DE3230516C2 - Verfahren zur Herstellung eines Vernetzungsprodukts - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines VernetzungsproduktsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Vernetzungsprodukts.
Neuerdings wurden weiche Werkstoffe mit hoher Wärmebeständigkeit
(insbesondere Formbeständigkeit gegen äußere Krafteinflüsse bei hohen
Temperaturen) und hoher Festigkeit für Kraftfahrzeugteile, elektrische
Haushaltgeräte, Ummantelungsmittel für elektrische Kabel, Rohre
und dergleichen entwickelt. Diese Werkstoffe haben physikalische
Eigenschaften, die vergleichbar oder angenähert den Kennwerten von
vulkanisiertem Gummi sind. Sie besitzen jedoch auch eine Formbarkeit,
die bei vulkanisiertem Gummi fehlt. Aus diesem Grund konnten diese
Werkstoffe ein Anwendungsfeld als thermoplastische Elastomere finden.
Vor allem thermoplastische Polyolefinelastomere, verschieden von
Polystyrol- und Polyesterelastomeren, die durch Blockpolymerisation
von harten und weichen Segmenten erhalten worden, sind erforscht worden,
insbesondere im Hinblick auf schmelzgeknetete Erzeugnisse von
Polyolefinharzen als harte Komponenten (z. B. Polypropylen, Polyethylen,
Polyethylenvinylacetate) und Polyolefingummis als weiche Komponenten
und ferner manchmal im Hinblick auf gummiartige Erzeugnisse,
deren Gummikomponenten während des Schmelzknetens teilweise vernetzt
werden. Praktische Entwicklungen sind hauptsächlich unter Verwendung
eines Systems von Polyethylen-propylengummi/Polypropylenharz nach der
JA-OS 53 938/1974 durchgeführt worden. Bei diesen Werkstoffen tritt
jedoch das Problem auf, daß sie bei der Herstellung eine zusätzliche
Behandlungsstufe der Aufschmelzknetung der beiden Komponenten erfordern,
so daß sich die Kosten in hohem Maße erhöhen und dadurch eine
Ausweitung des Bedarfs verhindert wird. Zusätzlich ergibt sich ein
Qualitätsproblem, da der molekulare Aufbau der beiden Komponenten
hinsichtlich der notwendigen Eigenschaften thermoplastischer Elastomere
nicht genügend untersucht ist. Diese bekannten Werkstoffe befriedigen
nicht hinsichtlich ausgewogener Kennwerte von Biegefähigkeit,
Festigkeit und Formbarkeit und auch hinsichtlich Wärmeständigkeit
sowie hinsichtlich ausgewogener Kennwerte zwischen verringerter Dauerfestigkeit
und Formbarkeit bei vernetzten thermoplastischen Elastomeren.
Die Japanische Patentveröffentlichung 54-50 057 beschreibt die
Herstellung von Polypropylenzusammensetzungen durch Schmelzbehandlung
und Knetbehandlung eines Gemisches von 80 bis 97 Gewichtsteilen kristallinen
Polypropylens und 20 bis 3 Gewichtsteilen gummiartigen Olefins
und einem organischen Peroxid; dieses Gemisch wird unter Erwärmung
in einem Extruder zu Reaktion gebracht. Die Knetbehandlung ist
vor der Einwirkung des Peroxids zur Vernetzung erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist Verbesserung der Verfahrensführung.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Das Verfahren nach der Erfindung zeichnet sich durch eine homogene
Vernetzung durch Schmelzkneten aus. Dieses ist infolge der homogenen
Verteilung der beiden Polymere möglich.
Die vernetzten Olefinblockmischpolymerisate zeigen Unlöslichkeit
in heißem Xylol, was ein Maß für den Vernetzungsgrad ist, Fließfähigkeit
als Maß für die Formbarkeit und außerdem Biegefähigkeit nach der
Olsenbiegesteifigkeit (10°-winkel) im Bereich von 60 000 N/cm² oder
weniger, Zugfestigkeit im Bereich von 400 N/cm² oder mehr, Wärmebeständigkeit
gegen Verformung unter Wärme und Druck im Bereich von 20%
oder weniger, gute Schlagfestigkeit bei Temperaturen bis -20 und
-40°C und gute permanente Längung.
Das Vernetzungsprodukt nach der Erfindung findet für Kraftfahrzeugteile,
elektrische Haushaltgeräte, Ummantelungsmittel für elektrische
Kabel, Leitungen, Rohre und Schläuche Anwendung.
Im Rahmen der folgenden Offenbarung sind Anteile, Mengen und
Gehalte in Gewichtsprozenten und Gewichtsteilen angegeben, wenn nicht
anders vermerkt.
Das erfindungsgemäß herstellbare Blockmischpolymerisat umfaßt einen oder
mehrere Blöcke (A), die aus den Homopolymerisatblöcken von Propylen
und statistischen Mischpolymerisatblöcken von Propylen und Ethylen
oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit einem Propylengehalt von 60 bis
100% ausgewählt sind, und einen oder mehrere Blöcke (B), die ausgewählt
sind aus den statistischen Mischpolymerisaten von Ethylen und
einem C₃- bis C₁₂-α-Olefin mit einem Ethylengehalt von 10 bis 85%.
Das erfindungsgemäß herstellbare Blockmischpolymerisat ist nicht auf ein
Blockmischpolymerisat beschränkt, das jeweils nur einen Block (A) und
(B) enthält, sondern umfaßt auch solche Blockmischpolymerisate, die
jeweils mehrere von einem oder beiden Blöcken enthalten. Es gibt auch
keine Einschränkung hinsichtlich der Folge der jeweiligen Blöcke.
Auch eine Anwesenheit weiterer Blöcke ist möglich, solange die Blöcke
(A) und (B) mindestens 50% des gesamten Mischpolymerisats ausmachen.
Der Block (A) bezieht sich auf denjenigen Teil, der durch Homopolymerisation
von Propylen oder durch eine solche Polymeristion gebildet
ist, bei der Propylen und Ethylen und/oder ein C₄- bis C₁₂-α-Olefin
gleichzeitig anwesend sind. Der Block (B) bezieht sich auf denjenigen
Teil, der durch Polymerisation unter solchen Bedingungen gebildet
ist, daß Ethylen und ein C₃- bis C₁₂-α-Olefin gleichzeitig anwesend
sind. Entweder (a) oder (B) können zuerst gebildet werden. Wenn
eine größere Anzahl von (A)- oder/und (B)-Blöcken enthalten sind, ist
es nicht erforderlich, daß die einzelnen (A)-Blöcke und (B)-Blöcke
gleiche Zusammensetzung oder gleiches Molekulargewicht haben.
Ein solches Blockmischpolymerisat wird durch stufenweise Polymerisation
der einzelnen Monomere hergestellt, wobei die jeweiligen
Blöcke nacheinander gebildet werden. Wenn
ein solches Polymerisationsverfahren angewendet wird, hat das Blockmischpolymerisat
einen Aufbau, wonach ein Homopolymerisatblock
und ein statistischer Mischpolymerisatblock oder ein
statistischer Mischpolymerisatblock einer bestimmten Zusammensetzung
und ein anderer Mischpolymerisatblock mit einer verschiedenen Zusammensetzung
gleichzeitig in einer Polymerenmolekülkette vorhanden
sind.
Das erfindungsgemäß herstellbaren Blockmischpolymerisat enthält 5 bis 70
Teile, vorzugsweise 10 bis 65 Teile, ganz besonders bevorzugt 15 bis
60 Teile eines oder mehrerer Blöcke (a) und 30 b is 95 Teile, vorzugsweise
35 bis 90 Teile, ganz besonders bevorzugt 40 bis 85 Teile eines
oder mehrerer Blöcke (B). Der Block (A) ist eine Komponente mit den
Eigenschaften eines kristallinen Thermoplastharzes, wogegen der Block
(B) eine Komponente mit den Eigenschaften eines amorphen niederkristallinen
Elastomeren ist. Infolgedessen verringern sich Festigkeit
und Formbarkeit, wenn der Gehalt an (A) unterhalb des genannten Bereiches
liegt, während sich die Formbarkeit eines teilvernetzten Produktes
ebenfalls verschlechtert, wie hier erläutert. Wenn andererseits
der Gehalt von (A) den genannten Bereich übersteigt, liegt keine
Biegfähigkeit vor.
Der Propylengehalt in dem Block (A) kann etwa 60 bis 100%, vorzugsweise
70 bis 100%, ganz besonders bevorzugt 75 bis 100% betragen.
Da der Block (A) eine kristalline Thermoplastharzkomponente sein
soll, setzt ein Gehalt unterhalb des genannten Bereiches die Kristallinität
des Blockes in unerwünschter Weise herab. Im einzelnen ist
bei der Mischpolymerisation von Propylen und Ethylen ein bevorzugter
Propylengehalt 92 bis weniger als 97%, ganz besonders bevorzugt
92 bis weniger als 95%. Wenn Propylen mit Buten-1 mischpolymerisiert
wird, ist ein bevorzugter Propylengehalt 75 bis 85%. Bevorzugt ist
auch ein Prpylengehalt von 85 bis 92% bei der Mischpolymerisation
von Propylen und einem C₅- bis C₁₂-α-Olefin. Propylen kann homopolymerisiert
oder mit Ethylen oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mischpolymerisiert
werden. Beispiele für Monomere der zuletzt genannten Art sind
geradkettige α-Olefine wie Buten-1, Penten-1, Hexen-1, Hepten-1, Octen-1,
Nonen-1, Decen-1, Undecen-1 und Dodecen-1, verzweigtkettige
α-Olefine wie 3-Methylbuten-1, 3-methylpenten-1, 3-Ethylpenten-1,
3-Methylhexen-1, 4-Methylpenten-1, 4,4-Dimethylpenten-1, 4-Methylhexen-1,
5-Methylhexen-1, 5,5-Dimethylhexen-1, 3,5-Dimethylhexen-1 und
3,5,5-Trimethylhexen-1.
Bevorzugt unter diesen Mischmonomeren sind Ethylen, Buten-1,
Hexen-1 und 4-Methylpenten-1. Insbesondere sind Ethylen, Buten-1 und
Hexen-1 bevorzugt.
Der Block (B) ist ein statistisches Mischpolymerisat von Ethylen
und einem C₃- bis C₁₂-α-Olefin. In jedem Fall liegt innerhalb des
Blocks (B) der Ethylengehalt zwischen 10 und 85%, vorzugsweise zwischen
15 und 75%, ganz besonders bevorzugt zwischen 17 und 70%. Da
der Block (B) elastomere Eigenschaften zwischen amorph und niederkristallin
haben soll, wird ein Ethylengehalt oberhalb des genannten
Bereichs die Kristallinität des Blocks unerwünscht erhöhen. Andererseits
treten bei einem Ethylengehalt unterhalb des genannten Bereichs
Schwierigkeiten in Abhängigkeit von der Art des zu kombinierenden
Mischmonomeren auf. Wenn das Mischmonomere selbst ein kristallines
Mischpolymerisat bilden kann wie Buten-1, 4-Methylpenten-1, wird der
Block bei einem Ethylengehalt unterhalb des genannten Bereiches eine
zu hohe Kristallinität haben. Wenn andererseits das Mischmonomere ein
flüssiges Homopolymerisat bei Zimmertemperatur bilden kann, wird die
Festigkeit des Blockes (B) übermäßig herabgesetzt. Die Schlagfestigkeit
bei niedriger Temperatur wird ebenfalls geringer, wenn der Ethylengehalt
unterhalb des genannten Bereiches liegt. Wenn insbesondere
die Schlagfestigkeit bei niedrigen Temperaturen als wichtig angesehen
wird, liegt der Ethylengehalt innerhalb des Blockes (B) zweckmäßigerweise
oberhalb 30% bis zu 85%, vorzgusweise zwischen 35 und 75%,
ganz besonders bevorzugt zwischen 40 und 70%. Wenn andererseits die
Transparenz als wichtig angesehen wird, soll der Ethylengehalt innerhalb
des Blockes (B) 10 bis 30%, vorzgusweise 15 bis 28%, ganz besonders
bevorzugt 17 bis 26% betragen.
Aus den gleichen Gründen soll der Ethylengehalt in dem Fertigmischpolymerisat
3% oder mehr, vorzgusweise 6% oder mehr, ganz besonders
bevorzugt 8% oder mehr betragen. Wenn im einzelnen eine hohe
Schlagfestigkeit bie niedrigen Temperaturen gewünscht wird, soll der
Ethylengehalt 15% übersteigen, vorzugsweise 17,5% oder mehr, ganz
besonders bevorzugt 20% oder mehr betragen. Die Obergrenze ist im
allgemeinen 81%, vorzugsweise 70%. Wenn vor allem die Transparenz
gefragt ist, soll die Obergrenze 30%, vorzugsweise 20% sein.
Das in dem Block (B) mit Ethylen zu kombinierende Mischmonomere
wird aus den C₃- bis C₁₂-α-Olefinen ausgewählt. Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit
ist Propylen besonders bevorzugt. Damit man ein besseres
Gleichgewicht zwischen Festigkeit und Biegefähigkeit erhält, werden
C₄- bis C₁₂-α-Olefine bevorzugt. Zum Ausgleich zwischen den Kosten
und den physikalischen Kennwerten wie Festigkeit kann ein Teil
der C₄- bis C₁₂-α-Olefine durch Propylen ersetzt werden, normalerweise
weniger als der halbe Anteil bezogen auf das Gewicht.
Die erfindgungsgemäß herstellbaren Mischpolymerisate für das Vernetzungsprodukt
lassen sich in fünf Kategorien einteilen:
(1) ein Olefinmischpolymerisat umfassend 5 Teile oder mehr und
weniger als 50 Teile einer oder mehrerer Komponenten des Blockes (A),
ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken von Propylen und binären statistischen
Mischpolymerisatblöcken von Propylen und Ethylen oder einem
C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit einem Propylengehalt von 60 bis 100%, und
mehr als 50 und nicht mehr als 95 Teile einer oder mehrerer Komponenten
des Blockes (B), als binäres oder ternäres Mischpolymerisat
von Ethylen und einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin, nach Wunsch auch Propylen,
mit einem Ethylengehalt von mehr als 30, jedoch nicht mehr als
85%.
Unter Verwendung dieses Polymerisats hergestellte Vernetzungsprodukte
haben eine Biegefähigkeit von 20 000 N/cm² oder weniger nach dem
Olsen-Biegemodul (10° Winkel), eine Zugfestigkeit von 500 N/cm² oder
mehr (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren), eine Wärmbeständigkeit
von 20% oder weniger gemessen durch den Verformungsgrad
unter Wärme und Druck, eine permanente Verformung von 35% oder weniger
(gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren), eine Niedertemperaturschlagfestigkeit
von 200 N cm/cm² oder mehr nach Charpy bei
-40°C (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren). Diese Produkte
sind zur Herstellung von Kraftfahrzeugteilen wie Stoßstangen
und von Ummantelungen für elektrische Kabel zweckmäßig.
(2) Ein Olefinmischpolymerisat umfassend 5 bis 50 Teile einer
oder mehrerer Komponenten des Blockes (A), ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken
von Propylen und binären statistischen Mischpolymerisatblöcken
von Propylen und Ethylen oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit
einem Propylengehalt von 60 bis 100%, und 95 bis 50 Teile einer oder
mehrerer Komponenten des Blockes (B) als binäres Mischpolymerisat von
Ethylen und Propylen mit einem Ethylengehalt von 30 bis 85%.
Unter Verwendung dieses Polymerisats hergestellte Vernetzungsprodukte
haben eine Biegefähigkeit von 35 000 N/cm² oder weniger nach dem
Olsen-Biegemodul (10° Winkel), eine Zugfestigkeit von 400 N/cm² oder
mehr (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren), eine Wärmebeständigkeit
von 20% oder weniger gemessen durch den Verformungsgrad
unter Wärme und Druck, eine permanente Verformung von 50% oder weniger
(gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren), eine Niedertemperaturschlagfestigkeit
von 200 N cm/cm² oder mehr nach Charpy bei
-40°C (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren). Diese Produkte
sind zur Herstellung von Kraftfahrzeugteilen wie Stoßstangen,
Ummantelungen für elektrische Kabel und Teile von elektrischen Haushaltgeräten
zweckmäßig.
(3) Ein Olefinmischpolymerisat umfassend 5 bis 70 Teile eines
Blockes (A), ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken von Propylen und
binären oder ternären statistischen Mischpolymerisatblöcken von Propylen
und Ethylen und/oder Buten-1 mit einem Propylengehalt von 70
bis 100%, einem Ethylengehalt von 0 bis 8%, einem Buten-1-Gehalt
von 0 30%, und 30 bis 95 Teile eines Blockes (B) als ternäres statistisches
Mischpolymerisat umfassend 0 bis 85% Buten-1, 5 bis 90%
Propylen und 10 bis 30% Ethylen.
Unter Verwendung dieses Polymerisats hergestellte Vernetzungsprodukte
haben eine Biegefähigkeit von 50 000 N/cm² oder weniger, genauer
von 40 000 N/cm² oder weniger nach dem Olsen-Biegemodul (10° Winkel),
eine Zugfestigkeit von 500 N/cm² oder mehr (gemessen nach dem unten
beschriebenen Verfahren), einen Wärmewiderstand von 20% oder weniger
gemessen durch den Verformungsgrad unter Wärme und Druck, eine Niedertemperaturschlagfestigkeit
von 50 N cm/cm² oder mehr nach Charpy bei
-40°C (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren) und eine
Transparenz von 50% oder weniger als Trübung einer 1 mm dicken Preßplatte.
Diese Produkte sind zur Herstellung von durchsichtigen Behältern
geeignet wie Blasflaschen, Rohren, Schläuchen.
(4) Ein Olefinmischpolymerisat umfassend 50 bis70 Teile einer
oder mehrerer Komponenten des Blockes (A), ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken
von Propylen und binären statistischen Mischpolymerisatblöcken
von Propylen und Ethylen oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit
einem Propylengehalt von 60 bis 100%, und 30 bis 50 Teile einer oder
mehrerer Komponenten des Blockes (B), als statistisches binäres Mischpolymerisat
von Ethylen und Propylen mti einem Ethylengehalt von 30
bis 85%.
Unter Verwendung dieses Polymerisats hergetellte Vernetzungsprodukte
haben eine Biegefähigkeit von 60 000 N/cm² oder weniger, genauer
50 000 N/cm² oder weniger, nach dem Olsen-Biegemodul (10° Winkel),
eine Zugfestigkeit von 600 N/cm² oder mehr (gemessen nach dem unten
beschriebenen Verfahren), eine Wärmebeständigkeit von 15% oder weniger
gemessen durch den Verformungsgrad unter Wärme und Druck, eine
Niedertemperaturschlagfestigkeit von 100 N cm/cm² oder mehr nach Charpy
bei -40°C (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren). Diese
Produkte sind zur Herstellung von Kraftfahrzeugteilen wie Stoßstangen
und Ummantelungen für elektrische Kabel zweckmäßig.
(5) Ein Olefinmischpolymerisat umfassend 50 bis 70 Teile einer
oder mehrerer Komponenten des Blockes (A), ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken
von Propylen und binären statistischen Mischpolymerisatblöcken
von Propylen und Ethylen oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit
einem Propylengehalt von 60 bis 100%, und 30 bis 50 und bis zu 95
Teile einer oder mehrerer Komponenten des Blockes (B) als binäres
oder ternäres Mischpolymerisat von Ethylen und einem C₄- bis
C₁₂-α-Olefin, nach Wunsch auch Propylen und mit einem Ethylengehalt
von 30 bis 85%.
Unter Verwendung dieses Polymerisats hergestellte Vernetzungsprodukte
haben eine Biegefähigkeit von 50 000 N/cm² oder weniger, genauer
40 000 N/cm² oder weniger, nach dem Olsen-Biegemodul (10° Winkel),
eine Zugfestigkeit von 600 N/cm² oder mehr (gemessen nach dem unten
beschriebenen Verfahren), eine Wärmebeständigkeit von 15% oder weniger
gemessen durch den Verformungsgrad unter Wärme und Druck, eine
Niedertemperaturschlagfestigkeit von 100 N cm/cm² oder mehr nach Charly
bei -40°C (gemessen nach dem unten beschriebenen Verfahren). Diese
Produkte sind zur Herstellung von Kraftfahrzeugteilen wie Stoßstangen,
Schläuchen und Ummantelungen für elektrische Kabel zweckmäßig.
Das Blockmischpolymerisat muß ein Molekulargewicht entsprechend
einem Schmelzindex (M.I.) zwischen 0,01 und 200 (g/10 min) haben (nach
ASTM-D-1238 (L)). Wenn das Mischpolymerisat außerhalb dieses Bereiches
liegt, erreichen die mechanischen Kennwerte des Polymerisats
keine praktisch brauchbare Größe oder eine Ausformung bzw. Ausspritzung
wird unmöglich. Mit einem kleineren Schmelzindex werden die
Fließeigenschaften des Polymerisats im Schmelzzustand beeinträchtigt,
während die Ausformung oder Ausspritzung ebenfalls unmöglich wird.
Das erfindungsgemäß herstellbare Mischpolymerisat umfaßt den Block A und
den Block B. Der erstere umfaßt ein kristallines Polymeres und der
letztere ein gummiartiges Polymeres. Die Gesamtheit ist ein Gemisch,
das multimolekulare Eigenschaften aufgrund einer polymeren Verbindung
besitzt.
Dementsprechend läßt sich das Blockmischpolymerisat nach der
Erfindung als ein Mischpolymerisat bezeichnen, das ein bestimmtes
fraktioniertes Lösungsmuster hat.
Die lösungsfraktionierung erfolgt unter Verwendung von kaltem
Xylol in folgender Weise. 300 ml p-X ylol und etwa 0,7 g sorgfältig
abgewogenes Polymerisat (A g) werden in einem Ölbad auf eine Temperatur
von 160°C für eine Dauer von 15 min erhitzt, damit man eine Lösung
erhält. Dieselbe läßt man im Ölbad abkühlen. Darauf bleibt die
Lösung bei Zimmertemperatur 24 h lang stehen, um das Polymerisat auszufällen.
Das ausgefällte Polymerisat wird durch ein Gewebefilter
gesaugt und so gefiltert, so daß man ein Feststoffpolymerisat (B g
nach Trocknung) und eine Lösung (C g nach Konzentration und Trocknung)
erhält.
Wenn das in kaltem Xylol lösliche (unkorrigiert) und das Unlösliche
(unkorrigiert) jeweils mit CXS′ und CXIS′ bezeichnet werden,
ergeben sich die folgenden Beziehungen:
Normalerweise ist infolge von Verlusten die Summe CXS′+CXIS′<100.
Infolgedessen werden die korrigierten Werte CXS und CXIS
jeweils wie folgt definiert:
Das in kaltem Xylol lösliche (CXS) entspricht in erster Linie
dem gummiartigen Polymerisat (Block (B)), das in der Polymerisation
der zweiten Stufe (wie noch im einzelnen erläutert wird) gebildet
wird. Für CXS läßt sich normalerweise keine Schmelzspitze nach der
Abtastdifferentialthermoanalyse (DSC) bestimmen. Der CXS-Anteil ist
15% oder mehr, vorzugsweise 20% oder mehr, ganz besonders bevorzugt
25% oder mehr.
Andererseits entspricht das in kaltem Xylol Unlösliche (CXIS)
hauptsächlich dem kristallinen Polymerisat (Block (A)), das in der
Polymerisation der ersten Stufe gebildet wird (wie noch im einzelnen
erläutert wird). Für CXIS beobachtet man eine oder mehrere Schmelzspitzen
nach der DSC. Die Temperatur der Spitze zeigt einen Maximalwert
bei mindestens 120°C, vorzugsweise mindestens 130°C, ganz besonders
bevorzugt mindestens 140°C. Der CXIS-Anteil ist 85% oder
weniger, vorzugsweise 80% oder weniger, ganz besonders bevorzugt 75%
oder weniger.
Das Blockmischpolymerisat kann erfindungsgemäß in Gegenwart
von stereospezifischen Polymerisationskatalysatoren durch Kombination
einer Verfahrensstufe (a) zur Bildung von 5 bis 70 Teilen, vorzugsweise
10 bis 65 Teilen, ganz besonders bevorzugt 15 bis 60 Teilen, eines
statistischen Mischpolymerisats von Propylen und Ethylen und/oder
einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin und einer Verfahrensstufe (b) zur Bildung
von 30 bis 95 Teilen, vorzugsweise 35 bis 90 Teilen, ganz besonders
bevorzugt 40 bis 85 Teilen, eines binären oder ternären statistischen
Mischpolymerisats von Ethylen und einem C₃- bis C₁₂-α-Olefin hergestellt
werden.
Jede der Verfahrensstufen (a) und (b) kann zuerst durchgeführt
werden oder andere Polymerisationsstufen (z. B. die Homopolymerisation
von Propylen) können zuvor, zwischen oder im Anschluß an die Stufen
(a) und (b) eingefügt werden. Die Anteile der in den jeweiligen Verfahrensstufen
(a) und (b) zu polymerisierenden Monomere sind gleich
wie im Hinblick auf die Zusammensetzung des Blockmischpolymerisats
beschrieben.
Die stereospezifischen Polymerisationskatalysatoren zur Verwendung
im Rahmen der Erfindung sind z. B. Katalysatoren, die Titankomponenten
und aluminiumorganische Verbindungen enthalten. Als Titankomponenten
werden α-, β-, γ- oder δ-Titantrichlorid oder Titanverbindungen
auf einem Träger wie Magnesiumchlorid verwendet. Unter den Titantrichloriden
ist zum Gebrauch als Ttitankomponente des Katalysators
besonders bevorzugt ein Titantrichlorid, das durch Reduktion von Titantetrachlorid
mit einem Organoaluminiuim, durch Extraktion des Aluminiumchlorids
aus dem erhaltenen Titantrichlorid mit einem Komplexbildner
(dessen Hauptkomponente ein eutektischer Kristallkomplex von Titantrichlorid
und Aluminiumchlorid ist) und weiter durch Aktivierung
des Titantrichlorids nach einem geeigneten Verfahren gewonnen ist.
Man kann dann dem Block (B) mehr Elastizität verleihen, als in den
Fällen, wo andere Titantrichloride verwendet werden.
Wenn ein Blockmischpolymerisat mit hoher Katalysatorausbeute
hergestellt werden soll, ist die Verwendung von Titantrichlorid oder
Titantetrachlorid auf einem Träger wie Magnesiumchlorid zu empfehlen.
Als aluminiumorganische Verbindungen sind Verbindungen der Formel
AlRaY3-a geeignet, mit a als einer Zahl 0<a3, Y als Halogenatom
und R als C₁- bis C₁₈-Kohlenwasserstoffrest, vorzugsweise als Alkyl-
oder Arylrest. Besonders bevorzugt sind Triethylaluminium und Diethylaluminiumchlorid.
Ein Katalysator umfassend die Kombination der beiden wesentlichen
Komponenten kann auch mit einer kleinen Menge eines Elektronendonators
kombiniert werden. Als solcher Elektronendonator werden
Ester von organischen Säuren, Ether, Amine, Alkohole, Ketone, Aldehyde
und Phenole verwendet. Beispiele von Elektronendonatoren, die im
Rahmen der Erfindung brauchbar sind, finden sich in der JA-OS
158 489/79.
Die Polymerisation erfolgt entweder kontinuierlich oder partieweise.
Wenn man ein kontinuierliches Verfahren anwendet, wird mindestens
ein Polymerisationstank für jede der genannten Verfahrensstufen
(a) und (b) benutzt. Die Reaktion wird in jedem Tank unter gleichbleibenden
Bedingungen durchgeführt. Wenn ein partieweises Verfahren
angewandt wird, wird das Reaktionsgemisch jeweils nach Abschluß der
Reaktion insgesamt oder nach Umsetzung eines vorgegebenen Anteils der
Monomeren in jeder Verfahrensstufe in die nachfolgende Verfahrensstufe
übertragen. Die nachfolgende Verfahrensstufe wird durchgeführt,
nachdem ein Teil oder die Gesamtheit der nichtumgesetzten Monomere
aus dem Tank entfernt ist, jeweils bei Abschluß der Polymerisation
des vorgegebenen Anteils der Monomere.
Das Verfahren nach der Erfindung wird bei einer Polymerisationstemperatur
zwischen 0 und 200°C unter einem Druck zwischen 0 und 100 bar
durchgeführt. Ein geringfügiger Unterdruck ist ebenfalls zulässig.
Zur Steuerung des Molekulargewichts des Mischpolymerisats kann
Wasserstoff eingesetzt werden. Man kann auch die Wasserstoffkonzentration
zwischen den jeweiligen Verfahrensstufen ändern, um dadurch
eine Differenz des Molekulargewichts der Mischpolymerisatblöcke hervorzurufen.
Normalerweise wird die Polymerisation in einem Suspensionspolymerisationssystem
oder in einem Lösungspolymerisationssystem mit einem
inerten Kohlenwasserstofflösungsmittel wie n-Heptan, n-Hexan, durchgeführt.
Das erfindungsgemäß herstellbare Vernetzungsprodukt wird aus einem Olefinblockmischpolymerisat
gebildet, das in der zuvor beschriebenen Weise
hergestellt ist. Innerhalb des Vernetzungsprodukts ist offensichtlich
der hauptsächlich dem Block (B) entsprechende Anteil an der Vernetzung
beteiligt, während der dem Block (A) entsprechende Anteil im
wesentlichen von der Vernetzung unbeeinflußt ist und so zur Fließfähigkeit
des Vernetzungsprodukts beim Aufschmelzen beiträgt. Infolgedessen
kann das vorliegende Vernetzungsprodukt sozusagen als teilvernetzte
Struktur aufgefaßt werden. Eine solche teilvernetzte Struktur
beruht selbstverständlich auf der spezifischen chemischen Struktur
des als Vorläufer benutzten Blockmischpolymerisats. Eine solche teilvernetzte
Struktur ist auch der Grund für das ausgewogene Spektrum
von Wärmebeständigkeit und Formbarkeit oder Spritzfähigkeit des Vernetzungsprodukts.
Daß das vorliegende Vernetzungsprodukt teilvernetzt ist (und
infolgedessen eine gute Wärmebeständigkeit hat) und auch eine ausgezeichnete
Formbarkeit oder Spritzfähigkeit hat, kann man aus dem Gelanteil,
der als in heißem Xylol Unlösliches gemessen wird, und aus
den Schmelzfließeigenschaften beim Einfluß hoher Scherspannungen nach
der Messung mit einem Fließmeßgerät erkennen.
Das Vernetzungsprodukt enthält 5 bis 75%,
vorzugsweise 10 bis 65%, gnaz besonders bevorzugt 15 bis 60% von in
heißem Xylol Unlöslichem (Gel). Wenn der Gelgehalt unterhalb des genannten
Bereichs liegt, ist die Wärmebeständigkeit ungenügend. Wenn
anderersetis der Gelgehalt den genannten Bereich übersteigt, wird die
Formbarkeit oder Spritzfähigkeit beeinträchtigt. Messungen des Gelgehalts
in heißem Xylol können unter Verwendung eines Soxhletextraktors
durchgeführt werden, indem etwa 1 g einer möglichst klein zerteilten
Probe eingeracht und in eine 80-Maschen-Metallgaze eingeschlossen
werden. Es wird dann für eine Dauer von 10 h eine Extraktion mit
p-Xylol-Reflux jeweils alle 30 min durchgeführt.
Die Schmelzfließeigenschaft des Vernetzungsprodukts
soll einen solchen Wert haben, daß die Fließfähigkeit (Harzmenge,
die durch die Öffnung pro s ausfließt (cm³/s 10-3)), gemessen
mit einem Kokafließmeßgerät unter den unten angegebenen Bedingungen 3
bis 500, vorzugsweise 4 bis 350, ganz besonders bevorzugt 5 bis 200,
beträgt. Wenn die Fließfähigkeit unterhalb des genannten Bereichs
liegt, ergeben sich Schwierigkeiten bei der Formung oder beim Spritzen.
Eine Fließfähigkeit oberhalb des genannten Bereichs ist selbst
unproblematisch, doch ist sie nicht wünschenswert, weil sie normalerweise
mit einem verringerten Gelgehalt einhergeht, der die Wärmebeständigkeit
beeinträchtigt.
| Zylinderdurchmesser|10 mm | |
| Mündungsdurchmesser | 1 mm |
| Mündungslänge | 2 mm |
| Belastung | 300 N |
| Harztemperatur | 200°C |
Jede bekannte Technik zur Herstellung des Vernetzungsprodukts gemäß Anspruch 1
ist anwendbar. Zur mechanischen Aufschmelzung durch
Kneten wird ein üblicher Kneter, z. B. ein Monoaxialextruder, ein
Biaxialextruder, ein Banburymischer oder ein beliebiger anderer Kneter
eingesetzt, so daß eine Teilvernetzung nach herkömmlichem
Verfahren während der Knetstufe erfolgen kann.
Als Vernetzungsmittel werden aromatische oder aliphatische Peroxide
oder Azoverbindungen eingesetzt. Diese können entweder einzeln
oder als Gemisch eingesetzt werden. Damit man einen hohen Gelgehalt
erhält, wird vorzugsweise als Vernetzungshilfsstoff
Schwefel oder eine Divinylverbindung,
z. B. Divinylbenzol oder eine Diallylverbindung, z. B. Diallylphthalat
eingesetzt.
Beispiele von Vernetzungsmitteln sind 2,5-Dimethyl-2,5(benzoylperoxy)hexan,
t-Butylperoxyperbenzoat, Dicumylperoxid, 2,5-Dimethyl-
2,5-di(t-butylperoxy)hexan, t-Butylcumylperoxid, Diisopropylbenzolhydroperoxid
und 1,3-bis-t-Butylperoxyisopropylbenzol.
Damit man eine gleichförmige Vernetzung erhält und die Vernetzungsreaktion
bei der Vernetzung im Zeitpunkt der mechanischen
Schmelzknetung steuern kann, kann man bei Bedarf einen Vernetzungsverzögerer
verwenden. Beispiele solcher Verzögerer sind Vorvulkanisationsverzögerer
gegen eine organische Peroxidvernetzung wie Hydrochinon,
2,6-di-t-Butyl-p-cresol, t-Butylcatechol, 4,4′-Butyliden-
bis(3-methyl-6-t-butylphenol), 2,2′-Methylen-bis(4-methyl-6-t-butylphenol),
4,4′-Thio-bis(6-t-butyl-3-methylphenol), Mercaptobenzothiazol,
Dibenzothiazoldisulfid, 2,2,4-Trimethyl-1,2-dihydrochinonpolymeres,
Phenyl-β-naphthylamin, N,N′-di-β-Naphthyl-p-phenylendiamin
und N-Nitrosodiophenylamin.
Das Vernetzungsprodukt kann auch verschiedene
Abwandlungsstoffe und verschiedene Hilfsstoffe, die in Polymeren benutzt
werden, aufnehmen. Zum Beispiel kann das Vernetzungsprodukt nach der
Erfindung vor der Verwendung mit Füllstoffen wie Kohlenstoff und
weißen Pigmenten, Verarbeitungsölen wie Paraffin- und Naphthenölen,
Weichmachern wie Dioctylphthalat und Pigmenten vermischt werden. Bei
Bedarf kann man auch Hilfsstoffe wie Wärmestabilisatoren, Antioxidationsmittel
und UV-Absorber zusetzen.
In den folgenden Beispielen und Vergleichsversuchen werden Prüfverfahren
zur Beurteilung der Erzeugnisse nach den folgenden Erläuterungen
benutzt.
- (1) Schmelzindex (MRF) (230°C, 21,6 N):
ASTM-D-1238 (L) (g/10 min) - (2) Olsen-Biegemodul (10° Winkel):
ASTM-D-747 (N/cm²)
(Probe=2 mm dicke Preßplatte) - (3) Zugfestigkeit:
Japanische Industrienorm JIS-K-6301
Teststreifen: Form Nr. 3 (N/cm²)
(Probe=2 mm dicke Spritzgußplatte) - (4) Zuglängung:
JIS-K-6301
Teststreifen: Form Nr. 3(%) - (5) Fließfähigkeit (Maß für die Spritzbarkeit):
In einem Kokafließmeßgerät wird jede Probe in einen Zylinder mit 10 mm Durchmesser gefüllt und auf 200°C erhitzt. Dann wird eine Belastung von 300 N aufgebracht. Die Menge des durch eine Düse von 1 mm Durchmesser und 2 mm Länge austretenden Harzes wird gemessen (10-3 cm-3/s). Das Kokafließmeßgerät umfaßt einen Zylinder, ausgestattet mit einer Heizvorrichtung und mit einer Öffnung am Fußende und mit einem Kolben, der eine konstante Belastung auf die in dem Zylinder enthaltene Harzschmelze ausüben kann, damit dieselbe mit einem konstanten volumetrischen Durchfluß durch die Öffnung extrudiert wird. T. Arai "A Guide to the Testing of Rheological Properties with Koka Flow Tester", Maruzen, Tokio, Japan (1958). - (6) Verformung unter Wärme und Druck:
Jede Probe (1 cm×1 cm×2 mm dicke Preßplatte) wird in eine Vorrichtung eingespannt, die die Anwendung einer Belastung auf die Probe in einem heißen Siliconöl und die Messung der Verformung der Probe erlaubt. Die Probe bleibt bei einer Temperatur von 10°C unter einer Belastung von 30 N/cm² 1 h lang stehen. 10 min nach Entfernung der Belastung wird die prozentuale Dickenverformung gemessen (%). - (7) Bleibende Längung (Maß für eine permanente Verformung):
JIS-K-6301
Teststreifen: Form Nr.1
Der Teststreifen wird in einem Längungszustand von 100% 10 min lang gehalten. Dann läßt man den Teststreifen plötzlich schrumpfen. Die Restlängung nach 10 min Standzeit wird bestimmt (%) - (8) Gelgehalt (Gehalt des in heißem Xylol Unlöslichen, Maß für den
Vernetzungsgrad):
Etwa 1 g einer Probe wird in eine 80-Maschen-Gaze aus nichtrostendem Stahl eingeschlossen und in einen Soxhletextraktor eingestellt. Es erfolgt eine Extraktion im Reflux von heißem Xylol für eine Dauer von 10 h. Das Verhältnis des Restanteils zu der eingefüllten Probe wird bestimmt (%). - (9) Transparenz (Trübung):
JIS-K-6714
Eine Lichtdurchtrittsmeßvorrichtung der integrierenden Kugelbauart wird verwendet (Probe: 1 mm dicke Preßplatte) (%). - (10) Charpy-Schlagfestigkeit:
JIS-K-7111
(Probe: 2 mm dicke Preßplatten, 3-fach gefaltet, gekerbt).
Nachdem ein Reaktor aus nichtrostendem Stahl mit 10 l Innenraum
und ausgestattet mit Rührflügeln sorgfältig mit Propylengas gespült
ist, werden 4,0 l n-Heptan als Polymerisationslösungsmittel eingefüllt.
Die Temperatur des Reaktors wird auf 60°C eingestellt. 2,00 g
Diethylaluminiumchlorid (DEAC) und 0,40 g Titantrichlorid (THL-1, von
Marubeni Solvay Kagaku Co., Japan) werden zur Bildung eines Katalysators
zugegeben. Darauf werden Propylen und Wasserstoff mit einem
Durchfluß von 360 g/h und 4,5 l/h (Normalbedingungen) eingeleitet.
Die Einleitung der beiden Stoffe wird abgebrochen, wenn insgesamt 290 g
Propylen eingespeist sind. Die Temperatur innerhalb des Reaktors
wird auf einen Wert von 60°C gehalten. Das in dem Reaktor befindliche
Propylen wird umgesetzt, bis der Innendruck auf 2,0 bar absinkt.
Dann wird das nichtumgesetzte Gas in dem Reaktor entfernt, bis der
Innendruck 0,4 bar erreicht. (Zubereitung des Block A; Homopolymerisation
von Propylen.)
Als nächste Stufe werden Ethylen und Buten-1 mit einem Durchfluß
von 75 g/h und 380 g/h für eine Dauer von 3 h und 30 min eingeleitet.
Während dieser Zeitdauer bleibt die Innentemperatur auf 55°C, kein
Wasserstoff wird zugeführt. (Zubereitung des Blocks B; Ethylen/Buten-
1-Mischpolymerisation.)
Das erhaltene Blockmischpolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet.
Das erhaltene Blockmischpolymerisat hat Eigenschaften und Zusammensetzungen
der jeweiligen Blöcke und der physikalischen Kenngrößen,
wie in Tabelle 1 angegeben. Es ist jedoch schwierig, die Verhältnisse
und Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke nur aus diesem Versuch zu
berechnen. Deshalb wird der gleiche Versuch gesondert unter gleichen
Bedingungen bis zu den Polymerisationszwischenstufen wiederholt, worauf
der Katalysator zersetzt wird. Das Gewicht und die Zusammensetzung
des erhaltenen Polymerisats werden gemessen. Unter der Voraussetzung,
daß diese Werte auch für die entsprechende Stufe der Polymerisation
im Beispiel A1 anwendbar sind, werden die Endverhältnisse und
Zusammensetzungen unmittelbar daraus berechnet. Die Messung der Zusammensetzung
erfolgt durch C¹³-Kernresonanzmessung.
Die Blockmischpolymerisation erfolgt unter den Bedingungen des
Beispiels A1 mit der Abwandlung, daß der Anteil des Polymerisationslösungsmittels
n-Heptan auf 2,6 l geändert wird. Die Temperatur in
dem Reaktor während der Zubereitung des Blocks B beträgt 65°C. Ethylen
und Hexen-1 werden als Monomere anstelle von Ethylen und Buten-1
in einem Durchfluß von 70 g/h und 900 g/h eingesetzt. Ethylen wird 3 h
lang und Hexen-1 über 1 h zugeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle
1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A2 mit der Abwandlung zubereitet, daß der Anteil des Polymerisationslösungsmittels
n-Heptan auf 3,0 l geändert wird. Die Gesamtmenge
des während der Zubereitung des Blocks A eingespeisten Propylens
und der Wasserstoffdurchfluß werden auf 200 g und 5,01 l/h (Normalbedingungen)
geändert. Die Durchflüsse von Ethylen und Hexen-1 werden
auf 75 g/h und 300 g/h jeweils während der Zubereitung des Blocks B
geändert. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird nach den Arbeitsbedingungen des
Beispiels A1 mit der Abwandlung zubereitet, daß Ethylen, Buten-1 und
Propylen als Monomere während der Zubereitung des Blockes B jeweils
mit einem Durchfluß von 40 g/h, 80 g/h und 80 g/h eingespeist werden.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Arbeitsbedingungen des
Beispiels A3 mit der Abwandlung zubereitet, daß die Durchflüsse von
Propylen und Wasserstoff während der Herstellung des Blockes A auf 90 g/h
und 0,4 l/h (Normalbedingungen) und der Gesamtanteil des eingespeisten
Propylen auf 15 g geändert werden; die Ausspülung erfolgt
unmittelbar bei einem Druck von 0,4 bar. Während der Herstellung des
Blockes B wird Wasserstoff mit einem Durchfluß von 2 l/h (Normalbedingungen)
eingespeist, und Ethylen, Buten-1, Propylen sowie Wasserstoff
werden 2 h lang zugeführt. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Arbeitsbedingungen des
Vergleichsversuchs a2 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der
Zubereitung des Blocks A die Durchflüsse von Propylen und Wasserstoff
auf 360 g/h und 2,0 l/h (Normalbedingungen) geändert werden; die Gesamtmenge
des eingespeisten Propylens wird auf 485 g geändert. Anschließend
wird eine kontinuierliche Polymerisation bei einem Druck
von 2,0 bar durchgeführt, worauf eine Ausspülung auf einem Druck von
0,4 bar erfolgt. Während der Zubereitung des Blocks B wird kein Wasserstoff
zugeführt. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Arbeitsbedingungen des
Beispiels A2 mit der Abwandlung hergestellt, daß die Zubereitung des
Blocks B unter Verwendung von Ethylen, Buten-1 und Propylen als Monomere
anstelle von Ethylen und Hexen-1 erfolgt. Die Durchflüsse sind
jeweils 50 g/h, 450 g/h und 100 g/h. Die Einspeisungsdauer beträgt
3,5 h für Ethylen und Propylen und 1 h für Hexen-1.
Nachdem der gleiche Reaktor, der im Beispiel A1 benutzt worden
ist, sorgfältig mit Propylengas gereinigt ist, werden 4,0 l n-Heptan
als Polymerisationslösungsmittel in den Reaktor eingefüllt. Die Temperatur
des Reaktors wird auf 55°C eingestellt. 2,0 g DEAC und 0,40 g
Titantrichlorid (THL-1 von Marubeni Solvay Kaguku Co., Japan) werden
zugegeben, um einen Katalysator aufzubauen. Anschließend werden Propylen,
Ethylen und Wasserstoff, jeweils mit einem Durchfluß von 360 g/h,
21,6 g/h und 5,5 l/h (Normalbedingungen) während einer Dauer von
50 min eingeleitet. Nach Unterbrechung der Einleitung wird das Gas
innerhalb des Reaktors auf einen Druck von 0,4 bar ausgespült. (Herstellung
des Blocks A; Mischpolymerisation von Propylen und Ethylen.)
In der nächsten Stufe wird die Temperatur des Reaktors auf 55°C
gehalten und Ethylen und Buten-1 werden jeweils mit einem Durchfluß
von 60 g/h und 480 g/h während einer Zeitauer von 3 h und 20 min
eingeleitet. Während dieser Zeitdauer wird kein Wasserstoff eingespeist.
(Herstellung von Block B; Ethylen/Buten-1-Mischpolymerisation.)
Das erhaltene Blockmischpolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A5 mit der Abwandlung hergestellt, daß die Menge des als Polymerisationslösungsmittel
eingeleiteten n-Heptan auf 2,6 l geändert
wird, die Temperatur innerhalb des Reaktors zur Herstellung des Block
B beträgt 65°C. Ethylen und Hexen-1 werden als Monomere anstelle von
Ethylen und Buten-1 jeweils mit einem Durchfluß von 70 g/h und 900 g/h
eingesetzt. Ethylen wird über 3 h lang eingeleitet, Hexen-1 über
1 h. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A5 mit der Abwandlung hergestellt, daß die Zubereitung des
Blocks A in zwei Stufen erfolgt, indem zuerst Propylen und danach
Ethylen jeweils mit einem Durchfluß von 23,4 g/h im Abstand von 15 min
eingeleitet werden. Während der Zubereitung des Blocks B werden
nicht nur Ethylen und Buten-1, sondern auch Propylen eingeleitet, jeweils
mit einem Durchflußvon 40 g/h, 80 g/h und 80 g/h. Die Meßergebnisse
sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A7 mit der Abwandlung hergestellt, daß der Block A unter Verwendung
von Propylen und Buten-1 als Monomere anstelle von Propylen
und Ethylen zubereitet wird, jeweils mit einem Durchfluß der Monomere
und Wasserstoff von 360 g/h, 150 g/h und 4,5 l/h (Normalbedingungen).
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A8 mit der Abwandlung hergestellt, daß der jeweilige Durchfluß
von Propylen, Buten-1 und Wasserstoff während der Zubereitung des
Blocks A auf 120 g/h, 360 g/h und 3,5 l/h (Normalbedingungen) geändert
wird. Die Einleitung der Stoffe dauert jeweils 50 min an. Die
Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A7 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blocks B Hexen-1 anstelle von Buten-1 verwendet wird. Der jeweilige
Durchfluß von Ethylen, Propylen und Hexen-1 beträgt 50 g/h, 100 g/h
und 450 g/h. Ethylen und Propylen werden jeweils über eine Zeitdauer
von 3,5 h, Hexen-1 über eine Zeitdauer von 10 h eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 1 angegeben.
Die Innentemperatur eines Druckneters für Gummi mit 1 l Kapazität
wird auf 170°C eingestellt. Jeweils 100 Teile der Mischpolymerisate
der Beispiel A1 bis A9 werden in neun gesonderten Versuchen eingefüllt.
In jedem Versuch werden nach Schmelzknetung während einer
Dauer von 3 min 0,5 Teile eines Peroxids ("Percadox" von Kayaku Nuily
Co., Japan) als Vernetzungsmittel und 0,05 Teile Dibenzothiazoldisulfid
als Vernetzungsverzögerer in das Gemisch eingegeben. Darauf erfolgt
eine neue Schmelzknetung für eine Dauer von 7 min, um dadurch
die Vernetzung eines jeden Mischpolymerisats durchzuführen. Die Meßergebnisse
der physikalischen Kenngrößen der Produkte sind in Tabelle 2
angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung erfolgt in vier gesonderten Versuchen
unter den Arbeitsbedingungen der Beispiele B1 bis B9 mit der Abwandlung,
daß die Mischpolymerisate der Vergleichsversuche a1 bis a4 jeweils
als Ausgangsstoffe eingesetzt werden. Die Meßergebnisse der
physikalischen Kenngrößen der Produkte sind in Tabelle 2 angegeben.
Ein 1 l-Druckkneter für Gummi wird auf eine Temperatur von 170°C
eingestellt. Jeweils 90 Teile eines jeden der Mischpolymerisate
der Beispiele A1, A3, A4, A5 werden in vier gesonderten Versuchen eingesetzt.
In jedem Versuch werden nach einer Schmelzknetung während
einer Dauer von 3 min 0,5 Teile eines Peroxids ("Percadox" von Kayaku
Nuily Co.) als Vernetzungsmittel, 10 Teile flüssiges Polybutadien
("NISSO PB B-3000" von Nippon Soda. Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff
und 0,05 Teile Dibenzothiazoldisulfid als Vernetzungsverzögerer
in das Gemisch eingegeben. Danach wird die Schmelzknetung für
eine Dauer von 7 min fortgesetzt, um die Vernetzungsbehandlung eines
jeden Mischpolymerisats durchzuführen. Die Meßergebnisse für die physikalischen
Größen der Produkte sind in Tabelle 2 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird in vier gesonderten Versuchen
unter den Arbeitsbedingungen der Beispiele B10 bis B13 mit der Abwandlung
durchgeführt, daß die Anteile eines jeden der Ausgangsmischpolymerisate
(der Beispiele A1, A3, A4, A5) auf 95 Teile geändert werden.
5 Teile p,p′-Dibenzoylchinondioxim ("Acter DQ" von Kawaguchi Kagaku
Kogyo Co., Japan) werden als Vernetzungshilfsstoff anstelle des flüssigen
1,2-Polybutadien eingesetzt. Die Meßergebnisse sind in Tabelle
2 angegeben.
In den Spalten sind die jeweils folgenden Kenngrößen angegeben:
Ausgangsmischpolymerisate (100 Gewichtsteile), Peroxid (Gewichtsteile),
Vernetzungshilfsstoff (Gewichtsteile), Vernetzungsverzögerer
(Gewichtsteile), Gelgehalt (Gewichtsprozent), Fließfähigkeit
(10-3 cm³/s), Verformung unter Wärme und Druck (%), Olsen-Biegemodul
(N/cm²), permanente Längung (%), Zugfestigkeit beim Bruch (N/cm²),
-40°C-Charpy-Schlagfestigkeit (N cm/cm²).
Nachdem ein 10 l-Reaktor aus nichtrostendem Stahl, ausgestattet
mit Rührflügeln, mit Propylengas sorgfältig gespült ist, werden 4,0 l
n-Heptan als Polymerisationslösungsmittel in den Reaktor eingefüllt.
Die Temperaturen des Reaktors wird auf 20°C eingestellt. 2,0 g Diethylaluminiumchlorid
(DEAC) und 0,40 g Titantrichlorid (THL-1 von Marubeni
Solvay Kagaku Co.) werden zur Bildung eines Katalysators zugesetzt.
Darauf werden Propylen und Wasserstoff jeweils mit einem Durchfluß
von 360 g/h und 4,5 l/h (Normalbedingungen) eingeleitet. Gleichzeitig
mit dem Beginn der Einleitung wird die Temperatur schnell auf
55°C angehoben. 10 min nach Beginn der Einleitung von Propylen und
Wasserstoff wird außerdem Ethylen mit einem Durchfluß von 21 g/h eingeleitet.
50 min nach Beginn der Einleitung von Propylen wird die
Zufuhr von Propylen, Ethylen und Wasserstoff unterbrochen. Die nichtumgesetzte
Monomere innerhalb des Reaktors können so lange reagieren,
bis der Innendruck auf 2,0 bar sinkt. Dann werden die in dem
Reaktor verbleibenden Gase ausgespült, bis der Innendruck 0,4 bar
beträgt (Zubereitung des Blocks A; Homopolymerisation von Propylen
und binärem statistischem Mischpolymerisat von Propylen/Ethylen.)
(Für die folgenden Beispiele ist anzumerken, daß die in dem Reaktor
verbleibenden Gase unmittelbar ausgespült werden, bis der Innendruck
einen Wert von 0,4 bar erreicht, wenn der Innendruck bei Abschluß der
Monomereneinspeisung nicht 2 bar erreicht.)
In der nächsten Stufe wird die Innentemperatur auf 60°C eingestellt.
Ethylen und Propylen werden jeweils mit einem Durchfluß von
50 g/h eingeleitet. Wasserstoff wird in einer Menge von 0,7 l (Normalbedingungen)
zunächst in einer Partie zugegeben und danach mit einem
Durchfluß von 0,7 l/h (Normalbedingungen) während einer Zeitdauer von
4 h und 15 min eingeleitet. (Zubereitung des Blockes B; binäres statistisches
Ethylen/Propylen-Mischpolymerisat).
Das erhaltene Blockmischpolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet.
Das erhaltene Blockmischpolymerisat hat Verhältnisse und Zusammensetzungen
der jeweiligen Blöcke und physikalischen Kenngrößen, die
in Tabelle 3 angegeben sind. Es ist jedoch schwierig, die Verhältnisse
und Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke allein aus diesem Versuch
zu errechnen. Deshalb werden die gleichen Versuche jeweils gesondert
unter gleichen Bedingungen bis zu den Zwischenstufen der Polymerisation
wiederholt. Darauf wird der Katalysator zersetzt. Das Gewicht
und die Zusammensetzung der erhaltenen Polymere werden gemessen.
Unter der Voraussetzung, daß diese Werte in den jeweils entsprechenden
Polymerisationsstufen des Beispiels A21 anwendbar sind, werden
die Endverhältnisse und Zusammensetzungen indirekt daraus errechnet.
Die Messung der Zusammensetzung erfolgt nach dem C¹³-Kernresonanzverfahren.
Die Blockmischpolymerisation wird unter den Bedingungen des Beispiels
A21 mit der Abwandlung durchgeführt, daß kein Ethylen eingeleitet
und die Polymerisationstemperatur während der Zubereitung des
Blockes A auf 60°C geändert wird. Während der Zubereitung des
Blockes B wird Propylen mit einem Durchfluß von 75 g/h eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Nachdem ein 10 l-Reaktor aus nichtrostendem Stahl mit einem Rührwerk
sorgfältig mit Propylengas gereinigt ist, werden 4,5 l n-Heptan
als Polymerisationslösungsmittel in den Reaktor eingefüllt. Während
die Temperatur des Reaktors auf 20°C gehalten wird, werden 2,0 g
Diethylaluminiumchlorid (DEAC) und 0,40 g Titantrichlorid (THL-1 von
Marubeni Solvay Kagaku Co.) zugegeben, um einen Katalysator zu bilden.
Darauf wird die Innentemperatur auf einen Wert von 60°C eingestellt.
Ethylen und Propylen werden jeweils mit einem Durchfluß von
40 g/h und 80 g/h eingeleitet. Wasserstoff wird zunächst in einer
Partie in einer Menge von 0,7 l (Normalbedingungen) zugegeben und
dann mit einem Durchfluß von 0,7 l/h (Normalbedingungen) über eine
Zeitdauer von 3,5 h eingeleitet. Dann werden die in dem Reaktor verbleibenden
Gase ausgespült, bis der Innendruck 0,4 bar erreicht. (Zubereitung
des Blockes B; binäre statistische Ethylen/Propylen-Mischpolymerisation.)
In der nächsten Stufe wird die Temperatur auf 60°C eingestellt.
Die Einleitung von Propylen beginnt mit einem Durchfluß von 360 g/h
und einem Durchfluß von Wasserstoff von 4,5 l/h (Normalbedingungen).
10 min nach Beginn der Einleitung von Propylen und Wasserstoff beginnt
die Einleitung von Buten-1 mit einem Durchfluß von 200 g/h. Die
Einleitung von Propylen, Buten-1 und Wasserstoff wird 50 min nach
Beginn der Einleitung von Propylen unterbrochen. (Zubereitung des
Blockes A; Propylenhomopolymerisation und binäre statistische Propylen/
Buten-1-Mischpolymerisation.)
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Arbeitsbedingungen des
Beispiels A21 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blockes A die Polymerisationstemperatur auf 60°C geändert
wird. Ethylen wird nicht eingeleitet. Der Innendruck des Reaktors
wird unmittelbar auf 0,4 bar abgesenkt, nachdem Propylen für eine
Zeitdauer von 10 min eingeleitet worden ist. Während der Zubereitung
des Blockes B werden Ethylen und Propylen jeweils mit einem Durchfluß
von 60 g/h und 36 g/h eingeleitet. Der Anteil des in einer Partie
eingesetzten Wasserstoffs und der anschließende Durchfluß von Wasserstoff
werden auf 2,0 l (Normalbedingungen) und 2,0 l/h (Normalbedingungen)
geändert.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A21 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blockes A die Einleitung von Ethylen gleichzeitig mit der
Einleitung des Propylens beginnt. Der Durchfluß beträgt 16 g/h. Während
der Zubereitung des Blockes B werden Ethylen und Propylen mit
einem Durchfluß von 75 g/h und 10 g/h eingeleitet. Der Anteil des in
einer Partie eingesetzten Wasserstoffs und der Durchfluß von Wasserstoff
werden auf 2.0 l (Normalbedingungen) und 2,0 l/h (Normalbedingungen)
geändert.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A21 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blockes A die Polymerisationstemperatur auf 60°C geändert
wird. Ethylen wird nicht eingeleitet. Während der Zubereitung des
Blockes B werden Ethylen und Propylen mit einem Durchfluß von 18 g/h
und 220 g/h eingeleitet. Der Anteil des in einer Partie zugegebenen
Wasserstoffs und der Durchfluß des danach eingeleiteten Wasserstoffs
werden auf 0,3 l (Normalbedingungen) und 0,3 l/h (Normalbedingungen)
geändert.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 3 angegeben.
Ein 1 l-Druckkneter für Gummi wird auf eine Temperatur von 170°C
eingestellt. 90 Teile des Blockmischpolymerisats des Beispiels A21
und 10 Teile von syndiotaktischem 1,2-Polybutadien (JSR RB T810 von
Nippon Synthetic Rupper Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff werden
eingegeben. Nach dem Schmelzkneten während einer Dauer von 3 min werden
0,5 Teile Peroxid ("Percadox" von Kayaku Nuiliy Co., Japan) als
Vernetzungsmittel und 0,05 Teile Dibenzothiazoldisulfid als Vernetzungsverzögerer
dem Gemisch zugegeben. Das Schmelzkneten wird während
einer Dauer von 10 min fortgesetzt, um die Vernetzungsbehandlung des
Blockmischpolymerisats durchzuführen.
Die Meßergebnisse der physikalischen Eigenschaften des Produkts
sind in Tabelle 4 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung erfolgt in zwei gesonderten Versuchen
unter den Bedingungen des Beispiels B21 mit der Abwandlung, daß jeweils
85 Teile der Blockmischpolymerisate der Beispiele A22 und A23
als Ausgangsstoffe und 15 Teile von flüssigem 1,2,Polybutadien (NISSO PB B-3000
von Nippon Soda Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff in
jedem Versuch eingesetzt werden.
Die Meßwerte für die physikalischen Eigenschaften der jeweiligen
Produkte sind in Tabelle 4 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung erfolgt unter den Bedingungen des Beispiels
B21 mit der Abwandlung, daß 90 Teile des Blockmischpolymerisats
des Beispiels A21 und 10 Teile von p,p′-Dibenzoylchinondioxim
(von Kawaguchi Kagaku Kogyo Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff
eingesetzt werden. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung erfolgt in zwei gesonderten Versuchen
unter den Bedingungen des Beispiels B21 mit der Abwandlung, daß die
Blockmischpolymerisate der Vergleichsversuche a21 und a22 jeweils
eingesetzt werden. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung erfolgt in zwei gesonderten Versuchen
unter den Bedingungen des Beispiels B22 mit der Abwandlung, daß die
Blockmischcopolymerisate der Vergleichsversuche a21 und a23 jeweils
eingesetzt werden. Die Meßergebnisse sind in Tabelle 4 angegeben.
Nachdem ein 10 l-Reaktor aus nichtrostendem Stahl mit einem Rührwerk
sorgfältig mit Propylengas ausgespült ist, werden 4,0 l n-Heptan
als Polymerisationslösungsmittel in den Reaktor eingefüllt. Die Temperatur
des Reaktors wird auf 20°C gehalten. 1,2 g Diethylaluminiumchlorid
(DEAC) und 0,40 g Titantrichlorid (THR-30 von Marubeni Solvay
Kagaku Co., Japan) werden zur Bildung eines Katalysators zugegeben.
Anschließend werden Propylen und Wasserstoff jeweils mit einem Durchfluß
von 240 g/h und 2,6 l/h (Normalbedingungen) eingeleitet. Die
Innentemperatur wird gleichzeitig mit dem Beginn der Einleitung
schnell auf 55°C angehoben. 15 min nach Beginn der Propylen- und
Wasserstoffeinleitung wird Ethylen mit einem Durchfluß von 12,7 g/h
eingeleitet. 2,0 h nach Beginn der Propyleneinleitung wird die Einleitung
von Propylen, Ethylen und Wasserstoff abgebrochen. Die in dem
Reaktor verbleibenden nichtumgesetzten Gase werden ausgespült, bis
der Innendruck auf 0,4 bar abgesenkt ist. (Zubereitung des Blockes A;
binäre statistische Mischpolymerisation von Propylen/Ethylen.)
In der nächsten Verfahrensstufe wird die Innentemperatur auf 60°C
eingestellt und Ethylen, Propylen und Buten-1 werden jeweils mit
einem Durchfluß von 40 g/h, 80 g/h und 96 g/h und Wasserstoff mit
einem Durchfluß von 0,5 l/h während einer Zeitdauer von 3,0 h eingeleitet.
(Zubereitung des Blockes B; ternäres Ethylen/Propylen/Buten-1/
Blockmischpolymerisat.)
Das erhaltene Blockmischpolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet.
Das erhaltene Blockmischpolymerisat zeigt die Verhältnisse und
Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke und die physikalischen Eigenschaften
gemäß Tabelle 5. Es ist jedoch schwierig, die Verhältnisse
und Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke allein aus diesem Versuch
zu berechnen. Deshalb wird der gleiche Versuch wie beschrieben gesondert
unter gleichen Bedingungen bis zu der Zwischenstufe der Polymerisation
wiederholt. Darauf wird der Katalysator zersetzt. Das Gewicht
und die Zusammensetzung des erhaltenen Polymerisats werden gemessen.
Unter der Voraussetzung, daß diese Werte auch für die entsprechenden
Stufen der Polymerisation dieses Beispiels A31 anwendbar sind, werden
die Verhältnisse und Zusammensetzungen des Endprodukts indirekt berechnet.
Die Messung der Zusammensetzung erfolgt nach dem C¹³-Kernresonanzverfahren.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A21 mit der Abwandlung hergestellt, daß bei der Zubereitung
des Blockes A nicht nur Propylen und Ethylen, sondern auch Buten-1
als Mischmonomere eingesetzt werden; Ethylen und Buten-1 werden 15 min
nach Beginn der Einspeisung von Propylen mit einem Durchfluß 3,6 g/h
und 75 g/h eingeleitet. Wasserstoff wird mit einem Durchfluß von
3,2 l/h (Normalbedingungen) eingeleitet. Diese Monomere und Wasserstoff
werden für eine Zeitdauer von 1,5 h nach Beginn der Propyleneinleitung
eingespeist. Zur Zubereitung des Blockes B werden Ethylen,
Propylen und Buten-1 jeweils mit einem Durchfluß von 35 g/h, 70 g/h
und 140 g/h für eine Zeitdauer von 3,25 h eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A31 mit der Abwandlung zubereitet, daß während der Zubereitung
des Blockes A Buten-1 mit einem Durchfluß von 80 g/h anstelle von
Ethylen eingespeist wird. Wasserstoff wird mit einem Durchfluß von
3,4 l/h (Normalbedingungen) gleichzeitig mit dem Beginn der Propyleneinspeisung
eingeleitet. Während der Zubereitung des Blockes B werden
Ethylen, Propylen und Buten-1 jeweils mit einem Durchfluß von 45 g/h,
80 g/h und 105 g/h während einer Zeitdauer von 3,5 h eingeleitet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A31 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blockes A Wasserstoff mit einem Durchfluß von 2,8 l/h (Normalbedingungen)
eingeleitet wird. Während der Zubereitung des Blockes
B werden Ethylen, Propylen, Buten-1 und Wasserstoff jeweils mit einem
Durchfluß von 60 g/h, 36 g/h, 60 g/h und 0,7 l/h (Normalbedingungen)
eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A33 mit der Abwandlung hergestellt, daß während der Zubereitung
des Blocks A kein Ethylen eingespeist wird, sondern Buten-1 wird
gleichzeitig mit der Propyleneinspeisung mit einem Durchfluß von 120 g/h
eingespeist. Propylen, Buten-1 und Wasserstoff werden jeweils für
25 min eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 5 angegeben.
Ein 1 l-Druckkneter für Gummi wird auf eine Temperatur von 190°C
eingestellt. 90 Teile des Blockmischpolymerisats des Beispiels A31
und 10 Teile flüssiges Polybutadien ("NISSO PB B-3000" von Nippon
Soda Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff werden eingefüllt. Nach
einer Schmelzknetung während 3 min werden 0,5 Teile Peroxid
("Percadox" von Kayaku Nuily Co., Japan) als Vernetzungsmittel und
0,05 Teile Dibenzothiazoldisulfid als Vernetzungsverzögerer dem Gemisch
zugegeben. Darauf erfolgt eine Schmelzknetung für eine Dauer
von 12 min, um die Vernetzungsbehandlung des Blockmischpolymerisats
durchzuführen. Die Meßwerte der physikalischen Größen des Produkts
sind in Tabelle 6 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird in zwei gesonderten Versuchen
unter den Bedingungen des Beispiels B31 mit der Abwandlung durchgeführt,
daß 95 Teile jedes Blockmischpolymerisats der Beispiele A32
und A33 als Ausgangsstoffe und 5 Teile p,p′-Dibenzoylchinondioxim
("Acter DQ" von Kawaguchi Kagaku Kogyo Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff
verwendet werden. Die Meßwerte sind in Tabelle 6 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B31 mit der Abwandlung durchgeführt, daß das Blockmischpolymerisat
des Vergleichsversuchs A34 benutzt wird. Die Meßwerte sind in
Tabelle 6 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B32 mit der Abwandlung durchgeführt, daß das Blockmischpolymerisat
des Vergleichsversuchs a32 benutzt wird. Die Meßwerte sind in
Tabelle 6 angegeben.
Nachdem ein 10 l-Reaktor aus nichtrostendem Stahl mit einem Rührwerk
sorgfältig mit Propylengas ausgespült ist, werden 3,5 l n-Heptan
als Polymerisationslösungsmittel in den Reaktor eingefüllt. Die Temperatur
des Reaktors wird auf 20°C gehalten. 1,2 g Diethylaluminiumchlorid
(DEAC) und 0,40 g Titantrichlorid (THB-19 von Marubeni Solvay
Kagaku Co., Japan) werden zur Bildung eines Katalysators zugegeben.
Anschließend werden Propylen und Wasserstoff jeweils mit einem Durchfluß
von 360 g/h und 4,5 l/h (Normalbedingungen) eingeleitet. Die
Innentemperatur wird gleichzeitig mit dem Beginn der Einleitung
schnell auf 60°C angehoben. Die Einleitung beider Stoffe wird abgebrochen,
sobald eine Gesamtmenge von 390 g Propylen eingeleitet ist.
Das nicht umgesetzte Propylen bleibt in dem Reaktor und reagiert
weiter, bis der Druck auf 2,0 bar absinkt. Dann werden die in dem
Reaktor verbleibenden Gase ausgespült, bis der Innendruck auf 0,4 bar
abgesenkt ist. (Zubereitung des Blockes A; Homopolymerisation von
Propylen)
In der nächsten Verfahrensstufe wird die Innentemperatur auf 65°C
eingestellt, und Ethylen und Propylen werden jeweils mit einem
Durchfluß von 60 g/h und 60 g/h während 3 h und 30 min eingeleitet.
Während dieser Reaktion wird die Temperatur in dem Reaktor auf 65°C
gehalten. Kein Wasserstoff wird eingeleitet. (Zubereitung des Blockes
B; Ethylen/Propylen-Blockmischcopolymerisat.)
Das erhaltene Blockmischcopolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet.
Das erhaltene Blockmischcopolymerisat zeigt die Verhältnisse und
Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke und die physikalischen Eigenschaften
gemäß Tabelle 7. Es ist jedoch schwierig, die Verhältnisse
und Zusammensetzungen der jeweiligen Blöcke allein aus diesem Versuch
zu berechnen. Deshalb wird der gleiche Versuch wie beschrieben gesondert
unter gleichen Bedingungen bis zu der Zwischenstufe der Polymerisation
wiederholt. Darauf wird der Katalysator zersetzt. Das Gewicht
und die Zusammensetzung des erhaltenen Polymerisats werden gemessen.
Unter der Voraussetzung, daß diese Werte auch für die entsprechenden
Stufen der Polymerisation dieses Beispiels A41 anwendbar sind, werden
die Verhältnisse und Zusammensetzung des Endprodukts indirekt berechnet.
Die Messung der Zusammensetzung erfolgt nach dem C¹³-Kernresonanzverfahren.
Ein 1 l-Druckkneter für Gummi wird auf eine Temperatur von 190°C
eingestellt. 90 Teile des Blockmischcopolymerisats des Beispiels A41
und 10 Teile flüssiges Polybutadien ("NISSO PB-3000" von Nippon
Soda Co., Japan) als Vernetzungshilfsstoff werden eingefüllt. Nach
einer Schmelzknetung während 3 min werden 0,5 Teile Peroxid ("Percadox"
von Kayaku Nuily Co., Japan) als Vernetzungsmittel und 0,05 Teile
Dibenzothiazoldisulfid als Vernetzungsverzögerer dem Gemisch zugegeben.
Darauf erfolgt eine Schmelzknetzung für eine Dauer von 10 min,
um die Vernetzungsbehandlung des Blockmischpolymerisats durchzuführen.
Die Meßwerte der physikalischen Größen des Produkts sind in Tabelle
8 angegeben.
Nachdem der im Beispiel A41 benutzte Reaktor sorgfältig mit Propylengas
gespült ist, werden 3,5 l n-Heptan als Polymerisationslösungsmittel
eingefüllt. Die Temperatur des Reaktors wird auf 20°C
gehalten und 1,2 g Diethylaluminiumchlorid und 0,4 g Titantrichlorid
(THB-19 von Marubeni Solvay Kagaku Co., Japan) werden zur Ausbildung
eines Katalysators zugegeben.
Die Temperatur in dem Reaktor wird auf 60°C eingestellt und
Propylen, Ethylen und Wasserstoff werden mit einem Durchfluß von jeweils
240 g/h, 9 g/h, 4,8 l/h (Normalbedingungen) 2 h und 30 min lang
eingeleitet. Nach Abbruch der Einleitung werden die Gase in dem Reaktor
ausgespült, bis der Innendruck auf 0,4 bar absinkt. (Zubereitung
des Blocks A; Propylen/Ethylen-Mischpolymerisation).
In der nächsten Stufe wird die Innentemperatur auf 65°C eingestellt.
Ethylen und Propylen werden mit einem Durchfluß von 60 g/h
und 60 g/h und 30 min lang eingeleitet. Während dieser Reaktion
wird die Temperatur im Reaktor auf 65°C gehalten. Wasserstoff wird
nicht eingeleitet. (Zubereitung des Blocks B; Ethylen/Propylen-Blockmischpolymerisation).
Das erhaltene Blockmischpolymerisat wird mit Alkohol gereinigt
und getrocknet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B41 mit der Abwandlung durchgeführt, daß das Mischpolymerisat
des Beispiels A42 als Ausgangstoff eingesetzt wird.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 8 angegeben.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A42 mit der Abwandlung hergestellt, daß bei der Zubereitung
des Blocks A 20 min nach Beginn der Einspeisung von Propylen Ethylen
mit einem Durchfluß von 10 g/h eingespeist wird. Der Durchfluß von
Wasserstoff wird auf 5,0 l/h (Normalbedingungen) geändert. Bei der
Zubereitung des Blocks B wird Propylen mit einem Durchfluß von 60 g/h
eingeleitet.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B41 mit der Abwandlung wiederholt, daß 93 Teile des Blockmischpolymerisats
des Beispiels A43 als Ausgangsstoff und 7 Teile p,p′-Dibenzoylchinondioxim
("Acter DQ" von Kawaguchi Kagaku Kogyo Co., Japan)
als Vernetzungshilfsstoff anstelle des flüssigen 1,2-Polybutadien
verwendet werden.
Ein Blockmischpolymerisat wird unter den Bedingungen des Beispiels
A42 mit der Abwandlung hergestellt, daß Buten-1 anstelle von
Ethylen mit einem Durchfluß von 100 g/h eingespeist wird. Der Durchfluß
von Wasserstoff wird auf 4,5 l/h geändert.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B43 mit der Abwandlung durchgeführt, daß das Mischpolymerisat
des Beispiels A44 als Ausgangsstoff eingesetzt wird.
-
-
Die Meßwerte sind in Tabelle 8 angegeben.
Die Blockmischpolymerisation wird unter den Bedingungen des Beispiels
A43 mit der Abwandlung durchgeführt, daß bei der Zubereitung
des Blockes A Buten-1 anstelle von Ethylen mit einem Durchfluß von
120 g/h eingespeist wird. Bei der Zubereitung des Blockes B werden
Ethylen und Propylen 2 h und 45 min lang eingeleitet.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 7 angegeben.
Die Vernetzungsbehandlung wird unter den Bedingungen des Beispiels
B41 mit der Abwandlung durchgeführt, daß das Mischpolymerisat
des Beispiels A45 als Ausgangsstoff eingesetzt wird.
Die Meßergebnisse sind in Tabelle 8 angegeben.
Claims (7)
1. Verfahren zur Herstellung eines Vernetzungsprodukts, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Olefinblockmischpolymerisat aus 5 bis 70 Gewichtsteilen
mindestens eines Blocks (A) mit einem Propylengehalt von
60 bis 100 Gew.-% und 30 bis 95 Gewichtsteilen mindestens
eines Blockes (B) mit einem Ethylengehalt von 10 bis 85 Gew.-%,
das in Gegenwart eines stereospezifischen Polymerisationskatalysators
in einer Verfahrensstufe (A) durch Homopolymerisation von Propylen
oder statistischer Polymerisation von Propylen und Ethylen und/oder
einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin und einer Verfahrensstufe (b) durch statistische
Mischpolymerisation von Ethylen und mindestens einem C₃- bis
C₁₂-α-Olefin hergestellt wird, in Gegenwart eines aromatischen oder
aliphatischen Peroxids und/oder einer Azoverbindung als Vernetzungsmittel
und gegebenenfalls von Schwefel oder einer Divinyl- oder einer Diallylverbindung
als Vernetzungshilfsstoff zu einem Vernetzungsprodukt
mit den folgenden Kenngrößen schmelzgeknetet wird:
- (1) der Anteil der in heißem Xylol unlöslichen Komponenten beträgt 5 bis 75 Gew.-%,
- (2) die Fließfähigkeit, d. h. die pro Sekunde durch die Öffnung eines Kokafließmeßgeräts austretende Menge (cm³/s 10-3) beträgt 3 bis 500 cm³/s 10-3, gemessen in einem Fließmeßgerät mit einem Zylinderdurchmesser von 10 mm, einem Düsendurchmesser von 1 mm, einer Düsenlänge von 2 mm und betrieben unter einer Belastung von 300 N sowie einer Temperatur des Vernetzungsprodukts von 200°C,
- (3) die Biegefähigkeit nach dem Olsen-Biegemodul (10°-Winkel) beträgt 35 000 N/cm² oder weniger und
- (4) die Zugfestigkeit beträgt 400 N/cm² oder mehr.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Olefinmischpolymerisat umfassend 10 bis 65 Gewichtsteile eines Blocks
(A) ausgewählt aus Homopolymerisatblöcke von Propylen und statistischen
Mischpolymerisatblöcken von Propylen und Ethylen oder einem C₄-
bis C₁₂-α-Olefin mit einem Propylengehalt von 70 bis 100 Gew.-%,
und umfassend 90 bis 35 Gewichtsteile mindestens eines Blockes
(B) als statistisches Mischpolymerisat von Ethylen und einem C₃- bis
C₁₂-α-Olefin mit einem Ethylengehalt von 15 bis 85 Gew.-%
eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Olefinmischpolymerisat umfassend 5 bis weniger als 50 Gewichtsteile
eines Blocks (A) ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken von Propylen
und binären statistischen Mischpolymerisatblöcken von Propylen und
Ethylen oder einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin mit einem Propylengehalt von
60 bis 100 Gew.-%, und umfassend 90 bis mehr als 50 Gewichtsteile
mindestens eines Blockes (B) als binäres oder ternäres Mischpolymerisat
von Ethylen und einem C₄- bis C₁₂-α-Olefin, nach Wunsch
Propylen, mit einem Ethylengehalt von 30 bis 85 Gew.-% eingesetzt
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Olefinblockmischpolymerisat umfassend 5 bis 50 Gewichtsteile eines
Blocks (a) umfassend 95 bis 50 Gewichtsteile eines Blockes (B) als
einem binären statistischen Mischpolymerisat von Ethylen und Propylen
mit einem Ethylengehalt von 30 bis 85 Gew.-% eingesetzt
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Olefinblockmischpolymerisat umfassend 5 bis 70 Gewichtsteile mindestens
eines Blocks (A) ausgewählt aus Homopolymeristblöcken von Propylen
und binären oder ternären statistischen Mischpolymerisatblöcken
von Propylen und Ethylen und/oder Buten-1 mit einem Propylengehalt
von 70 bis 100 Gew.-%, einem Ethylengehalt von 0 bis 8 Gew.-%
und einem Buten-1-Gehalt von 0 bis 30 Gew.-%,
und umfassend 95 bis 30 Gewichtsteile mindestens eines Blockes (B)
als ternäres statistisches Mischpolymerisat mit einem Ethylengehalt
von 10 bis 30 Gew.-%, einem Propylengehalt von 5 bis 90 Gew.-%
und einem Buten-1-Gehalt von 0 bis 85 Gew.-%
eingesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Olefinblockmischpolymerisat umfassend 50 bis 70 Gewichtsteile eines
Blocks (A) und umfassend 50 bis 30 Gewichtsteile eines Blockes (B)
als binäres statistisches Mischpolymerisat von Ethylen und Propylen
mit einem Ethylengehalt von 30 bis 85 Gew.-% eingesetzt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Mischpolymerisat umfassend 50 bis 70 Gewichtsteile eines Blocks (A)
ausgewählt aus Homopolymerisatblöcken von Propylen und statistischen
Mischpolymerisatblöcken von Propylen und Ethylen oder einem C₄- bis
C₁₂-α-Olefin mit einem Propylengehalt von 60 bis 100 Gew.-%,
und umfassend 50 bis 30 Gewichtsteile mindestens eines Blockes (B)
als binäres oder ternäres Mischpolymerisat von Ethylen und einem C₃-
bis C₁₂-α-Olefin, nach Wunsch auch Propylen, mit einem Ethylengehalt
von 30 bis 85 Gew.-% eingesetzt wird.
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