DE3227134C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft Azofarbstoffe
und insbesondere reaktive Disazofarbstoffe
zum Färben von zellulosehaltigen Fasern, insbesondere
Zellulosefasern und Polyester-Zellulose-Mischfasern
mit einer gelben bis roten Färbung und mit ausgezeichneter
Lichtechtheit.
In der CH-PS 5 54 402 sowie auch in der CH-PS 5 54 403
werden faserreaktive Farbstoffe beschrieben, bei denen
eine Triazingruppe an eine Farbstoffmatrix mittels
eines Stickstoffatoms gebunden ist. Bei der vorliegenden
Erfindung ist jeweils eine Triazingruppe über ein
Sauerstoffatom an eine Farbstoffmatrix gebunden. Weiterhin
sind die reaktiven Gruppen der in den beiden genannten
Druckschriften offenbarten Farbstoffe Dihalogentriazine,
während bei der vorliegenden Erfindung die rekative Gruppe
ein Monofluor-Monoaminotriazin ist.
Die Farbstoffe des Standes der Technik mit einer Difluor-
reaktiven Gruppe oder Fluor-Chlor-Triazingruppe weisen
eine sehr gute Reaktivität auf, sind jedoch nicht Hydrolysebeständig.
Bei einer Lagerung an feuchter Luft findet eine
Hydrolyse statt. Darüber hinaus haben Farbstoffe mit einer
Dihalogentriazingruppe nur eine begrenzte Lichtechtheit
im Vergleich zu Farbstoffen mit einer Monohalogen-
Triazingruppe. Es wurde auch festgestellt, daß Farbstoffe,
bei denen eine Triazingruppe an die Farbstoffmatrix über
ein Stickstoffatom gebunden ist, eine schlechtere Lichtechtheit
haben als Farbstoffe, bei denen die Triazingruppe
an die Farbstoffmatrix über ein Sauerstoffatom
gebunden ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, reaktive Disazofarbstoffe
zur Verfügung zu stellen, die eine gelbe bis
rote Färbung ergeben und eine hervorragende Lichtechtheit
aufweisen.
Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäßen reaktiven
Disazofarbstoffe der allgemeinen Formel (I) gemäß Anspruch 1
gelöst.
Die erfindungsgemäßen reaktiven Disazofarbstoffe haben
die allgemeine Formel (I)
worin bedeuten: D
worin
eine Phenylgruppe bedeutet, die
substituiert sein kann durch eine Niedrigalkylgruppe,
eine Niedrigalkoxygruppe, eine Phenoxygruppe, eine
Nitrogruppe, eine Cyanogruppe, ein Halogenatom, eine
Trifluormethylgruppe, eine Acetylaminogruppe, eine
Aminocarbonylgruppe, die durch eine Niedrigalkylgruppe
substituiert sein kann, eine Aminosulfonylgruppe, die
durch eine Niedrigalkylgruppe, eine Niedrigalkylcarbonylgruppe,
eine Niedrigalkylsulfonylgruppe substituiert
sein kann; Y¹ ist eine Phenylgruppe, die substituiert
sein kann durch ein Halogenatom, eine Trifluormethylgruppe,
eine Niedrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe,
oder Y²; Y² ist eine Allylgruppe, eine Benzylgruppe
oder eine Alkylgruppe, die durch eine Hydroxygruppe
oder eine Niedrigalkoxygruppe substituiert sein
kann;
ist eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom,
eine Sulfamoylgruppe oder eine Niedrigalkylsulfonylgruppe
substituiert sein kann; und
ist eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom,
eine Niedrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe
substituiert sein kann,
ist eine Naphthylengruppe oder eine Phenylengruppe,
die durch eine Niedrigalkylgruppe, eine Niedrigalkoxygruppe,
ein Halogenatom oder eine Actylaminogruppe
substituiert sein können,
ist eine Phenylengruppe, die durch ein Halogenatom,
eine Trifluormethylgruppe, eine Niedrigalkylgruppe
oder eine Niedrigalkoxygruppe substituiert sein kann,
und
R¹ und R² bedeuten jeweils ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, die substituiert sein kann durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe, oder sie können zusammen mit dem Stickstoff an den sie gebunden sind, einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt.
R¹ und R² bedeuten jeweils ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, die substituiert sein kann durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe, oder sie können zusammen mit dem Stickstoff an den sie gebunden sind, einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt.
Niedrigalkylgruppen, die als Substituenten für
in der allgemeinen Formel (I) dienen können, sind beispielsweise
eine Methylgruppe, eine Ethylgruppe und
eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 3
bis 4 Kohlenstoffatomen. Niedrigalkoxygruppen schließen
eine Methoxygruppe, eine Ethoxygruppe und eine Alkoxygruppe
mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen ein.
Halogenatome, die als Substituenten für
dienen können, schließen ein Fluoratom, ein Chloratom
und ein Bromatom ein.
Aminocarbonylgruppen, die durch eine Niedrigalkylgruppe
substituiert sein können und als Substituenten für
dienen, schließen eine Methylaminocarbonylgruppe,
eine Ethylaminocarbonylgruppe, eine Isopropylamino
carbonylgruppe, eine n-Propylaminocarbonylgruppe,
eine n-Butylaminocarbonylgruppe, eine Dimethylamino
carbonylgruppe, eine Diethylaminocarbonylgruppe und
eine Di-n-propylaminocarbonylgruppe ein. Aminosulfonylgruppen,
die durch eine Niedrigalkylgruppe substituiert
sind, schließen ein, eine Methylaminosulfonylgruppe,
eine Ethylaminosulfonylgruppe, eine Isopropylamino
sulfonylgruppe, eine n-Propylaminosulfonylgruppe, eine
n-Butylaminosulfonylgruppe, eine Dimethylaminosulfonylgruppe,
eine Diethylaminosulfonylgruppe oder eine
Di-n-propylaminosulfonylgruppe. Niedrigalkylcarbonylgruppen
schließen eine Methylcarbonylgruppe, eine
Ethylcarbonylgruppe, eine n-Propylcarbonylgruppe und
eine n-Butylcarbonylgruppe ein. Niedrigalkylsulfonylgruppen
schließen eine Methylsulfonylgruppe, eine
Ethylsulfonylgruppe, eine n-Propylsulfonylgruppe und
eine n-Butylsulfonylgruppe ein.
Alkylgruppen, die für R¹ und R² in der allgemeinen
Formel (I) stehen können, schließen eine Methylgruppe,
eine Ethylgruppe, eine geradkettige oder verzweigte
Alkylgruppe mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen ein. Substituierte
Alkylgruppen schließen cyanogruppen-, hydroxylgruppen-,
niedrigalkoxygruppen- oder dialkylaminogruppen
substituierte Alkylgruppen ein, wie eine Cyanomethylgruppe,
eine 2-Cyanoethylgruppe, eine 3-Cyanopropylgruppe,
eine 2-Hydroxyethylgruppe, eine 2-Hydroxypropylgruppe,
eine 3-Hydroxypropylgruppe, eine 4-Hydroxybutylgruppe,
eine 2-(2-Hydroxyethoxy)-ethylgruppe, eine
tris-(Hydroxymethyl)-methylgruppe, eine 2-Ethoxyethylgruppe,
eine 3-Isopropoxypropylgruppe, eine 3-(2-Methoxy
ethoxy)-propylgruppe, eine 2,2-Diethoxyethylgruppe,
eine 2-(N,N-Diethylamino)-ethylgruppe, eine 2-(N,N-
Dimethylamino)-ethylgruppe und eine 3-(N,N-Dimethyl
amino)-propylgruppe.
Alkenylgruppen schließen eine Allylgruppe, eine 2-
Methylallylgruppe, eine 3-Methylallylgruppe und eine
geradkettige oder verzweigte Alkenylgruppe mit 4 bis
18 Kohlenstoffatomen ein. Substituierte Alkenylgruppen
einschließlich cyanogruppen-, hydroxygruppen- oder
niedrigalkoxygruppensubstituierten Alkenylgruppen sind
beispielsweise eine 3-Cyanoallylgruppe, eine 2-Hydroxy
allylgruppe, eine 3-Methoxyethoxyallylgruppe und eine
1-Methyl-3-(N,N-diethylamino)-allylgruppe.
Arylgruppen schließen eine Phenylgruppe, eine Naphthylgruppe,
eine o-Tolylgruppe und eine p-Butylphenylgruppe
ein. Arylgruppen, die durch eine Cyanogruppe, Hydroxylgruppe,
Niedrigalkoxygruppe oder Dialkylaminogruppe
substituiert sind, schließen eine m-Cyanophenylgruppe,
eine p-Hydroxyphenylgruppe, eine p-Methoxyphenylgruppe,
eine p-(2-Methoxyethoxy)-phenylgruppe, eine 2,5-Dimethoxyphenylgruppe
und eine p-(N,N-Dimethylamino)-phenylgruppe
ein.
Aralkylgruppen schließen eine Benzylgruppe, eine Phenethylgruppe,
eine m-Methylbenzylgruppe und eine p-
Methylphenethyl ein. Substituierte Aralkylgruppen
schließen eine m-Cyanobenzylgruppe, eine p-Hydroxy
benzylgruppe, eine p-Hydroxyphenethylgruppe und eine
o-Anisilgruppe ein.
Stickstoffhaltige heterozyklische Gruppen der Formel
NR¹R² schließen eine 1-Pyrrolidinylgruppe, eine 3-
Methyl-1-pyrrolidinylgruppe, eine 2-Hydroxyethyl-1-
pyrrolidinylgruppe, eine 2,5-Dimethyl-1-pyrrolidinylgruppe,
eine 3-Thiazolidinylgruppe, eine 1-Pyrrolinylgruppe,
eine 1-Pyrazolylgruppe, eine 1-Imidazolylgruppe,
eine Morpholinogruppe, eine Piperidinogruppe, eine
2,6-Dimethylpiperidinogruppe, eine 1-Piperazinylgruppe
und eine 4-Methyl-1-piperazinylgruppe ein.
Vorzugsweise soll die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome
von R¹ und R² 6 bis 12 sein, und NR¹R² ist eine disubstituierte
Aminogruppe.
Die Farbstoffe der allgemeinen Formel (I) kann man in
einfacher Weise durch Umsetzung von Diazoverbindungen
der allgemeinen Formel (IX)
worin D
die vorher angegebenen Bedeutungen haben, mit beispielsweise
Verbindungen der allgemeinen Formel (X)
herstellen, worin R¹ und R² die vorher angegebenen Bedeutungen
haben. Beispielsweise wird eine Disazoverbindung
der allgemeinen Formel (IX) mit 1 bis 1,2 molen
pro mol der Disazoverbindung einer Difluorotriazinverbindung
der allgemeinen Formel (X) umgesetzt, indem
man bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und
90°C während 0,4 bis 5 Stunden in einem organischen Lösungsmittel,
z. B. Aceton, Methylethylketon, Toluol,
Nitrobenzol, Dioxan, N,N-Dimethylformamid, N-Methyl-2-
pyrrolidon oder Dimethylsulfoxid, in Gegenwart eines
Säurebindungsmittels in einer Menge von 1 bis 2 molen
pro mol der Disazoverbindung aus einem tertiären Amin,
z. B. Triethylamin, Tributylamin oder N,N-Diethylanilin,
oder einer organischen Base, z. B. Kaliumkarbonat oder
Kaliumhydrogenkarbonat, umsetzt. Die Reaktionslösung
wird dann gekühlt und beispielsweise in Wasser gegossen.
Wenn man den nach diesem Verfahren erhaltenen Niederschlag
dann abtrennt, z. B. durch Filtrieren oder Zentrifugenabscheidung,
dann erhält man nahezu quantitativ
den Disazofarbstoff der allgemeinen Formel (I).
Zellulosehaltige Fasern, die unter Verwendung der erfindungsgemäßen
Farbstoffe gefärbt werden können,
schließen Fasern, wie Naturfasern, z. B. Baumwolle und
Jute, halbsynthetische Fasern, z. B. Viskose, Rayon
und Kupferammoniumseide, und teilaminierte oder acylierte
Zellulosefasern, sowie gewebte und ungewebte Stoffe
und dergleichen ein. Darüber hinaus können Mischfasern
der vorerwähnten Fasern mit anderen Fasern, wie Poly
esterfasern, kationisch färbbare Polyesterfasern, anionisch
färbbare Polyesterfasern, Polyamidfasern, Wolle,
Acrylfasern, Urethanfasern, Diacetatfasern und Triacetatfasern,
und Gewebe daraus verwendet werden. Von diesen
Fasern sind Zellulosefasern und Mischfasern aus Zellulosefasern
und Polyesterfasern und Stoffe daraus besonders
geeignet, um mit den erfindungsgemäßen Farbstoffen
gefärbt zu werden.
Bei der Durchführung der Färbung ist es wünschenswert
daß die Farbstoffe der allgemeinen Formel (I) in feindispergierter
Form in einem Medium vorliegen, so daß
die Teilchengröße 0,5 bis 2 µm beträgt. Dies kann man
auf verschiedene Weisen erzielen, z. B. durch ein
wasserlösliches Dispergiermittel, wie einem nichtionischen
oberflächenaktiven Mittel, z. B. einem Pluronic
oberflächenaktiven Mittel oder einem anionischen Dispergiermittel,
z. B. Natriumligninsulfonat oder einem Natriumsalz
von Naphthalinsulfonsäure-Formalinkondensat,
wobei die Farbstoffe dann fein in Wasser mit Hilfe
einer Mühle, z. B. einer Sandmühle, dispergiert werden.
Ein anderes Verfahren besteht darin, daß man ein in
Wasser kaum lösliches oder wasserunlösliches Dispergiermittel
verwendet, z. B. eine Verbindung die erhalten wurden,
indem man eine niedrige molare Menge von Ethylenoxid
zu Sulfobernsteinsäureester, Nonylphenol und dergleichen
gibt, wobei die Farbstoffe, fein dispergiert in einem
Lösungsmittel, das sich von Wasser unterscheidet, dispergiert
werden, z. B. einem Alkohol, wie Ethylalkohol,
Isopropylalkohol und Polyethylenglykol, Ketonen, z. B.
Aceton und Methylethylketon, Kohlenwasserstoffen, z. B.
n-Hexan, Toluol, Xylol und Mineralterpentin, halogenierten
Kohlenwasserstoffen, z. B. Tetrachlorethylen,
Estern, z. B. Ethylacetat und Butylacetat, Ether, z. B.
Dioxan und Tetraethylenglykoldimethylester und deren
Mischungen und eine Methode, bei welcher die Farbstoffe
fein dispergiert werden in einem Mischlösungsmittel
aus Wasser und einem mit Wasser in jedem Verhältnis
verträglichen Lösungsmittel, ausgewählt aus den vorerwähnten
Lösungsmitteln.
Diese feine Farbstoffdispersion kann man als solche in
einem Klotzbad für die Klotzfärbung verwenden oder als
Druckpaste für die Verwendung in einem Druckverfahren.
In der Praxis wird die feine Farbstoffdispersion im
allgemeinen mit Wasser, einem Mischlösungsmittel aus
Wasser und einem mit Wasser in jedem Verhältnis löslichen
Lösungsmittel oder einer o/w- oder w/o-Emulsion,
in welcher die Ölphase ein Petrolkohlenwasserstoff,
wie Mineralterpentin oder ein halogenierter Kohlenwasserstoff,
wie Tetrachlorethylen, ist, auf ein solches
Niveau verdünnt, das der gewünschten Farbstoffkonzentration
entspricht.
Bei der Herstellung solcher Klotzbäder oder Druckpasten
kann man ein Zellulosefasern quellendes Mittel zugeben,
um die Färbung vorteilhafter durchzuführen oder
eine Alkalimetallverbindung, eine organische Epoxyverbindung,
eine organische Vinylverbindung und dergleichen
kann als Säurekuppler zum Beschleunigen der Umsetzung
zwischen dem Farbstoff und der Zellulosefaser zugefügt
werden.
Alkaliverbindungen die verwendet werden können, sind
Alkalikarbonsäuresalze und Alkalihydrokarbonsäuresalze,
Alkaliphosphorsäuresalze, Alkaliborsäuresalze,
Alkalisalze von aliphatischen Säuren, z. B. von Essigsäure,
sowie Alkalivorläufer, wie Natriumtrichloroacetat
und Natriumacetat, die Alkali beim Erwärmen in
Gegenwart von Wasser freigeben. Die Menge der verwendeten
Alkaliverbindungen reicht im allgemeinen aus, um
den pH des Klotzbades oder der Druckpaste auf 7,5 bis
8,6 einzustellen.
Verwendbare organische Epoxyverbindungen sind beispielsweise
Ethylenglykoldiglycidylether und Polyethylenglykol
diglycidylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht
von 150 bis 400. Organische Vinylverbindungen
sind beispielsweise Ethylenglykoldiacrylat und Poly
ethylenglykoldiacrylat oder -dimethacrylat mit einem
Durchschnittsmolekulargewicht von 150 bis 400. Die Menge
der organischen Epoxyverbindung oder organischen Vinylverbindung
beträgt etwa 3 bis 6 Gew.-%, bezogen auf das
Klotzbad oder die Druckpaste.
Um eine Farbstoffwanderung im Laufe der Klotzfärbung
zu vermeiden oder um die Druckpastenviskosität optimal
für die verschiedenen Druckverfahren einzustellen,
kann ein Verdickungsmittel, wie ein wasserlösliches
Polymer, z. B. Natriumalginat, zugegeben werden.
Die Herstellung des Klotzbades oder der Druckpaste ist
nicht auf die vorerwähnten Verfahren beschränkt. Es ist
auch nicht immer erforderlich, Zellulosequellungsmittel
und Säurebindungsmittel in dem Klotzbad oder der Druckpaste
anzuwenden, sondern man kann sie auch zuvor zu
den Fasern geben.
Alle Zellulosefaserquellungsmittel können erfindungsgemäß
verwendet werden, solange deren Siedepunkt wenigstens
150°C beträgt und sie Zellulosefasern anquellen.
Beispiele hierfür sind Harnstoffe, wie N,N,N′,N′-
Tetramethylharnstoff, mehrwertige Alkohole, wie Poly
ethylenglykol und Polypropylenglykol und deren Derivate.
Von diesen Verbindungen werden als Zellulosefasern
quellende Mittel mehrwertige Alkoholderivate, die man
erhält durch Dimethylierung oder Diacetylierung der
beiden endständigen Hydroxygruppen von Polyethylen
glykol, Polypropylenglykol, etc., und mit einem Durchschnitts
molekulargewicht von etwa 200 bis 500 und die
inaktiv über die reaktiven Gruppen des Farbstoffs sind,
besonders bevorzugt.
Die Menge des verwendeten Zellulosequellungsmittels
beträgt vorzugsweise etwa 5 bis 25 Gew.-%, insbesondere
8 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das Klotzbad oder die
Druckpaste.
Die vorerwähten zellulosehaltigen Fasern werden unter
Anwendung der erfindungsgemäßen Farbstoffe in üblicher
Weise gefärbt. Beispielsweise wird ein zellulosehaltiges
Fasermaterial mit einem Klotzbad oder einer
Druckpaste, die nach dem vorerwähnten Verfahren hergestellt
wurde, imprägniert und bedruckt und dann getrocknet
und anschließend mit Heißluft oder überhitztem
Wasserdampf bei 160 bis 220°C während 30 Sekunden bis
10 Minuten wärmebehandelt oder mit hochdruckgesättigtem
Wasserdampf von 120 bis 150°C 3 bis 30 Minuten
wärmebehandelt und anschließend mit heißem Wasser
oder einer o/w- oder w/o-Emulsion gewaschen, wobei die
Ölphase ein halogenierter Kohlenwasserstoff, wie Tetrachlorethylen,
ist, oder man wäscht nach einem üblichen
Trockenreinigungsverfahren.
Mit den vorerwähnten Verfahren erhält man gefärbte
Produkte mit einer scharf ausgeprägten und gleichmäßigen
Färbung und Farbe mit guter Lichtechtheit und Naß
echtheit.
Die nachfolgenden Beispiele beschrieben die Erfindung
ausführlich. Alle Teile sind auf das Gewicht bezogen.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazofarbstoffs
der folgenden Formel
15 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat
und 70 Teilen Wasser wurde in einem Farbmischer, z. B.
einer Feindispergiervorrichtung, unter Erhalt einer
Farbstoffdispersion verarbeitet. Diese Farbstoffdispersion
wurde verwendet zur Herstellung einer Druckpaste
der nachfolgenden Zusammensetzung:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6,5 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Polyethylenglykoldimethylether | 9 |
| Wasser | 29,5 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischverhältnis 65 : 35) mit einer
Siebdruckvorrichtung aufgedruckt und dann 3 Minuten
bei 80°C vorgetrocknet und anschließend 90 Sekunden
bei 215°C durch trockenes Erhitzen fixiert. Nach dem
Waschen mit Wasser wurde der Stoff mit einer Waschlösung,
enthaltend 2 g/l eines nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mittels
mit einem Badverhältnis von 1 : 30
bei einer Temperatur von 80°C während 20 Minuten nachbehandelt.
Man erhielt ein gelb-braun gefärbtes Produkt
mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-Farbstoff
echtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
In einer Mischung aus 50 ml N-Methyl-2-pyrrolidon und
1,5 g Triethylamin wurden 3,52 g eines Farbstoffs der
folgenden Formel
gelöst, und dazu wurden 2,6 g 2,4-Difluoro-6-di-(n-butyl)-
aminotriazin gegeben. Die Mischung wurde 2 Stunden bei
Raumtemperatur gerührt, wobei eine Kondensationsreaktion
eintrat. Die Reaktionslösung wurde zu 500 ml Wasser
gegeben, und der Niederschlag wurde durch Filtrieren abgetrennt,
mit Wasser gewaschen und dann bei Raumtemperatur
unter Verwendung eines Vakuumtrockners getrocknet.
Man erhielt 5,5 g eines Ockerpulvers des Farbstoffs der
oben genannten Formel. Dieser Farbstoff zeigt ein λ max
(Aceton) von 414 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung, enthaltend 15 Teile
eines Disazofarbstoffs der folgenden Formel
10 Teile eines oberflächenaktiven Mittels,
und 75 Gew.-Teile Wasser wurde in einer
Sandmühle als Feindispergiervorrichtung unter Erhalt
einer Farbstoffdispersion verarbeitet. Diese Dispersion
wurde zur Herstellung einer Druckpaste der folgenden
Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 7 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Diacetat von Polypropylenglykol mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 300 | 10 |
| Polyethylenglykoldiglycidylether | 3 |
| Wasser | 25 |
| 100 | |
| (pH: 6,5) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Baumwolltuch
(Baumwollgarn Nr. 40), das einem "Silket"-Verfahren
unterworfen worden war, mit Hilfe einer Siebdruckvorrichtung
aufgedruckt und dann zunächst
3 Minuten bei 80°C getrocknet und anschließend mit überhitztem
Wasserdampf 7 Minuten bei 185°C behandelt. Anschließend
wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1
gewaschen, wobei man ein gelb gefärbtes Produkt mit
ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit
erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
Ein Farbstoff der Formel
wurde mit 2,4-Difluoro-6-diisopropylaminotriazin bei
Raumtemperatur in Dimethylsulfoxid unter Verwendung
von Tri-n-butylamin als Säurebindungsmittel umgesetzt,
wobei man einen Farbstoff der obigen Formel erhielt.
Dieser zeigte ein λ max (Aceton) von 383 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 10 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
2 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB:
8,9) und 88 Teilen Diethylenglykoldiacetat wurden in
einem Farbmischer zu einer feinen Dispersion unter
Ausbildung einer Farbpaste vermahlen. Eine Mischung
aus 10 Teilen dieser Farbpaste und 55 Teilen Mineralterpentin
wurde allmählich zu 35 Teilen einer wäßrigen
Lösung der nachfolgenden Zusammensetzung unter
Rühren in einem Homomischer mit einer Rührgeschwindigkeit
von 5000 bis 7000 Upm eingegeben, bis man
eine viskose o/w-Emulsionsfarbpaste erhielt.
| Zusammensetzung der wäßrigen Lösung | |
| Teile | |
| Wasser | |
| 31 | |
| Nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel | 3,8 |
| Natriumtrichloroacetat | 0,1 |
| 34,9 |
Die so hergestellte Farbpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischverhältnis 65 : 35) mit einer
Siebdruckvorrichtung aufgebracht, 2 Moniten bei 100°C
getrocknet und anschließend 7 Minuten mit überhitztem
Wasserdampf bei 175°C behandelt. Anschließend wurde
das Tuch in einem heißen Tetrachlorethylenbad, enthaltend
eine geringe Menge Wasser, gewaschen und getrocknet,
wobei man ein gelb-braun gefärbtes Produkt mit
ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit
erhielt, das keinerlei Fleckenbildung in dem weißen
Hintergrund zeigte.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
Ein Farbstoff der Formel
wurde mit 2,4-Difluoro-6-pyridinyltriazin in Methylethylketon
unter Verwendung von Kaliumkarbonat als
Säurebindungsmittel umgesetzt, wobei man den gewünschten
Farbstoff erhielt. Dieser Farbstoff zeigte ein
λ max (Aceton) von 404 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 16 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
7 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB:
13,3) 3 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-
Kondensat und 74 Teilen Wasser wurde mittels einer
Sandmühle unter Erhalt einer Farbstoffdispersion fein
dispergiert. Diese Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung
eines Klotzbades der folgenden Zusammensetzung
verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6 | |
| Tetraethylenglykoldimethylether | 15 |
| Wasser | 79 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Ein Polyester-Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis
65 : 35) wurde mit dem so hergestellten Klotzbad
imprägniert und mit einem Abquetschverhältnis von
45% abgequetscht, und anschließend wurde 2 Minuten
bei 100°C getrocknet und dann durch 1minütiges Erhitzen
auf 200°C fixiert. Das Gewebe wurde dann in einem
heißen Ethanolbad gewaschen, wobei man ein rötlich-gelb
gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter Lichtechtheit
und Naß-Farbechtheit erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde in
gleicher Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. Dieser
Farbstoff zeigte ein λ max (Aceton) von 460 nm.
In gleicher Weise wie in Beispiel 1 wurde das Drucken
durchgeführt, wobei jedoch ein Nylon-Rayon-Mischgewebe
(Mischverhältnis 50 : 50) verwendet wurde und die Fixier
temperatur von 185°C durch trockenes Erhitzen erreicht
wurde. Man erhielt ein gelb-braunes Farbstoffprodukt
mit guter Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit.
Unter Verwendung von den in Tabelle 1 gezeigten Disazofarbstoffen
wurde das Drucken wie in Beispiel 1 wiederholt.
Bei allen gefärbten Geweben lag eine ausgezeichnete
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit vor. Die
Farbe der jeweils gefärbten Gewebe und λ max (Aceton)
des jeweiligen verwendeten Farbstoffs werden in den
Tabellen 1 bis 4 gezeigt.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazofarbstoffs
der allgemeinen Formel
15 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat
und 70 Teilen Wasser wurde unter Verwendung eines Farbmischers
unter Erhalt einer Farbstoffdispersion dispergiert.
Diese Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung
einer Druckpaste nachfolgender Zusammensetzung verwen
det:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6,5 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Polyethylenglykoldimethylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 400 | 9 |
| Wasser | 29,5 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischverhältnis 65 : 35) mittels
einer Siebdruckvorrichtung aufgedruckt, 3 Minuten bei
80°C getrocknet und dann durch trockenes Erhitzen
auf 215°C während 90 Sekunden fixiert. Nach dem Waschen
mit Wasser wurde das Gewebe einer Seifenbehandlung unterworfen,
unter Verwendung einer Waschlösung, enthaltend
2 g/l eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels
bei einem Badverhältnis von 1 : 30 und bei
einer Temperatur von 80°C während 20 Minuten. Man erhielt
so ein orange gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
In 50 ml einer 50Vol.%igen wäßrigen Lösung von
Essigsäure wurden 2,13 g 4-Amino-4′-hydroxyazobenzol
gelöst und dazu wurden 3 ml Salzsäure gegeben. Die
Mischung wurde auf 5°C oder weniger gekühlt und dazu
wurden 0,7 g Natriumnitrit gegeben. Während dieser
Zeit wurde die Temperatur so eingestellt, daß sie 5°C
nicht überstieg. Die so erhaltene Diazoniumsalzlösung
wurde zu 2,4 g einer wäßrigen Lösung von Acetoessigsäure-
2,4-dimethoxyanilid bei einer Temperatur von 5°C
oder weniger gegeben, wobei der pH auf 10 gehalten wurde.
Der dabei ausgefallene Disazofarbstoff wurde durch
Filtrieren abgetrennt, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Eine Mischung von 4,61 g dieses Farbstoffs,
2,1 g 2,4-Difluoro-6-(diethylamino)-triazin, 1,0 g
Triethylamin und 1,0 g wasserfreiem Kaliumkarbonat
wurden zu 100 ml Aceton gegeben und 3 Stunden unter
Rückfluß erwärmt, wobei man eine Kondensationsreaktion
auslöste. Die Reaktionslösung wurde tropfenweise zu
1000 ml Wasser gegeben, und der dabei gebildete Niederschlag
wurde durch Filtrieren abgetrennt, mit Wasser
gewaschen und bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhielt
6,1 g eines dunkelgelben Pulvers des Farbstoffs
der obigen Formel (Ausbeute 92%). Dieser Farbstoff
zeigte ein λ max (Aceton) von 409 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazo
farbstoffs der Formel
10 Teilen eines Pluronic-oberflächenaktiven Mittels
und 75 Teilen Wasser wurde mittels
eines Sandmühle zu einer feinen Farbstoffdispersion
verarbeitet. Diese Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung
einer Druckpaste der folgenden Zusammensetzung
verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 7 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Diacetat von Polypropylenglykol mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 300 | 10 |
| Polyethylenglykoldiglycidylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 200 | 3 |
| Wasser | 25 |
| 100 | |
| (pH: 6,5) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Baumwolltuch
(Baumwollgarn Nr. 40), das vorher einem "Silket"-
Verfahren unterworfen worden war, aufgedruckt mit Hilfe
einer Siebdruckmaschine und dann zunächst 3 Minuten
bei 80°C getrocknet und anschließend mit überhitztem
Wasserdampf 7 Minuten bei 185°C behandelt. Anschließend
wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 gewaschen,
wobei man ein orange gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
Ein Farbstoff wurde durch Diazotieren von 4-Amino-5-
methyl-4′-hydroxyazobenzol und Kupplung des erhaltenen
diazotierten Produktes mit Acetoessigsäureanilid nach
dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren hergestellt.
Der so hergestellte Farbstoff wurde dann mit 2,4-Difluoro-
6-[di-(n-propyl)-amino]-triazin in N-Mehtyl-2-pyrrolidon
unter Verwendung von Triethylamin als Säurebindungsmittel
unter Erhalt des gewünschten Farbstoffs umgesetzt.
Dieser Farbstoff zeigte ein λ max (Aceton) von 409 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 10 Teilen eines Disazofarbstoffs
der allgemeinen Formel
2 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB: 8,9)
und 88 Teilen Diethylenglykoldiacetat wurde in einem
Farbmischer unter Ausbildung einer Farbpaste gemahlen.
Eine Mischung aus 10 Teilen dieser Farbpaste und
55 Teilen Mineralterpentin wurde allmählich zu 35 Teilen
einer wäßrigen Lösung der nachfolgenden Zusammensetzung
unter Rühren in einem Homomischer mit einer Geschwindigkeit
von 5000 bis 7000 Upm gegeben, und die
Mischung wurde dann weiter gerührt unter Erhalt einer
gleichmäßigen viskosen o/w-Emulsionsfarbpaste.
| Zusammensetzung der wäßrigen Lösung | |
| Teile | |
| Wasser | |
| 31 | |
| nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel | 3,8 |
| Natriumtrichloroacetat | 0,1 |
| 34,9 |
Die so hergestellte Farbpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischverhältnis 65 : 35) unter Verwendung
einer Siebdruckvorrichtung aufgedruckt, 2 Minuten
bei 100°C getrocknet und anschließend mit überhitztem
Wasserdampf 7 Minuten bei 175°C behandelt. Anschließend
wurde das Tuch in einem heißen Tetrachlorethylenbad,
enthaltend eine geringe Menge Wasser, gewaschen
und dann getrocknet, wobei man ein orange gefärbtes
Produkt mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-
Farbechtheit erhielt, wobei der weiße Hintergrund nicht
fleckig war.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
2′-Acetylamino-4′-amino-3-hydroxyazobenzol wurde
diazotiert und dann mit Acetoessigsäure-2-ethoxyanilid
gekuppelt nach dem im Beispiel 7 beschriebenen Verfahren,
wobei man einen Farbstoff erhielt, der dann mit
2,4-Difluoro-6-piperidinotriazin nach dem in Beispiel 7
beschriebenen Verfahren umgesetzt wurde unter Erhalt
des gewünschten Farbstoffs. Dieser Farbstoff zeigte
ein λ max (Aceton) von 413 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 16 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
7 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB: 13,3),
3 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat
und 74 Teilen Wasser wurde in einer Sandmühle unter Ausbildung
einer Farbstoffdispersion dispergiert. Die
Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung eines Klotzbades
folgender Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6 | |
| Tetraethylenglykoldimethylether | 15 |
| Wasser | 79 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Ein Polyester-Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis
65 : 35) wurde mit dem so hergestellten Klotzbad imprägniert
und mit einem Quetschverhältnis von 45%
ausgepreßt und anschließend 2 Minuten bei 100°C getrocknet
und dann 1 Minute bei 200°C durch trockene
Wärme fixiert. Das Gewebe wurde dann in einem heißen
Ethanolbad gewaschen, wobei man ein orange gefärbtes
Produkt mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-
Farbechtheit erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde nach
dem Verfahren gemäß Beispiel 7 hergestellt. Er zeigte
ein λ max (Aceton) von 412 nm.
Ein Druck wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 7
hergestellt, jedoch wurde ein Nylon-Rayon-Mischgewebe
(Mischverhältnis 50 : 50) verwendet, und die Fixierung
erfolgte durch trockenes Erhitzen bei 185°C. Man erhielt
ein rot-orange bedrucktes Produkt mit guter Lichtechtheit
und Naß-Farbechtheit.
Unter Verwendung der in den Tabellen 5 bis 7 gezeigten
Disazofarbstoffe wurde in gleicher Weise wie in Beispiel 7
gedruckt. Alle gedruckten Produkte zeigten gute
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit. Die Farbtönung
der gedruckten Produkte und λ max (Aceton) der Farbstoffe
werden in Tabellen 5 bis 7 gezeigt.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
15 Teilen eines Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-
Kondensats und 70 Teilen Wasser wurde in einem Farbmischer
zu einer feinen Farbstoffdispersion verarbeitet.
Die Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung einer
Druckpaste der folgenden Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6,5 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Polyethylenglykoldimethylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 400 | 9 |
| Wasser | 29,5 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Die so erhaltene Druckpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis 65 : 35) mittels
einer Siebdruckmaschine aufgedruckt, 3 Minuten bei
80°C vorgetrocknet und dann durch trockenes Erhitzen
auf 215°C während 90 Sekunden fixiert. Nach dem Waschen
mit Wasser wurde das Tuch einer Seifenbehandlung
unter Verwendung einer Waschlösung, enthaltend
2 g/l eines nicht-ionischen oberflächenaktiven Mittels
bei einem Badverhältnis von 1 : 30 bei 80°C
während 20 Minuten unterworfen. Man erhielt ein orange
gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter Lichtechtheit
und Naß-Farbechtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
In einer 50%igen wäßrigen Lösung von Essigsäure wurden
2,13 g 4-Amino-4′-hydroxyazobenzol gelöst, und dazu
wurden 3 ml Salzsäure gegeben. Die erhaltene Mischung
wurde auf 5°C oder weniger gekühlt. Dann wurden 0,7 g
Natriumnitrit zu der Mischung gegeben, wobei die Temperatur
5°C nicht überstieg. Die so gebildete Diazoniumsalzlösung
wurde zu einer Lösung aus 1,73 g 1-Phenyl-
3-methyl-5-pyrazolon in einer verdünnten wäßrigen
Natriumhydridlösung bei einer Temperatur von 5°C oder
weniger gegeben, wobei man den pH im Bereich von 8 bis
9 einstellte. Der ausgefallene Disazofarbstoff wurde
abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Man
erhielt so eine Mischung aus 3,97 g des Farbstoffs.
2,1 g 2,4-Difluoro-6-(diethyl)-aminotriazin, 1,0 g
Triethylamin und 10 g wasserfreies Kaliumkarbonat
wurden zu 100 ml Aceton gegeben und unter Rückfluß während
3 Stunden einer Kondensationsreaktion unterworfen.
Die Reaktionslösung wurde tropfenweise zu 100 ml
Wasser gegeben. Der Niederschlag wurde durch Filtrieren
abgetrennt, mit Wasser gewaschen und dann bei Raumtemperatur
getrocknet. Man erhielt 5,2 g eines gelben
Pulvers des Farbstoffs der obigen Formel. Dieser
zeigte ein λ max (Aceton) von 422 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
10 Teilen Pluronic als oberflächenaktives Mittel
und 75 Teilen Wasser wurde durch Vermahlen in einer
Sandmühle zu einer Farbstoffdispersion vermahlen. Die
Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung einer Druckpaste
der folgenden Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 7 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Diacetat von Polypropylenglykol mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 300 | 10 |
| Polyethylenglykoldiglycidylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 200 | 3 |
| Wasser | 25 |
| 100 | |
| (pH: 6,5) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Baumwollgewebe
(Baumwollgarn Nr. 40), das zuvor einem "Silket"-Verfahren
unterworfen worden war, mit einer Siebdruckvorrichtung
aufgedruckt und dann einer 3minütigen Zwischentrocknung
bei 80°C und einer anschließenden Behandlung
mit überhitztem Wasserdampf bei 185°C während
7 Minuten unterworfen. Dann wurde, wie in Beispiel 13
beschrieben, gewaschen, wobei man ein orange gefärbtes
Produkt mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-
Farbechtheit erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
4-Amino-4′-hydroxyazobenzol wurde mit 1-(m-Chloro
phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon diazotiert und gekuppelt
nach dem Verfahren gemäß Beispiel 13. Der so erhaltene
Farbstoff wurde mit 2,4-Difluoro-5-[di-(n-propyl)-
amino]-triazin in N-Methyl-2-pyrrolidon unter Verwendung
von Triethylamin als Säurebindungsmittel umgesetzt.
Der erhaltene Farbstoff zeigte ein λ max (Aceton)
von 416 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 10 Teilen Disazofarbstoff
der Formel
2 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenolether (HLB:
8,9) und 88 Teilen Diethylenglykoldiacetat wurde in
einer Dispergiervorrichtung zerkleinert, unter Erhalt
einer Druckpaste. Eine Mischung aus 10 Teilen der
Druckpaste und 55 Teilen Mineralterpentin wurde allmählich
zu 35 Teilen einer wäßrigen Lösung der nachfolgend
beschriebenen Zusammensetzung gegeben, wobei
man in einem Homomischer mit einer Geschwindigkeit von
5000 bis 7000 Upm rührte, und das erhaltene Gemisch
wurde dann weitergerührt, bis man eine viskose o/w-
Emulsionsfarbpaste erhielt.
| Zusammensetzung der wäßrigen Lösung | |
| Teile | |
| Wasser | |
| 31 | |
| nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel | 3,8 |
| Natriumtrichloroacetat | 0,1 |
| 34,9 |
Die so hergestellte Farbpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis 65 : 35) mit
einer Siebdruckvorrichtung aufgedruckt, 2 Minuten
bei 100°C getrocknet und dann 7 Minuten mit überhitztem
Wasserdampf bei 170°C behandelt. Anschließend
wurde das Bad in einem heißen Tetrachlorethylenbad,
enthaltend eine geringe Menge Wasser, gewaschen und
dann getrocknet, wobei man ein orange gefärbtes Produkt
mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit
erhielt, ohne Flecken im weißen Hintergrund.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
4-Amino-2′-chloro-4-hydroxyazobenzol wurde nach dem
in Beispiel 13 beschriebenen Verfahren diazotiert und
dann mit 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon gekuppelt.
Dieser Farbstoff wurde mit 2,4-Difluoro-6-piperidin
nach dem in Beispiel 13 beschriebenen Verfahren umgesetzt,
wobei man den gewünschten Farbstoff erhielt, der ein
λ max (Aceton) von 427 nm zeigte.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 16 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
7 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB:
13,3), 3 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-
Kondensat und 74 Teilen Wasser wurde in einer Sandmühle
zu einer Farbstoffdispersion fein dispergiert.
Diese Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung eines
Klotzbades der folgenden Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6 | |
| Tetraethylenglykoldimethylether | 15 |
| Wasser | 79 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Ein Polyester-Baumwoll-Mischgewebe (Mischverhältnis
65 : 35) wurde mit dem so hergestellten Klotzbad imprägniert
und mit einem Ausquetschverhältnis von 45%
ausgequetscht und anschließend 2 Minuten bei 100°C
getrocknet und dann 1 Minute bei 200°C trockenfixiert.
Beim Waschen des Tuches mit einem heißen Methanolbad
erhielt man ein orange gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde nach
dem Verfahren gemäß Beispiel 13 hergestellt. Er zeigte
ein λ max (Aceton) von 431 nm.
Es wurde wie in Beispiel 13 gedruckt, wobei jedoch
ein Nylon-Rayon-Mischgewebe (Mischungsverhältnis 50 : 50)
verwendet wurde und die Trockenfixiertemperatur 180°C
betrug. Man erhielt ein rötlich-gelb gefärbtes Produkt
mit guter Naß-Farbechtheit und Lichtechtheit.
Unter Verwendung der in Tabelle 8 gezeigten Disazofarbstoffe
wurde das Drucken wie in Beispiel 13 durchgeführt.
Alle gefärbten Produkte zeigten eine gute Lichtechtheit
und Naß-Farbechtheit. Der Farbton der jeweils
gefärbten Produkte und λ max (Aceton) des jeweils verwendeten
Farbstoffs werden in Tabelle 8 gezeigt.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
15 Teile Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat
und 70 Teilen Wasser wurde in einem Farbmischer zu
einer feinen Dispersion verarbeitet. Diese Dispersion
wurde zur Herstellung einer Druckpaste der nachfolgenden
Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6,5 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Polyethylenglykoldimethylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 400 | 9 |
| Wasser | 29,5 |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Polyester-
Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis 65 : 35) unter
Verwendung einer Siebdruckvorrichtung gedruckt,
3 Minuten bei 80°C getrocknet und dann durch trockenes
Erhitzen während 90 Sekunden auf 215°C fixiert. Nach
dem Waschen mit Wasser wurde das Gewebe einer Seifenbehandlung
unter Verwendung einer Waschlösung, enthaltend
2 g/l eines nicht-ionischen oberflächenaktiven
Mittels,
bei einem Badverhältnis von 1 : 30
während 20 Minuten bei 80°C unterworfen und das dabei
erhaltene gelblich-rot gefärbte Produkt hatte ausgezeichnete
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
In 50 ml einer 50 Vol.%igen Lösung von Essigsäure
wurden 2,13 g 4-Amino-4′-hydroxyazobenzol gelöst und
dazu 3 ml Salzsäure gegeben. Anschließend wurden
0,7 g Natriumnitrit zugegeben. Dabei wurde die Temperatur
so eingestellt, daß sie 5°C nicht übersteigt.
Die so hergestellte Diazoniumsalzlösung wurde zu
einer Lösung aus 2,92 g 2,6-bis-(methoxypropylamino)-
3-cyano-4-methylpyridin in Methanol bei einer Temperatur
von 5°C oder weniger und unter Aufrechterhaltung
des pH-Wertes von 4 gegeben. Die ausgefallene Disazoverbindung
wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und
getrocknet. Eine Mischung aus 5,16 g des so hergestellten
Farbstoffs, 2,1 g 2,4-Difluoro-6-diethylaminotriazin,
1,0 g Triethylamin und 1,0 g wasserfreiem Kaliumkarbonat
wurde zu 100 ml Aceton gegeben und dann wurde unter
Rückfluß erwärmt, wobei eine Kondensationsreaktion
stattfand. Die Reaktionslösung wurde tropfenweise zu
1000 ml Wasser gegeben. Der gebildete Niederschlag
wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und bei Raumtemperatur
getrocknet. Man erhielt 6,6 g eines dunkelroten
Pulvers des Farbstoffs der obigen Formel in
einer Ausbeute von 64% und mit einem λ max (Aceton)
von 490 nm.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 15 Teilen Disazofarbstoff
der Formel
10 Teilen eines oberflächenaktiven Mittels (Pluronic
L 64, Handelsname, hergestellt von Asahi Denka Kogyo
Co., Ltd.) und 75 Teilen Wasser wurde mittels einer
Sandmühle fein zu einer Farbstoffdispersion dispergiert.
Diese Farbstoffdispersion wurde zur Herstellung einer
Druckpaste folgender Zusammensetzung verwendet:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 7 | |
| 5%ige wäßrige Lösung von Natriumalginat | 55 |
| Diacetat von Polypropylenglykol mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 300 | 10 |
| Polyethylenglykoldiglycidylether mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 200 | 3 |
| Wasser | 25 |
| 100 | |
| (pH: 6,5) |
Die so hergestellte Druckpaste wurde auf ein Baumwolltuch
(Baumwollgarn Nr. 40), die einem "Silket"-Verfahren
unterworfen worden war, mittels einer Siebdruckmaschine
bedruckt, 3 Minuten bei 80°C zwischengetrocknet und
dann mit überhitztem Wasserdampf von 185°C 7 Minuten
behandelt. Anschließend wurde wie in Beispiel 19 gewaschen,
wobei man ein gelblich-rot gefärbtes Produkt
mit ausgezeichneter Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit
erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde wie
folgt hergestellt:
4-Amino-5-methyl-4′-hydroxyazobenzol wurde diazotiert
und dann mit 2-Anilino-3-cyano-4-methyl-6-(n-butyl
amino)-pyridin gekuppelt, wobei man das in Beispiel 19
zur Herstellung des Farbstoffs beschriebene Verfahren
anwendete. Dann wurde der so gebildete Farbstoff
mit 2,4-Difluoro-6-di-(n-propyl)-aminotriazin in
N-Methyl-2-pyrrolidon unter Verwendung von Triethylamin
als Säurebindungsmittel umgesetzt, unter Erhalt
des gewünschten Farbstoffs, der ein λ max (Aceton)
von 491 nm hatte.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 10 Teilen des Disazofarbstoffs
der folgenden Formel
2 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB:
8,9) und 88 Teilen Diethylenglykoldiacetat wurde in
einer Farbdispergiervorrichtung zu einer Farbpaste
vermahlen. 10 Teile einer Mischung der so hergestellten
Farbpaste und 55 Teile Mineralterpentin wurden
allmählich zu 35 Teilen einer wäßrigen Lösung der
nachfolgenden Zusammensetzung gegeben, wobei man in
einem Homomischer mit 5000 bis 7000 Upm rührte und
die erhaltene Mischung dann wieder rührte, bis man eine
viskose o/w-Emulsionsfarbpaste erhielt.
| Zusammensetzung der wäßrigen Lösung | |
| Teile | |
| Wasser | |
| 31 | |
| Nicht-ionisches oberflächenaktives Mittel | 3,8 |
| Natriumtrichloroacetat | 0,1 |
| 34,9 |
Die so hergestellte Farbpaste wurde auf ein fixiertes
Polyester-Baumwolltuch (Mischungsverhältnis 65 : 35)
mittels einer Siebdruckvorrichtung aufgedruckt, 2 Minuten
bei 100°C getrocknet und dann 7 Minuten mit überhitztem
Wasserdampf auf 175°C erwärmt. Anschließend
wurde das Tuch mit einem heißen Tetrachlorethylenbad,
enthaltend eine geringe Menge Wasser, gewaschen und getrocknet,
wobei man ein rot gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit erhielt,
dessen weißer Hintergrund nicht gefleckt war.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde
wie folgt hergestellt:
2′-Acetylamino-4′-amino-3-hydroxyazobenzol wurde, wie
in Beispiel 19 zur Herstellung eines Farbstoffs beschrieben,
diazotiert und dann mit 2.6-bis-(Ethoxy
ethylamino)-3-cyano-4-methylpyridin gekuppelt. Das so
gebildete Farbstoffprodukt wurde mit 2,4-Difluoro-6-
piperidonotriazin wie in Beispiel 19 beschrieben umgesetzt,
wobei man den gewünschten Farbstoff erhielt,
der ein λ max (Aceton) von 495 nm zeigte.
Eine Farbstoffzusammensetzung aus 16 Teilen eines Disazofarbstoffs
der Formel
7 Teilen Polyoxyethylenglykolnonylphenylether (HLB:
30,3), 3 Teilen Naphthalinsulfonsäure-Formaldehyd-Kondensat
und 74 Teilen Wasser wurde mittels einer
Sandmühle zu einer Farbstoffdispersion fein dispergiert.
Diese Farbstoffdispersion wurde zu Herstellung
eiens Klotzbades der folgenden Zusammensetzung verwen
det:
| Teile | |
| Farbstoffdispersion | |
| 6 | |
| Tetraethylenglykoldimethylether | 15 |
| Wasser | 79 |
| 100 | |
| (pH: 8,0) |
Ein Polyester-Baumwoll-Mischgewebe (Mischungsverhältnis
65 : 35) wurde mit dem so hergestellten Klotzbad
imprägniert und mit einem Quetschverhältnis von 45%
ausgequetscht und anschließend 2 Minuten bei 100°C
getrocknet und dann 1 Minute bei 200°C trocken fixiert.
Dann wurde das Tuch mit einem heißen Ethanolbad gewaschen,
wobei man ein rot gefärbtes Produkt mit ausgezeichneter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit erhielt.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff wurde nach
dem Verfahren gemäß Beispiel 19 hergestellt und zeigte
ein λ max (Aceton) von 503 nm.
Es wurde wie in Beispiel 19 gedruckt, wobei jedoch
ein Nylon-Rayon-Mischgewebe (Mischungsverhältnis 50 : 50)
verwendet wurde und die Trockenfixiertemperatur 185°C
betrug. Man erhielt ein rot bedrucktes Produkt mit guter
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit.
Unter Verwendung der in den Tabellen 9 bis 11 gezeigten
Diazofarbstoffe wurde wie in Beispiel 19 beschrieben
gedruckt. Alle gefärbten Stoffe zeigten eine gute
Lichtechtheit und Naß-Farbechtheit. Der Farbon des
gefärbten Stoffes und λ max (Aceton) des jeweiligen
Farbstoffs werden in Tabellen 9 bis 11 gezeigt.
Claims (2)
1. Reaktiver Disazofarbstoff
der allgemeinen Formel (I)
worin bedeuten: D
worin
eine Phenylgruppe bedeutet, die
substituiert sein kann durch eine Niedrigalkylgruppe,
eine Niedrigalkoxygruppe, eine
Phenoxygruppe, eine Nitrogruppe, eine Cyanogruppe,
ein Halogenatom, eine Trifluormethylgruppe, eine
Acetylaminogruppe, eine Aminocarbonylgruppe, die
durch eine Niedrigalkylgruppe substituiert sein
kann, eine Aminosulfonylgruppe, die durch eine
Niedrigalkylgruppe, eine Niedrigalkylcarbonylgruppe,
eine Niedrigalkylsulfonylgruppe substituiert
sein kann; Y¹ ist eine Phenylgruppe, die substituiert
sein kann durch ein Halogenatom, eine Trifluormethylgruppe,
eine Niedrigalkylgruppe oder eine
Niedrigalkoxygruppe, oder Y²; Y² ist eine Allylgruppe,
eine Benzylgruppe oder eine Alkylgruppe
die durch eine Hydroxygruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe
substituiert sein kann;
ist eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom,
eine Sulfamoylgruppe oder eine Niedrigalkylsulfonylgruppe
substituiert sein kann; und
ist eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom,
eine Niedrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe
substituiert sein kann,
ist eine Naphthylengruppe oder eine Phenylengruppe,
die durch eine Niedrigalkylgruppe, eine
Niedrigalkoxygruppe, ein Halogenatom oder eine Actylaminogruppe
substituiert sein können,
ist eine Phenylengruppe, die durch ein
Halogenatom, eine Trifluormethylgruppe, eine Niedrigalkylgruppe
oder eine Niedrigalkoxygruppe substituiert
sein kann, und
R¹ und R² bedeuten jeweils ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, die substituiert sein kann durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe, oder sie können zusammen mit dem Stickstoff an den sie gebunden sind, einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt.
R¹ und R² bedeuten jeweils ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, die substituiert sein kann durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe, oder sie können zusammen mit dem Stickstoff an den sie gebunden sind, einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt.
2. Reaktiver Disazofarbstoff
gemäß Anspruch 1 mit den allgemeinen Formeln
(II), (III), (IV), (V), (VI), (VII) oder
(VIII):
worin bedeuten:
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe, eine Alkenylgruppe, eine Cyclohexylgruppe, eine Arylgruppe oder eine Aralkylgruppe, die durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe substituiert sein können, und zusammen mit dem Stickstoff (N) einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt; und eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom, eine Niedrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe substituiert sein kann.
R¹ und R² jeweils ein Wasserstoffatom oder eine Alkylgruppe, eine Alkenylgruppe, eine Cyclohexylgruppe, eine Arylgruppe oder eine Aralkylgruppe, die durch eine Cyanogruppe, eine Hydroxygruppe, eine Niedrigalkoxygruppe oder eine Dialkylaminogruppe substituiert sein können, und zusammen mit dem Stickstoff (N) einen 5- oder 6gliedrigen stickstoffhaltigen heterozyklischen Ring bilden, wobei die Gesamtzahl der Kohlenstoffatome von R¹ und R² 18 oder weniger beträgt; und eine Phenylgruppe, die durch ein Halogenatom, eine Niedrigalkylgruppe oder eine Niedrigalkoxygruppe substituiert sein kann.
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