DE3319952C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zündvorrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine
mit einer Zündspule, deren Sekundärwicklung
in zwei miteinander verbundene Wicklungsbereiche
aufgeteilt ist und wenigstens eine in Richtung des Entladungsstromes
gepolte Diode und wenigstens ein Impedanzelement
enthält, das einen Gleichstrom hindurchfließen
lassen kann, wobei die Verbindung der beiden Wicklungsbereiche
als Anzapfung ausgeführt ist.
Es ist eine Hochleistungs-Zündvorrichtung der genannten
Art bekannt (DE-OS 26 06 890), welche einen zahlreiche
Schaltelemente enthaltenden Primärkreis und einen mehrere
Dioden und Impedanzelemente sowie einen Kondensator enthaltenden
Sekundärkreis benötigt. Dabei ist der Sekundärkreis
in zwei Wicklungsbereiche aufgeteilt, von denen einer viele
Windungen zur Erzeugung von Zündimpulsen hoher Spannung aufweist,
während der andere Wicklungsbereich mit weniger Windungen
zur Aufladung des Kondensators dient.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Zündvorrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine hohe
Zündspannung und einen großen Entladestrom bei geringem
Aufwand ermöglicht.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die an die
Verbindung der beiden Wicklungsbereiche der Sekundärwicklung
der Zündspule geführte Anzapfung über die in Richtung des
Entladungsstroms gepolte Diode mit einer Elektrode der Zündstrecke
verbunden ist und daß zwischen das eine Ende der
Zündspule und die mit der Diode verbundene Elektrode der
Zündstrecke das Impedanzelement geschaltet ist, wobei das
Impedanzelement so bemessen ist, daß nach Zündung der Zündstrecke
der Hauptentladestrom über die Diode und den mit
dieser in Reihe geschalteten Teilwicklungsbereich der Sekundärwicklung
der Zündspule fließt, während durch den mit
dem Impedanzelement in Reihe geschalteten Wicklungsbereich
nur ein kleiner Reststrom (I R ) des gesamten Entladestromes
(I D ) fließt.
Hierdurch wird auch eine bessere Ausnutzung der Zündspule
ermöglicht, da auch der den Entladestrom liefernde Wicklungsteil
vor der Entladung zur Erzeugung der Zündspannung
beiträgt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der
Zeichnung an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein Schaltbild einer für Verbrennungskraftmaschinen
bekannten üblichen Zündvorrichtung,
Fig. 2 ein Schaltbild eines Ausführungsbeispiels nach der
Erfindung,
Fig. 3A, 3B, 3C und 3D Äquivalent-Schaltbilder zur Erläuterung der
Arbeitsweise,
Fig. 4 eine graphische Darstellung, welche die Stromänderungen
in Abhängigkeit von der Zeit an entsprechenden Teilen
in Fig. 2 zeigt,
Fig. 5A und 5B graphische Darstellungen eines gemessenen Entladestromes
in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 im
Vergleich mit dem Entladestrom einer bekannten Vorrichtung,
Fig. 6 ein Schaltbild, welches ein Beispiel einer bekannten
Zündvorrichtung mit einer Hilfsstromquelle zeigt,
Fig. 7 ein Schaltbild, welches eine andere Ausführung der
Erfindung zeigt, und zwar in Anwendung auf die Vorrichtung
nach Fig. 6,
Fig. 8A und 8B schematische graphische Darstellungen, welche einen
Entladestrom in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7
im Vergleich mit demjenigen einer bekannten Vorrichtung
zeigt, und
Fig. 9 und 10 graphische Darstellungen von Beispielen von Entladeströmen
in dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 im
Vergleich mit einem bekannten Ausführungsbeispiel.
Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer bekannten Zündvorrichtung für
Verbrennungskraftmaschinen. Hier ist mit 1 die Primärwicklung
einer Zündspule 8 bezeichnet. 2 bezeichnet eine Sekundärwicklung
der Zündspule, während 3 einen Widerstand
darstellt, der in Reihe mit der Primärwicklung geschaltet ist.
4 ist eine Niederspannungsquelle, während 5 einen Unterbrecher
bezeichnet. 6 ist ein parallel zum Unterbrecher 5 geschalteter
Kondensator. 7 ist eine Zündstrecke, an die die Sekundärwicklung
2 angeschlossen ist.
Wie in Fig. 1 gezeigt, ist bei der bekannten Zündvorrichtung
die Zündstrecke 7 als Last
der Sekundärwicklung geschaltet. Die Impedanz der Zündstrecke
7 verändert sich in Abhängigkeit davon, ob eine Entladung erfolgt
oder nicht, sehr stark. Es heißt, vor dem Beginn einer
Entladung besitzt die Zündstrecke 7 eine sehr hohe Impedanz.
Infolgedessen muß die Zündvorrichtung eine Spannung abgeben, die
hoch genug ist, um die Isolation der Zündstrecke 7 zu durchbrechen.
Zu diesem Zwecke muß das
Spannungs-Transformationsverhältnis der Zündspule 8 groß sein, d. h., das Wicklungsverhältnis
n der Sekundärwicklung 2 zur Primärwicklung 1
muß groß sein. Dies ist in der Beschreibung als Spannungsbedingung
definiert.
Nach dem Beginn der Entladung fließt
durch die Funkenstrecke 7 ein Entladestrom, und es wird deren Impedanz
wesentlich niedriger als die Ausgangsimpedanz der Zündvorrichtung.
In diesem Zustand muß der
Zündstrecke 7 ein möglichst großer Entladestrom zugeführt werden,
um die Zündwirkung der Maschine zu erhöhen.
Um dies auszuführen, ist es erforderlich, daß das Strom-Transformationsverhältnis
groß ist, d. h., daß das Wicklungsverhältnis
n der Sekundärwicklung 2 zur Primärwicklung 1 klein ist.
Dies ist in der Beschreibung als Strombedingung definiert.
Wie sich aus den obigen Ausführungen ergibt, widersprechen sich
die Spannungsbedingung und die Strombedingung.
Deshalb ist ein Kompromiß zwischen
diesen beiden Bedingungen in der Ausführung der Zündspule 8 gesucht
worden.
Fig. 2 ist ein Schaltbild, das ein Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung wiedergibt. In Fig. 2 sind für gleiche
Komponenten gleiche Bezugszeichen wie in Fig. 1 verwendet worden.
In Fig. 2 ist mit 22 die Sekundärwicklung der Zündspule 8 bezeichnet.
23 ist eine Anzapfung an der Sekundärwicklung
22. 24 ist eine Diode, die an einem Ende mit der Zwischenanzapfung
23 verbunden ist, wobei die Diode in Durchlaßrichtung
in bezug auf einen Entladestrom geschaltet ist, so daß sie gegen
eine in der Sekundärwicklung 22 induzierte Ausgangsspannung
sperrt. 25 bezeichnet einen Widerstand, der zwischen ein Ende
der Sekundärwicklung 22 und der Funkenstrecke 7 geschaltet ist.
32 stellt ein Ausgangsende der Sekundärwicklung 22 dar, während
33 ein Rückleitungs-Schaltungsende der Sekundärwicklung 22 zeigt.
Das Bezugszeichen I d kennzeichnet einen durch die Diode 24
fließenden Strom. I R bezeichnet einen durch den Widerstand 25
fließenden Strom, und es bezeichnet I S einen durch die Zündstrecke
7 fließenden Entladungsstrom.
In dieser Ausführung sind die Polarität der Diode 24 und die
Stromrichtungen unter der Annahme bestimmt, daß an die Zündstrecke
7 eine negative Spannung angelegt ist.
Wenn während des Betriebes ein durch die Primärwicklung 1
fließender Strom durch einen bekannten Betätigungsmechanismus
unterbrochen wird, wird in der Sekundärwicklung 22 eine hohe
Spannung induziert, d. h. zwischen deren Ausgangsende 32 und
dem Rückleitungs-Schaltungsende 33, und es wird die Hochspannung
über den Widerstand 25 der Zündstrecke 7 zugeführt.
Vor Beginn der Entladung ist die Impedanz der Zündstrecke 7
so hoch, daß, wenn der Widerstandswert des Widerstandes 25 im
Vergleich zur Funkenstreckenimpedanz ausreichend klein gewählt
wird, der Einfluß des Widerstandes 25 vernachlässigt werden kann.
Da die Polarität der Diode 24, die an die Anzapfung 23
der Sekundärwicklung 22 angeschaltet ist, in bezug auf die
Polarität der Ausgangsspannung bestimmt ist, so daß die Diode
gegen eine Ausgangsspannung sperrt, tritt kein Einfluß der
Diode auf.
Wenn also die der Zündstrecke 7 zugeführte Hochspannung einen
bestimmten Wert überschreitet, erfolgt in der Zündstrecke ein
Durchbruch, wodurch zuerst eine kapazitive Entladung erzeugt
wird. Dann ändert sich die Entladung in eine induktive Entladung,
die einen Entladungsstrom durch die Zündstrecke 7 für
eine verhältnismäßig lange Zeit ermöglicht.
Die kapazitive Entladung wird durch eine örtliche Freigabe von
Energie, die in einer Kapazität um die Funkenstrecke 7 herum
gespeichert ist, während einer sehr kurzen Dauer erzeugt, die
im wesentlichen keinen Einfluß auf die Zündwirkung ausübt. Infolgedessen
soll das Wort "Entladung" die "induktive Entladung"
in der folgenden Beschreibung bedeuten.
Wie sich aus Fig. 2 ergibt, besitzt der Stromweg von der Sekundärwicklung
22 zur Zündstrecke 7 die beiden folgenden Zweige:
- (i) Diodenzweig, welcher die Diode 24 einschließt
- [Zwischenzapfung 23 der Sekundärwicklung 22 → Diode 24 → Zündstrecke 7 → Ausgangsende 32 der Sekundärwicklung]
- (ii) Widerstandszweig, welcher den Widerstand 25 einschließt
- [Rückleitungs-Schaltungsende 33 der Sekundärwicklung → Widerstand 25 → Zündstrecke 7 → Ausgangsende 32 der Sekundärwicklung]
Wenn ein Entladungsstrom in dem ersten Diodenzweig fließt, werden
ein in dem zweiten Widerstandszweig fließender Entladungsstrom
und ein über die Zündstrecke 7 fließender Entladungsstrom
durch I d , I R bzw. I S dargestellt, für die die folgende Gleichung
I S = I d + I R .
Wenn in diesem Falle der Widerstandswert des Widerstandes 25
so gewählt ist, daß der Strom I R ausreichend kleiner ist als
der Strom I d und daß der Einfluß des ersteren vernachlässigt
werden kann, folgt, daß
I S ∼ I d .
Dies bedeutet, daß der durch die Zündstrecke 7 fließende
Entladungsstrom wirksam von einer Wicklung zwischen der Zwischenanzapfung
23 und dem Ausgangsende 32 der Sekundärwicklung
22 zugeführt wird, und es wird das Wicklungsverhältnis
der Sekundärwicklung 22 zur Primärwicklung 1 durch die Zwischenanzapfung
23 wirksam herabgesetzt. Wenn also die Diode 24 leitend
wird, nimmt das Strom-Übersetzungsverhältnis zu, wodurch
ein großer Entladestrom erhalten wird.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ergibt sich von selbst,
daß die Schaltung nach Fig. 2 die Spannungsbedingung und die
Strombedingung unabhängig voneinander erfüllen kann.
Fig. 3 ist eine Ersatzschaltbild-Darstellung der folgenden
Beschreibung.
Fig. 3A zeigt einen Zustand vor dem Beginn einer Entladung,
in welchem eine in der Sekundärwicklung 22 der Zündspule 8 induzierte
Spannung über den Widerstand 25 der Zündstrecke 7 zugeführt
wird. Da zu dieser Zeit im wesentlichen kein Strom
durch die Zündstrecke 7 fließt, ist I S =0 und infolgedessen
I d =0. Das heißt, wenn die Diode 24 in ihrem Ausschalt-Zustand
bleibt, wird der Diodenzweig aus diesem Äquivalentschaltbild
weggelassen.
Fig. 3B zeigt einen Zustand nach Beginn der Entladung. Zu dieser
Zeit wird die Diode 24 leitend, und es fließt der Strom
I d , der im wesentlichen gleich dem Entladestrom I S ist, durch
die Diode, so daß die Anzapfung 23 der Sekundärwicklung 22 mit
Masse verbunden wird. Wenn die Position der
Anzapfung 23 so gewählt wird, daß sie k % der gesamten Wicklungszahl
der Sekundärwicklung 22 vom Rückleitungs-Schaltungsende
33 wird, und wenn die Spannung über der Zündstrecke 7
mit einem Wert E g angenommen wird, dann nimmt die Spannung zwischen
der Anzapfung 23 und dem Ausgangsende 32 einen Wert E g
an.
Somit ist eine Spannung E r zwischen dem Rückleitungs-Schaltungsende
33 und der Zwischenanzapfung 23 gegeben durch
Wenn also der Impedanz-(Widerstands-)Wert des Widerstandes 25
mit einem Wert R angenommen wird, und wenn die Impedanz der
Wicklung 22 vernachlässigt wird, ergibt sich der folgende Strom:
Dieser Strom fließt durch den Widerstand 25. Da während der
Entladungsperiode die Spannung E g im wesentlichen konstant
bleibt, bleibt auch der Strom I R angenähert konstant.
Wenn in diesem Falle die Impedanz R des Widerstandes 25 so gewählt
ist, daß
I R « I d ,
wird der Widerstandszweig aus Fig. 3B weggelassen, da der
Strom I R vernachlässigbar ist, und es wird ein Äquivalent-
Schaltbild nach Fig. 3C erhalten. Mit anderen Worten, der Entladestrom
I S wird etwa gleich dem Entladestrom I d . Mit dem
Ablauf der Zeit wird der Entladestrom I S und infolgedessen
der Diodenstrom I d auch allmählich auf Null verringert.
Fig. 3D zeigt einen Zustand, nach dem der Diodenstrom I d Null
geworden ist. Wenn zu dieser Zeit die Diode 24 in ihren Ausschaltzustand
zurückgekehrt ist, wird der Strom I S (≡I R )
erneut von der gesamten Sekundärwicklung 22 der Reihenschaltung
aus Widerstand 25 und Zündstrecke 7 zugeführt.
Infolgedessen erhält zu der Zeit, wenn I d gleich Null, der
Entladestrom I S eine Änderung, (1) infolge des vergrößerten
wirksamen Wicklungsverhältnisses, d. h. eines verringerten
Strom-Transformationsverhältnisses und (2) infolge einer
verringerten Lastwirkung durch die Zündstrecke 7.
Fig. 4 ist eine graphische Darstellung des Zustandes der
Ströme I S , I d und I R in den in den Fig. 3B und 3D gezeigten
Perioden, wobei gezeigt ist, daß sich der Strom I S im Zeitpunkt
t x ändert, wenn der Strom I d Null wird.
Die Beziehung:
I S = I d + I R
wird während der in den Fig. 3B und 3D gezeigten gesamten
Perioden aufrechterhalten.
Die Fig. 5A und 5B zeigen gemessene Werte der Entladungsströme,
die durch Experimente erhalten worden sind. Fig. 5A
zeigt den Stromverlauf der bekannten Zündvorrichtung nach
Fig. 1, während Fig. 5B den Stromverlauf in dem Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 zeigt.
Im Falle der bekannten Vorrichtung nach Fig. 5A wurde ein
Strom von 40 mA als Anfangswert des Entladestromes erhalten,
während im Falle der Ausführung nach der vorliegenden Erfindung
(Fig. 5B) ein Strom von ungefähr 60 mA als Anfangswert des Entladestromes
erhalten wurde. Der Anstieg des Entladestromes
um etwa 50% von 40 mA bis auf 60 mA wurde durch die automatische
Herabstufungswirkung des Wicklungsverhältnisses erhalten,
was eine Funktion ist, die durch die Anzapfung der Sekundärwicklung
und den Diodenzweig bewirkt wird.
In der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 5B besitzt
der Stromverlauf einen deutlichen Wendepunkt, wie er mit einem
kleinen x bezeichnet ist. Dies ist vorher in Verbindung mit
der Wirkungsweise beschrieben worden. In Fig. 5B ist die
mit einer gestrichelten Linie gezeigte Verlaufskurve eine
angenommene Kurve im Falle einer fehlenden Ablenkung.
Im Falle der Fig. 5B beträgt die Dauer der Entladung etwa
0,9 mS von der gestrichelten Verlaufslinie, während im Falle der
Fig. 5A die Dauer etwa 1,8 mS ist. Das heißt, bei der Ausführung
nach der Erfindung beträgt die Entladungszeit die Hälfte der
Entladungszeit in der bekannten Vorrichtung.
Dies ist verständlich im Hinblick auf die Tatsache, daß theoretisch
eine konstante Energie in der Primärwicklung 1 der
Zündspule 8 in jeder der Vorrichtung nach der Erfindung und
nach der bekannten Vorrichtung gespeichert ist, und daß im
Falle der Erfindung der Entladestromwert um einen Wert von
etwa 50% im Vergleich mit der bekannten Vorrichtung ansteigt,
wodurch die Augenblicksenergie verdoppelt wird.
Wie vorher beschrieben, macht es die Erfindung bei ihrer Anwendung
auf eine übliche Spulen-Entladungs-Zündvorrichtung möglich,
sowohl eine hohe Spannung als auch einen großen Entladestrom
zu erhalten. Das erfindungsgemäße Merkmal weist eine
maximale Wirkung auf, wenn die Erfindung auf eine Zündvorrichtung
derart angewendet wird, die eine Hilfs-Stromquelle verwendet.
Fig. 6 zeigt eine bekannte Zündvorrichtung unter Verwendung
einer Hilfs-Stromquelle.
In dieser Vorrichtung ist, wie aus einem Vergleich mit der Vorrichtung
nach Fig. 1 ersichtlich, eine Hilfs-Stromquelle 40
zur Verstärkung einer Entladung der Zündstrecke 7 in Reihe mit
oder parallel zu der die Funkenstrecke 7 und die Sekundärwicklung
2 enthaltenden Schaltung in einer gewöhnlichen
Spulen-Entladungs-Zündvorrichtung geschaltet.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung kann kurz folgendermaßen
beschrieben werden:
- (1) Eine durch einen bekannten Mechanismus in der Sekundärwicklung 2 induzierte Hochspannung wird überlagert auf die Spannung der Hilfs-Stromquelle 40 und der Zündstrecke 7 zugeführt, wodurch ein Entladevorgang erzeugt wird.
- (2) Diese Entladung dient, wenn sie einmal in Gang gesetzt ist, als Auslöse-Entladung, um die Hilfs-Stromquelle 40 auszulösen und einen Entladungsvorgang zu starten. Diese Entladung wird der Auslöse-Entladung überlagert.
- (3) Auch nach Vervollständigung der Auslösung der Primärenergie, die in der Primärwicklung 1 gespeichert ist, wird die Entladung während verhältnismäßig langer Zeit unterhalten, und zwar durch eine Energielieferung von der Hilfs-Stromquelle 40.
Mit einer solchen Zündvorrichtung unter Verwendung einer Hilfs-
Stromquelle fließt ein Strom von der Hilfs-Stromquelle 40 über
die Sekundärwicklung 2. Infolgedessen ist es unvermeidbar, daß
eine plötzliche Änderung im Strom durch die Energie-Speicherwirkung
durch die Induktivität der Sekundärwicklung 2 verhindert
wird und daß ein Energieverlust durch die Impedanz der
Sekundärwicklung 2 hervorgerufen wird.
Deshalb ist es im wesentlichen schwierig, bei der bekannten
Zündvorrichtung unter Verwendung einer Hilfs-Stromquelle eine
Verstärkung des Entladestromes unmittelbar nach dem Beginn der
Entladung zu beginnen. Infolgedessen ist der Anfangswert des
gesamten Entladestromes im wesentlichen gleich demjenigen der
Auslöseentladung. Infolgedessen führt eine Erhöhung des Anfangswertes
des Entladestromes der Auslöseentladung zu einem Anstieg
des gesamten Entladestromes. Infolgedessen ist die vorliegende
Erfindung in diesem Sinne sehr bedeutend.
Fig. 7 zeigt ein Schaltbild einer Zündvorrichtung mit einer
Hilfs-Stromquelle gemäß der Erfindung. In Fig. 7 sind die
gleichen Bezugszeichen verwendet wie diejenigen in den Fig. 2
und 6 für gleiche Komponenten. Dieses Ausführungsbeispiel entspricht
einer Vorrichtung, in welcher die Hilfs-Stromquelle 40
mit dem die Zündstrecke und die Diode enthaltenden Netzwerk
gemäß Fig. 2 verbunden ist.
Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist im wesentlichen die
gleiche wie diejenige nach den Fig. 2 und 6, weshalb die Beschreibung
nicht wiederholt werden soll. Es werden aber bedeutende
Wirkungen durch folgendes hervorgerufen:
- (1) ein Anstieg des Anfangswertes des Entladestromes, wie oben beschrieben,
- (2) eine Abnahme der Induktanz der Sekundärwicklung 22 in Abhängigkeit vom Beginn der Entladung, wodurch die Verstärkung des Endladestromes erleichtert wird, und
- (3) eine Abnahme der Impedanz der Sekundärwicklung 22, was einen Leistungsverlust zur Erhöhung der oben unter (2) genannten Wirkung zu erleichtern.
Die Fig. 8A und 8B zeigen schematisch den Verlauf des Entladestromes,
der durch die Zündvorrichtung mit Hilfs-Stromquelle
erhalten wird. Fig. 8A zeigt den Verlauf des Entladestromes im
Fall einer bekannten Zündvorrichtung mit Hilfsstromquelle, wie
sie in Fig. 6 gezeigt ist, während Fig. 8B den Verlauf des Entladestromes
im Falle einer in Fig. 7 gezeigten Ausführung der
Erfindung zeigt. In jedem Falle ist der Verlauf der Auslöseentladung
(Entladung in Abwesenheit der Hilfsstromquelle) durch
die gestrichelte Linie gezeigt.
Wie sich aus einem Vergleich des obengenannten Stromverlaufes
(A) mit (B) in Fig. 8 ergibt, erreicht die vorliegende Erfindung
auch bei einer Anwendung auf eine Zündvorrichtung mit der
Hilfs-Stromquelle gleichzeitig die Erzeugung einer hohen
Spannung für den Beginn eines Entladevorganges und einen beträchtlichen
Entladungsstrom-Verstärkungseffekt.
Unter Hinweis auf die Fig. 9 und 10 werden die Ergebnisse von
Experimenten, die mit dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 durchgeführt
worden sind, im einzelnen beschrieben. Im übrigen wurde
als Hilfsstromquelle 40 in diesem Fall ein Gleichstrom-
Gleichstrom-Wandler mit einer Rückführschaltung verwendet, wie
sie in dem japanischen Patent Nr. 10 80 198 offenbart ist.
Die Fig. 9 und 10 zeigen gemessene Ergebnisse eines Entladungsstromes,
der durch die Zündstrecke 7 floß, nachdem der
Unterbrecherkontakt 5 in den Fig. 6 und 7 in Intervallen entsprechend
Umdrehungsgeschwindigkeiten von 600 und 3000 Umdrehungen
pro Minute einer Vierzylindermaschine geöffnet und geschlossen
wurde.
Von diesen Stromverläufen sind die gestrichelten Stromverläufe
a und b Entladungsstromverlaufsformen im Falle des in Fig. 6
gezeigten bekannten Beispieles und der mit einer ausgezogenen
Linie gezeigte Verlauf c und d Stromverläufe im Falle der
erfindungsgemäßen Ausführung gemäß Fig. 7.
Wie sich aus einem Vergleich der Stromverlaufskurven nach den
Fig. 9 und 10 ergibt, ist die Erfindung durch folgende Merkmale
gekennzeichnet:
- (1) Der Anfangswert des Entladestromes steigt an;
- (2) die Entladungsdauer wird über die Gesamt-Umlaufgeschwindigkeiten einer Verbrennungskraftmaschine zwischen einem Lauf mit niedriger Geschwindigkeit und einem Lauf mit hoher Geschwindigkeit geeignet gesteuert;
- (3) das heißt, die Energieauslösung zur Zündstrecke erfolgt meistens unmittelbar nach Beginn einer Entladung.
Solche obengenannten Merkmale sind für die Zündvorrichtung für
eine Verbrennungskraftmaschine im höchsten Maße wünschenswert.
Obwohl die Erfindung in bezug auf einen Fall beschrieben worden
ist, in welchem ein Widerstand in Reihe mit der Sekundärwicklung
geschaltet ist, kann die Erfindung in gleicher Weise auch
angewendet werden, wenn der Widerstand durch eine Impedanz, wie
eine Spule, ersetzt wird.
Wie sich aus der vorhergehenden Beschreibung nach der Erfindung
ergibt, können (1) die Erzeugung einer Hochspannung zur
Sicherung eines Durchschlages der Zündstrecke und (2) eine
Verstärkung des Entladestromes zur Verbesserung des Zündungswirkungsgrades,
die als unvereinbar angesehen worden sind,
miteinander in Einklang gebracht werden. Insbesondere ermöglicht
die vorliegende Erfindung bei Anwendung einer Zündvorrichtung
mit einer Hilfsstromquelle eine im wesentlichen ideale
Zündoperation einer Verbrennungskraftmaschine.
Claims (3)
1. Zündvorrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine mit einer
Zündspule, deren Sekundärwicklung in zwei miteinander verbundene
Wicklungsbereiche aufgeteilt ist und wenigstens eine
in Richtung des Entladungsstromes gepolte Diode und wenigstens
ein Impedanzelement enthält, das einen Gleichstrom hindurchfließen
lassen kann, wobei die Verbindung der beiden Wicklungsbereiche
als Anzapfung ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die an der Verbindung der beiden Wicklungsbereiche der Sekundärwicklung
(22; 20) der Zündspule (8) geführte Anzapfung
(23) über die in Richtung des Entladungsstromes gepolte Diode
(24) mit einer Elektrode der Zündstrecke (7) verbunden ist und
daß zwischen das eine Ende der Zündspule und die mit der Diode
(24) verbundene Elektrode der Zündstrecke (7) das Impedanzelement
(25) geschaltet ist, wobei das Impedanzelement so bemessen
ist, daß nach Zündung der Zündstrecke (7) der Hauptentladestrom
über die Diode (24) und den mit dieser in Reihe geschalteten
Teilwicklungsbereich der Sekundärwicklung der Zündspule fließt,
während durch den mit dem Impedanzelement (25) in Reihe geschalteten
Wicklungsbereich nur ein kleiner Reststrom (I R ) des
gesamten Entladestromes (I d ) fließt.
2. Zündvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß in den die Diode (24) und die Funkenstrecke (7) enthaltenden
Entladungsstromkreis eine den Entladungsstrom (I S )
erhöhende Hilfsstromquelle (40) geschaltet ist.
3. Zündvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Impedanzelement ein Widerstand (25) ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| JP57095615A JPS58214670A (ja) | 1982-06-05 | 1982-06-05 | 内燃機関点火装置 |
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ID=14142451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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