DE3309458C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum raschen und genauen
Messen der Konzentration eines brennbaren Bestandteils in
einer flüssigen oder gasförmigen Phase mittels eines Halbleiter-Gassensors.
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Zum Messen eines brennbaren Bestandteiles sind beispielsweise
Flammenionisationsdetektoren, Katalysatordetektoren
und Halbleiter-Gassensoren bekannt. Der Flammenionisationsdetektor
ist zwar sehr genau, jedoch relativ groß und teuer.
Da bei diesem Detektor ferner Wasserstoffgas verwendet wird,
ergeben sich beim Einsatz in chemischen Fabrikationsanlagen
Sicherheitsprobleme und beim Einsatz in Form eines tragbaren
Gerätes Schwierigkeiten. Der Katalysatordetektor ist
klein und preiswert, jedoch wird die Empfindlichkeit verringert,
wenn der Katalysator durch eine bestimmte Substanz,
wie Chlorid oder Thionid, verunreinigt wird. Dieser Detektor
hat eine relativ kurze Lebensdauer wegen der Oxidation
bei hoher Temperatur, was sich insbesondere beim Einsatz
von heißem brennbarem Gas ergibt. Der Halbleiter-Gassensor
ist preiswert, und seine Eigenschaften verschlechtern sich
praktisch nicht, wenn ein Schutzgas, wie Stickstoff oder
Helium, oder Luft als Trägergas verwendet werden. Dieser
Gassensor ist jedoch im wesentlichen nur vorteilhaft beim
Messen einer begrenzten Konzentration des brennbaren Bestandteils
und bei niedrigen Genauigkeitsanforderungen.
Die bekannten Detektoren haben somit verschiedene Nachteile,
die den industriellen Einsatz behindern.
In der US-34 51 255 wird eine gaschromatographische Gas-Analyse-Apparatur
offenbart, wobei Sauerstoff oder ein Sauerstoffgemisch
als Trägergas mit der zu messenden Gaskomponente
gemischt wird. Danach wird der Sauerstoffanteil mittels
eines Sauerstoffsensors gemessen und aus dem durch die
Gaskomponente bewirkten Verdünnungseffekt der Anteil der
Gaskomponente berechnet. Es wird also das Sauerstoffträgergas
gemessen und von ihm auf die zu bestimmende Gaskomponente
geschlossen.
Aus der JP-54-1 45 198 A ist ein Halbleiter-Gassensor auf
Zinnoxidbasis bekannt. Dieser Sensor ist jedoch nur für das
Messen von Isobutan-Gas hochempfindlich und für das Messen
von Gasen auf Alkoholbasis nicht geeignet.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Halbleiter-Gassensor zur Verfügung zu stellen, der kostengünstig
und leicht handhabbar ist, sowie eine hohe Meßgenauigkeit
und einen breiten Anwendungsbereich aufweist.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
Bei der Lösung geht die Erfindung von dem Grundgedanken aus, daß ein größerer Meßbereich bei höherer Genauigkeit
errreicht werden kann, wenn ein Gas mit hohem Sauerstoffgehalt
oder reiner Sauerstoff als Trägergas verwendet wird.
Vorzugsweise wird bei dem erfindungsgemäßen
Meßverfahren der brennbare, gasförmige Bestandteil
mit einem Trägergas vermischt, das mindestens etwa 50
Volumprozent Sauerstoff enthält; danach wird das Trägergas
in einen Detektor eingeleitet, der einen Halbleiter-Gassensor
aufweist. In dem Detektor wird die Konzentration des brennbaren Bestandteils
kontinuierlich
oder intermittierend gemessen, wobei das Sauerstoffgas den
Sensorwiderstand und damit die Meßempfindlichkeit erhöht.
Die Erfindung wird nachstehend mit bezug auf die Zeichnung
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Blockdiagramm zur Erläuterung des erfindungsgemäßen
Verfahrens,
Fig. 2 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen
der Äthanol-Konzentration in einer Flüssigkeit und
dem Widerstand eines Halbleiter-Gassensors,
Fig. 3 bis 5 schematische Darstellungen für Anwendungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Meßverfahrens bei
einem gasförmigen, brennbaren Bestandteil und
Fig. 6 eine graphische Darstellung der Meßergebnisse bei
erfindungsgemäßen und Vergleichsbeispielen.
Mit dem in Fig. 1 dargestellten Verfahren wird beispielsweise
die Äthanol-Konzentration in einer Flüssigkeit gemessen.
In einem Meßtank 17 befindet sich die Äthanol enthaltende
Flüssigkeit 1. Ein Probennehmer 3 für den brennbaren
Bestandteil (brennbare Komponente) ist in die
Flüssigkeit 1 eingetaucht und weist ein Rohr auf, das aus
einer porösen, gasdurchlässigen Membran aus Tetrafluoräthylen
besteht. Der Tank 17 ist mit einem Mantel 2 versehen,
und die Flüssigkeit 1 wird mit Hilfe eines Temperatureinstellmediums
auf einer konstanten Temperatur gehalten, das
durch eine Pumpe 11 aus einem Konstanttemperaturtank 10 in
den Mantel 2 umgewälzt wird. Der Tank 17 ist ferner mit
einem Rührer 4 zum gleichmäßigen Vermischen der Flüssigkeit 1
und mit einem Thermometer 7 versehen. Das aus reinem Sauerstoff
bestehende Trägergas wird kontinuierlich mit vorgegebener
Rate aus einem Gaszylinder 9 in den Probennehmer 3
durch ein Flußmeter 8 zugeführt. Das in der Flüssigkeit 1
enthaltene Äthanol wird gasförmig in das Trägergas durch
die Poren in der porösen Wand des Probennehmerrohrs eindiffundiert.
Das somit Äthanol enthaltende Trägergas wird direkt
in einen Halbleiter-Gassensor 5 eingeleitet. Ein vom
Sensor 5 erzeugtes elektrisches Signal wird über einen Verstärker
12 und einen Analog-Digital-Wandler 13 an einen
Mikrocomputer 14 abgegeben, der die Äthanol-Konzentration
entsprechend einer vorgegebenen Berechnungsformel berechnet.
Ein Drucker 15 sowie eine Floppy-disk-Einheit 16 sind
mit dem Mikrocomputer verbunden.
Da sich der Widerstand des Halbleiter-Gassensors mit der
Konzentration des brennbaren Bestandteils des Trägergases
ändert, kann auch beispielsweise ein Voltmeter verwendet
werden, so daß man direkt ein elektrisches Signal vom Verstärker
12, d. h. eine Spannungsänderung, ablesen kann, anstelle
der Verwendung des A/D-Wandlers 13 und des Mikrocomputers
14.
In Fig. 2 ist die Beziehung zwischen der Äthanol-Konzentration
in Wasser und dem Widerstand eines Sensors dargestellt,
der aus einem kommerziell erhältlichen, gesinterten n-Halbleiter,
bestehend hauptsächlich aus SnO₂, gebildet ist. Die
in Fig. 2 dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf Messungen
unter den nachstehenden Bedingungen:
Halbleitersensor: TGS Typ 812 (Handelsname der Firma Figalo Giken K.K.).
Flüssigkeitstemperatur: 32°C.
Poröses Teflon (PTFE)-Rohr: Fluoropore (Handelsname der Sumitomo Electric Industrial Co., Ltd.) von 10 cm Länge, 3 mm Innendurchmesser, 0,45 µm Porendurchmesser und etwa 50% Porosität.
Trägergas: Reiner Sauerstoff mit einer Reinheit von mindestens etwa 99%.
Gasflußrate: 60 ml/min.
Flüssigkeitstemperatur: 32°C.
Poröses Teflon (PTFE)-Rohr: Fluoropore (Handelsname der Sumitomo Electric Industrial Co., Ltd.) von 10 cm Länge, 3 mm Innendurchmesser, 0,45 µm Porendurchmesser und etwa 50% Porosität.
Trägergas: Reiner Sauerstoff mit einer Reinheit von mindestens etwa 99%.
Gasflußrate: 60 ml/min.
Gemäß Fig. 2 zeigen der Widerstand und die Äthanol-Konzentration
eine lineare Beziehung auf doppellogarithmischem
Papier. Ferner besteht zwischen diesen Parametern eine enge
Korrelation gemäß der nachstehenden Formel, so daß die Äthanol-Konzentration
aus dem gemessenen Widerstand des Sensors
genau berechnet werden kann:
RS = βCE -α (I)
wobei
RS = Widerstand des Sensors (kΩ)
CE = Äthanol-Konzentration in einer Flüssigkeit (g/l)
α, β = Konstanten des Meßsystems bei den jeweiligen Meßbedingungen.
CE = Äthanol-Konzentration in einer Flüssigkeit (g/l)
α, β = Konstanten des Meßsystems bei den jeweiligen Meßbedingungen.
Der aus Gleichung (I) erhaltene Wert variiert jedoch erheblich
mit der Sauerstoff-Konzentration im Trägergas. Dies
trifft insbesondere zu bei Luft als Trägergas, die etwa
21% Sauerstoff enthält. Der Wert α in der Gleichung (I) ist
so klein, daß sich der Widerstand nur sehr wenig ändert
bei einer Änderung der Äthanol-Konzentration. Dies erschwert
die genaue Messung der Änderung eines elektrischen
Signals. Im Rahmen der Erfindung sind daher verschiedene
Gasgemische mit unterschiedlichen Sauerstoffanteilen als
Trägergas untersucht worden. Dabei hat sich gezeigt, daß
eine Zunahme der Sauerstoff-Konzentration im Trägergas
zu einer Erhöhung des Sensorwiderstandes führt und daß man
eine hohe Meßgenauigkeit erhalten kann, wenn das Gas zumindest
etwa 50 Volumprozent Sauerstoff enthält und vorzugsweise
aus Sauerstoffgas mit einer Reinheit von zumindest
etwa 99 Volumprozent besteht, das als Trägergas eingesetzt
wird.
Das poröse Rohr aus Tetrafluoräthylen hat vorzugsweise einen
Innendurchmesser von 2 bis 10 mm. Das Trägergas wird vorzugsweise
mit einer Oberflächengeschwindigkeit (Gasströmungsmenge/
innere Querschnittsfläche) von etwa 4 bis etwa 50 cm/sek
zugeführt. Eine Abweichung von diesem Bereich kann zu
einer Verringerung der Genauigkeit des erhaltenen Widerstandswertes
führen. Die Länge des Rohrs kann so bemessen
sein, daß man ein Gleichgewicht zwischen der Konzentration
des brennbaren Bestandteils im Trägergas am Auslaß des Rohrs
und der Konzentration des brennbaren Bestandteils in der zu
messenden flüssigen oder gasförmigen Phase erhält. Wenn das
Rohr aus porösen Tetrafluoräthylen besteht, beträgt die
Länge vorzugsweise von etwa 2 bis 20 cm.
Obwohl poröses Tetrafluoräthylen gemäß vorstehender Beschreibung
besonders vorteilhaft für den Massetransport
ist, kann das Rohr auch aus irgendeinem anderen Material
hergestellt sein, das für den brennbaren Bestandteil durchlässig
ist, z. B. ein Silicon, ein Polypropylen oder
ein Polyesterharz, oder ein Vinylhalogenidharz, wie Polyvinylchlorid.
Die Verwendung derartiger Rohre führt nicht
notwendigerweise zu einer Änderung des vorgenannten Bereiches
der Strömungsmenge für das Trägergas. Die das vorgenannte
Gleichgewicht sicherstellende Länge des Rohrs kann
leicht experimentell ermittelt werden.
Wenn das mit brennbarem Gas und Wasserdampf gesättigte
Trägergas auf eine Temperatur unterhalb der der zu untersuchenden
Flüssigkeit abgekühlt wird, wenn es aus dem Rohr
durch den Sensor abgegeben wird, so kann ein Teil des Wasserdampfs
zu Flüssigkeitstropfen kondensieren. Der zu untersuchende
brennbare Bestandteil kann ebenfalls kondensiert
oder in Flüssigkeitstropfen gelöst werden, was zu
einer Meßungenauigkeit führt. Wenn diese Flüssigkeitstropfen
in den Detektor eindringen, verschlechtern sie die Zuverlässigkeit
oder Stabilität der Messung und beschädigen
den Sensor. Um diese Kondensation zu verhindern, muß sichergestellt
werden, daß der Durchlaß für das Trägergas
zwischen dem Auslaß des Rohrs und dem Auslaß des Detektors
insgesamt auf einer Temperatur gehalten werden, die mindestens
gleich der der zu untersuchenden Flüssigkeit ist.
In diesem Fall ist die Verwendung einer Heizvorrichtung 6
für den Trägergasdurchlaß vorteilhaft (vgl. Fig. 1). Die
Heizvorrichtung kann in üblicher Weise ausgeführt sein und
kann beispielsweise ein doppelwandiges Rohr aufweisen,
durch dessen äußeres Rohr warmes Wasser geleitet wird,
während das Innenrohr den eigentlichen Trägergasdurchlaß
bildet. Alternativ kann die Heizvorrichtung ein Warmwasserrohr
oder mehrere Warmwasserrohre aufweisen, die um den
Trägergasdurchlaß gewunden sind, oder einen Nichrom-Draht
aufweisen, der um den Trägergasdurchlaß gewickelt ist.
Vorzugsweise ist die Heizvorrichtung von einem wärmeisolierenden
Material oder einer Beschichtung oder Anformung umgeben,
beispielsweise aus Epoxyharz, Vinylchlorid, Propylen,
Styrol oder einem anderen hochmolekularen Kunstharz.
Vorzugsweise wird der Sensor von einem Warmwasserrohr oder
einer elektrischen Heizvorrichtung, beispielsweise einem
Nichrom-Draht umgeben, und diese Heizvorrichtung ist dann
von einem wärmeisolierenden Material umgeben. Die Temperatur
und die Menge des Warmwassers oder die an dem Nichrom-Draht
anliegende Spannung können so geregelt werden,
daß der Sensor auf einer konstanten Temperatur gehalten
wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl bei kontinuierlichen
als auch bei intermittierenden Messungen eingesetzt
werden. Als brennbare Bestandteile, die mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren gemessen werden können, sind beispielsweise
flüchtige brennbare Substanzen geeignet, wie Kohlenwasserstoffe,
Alkohole, Ester, Äther, Aldehyde, organische
Säuren und Mercaptane, sowie niedrige Kohlenwasserstoffe
und andere Substanzen, die bei normaler Raumtemperatur gasförmig
sind. Das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere
anwendbar auf Äthanol, Methanol, Aceton, Äthyläther, Äthylacetat,
Methyläther, Äthylen, Äthan, Acetylen, Vinylchlorid
oder andere gasförmige Kunstharzmonomere, Propangas, Erdgas,
Stadtgas, Autogas oder Benzin, Kohlenstoffmonoxid, Ammoniakgas
und andere Substanzen, die mit Hilfe eines Halbleiter-Gassensors
gemessen werden können.
Erfindungsgemäß können handelsübliche Halbleiter-Gassensoren
eingesetzt werden, wie beispielsweise die unter den Handelsnamen
TGS 812, TGS 813 und TGS 109 (Figalo Giken K.K.)
erhältlichen Sensoren (siehe auch Wiegleb, Sensortechnik (1986) Tabelle 5.4.3). Diese Sensoren sind vorzugsweise aus
einem gesinterten n-Halbleiter hergestellt, der hauptsächlich
aus SnO₂ besteht. Andere Halbleiter-Sensoren können
jedoch ebenfalls eingesetzt werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren ermöglicht einen großen Meßbereich mit hoher Genauigkeit
im Vergleich zu üblichen Verfahren mit Luft als
Trägergas.
Obwohl die Fig. 1 eine Anordnung zum Messen der Äthanol-Konzentration
in einer Flüssigkeit zeigt, so kann das erfindungsgemäße
Verfahren auch auf die Messung von brennbaren
Substanzen in der Gasphase angewendet werden. Die Fig. 3
bis 5 zeigen beispielhaft die Anordnung zum Messen der Konzentration
einer brennbaren Substanz in der Gasphase. Die
Anordnung gemäß Fig. 3 zeigt ein poröses Rohr aus Tetrafluoräthylen,
während bei der Anordnung gemäß den Fig. 4
oder 5 kein derartiges Rohr verwendet wird.
Die Anordnung gemäß Fig. 4 ist insbesondere bei Vorhandensein
lediglich einer geringen Menge einer brennbaren Substanz
anwendbar, beispielsweise in einem Backhefe-Fermenter,
und das die brennbare Substanz im Fermenter enthaltende
Gas wird direkt dem Gassensor 5 zugeführt. Das Trägergas
kann in die Gasphase (I) oder in die flüssige Phase (II)
geblasen werden, wobei im letzteren Fall es normalerweise
möglich ist, die brennbare Substanz in der flüssigen Phase
zu ermitteln.
Gemäß der in Fig. 5 dargestellten Anordnung wird eine bestimmte
Gasmenge dauernd oder intermittierend aus dem zu
untersuchenden Gas entnommen und in einem bestimmten Verhältnis
mit dem Trägergas vermischt; das erhaltene gasförmige
Gemisch wird in den Gassensor 5 eingeleitet.
Gemäß der vorstehenden Erläuterung wird anstelle von Luft
oder einem Schutzgas erfindungsgemäß ein Gas mit hohem
Sauerstoffgehalt als Trägergas verwendet, um den Meßbereich
und die Meßgenauigkeit eines Halbleiter-Gassensors erheblich
zu verbessern. Das erfindungsgemäße Verfahren ist daher
den bekannten Verfahren oder Anordnungen für ähnliche
Messungen hinsichtlich seiner Wirtschaftlichkeit, Handhabung
und Genauigkeit überlegen und daher für industrielle
Anwendungen besonders vorteilhaft.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung wird zur anaeroben
Fermentation von Backhefe (Saccharomyces cerevisiae) im
Tank 17 verwendet. Die Konzentration des dabei erzeugten
Äthanols wird mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sowie zu
Vergleichszwecken durch Gaschromatographie gemessen. In
den Beispielen 1 und 2 wird als Trägergas reiner Sauerstoff
mit einer Reinheit von etwa 99,8% oder mehr bzw.
ein Gas enthaltend etwa 50% Sauerstoff verwendet. Die anderen
Versuchsbedingungen sind folgendermaßen:
Fermentationsbedingungen: 32°C, pH=4,5 und eine Zellenkonzentration
von 10 bis 15 g/l.
Mediumzusammensetzung (pro Liter): 2500 mg Phosphorsäure, 2000 mg Kaliumchlorid, 2000 mg Magnesiumsulfat, 500 mg Ammoniumsulfat, 100 mg Natriumchlorid, 100 mg Calciumchlorid, 100 mg FeSO₄, 100 mg ZnSO₄, 20 mg MnSO₄, 5 mg CuSO₄, 0,1 mg Biotin, 20 mg Vitamin B₁, 1 mg Vitamin B₆, 20 mg Calciumpantothenat, 100 mg Inosit, 1 mg Nicotinsäure, 0,02 mg Folsäure und 1000 mg Hefeextrakt.
Meßbedingungen:
Halbleitersensor: TGS Nr. 812 (Handelsname der Figalo Giken K.K.).
Trägergas: 60 ml/min.
Probennehmer: Poröses Rohr aus Tetrafluoräthylen (Fluoropor - Handelsname) von 10 cm Länge, 3 mm Innendurchmesser und 0,45 µm Porendurchmesser.
Mediumzusammensetzung (pro Liter): 2500 mg Phosphorsäure, 2000 mg Kaliumchlorid, 2000 mg Magnesiumsulfat, 500 mg Ammoniumsulfat, 100 mg Natriumchlorid, 100 mg Calciumchlorid, 100 mg FeSO₄, 100 mg ZnSO₄, 20 mg MnSO₄, 5 mg CuSO₄, 0,1 mg Biotin, 20 mg Vitamin B₁, 1 mg Vitamin B₆, 20 mg Calciumpantothenat, 100 mg Inosit, 1 mg Nicotinsäure, 0,02 mg Folsäure und 1000 mg Hefeextrakt.
Meßbedingungen:
Halbleitersensor: TGS Nr. 812 (Handelsname der Figalo Giken K.K.).
Trägergas: 60 ml/min.
Probennehmer: Poröses Rohr aus Tetrafluoräthylen (Fluoropor - Handelsname) von 10 cm Länge, 3 mm Innendurchmesser und 0,45 µm Porendurchmesser.
Zum Vergleich wird als Trägergas im Vergleichsbeispiel 1
Luft (mit einem Sauerstoffgehalt von 21%), im Vergleichsbeispiel
2 ein Gas mit etwa 40% Sauerstoff und im Vergleichsbeispiel
3 Stickstoffgas verwendet. Alle anderen Bedingungen
der Vergleichsbeispiele entsprechen denen der vorstehenden
erfindungsgemäßen Beispiele. Die Ergebnisse sind in Fig. 6
dargestellt.
In Fig. 6 geben die Abszisse die erfindungsgemäß gemessene
Äthanol-Konzentration in der Flüssigkeit und die Ordinate
die durch Gaschromatographie gemessene Äthanol-Konzentration
an. Die Ergebnisse der Beispiele 1 und 2 mit reinem
Sauerstoff bzw. mit einem Gas enthaltend etwa 50% Sauerstoff
als Trägergas zeigen eine gute Übereinstimmung mit
den Ergebnissen der Gaschromatographie. Die Ergebnisse der
Vergleichsbeispiele 1 und 2 mit Luft bzw. einem Gas enthaltend
etwa 40% Sauerstoff als Trägergas, die mit quadratischen
bzw. dreieckigen Zeichen markiert sind, zeigen einen
Unterschied von etwa 20% oder mehr bei einer Konzentration
von etwa 2000 ppm oder mehr gegenüber den Ergebnissen der
Gaschromatographie. Dies ergibt sich aus einem größeren
Meßfehler bei der Änderung des Sensorwiderstandes mit der
Änderung der Äthanol-Konzentration, da der Wert α in der
Gleichung (I) mit einer Reduktion in der Sauerstoff-Konzentration
im Trägergas abnimmt. Im Vergleichsbeispiel 3 mit
Stickstoff als Trägergas ist es unmöglich, die Äthanol-Konzentration
zu ermitteln, da der Sensor keine merkliche
Änderung des Widerstandes mit der Äthanol-Konzentrationsänderung
zeigt.
Aus den vorstehenden Ergebnissen zeigt sich, daß das erfindungsgemäße
Verfahren die Messung einer brennbaren Substanz
mit hoher Genauigkeit gestattet.
Claims (5)
1. Verfahren zum Messen der Konzentration eines brennbaren
Bestandteils in einer Flüssigkeit oder einem Gas mittels
eines Halbleiter-Gassensors, dessen ohmscher Widerstand
in Abhängigkeit von der Konzentration des nachzuweisenden
Gases ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erhöhung
der Meßempfindlichkeit des Halbleiter-Gassensors
das nachzuweisende Gas, gemischt mit einem Sauerstoffgas
von 50 bis 99%iger Reinheit, am Halbleiter-Gassensor vorliegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sauerstoffgas in einen Probennehmer für den brennbaren
Bestandteil eingeleitet wird und daß der Probennehmer
eine gasdurchlässige Membrane aufweist und in der Flüssigkeit
oder in dem Gas angeordnet ist, um den dort
eindiffundierten brennbaren Bestandteil durch die Membran
mitzunehmen, bevor das Sauerstoffgas dem Halbleitergas-Sensor
zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Probennehmer ein poröses Polytetrafluoräthylen-Rohr
aufweist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Sauerstoffgas in den Probennehmer mit einer Oberflächengeschwindigkeit
von 4 bis 50 cm/sek eingeleitet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der Halbleiter-Gassensor im wesentlichen aus
SnO₂ besteht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57042469A JPS58158551A (ja) | 1982-03-16 | 1982-03-16 | 可燃性成分の測定方法 |
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Family
ID=12636922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833309458 Granted DE3309458A1 (de) | 1982-03-16 | 1983-03-16 | Messverfahren fuer die konzentration von brennbaren bestandteilen in einer fluessigkeit oder einem gas |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4474051A (de) |
| JP (1) | JPS58158551A (de) |
| DE (1) | DE3309458A1 (de) |
| GB (1) | GB2118722A (de) |
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