DE3402105A1 - Schienengleis, insbesondere fuer eine untertage-schienenflurbahn - Google Patents

Schienengleis, insbesondere fuer eine untertage-schienenflurbahn

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Description

. W. Bernhardt Kobenhüttenweg 43, 6600 Saarbrücken
Patentanwalt Telefon681> 65000
Walter Becker GmbH, D-6605 Friedrichsthal (Saar)
"Schienengleis, insbesondere für eine Untertage-Schienenflurbahn"
Die Erfindung betrifft ein Schienengleis, insbesondere für eine Untertage-Schienenflurbahn, das aus Schienenstücke mit Unterbau aufweisenden Gleisbauteilen zusammengesetzt ist.
Die beiden Schienen eines Schienengleises haben zwar im wesentlichen immer gleichen Abstand voneinander. Sie laufen aber nicht immer parallel. Unterschiedliche Steigungsänderungen der beiden Schienen führen zu Verschränkungen. Der Fall tritt beispielsweise am Anfang und am Ende einer Kurvenüberhöhung auf, wo die äußere Schiene gegenüber der inneren ansteigt bzw. wieder abfällt, und in räumlich gekrümmten Kurven, d.h. wenn sich in einer Kurve außerdem die Steigung der Bahn ändert.
Die üblicherweise ebenen Gleisbauteile in der Form von Kreisringabschnitten müssen zur Anpassung an derartige Verhältnisse verbogen werden. Dieses Verbiegen ist mit den zur Verfügung stehenden Mitteln mühsam und zeitraubend und bleibt oft ungenügend, wodurch sich dann an den Stoßstellen umso stärkere Knicke bilden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anpassung eines aus Gleisbauteilen zusammengesetzten Schienengleises an Verwindungen der Gleisfläche zu erleichtern.
Gemäß der Erfindung ist zu diesem Zweck vorgesehen, daß die Gleisbau-
" ■ 3 /, η 21 π S
teile abwechselnd jeweils nur ein Stück der einen und der anderen Schiene aufweisen und sich außer bis zu den Enden dieses Schienenstückes bis zu einem dritten Punkt nahe oder an der anderen Schiene erstrecken.
Diese Gleisbauteile erlauben es, sie bei ihrem Einbau jeweils gegenüber dem vorangegangenen Gleisbauteil leicht zu verwinkeln auf der Verbindungslinie ihres jeweils neu angeschlossenen Schienenstückendes mit dem genannten dritten/und damit das Schienenstück unabhängig vom Verlauf der anderen Schiene ansteigen oder abfallen zu lassen. Dabei fallen zwar alle Steigungsveränderungen als Knicke an die Verbindungsstellen der Schienenstücke. Die erzielte Vereinfachung erlaubt es aber auf der anderen Seite, die Schienenstücke kurz zu halten und die Stufungen exakt und gleichmäßig über mehrere Gleisbauteile hinweg zu verteilen. So kommt im ganzen über die Vereinfachung hinaus auch eine Vergleichmäßigung zustande.
Auch gerade Gleisabschnitte lassen sich aus solchen Gleisbauteilen zusammensetzen. So kann eine vollständige Gleisanlage einheitlich aus den neuen Gleisbauteilen bestehen. Sie sind im übrigen auch an geraden Abschnitten zur Einrichtung von Steigungen und Gefällen vorteilhaft.
Vorzugsweise ist das Gleisbauteil jeweils an dem dritten Punkt mit dort angrenzenden Gleisbauteilen verbunden, d.h. das Gleis ist in der Art fortlaufend wechselseitig aneinanderschließender Dreiecke zusammengesetzt. So entsteht sehr einfach ein gleichmäßiges Gleis.
Zugleich können dabei die genannten Verbindungen in zweckmäßiger Weise die Schienenstücke der angrenzenden Gleisbauteile unmittelbar verbinden.
Für diese Verbindung ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung das Gleisbauteil an dem genannten dritten Punkt mit einem Auflager für die zusammenstoßenden Schienenstückenden versehen, das neben diesen eine Mulde aufweist, in der seitlich an den Schienenstückenden angebrachte Stollen mit der Muldenkrümmung angepaßter Unterseite liegen.
_'5 _ 3/402100
Dieses Auflager und die Abstützung darin erlauben in dem in Betracht kommenden Ausmaß beliebige Verwinkelungen aller drei beteiligten Gleisbauteile - des abstützenden und der beiden abgestützten - gegeneinander.
Vorzugsweise weist das Auflager etwa konzentrisch mit der Muldenkrümmung sich erstreckende Langlöcher zur Verschraubung des Auflagers mit den Schienenstückenden auf. Die solchermaßen angeordneten Langlöcher erlauben die Verschraubung bei den in Betracht stehenden Verwinkelungen.
Zur Steigerung der Festigkeit kann man an den Stollen ferner Konsolen mit fluchtenden Löchern zur Verschraubung der Schienenstückenden miteinander anordnen.
Damit am Schienenstoß auch dann keine Lücke in der Lauffläche entsteht, wenn die Schienen hier etwas nach unten abgewinkelt sind, sind die Enden der Schienenstücke vorzugsweise etwas von der Lauffläche der Schienen aus zurückweichend abgeschnitten.
Zweckmäßigerweise wird man das Gleisbauteil symmetrisch ausbilden, d.h. die Endpunkte des Schienenstücks und der genannte dritte Punkt werden ein gleichschenkliges Dreieck bilden.
Als besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, daß das Gleisbauteil jeweils aus dem Schienenstück und einer Schwelle besteht, an der das Schienenstück befestigt ist und auf der die andere Schiene abzustützen ist.
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wieder.
Fig. 1 zeigt einen Schienengleis in Draufsicht.
Fig. 2 zeigt in etwas größerem Maßstab ein Gleisbauteil in Draufsicht.
Fig. 3 zeigt das Gleisbauteil in einem senkrechten Schnitt nach Linie 111-111 in Fig. 2.
Fig. U zeigt in noch einmal größerem Maßstab einen Schienenstoß in Draufsicht.
Fig. 5 zeigt den Schienenstoß in Seitenansicht gemäß Fig. U nach unten.
Fig. 6 zeigt den Schienenstoß im senkrechten Schnitt nach Linie Vl-Vl in Fig. 5·
- G
3 4 U 2 Ί U b
Ein Gleis mit auf Schwellen 1 verlegten Schienen 2 und 3 ist zusammengesetzt aus Gleisbauteilen 4 und 5. Die Gleisbauteile 4 bestehen jeweils aus einer Schwelle 1 und einem einen Abschnitt der Schiene 2 bildenden Schienenstück 6. Die Gleisbauteile 5 bestehen jeweils aus einer Schwelle und einem einen Abschnitt der Schiene 3 bildenden Schienenstück 7. Sie unterscheiden sich in der Länge und der Anordnung der Krümmung der Schienenstücke 6 und 7: Die Schienenstücke 6 sind kürzer, sie bilden die Innenschiene 2 der in Fig. 1 dargestellten Kurve; die Schienenstücke 7 bilden die Außenschiene 3 der Kurve, sie sind dementsprechend langer. Die Schienenstücke 6 und 7 sind auf der jeweils zu dem betreffenden Gleisbauteile 4 bzw. 5 gehörenden Schwelle 1 in Vorfertigung befestigt. Auf der jeweils zum nächsten anderen Gleisbauteil 5 bzw. 4 gehörenden Schwelle sind sie aneinandergesetzt und abgestützt in einem auf jeder Schwelle 1 angeordneten Auflager 8.
Die Befestigung der Schienenstücke 6 an den Schwellen 1 ist in Fig. 2 und 3 im einzelnen zu erkennen. Die aus U-Profil, die Schenkel nach oben, bestehenden Schwellen 1 sind unter den Schienenstücken 6 mit einer Blechplatte 9 abgedeckt. Die Schiene, gleichfalls ein U-Profil, liegt mit dem einen Schenkel auf der Blechplatte 9 und ist außen an ihrem Rücken durch eine, wiederum auf der Blechplatte 9 stehende, Rippe 10 abgestützt. Alle Verbindungen sind geschweißt. Unter dem U-Profil der Schwelle sind an den beiden Schwellenenden zwei Fußplatten 11 angebracht; Bohrungen 12 erlauben hier ein Befestigen der Schwelle am Boden.
Das Auflager 8 ist in Fig. 2 und 3 nur im ganzen zu erkennen. Seine Darstellung im einzelnen findet sich in Fig. Λ bis 6.
Das Auflager 8 besteht aus einer z.B. 20 mm dicken Platte, die mit einem dem Hohlquerschnitt der Schwelle 1 angepaßten unteren Abschnitt 13 in die Schwelle 1 eingesetzt ist und an ihrer Oberseite eine kreisbogenförmige Mulde 14 aufweist. Auch das Auflager 8 ist durch eine, mit 15 bezeichnete, Rippe gestützt und einschließlich der Rippe mit der Schwelle 1 verschweißt. In etwa konzentrischer Anordnung mit der Mulde 14 weist es zwei Langlöcher 16 zur Verschraubung mit den beiden auf ihm abgestützten Schienenstücken 7 auf.
Die Schienenstücke 7 sind für diese Abstützung an ihren Enden außen mit Stollen 17 versehen, deren Unterseite gleichlaufend mit der Mulde gekrümmt ist. Der Mittelpunkt dieser Krümmung liegt in oder knapp oberhalb der Lauffläche der Schienenstücke 7. An den Stollen 17 befinden sich Konsolen 18 mit parallel zu den Schienenstücken 7 verlaufenden Bohrungen. Durch diese Bohrungen hindurch sind die Schienenstücke mit einer Mutterschraube 19 verbunden. Durch die Langlöcher sowie durch neben diesen in den Schienenstücken 7 angeordnete Bohrungen 20 hindurch sind die Schienenstücke 7 mit dem Auflager 8 durch Mutterschrauben 21 verbunden.
Wie in Fig. 5, rechts, strichpunktiert angedeutet, kann das rechte Schienenstück 7 gegenüber dem linken etwas nach oben oder unten
abgewinkelt sein. Gleichermaßen kann das Auflager 8 gegenüber den Schienenstücken verwinkelt sein. Die Verwinkelungen werden erlaubt durch die Möglichkeit der Verschiebung der Stollen 17 in der Mulde \L unter Beibehaltung der lückenlosen Lauffläche an der Oberseite der Schienenstücke 7 - dies aufgrund des keilförmigen Zwischenraums 22 an der Stoßstelle auch bei Abwinkelung nach unten -, durch ein verhältnismäßig weites Spiel der Mutterschrauben 19 in den Bohrungen der Konsolen 18, durch ballige Ausbildung der Außenseiten der Konsolen als Widerlager für die Mutter und den Schraubenkopf der Mutterschraube 19 und schließlich durch die Erstreckung der Langlöcher
Die Bedeutung dieser Verwinkelungsmöglichkeit ist eingangs erklärt.
Der Vollständigkeit halber sei nur noch bemerkt, daß die in Fig. Λ erscheinenden Enden der Gleisbauteile 5 der Beschreibung der Gleisbauteile zu Fig. 2 entsprechen.
- Leerseite

Claims (8)

3 /' O ? Λ Ο δ Dr.-lng. W. Bernhardt Kobenhüttenweg 43, 6!600 Saarbrücken Patentanwalt Telefon (°681) 65000 Patentansprüche:
1. Schienengleis, insbesondere für eine Untertage-Schienenflurbahn, das aus Schienenstücke (6;7) mit Unterbau (1) aufweisenden Gleisbauteilen (4;5) zusammengesetzt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gleisbauteile (4;5) abwechselnd jeweils nur ein Stück (6;7) der einen und der anderen Schiene (2;3) aufweisen und sich außer bis zu den Enden dieses Schienenstückes (6;7) bis zu einem dritten Punkt (8) nahe oder an der anderen Schiene (3;2) erstrecken.
2. Schienengleis nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gleisbauteil (4;5) jeweils an dem dritten Punkt (8) mit zwei dort angrenzenden Gleisbauteilen (5;4) verbunden ist.
3· Schienengleis nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die genannte Verbindung zugleich die Schienenstücke (6;7) der angrenzenden Gleisbauteile (4;5) verbindet (8).
4- Schienengleis nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gleisbauteil (4;5) an dem dritten Punkt zur Verbindung der Schienenstücke der angrenzenden Gleisbauteile (5;4) mit einem Auflager (8) für die zusammenstoßenden Schienenstückenden versehen ist, das neben diesen eine Mulde (14) aufweist, in der seitlich an den Schienenstückenden angebrachte Stollen (17) mit der Muldenkrümmung angepaßter Unterseite liegen.
5. Schienengleis nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Auflager (8) etwa konzentrisch mit der Muldenkrümmung sich erstreckende Langlöcher (16) zur Verschraubung des Auflagers (8) mit den Schienenstückenden aufweist.
6. Schienengleis nach Anspruch 4 oder 5> dadurch gekennzeichnet, daß an den Stollen (17) Konsolen (18) mit fluchtenden Löchern zur Verschraubung (19) der Schienenstückenden miteinander angeordnet sind.
7. Schienengleis nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schienenstückenden von der Lauffläche der Schienen (2;3/6;7) aus zurückweichend abgeschnitten sind.
8. Schienengleis nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils die Endpunkte des Schienenstücks (6;7) und der genannte dritte Punkt (8) ein gleichschenkliges Dreieck bilden.
9· Schienengleis nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleisbauteil (4;5) jeweils aus dem Schienenstück (6;7) und einer Schwelle (1) besteht, an der das Schienenstück (6;7) befestigt ist und auf der die andere Schiene (3;2) abzustützen ist.
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