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Elektrophotographisches Verfahren
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Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein elektrophotographisches
Verfahren, und insbesondere ein elektrophotographisches Verfahren das so ausgelegt
ist, daß die bei der Erzeugung eines kopierten Bildes unter Verwendung eines elektrophotographischen
Elementes vom mehrschichtigen Typ angewandten Bestrahlungen mit Licht ganz oder
teilweise mit einem Licht durchgeführt werden, das keine Lichtanteile von einem
solchen Wellenlängenbereich aufweist., wie er im Hinblick auf die Ladungstransportschicht,
die am Aufbau des geschichteten elektrophotographischen Elements beteiligt ist,
genauer definiert wird.
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Bei üblichen elektrophotographischen Verfahren ( zum Beispiel bei
solchen, die vom Carlson-Verfahren Gebrauch machen) werden Kopien dadurch erhalten,
daß nacheinander die folgenden Verfahrensstufen durchgeführt werden: Einwirkung
einer Coronaentladung auf die Oberfläche eines elektrophotographischen Elementes,
Belichten dises elektrophotographischen Elements mit einem Bild, wobei ein elektro-
statisches
latentes Bild gebildet wird, danach Entwicklung dieses latenten Bildes, Ubertragen
des auf diese Weise gebildeten Tonerbildes auf ein Bildempfangspapier wie beispielsweise
übliches Papier oder dgl., und Fixieren des Bildes. Das elektrophotographische Element
wird nach der Übertragung des Tonerbildes Reinigungs- und Entladungs-Behandlungen
zur Entfernung der Elektrizität unterzogen, und dann für einen neuen Kopierschritt
benutzt, der wieder unter Aufladen mit den anderen nachfolgenden Schritten, wie
sie oben erwähnt sind, abläuft.
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Bei einem solchen Kopiervorgang wird jedoch überall während des ganzen
Verfahrens eine Bestrahlung mit Licht angewandt. Genauer gesagt können als repräsentative
Bestrahlungsschritte aufgezählt werden, die Schritte te der Belichtung mit einem
Bild und der Löschungsbelichtung sowie zusätzlich der Übertragungsschritt, bei dem
gleichzeitig Licht verwendet wird, der elektrizitätsentfernende Schritt, der Reinigungsschritt
und die Vorbelichtung. Bei diesen Bestrahlungen mit Licht wird normalerweise als
Lichtquelle zur bildlichen Belichtung beispielsweise eine solche Lichtquelle verwendet,
die so ausgelegt ist, daß sie im Hinblick auf die Regenerierung eines roten Bildes
kein rotes Licht imitiert. In den Stufen der Löschungsbelichtung, der Elektrizitätsentfernung
und dgl. wird dafür eine Halogenlampe als Lichtquelle verwendet. Diese Halogenlampe
hat jedoch insofern einen Nachteil, als sie bezüglich des Lichtabfalles Mängel aufweist
und außerdem ein Licht mit Infrarot-Komponenten erzeugt, die zu einer Lichtermüdung
führen Es ist daher unzweckmäßig, eine Halogenlampe als Lichtquelle für die bildliche
Belichtung zu verwenden; Es wurde darüber hinaus vorgeschlagen, die Elektrizität
mit einem blauen Licht zu entfernen, wenn ein elektro-
photographisches
Element mit einer photoleitenden Schicht auf der Basis von Selen (oder einer Selenlegierung)
verwendet wird. Es ist jedoch nur schwer zu erwarten, daß dieses Verfahren das Restpotential
erniedrigt.
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Es ist unnötig zu sagen, daß selbst wenn eine beliebige Lichtquelle
verwendet wird, diese nie in der Lage sein wird, alle Arten von elektrophotographischen
Elementen vollständig vom Auftreten einer Lichtermüdung zu schützen. Das häufige
Auftreten der Lichtermüdung bei den elektrophotographischen Elementen führt im allgemeinen
zu einer kurzen Lebensdauer des Elements und macht es unmöglich, kopierte Bilder
einer hohen Qualität zu erhalten.
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Andererseits umfassen die bisher bekannten elektrophotographischen
Elemente solche, deren photoleitende Schicht vom einschichtigen Typ ist (beispielsweise
a) eine einzelne aufgedampfte Schicht mit Selen, eine Selenlegierung oder dgl. oder
eine Schicht, die eine organische photoleitende Verbindung und einen Sensibilisator
wie einen Farbstoff oder dgl. enthält, oder b) eine einzelne Schicht, die eine photoleitende
Verbindung vom Typ eines Charge-Transfer-Komplexes dder dgl. enthält) und solche,
deren photoleitende Schicht vom mehrschichtigen Typ ist (nämlich von dem Typ, bei
dem die Funktionen auf zwei Schichten aufgeteilt sind, wobei eine Ladungsträger
erzeugende Schicht (CGL) und eine Ladungstransportschicht (CTL) vorhanden sind).
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Obwohl diese Elemente vom einschichtigen und mehrschichtigen Typ jeweils
Vorzüge und Nachteile aufweisen, werden die elektrophotographischen Elemente vom
mehrschichtigen Typ für vorteilhafter gehalten, da eine Anzahl von Kombinationen
von anorganischen Substanzen mit organischen Substanzen und organischen Substanzen
mit organischen Substanzen möglich sind, und es außer
dem leicht
ist, die ladungserzeugende Schicht und die Ladungstransportschicht einzeln unter
dem Gesichtspunkt ihrer Funktionen zu betrachten, so daß folglich die Material forschung
unter einem weiteren Blickwinkel betrieben werden kann.
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Infolgedessen hat es den Anschein, daß überall auf der Welt Untersuchungen
durchgeführt wurden, um ein elektrophotographisches Verfahren zu entwickeln, bei
dem es möglich ist, hervorragende elektrostatische Kennwerte bei kontinuierlicher
Verwendung eines elektrophotographischen Elements vom mehrschichtigen Typ aufrecht
zu erhalten. Soweit den Erfindern der vorliegenden-Erfindung bekannt ist, konnte
jedoch noch nicht berichtet werden, daß gute Ergebnisse erhalten wurden.
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Angesichts der oben angeführten Bedingungen haben die Erfinder der
vorliegenden Erfindung eine Reihe von Versuchen und Untersuchungen zur Lichtermüdung,
zu Veränderungen der elektrostatischen Kennwerte und dgl.
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unter Verwendung von verschiedenen elektrophotographischen Elementen
vom mehrschichtigen Typ durchgeführt, wobei sie feststellten, daß dann, wenn die
Bestrahlung mit einem Licht durchgeführt wird, das sich von dem Licht unterscheidet,
bei dem die Ladungstransportschicht absorbiert, eine verminderte Lichtermüdung erreicht
werden kann sowie die gewünschte elektrostatische Charakteristik. Die vorliegende
Erfindung beruht auf diesen Erkenntnissen.
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Es ist daher eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektrophotographisches
Verfahren anzugeben, das die Ermüdung des Elements maximal verhindern kann, in-dem
das Restpotential des Elements bis zum äußersten erniedrigt und die Veränderung
im aufgeladenen Potential vermindert werden. Es ist ferner Aufgabe der vorliegen-
den
Erfindung, ein elektrophotographisches Verfahren zu schaffen, mit dem ein Maximum
an Spannungsabfall mit einem Minimum von Lichtermüdung erreicht wird, und bei dem
Bilder höchster Qualität erhalten werden, selbst wenn im kontinuierlichen Kopierbetrieb
gearbeitet wird.
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Mit anderen Worten ist das erfindungsgemäße elektrophotographische
Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß wenn ein kopiertes Bild unter Verwendung eines
elektrophotographischen Elements erzeugt wird, das durch Beschichten eines elektrisch
leitenden Schichtträgers mit einer Ladungsträger erzeugenden Schicht (CGL) und einer
Ladungstransportschicht (CTL) hergestellt wurde, in den Betriebsschritten wie bildliche
Belichtung, Löschbelichtung, Übertragung, Elektrizitätsentfernung, Reinigung, Vorbelichtung
und dgl. die Bestrahlungen mit Licht ganz oder teilweise mit einem solchen Licht
durchgeführt werden, das keine Lichtanteile in dem Wellenlängenbereich besitzt,
in dem die Ladungstransportschicht ihre Absorption hat.
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Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf zwei Zeichnungen
näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 und Fig. 2 Ansichten von Querschnitten durch zwei
Ausführungsformen von elektrophotographischen Elementen des mehrschichtigen Typs,
wie sie zur Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet werden; Fig.
3 eine graphische Darstellung, die die entsprechenden Absorptionsspektren der Ladungsträger
erzeugenden Schicht und der Ladungstransportschicht gemäß den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wiedergibt.
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In Fig. 3 zeigt die Ordinate die entsprechenden spektralen Absorptionsspektren
der Ladungsträger erzeugenden Schicht und der Ladungstransportschicht bei den Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß je höher
die Kurve ist, desto stärker der Transmissionsgrad ist.
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In diesem Zusammenhang ist ferner festzustellen, daß die in den Fig.
1 und 2 verwendeten Bezugszeichen so verwendet werden, daß 1 einen elektrisch leitfähigen
Schichtträger, 2 einen Ladungsträger erzeugende Schicht (CGL), 3 eine Ladungstransportschicht
(oder Ladungsträger-Transportschicht) (CTL), und 4 eine Zwischenschicht bezeichnet.
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Wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt, werden die bei der Erzeugung
eines kopierten Bildes unter Verwendung eines elektrophotographischen Elements verwendeten
Bestrahlungen mit Licht ganz oder teilweise mit einem solchen Licht durchgeführt,
das kein Licht im Wellenlängenbereich aufweist, in dem die Ladungstransportschicht
3 ihre Absorption hat.
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Das elektrophotographische Element, das in diesem Verfahren verwendet
wird, ist eines vom mehrschichtigen Typ, sein Aufbau ist im allgemeinen wie folgt:
Der elektrisch leitfähige Schichtträger 1 umfaßt ein Material, das eine elektrische
Leitfähigkeit von 10,x cm oder weniger aufweist, beispielsweise eine Metallplatte
aus At, Cu oder Pb, eine Platte, die ein Metalloxid wie Sn02, In203, CuI oder Cr02
enthält, eine Plastikfolie (beispielsweise eine Polyesterfolie), ein Papier oder
Gewebe, die mit dem angegebenen Metall oder Metalloxid durch Bedampfen oder Sputtering
beschichtet wurde.
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Die Ladungsträger erzeugende Schicht BCGL) 2 umfaßt eine aufgedampfte
Selen- oder Selenlegierungs- (Se-Te, Se-As oder Se-Te-As) Schicht, eine aufgedampfte
Schicht eines photoleitenden Pigments, wie sie dem Fachmann auf dem vorliegenden
Gebiet gut bekannt sind, wie ein Bisazo-Pigment, Trisazo-Pigment, Cyanin-Pigment,
Perylen-Pigment, Chinacridon-Pigment oder Phthalocyanin-Pigment, oder eine Mischung
eines solchen Pigments mit einem Harzbindemittel. Als die am stärksten bevorzugten
organischen Ladungsträger erzeugenden Mittel können solche aufgezählt werden, die
die nachfolgenden Strukturformeln (I), (II) und (III) aufweisen, sowie Verbindungen,
die diesen Verbindungen ähnlich sind.
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Die die oben angegebenen Strukturformeln aufweisenden Verbindungen
sowie die Verbindungen, die diesen Verbindungen ähnlich sind, sind als außerordentlich
vorteilhafte Ladungsträger erzeugende Mittel bekannt, da sie eine größere Empfindlichkeit
gegenüber weißem Licht aufweisen, als das Selen.
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In der Ladungstransportschicht (CTL) 3 können verschiedene Ladungsträger
transportierende Mittel ver-
wendet werden, und zwar Substanzen
mit Elektronendonatoreigenschaften und/oder Elektronen aufnehmende Substanzen.
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Beispielsweise können als Elektronen spendende Substanzen (als Donor)
aufgezählt werden: Poly-N-vinylcarbazol, Poly-l-vinylpyren, Poly-9-vinylanthracen,
Poly-9-vinylphenylanthracen, Polyacenaphthalen, Poly-9-(4-pentenyl)carbazol, Poly-9-(5-hexyl)carbazol,
Poly-1 -(pyrenyl)butadien oder N-substituierte Acrylamidpolymere von Pyren und deren
Alkyl-, Nitro-, Amino-, Halogen- oder Hydroxy-substituierte Derivate. Ferner können
N-Vinylcarbazol-Methylacrylat-Copolymere, 1-Chlorpyren-Formaldehyd-Kondensate und
1-Vinylpyren-Butadien-Blockcopolymere für diesen Zweck verwendet werden.
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Als geeigneterweise verwendbare Monomere außer den oben aufgezählten
Polymeren und Copolymeren können beispielsweise aufgezählt werden: Carbazol, Pyren,
Tetraphthen (Tetrahydroacenaphthen), 1-Acetylpyren, 2,3-Benzochrysen, 6,7-Benzopyren,
1-Brompyren, 1-Ethylpyren, 1-Methylpyren, Perylen, 2-Phenylindol, Tetracen, Picen,
1 ,3 ,6 ,8-Tetraphenylpyren , Chrysen, Fluoren, Phenanthre n, 2,3,-Benzopyren, Anthrachinon,
Dibenzothiophen, Naphthalin und 1-Phenylnaphthalin, Leuko-Tris(dialkylaminophenyl)methan,-Bis(dialkylaminophenyl)methan,-Bis(dialkylaminophenyl)äther,-2,5-Bis(dialkylaminophenyl)-1,3,
5-oxadiazol, Pyrazolin-Derivate, Hydrazon-Derivate und dergleichen.
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Andererseits können als Elektronen aufnehmende Substanzen (Acceptoren)
Verbindungen aufgezählt werden, die stark Elektronen anziehende Substituentengruppen
wie die Nitro-, Carboxyl- und Cyan-Gruppen aufweisen, wobei zu derartigen Verbindungen
beispielsweise gehören: Phthalsäureanhydrid, Tetrachlorphthalsäureanhydrid, Trimellitsäureanhydrid,
Pyromellitsäurean-
hydrid, Tricyanbenzol, Picrylchlorid, 2,4-Dinitrochlorbenzol,
2,4-Dinitrobrombenzol, 4-Nitrobiphenyl, 4,4-Dinitrobiphenyl, 2,4,6-Trinitroanisol,
Trichlortrinitrobenzol, Trinitro-o-toluol, 4, 4,6-Dichlor-1,3-dinitrobenzol, 4,6-Dibrom-1,3-dinitrobenzol,
p-Dinitrobenzol, Chloranil, Bromal, 2,4,5,7-Tetranitro fluorenon, 2,7-Dinitrofluorenon,
Tetracyanchinodimethan, Tetracyanethylen, Trinitroanthracen, Dinitroacridin, Tetracyanpyren,
Dinitroanthrachinon, 2 oder 4-Aza-9-fluorenon, 9-Dicyanmethylenfluorenon, 9-Dicyanmethylen-2,4,7-trinitrofluorenon,
2,4,6-Trinitrostilben, 2,4,7-Trinitro-9-fluorenyliden-malodinitril und 4,9-Dinitrodibenzothorobon.
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Als die besonders bevorzugten Ladungsträger transportierenden Mittel
können Verbindungen aufgezählt werden, die die folgenden Strukturformeln (IV), (V)
und (VI) aufweisen sowie Verbindungen, die diesen Verbindungen ähnlich sind:
(9-(4-Diethylaminostyryl)anthracen)
(N-Methyl-N-phenylhydrazono-3-methylidyn-9-ethylcarbazol)
Die obenerwähnten Verbindungen mit den Strukturformeln (I), (11), (III), (IV), (V)
und (VI) sowie diesen Verbindungen ähnliche Verbindungen sind gut bekannt und können
entweder im Handel oder durch Synthese auf einfachem Wege erhalten werden.
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Das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete elektrophotographische
Element vom mehrschichtigen Typ, wie es in Fig. 1 abgebildet ist, kann dadurch hergestellt
werden, daß ein elektrisch leitender Schichtträger 1 mit einer Ladungsträger erzeugenden
Substanz durch Aufdampfen beschichtet wird, oder mit einer Lösung oder einer Dispersion
dieser Substanz in einem geeigneten Lösungsmittel oder einer Mischung der angegebenen
Lösung oder Dispersion mit einem Harzbindemittel sowie gegebenenfalls ferner einem
Sensibilisator, und anschließendem Trocknen, wodurch eine Ladungsträger erzeugende
Schicht 2 gebildet wird, wonach diese mit einer Lösung oder Dispersion einer Ladungsträger
transportierenden Substanz (Donor und/oder Acceptor) in einem geeigneten Lösungsmittel
oder gegebenenfalls einer Mischung dieser Lösung oder Dispersion mit einem Harzbindemittel
beschichtet wird und getrocknet, wodurch eine Ladungsträger transportierende Schicht
3 gebildet wird.
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Als das obenerwähnte gegebenenfalls zuzusetzende Harzbindemittel können
aufgezählt werden Polyester, Polycarbonat, Polystyrol, Polyvinylmethacrylat, Polyvinylacrylat,
Polyvinylacetat, Polyvinylchlorid, Polyamid, Polyurethan, Silicon-Harz, Alkydharz,
Epoxyharz, Cellu-
losen, Melamin-Harz und dergleichen. Zu den obenerwähnten
geeigneten Lösungsmitteln gehören Tetrahydrofuran, Methylethylketon, Toluol, Benzol,
Methanol, 1,2-Dichlorethan und dergleichen.
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In dem mit einer Zwischen schicht 4 versehenen elektrophotographischen
Element vom mehrschichtigen Typ, wie es in Fig. 2 gezeigt ist, kann das obenerwähnte
Harzbindemittel als solches als das Material für diese Zwischenschicht 4 verwendet
werden. Die Zwischenschicht 4 dient in effektiver Weise dazu, Ladungsträgerdurchbrüche
zu verhindern.
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Bei diesen beiden Arten von elektrophotographischen Elementen ist
es bevorzugt, daß die Ladungsträger erzeugende Schicht 2 etwa 0,05 bis 2,0 iim dick
ist, die Ladungsträger transportierende Schicht 3 etwa 5 bis 25 m dick ist und die
Zwischenschicht 4 etwa 0,05 bis 1,5 ßm dick ist. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen,
daß wenn ein Harzbindemittel verwendet wird, gleichzeitig auch ein Weichmacher aus
einem weiten Bereich von Weichmachern, wie sie in der Kunststofftechnik verwendet
werden, verwendet werden kann.
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Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist es erwünscht, daß in allen Schritten, in denen eine Bestrahlung mit Licht durchgeführt
wird, das kein Licht mit dem Wellenlängenbereich enthält, in dem die Ladungsträger
transportierende Schicht 3 ihre Absorption aufweist. Das heißt bei der praktischen
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Bestrahlungen mit Licht
soweit als möglich unter Verwendung eines Lichts durchgeführt, aus dem das Licht
mit einem Wellenlängenbereich, in dem die Ladungsträger transportierende Schicht
3 ihre Absorption aufweist, herausfiltriert wurde. Die weiter oben ständig verwendete
Angabe "Bestrahlungen werden ganz oder teilweise
mit einem Licht
ausgeführt, das kein Licht von dem Wellenlängenbereich enthält, in dem die Ladungsträger
transportierende Schicht ihre Absorption hat" ist so zu verstehen, wie gerade eben
definiert.
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Unter Anwendung dieser Mittel können die folgenden erwünschten Ergebnisse
erhalten werden: 1. Die Ladungstransportsubstanz wird vor einer Photozersetzung
geschützt und 2. es wird das Auftreten von Trägern in der Ladungstransportschicht
3 verhindert, wodurch das Restpotential erniedrigt wird und die Veränderungen im
aufgeladenen Potential abnehmen. Infolge der auf diese Weise erhaltenen Ergebnisse
wird die Lichtermüdung des elektrophotographischen Elements außer ordentlich vermindert.
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Obwohl der Grund für die angegebenen vorteilhaften Ergebnisse noch
nicht Gegenstand genauer Untersuchungen war, können diese wie folgt erklärt werden.
In den elektrophotographischen Elementen vom mehrschichtigen Typ, wie sie bisher
verwendet wurden, kann eine Tendenz (a') festgestellt werden, daß die Substanz,
die die Ladungsträger transportierende Schicht bildet, im allgemeinen kein sichtbares
Licht absorbiert, sondern Ultraviolettstrahlen. Das liegt daran, daß für die Ladungsträger
transportierende Schicht die Forderung zu erfüllen ist, daß sie Licht durchlassen
und in wirksamer Weise mit der Ladungsträger erzeugenden Schicht wechsel wirken
lassen muß. Wenn die Ladungsträger transportierende Schicht Licht absorbiert, erzeugt
diese Schicht Ladungsträger. Das führt zu Einfangreaktonen,im Ergebnis zum Ansteigen
des Restpotentials. Bei den erfindungsgemäßen Verfahren wurde das Licht mit dem
Wellenlängenbereich, in dem die Ladungsträger transportierende Schicht absorbiert,
herausfiltriert, um diese angegebene Tendenz zu beseitigen. Zusätzlich weisen üb-
liche
mehrschichtige elektrophotographische Elemente eine Tendenz (b') auf, daß die die
Ladungsträger transportierende Schicht von Substanzen gebildet wird, die keinen
solchen Reaktionen wie einer Photozersetzung, einem Photoabbau oder dergleichen
unterliegen, wenn sie einer Bestrahlung mit Licht im Bereich von kurzen Wellenlängen
ausgesetzt werden; wenn sie jedoch einer länger andauernden Licht-Bestrahlung ausgesetzt
werden, unterliegen die Substanzen, die die Ladungsträger transportierende Schicht
bilden, Veränderungen, und folglich kann die Ladungsträger transportierende Schicht
nicht mehr ihre ursprüngliche Rolle erfüllen. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wurde das Licht im Wellenlängenbereich, in dem die Ladungsträger transportierende
Schicht ihre Absorption aufweist, ausgeschlossen, um diese obenerwähnten Tendenzen
zu beseitigen. Es wird angenommen, daß das zum Erreichen der angegebenen vorteilhaften
Ergebnisse beiträgt.
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Es ist unnötig zu sagen, daß bei der praktischen Durchführung des
vorliegenden Verfahrens der Bereich der Wellenlängen der Lichtabsorption der Substanzen,
die in der Ladungsträger transportierenden und Ladungsträger erzeugenden Schicht
verwendet werden, vollständig festgestellt sein sollten.
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Wie sich aus dem Obigen ergibt, ist das erfindungsgemäße Verfahren
so ausgelegt, soweit als möglich ein Licht zu verwenden, das kein Licht im Wellenlängenbereich
aufweist, in dem die Ladungsträger transportierende Schicht ihre Absorption aufweist,
wodurch das Auftreten einer Ermüdung bei elektrophotographischen Elementen des mehrschichtigen
Typs maximal verhindert wird. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren können daher
viele Kopien höchster Qualität mit hoher Geschwindigkeit erhalten werden, und außerdem
kann die Lebensdauer des elektrophotographischen Elements verlängert werden.
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Nachfolgend wird die Erfindung noch anhand von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Beispiel 1 Eine etwa 0,2 Wm dicke Ladungsträger erzeugende Schicht
wurde dadurch hergestellt, daß auf das Aluminium einer Aluminium-bedampften Polyesterfolie
(als elektrisch leitfähiger Schichtträger) eine Dispersion oder Lösung von einem
Gewichtsteil von Polyvinylbutyral (Harzbindemittel) und 3 Gewichtsteilen eines Pigments
(Ladungsträger erzeugende Substanz) mit der nachfolgenden Formel in Tetrahydrofuran
aufgebracht wurden, wonach getrocknet wurde.
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Anschließend wurde eine etwa 20 ;im dicke Ladungstransportschicht
auf der Ladungsträger erzeugenden Schicht ausgebildet, indem auf diese Ladungsträger
erzeugende Schicht eine Dispersion oder Lösung von 1 Gewichtsteil eines Polycarbonat-Harzes
(Harzbindemittel) und 1 Gewichtsteil eines Ladungsträger transportierenden Mittels
mit der nachfolgenden Formel in Tetrahydrofuran -aufgetragen wurde, wonach getrocknet
wurde.
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Auf diese Weise wurde ein elektrophotographisches Element vom mehrschichtigen
Typ hergestellt.
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Die spektralen Absorptionsspektren, die durch Messen der entsprechenden
ladungserzeugenden Schicht bzw.
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Ladungstransportschicht erhalten wurden, sind in Fig.3 gezeigt. In
diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, daß in Fig. 3 das Bezugszeichen 21 das spektrale
Absorptionsspektrum der ladungserzeugenden Schicht und 31 das Spektrum der Ladungstransportschicht
bezeichnet. Insbesondere ist daraus zu entnehmen, daß die Ladungstransportschicht
keine Lichtabsorption bei Wellenlängen von 460 nm oder mehr aufweist.
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Der Zyklus des elektrischen Aufladens, Belichtens, und der Entfernung
der Elektrizität wurde unter Verwendung dieses elektrophotographischen Elements
10 000 mal wiederholt, um die Veränderungen im Aufladungspotential (Abfälle im Aufladungspotential)
und Anstiege im Restpotential nach Ablauf dieser wiederholten Schritte zu messen.
Die gemessenen Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle 1 gezeigt.
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Tabelle 1 Wellenlängenbereich Größe der Ab- Größe des Andes verwendeten
Lichts nahme des stiegs des Rest-Aufladungspo- potentials tentials Kurze Wellenlängen
von 700 nm oder weniger 45 V 70 V 460 - 700 nm 35 V 15 V
Beispiel
2 Ein elektrophotographisches Element vom mehrschichtigen Typ wurde dadurch hergestellt,
daß genau das gleiche Verfahren wie in Beispiel 1 angewendet wurde, außer daß die
ladungs-transportierende Substanz ersetzt wurde durch eine Verbindung mit der folgenden
Formel:
Das spektrale Absorptionsspektrum der Ladungsträger transportierenden Schicht in
diesem elektrophotographischen Element wurde wie mit Bezugs zeichen 32 in Fig. 3
angezeigt gemessen. Insbesondere ist zu entnehmen, daß die Ladungsträger transportierende
Schicht keine Lichtabsorption im Wellenlängenbereich von 550 nm oder mehr aufweist.
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Danach wurde der Zyklus, elektrisches Aufladen, Belichten und Entfernen
der Elektrizität 2000 mal unter Verwendung dieses elektrophotographischen Elements
wiederholt, um die Veränderungen im Aufladungspotential und die Anstiege im Restpotential
nach Ablauf dieser Wiederholungen zu messen. Die erhaltenen Ergebnisse waren wie
in Tabelle 2 gezeigt.
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Tabelle 2 Wellenlängenbereich Größe der Ab- Größe des Andes verwendeten
Lichts nahme des stiegs des Rest-Auf ladungspo- potentials tentials Kurze Wellenlängen
von 700 nm oder weniger 20 V 100 V 550 - 700 nm 30 V 40 V
Beispiel
3 Ein elektrophotographisches Element vom mehrschichtigen Typ wurde unter Wiederholung
genau desselben Verfahrens wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß die Substanz
in der Ladungsträger erzeugenden Schicht durch eine Substanz der folgenden Formel
ersetzt wurde:
und daß die Substanz in der ladungstransportierenden Schicht durch eine der nachfolgenden
Formel ersetzt wurde:
Das spektrale Absorptionsspektrum der Ladungstransportschicht dieses elektrophotographischen
Elements wurde wie mit Bezugszeichen 33 in Fig. 3 gezeigt gemessen.
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Insbesondere ist festzustellen, daß die Ladungstransportschicht keine
Lichtabsorption bei Wellenlängen im Bereich von 530 nm oder mehr aufweist. Der Zyklus
von elektrischer Aufladung, Belichtung und Entfernung der Elektrizität wurde unter
Verwendung dieses elektrophotographischen Elements 2000 mal wiederholt, um die Veränderungen
im Aufladungspotential (Abfälle im Auf ladungspotential) und die Anstiege des Restpotentials
nach Ablauf der angegebenen Wiederholung zu messen. Die gemessenen Ergebnisse sind
in Tabelle 3 gezeigt.
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Tabelle 3 Wellenlängenbereich Größe der Ab- Größe des Andes verwendeten
Lichts nahme des stiegs des Rest-Aufladungspo- potentials tentials Kurze Wellenlängen
von 700 nm oder weniger 30 V 120 V 530 - 700 nm 35 V 40 V