Die Erfindung bezieht sich auf ein Handetikettiergerät zum
Bedrucken und Aufbringen druckempfindlicher Etiketten, die an
einem Trägerband lösbar befestigt sind, mit einem Gehäuse, ei
nem mit dem Gehäuse verbundenen Handgriff, einer Druckeinrich
tung zum Bedrucken von Etiketten, die einen elektrisch ansteu
erbaren Druckkopf mit einer Vielzahl von Druckelementen umfaßt,
einer Ablöseeinrichtung zum Ablösen bedruckter Etiketten, einer
Aufbringeinrichtung zum Aufbringen bedruckter Etiketten, einer
Vorschubeinrichtung zum Bewegen des Trägerbandes, Führungsmit
teln, die eine Bahn begrenzen, um das Trägerband zur Druckein
richtung, zur Ablöseeinrichtung und zur Vorschubeinrichtung
zu führen, wobei der Handgriff als Aufnahme für eine elektri
sche Spannungsquelle zum Betrieb des Druckkopfes ausgebildet
ist.
Ein Handetikettiergerät dieser Gattung ist in der EP 0 066 777 A2
beschrieben. Bei diesem bekannten Handetikettiergerät
ist der Handgriff mit dem Gehäuse lösbar verbunden. Zu diesem
Zweck ist in dem Gehäuse ein schwalbenschwanzförmiger Schlitz
ausgebildet, in den eine am Handgriff angeordnete komplementär
ausgebildete Kupplungsleiste einführbar ist. Eine Trennung des
Handgriffs vom Gehäuse ist nur möglich, wenn auf beide Teile
entgegengesetzt gerichtete Kräfte ausgeübt werden, die zu dem
Schlitz bzw. zu der Kupplungsleiste parallel sind. Es hat sich
gezeigt, daß dieses Handetikettiergerät beschädigt werden kann,
wenn es mit übermäßigen Kräften belastet wird. Solche übermäßi
gen Kräfte können insbesondere dann auftreten, wenn das Hand
etikettiergerät versehentlich auf den Boden fällt.
Aus der DE 28 11 247 A1 ist ein Handetikettiergerät be
kannt, bei dem die Aufsteckachse der Andrückrolle mit ihrem
einen Endbereich in einer Aussparung derart lose gelagert ist,
daß sie bei Ausübung einer übermäßigen Stoßkraft auf die An
drückrolle aus der Aussparung herausrutschen und nachgiebig
ausweichen kann.
Bei einem in der DE 28 40 543 A1 beschriebenen Handetiket
tiergerät kann ein seitlich angebrachter Deckel bei Stoßbela
stung ebenfalls elastisch ausweichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsge
mäßes Handetikettiergerät zu schaffen, das auch beim Auftreten
übermäßiger Belastungen vor einer Beschädigung geschützt ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der
Handgriff mit dem Gehäuse über Trennverbindungsmittel lösbar
verbunden ist, die eine Trennung des Handgriffs vom Gehäuse er
möglichen, wenn auf das Etikettiergerät übermäßige Kräfte aus
geübt werden und die Gefahr einer Beschädigung des Etikettier
gerätes besteht.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnun
gen dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes
Handetikettiergerät,
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsdarstellung eini
ger Bestandteile des erfindungsgemäßen Handeti
kettiergerätes,
Fig. 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung des
Gerätegehäuses und des Handgriffs mit der
elektrischen Energiequelle,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Unterbrechungsverbindung
zwischen dem Handgriff und dem Gehäuse, und
Fig. 5 einen Schnitt in einer zu Fig. 4 rechtwinkligen
Ebene.
In Fig. 1 ist ein allgemein mit dem Bezugszeichen 20 be
zeichnetes Handetikettiergerät gezeigt, das ein Gehäuse 21
und einen Handgriff 22 aufweist. Eine Etikettenvorratsrolle
R besteht aus einem Trägerband W, auf dem eine Reihe druck
empfindlicher Etiketten L lösbar angeordnet ist. Das Gehäu
se 21 hat einen Innenraum 23, der einen Hilfsrahmen 24 auf
nimmt. Der Hilfsrahmen 24 stützt die Etikettenvorratsrolle
R drehbar ab und bildet eine Bahn für das Trägerband W. Das
Trägerband W wird von der Etikettenvorratsrolle R abgezogen,
teilweise um eine Rolle 25 herumgeführt, zwischen einem Druck
kopf 26 und einer als Rolle 27 ausgebildeten Platte hindurch
bewegt, teilweise um eine als Rolle 28 ausgebildete Ablöse
einrichtung herumbewegt, sodann erneut teilweise um die Plat
tenrolle 27 herumgeführt, teilweise um eine Rolle 25′ herum
bewegt, zwischen einem Vorschubrad 29 und einer Andrückrolle
30 hindurchbewegt, an einem Abstreifer vorbeibe
wegt und schließlich durch einen Austrittskanal 32 bewegt,
durch den das Trägerband W aus dem Etikettiergerät 20 aus
tritt.
Das Gehäuse 21 umfaßt einen Gehäuseabschnitt 33 mit meh
reren Öffnungen 34 und 35. Die Tasten 36 einer Tastatur 37
ragen durch die Öffnungen 34 hindurch, und eine Anzeige 38
ist durch die Öffnung 35 sichtbar.
Eine Aufbringeinrichtung 39. die eine Reihe Rollen 40
aufweist, ist über dem vorderen Etikett L angeordnet, das
von der Ablöserolle 28 nahezu vollständig abgelöst wurde.
Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß das Gehäuse 21 ferner
Gehäuseabschnitte 41 und 42 umfaßt. Die Gehauseabschnitte
41 und 42 sind im wesentlichen spiegelbildlich ausgebildet.
Die Gehäuseabschnitte 41 und 42 umfassen Seitenwände 43 und
44 und Flansche 45 und 46.
Der Druckkopf 26 ist am Boden eines Support festge
klemmt oder anderweitig befestigt, der aus Metall besteht,
um eine Wärmesenke zu bilden. Der Support 47 hat zahlreiche
Rippen 48. Der Support 47 ist über einem Support 49 ange
ordnet. Eine Stange oder eine Welle 50 mit unrundem Quer
schnitt greift mit ihren Endbereichen in entsprechende Lö
cher 51 ein, und Schrauben 52 sind durch die Gehäuseabschnit
te 43 und 44 hindurch in die Endbereiche der Stange 50 ein
geschraubt. Die Rollen 40 sind auf der Stange 50 drehbar ge
lagert, und der Support 49 hat im Abstand voneinander ange
ordnete Arme 53, durch welche die Stange 50 hindurchragt.
Ein aus Fig. 1 ersichtlicher weiterer
Support 54, durch den die Stange 50 eben
falls hindurchragt, ist unter dem Support 49
schwenkbar angeordnet.
In Fig. 1 ist eine Anordnung gedruckter Schaltpla
tinen 163 bis 168 gezeigt. Die gedruckte Schaltplatine 164
ist unter der gedruckten Schaltplatine 163 angeordnet, aber
mit Ausnahme der dazwischen bestehenden elektrischen Verbin
dungen von dieser elektrisch isoliert. Die gedruckte Schalt
platine 165 ist durch eine elektrische Bandverbindung 169
mit der gedruckten Schaltplatine 164 elektrisch verbunden,
die gedruckte Schaltplatine 165 ist durch eine elektrische
Bandverbindung mit der gedruckten Schaltplatine 166 ver
bunden, die gedruckte Schaltplatine 164 ist ferner durch eine
elektrische Bandverbindung 171 mit der gedruckten Schaltpla
tine 167 verbunden, und die gedruckte Schaltplatine 167 ist
durch eine elektrische Bandverbindung 172 mit der gedruck
ten Schaltplatine 168 verbunden. Die Anzeige 38 ist
durch eine elektrische Bandverbindung 173 mit der gedruckten
Schaltplatine 164 verbunden und der Druckkopf 26 ist durch
eine elektrische Bandverbindung 174 mit der gedruckten
Schaltplatine 164 elektrisch verbunden. Eine akustische
Einrichtung 175 ist mit der elektrischen Bandverbindung
174 verbunden. Ferner ist eine klei
ne Batterie 176 für einen (nicht gezeigten) Schwachstrom
fühlkreis mit einem vom Benutzer mit dem Zeigefinger betätig
barer Schalter 175′ zum Einleiten eines Druck- und Abgabe
zyklus elektrisch verbunden.
Die gedruckten Schaltplatinen 163 bis 168
enthalten (nicht gezeigte) elektronische Bestandteile, die
elektrisch miteinander verbunden sind, um den Druckkopf 26
entsprechend den mit der Tastatur 37 eingegebenen Daten zu
betätigen. Die gedruckten Schaltplatinen 165, 166, 167 und
168 sind alle gegenüber den gedruckten Schaltplatinen 163
und 164 geneigt, genauer gesagt, sie sind rechtwinklig zu
diesen angeordnet.
Wie dies in Fig. 4 gezeigt ist, sind
die äußeren gedruckten Schaltplatinen 166 und 168 von den
Gehäuseabschnitten 41 und 42 im Abstand angeordnet, so daß
irgendeine Verformung des Gehäuses 21 keinen Einfluß auf
die gedruckten Schaltplatinen 163 bis 168 hat. Eine solche
Verformung kann eintreten, wenn das Etikettiergerät 20 auf
den Boden fällt oder anderen übermäßigen Stoßkräften ausge
setzt wird. Die Gehäuseabschnitte 41 und 42 sind mit geeig
neten Befestigungselementen 179 am Hilfsrahmen 24 befestigt.
Ein solches Befestigungselement 179 ragt durch den Gehäuse
abschnitt 42 in einen Zapfen 181′ hinein, der sich mit be
trächtlichem Spiel durch vergrößerte Bohrungen 180 in den
gedruckten Schaltplatinen 165 bis 168 hindurch erstreckt,
so daß eine Verformung des Gehäuses 21 nicht auf die Anord
nung der gedruckten Schaltplatinen übertragen wird. Diese
Anordnung ist sehr kompakt, was für ein elektrisches
Handetikettiergerät, insbesondere für ein Handetikettierge
rät 20 mit einem Thermodruckkopf 26 sehr wichtig ist.
In den Fig. 3, 4 und 5 ist der Handgriff 22 gezeigt
der über eine Unterbrechungsverbindung 188 mit dem Gehäuse
lösbar verbunden ist. Die Unterbrechungsverbidung 188 um
faßt einen schwalbenschwanzförmigen Schlitz 189, der von
einander gegenüberliegenden nach innen ragenden Flanschen
190 und nach außen ragenden Flanschen 191 eines Verbindungs
teils 192 gebildet ist. Das Verbindungsteil 192 besteht aus
einem elastomeren Material, das eine ausgewählte Härte hat,
so daß es den Handgriff 22 am Gehäuse 21 festhält, aber nach
gibt, um das Gehäuse 21 freizugeben, wenn eine übermäßige
Kraft aufgebracht wird, beispielsweise wenn das Gerät 20
auf den Boden fällt. In diesem Fall weichen die Flansche
191 nach innen aus dem schwalbenschwanzförmigen Schlitz 189
aus, und das Gehäuse 21 und der Handgriff werden getrennt
Das Verbindungsteil 192 hat einen ebenen Bereich 193, der
in Taschen 194 der spiegelförmigen Abschnitte 195 und 196
des Handgriffs 22 festgehalten ist. Wie dies in den Fig. 4
und 5 gezeigt ist, sind J-förmige Kontakte 197 an einem
ebenen Isolator 192′ befestigt. Die gewölbten Bereiche 198
der Kontakte 197 werden von konvexen Bereichen 199 des Ver
bindungsteils 192 nachgiebig abgestützt. Die Kontakte 197
stehen mit den gewölbten Bereichen 200 von J-förmigen Kon
takten 201 in Verbindung. Die gewölbten Bereiche 200 der
Kontakte 201 werden von einem Polster 202 aus einem elasto
meren Material nachgiebig abgestützt, das in einer Tasche
203 festgelegt ist. Schrauben 204 erstrecken sich durch
einen ebenen Isolator 205. Der Handgriff 22 wird an dem
Gehäuse 21 befestigt, indem der Handgriff 22 mittels des
schwalbenschwanzförmigen Schlitzes 189 und des Verbindungs
teils 192 auf das Gehäuse 21 aufgeschoben wird. Der Hand
griff 22 wird mittels einer einen Riegel 207 belastenden
Feder 206 lösbar verriegelt. Die Feder 206 und der Riegel
207 sind in einer Tasche 208 des Handgriffabschnitts 196
verschiebbar angeordnet. Wenn sich der Handgriff 22 im
zusammengebauten Zustand befindet, dann wirkt der Riegel
207 mit einer Schulter 209 des Gehäuseabschnitts 41 zusam
men. Eine Schulter 210 des Handgriffabschnitts 196 liegt an
einem Anschlag 211 des Gehäuseabschnitts 41 an. Ein mit dem
Finger betätigbarer Vorsprung 212 des Riegels 207 ragt durch
eine Öffnung 213 des Handgriffabschnitts 195 hindurch, um
den Riegel 207 manuell ausrücken zu können. Die Handgriffab
schnitte 195 und 196 begrenzen einen Hohlraum 214 zur Auf
nahme wiederaufladbarer Batterie 212, die mit den Kontak
ten 197 verdrahtet sind. Eine Anschlußbuchse 216 ist über
eine Beilagenscheibe 217 und eine Mutter 218 mit dem Handgriff
22 verbunden. Die Anschlußbuchse 216 ist mit den Batterien
215 elektrisch verbunden, um diese aufladen zu können.