühlzone 26 größer als in den übrigen Bereichen. Da jedoch das Band an diesen Stellen 7b, 7a, 15a stärker
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gekrümmt ist als an den anderen Stellen, ist die jeweilige Knickfestigkeit des Bandes an diesen Stellen größer als an den anderen Stellen. Deshalb ist auch an diesen Steilen die jeweilige Knickfestigkeit des Bandes größer als die thermische Spannung, so daß das Band selbst an diesen Stellen nicht infolge der thermischen Spannung verformt wird.
Fig. 10 zeigt die Abhängigkeit der Knickfestigkeit vom Krümmungsradius beim erwähnten Aluminiumband. Bei der Wärmebehandlung der F i g. 2 und 3 liegt die maximale thermische Spannung des Bandes im Grenzbereich 7a, 15a zwischen der Heizzone 25 und der Kühlzone26bei22,5 N/mm2(Fig.3). AusFig. 10erhält man für diesen Fall einen maximalen Krümmungsradius von 1,05 m, bei dessen Vorliegen eine für diese maximale thermische Spannung ausreichende Knickfestigkeit vorhanden ist. Fig.6 zeigt den Teil der Bandkrümmungseinrichtung, der sich im Grenzbereich 7a, 15a befindet In diesem Teil sind die einzelnen Maße A bis F 250 mm, 1200 mm, 600 mm, 50 mm, 200 mm bzw. etwa 90 mm. Der Krümmungsradius des Bandes in diesem Teil ist Ä(= 1,05 m).
Die Krümmungsradien der außerhalb dieses Grenzbereichs befindlichen Teile des Bandes kann man in der gleichen Weise ermitteln. Das heißt man geht von der in den einzelnen Teilen des Bandes erzeugten thermischen Spannung und einer Graphik aus, die die Eigenschaften des Bandes bei der Temperatur im jeweiligen Teil wiedergibt (das heißt von einer Graphik ähnlich Fig. 10). Im Fall des erwähnten Aluminiumbandes beträgt der Krümmungsradius des am Eingangsabschnitt Tb der Heizzone 25 befindlichen Teils /? = 2m, während die Krümmungsradien aller anderen Teile (mit Ausnahme des im Grenzbereich) 2,5 m sind. Diese Krümmungsradien lassen sich durch geeignete Änderung der Maße B und C der einzelnen Teile der Bandkriimmungseinrichtung einstellen.
F i g. 9 zeigt ein Metallband, dessen Krümmungen sich in der Höhe von denen in Fig.8 unterscheiden. Solche Änderung der Krümmungen kann durch Änderung des Ausstoßdrucks des Gases aus den Düsen bewirkt werden.
Wenn die Amplitude der wellenähnlichen Krümmungen e'nes Metallbandes geändert wird (wie dies von Fig.8 zu Fig. 9 der Fall ist), dann ändern sich die Teilungen des Bandes (das heißt die Abstände zwischen entsprechenden Punkten auf benachbarten Wellenformen des Bandes), die zur Erreichung der gewünschten Krümmungsradien des Bandes erforderlich sind. Die Änderung der Teilungen des Bandes kann durch geeignete Änderung irgendeiner Dimension oder Dimensionen (die in F i g. 6 gezeigt sind) der einzelnen Teile der Bandkrümmungseinrichtung erreicht werden.
In dem Fall von F i g. 9 ist das Metallband zu einem kleineren Krümmungsradius (R = 1,05 m) in 3 Weilenformen (Krümmungen) im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone der Vorrichtung gekrümmt. Solche Wellenformen können dem Band über eine Länge von etwa 10% bis 15% der Gesamtlänge der Heizzone und der Kühlzone gegeben werden.
Die Länge und die Stelle des Teiles eines Metallbandes, in welchem eine große thermische Spannung auftritt, hängt von den Erwärmungsvoraussetzungen (Neigung des Temperaturanstiegs) des Bandes in der Heizzone, den Kühlvoraussetzungen (Neigung des Temperaturabfalls) des Bandes in der Kühlzone und den Abmessungen (Breite und/oder Dicke) und/oder dem Material des Bandes ab.
Der Teil eines Metallbandes, der mit einem kleineren Krümmungsradius gekrümmt werden soll, muß so festgelegt werden, daß dieser Teil des Bandes mit dem Bandabschnitt zusammenfällt, in welchem eine größere thermische Spannung auftritt. Wenn daher eine größere thermische Spannung über eine größere Länge in einem Metallband auftritt, dann muß sich der Teil des Bandes, der eine stärkere Krümmung aufweisen soll, über die entsprechende größere Länge erstrecken. Wenn die Mitte (in Längsrichtung) des Teiles eines Metallbandes, in welchem eine größere thermische Spannung auftritt, vom Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone zur Heizzonenseite oder zur Kühlzonenseite abweicht, dann muß entsprechend der Teil des Bandes, der einen kleineren Krümmungsradius aufweisen soll, verschoben sein. Der beschriebene Weg, einem Metallband einen kleineren Krümmungsradius zu geben, gilt auch bei der Krümmung des Bandes zu einem kleineren Krümmungsradius am Eingangsabschnitt der Heizzone.
Bezüglich des zur Krümmung eines Metallbandes gemäß der Erfindung erforderlichen Energiebedarfs wurden Experimente ausgeführt. Setzt man die elektrische Leistung eines Luftgebläses, die erforderlich ist, um das Metallband über die gesamte Länge von Heizzone und Kühlzone mit kleinen Krümmungsradien zu krümmen mit 100% an, dann verringert sich der Energieverbrauch auf 82%, wenn man, wie es erfindungsgemäß der Fall ist, das Metallband im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone mit einem kleineren Krümmungsradius (so wie in Fig.8 gezeigt) versieht und an allen anderen Stellen mit größeren Krümmungsradien (so wie in F i g. 8 gezeigt). In bezug auf die für ein Luftgebläse erforderliche elektrische Leistung erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren daher eine Energieeinsparung von etwa 20% verglichen mit dem Energieverbrauch bei Benutzung des herkömmlichen Wärmebehandlungsverfahrens.
Es ergab sich eine weitere Senkung des Energieverbrauchs auf 72% für den Fall, daß man ein Metallband ohne jegliche Krümmung durch die Vorrichtung 1 laufen ließ, abgesehen von einer Krümmung im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone, das heißt, wenn man das Band abgesehen von diesem Grenzbereich in flachem Zustand durchlaufen ließ. Wie erwähnt, beträgt die für diesen Fall erforderliche elektrische Energie zum Betrieb eines Luftgebläses 72%. Wird jedoch ein Metallband mit einer Dicke von 0,3 mm oder weniger in dieser Weise durch die Vorrichtung geschickt, dann vibriert der flache Teil des Bandes leicht aber schnell, so daß das Band infolge dieser Vibration brechen kann.
Falls erwünscht kann ein Metallband während der Wärmebehandlung dadurch gehärtet werden, daß man einen Temperaturverlauf im Band bewirkt, wie er gestrichelt in F i g. 2 gezeigt ist. Hierbei wird die Temperatur des Bandes in der Heizzone gemäß dem Verlauf (A) erhöht und die Maximaltemperatur in einem Bereich nahe dem Ende der Heizzone 25 für eine Weile gehalten, wie dies durch (B) in F i g. 2 angegeben ist Danach wird die Temperatur des Bandes rasch in der Kühlzone 26 abgekühlt, wie durch (C) angegeben (die Abkühlgeschwindigkeit beträgt 1000C oder mehr pro Sekunde). Die rasche Abkühlung der Bandtemperatur kann durch Erhöhung der Luftmenge, die von den Plenumkammern 15 ausgestoßen wird oder durch eine Erniedrigung der Lufttemperatur erreicht werden. Alternativ kann Nebel bzw. Dampf, Wasser oder heißes Wasser gegen das Metallband gestrahlt werden, um eine rasche Absenkung
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der Temperatur des Metallbandes zu bewirken. Falls das Metallband während des Verlaufs der Wärmebehandlung in der obenerwähnten Weise gehärtet wird, dann treten extrem große Temperaturänderungen in dem Band auf, die dazu führen, daß die in Breitenrichtung des Metallbandes erzeugte thermische Spannung größer wird. Falls daher diese Härtung des Metallbandes während der Wärmebehandlung durchgeführt wird, ist es günstig, das Metallband stärker zu krümmen, das heißt in kleineren Krümmungsradien, um die Knickfestigkeit größer als die thermische Spannung zu machen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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Claims (4)

31 OO 128 Patentansprüche:
1. Verfahren zur Wärmebehandlung von Metallbändern, bei dem ein Metallband schwebend eine Heizzone und eine Kühlzone durchläuft, dadurch gekennzeichnet, daß das Metallband(6) über seine gesamte Länge in der Heizzone und der Kühlzone in Längsrichtung in Wellenform gebracht wird, und der Krümmungsradius von einer Welle oder von Wellen im Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone kleiner als die Krümmungsradien der übrigen Welten des Bandes (6) in der Heizzone und der Kühlzone ist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) in eine solche Wellenform gebracht wird, daß es am Eingangsabschnitt der Heizzone .-zusätzlich zum Grenzbereich zwischen der Heizzone und der Kühlzone eine Welle oder Wellen mit einem Krümmungsradius besitzt, der kleiner als die Krümmungsradien der übrigen Wellen des Bandes (6) in der Heizzone und der Kühlzone ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) dadurch schwebend gehalten wird, daß in der Heizzone und in der Kühlzone Gasströme gegen die Oberseite und die Unterseite des Bandes (6) wirken.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn-
laufrichtung, was zu schadhaften Produkten führt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, mit dem sich wärmebehandelte Metallbänder ausgezeichneter Qualität und ohne irgendeine Beschädigung der Oberfläche herstellen lassen. Selbst in Fällen sehr dünner Metallbänder, die bei Behandlung nach dem herkömmlichen Verfahren mit großer Wahrscheinlichkeit Falten in Querrichtung bekämen, soll es möglich sein, wärmebehandelte Metallbänder ohne Falten und mit ausgezeichneter Qualität zu erzielen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst
Beim Durchlauf des Grenzbereichs zwischen der Heizzone und der Kühlzone und in seiner Nähe (das heißt am Wendepunkt des Temperaturverlaufs des Metallbandes von einer zunehmenden bzw. ansteigenden zu einer abnehmenden bzw. fallenden Richtung und folglich am Punkt des plötzlichen Auftretens thermischer Spannung) wird das Metallband stärker, also zu einem kleineren Krümmungsradius als in den übrigen Bereichen gekrümmt Damit wird es möglich, die Knickfestigkeit (Knickspannungsfestigkeit) des Metallbandes während dessen gesamter Durchlaufzeit durch die Heizzone und die Kühlzone größer als die in dem Metallband erzeugte thermische Spannung zu machen. Mit diesem erfin<iungsgemäßen Verfahren ist es daher möglich, Metallbänder, bei deren Behandlung nach dem her
zeichnet, daß das Band (6) dadurch in Wellenform 30 kömmlichen Verfahren Falten in seiner Querrichtung
gebracht wird, daß starke und schwache Gasströme wahrscheinlich wären, in zufriedenstellender Weise, das
in abwechselnder Weise entlang der Längsrichtung heißt ohne Erzeugung von Falten in dem Metallband,
des Bandes gegen dessen Oberseite und dessen Un- wärmezubehandeln.
terseite gerichtet werden, wobei die starken Gas- Dieses Verfahren macht es darüber hinaus möglich, ströme auf die Seite (Oberseite oder Unterseite) des 35 die Bewegungsenergie, wo eine solche zum Krümmen Bandes (6) gerichtet werden, die derjenigen, auf wel- des Metallbandes erforderlich ist, über den gesamten ehe die schwachen Gasströme wirken, entgegenge- Prozeß des Durchlaufens durch die Heizzone und die setzt ist. Kühlzone zu reduzieren. Grundsätzlich gilt, daß, je klei-5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekenn- ner der Krümmungsradius ist, mit dem ein Metallband zeichnet, daß das Einwirkenlassen schwacher Gas- 40 gekrümmt werden soll, desto größer die für diese Krümströme auf das Band das Einwirkenlassen einer Viel- mung erforderliche Bewegungsenergie ist. Da das Me-
zahl von Gasstromes, die in Längsrichtung des Bandes (6) beabstandet angeordnet sind und aus einer parallel zum Band (6) liegenden Platte (Düsenfläche 21) austreten, umfaßt, während das Einwirkenlassen der starken Gasströme auf das Band (6) das Ausstoßen von Gas aus einem Statikdruckkissen (22) gegen die Platte umfaßt.
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