DE3237247C2 - Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt - Google Patents

Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt

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DE3237247C2
DE3237247C2 DE19823237247 DE3237247A DE3237247C2 DE 3237247 C2 DE3237247 C2 DE 3237247C2 DE 19823237247 DE19823237247 DE 19823237247 DE 3237247 A DE3237247 A DE 3237247A DE 3237247 C2 DE3237247 C2 DE 3237247C2
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Abstract

Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt, erhalten durch die Beschichtung eines Trägers mit einem normalerweise farblosen oder hell gefärbten Farbstoffvorläufer und p-Hydroxybenzoesäurebenzylester als Farbentwickler (der beim Erhitzen mit dem Farbstoffvorläufer unter Ausbildung einer Farbe reagiert) zusammen mit p-Benzyloxybenzoesäurebenzyl ester. Durch die kombinierte Verwendung des p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters und des p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters wird die Bildstabilität erhöht, die Schleierbildung verhindert und die Sensibilisierungswirkung verbessert.

Description

35
Die Erfindung betrifft ein wärmcempfindliches Aufzeichnungsblatt und insbesondere ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt mit verbesserter A'ufzciehnungssiabilität.
Wärmeempfindliche Aufzeichnungssysteme sind in den vergangenen fahren für zahlreiche Zwecke verwendet worden, z. B. zum Drucken, bei der Telekommunikation etc.. weil solche Systeme während der Aufzeichnung keine durch Schlag hervorgerufene Geräusche erzeugen, weil man die Aufzeichnungen ·Ι5 nicht erste zu entwickeln und fixieren braucht und weil der ganze Mechanismus einfach zu handhaben und zu überwachen ist. Insbesondere bei der Bildtelegraphie besteht ein ständiger Bedarf für thermosensitive Aufzeichnungssysteme, und die Aufzeichnungsgeschwindigkeit unter Verminderung der Übertragungskosten steigt ständig. Wegen der größeren Geschwindigkeiten bei der Bildtelcgraphieübertragung besteht ein wachsender Bedarf für eine höhere Empfindlichkeit der dabei verwendeten wärmeempfindlichen Aufzeichntingen.
Bei Hochgeschwindigkeitstelebildübertragungcn erfolgt das Senden und der Empfang eines Originals mit einer Größe von DIN A4 im allgemeinen in einem Zeitraum von 20 s bis zu 1 min. wobei der Wärmekopf f>o der Übertragungseinheit in kurzen Intervallen von nur 1 bis 2 Millisekunden einwirkt, und die dabei gebildete Wärmeenergie auf das wärmeempfindliche Aufzeichnungsblatt übertragen wird, um dort die Bildaiifzcichnung zu bewirken. Darum ist es außerordentlich wichtig. *s daß ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt eine sehr gute Wärmeempfindlichkeit aufweist, um die Bildaufzeichnungsrcaktion durch die einwirkende Wär
meenergie innerhalb kürzester Zeit zu bewirken.
Gewöhnlich besteht wärmeempfindliches Papier im wesentlichen aus einem Farbstoffvorläufer und einem Farbstoffentwicklungsmitiel sowie erforderlichenfalls einem Sensibilisator. Der Sensibilisator dient dazu, die Farbreaktion zu beschleunigen, wenn er durch die Wärmeübertragungsenergie gelöst wird und dann den Farbstoffvorläufer und das Entwicklungsmittel löst oder einschließt. Die thermische Ansprechbarkeit des Sensibilisators stellt deshalb ein wirksames Mittel dar, um die Empfindlichkeit eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiers zu erhöhen.
Der Sensibilisator selbst trägt nicht direkt zur Farbbildung bei. Er hat eine Verdünnungswirkung und bewirkt die Einleitung der Sensibilisierung und häufig auch ein Verkleben. Deshalb ist es wesentlich vorteil hafter.die Wärmeansprechbarkeit.ii^s Farbstoffvorläufers oder des Farbentwicklungsmittels zu verbessern, da diese direkt an der Farbbildungsreaktion teilnehmen. Farbstoffvorlaufer sind aber aufgrund der zahlreichen vorhandenen Probleme, wie die Farbbildungseffizienz, die Eigenschaften nach der Farbbildung, die Kosten, das Herstellungsverfahren etc. beschränkt, und deshalb ist es schwierig, einen Farbstoffvorlaufer mit ausgezeichneter Wärmeansprechbarkeit aus dieser beschränkten Anzahl auszuwählen. Infolgedessen scheint es am besten zu sein, wenn man die Empfindlichkeit in einem wärmeempfindlichen Aufzeichnungssystem dadurch verbesse-t. daß man ein Farbentwicklungsmittel mit guter Wärmeansprechbarkeit wählt.
Gründliche Untersuchungen über Farbentwicklungsmittel mit den vorerwähnten Eigenschaften haben ergeben, daß der in der JP-OS 74 762/79 beschriebene p-Hydroxybenzoesäurebenzylester eine ausgezeichnete Wärmeansprechung aufweist. Eine ähnliche Offenbarungfindet sich auch in der ) P-OS 1 44 193/81.
p-Hydroxybenzoesäurebenzylester ist tatsächlich ein zur Herstellung eines hochempfindlichen wärmeempfindlichen Aufzeichnungspapiers geeigneter Farbentwickler, jedoch weisen Blätter, die unter Verwendung dieses Esters hergestellt wurden, eine schlechte Bildstabilität auf, und die Bildstabilität ist eines der wesentlichsten Voraussetzungen für ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt. Wegen der leichten Sublimierbarkeit kann p-Hydroxybenzoesäurebenzylester auch auf dem aufgezeichneten Bild sublimieren und kristallisieren, wodurch sich ein weißer Schleier und Schatten auf dem Bild ergeben ( dieses Phänomen wird als Schleierbildung bezeichnet). Untersuchungen, diese NLchteile von p-Hydroxybenzoesäurebenzylester bei der Verwendung als Farbstoffentwicklungsmittel zu eliminieren, haben nun ergeben, daß die kombinierte Anwendung des p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters und eines p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters, der bisher nicht als Farbstoffentwickler verwendet wurde, merklich die BildstabilitRt verbessern kann und die Schleierbildung verhindert und eine Sensibilisierung aufweist.
Bei einem Verfahren, bei dem man den p-Hydroxybenzoesäurebenzylester und p-Benzyloxybenzoesäurebenzylestcr gemeinsam bei der Herstellung eines wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblaites gemäß der Erfindung verwendet, werden die beiden Ester gelrennt oder gleichzeitig pulverisiert und in Form von feinen Teilchen durch eine Pulverisiervorrichtung dispergiert. Die erhaltene Dispersion wird dann mit einem in gleicher Weise pulverisierten und dispergiertcn Färb-
stoffvorläufer. Binder. Pigment und/oder anderen Komponenten vermischt und erforderlichenfalls kann man auch noch ein geeignetes Additiv oder Additive zur Herstellung der Beschichtungsfarbe zugeben. Diese Beschichtungsfarbe wird dann auf einen Träger aufgebracht und getrocknet unter Erhalt des gewünschten wärmeempfindiichen Aufzeichnungsblattes.
Schon die Zugabe von geringen Mengen p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester zu p-Hydroxybenzoesäurebenzylester ergibt eine Verbesserung der Bildretention und verhindert die Schleierbildung, jedoch ist die Wirkung größer, wenn man die Menge auf 2 Gew.-% erhöht und diese Wirkung wird nochmals vergrößert, wenn man die zugefügte Menge auf 5 Gew.-% erhöht. Die Menge des zuzufügenden p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters soll erfindungsgemäß vorzugsweise 10 Gew.-°/o oder mehr und insbesondere 15 Gew.-% oder mehr betragen, wobei 20 Gew.-°/o oder mehr besonders bevorzugt sind.
Die Beziehung zwischen der Menge und der Wirkung des Esters geht abs den nachfolgenden Tatsachen noch klarer hervor. Die Zugabe des Esters in einer Menge von 2 Gew.-% oder mehr bewirkt schon eine ausreichende Verhinderung der Schleierbildung im Vergleich zum Stand der Technik, wobei die Zugabe von 15 Gew.-% oder mehr eine Schleierwirkung praktisch ausschließt und die Zugabe von 20 Csw.-% oder mehr die Schleierwirkung vollständig verhindert. Der Bildretentionsgrad beträgt bei Nichtzugabe des p-Benzyloxybenzoesäurebenzyiesters nach 24stündigem Stehen bei 6O0C rund 70%, während nach Zugabe des Esters in einer Menge von 2 Gew.-% oder mehr der Bildretentionsgrad unter den gleiche-. Bedingungen auf etwa 80% erhöht wird. Die Bildretertionsrate wird auf rund 90% erhöht, wenn man den Ester in eirt: -Menge von 15 Gew.-% oder mehr zugibt, und sie übersteigt 95% bei J5 Zugabe des Esters in einer Menge von mehr als 20 Gew.-%.
Es bleibt aber festzuhalten, daß die Zugabe des p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters in einer Menge von mehr als 60 Gew.-% zu dem p-Hydroxybenzoesäurebenzylester keine weitere Verbesserung hinsichtlich der Schleierbildung und der Bildretention ergibt. Außerdem bewirkt eine zu große Zugabe des p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters eine Erhöhung des nachfolgend beschriebenen unerwünschten Phäno- -»5 mens: Die übertragene Wärmeenergie wird verbraucht, und da der Ester selbst nicht an der Farbbildung teilnimmt, bewirkt er einen Verdünnungseffekt und vermindert die Farbdichte der gedruckten Teile und verursacht außerdem ein Kleben. Aufgrund dieser ^0 Tatsachen und der Kosten soll die Menge des zu p-Hydroxybenzoesäurebenzylester zuzugebenden p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters vorzugsweise nicht mehr als 100 Gew.-%, insbesondere nicht mehr als 70 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt nicht mehr als60Gew.-% betragen.
Es wurde weiterhin festgestellt, daß man besonders gute Ergebnisse bei der Kombination von p-Benzyloxybenzoesäurebenzyiester mit p-Hydroxybenzoesäurebenzylester erzielt, wenn man den p-Benzyloxybenzoe- eo säurebenzylester zuvor in die Feinteilchen des p-Hydroxybenzoesäurebenzylester einschließt anstatt beide Ester getrennt oder gleichzeitig zu pulverisieren und zu dispergieren, weil man im ersteren Fall eine gleiche oder sogar größere Wirkung erzielt als im letzten Falle (Mischen der Teilchen) mit einer kk ineren Menge.
Diis zweite Verfahren bei der kombinierten Verwendung von p-Bcnzyloxybcnzoesäurcbenzylcstcr zusammen mit p-Hydroxybenzoesaurebenzylester bei der Herstellung des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblattes besteht somit darin, daß man den ersteren Ester in die feinen Teilchen des zweiten Esters inkludiert.
Nach dem ersten ZugabeverfahrSn, bei dem Teilchen aus beiden Estern vermischt werden, erzielt man eine ausreichende Schleierbildung-verhindernde Wirkung bei der praktischen Anwendung, wenn man den p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in einer Menge von 2 Gew.-% oder mehr zugibt, wobei jedoch bei dem zweiten Verfahren, bei dem p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester zuvor in p-Hydroxybenzoesäurebenzylester inkiudiert wurde, eine befriedigende Verhinderung der Schleierbildung schon erzielen kann, wenn man den p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in einer Menge von 0,5 Gew.-% oder mehr zugibt. Bei dem erstgenannten Verfahren können 15 Gew.-% oder mehr an p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester im wesentlichen die Schleierbildung vermieden, während im letzteren Falle schon durch Zugabe von 0,2 Gew.-% oder mehr des Esters die gleiche Wirkung erzielt werden kann. Im ersteren Falle können 20 Gew.-% oder mehr die Schleierbildung sehr gut inhibieren, während man im letzteren Falle die gleiche Wirkung schon mit 10 Gew.-% oder mehr erzielt.
Hinsichtlich des Bildretentionsgrades nach 24stündigem Stehen bei 6O0C erzielt man etwa einen Grad von 80% durch Zugabe von 2 Gew.-% oder mehr im ersteren Fall, wobei mja jedoch den gleichen Grad auch erzielen kann durch Zugabe von 03 Gew.-% in letzterem Fall. Einen Bildretentionsgrad von etwa 90% erzielt im ersteren Fall durch die Zugabe von 15 Gew.-% oder mehr und im letzteren Fall bereits durch Zugabe von 5 Gew.-% oder mehr.
Die entwickelte Farbdichte beträgt bei Zugabe von 20 Gew.-% oder mehr nach dem ersten Verfahren 1. 2 und bei dem letzten Verfahren kann man das gleiche Niveau der Farbdichte durch Zugabe vor. 5 Gev.-'/o oder mehr erzielen.
Daraus geht hervor, daß man. wenn man den p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester zuvor in dem p-Hydroxybenzoesäurebenzylester inkludiert. die Wirkung der vorliegenden Erfindung erhöht wird und wobei man auch eine gleiche oder sogar größere Wirkung im Vergleich zu dem Vermischen erzielt, selbst wenn die Menge an p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester stark verringert wird.
Es gibt verschiedene Verfahren, um p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in p-Hydroxybenzoesäurebenzylester zu inkludieren. Beispielsweise kann man beide Ester zunächst schmelzen und in der Wärme vermischen und dann verfestigen lassen und pulverisieren. Man kann sie auch zunächst in einem für beide geeigneten Lösungsmittel auflösen und dann ein Nichtlösungsmittel oder ein Lösungsmittel, das nur in geringem Maß löst, zugeben, um sie aus der Mischung auszufällen. Es ist auch möglich, eine geschmolzene Mischung beider Ester herzustellen, in der man zunächst p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester als Nebenprodukt bei der Herstellung von p-Hydroxybenzoesäurebenzylester bildet und dann beide Ester auf einer geschmolzenen Mischung ausfällt oder indem man eine partiell eutektische Mischung bildet.
Die bei der Herstellung des erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzcichnungsblattcs verwendeten wichtigsten Komponenten werden nachfolgend erläutert, wobei diese Erläuterung aber nur beispiels-
weise isL
(1) Farbstoffvorläufer
Man kann alle Farbstoffvorläufer verwenden, die zur Herstellung von wärmeempfindlichem Papier verwendet werden, z. B.:
Kristallviolettlacton,
3-Diethylamino-7-methylfluoran, S-Diechylamino-e-chloro^-methylfluoran, S-Diethylamino-ö-methyl^-chlorofluoran, 3-Diethylamino-7-anilinofIuoran, 3-Diethylamino-7-(2-chIoroanilino)fluoran.
3-Dibutylamino-7-(2-chloroanilino)fIuoran, 3-Diethylamino-7-(3-chIoroanilino)fluoran, S-Diethylamino-ö-melhyl^-anilinofluoran, 3-(N-Ethyl-P-toIuidino)-6-methyl-7-aniiino-
fluoran,
3-(N-Methylcyclohexylamino)-3-methyl-
7-anilinofluoran,
S-piperidinoO-methyl^-aniünofluoranetc.
(2) Binder
Verschiedene Stärkearten, Hydroxyethylcellulose, Methylcellulose, Polyvinylalkohol, Styrcl-Maleinsäureanhydrid-Copolymere, Styrol-Butadien-Copolymere, Polyacrylamid etc. können als Bindemittel bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
(3) Pigment
Diatomeenerde, Talkum, Kaolin, kalzinierter Kaolin, Kaliumcarbonat, Magnesiumcarbonat, Titanoxid, Zmkoxid.Siliziumexid, Aluminiumhydroxid, Harnstoff-Formaldehyd-Harz etc. können als Pigment bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend in den Beispielen und Vergleichsbeispielen beschrieben.
Beispiel I
(1) Lösung A (Dispersion von
p-Hydroxybenzoesäurebenzylester)
p-Hydroxybenzoesäurebenzylester 25%ige wäßrige Lösung des
Natriumsalzes von Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copclymer Wasser
Die vorgenannten Materialien werd und in einer Kugelmühle 48 h unter Ausbildung einer Lösung A dispergiert.
(2) Losung B(Dispersion von
p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester)
p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester 175 g 10%ige wäßrige Lösung des
Ammoniumsalzes eines Styrol-Maleinsäureanhydrid-Copolymers 87,5 g
Wasser 237,5 g
Die vorerwähnten Materialien werden pulverisiert und in einer Kugelmühle 48 h unter Ausbildung einer Lösung B dispergiert.
(3) Lösung C (Dispersion des Farbstoffvorläufers)
3-Dicthylarnino-6-mcthyl-
7-anilinofluor.ir 200 g
Malon MS-25 24 g
Wasser 276 g
Die vorerwähnten Materialien werden pulverisiert und 4S h in einer Kugelmühle dispergiert unter Erhalt einer Lösung C.
Unter Verwendung der drei Lösungen A, B und C wurde eine wärmeempfindliche Aufzeichnungsfarbe der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
Teile
Kaliumcarbonat 6
Lösung A 14.3
Lösung B 5,7
Lösung C 5
25%ige wäßrige Lösung
des Na-Salzes von Styrol-
Maleinsäureanhydrid-Copolymer 15
Wasser 29
Diese Überzugsfarbe wurde auf ein Grundpapier mit einem Grundgewicht von 50 g/m2 beschichtet, wobei das Überzugsgewicht nach <L;n Trocknen 5,6 g/m2 betrug und das so überzogene Grundpapier wurde in einem Superkalander behandelt unter Erhalt eines wärmeempfindlichen Papiers mit einer Bekk-Glätte von annähernd 400 s.
Beispiele 2bis 10
Beschichtungsfarben wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, wobei jedoch die Menge der Lösung B, wie nachfolgend gezeigt wird, verändert wurde und diese Beschichtungsfarben wurden auf die jeweiligen Grundpapiere so aufgetragen," daß das Überzugsgewicht nach dem Trocknen die nachfolgenden Werte hatte. Anschließend erfolgte ein Superkalandrieren unter Erhalt der wärmeempfindlichen Papiere gemäß Beispielen 2bis 10.
40 Beispiel 2 Menge an Überzugsgewicht
45 Beispiel 3 Lösung B
175g Beispiel 4 (Teile) ' (g/m2)
Beispiel 5 0,3 5,0
35 g Beispiel 6 0,7 5,1
290 g Beispiel 7 1,4 5,1
so Beispiel 8 2,1 5,3
lulverisiert Beispiel 9 2,9 5,3
Jung einer Beispiel 10 8,6 5,9
10,0 6,1
12,1 6,3
14,3 6,5
Vergleichst eispiel 1
Wie im Beispiel I wurde eine Beschichtungsfarbe hergestellt, wobei jedoch nicht Lösung B verwendet wurde, und diese Beschichtungsfarbe wurde aul ein Grundpapier mit einem Überzugsgewicht nach dein Trocknen von 5,0 g/m2 aulgetragen, wobei man ein Vergleichs-wärmeempfindliches Papier erhielt.
Versuchsbeispiel 1
Die wärmeempfindlichen Papiere der Beispiele I bis 10 und das des Vergleichsbeispiels 1 wurden in einer handelsüblichen Thermopapier-Vorrichtung verwendet und dann wie nachfolgend gezeigt, geprüft.
Prüfungen:
(a) Farbdichte
Gemessen mit einem Sakura Dichtemesser PDA-45 unter Verwendung eines Bernsteinfilters.
(b) Bildretentionsgrad nach 24stündigem Lagern bei 60° C.
(c) Bildretentionsgrad nach 24stündigem Lagern bei 40° C und 90% relativer Feuchte. Die Bildretentionsgrade von (b) und (c) wurden nach der folgenden Formel berechnet:
Bildretentionsgrad (%) = Dichte nach dem Versuch χ loo
Dichte vor dem Versuch
(d) Schleierbildungsgrad nach 2tägigem Stehen in einem Raum.
X: stark
Δ: leicht
O: sehr wenig
©: nicht vorhanden.
Die Yersuchsergebnisse werden in der nachfolgenden Tabelle I gezeigt.
Tabelle I
A*1 Test Test - χ inn Test Test
(%) (a) (b) (c) (d)
Vergleichsbeispiel 1 0 1,12 76,2 74,4 X
Beispiel 2 2 1,13 80,1 76,5 Δ
Beispiel 3 5 1,14 83,4 80,1 Δ
Beispiel 4 10 1,15 85,6 84,2 Δ
Beispiel 5 15 1,18 93,2 90,8 O
Beispiel 6 20 1,22 95,1 92,3 ©
Beispiel 1 40 1.24 97,6 95,0 ©
Beispiel 7 60 1,24 98,0 95,5 ©
Beispiel 8 70 1,24 98,0 95,5 ©
Beispiel 9 85 1,23 97,8 95,5 ©
Beispiel 10 100 1,20 97,8 95,0 ©
^1 Menge des verwendeten p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters
Menge des verwendeten p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters
Aus der obigen Tabelle geht hervor, daß die I3I.6g Wasser löste. Die erhaltene Dispersion wurde Bildretention durch die kombinierte Anwendung von pulverisiert und in einer Kugelmühle 48 h dispergiert p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester, der bisher nicht unter Erhalt einer Lösung D.
als Farbentwickler verwendet wurde, mit p-Hydroxy- Unter Verwendung der so erhaltenen Lösung D und
befizoesäurebenzyles^r, einem bekannten Farbent- 50 der im Beispiel 1 verwendeten Lösung C wurde eine wickler, nach dem ersten Zugabeverfahren erheblich wärmeempfindüche Überzugsfarbe nachfolgender Zuverbessert wird. Man stellt fest, daß man zur Erzielung sammensetzung hergestellt: eines Bildretentionsgrades von 90% oder mehr
p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in einer Menge
von 15 Gew.-% oder mehr, bezogen auf p-Hydroxyben- 55
zoesäurebenzylester, verwenden muß. Es wurde auch
eine erhebliche Sensibilisierungswirkung und eine
beachtliche Schleiertildung-verhindernde Wirkung
durch die kombinierte Anwendung des p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters festgestellt. 00
Beispiel 11
2.0 g p-Benzyioxybenzoesäurebenzylester wurden Die Oberzugsfarbe wurde auf ein Grundpapier mit
mi? 4.0 g p-Hydroxybenzoesäurebenzylester in der einem Basisgewicht von 50 g/m2 aufgetragen, wobei der
Wärme geschmolzen und unter Rühren zu einer b5 Überzug nach dem Trocknen 5,1 g/m2 betrug und das so
wäßrigen Lösung gegeben, die erhalten worden war, überzogene Grundpapier wurde superkalandriert unter
indem man 8.4 g 25%ige wäßrige Lösung des Natrium- Bildung eines wärmeempfindlichen Papiers mit einer
salzes des Styrol-Maleinsäureanhvdrid-Copolymers in Bekk-Glätte von annähernd 400 s.
Teile
Kaliumcarbonat 6
Lösung D 22,8
Lösung C 5
25%ige wäßrige Lösung
des Na-Salzes von Styrol-
Maleinsäureanhydrid-Copolymer 15
Wasser 29
ίο
Beispiele 12 bis
Über/.iigffarben wurden in gleicher Weise wie in Beispiel 11 hergestellt, wobei jedoch die Mengen ;in p-BenzyloxybenzoesiHircbenzylestcr (2.0g in Beispiel II) und p-HydroNybcnzoesäurcbcnzylestcr (40,0g in Peispiel II) wie in der nachfolgenden Tabelle gezeigt verändert wurden, und wobei die Lösungen D in den der
Tabelle II
nachfolgenden Tabelle angegebenen Mengen zusammen mit der Lösung C des Beispiels I verwendet wurden. Es wurde das gleiche Verfahren wie im Beispiel angewendet, wobei jedoch das Überzugsgewicht (5.1 g/m- in Beispiel II) wie in der Tabelle gezeigt, verändert wurde. Man erhielt so wänncempfindliche Aufzeichnungspapiere gemäß den Beispielen 12 bis
p-Benzyloxybenioe- p-Hydroxybenzoe- Men
säurebenzylester säurebenzylester
(B) («) (Teil
0,2 41,8 21,8
0,4 41,6 22,0
0,8 41,2 22,2
3,8 38,2 23,9
5,5 36,5 25,0
7,0 35,0 26,1
12,0 30,0 30,4
15,7 26,3 34,8
17,3 24,7 36,9
19,3 22,7 40,2
21,0 2t,0 43,5
Beispiel 12 Beispiel 13 Beispiel 14 Beispiel 15 Beispiel 16 Beispiel 17 Beispiel 18 Beispiel 19 Beispiel 20 Beispiel 21 Beispiel 22
5,0 5,0 5,1 5,2 5,3 5,3 5,6 5,9 6,1 6,3 6,5
Versuchsbeispiel 2
Die wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblätter der Beispiele 11 bis 22 wurden in einer handelsüblichen Thermokopie-Vorrichtung verwendet und dann den gleichen Untersuchungen wie beim Versuchsbeispiel 1 unterworfen, wobei man die in Tabelle III gezeigten Ergebnisse erhielt.
Tabelle III
*1
Test (a)
Test (b)
Test (c)
Test (d)
Beispiel 12 0,5 1,13 80,2 77 Δ I
Beispiel 13 1 1,14 82,5 79 Δ
Beispiel 14 2 1,17 85,8 82,5 O
Beispiel 11 5 1,22 91,3 88,6 O i
Beispiel 15 10 1,28 93,7 92,5 ® I
Beispiel 16 15 1,30 95,7 94,4 ® 5
Beispiel 17 20 1,31 96,2 95,8 ® Ϊ
Beispiel 18 40 1,31 96,8 96,3 ®
Beispiel 19 60 1,31 96,8 96.3 ® %
Beispiel 20 70 1,30 96,5 95,9 ©
Beispiel 21 85 1,28 96,3 95,0 ©
Beispiel 22 100 1,25 96,2 94,5 © ti'
I
„, Menge des verwendeten p-Benzyloxybenzoesäurebenzylesters v .„ I
ψ
Menge des verwendeten p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters
π 12
Aus Tabelle III geht hervor, daß man bei Zugabe einer benzylester in Form "iiner geschmolzenen Mischung mit
kleineren Menge des p-Benzyloxybenzocsäurebcnzyl- p-llydroxybenzoesäurebenzylester. Eine sehr geringe
;..i esters ausgeprägtere Wirkungen hinsichtlich der Emp- Schleicrwirkung liegt bei 2 Gew.-% Zugabe vor, und die
Γ' findlichkeit, der Bildretention und der Verhinderung der .Schleierwirkung wird vollständig durch IO Gew.-%
> Schlcierbildung erzielt, wenn man den Ester in 5 p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester inhibiert. Die Zu-
',''■ p-Hyclroxybenzoesäurebenzylester inkluclicrt anstelle. gäbe von 10 Gcw.-% oder mehr an p-Benzyloxybcnzoe-
i| daß man beide Ester getrennt zugibt (Tabelle I). säurcbenzylester reicht aus, um einen Bildrctcntions-
i'fi ■ Die Schleierbikl:ing wird schon verhindert durch grad gemäß Test (c) von 90% oder mehr zu erzielen.
r.i Zugabe von 0,5 Gew.-% von p-Benzyloxybenzoesäurc-

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt, enthaltend auf einem Träger eine Beschichtung aus einem normalerweise farblosen oder hellfarbenen Farbstoffvorläufer und -p-Hydroxybenzoesäurebenzylester als Farbentwickler, dadurch gekennzeichnet, daß in Kombination mit dem Farbstoffentwickier p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester vorliegL
2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Benzyloxybenzoesäurebenzylester in einer Menge von 2 bis 100 Gew.-%, bezogen auf p-Hydroxyben- is zoesäurebenzylester, vorliegt.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in den feinen Teilchen des p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters inkiudiert ist.
4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in den feinen Teilchen des p-Hydroxybenzoesäurebenzylesters durch Hitzeverschmelzen inkiudiert ist.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß p-Benzyloxybenzoesäurebenzylester in einer Menge von 2 bis 60 Gew.-%, bezogen auf p-Hydroxybenzoesäurebenzylester, zugegeben worden ist.
DE19823237247 1981-12-04 1982-10-07 Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt Expired DE3237247C2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP56195220A JPS5896591A (ja) 1981-12-04 1981-12-04 画像の安定性を改良した感熱記録シ−ト
JP56205842A JPS58107393A (ja) 1981-12-19 1981-12-19 感熱記録シ−ト

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE3237247A1 DE3237247A1 (de) 1983-06-09
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