Die Erfindung betrifft neue Hydroxycyclopentanone der allgemeinen
Formel IV
in der R¹ ein Wasserstoffatom, einen C₁-C₈-Alkyl- oder
C₂-C₈-Alkenylrest und R² ein Wasserstoffatom, einen C₁-C₈-
Alkyl-, C₂-C₈-Alkenyl- C₃-C₁₂-Cycloalkyl-, Thienyl-, Phenyl-
oder Phenyl-C₁-C₈-alkylrest bedeutet, mit der Maßgabe,
daß R¹ und R² nicht gleichzeitig Wasserstoffatome oder Methylgruppen
bedeuten.
Diese Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte bei der
Herstellung von Oxocyclopentenen der allgemeinen Formel I
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung
der Hydroxycyclopentanone der allgemeinen Formel IV, daß dadurch
gekennzeichnet ist, daß man
- a) ein Furancarbinol der allgemeinen Formel II
in der R¹ ein Wasserstoffatom, einen C₁-C₈-Alkyl- oder
C₂-C₈-Alkenylrest und R³ ein Wasserstoffatom, einen
C₁-C₈-Alkyl-, C₂-C₈-Alkenyl-, C₃-C₈-Alkinyl-, C₃-C₁₂-
Cycloalkyl-, Phenyl-, Phenyl-C₁-C₈-alkyl- oder Thienylrest
bedeutet, in Wasser oder in einem Gemisch aus Wasser
und einem zweiwertigen Alkohol, bei einem pH-Wert von
3,5 bis 6,5, gegebenenfalls in Gegenwart eines Katalysators,
zu einem Hydroxycyclopentenon der allgemeinen Formel
III
in der R¹ und R³ die vorstehend angegebene Bedeutung haben,
umlagert, und
- b) das erhaltene Hydroxycyclopentenon der allgemeinen Formel
III katalytisch oder mit einem Alkalimetall zu einem
Hydroxycyclopentanon der allgemeinen Formel IV hydriert.
Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung der Hydroxycyclopentanone
der allgemeinen Formel IV zur Herstellung
der Oxycyclopentene der allgemeinen Formel I.
Die Oxycyclopentene der allgemeinen Formel I haben verschiedene
praktische Verwendungszwecke. Beispielsweise eignen sie
sich als Duftstoffe. Insbesondere handelt es sich bei Jasmon
(I: R¹=-CH₃; R²=-CH₂CH=CHCH₂CH₃) um einen bekannten
Duftstoff im flüchtigen Anteil des Öls aus Jasminblüten.
Ferner eignen sich die Verbindungen als Ausgangsmaterialien
zur Herstellung von Methylcyclopentenolon ("Cyclotene"),
Äthylcyclopentenolon ("Äthylcyclotene"), Methyljasmonat oder
Methyldihydrojasmonat.
Das Oxocyclopenten der allgemeinen Formel I, in der R¹ eine
Methylgruppe und R² eine n-Pentylgruppe bedeutet, d. h. Dihydrojasmon,
wurde bisher unter Verwendung von Lävulinsäure
(vgl. J. Am. Chem. Soc., Bd. 66 [19844], S. 4) unter Verwendung
von Methylcyclopentenolon (vgl. J. Org. Chem., Bd. 30
[1965], S. 1050) und unter Verwendung von 1,4-Diketon (vgl.
Bull. Chem. Soc., Japan, Bd. 52 [1979], S. 1553) hergestellt.
Jedoch sind diese herkömmlichen Verfahren vom großtechnischen
Standpunkt aus nicht zufriedenstellend, da zu ihrer
Durchführung teure Ausgangsmaterialien und schwer zugängliche
Reagentien erforderlich sind, sie nur geringe Ausbeuten
an den gewünschten Produkten ergeben und schwierig durchzuführen
sind. Ein schwerwiegender Nachteil, der allen diesen
Verfahren gemeinsam ist, besteht darin, daß das gewünschte
Produkt im allgemeinen zusammen mit Nebenprodukten,
wie 3-Hexyl-2-cyclopentenon, erhalten wird. Diese Nebenprodukte
lassen sich nur sehr schwer aus dem gewünschten Endprodukt
entfernen.
Aufgabe der Erfindung ist es, neue Hydroxycyclopentanone und
ein Verfahren zu ihrer Herstellung bereitzustellen, die als
Zwischenprodukte für ein großtechnisches Verfahren zur Herstellung
der Oxocyclopentene der allgemeinen Formel I, z. B.
Dihydrojasmon, geeignet sind, das in hohen Ausbeuten abläuft
und zu hochreinen Produkten führt.
Erfindungsgemäß lassen sich die Hydroxycyclopentanone der
allgemeinen Formel IV aus den entsprechenden Furancarbinolen
über die entsprechenden Hydroxycyclopentenone gemäß folgendem
Reaktionsschema herstellen:
Die Weiterverarbeitung zu den Oxocyclopentenen der allgemeinen
Formel I erfolgt gemäß folgendem Reaktionsschema.
In diesem Schemata haben R¹ und R² die vorstehende Bedeutung,
und R³ hat die vorstehend für R² angegebene Bedeutung oder
ist ein C₂-C₈-Alkinylrest.
Die Fruancarbinole der allgemeinen Formel II sind bekannt
und lassen sich beispielsweise durch Umsetzung eines entsprechend
in der 5-Stellung substituierten Furfurals mit
einem Grignard-Reagens gemäß nachstehender Reaktionsgleichung
herstellen (vgl. Tetrahedron Lett., Bd. 39 [1976], S.
3555):
In dieser Reaktionsgleichung haben R¹ und R³ die vorstehende
Bedeutung, und X bedeutet ein Halogenatom. Eine andere Möglichkeit
zur Herstellung der Furancarbinole der allgemeinen
Formel II besteht in der Umsetzung eines entsprechenden,
in der 2-Stellung substituierten Furans mit einem
Aldehyd in Gegenwart eines basischen Katalysators (Tetrahedron Letters, No. 13 [1977], S. 1131-1134), wie
sich aus folgender Gleichung ergibt:
In dieser Gleichung haben R¹ und R³ die vorstehend definierte
Bedeutung.
Die Umlagerung des Furancarbinols der allgemeinen Formel II
zum Hydroxycyclopentenon der allgemeinen Formel III kann
durch Behandlung mit Wasser oder einem Gemisch aus Wasser
und einem zweiwertigen Alkohol bei einem pH-Wert von 3,5 bis 6,5 in Gegenwart oder Abwesenheit
eines Katalysators durchgeführt werden.
Als Reaktionsmedium kann Wasser oder ein Gemisch aus Wasser
mit einem zweiwertigen Alkohol verwendet werden. Beispiele
für entsprechende zweiwertige Alkohole sind Äthylenglykol,
1,3-Propandiol, 1,2-Propandiol, 1,4-Butandiol und 1,3-Butandiol.
Das Gewichtsverhältnis von Wasser zu zweiwertigem
Alkohol beträgt im allgemeinen 1 : 1 bis 1 : 1/100, wenngleich
es für dieses Verhältnis keine speziellen Beschränkungen
gibt. Das Reaktionsmedium kann zusätzlich zu Wasser oder zu
Wasser und dem zweiwertigen Alkohol auch beliebig andere
organische Lösungsmittel enthalten, vorausgesetzt, daß deren
Menge relativ gering ist, beispielsweise weniger als etwa
10 Gewichtsprozent. Beispiele für entsprechende organische
Lösungsmittel sind Methanol, Äthanol, Dioxan, Tetrahydrofuran,
Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, Essigsäureäthylester,
Essigsäure, Dichloräthan, Toluol, Aceton, Methyläthylketon,
Methylisobutylketon und Diäthyläther.
Die Umlagerung kann auch in Abwesenheit eines Katalysators
vorgenommen werden. Im allgemeinen wird jedoch die Anwesenheit
eines Katalysators bevorzugt, da dadurch die Reaktionsgeschwindigkeit
erhöht und die Umwandlung verstärkt
wird. Als Katalysatoren können Metallsalze, wie Phosphate,
Sulfate, Chloride, Bromide, Oxide, Fettsäuresalze und organische
Sulfonsäuresalze von Natrium, Kalium, Magnesium,
Zink, Eisen, Calcium, Mangan, Kobalt und Aluminium, quaternäre
Ammoniumsalze, wie Tetrabutylammoniumbromid, Benzyltrimethylammoniumchlorid,
Tricaprylmethylammoniumchlorid,
Dodecyltrimethylammoniumchlorid und Caprylbenzyldimethylammoniumchlorid,
grenzflächenaktive Mittel, z. B. Salze höherer
Fettsäuren, Polyoxyäthylenalkylphenoläther und höhere Fettalkohole
verwendet werden. Diese Katalysatoren
können in Mengen von 1/1000 bis 5 Gewichtsteilen
pro 1 Gewichtsteil des Furancarbinols der allgemeinen Formel
II verwendet werden. Es kommen aber auch Mengen außerhalb
dieses Bereichs in Frage. Nach Beendigung der Umlagerungsreaktion
können die Katalysatoren aus dem Reaktionsgemisch
wiedergewonnen und erneut verwendet werden.
Die Umlagerungsreaktion wird bei einem pH-
Wert von 3,5 bis 6,5 durchgeführt.
Zur Einstellung des pH-Werts innerhalb dieses Bereichs
können organische Säuren, z. B. Essigsäure,
Propionsäure, Toluolsulfonsäure und Methansulfonsäure,
und organische Säuren, beispielsweise Salzsäure,
Schwefelsäure, Phosphorsäure und Borsäure, organische
Basen, beispielsweise Pyridin und Triäthylamin,
und anorganische Basen, beispielsweise Natriumhydroxid,
Kaliumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat und Dikaliummonohydrogenphosphat,
verwendet werden. Die Einstellung des
pH-Bereichs kann auch durch Verwendung von Pufferlösungen,
wie Dikaliummonohydrogenphosphat/Phosphorsäure, Natriumacetat/
Essigsäure, Natriumacetat/Phosphorsäure, Phthalsäure/
Kaliumcarbonat, Dikaliummonohydrogenphosphat/Salzsäure,
Monokaliumdihydrogenphosphat/Kaliumhyrogencarbonat oder
Bernsteinsäure/Natriumhydrogencarbonat, vorgenommen
werden. Im allgemeinen ist es günstig, die Verwendung von
starken Säuren, wie Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure, oder
von starken Basen, wie Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid,
zur Einstellung des pH-Werts zu vermeiden.
Die Reaktionstemperaturen bei der Umlagerungsreaktion betragen
im allgemeinen 0 bis 200°C, vorzugswweise 20 bis 160°C
und insbesondere 70 bis 140°C.
Das gebildete Hydroxycyclopentenon der allgemeinen Formel III
kann aus dem Reaktionsgemisch nach an sich üblichen Abtrennungsverfahren
gewonnen werden, beispielsweise durch
Extraktion, Fraktionierung, Konzentrieren oder Destillieren.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, das das Hydroxycyclopentenon
der allgemeinen Formel III enthaltende Reaktionsgemisch
direkt als solches in der nachfolgenden Stufe
ohne Abtrennung
einzusetzen.
In bezug auf die Umlagerung des Furancarbinols der allgemeinen
Formel II in das Hydroxycyclopentenon der allgemeinen
Formel III ist ein Verfahren bekannt, bei dem das
erstgenannte Produkt in Aceton mit einem geringen Gehalt
an Wasser in Gegenwart von Zinkchlorid behandelt wird;
vgl. Tetrahedron, Bd. 34 (1978), S. 2775. Bei diesem Verfahren
ist die Ausbeute am gewünschten Hydroxycyclopentenon
der allgemeinen Formel III jedoch äußerst gering. Beim erfindungsgemäßen
Verfahren wird Wasser oder ein Gemisch aus
Wasser und einem zweiwertigen Alkohol als Reaktionsmedium
verwendet, wodurch die Umlagerungsreaktion in ausgezeichneten
Ausbeuten abläuft.
Die Hydrierung des Hydroxycyclopentenons der allgemeinen
Formel III zum Hydroxycyclopentanon der allgemeinen Formel
IV kann nach an sich üblichen Verfahren zur Reduktion von
olefinischen Doppelbindungen erreicht werden, erfindungsgemäß
durch katalytische Hydrierung oder durch Hydrierung
mit einem Alkalimetall.
Im Fall der katalytischen Hydrierung können als Katalysatoren
Palladium-Katalysatoren, z. B. Palladium-Kohlenstoff,
Palladiumoxid, Palladiumchlorid oder Lindlar-Katalysator,
Platin, Raney-Nickel, stabilisiertes Nickel,
Kupfer-Chrom, Ruthenium, Rhodium-auf-Kohlenstoff
verwendet werden. Die Umsetzung kann in Abwesenheit
eines Lösungsmittels vorgenommen werden. Im allgemeinen
wird sie aber in einem inerten Lösungsmittel durchgeführt.
Die Reaktionstemperaturen betragen im allgemeinen
-20 bis 200°C, wobei aber die Einhaltung dieses Temperaturbereichs
nicht wesentlich ist.
Bei Hydrierung mit einem Alkalimetall kommen als Alkalimetalle
beispielsweise Natrium, Kalium und Lithium in Frage.
Es können auch amalgamierte Alkalimetalle verwendet werden.
Die Umsetzung wird im allgemeinen in einem inerten Lösungsmittel,
z. B. in Alkoholen, Aminen und flüssigem Ammoniak, durchgeführt.
Die Reaktionstemperatur ist nicht kritisch und
kann im allgemeinen -60 bis 150°C betragen.
Das gebildete Hydroxycyclopentanon der allgemeinen Formel
IV kann aus dem Reaktionsgemisch nach an sich üblichen
Verfahren abgetrennt werden, beispielsweise durch Filtrieren,
Konzentrieren und Destillieren. Eine andere Möglichkeit
besteht darin, das das Hydroxycyclopentanon der
allgemeinen Formel IV enthaltende Reaktionsgemisch direkt
in der nachfolgenden Reaktionsstufe ohne weitere Reinigung
des Hydroxycyclopentanons der allgemeinen Formel IV einzusetzen.
Die Dehydratisierung des Hydroxycyclopentanons der allgemeinen
Formel IV zum Oxocyclopenten der allgemeinen Formel
I kann durch Erwärmen in Gegenwart oder Abwesenheit eines
Katalysators vorgenommen werden.
Als Katalysatoren kommen saure Katalysatoren in Frage, die
üblicherweise bei Dehydratisierungsreaktionen verwendet
werden. Spezielle Beispiele dafür sind Schwefelsäure, Salzsäure,
Essigsäure, Essigsäureanhydrid, Phosphorsäure, Polyphosphorsäure,
Phosphoroxychlorid, Borsäure, Bortrifluorid,
Toluolsulfonsäure und Toluolsulfonylchlorid. Die Katalysatormenge
ist nicht kritisch und kann 1/500 bis 1 Gewichtsteil
pro 1 Gewichtsteil des Hydroxycyclopentanons der allgemeinen
Formel IV betragen. Die Verwendung von Lösungsmitteln
ist nicht erforderlich. Falls ein Lösungsmittel
verwendet wird, handelt es sich vorzugsweise um ein inertes
Lösungsmittel, das mit Waser ein azeotrop siedendes
Gemisch bildet. Es eignen sich aber auch andere Lösungsmittel.
Die Reaktionstemperatur ist nicht kritisch und
kann im allgemeinen 0 bis 200°C und vorzugsweise 20 bis
160°C betragen.
Durch Anwendung üblicher Abtrennungsverfahren, wie Konzentrieren,
Fraktionieren und Destillieren, läßt sich aus dem
Reaktionsgemisch das gewünschte Oxocyclopenten der allgemeinen
Formel I gewinnen.
Bei den vorgenannten Umwandlungen können Nebenreaktionen
auftreten. Derartige Reaktionsverläufe liegen aber im Bereich
der Erfindung, so lange die gewünschten und vorstehend erläuterten
Hauptreaktionen ablaufen.
Beispielsweise kann bei der Umlagerung des Furancarbinols
der allgemeinen Formel II zum Hydroxycyclopentenon der
allgemeinen Formel III je nach den Reaktionsbedingungen,
wie Reaktionszeit und Art des Katalysators, ein 4-Hydroxy-
2-cyclopentenon der allgemeinen Formel V
in der R¹ und R³ die vorstehende Bedeutung haben, gebildet
werden. Jedoch ist die Abtrennung dieses Nebenproduktes aus
dem Reaktionsgemisch oder aus dem Reaktionsprodukt nicht
erforderlich, da es unter den Reaktionsbedingungen der nachfolgenden
Hydrierungs- und Dehydratisierungsstufen leicht
in das Cyclopentenon der allgemeinen Formel VI
in der R¹ und R 2 die vorstehende Bedeutung haben, umgewandelt
wird. Das Cyclopentenon der allgemeinen Formel VI
wird leicht zum Oxocyclopenten der allgemeinen Formel I
umgelagert. Diese Umlagerung kann je nach den angewendeten
Reaktionsbedingungen gleichzeitig mit der Dehydratisierung
erreicht werden.
Ferner können bei der Hydrierung des Hydroxycyclopentenons
der allgemeinen Formel III zum Hydroxycyclopentanon der
allgemeinen Formel IV Doppelbindungen, die gegebenenfalls
in den Substituenten R¹ und/oder R³ vorhanden sind, je
nach Reaktionsbedingungen zu vollständig oder in
geringerem Maße ungesättigten Verbindungen hydriert werden.
Beispielsweise können Alkenyl- oder Alinylreste im
Rahmen von R¹ oder R³ in Alkyl- oder Alkenylreste umgewandelt
werden. Tatsächlich führt die Hydrierung des Hydroxycyclopentenons
(III: R¹=R³=C₂-C₈-Alkenylrest) in Gegenwart
eines üblichen Hydrierungskatalysators zum Hydroxycyclopentanon
(IV: R¹=R²=C₂-C₈-Alkylrest), während die
Hydrierung in Gegenwart von Lindlar-Katalysator, wie Palladium-
Blei-Calciumcarbonat oder Palladium-Bariumsulfat-Chinolin)
zum Hydroxycyclopnetanon (IV: R¹=R²=C₂-C₈-Alkenylrest) führt.
Ferner führt die Hydrierung von Hydroxycyclopentenon (III:
R³=C₂-C₈-Alkinylrest) mit Lindlar-Katalysator zum
Hydroxycyclopentanon der allgemeinen Formel IV, in der R²
einen C₂-C₈-Alkenylrest mit cis-Konfiguration bedeutet, während
unter Verwendung eines Alkalimetalls ein Hydroxycyclopentanon
der allgemeinen Formel IV entsteht, in der R² einen C₂-C₈-Alkenylrest
mit trans-Konfiguration bedeutet.
Aus den vorstehenden Ausführungen ergibt sich, daß die
Reaktionsbedingungen je nach Art des gewünschten Produkts
gewählt werden. Beispielsweise bewirkt ein Lindlar-Katalysator
die Reduktion eines Alkinylrests zum Alkenylrest
oder die Reduktion einer zu einer Carbonylgruppe konjugierten
Doppelbindung, während er nicht zur Reduktion eines
Alkinylrests oder eines Alkenylrests zu einem Alkylrest in
der Lage ist. Bei Verwendung eines Lindlar-Katalysators
in Fällen, wo dieser wirksam ist, sollte dafür gesorgt
werden, daß die Reaktion gestoppt wird, wenn der Wasserstoffverbrauch
etwa 1 bis 1,1 Äquivalente der Ausgangsverbindung
erreicht hat, um eine zufriedenstellende Selektivität
zu erzielen. Ferner führt beispielsweise die Reduktion
mit einem Alkalimetall zur selektiven Reduktion einer
mit einer Carbonylgruppe konjugierten Doppelbindung, wenn
entsprechende Reaktionsbedingungen gewählt werden.
Unter den Hydroxycyclopentanonen der allgemeinen Formel IV,
die sich nach dem erfindungsemäßen Verfahren herstellen
lassen, sind solche Verbindungen neu, in denen R¹ ein Wasserstoffatom,
einen C₁-C₈-Alkyl- oder C₂-C₈-Alkenylrest
und R² ein Wasserstoffatom, einen C₁-C₈-Alkyl-, C₂-C₈-
Alkenyl-, C₃-C₁₂-Cycloalkyl-, Thienyl-, Phenyl-
oder Phenyl-C₁-C₈-alkylrest bedeutet, ausgenommen Verbindungen,
in denen R¹ und R² gleichzeitig Wasserstoffatome oder
Methylgruppen bedeuten. Diese Verbindungen sind wertvolle Zwischenprodukte
zur Synthese von Arzneistoffen und landwirtschaftlichen
Chemikalien. Sie sind auch wertvolle Zwischenprodukte
zur Synthese von Oxocyclopentenderivaten, wie Dihydrojasmon
und Jasmon.
Die Beispiele erläutern die Erfindung. Teilangaben beziehen
sich auf das Gewicht.
Beispiel 1
In einen Vierhalskolben, dermit einem Rührer und einem
Thermometer ausgerüstet ist, werden 40 Teile 5-Methyl-α-
n-propylfurfurylalkohol und 1200 Teile Wasser gegeben. Das
Gemisch wird unter einem Stickstoffstrom bei 95 bis 100°C
gerührt, wobei anfangs der pH-Wert mit 10%
Essigsäure auf 5,1 gebracht und anschließend
mit 10% Natriumacetat im Bereich von
4,9 bis 5,3 eingestellt wird.
Nach gaschromatographischer Bestätigung, daß die Ausgangsverbindung
vollständig verbraucht ist, wird das Reaktionsgemisch
abgekühlt und mit Methylisobutylketon extrahiert.
Der Extrakt wird eingeengt. Man erhält in einer Ausbeute
von 81 Prozent d. Th. 2-n-Propyl-3-hydroxy-3-methyl-4-
cyclopentenon.
30 Teile des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentenons,
0,3 Teile 5% Palladium-auf-Kohlenstoff, 10 Teile Wasser und
60 Teile Äthanol werden in einen Autoklaven gegeben. Das
erhaltene Gemisch wird 3 Stunden bei 20 bis 30°C unter einem
Wasserstoffdruck von 2 bis 5 bar der katalytischen Hydrierung
unterworfen. Das Reaktionsgemisch wird filtriert.
Das Filtrat wird eingeengt. Man erhält in einer Ausbeute
von 98 Prozent d. Th. 2-n-Propyl-3-hydroxy-3-methylcyclopentanon
vom n 1,4676.
Ein Gemisch aus 25 Teilen des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentanons
und 1,25 Teilen p-Toluolsulfonsäure in 75
Teilen Benzol wird 1 Stunde unter Rückfluß erwärmt, wobei
das gebildete Wasser durch azeotrope Destillation entfernt
wird. Die anorganische Phase wird mit Alkali und Wasser gewaschen
und eingeengt. Der Rückstand wird destilliert. Man
erhält in einer Ausbeute von 94 Prozent d. Th. 2-n-Propyl-
3-methyl-2-cyclopentenon vom Kp. 60 bis 65°C/4 bis 6,7 mbar.
Beispiel 2
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 50 Teile 5-Methyl-
α-allylfurfurylalkohol und Puffer (hergestellt aus 1500
Teilen Wasser und 1,7 Teilen Dikaliummonohydrogenphosphat
und mit Phosphorsäure auf den pH-Wert 5,1 eingestellt) gegeben.
Das Gemisch wird unter einem Stickstoffstrom bei
100°C gerührt, bis die Ausgangsverbindung verbraucht ist.
Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 1 behandelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 80 Prozent d. Th. 2-Allyl-
3-hydroxy-3-methyl-4-cyclopentenon.
35 Teile des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentenons,
0,7 Teile Lindlar-Katalysator und 70 Teile Isopropanol
werden in einen Autoklaven gegeben. Das erhaltene Reaktionsgemisch
wird der katalytischen Hydrierung unter einem
Wasserstoffdruck von 1 bis 3 bar unterzogen, bis die
verbrauchte Wasserstoffmenge 1,05 Äquivalente der Ausgangsverbindung
erreicht. Das Reaktionsgemisch wird gemäß
Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute von 85
Prozent d. Th. 2-Allyl-3-hydroxy-3-methylcyclopentanon vom
n 1,4661.
Ein Gemisch von 25 Teilen des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentanons
und 0,5 Teilen Schwefelsäure in 100 Teilen
Benzol wird unter Rückfluß erwärmt. Das Reaktionsgemisch
wird gemäß Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute
von 97 Prozent d. Th. 2-Allyl-3-methyl-2-cyclopentanon.
Beispiel 3
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 30 Teile 5-Methyl-
α-(2-cis-pentenyl)-furfurylalkohol, 60 Teile Äthylenglykol
und Puffer (hergestellt aus 1200 Teilen Wasser und 1 Teil
Dikaliummonohydrogenphosphat und mit Phosphorsäure auf den
pH-Wert 5,0 eingestellt, gegeben. Das erhaltene Gemisch
wird bei 100°C gerührt, bis die Ausgangsverbindung verbraucht
ist. Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 1
behandelt. Man erhält in einer Ausbeute von 74 Prozent d. Th.
2-(2-cis-Pentenyl)-3-hydroxy-3-methyl-4-cyclopentenon.
20 Teile des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentenons,
0,6 Teile Lindlar-Katalysator und 40 Teile Äthanol werden
in einen Autoklaven gegeben. Das erhaltene Gemisch wird
bei 20°C der katalytischen Hydrierung unter einem Wasserstoffdruck
von 1 bar unterzogen, bis die absorbierte
Wasserstoffmenge 1,1 Äquivalente der Ausgangsverbindung
erreicht. Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel
1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute von 85 Prozent
d. Th. 2-(2-cis-Pentenyl)-3-hydroxy-3-methylcyclopentanon
vom n 1,4690.
Ein Gemisch aus 15 Teilen des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentanons
und 0,75 Teilen Borsäure in 45 Teilen Benzol
wird unter Rückfluß erwärmt. Sodann wird das Reaktionsgemisch
gemäß Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute
von 98 Prozent d. Th. 2-(2-cis-Pentenyl)-3-methyl-2-cyclopentenon.
Beispiel 4
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 30 Teile α-n-Pentylfurfurylalkohol
und 1500 Teile Wasser gegeben. Das erhaltene
Gemisch wird 35 Stunden bei 100°C gerührt, wobei der pH-Wert auf
4,8 und anschließend mit 10%
Natriumhydrogenphosphat in einem Bereich von 4,6 bis
5,0 eingestellt wird. Das Reaktionsgemisch wird
sodann gemäß Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer
Ausbeute von 86 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-n-Pentyl-3-
hydroxy-4-cyclopentenon und 2-n-Pentyl-4-hydroxy-2-cyclopentenon.
20 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches, 1 Teil Raney-
Nickel, 15 Teile Wasser und 60 Teile Äthanol werden in einen
Autoklaven gegeben. Das erhaltene Gemisch wird bei 25 bis
35°C unter einem Wasserstoffdruck von 2 bis 5 bar katalytisch
hydriert. Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß
Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute von 97
Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-n-Pentyl-3-hydroxycyclopentanon
und 2-n-Pentyl-4-hydroxycyclopentanon.
18 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit
0,9 Teilen p-Toluolsulfonsäure und 54 Teilen Xylol vermischt
und 2 Stunden unter Rückfluß erwärmt, wobei das
gebildelte Wasser durch azeotrope Destillation entfernt wird.
Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 1 behandelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 96 Prozent d. Th.
2-n-Pentyl-2-cyclopentenon.
Beispiel 5
In einen Autoklaven, der mit einem Rührer und einem Thermometer
ausgerüstet ist, werden 40 Teile α-n-Hexylfurfurylalkohol
und Puffer (hergestellt aus 1600 Teilen Wasser und
1 Teil Natriumacetat und mit Phosphorsäure auf den pH-Wert
4,8 eingestellt) gegeben. Das erhaltene Gemisch wird bei
110 bis 120°C gerührt, bis die Ausgangsverbindung verbraucht
ist. Sodann wird das Reaktionsgemisch gekühlt und
gemäß Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute
von 84 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-n-Hexyl-3-hydroxy-
4-cyclopentenon und 2-n-Hexyl-4-hydroxy-2-cyclopentenon.
30 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit 0,6
Teilen 5% Palladium-auf-Kohlenstoff und 90 Teilen Toluol
versetzt. Das erhaltene Gemisch wird bei 30 bis 50°C unter
einem Wasserstoffdruck von 3 bis 6 bar katalytisch hydriert.
Sodann wird das Reaktionsgemisch filtriert. Das
Filtrat wird eingeengt. Man erhält in einer Ausbeute von
98 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-n-Hexyl-3-hydroxycyclopentanon
und 2-n-Hexyl-4-hydroxycyclopentanon.
25 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit
1,25 Teilen p-Toluolsulfonsäure und 75 Teilen Toluol versetzt
und 2 Stunden unter Rückfluß erwärmt, wobe das gebildete
Wasser durch azeotrope Destillation entfernt wird.
Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 1 behandelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 97 Prozent d. Th.
2-n-Hexyl-2-cyclopentenon.
Beispiele 6 bis 12
Auf die vorstehend beschriebene Weise werden die Umlagerung
des Furancarbinols der allgemeinen Formel II zum Hydroxycyclopentenon
der allgemeinen Formel III, die Hydrierung
des Hydroxycyclopentenons der allgemeinen Formel III zum
Hydroxycyclopentanon der allgemienen Formel IV und die
Dehydratisierung des Hydroxycyclopentanons der allgemeinen
Formel IV zum Oxycyclopenten der allgemeinen Formel I
durchgeführt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen I (Umlagerung),
II (Hydrierung) und III (Dehydratisierung)
zusammengestellt.
Beispiel 13
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werdem 35 Teile 5-Methyl-
α-methylfurfurylalkohol, 1050 Teile Wasser und 0,07 Teile
Natriumacetat gegeben. Das erhaltene Gemisch wird unter einem
Stickstoffstrom bei 100°C unter Aufrechterhaltung eines
pH-Werts von 5,0 bis 5,7 gerührt, bis die Ausgangsverbindung
verbraucht ist. Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß
Beispiel 1 behandelt. Man erhält in einer Ausbeute von 78 Prozent
d. Th. 2-Methyl-3-hydroxy-3-methyl-4-cyclopentenon.
20 Teile des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentenons,
0,6 Teile stabilisiertes Nickel und 80 Teile Toluol werden
in einen Autoklaven gegeben. Das erhaltene Gemisch wird
bei einem Wasserstoffdruck von 1 bis 3 bar katalytisch
hydriert. Das Reaktionsgemisch wird gemäß Beispiel 1 behandnelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 98 Prozent d. Th.
2-Methyl-3-hydroxy-3-methylcyclopentanon.
Ein Gemisch aus 15 Teilen des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentanons
und 0,45 Teilen Phosphorsäure in 45 Teilen
Toluol wird 3 Stunden unter Rückfluß erwärmt, wobei das
gebildete Wasser durch azeotrope Destillation entfernt wird.
Das Reaktionsgemisch wird gemäß Beispiel 1 behandelt. Man
erhält in einer Ausbeute von 98 Prozent d. Th. 2,3-Dimethyl-
2-cyclopentenon.
Beispiel 14
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 50 Teile α-Äthylfurfurylalkohol,
1000 Teile Wasser und 0,02 Teile Calciumchlorid gegeben.
Das erhaltene Gemisch wird 30 Stunden unter einem
Stickstoffstrom bei 100°C gerührt, wobei der pH-Wert auf
4,6 bis 6,5 eingestellt wird. Der nach dem Abdampfen des
Wassers erhaltene Rückstand wird mit Methylisobutylketon
extrahiert. Der Extrakt wird eingedampft. Man erhält in einer
Ausbeute von 82 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-Äthyl-3-
hydroxy-4-cyclopentenon und 2-Äthyl-4-hydroxy-2-cyclopentenon.
35 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit 0,7
Teilen 5% Palladium-auf-Kohlenstoff, 35 Teilen Wasser und 140
Teilen Isopropanol versetzt. Das erhaltene Gemisch wird bei
Raumtemperatur katalytisch hydriert. Sodann wird das Reaktionsgemisch
gemäß Beispiel 1 behandelt. Man erhält in
einer Ausbeute von 97 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-Äthyl-
3-hydroxycyclopentanon und 2-Äthyl-4-hydroxycyclopentanon.
30 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit
0,6 Teilen p-Toluolsulfonsäure und 90 Teilen Benzol versetzt
und 1 Stunde unter Rückfluß erwärmt, wobei das gebildete
Wasser durch azeotrope Destillation entfernt wird.
Sodann wird das Reaktionsgemisch mit 1prozentiger Natriumhydroxidlösung
und hierauf mit Wasser gewaschen. Die organische
Phase wird eingeengt. Der Rückstand wird mit Methanol
und 10prozentiger Natriumhydroxidlösung in Mengen, die dem
3fachen bzw. dem 1/50fachen des Gewichts des Rückstands
entsprechen vermischt und 30 Minuten unter Rückfluß erwärmt.
Sodann wird das Reaktionsgemisch in Wasser gegossen
und mit Hexan extrahiert. Der Extrakt wird mit Wasser gewaschen
und eingedampft. Man erhält in einer Ausbeute von
95 Prozent d. Th. 2-Äthylcyclopentenon.
Beispiel 15
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 40 Teile 5-Methyl-α-
n-pentylfurfurylalkohol, 20 Teile Äthylenglykol und ein Puffer,
dem aus 1200 Teilen Wasser und 0,5 Teilen Natriumacetat hergestellt
und mit Essigsäure auf den pH-Wert 5,2 eingestellt worden ist,
gegeben. Das erhaltene Gemisch wird 20 Stunden unter einem
Stickstoffstrom bei 100°C gerührt. Sodann wird das Reaktionsgemisch
abgekühlt und mit Toluol extrahiert. Der Extrakt
wird eingeengt. Man erhält in einer Ausbeute von 84 Prozent
d. Th. 2-n-Pentyl-3-hydroxy-3-methyl-4-cyclopentenon.
30 Teile des erhaltenen Hydroxycyclopentenons werden mit
0,3 Teilen 5% Palladium-auf-Kohlenstoff, 15 Teilen Wasser
und 60 Teilen Äthanol vermischt. Das Gemisch wird 3 Stunden
in einem Autoklaven unter einem Stickstoffdruck von 2 bis
5 bar katalytisch hydriert. Nach Abtrennen des Katalysators
durch Filtrieren wird das Filtrat eingeengt. Man erhält
in einer Ausbeute von 98 Prozent d. Th. 2-n-Pentyl-3-
hydroxy-3-Methylcyclopentanon vom n 1,4685.
Ein Gemisch aus 25 Teilen des vorstehend erhaltenen Hydroxycyclopentanons,
1,25 Teilen Toluolsulfonsäure und 75 Teilen
Benzol wird 1 Stunde unter Rückfluß erwärmt, wobei das gebildete
Wasser durch azeotrope Destillation entfernt wird.
Die organische Phase wird abgetrennt, mit Alkali und Wasser
gewaschen und eingeengt. Der Rückstand wird destilliert. Man
erhält in einer Ausbeute von 96 Prozent d. Th. Dihydrojasmon
vom Kp. 109 bis 111°C/6,7 bis 8 mbar.
Beispiel 16
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 40 Teile Furfurylalkohol
und ein Puffer, der aus 1200 Teilen Wasser und 1 Teil
Dikaliummonohydrogenphosphat hergestellt und mit Phosphorsäure
auf den pH-Wert 4,1 eingestellt worden ist, gegeben.
Das erhaltene Gemisch wird unter einem Stickstoffstrom bei
100°C gerührt, bis die Ausgangsverbindung verbraucht ist.
Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 14 behandelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 75 Prozent d. Th.
3-Hydroxy-4-cyclopentenon.
Gemäß Beispiel 1 wird das vorstehend erhaltene Hydroxycyclopentenon
in einer Ausbeute von 93 Prozent d. Th. in 2-Cyclopentenon
umgewandelt.
Beispiel 17
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 40 Teile 5-Methylfurfurylalkohol
und 1200 Teile Wasser gegeben. Das Gemisch
wird 30 Stunden unter einem Stickstoffstrom bei 100°C
gerührt, wobei der pH-Wert anfangs auf 4,2 mit 5% Phosphorsäure
und anschließend mit 5% Kaliumhydrogenphosphat in
einem Bereich von 3,6 bis 5,0 eingestellt wird.
Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß Beispiel 14 behandelt.
Man erhält in einer Ausbeute von 55 Prozent d. Th.
ein Gemisch aus 3-Hydroxy-3-methyl-4-cyclopentenon und 3-
Methyl-4-hydroxy-2-cyclopentenon.
Gemäß Beispiel 14 wird das vorstehend erhaltene Hydroxycyclopentenon
der Hydrierung, Dehydratisierung und Umlagerung
(Isomerisierung) unterzogen. Man erhält in einer
Ausbeute von 94 Prozent d. Th. 3-Methyl-2-cyclopentenon.
Beispiel 18
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 30 Teile α-n-Hexylfurfurylalkohol
und 1500 Teile Wasser gegeben. Das erhaltene
Gemisch wird mit 10% Essigsäure zunächst auf einen
pH-Wert von 4,8 gebracht und anschließend mit 10%
Natriumhydroxid, zur Einstellung
eines pH-Werts von
4,6 bis 5,0 bei 100°C gerührt, bis die Ausgangsverbindung
verbraucht ist. Sodann wird das Reaktionsgemisch gemäß
Beispiel 1 behandelt. Nach chromatographischer Reinigung
erhält man in einer Ausbeute von 65 Prozent d. Th. 2-n-Hexyl-
3-hydroxy-4-cyclopentenon.
15 Teile des erhaltenen Hyxdroxycyclopentenons, 0,3 Teile
5% Palladium-auf Kohlenstoff, 15 Teile Wasser und 60 Teile
Isopropanol werden bei Raumtemperatur unter Normaldruck
hydriert. Nach beendeter Umsetzung wird der Katalysator
abfiltriert. Aus dem Filtrat erhält man in einer Ausbeute
von 97 Prozent d. Th. 2-n-Hexyl-3-hydroxycyclopentanon vom
n 1,4677.
Beispiel 19
In die Vorrichtung von Beispiel 1 werden 50 Teile α-Methylfurfurylalkohol
und 1200 Teile Wasser gegeben. Das erhaltene
Gemisch wird unter Aufrechterhaltung eines pH-Werts von 4,7
bis 5,2 bei 100°C unter einem Stickstoffstrom gerührt, bis
die Ausgangsverbindung verbraucht ist. Sodann wird das Reaktionsgemisch
gemäß Beispiel 14 behandelt. Man erhält in
einer Ausbeute von 85 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-Methyl-
3-hydroxy-4-cyclopentenon und 2-Methyl-4-hydroxy-2-cyclopentenon.
40 Teile des vorstehend erhaltenen Gemisches werden mit 1
Teil 5% Palladium-auf-Kohlenstoff, 60 Teilen Wasser und 120
Teilen Äthanol versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 2 Stunden
in einem Autoklaven unter einem Wasserstoffdruck von 1 bis
2 bar katalytisch hydriert. Nach Abfiltrieren des Katalysators
wird das Filtrat eingedampft. Man erhält in einer
Ausbeute von 98 Prozent d. Th. ein Gemisch aus 2-Methyl-3-
hydroxycyclopentanon und 2-Methyl-4-hydroxycyclopentanon.
Gemäß Beispiel 14 wird das vorstehend erhaltene Hydroxycyclopentanon
der Dehydratisierung und Umlagerung (Isomerisierung)
unterworfen. Man erhält in einer Ausbeute von
95 Prozent d. Th. 2-Methyl-2-cyclopentenon.