DE3117253C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Regler für stufenlose
Keilriemengetriebe für Kraftfahrzeuge, mit dessen Hilfe
der dem hydraulischen Servo-System des Getriebes zugeführte
hydraulische Druck (Leitungsdruck) geregelt oder gesteuert
wird.
Ein stufenloses Keilriemengetriebe kann in Verbindung mit
einem Planetengetriebe zum Umschalten zwischen dem Vorwärts-
und dem Rückwärtsantrieb als automatisches Getriebe
für Kraftfahrzeuge, wie Automobile, verwendet werden. Das
stufenlose Getriebe wird durch eine automatische Steuervorrichtung
gesteuert, die einen elektrischen Steuerschaltkreis
aufweist. Diesem Steuerschaltkreis werden Eingangssignale
aufgrund der Betriebsbedingungen des Kraftfahrzeugs,
wie die Drosselöffnung des Vergasers, die Fahrzeuggeschwindigkeit,
die Umdrehungsgeschwindigkeit der
Eintriebsriemenscheibe oder die Einstellposition des Ganghebels,
zugeführt. Die Steuervorrichtung weist ferner
einen hydraulischen Steuerschaltkreis auf, der das Übersetzungsverhältnis
zwischen der Eintriebs- und der Abtriebswelle
des Getriebes einstellt und den Vorwärts-
oder Rückwärtsantrieb des Planetengetriebes auswählt.
Dem hydraulischen Steuerschaltkreis wird der Leitungsdruck
zugeführt, der durch Steuern des Abgabedrucks einer
vom Motor angetriebenen Ölpumpe erzeugt wird. Der für den
hydraulischen Steuerschaltkreis erforderliche Leitungsdruck
variiert hauptsächlich in Abhängigkeit von dem
Übersetzungsverhältnis zwischen der Eintriebs- und der
Abtriebswelle des Getriebes und von dem vom Motor herrührenden
Eintriebsmoment. Für den Betrieb ergibt sich
daher ein Minimalwert für den Leitungsdruck, bei dem der
Keilriemen noch nicht rutscht.
Ein hydraulischer Regler für ein stufenloses Keilriemengetriebe
ist aus der nachveröffentlichten DE 31 11 530 A1 bekannt.
Dieser Regler weist ein Regelventil zum Erzeugen
eines Leitungsdrucks, ein Ventil zum Erzeugen eines
Drosseldrucks in Abhängigkeit von der Drosselöffnung und ein
Steuerventil zum Steuern des Leitungsdrucks in Abhängigkeit
vom Übersetzungsverhältnis des Keilriemengetriebes auf. Der
Leitungsdruck wird dabei durch Verbinden oder Unterbrechen
von Kanälen am Steuerventil nur diskret gesteuert. Die Folge
ist ein unnötig hoher Leitungsdruck in Abhängigkeit vom
Übersetzungsverhältnis, der zu einem erhöhten Kraftstoffverbrauch
des Motors führt.
Aus der US-PS 41 52 947 ist ebenfalls ein hydraulischer Regler
für Keilriemengetriebe bekannt, bei dem ein Steuerventil
einen Druck in Abhängigkeit vom eingestellten Übersetzungsverhältnis
erzeugt und der Leitungsdruck zur Beaufschlagung
des hydraulischen Servosystems außerdem durch ein weiteres
mit dem Steuerventil in hydraulischer Verbindung stehendes
Ventil beeinflußt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen hydraulischen
Regler für stufenlose Keilriemengetriebe zu schaffen,
mit dessen Hilfe der Leitungsdruck möglichst nahe dem Minimalwert
liegt, der zum Betrieb der hydraulischen Servo-Einrichtung
erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche
gelöst.
Der erfindungsgemäße Regler vermeidet einen unnötigen Leitungsdruck,
und der Kraftstoffverbrauch wird gegenüber dem
Stand der Technik gesenkt. Dabei wird der Leitungsdruck stufenweise
bis nahe zu dem erforderlichen Minimalwert verändert.
Der Regler ermöglicht ferner eine größere Antriebskraft
beim Start des Kraftfahrzeugs durch Erzeugen eines erhöhten
Leitungsdrucks.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die anliegende
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines stufenlosen Getriebes
für Kraftfahrzeuge;
Fig. 2 ein Diagramm eines hydraulischen Steuerschaltkreises
eines stufenlosen Getriebes mit einem erfindungsgemäßen
Druckregler;
Fig. 3 Ausgangskennlinien eines Steuerventils für den Übersetzungsverhältnisdruck;
Fig. 4 eine graphische Darstellung des erforderlichen
Leitungsdrucks bei den hydraulischen Steuerschaltern
für verschiedene Übersetzungsverhältnisse;
Fig. 5 ein Blockdiagaramm eines elektrischen Steuerschaltkreises;
Fig. 6 eine graphische Darstellung des erforderlichen Leitungsdrucks
als Charakteristikum des hydraulischen
Steuerschaltkreises für verschiedene Drosselöffnungen;
Fig. 7 eine graphische Darstellung zur Erläuterung des
Leitungsdrucks als Charakteristikum des erfindungsgemäßen
hydraulischen Druckreglers für verschiedene
Drosselöffnungen Q;
Fig. 8 und 9 graphische Darstellungen zur Erläuterung des
Leitungsdrucks als Charakteristikum eines erfindungsgemäßen
hydraulischen Reglers für verschiedene
Übersetzungsverhältnisse T;
Fig. 10 eine graphische Darstellung einer optimalen Brennstoffverbrauchs-
Leistungskurve eines Motors;
Fig. 11 eine graphische Darstellung der Motorausgangsleistung;
Fig. 12 ein Leistungsdiagramm einer Druckmittelabgabevorrichtung;
Fig. 13 eine graphische Darstellung mit konstanten Brennstoffverbrauchs-
Kurven;
Fig. 14 eine graphische Darstellung der optimalen Brennstoffverbrauchs-
Druckmittelkupplungsleistungs-Kurve;
Fig. 15 eine graphische Darstellung der optimalen Brennstoffverbrauchs-
Druckmittelkopplung als Charakteristikum
der Ausgangs-Umdrehungsgeschwindigkeit;
Fig. 16, 17 und 20 bis 23 Flußdiagramme zur Erläuterung
der Arbeitsweise eines elektrischen Steuerschaltkreises;
Fig. 18 ein Wellenformdiagramm zur Erläuterung der Leistungssteuerung;
Fig. 19 eine Teilschnittansicht eines elektromagnetischen
Solenoidventils einer Schaltungssteuerung;
Fig. 24 eine graphische Darstellung der Beschleunigung
als Funktion der Geschwindigkeit;
Fig. 25 eine graphische Darstellung des Übersetzungsverhältnisses
als Funktion der Geschwindigkeit;
Fig. 26 ein Diagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise der
Schaltungssteuerung;
Fig. 27 eine graphische Darstellung des hydraulischen
Drucks, der den hydraulischen Servo-Systemen der
Eintriebs- und Abtriebsriemenscheiben zugeführt
wird;
Fig. 28 eine graphische Darstellung des Solenoiddrucks Ps,
Fig. 29 eine graphische Darstellung des hydraulischen
Ausgangsdrucks des Schaltungssteuerventils;
Fig. 30 ein Diagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise
einer Übersetzungsverhältnis-Steuervorrichtung;
Fig. 31 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
dem Übersetzungsverhältnis T der Eintriebs- und der
Abtriebswellen eines stufenlosen Keilriemengetriebes
sowie des Druckverhältnisses der hydraulischen
Eintriebs- und Abtriebsservosysteme;
Fig. 32 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
der Schaltungssteuerung;
Fig. 33 ein Diagramm eines hydraulischen Steuerschaltkreises
mit einem erfindungsgemäßen hydraulischen Druckregler
und
Fig. 34 bis 36 graphische Darstellungen des Leitungsdrucks als
Charakteristikum des hydraulischen Druckreglers gemäß
Fig. 33.
Fig. 1 zeigt einen Motor 100, einen Vergaser 102 sowie ein
Getriebe 20 zwischen dem Motor 100 und der Antriebsachse.
Das Getriebe 20 weist eine Fluidkupplung 21, die mit einer
Motorabtriebswelle 101 verbunden ist, ein Reduktionsgetriebe
23, das mit einem Differentialgetriebe 22 verbunden
ist. sowie ein stufenloses Keilriemengetriebe 30 und ein
Planetengetriebe 40 zum Umschalten zwischen vorwärts und
rückwärts auf.
Die übliche Fluidkupplung 21 weist ein Pumpenlaufrad 211
und ein Turbinenlaufrad 212 auf, das mit einer Abtriebswelle
214 eines Drehmomentwandlers verbunden ist. Anstelle
der Fluidkupplung können ein anderer Fluid-Drehmomentwandler
oder eine mechanische Kupplung verwendet werden.
Das stufenlose Keilriemengetriebe 30 weist eine Eintriebsriemenscheibe
31 mit einem stationären Flansch 311 auf,
der mit der Abtriebswelle 214 der Kupplung 211 als Eintriebswelle des Keilriemengetriebes
30 verbunden ist; ferner ist ein beweglicher
Flansch 312 gegenüber dem stationären Flansch 311 vorgesehen,
und diese Flansche bilden einen V-förmigen Zwischenraum;
ferner ist ein hydraulisches Servo-System 313 zum
Antreiben des beweglichen Flansches 312 vorgesehen. Eine
Abtriebsriemenscheibe 32 weist einen stationären Flansch
321 auf, der mit einer Zwischenwelle 26 als Abtriebswelle
des Keilriemengetriebes 30 verbunden ist; gegenüber dem stationären
Flansch 321 befindet sich ein beweglicher Flansch 322,
und diese Flansche bilden einen V-förmigen Zwischenraum;
der bewegliche Flansch 322 wird mit Hilfe eines hydraulischen
Servo-Systems 323 angetrieben. Ein Keilriemen 33
verbindet die Eintriebsriemenscheibe 31 mit der Abtriebsriemenscheibe
32. Die Verschiebung L der beweglichen Flansche
312 und 322 an den Eintriebs- und Abtriebsriemenscheiben 31
bzw. 32 bestimmt das Übersetzungsverhältnis zwischen den
Eintriebs- und Abtriebswellen, wobei sich L für den Bereich
0-l₂-l₃-l₄ (0<l₂<l₃<l₄) ändert, so daß das Übersetzungsverhältnis
T zwischen der Eintriebswelle 214 und der
Abtriebswelle 26 des Keilriemengetriebes 30 stufenlos im Bereich von
t₁-t₂-t₃-t₄ (t₁<t₂<t₃<t₄) verändert wird. Da die druckaufnehmende
Fläche des Eintriebs-Servo-Systems 313 etwa
zweimal so groß ist wie die des hydraulischen Abtriebs-
Servo-Systems 323, wird der bewegliche Flansch 312 einer
größeren Antriebskraft unterworfen als der bewegliche
Flansch 322, und zwar selbst dann, wenn der hydraulische
Druck im Servo-System 313 kleiner ist als oder gleich ist
dem hydraulischen Druck im Servo-System 323. Die vergrößerte
Druckaufnahmefläche des hydraulischen Servo-Systems
313 kann man erreichen durch Vergrößern des Durchmessers
des Servo-Systems oder unter Verwendung eines Kolbens
mit der doppelten Aufnahmefläche des Servo-Systems.
Das Planetengetriebe 40 zum Umschalten zwischen dem Vorwärts-
und dem Rückwärtsantrieb weist ein Sonnenrad 41 auf, das
mit der Zwischenwelle 26 als Abtriebswelle des stufenlosen
Getriebes 30 verbunden ist; ferner ist ein Ringzahnrad 43
vorgesehen, das mit einem Gehäuse 400 des Getriebes über
eine Vielfach-Plattenbremse 42 in Eingriff steht. Ein doppeltes
Planetenzahnrad 44 kämmt drehbar zwischen dem Sonnenzahnrad
41 und dem Ringzahnrad 43. Ein Planetenträger 46,
der das doppelte Planetenzahnrad 44 trägt, ist drehbar mit
der Zwischenwelle 26 über eine Vielfach-Plattenkupplung 45
und mit einer zweiten Zwischenwelle 47 als Abtriebswelle
des Planetengetriebes 40 verbunden. Ein hydraulisches Servo-
System 48 betätigt die Vielfach-Plattenbremse 42, und ein
hydraulisches Servo-System 49 betätigt die Vielfach-Plattenkupplung
45. Das Planetengetriebe 40 ist im Vorwärtsgang,
wenn die Kupplung 45 eingekuppelt und die Bremse 42 gelöst
ist; den Rückwärtsgang mit einem Übersetzungsverhältnis
von 1,02 erhält man, wenn die Kupplung 45 ausgekuppelt und
die Bremse 42 betätigt ist. Das Übersetzungsverhältnis von
1,02 im Rückwärtsgang ist klein im Vergleich zum Übersetzungsverhältnis
beim üblichen Getriebe. In dieser Ausführungsform
erhält man jedoch ein ausreichendes Übersetzungsverhältnis
des stufenlosen Keilriemengetriebes, z. B.
das Übersetzungsverhältnis von 2,4, mit Hilfe des Übersetzungsgetriebes
23, das nachstehend näher erläutert wird.
Das Übersetzungsgetriebe 23 kompensiert das niedrige
Übersetzungsverhältnis des stufenlosen Keilriemengetriebes
30 im Vergleich zu üblichen Getrieben, so daß man zur Erhöhung
des Drehmoments ein Übersetzungsverhältnis von
1,45 zwischen der Eintriebs- und der Abtriebswelle erhält.
Das Differentialgetriebe 22 ist mit der nicht dargestellten
Achse verbunden, so daß man schließlich ein Übersetzungsverhältnis
von 3,727 : 1 erhält.
Die Fig. 2 zeigt einen hydraulischen Steuerschaltkreis zur
Steuerung des Getriebes gemäß Fig. 1.
Dieser Steuerschaltkreis weist eine hydraulische Druckquelle
50, einen erfindungsgemäßen hydraulischen Regler 60, eine
Gangsteuerung 70 zur Steuerung des Zeitablaufs beim Eingriff
der Mehr-Plattenbremse und der Mehr-Plattenkupplung des
Planetengetriebes 40 und zum Verzögern des Stoßes beim
N-D- und N-R-Umschalten, eine Vorrichtung 80 zum Steuern der
Eintriebsriemenscheibe sowie ein Handventil 62 auf, das
mit Hilfe eines nicht dargestellten Ganghebels von Hand betätigt
wird.
Der hydraulische Druckregler 60 weist unter anderem die folgenden
Bestandteile auf:
ein Regelventil 61, das den von der hydraulischen Druckquelle
50 herrührenden hydraulischen Druck regelt und Teile des
hydraulischen Schaltkreises mit dem Leitungsdruck beaufschlagt,
ein Ventil 65, das den Leitungsdruck vom
Regelventil 61 enthält und einen Drosseldruck in Abhängigkeit
von der Drosselöffnung R des Vergasers 102 abgibt, und
ein Steuerventil 66 für den Übersetzungsverhältnisdruck, das
den vom Ventil 65 kommenden Drosseldruck (Leitungsdruck
durch das Ventil 65) entsprechend der Größe der
Verschiebung L des beweglichen Flansches 322 der Abtriebsriemenscheibe
32 regelt und den Übersetzungsverhältnisdruck
erzeugt. Das Steuerventil 66 weist eine erste und eine zweite
Abtriebsvorrichtung 66a bzw. 66b für den Übersetzungsverhältnisdruck
auf; die erste Abtriebsvorrichtung 66a erzeugt
den Übersetzungsverhältnisdruck im gesamten Bereich des Übersetzungsverhältnisses
T (nachstehend als "erster Übersetzungsverhältnisdruck"
bezeichnet); die zweite Abtriebsvorrichtung
66b gibt den durch das Ventil 65 beaufschlagten Leitungsdruck
ab (nachstehend als "zweiter Übersetzungsverhältnisdruck"
bezeichnet), wenn das Übersetzungsverhältnis T größer
als der eingestellte Wert t₃ ist. Der Druck in den beiden
ersten Übersetzungsverhältnisrückführleitungen 10 und 11 nimmt nacheinander
mit zunehmender Drosselöffnung ab.
Die hydraulische Druckquelle 50 fördert das von einem Ölfilter
51 gepumpte Hydrauliköl zu dem Regelventil 61 durch
die Leitung 12. Die hydraulische Druckquelle 50 weist eine
vom Motor angetriebene Pumpe 52 sowie ein Entlastungsventil
53 auf.
Bei dem Handventil 62 wird eine Spule 621 auf die Stellungen
P, R, N, D und L entsprechend den Gangstellungen des vom Fahrer
betätigten Ganghebels eingestellt. Dadurch verbindet
das Handventil 62 den Leitungsdruck aus der Leitung 1 direkt
oder über das Ventil 65 und die Leitung 3 mit den Leitungen
4 bis 6, die den Leitungsdruck in verschiedenen Teilen des
Steuerkreises gemäß Tabelle I verteilen.
In Tabelle I bezeichnet "○" eine Verbindung des Drucks von
der Leitung 1, "Δ" eine Verbindung von der Leitung 3 und
"×" keine Verbindung des Drucks von der Leitung 1 und 3 zu
den Leitungen 4 bis 6.
Gemäß Fig. 2 weist das Regelventil 61 eine Spule 611 und
einen Ventilstößel 612 auf, auf den ein 1. und ein 2. Druck
einwirkt, um die Spule 611 zu steuern. Die
Fläche der Zwischenraumöffnung zur Auslaßöffnung 614 ändert
sich entsprechend der Verschiebung der Spule 611. Der Leitungsdruck
wird von einer Auslaßöffnung 616 zur Leitung 1
übertragen. Das Hydrauliköl wird von der Auslaßöffnung 614
durch die Leitung 13 zu einem Kupplungsölkühler sowie zu
anderen zu schmierenden Einheiten gefördert.
In der Tabelle II bezeichnen "○" eine Druckverbindung von
der Leitung 1, ein "-" keine Druckverbindung zu den Leitungen
10 und 11 und ein "×" Druckablaß.
Das Drucksteuerventil 66 ist mit einer Spule 662 versehen,
die mit dem beweglichen Flansch 322 der Abtriebsriemenscheibe
32 verbunden ist und die zweite Abtriebsvorrichtung
66b bildet; mit der Spule 662 ist über eine Feder 663
eine Spule 661 in Reihe angeordnet, die die erste Abtriebsvorrichtung
66a bietet. Die erste Abtriebsvorrichtung 66a
ist mit einer Öffnung 664 versehen, der der Leitungsdruck
direkt oder über das Ventil 65, die Leitung 3, das Handventil
62 und die Leitung 6 zugeführt wird; eine Auslaßöffnung
665 führt über die Auslaßleitung 8 zum Regelventil
61. Die Spule 661 weist Stege 661a, 661b und 661c mit in
dieser Reihenfolge abnehmendem Durchmesser auf, und zu diesen
Stegen wird der hydraulische Ausgangsdruck von den Leitungen
10, 11 bzw. 13 durch Öffnungen 666, 667 bzw. 668 zurückgeführt.
Der Druck in den Rückführleitungen 10 und 11
wird entsprechend der Drosselöffnung (Tabelle II) durch das
Ventil 65 nacheinander verringert. Dadurch nimmt der erste
Übersetzungsverhältnisdruck allmählich entsprechend der Abnahme
des Übersetzungsverhältnisses T ab und erhöht sich stufenweise
entsprechend der Zunahme der Drosselöffnung gemäß
Fig. 3. Die zweite Abtriebsvorrichtung 66b wird mit dem
Drosseldruck (entsprechend dem Leitungsdruck bei dieser Ausführungsform)
von der Leitung 9 beaufschlagt, wenn die Drosselöffnung
im Bereich R₁≦R ist, und führt den zweiten Übersetzungsverhältnisdruck
dem Regelventil 61 über die Leitung 7
zu, wenn das Übersetzungsverhältnis T im Bereich t₃≦T ist
(vgl. den unteren Teil der Fig. 3).
Das Regelventil 61 wird an den Stegen 619 und 610 mit verschiedenen
Durchmessern des Reglerstößels mit dem ersten
und dem zweiten Übersetzungsverhältnisdruck beaufschlagt, so
daß das Ventil 61 den Leitungsdruck gemäß den Fig. 7 bis 9
abgibt.
Die Fig. 4 und 6 zeigen die für den Leitungsdruck erforderlichen
Minimalwerte.
Gemäß Fig. 2 weist die Steuervorrichtung 70 ein Gangsteuerventil
71 als hydraulisches Steuerventil mit einer Feder 711
am einen Ende und mit einer Spule 712 am anderen Ende auf,
auf die der Leitungsdruck von einer ersten Ölkammer einwirkt.
Ferner ist in der Leitung 1, die den Leitungsdruck zu Ölkammer 713 überträgt,
eine Öffnung 72 vorgesehen. Zwischen der Öffnung 72 und der Ölkammer
713 ist ein Druckbegrenzungsventil 73 angeordnet. Ein Solenoidventil
74 wird durch einen nachstehend näher erläuterten elektrischen Steuerschaltkreis
gesteuert und regelt den hydraulischen Druck innerhalb der
Ölkammer 713.
Wenn das Solenoidventil 74 zum Öffnen einer Auslaßöffnung
741 betätigt und der Druck in der Ölkammer 713 abgelassen
wird, bewegt sich die Spule 712 des Gangsteuerventils 71
in der Figur nach rechts unter der Wirkung der Feder 711.
Dadurch kommen die Leitung 14, die zum hydraulischen Servo-
System 49, das auf die Kupplung 45 des Planetengetriebes
40 einwirkt, führt, sowie die Leitung 15, die zum hydraulischen
Servo-Systems 48, das auf die Bremse 42 einwirkt,
führt, entsprechend mit den Auslaßöffnungen 714 und 715
in Verbindung, und deren Druck wird abgegeben, um die Kupplung
45 oder die Bremse 42 zu lösen. Wenn das Solenoidventil
74 nicht betätigt wird, ist die Auslaßöffnung 741
geschlossen, und die Spule 712 ist in der Figur links angeordnet,
und zwar unter dem von der Ölkammer 713 herrührenden
Leitungsdruck. Dadurch stehen die Leitungen 4
und 5 mit den Leitungen 14 bzw. 15 in Verbindung, um die
Bremse 42 oder die Kupplung 45 in Eingriff zu bringen.
Bei dieser Ausführungsform ist das Gangsteuerventil 71
mit Ölkammern 717 und 716 versehen, um den hydraulischen
Ausgangsdruck in den Leitungen 14 und 15 zurückzuführen,
so daß ein Anstieg im Ausgangsdruck verzögert wird und die
Kupplung 45 und die Bremse 42 beim Eingriff gegen Stöße
geschützt werden.
Die Steuervorrichtung 80 für das Übersetzungsverhältnis
weist ein Steuerventil 81 für das Übersetzungsverhältnis,
Öffnungen 82 und 83, ein Solenoid 84 für das Herunterschalten
sowie ein Solenoid 85 für das Heraufschalten auf. Das
Steuerventil 81 ist mit Ölkammern 815 und 816 an beiden
Enden versehen, denen der Leitungsdruck aus der Leitung 1
durch die Öffnungen 82 bzw. 83 zugeführt wird; ferner ist
eine Ölkammer 819 vorgesehen, die eine zur Leitung 1 führende
Einlaßöffnung 817 aufweist, die entsprechend der Verschiebung
der Spule 812 die Öffnungsfläche variiert; ferner
weist die Ölkammer 819 eine Auslaßöffnung 818 auf, die
über die Leitung 2 zum hydraulischen Servo-System 313 der
Eintriebsriemenscheibe 31 des Getriebes 30 führt; eine Auslaßöffnung
814 entleert die Ölkammer 819 entsprechend der
Verschiebung der Spule 812, und eine Auslaßöffnung 813
entleert die Ölkammer 815 entsprechend der Verschiebung
der Spule 812. Das Solenoid 85 sowie das Solenoid 84 zum
Herauf- bzw. Herabschalten sind mit den Ölkammern 816 bzw.
815 des Steuerventils 81 verbunden. Die beiden Solenoide
84 und 85 werden durch das Ausgangssignal des nachstehend
näher erläuterten elektrischen Steuerschaltkreises betätigt
und entleeren die Ölkammern 815 bzw. 816.
Die Fig. 5 zeigt die Ausbildung des elektrischen Steuerschaltkreises
zum Steuern des Solenoidventils 74 der Gangsteuerung
70, der Solenoidventile 84 und 85 für das Herabschalten
und Heraufschalten bei der Steuervorrichtung 80
in dem hydraulischen Steuerschaltkreis gemäß Fig. 2.
Der elektrische Steuerschaltkreis weist die folgenden Bestandteile
auf: einen Ganghebelschalter 901 zum Feststellen
der Ganghebelstellungen P, R, N, D oder L; einen Sensor
902 zum Feststellen der Umdrehungsgeschwindigkeit der
Eintriebsriemenscheibe 31; einen Sensor 903 für die Fahrzeuggeschwindigkeit;
einen Drosselsensor 904 zum Ermitteln
der Drosselöffnung des Vergasers; einen Schaltkreis 905
zum Ermitteln der Geschwindigkeit, der das Ausgangssignal
des Sensors 902 für die Umdrehungsgeschwindigkeit der Riemenscheibe
31 in ein Spannungssignal umwandelt; einen
Detektorschaltkreis 906 für die Fahrzeuggeschwindigkeit
zum Umwandeln des Ausgangssignals des Geschwindigkeitssensors
903 in ein Spannungssignal; einen Detektorschaltkreis
907 für die Drosselöffnung, der das Ausgangssignal
des Drosselsensors 904 in ein Spannungssignal umwandelt;
Eingangsschaltungen 908 bis 911 für die Sensoren 901, 902,
903 und 904; einen Prozessor (CPU) 912; einen Festwertspeicher
(ROM) 913 zum Speichern des Steuerprogramms für
die Solenoidventile 74, 84, 85 sowie von für die Steuerung
erforderlichen Daten; einen Speicher mit wahlweisem Zugriff
(RAM) 914 zum temporären Speichern der Eingangsdaten
und der zum Steuern erforderlichen Parameter; einen
Taktsignalgeber 915; eine Ausgangsschaltung 916; sowie
Solenoid-Ausgangstreiberschaltungen 917 zum Umwandeln der
Ausgangssignale der Ausgangsschaltung 916 in Ausgangssignale
für die Solenoide 85, 84 und 74. Die Eingangsschaltungen
908 bis 911, die CPU 912, das ROM 913, das RAM 914
sowie die Ausgangsschaltung 916 stehen miteinander über
einen Datenbus 918 und einen Adreßbus 919 in Verbindung.
Nachstehend wird die Funktion des hydraulischen Reglers 60
erläutert, der bei dieser Ausführungsform das Drucksteuerventil
66 für das Übersetzungsverhältnis, das
Ventil 65, das Handventil 62 sowie das Regelventil
61 aufweist. Das Arbeitsfluid in dem hydraulischen Steuerschaltkreis
wird von der vom Motor angetriebenen Pumpe 52
gefördert. Der hohe Leitungsdruck verursacht große Leistungsverluste
der Pumpe 52. Um das Kraftfahrzeug mit niedrigen
Brennstoffkosten anzutreiben, muß der dem hydraulischen
Steuerschaltkreis zugeführte Leitungsdruck auf dem
minimal erforderlichen Wert gehalten werden. Bei einem
stufenlosen Keilriemengetriebe muß der Leitungsdruck so ausreichend
sein, daß die hydraulischen Servo-Systeme der Riemenscheiben
31 und 32 das erforderliche Drehmoment ohne Schlupf
des Keilriemens 33 übertragen können. In Fig. 6 zeigen die
durchgehenden Linien die Minimalwerte für den Leitungsdruck
entsprechend einer Veränderung des Übersetzungsverhältnisses
T zwischen der Eintriebs- und der Abtriebswelle
für verschiedene Drosselöffnungen, so daß der Motor bei
optimalen Brennstoffkosten betrieben wird. Beim Start wird
vorzugsweise der mit gestrichelten Linien eingezeichnete
Leitungsdruck verwendet. Die gestrichelten Linien entsprechen
einem Leitungsdruck, der um etwa 20% größer ist als
der bei den durchgezogenen Linien, da der Motor beim Start
nicht mit optimalen Brennstoffkosten betrieben werden kann.
Beim Bremsen wird der mit einer strichpunktierten Linie
dargestellte Leitungsdruck bevorzugt, und zwar selbst dann,
wenn die Drosselöffnung R=0 beträgt.
Bei dieser Ausführungsform wird der Leitungsdruck durch den
hydraulischen Regler 60 in Abhängigkeit von den Gangstellungen
L, D, N, R oder P des Handventils 62 und dem Übersetzungsverhältnis
zwischen den beiden Riemenscheiben, d. h. dem Übersetzungsverhältnis
zwischen der Eintriebs- und der Abtriebswelle,
in der nachstehenden Weise geregelt:
Bei dem Handventil 62 steht die Leitung 4 mit der Leitung 3
in Verbindung, während in der Leitung 5 kein Druck vorhanden
ist. Wenn das Gangsteuersolenoid 74 in der Gangsteuerung 70
abgeschaltet und der Leitungsdruck zur Ölkammer 713 geführt
wird, bewirkt die Bewegung der Spule 712 nach links eine Verbindung
der Leitungen 4 und 14 untereinander. Daher wirkt der
der Leitung 4 zugeführte Leitungsdruck auf das hydraulische
Servo-System 49 der Kupplung 45 über die Leitung 14, und das
Kraftfahrzeug ist für den Vorwärtsantrieb bereit.
Gemäß Tabelle II wird der von der Leitung 1 gelieferte Leitungsdruck
nicht durch das Drosselventil 65 an die Leitungen
3 oder 9 abgegeben. Das Drucksteuerventil 66 wird nicht mit
dem hydraulischen Druck von den Leitungen 6 oder 9 beaufschlagt
und erzeugt keinen Übersetzungsverhältnisdruck. Daher
ist der vom Regelventil 61 erzeugte Leitungsdruck konstant,
und zwar unabhängig von Änderungen des Übersetzungsverhältnisses
T oder der Größe der Verschiebung L des bewegbaren
Flansches der Abtriebsriemenscheibe gemäß der Linie I in
Fig. 7.
Gemäß Tabelle II bewirkt das Ventil 65, daß die Leitung
1 mit den Leitungen 3 und 9 in Verbindung kommt, und
hält den hydraulischen Rückkopplungsdruck in den Leitungen
10 und 11. Daher wird der Drosseldruck (entsprechend dem
Leitungsdruck bei dieser Ausführungsform) von den Leitungen
6 und 9 zu dem Steuerventil 66 geführt. Auf die erste Abtriebsvorrichtung
66a wirkt die Rückkopplung der Leitungen 13,
11 und 10 ein und erzeugt den zweiten Übersetzungsverhältnisdruck
durch die Leitung 7, wenn das Übersetzungsverhältnis
T größer als der vorgegebene Wert t₃ ist. Der Leitungsdruck
von dem Regelventil 61 wird durch die Eingangsgröße
des ersten und des zweiten Übersetzungsverhältnisdrucks gemäß
der Kurve II in Fig. 7 geregelt.
Gemäß Tabelle II wird der Druck in die Rückführleitung 10
im Zustand R₁≦R≦R₂ abgegeben. Daher steigt der erste
Übersetzungsverhältnisdruck an, und der durch das Regelventil
61 abgegebene Leitungsdruck hat den Verlauf gemäß der Kurve
III in Fig. 7.
Gemäß Tabelle II wird der Druck in der Rückführleitung 11
im Zustand R₂<R≦R₃ abgegeben. Daher steigt der Wert des
ersten Übersetzungsverhältnisdrucks weiter an, und der vom
Regelventil 61 erzeugte Leitungsdruck steigt entsprechend der
Zunahme des ersten Übersetzungsverhältnisdrucks gemäß der
Kurve IV in Fig. 7 an.
Die Fig. 8 zeigt eine graphische Darstellung der Veränderung
des Leitungsdrucks in Abhängigkeit von der Drosselöffnung
R, wenn das Übersetzungsverhältnis T gleich t₁, t₃
und t₄ ist.
Bei dem Handventil 62 steht die Leitung 1 mit den Leitungen
4 und 6 in Verbindung, und der Druck in der Leitung 5 wird
abgegeben.
Da die Leitung 6 direkt von der Leitung 1 und nicht über das
Ventil 65 mit dem Leitungsdruck beaufschlagt wird,
ist der erste Übersetzungsverhältnisdruck gemäß der Kurve I
in Fig. 3, wenn die Drosselöffnung R im Bereich R₁≦R≦R₂
liegt, und der Leitungsdruck im Regelventil 61, das den
ersten Übersetzungsverhältnisdruck erhält, ist in der Kurve II
in Fig. 7 dargestellt, wenn R₁<R≦R₂. Wenn die Drosselöffnung
R im Bereich R₂≦R liegt, ist der Zustand ähnlich
dem in der D-Stellung, und die Veränderung des Leitungsdrucks
zur Drosselöffnung R ist für die verschiedenen Übersetzungsverhältnisse
T (t₁, t₂, t₃) in Fig. 9 dargestellt.
Gemäß Tabelle I stehen die Leitungen 5 und 6 mit der Leitung
1 in dem Handventil 62 in Verbindung, und die Leitung 4
ist entleert. Wenn das Gangsteuersolenoid 74 der Gangsteuerung
70 abgeschaltet und der Leitungsdruck der Ölkammer
713 zugeführt wird, bewirkt die Bewegung der Spule
712 nach links eine Verbindung der Leitungen 5 und 15 untereinander.
Der der Leitung 5 zugeführte Leitungsdruck wird
über die Leitung 15 zum hydraulischen Servo-System 48 der
Bremse 42 zugeführt, und das Kraftfahrzeug ist damit für
den Rückwärtsantrieb bereit. Der Leitungsdruck wird der
Leitung 6 zugeführt und wirkt in der gleichen Weise wie in
der L-Stellung. In der R-Stellung ist das Drehmomentverhältnis
T in dem Getriebe 30 auf das maximale Übersetzungsverhältnis
T=t₄ eingestellt. Daher ist ein höheres Übersetzungsverhältnis
in dem Planetengetriebe 40 nicht erforderlich.
Bei dieser Ausführungsform ist die Steuerung des
Leitungsdrucks wie im Falle der L-Stellung selbst dann möglich,
wenn das Übersetzungsverhältnis T in der R-Stellung verändert
wird.
Gemäß Tabelle I werden die Leitungen 4 und 5 über das Handventil
62 entleert und die Leitung 6 ist mit der Leitung
3 verbunden. Da die Leitung 5 entleert ist, ist der durch
das Regelventil 61 hervorgerufene Leitungsdruck der gleiche
wie in der D-Stellung.
Wenn das Handventil 62 in die D-, N- oder P-Stellung verstellt
wird, ist der Leitungsdruck in dem Übersetzungsverhältnisbereich
t₃<T≦t₄ bei Drosselöffnungen unterhalb
R₁% auf niedrigere Werte eingestellt (vgl. die Kurve i in
Fig. 8). Wenn während des Betriebs der Leitungsdruck auf
höhere Werte eingestellt worden wäre, würde das Aufrechterhalten
des Leitungsdrucks schwierig werden, da an verschiedenen
Stellen des Hydraulikkreises bei hoher Öltemperatur
ein hoher Ölaustritt auftritt. Ferner würde eine
Abnahme der dem Ölkühler zugeführten Ölmenge eine weitere
Erhöhung der Öltemperatur und damit weitere Schwierigkeiten
bewirken.
Wenn das Handventil 62 in die L- oder R-Stellung umgeschaltet
wird, wird der Leitungsdruck im Bereich t₃≦T≦t₄ bei
einer Drosselöffnung unterhalb R₁% auf höhere Werte
eingestellt (vgl. die Kurven h und k in Fig. 9), da ein
relativ hoher hydraulischer Druck während der Motorbremsung
selbst bei niedrigen Drosselöffnungen erforderlich ist.
Der in diesem Betriebszustand erforderliche hydraulische
Druck wird in Fig. 6 durch die strichpunktierte Linie dargestellt.
Wenn gemäß Fig. 7 der Leitungsdruck nahe dem erforderlichen
Wert gemäß Fig. 6 ist, wird der Leistungsverlust
der Pumpe 52 vermindert und der Wirkungsgrad hinsichtlich
der Brennstoffkosten und des Brennstoffverbrauchs
verbessert.
Die Arbeitsweise des elektrischen Steuerschaltkreises 90,
der von diesem gesteuerten Gangsteuerung 70 und der Steuervorrichtung
80 für das Übersetzungsverhältnis wird nachstehend
mit Bezug auf die Flußdiagramme gemäß den Fig. 16 bis
23 erläutert.
Bei dieser Ausführungsform wird die Umdrehungsgeschwindigkeit
N′ der Eintriebsriemenscheibe durch den elektrischen
Steuerschaltkreis 90 so gesteuert, daß die Brennstoffkosten
bei allen Werten der Drosselöffnung optimiert sind.
Im allgemeinen wird ein Fahrzeugmotor entsprechend der optimalen
Brennstoffkosten-Leistungs-Kurve gemäß der gestrichelten
Linie in Fig. 10 betrieben. In Fig. 10 zeigt die
Abszisse die Umdrehungsgeschwindigkeit (Minuten⁻¹) des
Motors, und die Ordinate gibt das Drehmoment (kg · m) an der
Abtriebswelle an. Der Brennstoffverbrauch Q (g/PS · h) und
die Leistung P (PS) an irgendeiner Stelle A werden durch
die konstante Brennstoffverbrauchskurve (durchgezogene Linie)
bzw. durch die konstante Leistungskurve (strichpunktierte
Linie) wiedergegeben. Der Brennstoffverbrauch pro
Stunde an der Stelle A wird angegeben durch
S = Q × P (g/h).
Der Brennstoffverbrauch S pro Stunde wird errechnet für
jeden Punkt entlang den konstanten Leistungskurven, um
den Punkt mit minimalem Wert für S in jeder konstanten
Leistungskurve zu ermitteln. Durch Verbinden der Punkte
mit minimalem S bei jeder konstanten Leistungskurve erhält
man die optimale Brennstoffkosten-Leistungskurve, die die
Motor-Betriebsbedingungen bei optimalem Brennstoffverbrauch
für jede Leistung angibt. Bei dieser Ausführungsform, wo
der Motor 100 mit der Fluidkupplung 21 verbunden ist, erhält
man die in Fig. 14 dargestellte optimale Brennstoffkostenkurve
für die Ausgangsleistung der Fluidkupplung in
ähnlicher Weise wie bei dem vorstehend beschriebenen Verfahren
aus der Motorausgangskennlinie gegenüber der Drosselöffnung
gemäß Fig. 11, aus der Fluidkupplungskennlinie gemäß
Fig. 12 sowie aus dem konstanten Brennstoffverbrauch
des Motors gemäß Fig. 13. Die Fig. 15 zeigt die Korrelation
zwischen der Drosselöffnung und der Ausgangsumdrehungsgeschwindigkeit
der Fluidkupplung, die man aus der
Ausgangsleistungskurve der Fluidkupplung mit optimalen
Brennstoffkosten gemäß Fig. 14 erhält. Die Ausgangsumdrehungsgeschwindigkeit
der Fluidkupplung wird bei dieser
Figur als Umdrehungsgeschwindigkeit der Eintriebsriemenscheibe
dieser Ausführungsform benutzt.
Bei dieser Ausführungsform des stufenlosen Keilriemengetriebes wird
das Übersetzungsverhältnis zwischen der Eintriebsriemenscheibe
31 und der Abtriebsriemenscheibe 32 durch die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Eintriebsriemenscheibe mit
optimalen Brennstoffkosten gemäß dem vorstehenden Verfahren
und aus der tatsächlichen Umdrehungsgeschwindigkeit
der Eintriebsriemenscheibe nach der Übersetzung ermittelt.
Die Steuervorrichtung 80 für das Übersetzungsverhältnis wird
gesteuert durch Vergleich der Umdrehungsgeschwindigkeit
der Eintriebsriemenscheibe mit optimalen Brennstoffkosten
gemäß Fig. 15 und mit der tatsächlichen Umdrehungsgeschwindigkeit
der Eintriebsriemenscheibe sowie durch Regeln
des Untersetzungsverhältnisses zwischen der Eintriebs-
und der Abtriebsriemenscheibe unter Verwendung der beiden
Solenoidventile 84 und 85 in der Steuervorrichtung 80, so
daß die tatsächliche Umdrehungsgeschwindigkeit mit der
Umdrehungsgeschwindigkeit für optimale Brennstoffkosten
übereinstimmt.
Die Fig. 16 zeigt ein Flußdiagramm des gesamten Steuersystems
für die Umdrehungsgeschwindigkeit der Eintriebsriemenscheibe.
Der Drosselsensor 904 liest die Drosselöffnung
R an der Einheit 921 aus, und der Ganghebelschalter
901 ermittelt die Ganghebelstellung an der Einheit 922.
Wenn festgestellt wurde, daß sich der Ganghebel in der
P- oder N-Stellung befindet, so arbeitet das Unterprogramm
930 zum Verarbeiten der P- oder N-Stellung gemäß Fig. 17.
Das Unterprogramm 930 schaltet die beiden Solenoidventile
84 und 85 an der Einheit 931 ab, und der RAM-Speicher
speichert den Zustand des Ganghebels in der P- oder N-
Stellung an der Einheit 932. Die Eintriebsriemenscheibe 31
befindet sich dadurch in einer neutralen Stellung. Wenn
der Ganghebel aus der P- oder N-Stellung in die R-Stellung
oder aus der N-Stellung in die D-Stellung umgeschaltet
wird, so erfolgt eine Stoßsteuerung an den Einheiten 940
und 950, um den beim P-, N-R- bzw. N-D-Umschaltvorgang
auftretenden Stoß zu verzögern. Die Stoßsteuerung erfolgt
durch Anlegen und allmähliches Verringern eines Impulszugs
gemäß Fig. 18, wobei in jeder Periode K* die Impulsbreite
durch L*-nM* (n=1, 2, 3, . . .) zum Gangsteuersolenoidventil
74 der Gangsteuerung 70 gemäß Fig. 19 wiedergegeben wird
(nachstehend als "Taststeuerung" bezeichnet). Wenn das Gangsteuersolenoid
74 in der vorstehend beschriebenen Weise
der Taststeuerung unterworfen wird, wird die Ölkammer 713
des Gangsteuerventils 71 mit dem hydraulischen Druck Ps
beaufschlagt, der entsprechend der Taststeuerung geregelt
wird.
Die Gangsteuerung 70 regelt die Zeitsteuerung beim Anlegen
und Abgeben des Hydraulikdrucks an den hydraulischen Servo-
Systemen 48 und 49 des Planetengetriebes 40 durch Betätigen
des Solenoidventils 74 in Abhängigkeit vom Ausgangssignal
des elektrischen Steuerschaltkreises 90, um während
des Schaltvorgangs einen Stoß zu vermeiden. Die Steuerung
70 hält ferner den oberen Grenzwert des hydraulischen
Drucks der hydraulischen Servo-Systeme 48 und 49 unter
einem vorgegebenen Wert, um den Eingriffsdruck der Kupplung
und der Bremse zu begrenzen.
Werden gemäß Fig. 26 die Aufnahmeflächen der Stege an einer Spule 712
des Gangsteuerventils 71 durch S₁, S₁, S₁, S₂ in dieser
Folge von links wiedergegeben, ist die Kraft der Feder 711
gleich Fs₁ und der Hydraulikdruck in der Ölkammer 713
gleich Ps, so erhält man die hydraulischen Drucke Pc und
Pb des hydraulischen Servo-Systems 49 der Kupplung 45,
die für den Vorwärtsantrieb in Eingriff steht, bzw. für
das hydraulische Servo-System 48 der Bremse 42, die für
den Rückwärtsantrieb in Eingriff steht, durch Berechnung
aus den nachstehenden hydraulischen Gleichgewichtsgleichungen
(1) und (2):
Vorwärts:
Rückwärts:
Wird die Druckaufnahmefläche des Ventilkörpers 731 in dem
Druckbegrenzungsventil 73 durch S₃ und die Kraft einer Feder
732 hinter dem Ventilkörper 731 durch Fs₂ wiedergegeben,
so erhält man aus der nachstehenden hydraulischen
Gleichgewichtsgleichung (3) für die Betätigung des Druckbegrenzungsventils
73 den Wert Plim, d. h. den Maximalwert
von Ps:
Pc und Pb sind entsprechend den Gleichungen (4) und (5)
auf die Maximalwerte Pclim bzw. Pblim begrenzt:
Vorwärts:
Rückwärts:
Die Fig. 20 zeigt ein Flußdiagramm im Falle der Taststeuerung
durch die Parameter K*, L*, M* gemäß dem Wellenformdiagramm
der Fig. 18. Die Entscheidung FLUG, ob eine
Stoßsteuerung durchgeführt wird oder nicht, wird in der
Einheit 941 ermittelt. Wenn die Stoßsteuerung durchgeführt
werden soll, wird der Programmablauf fortgesetzt. Wenn
keine Weiterverarbeitung erfolgt, wird jegliche Änderung
des Ganghebelschalters 901 an den Einheiten 942 und 943
ermittelt. Eine Änderung aus der P- oder N-Stellung in
die R-Stellung wird an der Einheit 942 ermittelt. Eine
Änderung aus der N-Stellung in die D-Stellung wird an den
Einheiten 943 ermittelt. Wenn eine Änderung festgestellt
wird, werden die entsprechenden Parameter K*, L* und M*
an der Einheit 944 oder 945 eingestellt, und der Wert FLUG,
der den Bereitzustand für die Stoßsteuerung wiedergibt,
wird an der Einheit 955 auf "EIN" eingestellt. Wenn keine
Änderung ermittelt wird, beginnt das Verfahren von vorne,
und die Gangstoßsteuerung wird nicht ausgeführt. Der Parameter
K, der das Ende einer Periode K* der Stoßsteuerungsverarbeitung
angibt, wird an der Einheit 946 ermittelt.
Wenn der Wert K nicht positiv ist, wird K auf K*, L* auf
L*-M* und L auf L* an der Einheit 947 eingestellt. Ob
L≦0 ist oder nicht, wird an der Einheit 948 ermittelt.
Wenn L≦0 ist, wird FLUG an der Einheit 949 auf
"AUS" gestellt. Der Zustand mit L≦0 und FLUG auf "AUS"
bedeutet das Ende der Stoßsteuerungsverarbeitung. Wenn der
Parameter K, der das Ende einer Periode K* wiedergibt,
an der Einheit 946 als positiv ermittelt wird, wird K-1
auf K auf einer Einheit 950 eingestellt. Wenn K an der Einheit
950 eingestellt und L≦0 an der Einheit 948 mit
NEIN ermittelt ist, wird der Parameter L, der das Ende des
Einschaltzeitraums in einer Periode K angibt, an der Einheit
951 ermittelt. Wenn L=0 ist, erzeugt das Solenoidventil
76 an der Einheit 952 einen AUS-Befehl. Wenn L
nicht Null ist, erzeugt das Solenoidventil 74 an der Einheit
953 einen EIN-Befehl, und L-1 wird an der Einheit 954
auf L eingestellt, so daß der Verfahrensablauf wieder beginnt.
Eine ähnliche Stoßsteuerung kann unter Verwendung
des programmierbaren Zeitgebers 920 gemäß Fig. 5 durchgeführt
werden.
Nach der N-D-Stoßsteuerung an der Einheit 950 ermittelt
gemäß Fig. 16 der Sensor 902 für die Umdrehungsgeschwindigkeit
der Eintriebsriemenscheibe die tatsächliche Umdrehungsgeschwindigkeit
N′ der Eintriebsriemenscheibe an der
Einheit 923. An der Einheit 924 wird festgestellt, ob die
Drosselöffnung R Null ist oder einen anderen Wert aufweist.
Wenn R≠0 ist, werden an der Einheit 960 die Daten für die
Umdrehungsgeschwindigkeit N* für die Eintriebsriemenscheibe
bei optimalen Brennstoffkosten eingestellt, entsprechend
der Drosselöffnung R in der Fig. 15, wobei diese
Daten vorher in dem ROM 913 gespeichert worden sind. Gemäß
dem Unterprogramm in Fig. 21 wird die Speicheradresse
der Daten für N* an der Einheit 961 eingestellt, und die
Daten für N* werden aus der eingestellten Adresse an der
Einheit 962 ausgelesen; danach speichert das Datenspeicher-
RAM 914 temporär die an der Einheit 963 gelesenen Daten
von N*.
Die tatsächliche Umdrehungsgeschwindigkeit N′ für die
Eintriebsriemenscheibe wird mit der Umdrehungsgeschwindigkeit
N* für die optimalen Brennstoffkosten an der Einheit
927 verglichen. Wenn N<N* ist, wird an der Einheit 928
der Betätigungsbefehl für das Solenoidventil 84 zum Herunterschalten
erzeugt. Wenn N′<N* ist, wird an der Einheit 929
der Betätigungsbefehl für das Solenoidventil 85 zum
Heraufschalten erzeugt; wenn N′=N* ist, wird an der Einheit
920 ein AUS-Befehl für die beiden Solenoidventile 84
und 85 erzeugt.
Wenn R=0 ist, d. h. die Drossel vollständig geschlossen
ist, erfolgt die Entscheidung, ob der Ganghebel sich in
der D- oder in der L-Stellung befindet, an der Einheit 926,
um zu ermitteln, ob der Motor gebremst werden muß. Gegebenenfalls
wird die Motorbremssteuerung an der Einheit 970
oder 980 durchgeführt.
Die Fig. 22 zeigt ein Programm für die Motorbremssteuerung
in der D-Stellung an der Einheit 970; der Fahrzeuggeschwindigkeitssensor
903 ermittelt die Fahrzeuggeschwindigkeit V
an der Einheit 971, und die Beschleunigung α wird an der
Einheit 972 berechnet. An der Einheit 973 wird ermittelt,
ob die Beschleunigung α gleich der Beschleunigung A für
die Fahrzeuggeschwindigkeit ist. Wenn α<A ist, wird N*
auf einen Wert eingestellt, der größer ist als der von N′,
um das Herabschalten an der Einheit 974 auszulösen; danach
erfolgt der Programmrücksprung. Wenn α≦A ist, wird
die Umdrehungsgeschwindigkeit N* der Eintriebsriemenscheibe
für optimale Brennstoffkosten, die der Drosselöffnung R
entspricht, an der Einheit 975 eingestellt, und danach erfolgt
der Programmrücksprung. Die Beziehung zwischen der
Fahrzeuggeschwindigkeit und der angepaßten Beschleunigung A
wird experimentell oder durch Berechnung für verschiedene
Kraftfahrzeuge ermittelt und ist in Fig. 24 dargestellt.
Gemäß Fig. 23, die die Motorbremssteuerung der L-Stellung
an der Einheit 980 zeigt, wird die Fahrzeuggeschwindigkeit
V an der Einheit 981 ermittelt, und danach wird das
Drehmomentverhältnis T aus der Fahrzeuggeschwindigkeit V
und der Umdrehungsgeschwindigkeit N für die Eintriebsriemenscheibe
entsprechend der nachstehenden Gleichung
an der Einheit 982 berechnet:
wobei k eine Konstante ist, die das Übersetzungsverhältnis
der Zahnräder 23 innerhalb des Getriebes, das Gesamtübersetzungsverhältnis
des Fahrzeugs und den Radius der Reifen
usw. festlegt. An der Einheit 983 wird entschieden, ob das
Drehmomentverhältnis T größer ist als das Drehmomentverhältnis
T* für sichere und geeignete Motorbremsung entsprechend
der Fahrzeuggeschwindigkeit V. Wenn T<T* ist, so wird an
der Einheit 984 der Wert N* auf einen Wert eingestellt, der
größer ist als N′, um die Steuerung beim Herabschalten zu
bewirken; danach erfolgt der Programmrücksprung. Wenn
T≧T* ist, so wird N* auf einen Wert gleich dem von N′
eingestellt, und danach erfolgt der Programmrücksprung.
Das Übersetzungsverhältnis T* für sichere und geeignete Motorbremsung
entsprechend der Fahrzeuggeschwindigkeit wird
durch ein Experiment oder durch Berechnen für verschiedene
Fahrzeuge ermittelt und ist in Fig. 25 dargestellt.
Um den beim N-D- oder N-R-Umschalten auftretenden Stoß zu
verzögern, wird der dem hydraulischen Servo-System 48 oder
49 zugeführte Fluiddruck Pb oder Pc entsprechend der Fluiddruckkennlinie
gemäß Fig. 27 gesteuert, so daß der Eingriff
der Kupplung 45 oder der Bremse 42 in dem Zeitintervall
zwischen A und C in der Figur abgeschlossen wird. Die
Fig. 28 zeigt die Beziehung zwischen der Betätigung (in %)
des Solenoidventils 74 zur Steuerung des dem hydraulischen
Servo-System 48 oder 49 zugeführten Fluiddruck und dem
Solenoiddruck Ps, der durch Betätigen des Solenoidventils
74 in der Ölkammer 713 erzeugt wird. Die Betätigung (%)
wird durch die nachstehende Gleichung wiedergegeben:
Der Solenoiddruck Ps in Fig. 28 wird durch das Gangsteuerventil
71 verstärkt, so daß man den Fluiddruck Pb oder Pc
für das hydraulische Servo-System 48 oder 49 gemäß Fig. 29
erhält.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Steuerung 80 für
das Übersetzungsverhältnis wird nachstehend mit Bezug auf
die Fig. 30 näher erläutert.
Die Solenoidventile 84 und 85, die durch den elektrischen
Steuerschaltkreis 90 gesteuert werden, werden gemäß
Fig. 30 abgeschaltet, und die Spule 812 nimmt eine Mittelstellung
ein.
Der Fluiddruck P₁ in der Ölkammer 816 wird gleich dem Leitungsdruck,
und falls die Spule 812 in der Figur rechts
ist, wird der Fluiddruck P₂ der Ölkammer 815 ebenfalls
gleich dem Leitungsdruck. Die Spule 812 wird jedoch durch
die Schubkraft P₃ der Feder 811 nach links gedrückt. Wenn
die Spule 812 nach links bewegt wird und die Ölkammer 815
mit der Auslaßöffnung 813 in Verbindung kommt, so wird P₂
abgesenkt, und die Spule 812 wird durch den Fluiddruck P₁
der Ölkammer 816 nach rechts gedrückt. Mit der Bewegung
dieser Spule 812 nach rechts wird die Auslaßöffnung 813
geschlossen. Wenn eine flache Oberfläche 812b mit einer
schrägen Kante an dem Stegrand zwischen der Auslaßöffnung
813 und der Spule 812 gemäß Fig. 30 angeordnet ist, kann
die Spule 812 an einem mittleren Gleichgewichtspunkt gemäß
Fig. 30 stabilisiert werden. Da die Leitung 2 dann geschlossen
ist, wird der Fluiddruck in dem hydraulischen
Servo-System 313 der Eintriebsriemenscheibe 31 durch den
Leitungsdruck in dem hydraulischen Servo-System 323 der
Abtriebsriemenscheibe 32 über den Keilriemen 33 beeinflußt,
so daß der Fluiddruck in den hydraulischen Servo-
Systemen 313 und 323 ausgeglichen wird. In der Praxis
liegt jedoch in der Leitung 2 eine Ölleckage vor, und die
Eintriebsriemenscheibe 31 expandiert allmählich und vermindert
das Übersetzungsverhältnis T. Um die Ölleckage in der Leitung
2 zu kompensieren, wird die Auslaßöffnung 814 im
Gleichgewichtszustand der Spule 812 gemäß Fig. 30 geschlossen;
ferner ist eine flache Oberfläche 812a mit abgeschrägter
Kante an dem Stegrand der Spule 812 vorgesehen.
Gemäß Fig. 32 können anstelle der Oberfläche 812a die Leitungen
1 und 2 durch eine Leitung 822 mit einer Öffnung 821
verbunden werden, um eine ähnliche Wirkung zu erzielen.
Das Solenoidventil 85 wird durch den elektrischen Steuerschaltkreis
90 gemäß Fig. 30 eingeschaltet. Die Ölkammer
816 wird entspannt (Druckreduktion), und die Spule 812
bewegt sich in der Figur nach links. Bei dieser Bewegung
der Spule 812 wird die Ölkammer 815 ebenfalls durch die
Auslaßöffnung 813 entspannt. Die Spule 812 wird jedoch
durch die Feder 811 zum linken Ende gedrückt.
Da der Leitungsdruck in der Leitung 1 über die Öffnung 818
der Leitung 2 zugeführt wird, erhöht sich der Fluiddruck
in dem hydraulischen Servo-System 313, und die Eintriebsriemenscheibe
31 zieht sich zusammen, um das Übersetzungsverhältnis
T zu erhöhen. Durch Steuern der Einschaltdauer
des Solenoidventils 85 für einen ausreichenden Zeitraum,
wird das Übersetzungsverhältnis um den gewünschten Betrag
erhöht, und das Heraufschalten wird durchgeführt.
Das Solenoidventil 84 wird durch den elektrischen Steuerschaltkreis
90 gemäß Fig. 30 eingeschaltet, und dadurch
wird die Ölkammer 815 entspannt. Die Spule 812 wird in
der Figur durch den Leitungsdruck in der Ölkammer 816
nach rechts bewegt, und die Leitung 2 wird durch die Auslaßöffnung
814 entspannt. Die Eintriebsriemenscheibe 31
expandiert, so daß sich das Übersetzungsverhältnis T vermindert.
Durch Steuern der Einschaltdauer des Solenoidventils 84
vermindert sich so das Übersetzungsverhältnis, und das Herabschalten
wird durchgeführt.
Das hydraulische Servo-System 313 der Eintriebsriemenscheibe
31 (Antriebsriemenscheibe) wird mit dem Ausgangs-
Fluiddruck des Steuerventils 81 für das Übersetzungsverhältnis
beaufschlagt, während das hydraulische Servo-System 323
der Abtriebsriemenscheibe 32 (angetriebene Riemenscheibe)
mit dem Leitungsdruck beaufschlagt wird. Wenn Pi der Fluiddruck
in dem hydraulischen Servo-System 313 (Eintrieb) und
Po der Fluiddruck in dem hydraulischen Servo-System 323
(Abtrieb) ist, so wird die Beziehung zwischen dem Druckverhältnis
Po/Pi und dem Übersetzungsverhältnis T in der
graphischen Darstellung der Fig. 31 wiedergegeben.
Es sei beispielsweise angenommen, daß der durch einen Punkt
a (Drosselöffnung R=50%, Übersetzungsverhältnis T=1,5)
wiedergegebene Zustand durch Beenden der Beschleunigung
so abgeändert wird, daß R=30% ist. Wenn das Druckverhältnis
Po/Pi nicht geändert wird, wird der Arbeitspunkt zum
Punkt b mit dem Übersetzungsverhältnis T=0,87 versetzt.
Wenn andererseits das Übersetzungsverhältnis T=1,5 nicht
verändert wird, wird der Wert Po/Pi durch die Steuerung 80
für das Übersetzungsverhältnis erhöht, die die Eintriebsriemenscheibe
steuert, und der Arbeitspunkt wird zum
Punkt c versetzt. Daher kann jeder Wert des Übersetzungsverhältnisses
entsprechend der Belastung eingestellt werden,
indem der Wert Po/Pi in der gewünschten Weise gesteuert
wird.
Die Fig. 33 zeigt eine weitere Ausführungsform des hydraulischen
Druckreglers.
Wenn bei der vorstehenden Ausführungsform des hydraulischen
Druckreglers 60 die Drosselöffnung groß ist (z. B.
R₃≦R≦100%) und das Übersetzungsverhältnis T zwischen
der Eintriebs- und der Abtriebswelle etwa den maximalen
Wert hat (z. B. t₃≦T≦t₄), so wird der Leitungsdruck wesentlich
höher als der im hydraulischen Servosystem des stufenlosen
Keilriemengetriebes im Fahrbetrieb erforderliche
Wert. Bei dieser Ausführungsform ist ein Dreiwege-Rückschlagventil
91 in der Leitung 9 zwischen dem Ventil 65 und
der zweiten Abtriebsvorrichtung 66b des Drucksteuerventils 66
angeordnet; dieses Ventil 91 wird mit dem ersten Übersetzungsverhältnisdruck
von einer Seite (durch die Leitung 13 bei
dieser Ausführungsform) beaufschlagt. Wenn die Drosselöffnung
R im Bereich R₃≦R≦100% liegt, schließt die Spule
651 in dem Ventil 65 die Öffnung 653, die zur Leitung
9 führt, so daß die zweite Abtriebsvorrichtung 66b über
die Leitung 13 mit dem Übersetzungsverhältnisdruck beaufschlagt
wird. Daher ist der zweite Übersetzungsverhältnisdruck
geringer als der Drosseldruck (entsprechend dem Leitungsdruck),
der von dem Ventil 65 abgegeben wird, wenn die Drosselöffnung
R im Bereich R₃≦R≦100% liegt. Der dem Regelventil
61 über die Leitung 7 zugeführte zweite Übersetzungsverhältnisdruck
nimmt gleichzeitig ab, wenn das Übersetzungsverhältnis
T im Bereich t₃≦T≦t₄ liegt, und der vom Regelventil
61 abgegebene Leitungsdruck verläuft gemäß Fig. 34,
wo zum Vergleich mit der ersten Ausführungsform (in der Figur
mit strichpunktierter Linie dargestellt) der Leitungsdruck
reduziert werden kann, wenn R₃≦R≦100% und t₃≦T≦t₄
ist. Wenn der Drosseldruck vom Ventil 65 zur Leitung
9 geführt wird, so ist dieser Drosseldruck höher als der
erste Übersetzungsverhältnisdruck, so daß das Steuerventil für
den Übersetzungsverhältnisdruck mit dem Drosseldruck beaufschlagt
wird. Der Leitungsdruck in Abhängigkeit von der Drosselöffnung
für verschiedene Übersetzungsverhältnisse T
ist in Fig. 35 (Ganghebel in der Stellung P, N oder D) sowie
in Fig. 36 (Ganghebel in der Stellung L oder R) dargestellt.
Die strichpunktierte Linie in diesen Figuren zeigt
den Leitungsdruck der ersten Ausführungsform gemäß den
Fig. 8 und 9.
Wie vorstehend ausgeführt, kann der Leitungsdruck stärker an
den für die erste Abtriebsvorrichtung des Übersetzungsverhältnis-
Steuerventils erforderlichen Minimalwert herangeführt
werden, wenn die Drosselöffnung und das Übersetzungsverhältnis
groß sind.
Dadurch, daß erfindungsgemäß mehrere Rückführleitungen in
dem Steuerventil 66 für den Übersetzungsverhältnisdruck vorgesehen
sind, kann der erste Übersetzungsverhältnisdruck in der
erforderlichen Schrittanzahl verändert werden, so daß der
Leitungsdruck noch stärker an den erforderlichen Minimalwert
angenähert werden kann.
Claims (7)
1. Hydraulischer Regler für stufenlose Keilriemengetriebe
für Kraftfahrzeuge, mit
- a) Eintriebs- und Abtriebsriemenscheiben (31, 32), die auf Eintriebs- bzw. Abtriebswellen (214, 26) befestigt sind und variable effektive Durchmesser aufweisen,
- b) einem die beiden Riemenscheiben (31 bzw. 32) betrieblich verbindenden Keilriemen (33),
- c) hydraulischen Servostelleinheiten (313, 323) zum Verändern der effektiven Durchmesser der beiden Riemenscheiben (31, 32), um das Übersetzungsverhältnis zwischen der Eintriebs- und der Abtriebswelle (214 bzw. 26) stufenlos zu verändern,
- d) einer Hydraulikdruckquelle (50) und einem Regelventil (61) zum Regeln des Leitungsdrucks für die Servostelleinheit (313, 323),
- e) einem Steuerventil (66) zum Erzeugen eines Steuerdrucks in Abhängigkeit vom Übersetzungsverhältnis und mit
- f) einem Ventil (65) zum Erzeugen eines von der Kraftstoffzufuhr, insbesondere der Drosselklappenöffnung des Vergasers (102), eines das Getriebe leistungsbeaufschlagenden Verbrennungsmotors abhängenden Drucks,
- g) wobei der Leitungsdruck unter Mitwirkung des Ventils (65) und des Steuerventils (66) zum Regelventil (61), dieses nachregelnd, zurückgekoppelt wird,
dadurch gekennzeichnet,
- h) daß das Steuerventil (66) stufenlos verstellbar ist und
- i) daß die Rückkopplung des Leitungsdrucks
- i₁) durch direkte Führung des Leitungsdrucks über das Steuerventil (66) und
- i₂) durch Führung des Leitungsdrucks über das Ventil (65) und das nachgeschaltete Steuerventil (66) erfolgt.
2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere
Öffnungen (665, 667, 668), die mit Rückführleitungen
(10, 11, 13) für den hydraulischen Ausgangsdruck des
Steuerventils (66) in Verbindung stehen, vorgesehen sind,
um nacheinander in Abhängigkeit von der Drosselöffnung
den Übersetzungsverhältnisdruck in mehreren Schritten zu
ändern.
3. Regler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Übersetzungsverhältnis zwischen der Eintriebs-
und der Abtriebswelle (214, 26) größer als ein vorgegebener
Wert ist und der Leitungsdruck auf das Regelventil
(61) über das Steuerventil (66) einwirkt, um den Leitungsdruck
zu erhöhen.
4. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der vom Steuerventil (66) bei einem Übersetzungsverhältnis
unterhalb eines vorgegebenen Werts
erzeugte Druck dem Regelventil (61) über das Ventil
(65) zugeführt wird, wenn die Drosselöffnung größer
als ein vorgegebener Wert ist.
5. Regler nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Gangstellung P, N oder D der Leitungsdruck
dem Steuerventil (66) über das Ventil
(65) zugeführt wird, und daß bei Unterschreiten der Drosselöffnung
unter einen vorgegebenen Wert die Zufuhr des
Leitungsdrucks zu dem Steuerventil (66) sowie die Erzeugung
des Übersetzungsverhältnisdrucks unterbrochen wird.
6. Regler nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Übersetzungsverhältnisdruck dem Steuerventil (66)
nur dann zugeführt wird, wenn die Drosselöffnung größer
als ein vorgegebener Wert ist.
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