DE3127782C2 - - Google Patents
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- DE3127782C2 DE3127782C2 DE3127782A DE3127782A DE3127782C2 DE 3127782 C2 DE3127782 C2 DE 3127782C2 DE 3127782 A DE3127782 A DE 3127782A DE 3127782 A DE3127782 A DE 3127782A DE 3127782 C2 DE3127782 C2 DE 3127782C2
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- A23D7/005—Edible oil or fat compositions containing an aqueous phase, e.g. margarines characterised by ingredients other than fatty acid triglycerides
- A23D7/0053—Compositions other than spreads
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23L—FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
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- A23L9/20—Cream substitutes
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Description
Die Erfindung betrifft eine Margarineemulsion, bestehend aus einer
kontinuierlichen Fettphase und Wasserphase, die beide mit einem
Lipoproteinfilm überzogene Kugelfette enthalten.
Bisher gibt es zwei typische Arten von Schlagsahne (bzw.
Schlagrahm) für Konditoreiverzierungen oder -füllungen. Bei
der einen handelt es sich um Schlagsahne, die
aus Milchrahm oder einer synthetischen Creme mit der
gleichen Funktion wie Milchrahm hergestellt worden ist, bei
der anderen handelt es sich um Buttercreme, die aus Butter
oder Margarine hergestellt ist. Schlagrahm und Buttercreme
weisen jeweils Vor- und Nachteile auf, die, wie angenommen
wird, eine Folge der Struktur der Emulsion sind.
Schlagrahm ist eine Fett-in-Wasser-Emulsion und er fühlt
sich daher im Mund sehr gut an und wird beim Schmelzen sehr
dünnflüssig, er verdirbt jedoch innerhalb weniger Tage in
einer Kühltheke. Manchmal wird der Schlagrahm selbst oder
die Garnierung auf einem Kuchen in einem Gefrierschrank
über einen bestimmten Zeitraum aufbewahrt.
Beim Einfrieren verdampft jedoch Wasser aus der Oberfläche
des Schlagrahms, so daß dieser trocknet und seinen Warenwert
verliert. Er kann daher nicht für einen langen Zeitraum
aufbewahrt werden. Da Substanzen mit einem niedrigen pH-
Wert, wie z. B. Marmelade und Sauermilch, die Schlagrahm-
Emulsion zerstören, können diese nicht zugegeben werden.
Schlagrahm benötigt aber andererseits keine komplizierte Bearbeitung, um
damit z. B. eine Blumenform herstellen zu können.
Da Buttercreme eine Wasser-in-Fett-Emulsion darstellt, hängt
ihr Anfühlen im Mund von dem Schmelzpunkt des eingemischten
Fetts ab und das Aroma (der Geschmack) der wäßrigen
Phase ist kaum festzustellen und wird im Mund fettig bzw.
ölig; Buttercreme ist jedoch besser verarbeitbar und im Unterschied
zu Schlagrahm können Substanzen mit niedrigem pH-
Wert verwendet werden. Buttercreme ist bei der Gefriertemperatur,
bei der Kühltemperatur oder bei gewöhnlicher Temperatur
gut lagerbar.
Margarineemulsionen vom Wasser-in-Öl-Typ sind aus mehreren Druckschriften
bekannt. Die DE-PS 8 65 100 beschreibt ein Verfahren zur
Herstellung von Wasser-in-Öl-Margarineemulsionen, wobei den Ausgangsstoffen
für die Emulsionen während oder nach ihrer Herstellung
geringe Mengen Eiweiß, das aus tierischem Blut gewonnen ist, bzw.
Eiweiß enthaltende Blutbestandteile einverleibt werden.
Die DE-PS 2 98 688 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Margarine,
bei dem man den Fetten flüssiges Hühnereiweiß in beliebiger
Menge mit Hilfe von phosphorsauren Salzen einverleibt.
Die DE-PS 1 70 163 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Margarine,
bei dem der fertigen Margarine gepulvertes Casein zusammen
mit Eigelb und pasteurisiertem Rahm zugegeben wird.
Die GB-PS 7 39 270 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Fettemulsionen,
bei dem Blutplasma als Emulgiermittel verwendet wird.
Diese herkömmlichen Margarinen sind hinsichtlich des Anfühlens im
Mund und des Geschmacks dem Schlagrahm nicht ähnlich.
Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Margarineemulsion
vorzusehen, die ausgezeichnete Eigenschaften hinsichtlich
des Anfühlens im Mund und des Geschmacks, ähnlich wie Schlagrahm,
sowie weiterhin gute Lagerbeständigkeit und Verarbeitbarkeit, wie
Buttercreme, aufweist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Margarineemulsion, bestehend
aus einer kontinuierlichen Fettphase und Wasserphase, die beide
mit einem Lipoproteinfilm überzogene Kugelfette enthalten, wobei der
Gesamtfettgehalt der Emulsion 25 bis 90 Gew.-% und die Gesamtmenge
der wäßrigen Phase der Emulsion 75 bis 10 Gew.-% betragen, wobei das
Gesamtfett Kugelfette und die kontinuierliche Fettphase umfaßt, wobei
die Menge der Kugelfette in der Emulsion mehr als 0,10 ml pro g
Gesamtfett beträgt und wobei der Lipoproteingehalt mehr als 0,6 Gew.-%,
vorzugsweise mehr als 1,30 Gew.-%, der Margarineemulsion beträgt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Margarineemulsion
schaumig geschlagen sein. Die Menge der Kugelfette in
der Emulsion beträgt in der Regel weniger als 1,5 ml pro g Gesamtfett.
Im allgemeinen ist der Zustand der in einer kontinuierlichen
Fettphase suspendierten Kugelfette in geringem Umfang auch
in Butter zu beobachten. Man nimmt an, daß die Kugelfette in
der Butter aus dem Butterherstellungsverfahren aus Sahne
stammen. Das heißt, die meisten der die Sahne bildenden Kugelfette
werden durch die Butterverfahren oder das Kühl- und
Knetverfahren in einer kontinuierlichen Butterherstellungsvorrichtung
zerstört, so daß nur eine geringe Menge Kugelfette
in der kontinuierlichen Fettphase suspendiert verbleiben.
Es wird angenommen, daß die guten Wärmebeständigkeitseigenschaften
der Butter bei hoher Temperatur von dem Vorliegen
dieser Kugelfette abhängen. Es wurden bereits einige
Verfahren zur quantitativen Analyse der Kugelfette in
Butter ausprobiert und typische Verfahren und die dabei auftretenden
Probleme sind nachfolgend angegeben:
| Probleme | |
| (1) Zentrifugierverfahren: | |
| Die Butter wird geschmolzen und zentrifugiert, um sie in eine kontinuierliche Fettphase und in Kugelfette aufzutrennen | Die Auftrennung ist unvollständig, die Kugelfette werden beim Schmelzen und Trennen zerstört. |
| (2) Verdünnungsverfahren: | |
| Die Butter wird geschmolzen und mit Öl verdünnt und die Menge der Kugelfette wird unter dem Mikroskop ausgezählt | Die Kugelfette werden beim Schmelzen, Verdünnen und Bearbeiten der Probe für das Mikroskop zerstört |
Auch bei beliebigen anderen Verfahren werden die Kugelfette
beim Schmelzen, Trennen, Verdünnen oder Herstellen der
Mikroskopprobe zerstört, so daß die quantitative Analyse
unvollständig ist.
Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung werden die Kugelfette unter Anwendung
des nachfolgend beschriebenen quantitativen Analyseverfahrens, das sehr genau
ist und bei dem die obengenannten Probleme nicht auftreten,
bestimmt.
(1) 5 g der Probeemulsion, die auf eine Temperatur unterhalb
des Schmelzpunkts der Emulsion abgekühlt worden
ist, und 5 g gekühlter Tetrachlorkohlenstoff (CCl₄) werden in einem
5 ml-Prüfröhrchen gewogen;
(2) die Emulsionsprobe wird in dem Tetrachlorkohlenstoff vollständig
aufgelöst, wobei darauf geachtet wird, daß die Probentemperatur
nicht ansteigt;
(3) die gelöste Probe wird mittels einer herkömmlichen Zentrifuge
30 Minuten lang bei 400 UpM
behandelt;
(4) die Probe wird in eine Nicht-CCl₄-Fett-Phase (wäßrige Phase) und in eine CCl₄-
Fettphase aufgetrennt, wobei die wäßrige Phase je nach ihrem
eigenen spezifischen Gewicht als obere, mittlere oder Bodenschicht
zurückgehalten wird; die wäßrige Phase umfaßt
die Kugelfette, Proteinkoagulat und vergleichsweise
klares Wasser mit gelöstem Protein oder Proteinkoagulat
und vergleichsweise klares Wasser mit gelöstem
Protein; unter dem Mikroskop zeigt sich, ob es sich dabei
um Kugelfette oder um Proteinkoagulat handelt;
(5) nachdem mit dem Mikroskop festgestellt worden ist, daß Kugelfette in der Nicht-
CCl₄-Fettphase vorliegen, wird das Volumen der Kugelfette (in ml)
bestimmt; und
(6) der Fettmengenanteil der Emulsion wird nach dem Standardverfahren von
JAS (Japanese Agricultural Standards, Notification Nr. 351,
Article 4 of the Ministry of Agriculture and Forestry) für
die Margarinefettmessung bestimmt; die Kugelfette pro Gramm
Gesamtfett werden aus der folgenden Gleichung errechnet:
Auf der Basis dieses Verfahrens wurden
die Kugelfettgehalte einiger Buttersorten auf dem Markt untersucht,
wobei die Ergebnisse in der folgenden Tabelle I angegeben sind.
| Menge der Kugelfette (ml/g) | |
| Butter A | |
| 0,02 (der größte Teil ist koaguliertes Protein) | |
| Butter B | 0,03 (der größte Teil ist koaguliertes Protein) |
| Butter C | 0,03 (der größte Teil ist koaguliertes Protein) |
| Butter D | 0,02 (der größte Teil ist koaguliertes Protein) |
Aus den obigen Ergebnissen ergibt sich, daß die Menge der
Kugelfette in Butter innerhalb des Bereichs von 0,02 bis
0,03 ml/g liegt.
Es wurde festgestellt, daß, obgleich in Butter Kugelfette
in der kontinuierlichen Fettphase suspendiert sind, ihre
Menge nicht größer ist als in dem obigen Bereich angegeben.
Es wurde die Herstellung und die Bewertung einer Emulsion
untersucht, in der die Menge der Kugelfette größer
ist als in Butter. Dabei wurde gefunden, daß die erfindungsgemäße
Margarineemulsion sich im Mund besser anfühlt und
beim Schmelzen dünnflüssiger ist als Butter und Margarine,
und daß sie insbesondere dann, wenn sie geschlagen bzw.
schaumig ist, beim Schmelzen viel dünnflüssiger ist als Buttercreme.
Das heißt, die Margarineemulsion, in der die Menge an
Kugelfetten mehr als 0,10 ml/g, vorzugsweise mehr als 0,15 ml/g
beträgt, wobei die äußere Phase dennoch fett ist, wenn
diese Emulsion geschlagen bzw. schaumig ist, hat das gleiche
Anfühlen im Mund und die gleiche Dünnflüssigkeit beim
Schmelzen wie Schlagrahm und die gleichen Verarbeitungs-
und Haltbarkeitseigenschaften wie Buttercreme.
Es wird angenommen, daß der Grund dafür, warum die erfindungsgemäße
Margarineemulsion im geschlagenen bzw. schaumigen Zustand
diesen speziellen Effekt zeigt, der ist, daß dann,
wenn die Menge der Kugelfette der Emulsion mehr als 0,10 ml/g
beträgt und die Emulsion geschlagen wird, in die kontinuierliche
Fettphase Luftblasen eingearbeitet werden und
mit zunehmenden Volumen die Menge der die Kugelfette umgebenden
kontinuierlichen Fettphase relativ geringer wird
und gleichzeitig die die Kugelfette umgebende kontinuierliche
Fettphase sehr dünn wird. Beim Essen dieser Margarineemulsion
fühlt man daher den gleichen dünnen Schmelz wie
bei Schlagrahm, da die äußere Fettphase kaum bemerkt wird.
Da das Kugelfett von einem dünnen Fettfilm im Zustand eines
molekularen Films umhüllt ist, ist es gegen Angriff durch
Mikroorganismen geschützt und man erhält die gleiche gute
Lagerfähigkeit wie bei Buttercreme.
Bei der in der erfindungsgemäßen Margarineemulsion verwendeten
Fettphase kann es sich um irgendein eßbares Fett (Speisefett),
wie z. B. Pflanzenfette und Pflanzenöle, tierische
Fette und tierische Öle, behandelte Fette und Öl, wie sie
beim Behandeln der obigen Materialien unter Anwendung eines
chemischen oder physikalischen Verfahrens erhalten werden,
oder um eine Mischung davon handeln.
Beispiele für Fette und Öle, die erfindungsgemäß verwendet
werden können, sind Milchfett, Sojabohnenöl, Baumwollsamenöl,
Kapoköl, Kokosnußöl, Speck, Talg, Fischöl, Walöl, Kakaobutter,
Sonnenblumenöl, Saffloröl, Maisöl, Palmöl, Rapssamenöl
oder Reiskleieöl, wobei das gehärtete Öl erhalten
wird durch Hydrierung und/oder Winterisierung und/oder
Umesterung der obigen Materialien. Erforderlichenfalls
kann die Fettphase öllösliche Materialien,
wie z. B. Emulgiermittel, färbende Materialien, geschmacksgebende
Materialien bzw. Aromastoffe oder Antioxidationsmittel,
enthalten.
Die Emulgiermittel können beispielsweise
ausgewählt aus Glycerinfettsäureestern,
Derivaten von Glycerinfettsäureestern (wie
z. B. Essigsäure-, Citronensäure-, Milchsäure- und Diacetylweinsäureester
von Glycerinfettsäureestern), Saccharosefettsäureestern,
Sorbitanfettsäureestern, Propylenglykolfettsäureestern,
Lecithin, Polyoxymethylenfettsäureestern,
Polyoxyäthylensorbitanfettsäureestern, Polyglycerinfettsäureestern
und mit Glycerin oder Polyglycerin kondensierten
Fettsäureestern.
Die obengenannten Emulgiermittel sind in der gesamten Emulsion
in einer Menge von nicht mehr als 3 Gew.-%, in der
Regel in einer Menge von mehr als 0,008 Gew.-% enthalten.
Erforderlichenfalls kann die wäßrige Phase
der erfindungsgemäßen Emulsion wasserlösliche Materialien, wie z. B.
Milchprodukte, Vollmilchpulver, Magermilchpulver, Molkepulver,
Buttermilchpulver, Milchcasein, Natriumcaseinat, Calciumcaseinat,
mit Säure gefälltes Casein, Vollmilch, Magermilch,
Buttermilch, Molke, Käse, Lactalbumin, Serumalbumin,
Eiweiß und andere tierische Proteine, pflanzliche Proteine,
wie Soja oder Weizen, Mikroorganismusprotein, geschmacksgebende
Materialien bzw. Aromastoffe, stabilisierende
und eindickende Agentien, wie z. B. Stärke, Gelatine oder Gummi,
Süßungsmittel, wie z. B. Saccharose, Glucose,
Fructose, Maltose, Steviosid oder Lactose, Früchte,
Fruchtsäfte, Sauermilch, Kaffee, Erdnußpaste, Mandelpaste,
Kakaomasse, Kakaopulver, ein Salz, Natriumglutamat oder ein wasserlösliches
Emulgiermittel, enthalten. Erforderlichenfalls
kann die erfindungsgemäße Margarineemulsion vor,
während oder nach der Verarbeitung beispielsweise mit Luft oder Stickstoff
geschlagen bzw. geschäumt werden.
Bei dem Lipoprotein handelt es sich um Lipid-Protein-Komplexe,
die nicht überwiegend durch Wärme, Säure, Alkali,
Gefrieren oder Lösungsmittel denaturiert sind. Lipoprotein
liegt z. B. im Serum von Rindern, Ziegen oder Schafen,
in Eiern von Meerestieren, wie z. B. Lachsen, Kabeljau,
Forellen, Karpfen oder Seeigel, in Eiern
von Geflügel, wie Hühnern, Wachteln, Fasanen, Enten oder Sträußen
und in der biologischen Membran vor.
Der Lipoprotein-Gehalt in der erfindungsgemäßen Margarineemulsion
ist sehr wichtig, so daß der Kugelfettgehalt mehr
als 0,10 ml/g Gesamtfettgehalt beträgt. Wenn der Lipoprotein-
Gehalt weniger als 0,60 Gew.-% der Emulsion beträgt, beträgt
der Kugelfett-Gehalt nicht mehr als 0,1 ml/g Gesamtfettgehalt
und der durch die vorliegende Erfindung erzielte
spezielle Effekt geht schnell verloren. Der Lipoprotein-Gehalt
beträgt daher mehr als 0,6 Gew.-%, vorzugsweise mehr als 1,30 Gew.-%
in der Margarineemulsion. Die Menge der Kugelfette
hängt von dem Behandlungszustand der Margarineemulsion
ab, die Menge der Kugelfette steht jedoch etwa in Korrelation
zum Lipoprotein-Gehalt. Wenn ein oder mehr Emulgiermittel
zusammen mit dem Lipoprotein verwendet werden,
werden dadurch die Wärmebeständigkeitseigenschaften der
Creme bei hoher Temperatur und die Entölung verbessert.
Wenn die Emulgiermittel gemeinsam verwendet werden, wird
der gleiche Effekt wie bei Verwendung von Lipoprotein allein
bei einem niedrigeren Lipoproteingehalt als bei Verwendung
von Lipoprotein allein erzielt.
Der Mengenanteil der wäßrigen Phase beträgt 10 bis 75 Gew.-%,
vorzugsweise 25 bis 60 Gew.-% der Margarineemulsion. Wenn
der Mengenanteil der wäßrigen Phase mehr als 75 Gew.-% der
Margarineemulsion beträgt, entstehen Wasserströpfchen und
ihre Haltbarkeitseigenschaften werden schlechter. Wenn sie
durch mechanische Bearbeitung belüftet werden, scheidet sich
die wäßrige Phase ab und die Emulsion wird zerstört. Wenn
der Mengenanteil der wäßrigen Phase weniger als 10 Gew.-%
der Margarineemulsion beträgt, wird die erforderliche Menge
an Kugelfetten nicht erreicht und das Anfühlen im Mund
ist das gleiche wie bei Buttercreme. Wenn der Gehalt an Kugelfetten
und Überschuß die gleichen sind, der Mengenanteil
der wäßrigen Phase jedoch unterschiedlich ist, ähnelt der
Geschmack der Margarineemulsion mit 25 bis 75% wäßriger
Phase mehr dem Geschmack von Schlagrahm als demjenigen einer
Margarineemulsion mit 10 bis 25% wäßriger Phase.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Margarineemulsion kann
jedes beliebige Bearbeitungsverfahren angewendet werden.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausführungsform zur
Herstellung der erfindungsgemäßen Margarineemulsion
werden 25 bis 90 Gew.-% der Fettphase und 75 bis 10 Gew.-%
der wäßrigen Phase vorgemischt. Die Form der vorgemischten
Emulsion kann entweder die einer Fett-in-Wasser-Emulsion
oder die einer Wasser-in-Fett-Emulsion oder die einer Fett-
in-Wasser-in-Fett-Emulsion sein. Das schnelle Abkühlen und
Plastifizieren kann durchgeführt werden, indem man die vorgemischte
Emulsion einem Butterherstellungsverfahren unterwirft,
beispielsweise in einem Butterfaß, in einer Kühltrommel,
oder indem man sie durch einen rohrförmigen Kühler, wie
z. B. einen "Votator", "Perfector", "Kombinator" oder eine
kontinuierliche Butterherstellungsvorrichtung, leitet. Zum
schnellen Abkühlen und Plastifizieren muß die Emulsion in
Form einer Fett-in-Wasser-Emulsion und/oder einer Fett-in-
Wasser-in-Fett-Emulsion vorliegen. Deshalb wird im Falle einer
Fett-in-Wasser-Emulsion und/oder einer Fett-in-Wasser-
in-Fett-Emulsion diese in der Stufe der Premix-Emulsion gebildet,
wobei sich die Form der Emulsion nicht ändern sollte.
Wenn in der Stufe der Premix-Emulsion eine Wasser-in-
Fett-Emulsion gebildet wird, muß sie unter schnellem Abkühlen
und Plastifizieren in eine Fett-in-Wasser-Emulsion und/oder
in eine Fett-in-Wasser-in-Fett-Emulsion überführt werden.
Die auf diese Weise gebildete Fett-in-Wasser-Emulsion
und/oder die Fett-in-Wasser-in-Fett-Emulsion werden durch
mechanische Bearbeitung invertiert, um die erfindungsgemäße
Emulsion zu erhalten.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiel näher erläutert,
ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
| Fettphase | |
| Gehärtetes Fischöl|390 kg | |
| Sojabohnenöl | 209 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 0,5 kg |
| Färbendes Material | 0,5 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Kabeljaueier|15 kg | |
| Wasser | 385 kg |
Die Fettphase wurde der wäßrigen Phase zugesetzt zur Herstellung
einer Fett-in-Wasser-Emulsion bei einer Temperatur
von 45 bis 55°C. Die dabei erhaltene Emulsion wurde bei einer
Temperatur von 80°C 15 Sekunden lang pasteurisiert und
dann abgekühlt und zwei Stunden lang bei einer Temperatur
von 8°C gehalten, dann auf etwa 19°C erwärmt und dann 6 Stunden
lang bei dieser Temperatur gehalten und danach auf eine
Temperatur von 12°C abgekühlt und 10 Stunden lang bei
dieser Temperatur gehalten. Die Mischung wurde plastifiziert,
indem man sie durch eine kontinuierliche Butterherstellungsvorrichtung
führte zur Herstellung des Endprodukts.
Die Menge der Kugelfette des fertigen Produkts betrug 0,14 ml/g.
| Fettphase | |
| Gehärtetes Fischöl|390 kg | |
| Sojabohnenöl | 209 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 0,5 kg |
| Färbendes Material | 0,5 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Eidotter|8 kg | |
| Wasser | 392 kg |
Zur Herstellung einer Wasser-in-Fett-Emulsion wurde die wäßrige
Phase bei einer Temperatur von 45 bis 55°C der Fettphase
zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde schnell abgekühlt
und plastifiziert, indem man sie durch einen Votator
führte zur Herstellung des Endprodukts. Die Menge der Kugelfette
in dem fertigen Produkt betrug 0 ml/g.
Das Verfahren des Beispiels 1 wurde wiederholt, wobei diesmal
jedoch die wäßrige Phase hergestellt wurde durch Zugabe
von 8 kg Eidotter (Len) zu 392 kg Wasser und die dabei erhaltene
wäßrige Phase wurde anstelle der wäßrigen Phase des Beispiels
1 verwendet. Die Menge der Kugelfette in dem fertigen
Produkt betrug 0,07 ml/g.
| Fettphase | |
| Palmöl|520 kg | |
| Sonnenblumenöl | 278 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 1 kg |
| Färbendes Material | 1 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Wasser|1090 kg | |
| Rinderserum | 50 kg |
| Forelleneier | 30 kg |
| Magermilchpulver | 30 kg |
Zur Herstellung einer Fett-in-Wasser-Emulsion wurde die Fettphase
bei einer Temperatur von 45 bis 55°C der wäßrigen Phase
zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde mittels
einer Zentrifuge behandelt zur Herstellung von 930 kg Sahne
(Creme) (Fettgehalt 85 Gew.-%), dann wurde sie schnell abgekühlt
und plastifiziert durch Hindurchführen durch eine kontinuierliche
Butterherstellungsvorrichtung zur Herstellung
des Endprodukts. Die Menge der Kugelfette in dem Endprodukt
betrug 0,28 ml/g.
Das Verfahren des Beispiels 2 wurde wiederholt, wobei diesmal
jedoch 4 kg Monoglycerid der Fettphase des Beispiels 1
zugegeben wurden und die wäßrige Phase hergestellt wurde
durch Zugabe von 1168,4 kg Wasser, 1,6 kg Lecithin und 30 kg
Magermilchpulver und die dabei erhaltene wäßrige Phase
wurde anstelle der wäßrigen Phase des Beispiels 2 verwendet.
Die Menge der Kugelfette in dem Endprodukt betrug 0 ml/g.
| Fettphase | |
| Gehärtetes Fischöl|520 kg | |
| Sojabohnenöl | 129 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 0,5 kg |
| Färbendes Material | 0,5 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Eidotter|25 kg | |
| Buttermilchpulver | 20 kg |
| Wasser | 305 kg |
Zur Herstellung einer Fett-in-Wasser-Emulsion wurde die Fettphase
bei einer Temperatur von 45 bis 55°C der wäßrigen Phase
zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde bei einer
Temperatur von 80°C 15 Sekunden lang pasteurisiert und
schnell abgekühlt und plastifiziert durch Hindurchführen
durch einen Kombinator zur Herstellung des Endprodukts. Die
Menge der Kugelfette in dem Endprodukt betrug 0,24 ml/g.
| Fettphase | |
| Palmöl|520 kg | |
| Sonnenblumenöl | 276 kg |
| Saccharosefettsäureester | 1 kg |
| Lecithin | 1 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 1 kg |
| Färbendes Material | 1 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Wasser|1095 kg | |
| Rinderserum | 50 kg |
| Lachseier | 25 kg |
| Magermilchpulver | 30 kg |
Zur Herstellung einer Fett-in-Wasser-Emulsion wurde die Fettphase
bei einer Temperatur von 45 bis 55°C der wäßrigen Phase
zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde mit einer
Zentrifuge behandelt unter Bildung von 935 kg Sahne (Creme)
(Fettgehalt 85 Gew.-%), die dann schnell abgekühlt und plastifiziert
wurde, indem man sie durch eine kontinuierliche
Butterherstellungsvorrichtung führte zur Herstellung des
Endprodukts. Der Gehalt an Kugelfetten in dem Endprodukt
betrug 0,26 ml/g.
| Fettphase | |
| Gehärtetes Fischöl|517 kg | |
| Sojabohnenöl | 130 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 0,5 kg |
| Färbendes Material | 0,5 kg |
| Glycerinfettsäureester | 1 kg |
| Saccharosefettsäureester | 1 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Eidotter|25 kg | |
| Buttermilchpulver | 20 kg |
| Wasser | 305 kg |
Zur Herstellung einer Fett-in-Wasser-Emulsion wurde die
Fettphase bei einer Temperatur von 45 bis 55°C der wäßrigen
Phase zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde bei einer
Temperatur von 80°C 15 Sekunden lang pasteurisiert und
dann schnell abgekühlt und plastifiziert, indem man sie
durch einen Kombinator führte zur Herstellung des Endprodukts.
Die Menge der Kugelfette in dem Endprodukt betrug 0,28 ml/g.
Jeweils eine Probe der Beispiele 1 bis 5 und der Vergleichsbeispiele
1 bis 3, Butter und eine synthetische Creme wurden
mit einem Sirup und einer Flüssigkeit belüftet zur Herstellung
einer Probe für die Geschmacksbestimmung. Jeweils 300 g
einer Probe der in den Beispielen 1 bis 5 und in den Vergleichsbeispielen
1 bis 3 erhaltenen Margarineemulsion und
Butter wurden mit hoher Geschwindigkeit 15 Minuten lang mit
75 g flüssigem Zucker, 5 g Rum unter Verwendung
eines herkömmlichen Mixers zu Schaum geschlagen.
300 g der Probe einer synthetischen Creme wurden bei einer
Temperatur von etwa 5°C mit einer hohen Geschwindigkeit etwa
4 Minuten und 30 Sekunden lang mit 75 g flüssigem Zucker
und 5 g Rum unter Verwendung eines herkömmlichen
Mixers zu Schaum geschlagen. Die Temperatur des Endprodukts
betrug etwa 10°C.
Als Standard für die Geschmacksbestimmung wurden der obige
Schlagrahm als Standard-Schlagrahm und die Buttercreme des
Vergleichsbeispiels 3 als Standard-Buttercreme verwendet.
Bei den anderen Cremes wurde der Geschmack von 20 Mitgliedern
eines Geschmackstestgremiums bestimmt. Die Bewertung
wird ausgedrückt durch Ziffern innerhalb des Bereichs von
0 bis 20, wobei bedeuten:
20 = von Schlagrahm nicht unterscheidbar
15 = gute Ähnlichkeit mit Schlagrahm
10 = mäßige Ähnlichkeit mit Schlagrahm und Buttercreme
5 = gute Ähnlichkeit mit Buttercreme
0 = von Buttercreme nicht unterscheidbar
15 = gute Ähnlichkeit mit Schlagrahm
10 = mäßige Ähnlichkeit mit Schlagrahm und Buttercreme
5 = gute Ähnlichkeit mit Buttercreme
0 = von Buttercreme nicht unterscheidbar
Den übrigen Ziffern entsprechen dazwischenliegende Bewertungen.
Aus der obigen Tabelle geht hervor, daß der Geschmack der
Creme deutliche Unterschiede zeigte an dem Grenzwert des
Kugelfettgehalts von 0,10 ml/g. Die geschlagenen (schaumigen)
Produkte der Beispiele 1 bis 5 wiesen die gleichen Verarbeitungseigenschaften
auf wie Buttercreme, wenn sie als
Garnierungen auf Kuchen aufgebracht wurden, und nach dreimonatigem
Eingefrieren bei einer Temperatur von -20°C hatten
sie den gleichen Geschmack als Dünnschmelze wie vorher.
Die geschlagenen (schaumigen) Produkte des Beispiels 1
des Vergleichsbeispiels 1 und die synthetische Creme wurden
bei einer Temperatur von 10°C gelagert. Das Ergebnis
der Lagerbeständigkeitseigenschaften war folgendes:
Aus der vorstehenden Tabelle geht hervor, daß die erfindungsgemäßen
Produkte eine bessere Lagerbeständigkeit aufwiesen
als die synthetische Creme.
| Fettphase | |
| Butterfett|160 kg | |
| Gehärtetes Pflanzenfett | 40 kg |
| Sojabohnenöl | 195 kg |
| Glycerinfettsäureester | 4,5 kg |
| Färbendes Material | 0,5 kg |
| Wäßrige Phase | |
| Wasser|458,5 kg | |
| Buttermilchpulver | 81 kg |
| Eidotter | 40 kg |
| Salz | 17 kg |
| Geschmacksgebendes Material | 0,5 kg |
| Gelatine | 3 kg |
Zur Herstellung einer Fett-in-Wasser-Emulsion wurde die
Fettphase bei einer Temperatur von 50 bis 60°C der wäßrigen
Phase zugesetzt. Die dabei erhaltene Emulsion wurde bei einer
Temperatur von 80°C Sekunden lang pasteurisiert und
dann schnell abgekühlt und plastifiziert, indem man sie durch
einen Kombinator hindurchführte zur Herstellung des Endprodukts.
Die Menge der Kugelfette in dem Endprodukt betrug
0,38 ml/g.
Die Margarineemulsion des Beispiels 6 wies eine niedrige Kalorienverteilung
mit einem hohen Proteingehalt auf und das
Anfühlen im Mund und der Geschmack dieser Emulsion ähnelten
mehr demjenigen einer Creme, verglichen mit der üblichen
niedrigen Kalorienverteilung.
Claims (3)
1. Margarineemulsion, bestehend aus einer kontinuierlichen Fettphase
und Wasserphase, die beide mit einem Lipoproteinfilm überzogene
Kugelfette enthalten, wobei der Gesamtfettgehalt der Emulsion 25
bis 90 Gew.-% und die Gesamtmenge der wäßrigen Phase der Emulsion
75 bis 10 Gew.-% betragen, wobei das Gesamtfett Kugelfette und die
kontinuierliche Fettphase umfaßt, wobei die Menge der Kugelfette
in der Emulsion mehr als 0,10 ml pro g Gesamtfett beträgt und wobei
der Lipoproteingehalt mehr als 0,6 Gew.-%, vorzugsweise mehr als
1,30 Gew.-%, der Margarineemulsion beträgt.
2. Margarineemulsion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie
schaumig geschlagen ist.
3. Margarineemulsion nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Menge der Kugelfette weniger als 1,50 ml pro Gramm
Gesamtfett beträgt.
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