DE3543473C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektomagnetische Stell
vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
die aus der GB 20 98 004 A und auch aus der DE 29 30 692 A1 bekannt ist.
Die FR 7 33 043 und die DE 25 53 757 A1
zeigen elektromagnetische Stellvorrichtungen, bei denen ein
fest gelagertes Kernstück eine erste Wicklung und der beweglich gelagerte Anker
eine zweite Wicklung trägt.
Aus der US 40 030.3 ist es bekannt, den Anker einer elektromagnetischen Stellvorrichtung
in seiner dem Kernstück abgewandten Oberfläche im Bereich zwischen am Anker ausgebildeten
Ringschlitzen mit Kerben zu versehen, um so die zu bewegende Ankermasse zu verringern.
Die eingangs genannte elektromagnetische Stellvorrich
tung hat den Nachteil, daß die Ansprechgeschwindigkeit
nicht immer ausreichend ist.
Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, eine
gattungsgemäße elektromagnetische Stellvorrichtung bezüg
lich der Ansprechgeschwindigkeit zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 4.
Ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung wird anhand der Zeichnung erläutert.
Dabei zeigt
Fig. 1 eine seitliche Querschnittsansicht, die
den Aufbau der elek
tromagnetischen Stellvorrichtung verdeut
licht;
Fig. 2 eine schematische Darstellung, die bei
spielhaft die konzentrische Anordnung
des in Fig. 1 gezeigten Kernstücks und Ankers verdeutlicht;
Fig. 3(A) ein Beispiel von Wellenformen des dem
Kernstück und dem Anker aufgegebenen
Erregerstroms, wenn zwischen diesen eine
Anziehungskraft erzeugt wird;
Fig. 3(B) eine beispielhafte Darstellung, die das
Anziehen verdeutlicht;
Fig. 4(A) beispielhafte Wellenformen des Erreger
stroms, der dem Kernstück und dem Anker
aufgegeben wird, wenn zwischen diesen
eine abstoßende Kraft erzeugt wird; und
Fig. 4(B) eine erklärende Darstellung zur Verdeut
lichung des Abstoßens.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbei
spiel betätigt die elektromagnetische Stellvorrichtung
ein Ventil.
An einer der Stirnseiten eines Gehäuses 13 ist ein aus
einem magnetisierbaren Material wie Weicheisen gefertigtes
Kernstück 3 in Form einer ersten Kreisscheibe befe
stigt.
In seiner freien Oberfläche sind vier Ringschlitze 4 a, 4 b, 4 c
und 4 d konzentrisch mit gleichem Abstand zueinander ausge
bildet.
In jedem der Ringschlitze 4 a
bis 4 d ist eine erste Wicklung 5 a-5 d mit einer oder mehre
ren Windungen über eine Kerbe 4 e, die radial in der
Oberfläche 3 a verläuft, eingelegt. Die erste Wicklung 5 a-5 d
verläuft dabei in den Schlitzen 4 a bis 4 d so, daß die
Stromrichtung in jedem der Ringschlitze 4 a bis 4 d
alterniert. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ver
laufen die Wicklungsabschnitte 5 a und 5 c jeweils in den Ring
schlitzen 4 a und 4 c im Uhrzeigersinn, während die Wick
lungsabschnitte 5 b und 5 d in den Ringschlitzen 4 b bzw. 4 d gegen
den Uhrzeigersinn verlaufen. Wenn ein Gleichstrom den
Anschlüssen A und B der ersten Wicklung 5 a-5 d aufgegeben
wird, ist die Stromrichtung in den Wicklungsabschnitten
5 a und 5 c umgekehrt zu der Stromrichtung in den Wick
lungsabschnitten 5 b und 5 d. Es werden daher fünf ring
förmige Flächen, die auf der Oberfläche 3 a durch die
Ringschlitze 4 a bis 4 d abgegrenzt werden, derart, magne
tisiert, daß die Polarität alterniert. Im Zentrum des
Kernstücks 3 ist eine Bohrung 7 vorgesehen, die ein
Stellglied 6 so aufnimmt, daß dieser sich leicht bewe
gen kann.
Die elektromagnetische Stellvorrichtung weist einen kreisscheibenförmigen Anker 8
auf, der aus Weicheisen oder einem anderen magne
tisierbaren Material besteht. Der Anker 8 hat
dem Kernstück 3 zugewandt eine Oberfläche 8 a, in
der vier Ringschlitze 9 a, 9 b, 9 c und 9 d konzentrisch in
gleichem Abstand zueinander ausgebildet sind.
Ihre Posi
tionen entsprechen den Ringschlitzen 4 a bis 4 d des Kernstücks 3.
Eine zweite Wicklung 10 a-10 d mit einer oder
mehreren Windungen liegt in den Ringschlitzen 9 a bis 9 d
über eine Kerbe 9 e, die radial in der Oberfläche 8 a
ausgebildet ist. Die zweite Wicklung 10 a-10 d liegt in jedem
der Ringschlitze 9 a bis 9 d entsprechend der Anordnung
der ersten Wicklung 5 a-5 d des Kernstücks 3. Die Wicklungs
abschnitte 10 a und 10 c liegen also in den Ringschlitzen
9 a bzw. 9 c im Uhrzeigersinn, während die Wicklungsab
schnitte 10 b und 10 d in den Ringschlitzen 9 b bzw. 9 d
gegen den Uhrzeigersinn verlaufen. Wenn ein Gleichstrom
an die Anschlüsse C und D der zweiten Wicklung 10 a-10 d gelegt
wird, wird die Oberfläche 8 a entsprechend dem Kern
stück 3 magnetisiert. Um den Anker 8 leicht zu machen,
wird dieser so dünn wie möglich ausgebildet unter Er
haltung eines magnetischen Flusses. Zu diesem Zweck
sind weiter Kerben 11 auf der der Oberfläche 8 a gegen
überliegenden Oberfläche 8 b vorgesehen. Der Anker
8 kann so aufgebaut sein, daß die Dicke L 1 zwischen
dem Boden jedes der Ringschlitze 9 a bis 9 d und der
Oberfläche 8 b der Hälfte des lichten Abstandes L 2
zwischen benachbarten Ringschlitzen 9 a bis 9 d entspricht. Der
Grund dafür ist darin zu sehen, daß der zwischen dem
Boden jedes der Ringschlitze und der Oberfläche 8 b
auftretende magnetische Fluß der Hälfte des zwischen den
Ringschlitzen auftretenden magnetischen Flusses ent
spricht. Jede Kerbe 11 in der Oberfläche 8 b ist derart
ausgebildet, daß sie ungefähr in dem Mittelabschnitt
zwischen den Ringschlitzen liegt. Die Tiefe der Kerben 11
ist so gewählt, daß der magnetische Fluß nicht sehr
beeinflußt wird. In dem Mittelabschnitt des Ankers
8 ist eine Bohrung 12 vorgesehen, die das Stellglied
6 aufnimmt. In den Oberflächen 8 a und 8 b des Ankers
8 sind an den Umfängen der Bohrung 12 Ausnehmungen
ausgebildet.
Das Gehäuse 13 hat
einen zylindrischen Raum 13 a und kann durch Entfernen
eines Deckels geöffnet werden.
Das
Gehäuse 13 hat eine Ausdehnung, die eine Verschiebung
des Ankers 8 ermöglicht. Die Wicklungen 5 a-5 d und 10 a
-10 d werden aus dem Gehäuse 13 herausgeführt. Die
Wicklung 10 a-10 d des Ankers 8 kann eine Überlänge
haben, um die Bewegung des Ankers 8 nicht zu behindern.
An dem Bodenabschnitt des Gehäuses 13 ist ein Ventilab
schnitt 14 angeordnet. In dem Ventilabschnitt 14 ist
eine Bohrung 15 vorgesehen, die mit den Bohrungen 7 und
12 in dem Kernstück 3 bzw. dem Anker 8 kommuniziert.
Das Stellglied 6 verläuft durch die Bohrungen 7, 12 und
15. Er ist mit einem Ventilkopf 16 und
Muttern 17, 18 und 19 versehen. Der Ventilkopf 16 ist
an dem einen Ende des Stellglieds 6 ausgebildet. Die
Bohrung 15 hat einen Ventilsitz für den Ventilkopf 16 in
seiner unteren Stellung. Der Ventilkopf 16 schließt
oder öffnet den Auslaß des Ventilabschnitts 14 mittels
der Auf- und Abbewegung des Stellglieds 6, das
fest mit dem Anker 8 mittels der Muttern 17
und 18, die in Ausnehmungen der Oberflächen
8 a bzw. 8 b des Anker 8 ruhen verbunden ist. Die Mutter 19 ist in
einem Raum 15 a angeordnet, der an dem unteren Abschnitt
der Bohrung 15 ausgebildet ist und einen größeren
Durchmesser hat als die Bohrung 15. Die obere Fläche
des Raumes 15 a wird durch die untere Fläche des Kern
stücks 3 gebildet. Die Mutter 19 wirkt gemeinsam mit
dem Raum 15 a als Anschlag für die Auf- und Abbewegung
des Ankers 8. Es versteht sich, daß die Länge des
Stellglieds 6 so bestimmt ist, daß das Öffnen und
Schließen des Ventilkopfs 16 durch die Auf- und Abbewe
gung des Ankers 8 durchgeführt wird. Der Ventilab
schnitt 14 hat einen Einlaß 20 für ein Fluid. In der
gezeigten Ausführungsform wird das Fluid über den
Einlaß 20 zu der Bohrung 15 geführt und von dem unteren
Abschnitt der Bohrung 15 über den Ventilkopf 16 ausge
geben. Das Fluid kann daher in den zylindrischen Raum 13 a,
in dem das Kernstück 3 und der Anker 8 gelagert sind,
nicht eindringen, so daß der Anker 8 nicht von dem
Druck oder dem Widerstand des Fluids beeinflußt wird.
Um den Ventilkopf 16 zu öffnen, werden Erregerströme
(a) bzw. (b) in derselben Richtung gleichzeitig auf die
Wicklungen 10 a-10 d und 5 a-5 d des Ankers 8 bzw. des
Kernstücks 3 aufgegeben, wie dies in Fig. 3(A) gezeigt
ist. Der Erregerstrom (a) wird auf die Wicklung 10 a-10 d des
Ankers 8 so aufgegeben, daß der Strom von dem Anschluß
D zu dem Anschluß C fließt. Der Erregerstrom (b) wird
auf die Wicklung 5 a-5 d des Kernstücks 3 aufgegeben,
so daß der Strom von dem Anschluß A zu dem Anschluß B
fließt. Der Erregerstrom (a) kann jedoch auch so aufge
geben werden, daß er von dem Anschluß C zu dem Anschluß
d der Wicklung 10 a-10 d des Ankers 8 und der Erreger
strom (b) kann entsprechend so aufgegeben werden, daß
der Strom von dem Anschluß B zu dem Anschluß A der
Wicklung 5 a-5 d des Kernstücks 3 fließt. Entsprechend
wird, wie dies in Fig. 3(B) gezeigt ist, die Richtung
des durch jeden der Wicklungsabschnitte 5 a bis 5 d, die
in den Ringschlitzen 4 a bis 4 d liegen, fließenden
Stromes derselbe werden, wie der, der durch die Wick
lungsabschnitte 10 a bis 10 d in den Ringschlitzen 9 a bis
9 d fließt. In Fig. 3(B) und Fig. 4(B) wird der Fluß
durch die Symbole · bzw. × angegeben. Da die Richtungen
der Wicklungsabschnitte 5 a bis 5 d des Kernstücks 3 und
der Wicklungsabschnitte 10 a bis 10 d des Ankers 8
fließenden Ströme dieselben sind, ist die Polarität der
in jeder der ringförmigen Flächen der Oberfläche 3 a
der Polarität der in jeder der entsprechenden
Flächen der Oberfläche 8 a entgegegensetzt. Wenn
eine ringförmige Fläche der Oberfläche 3a ein Nordpol
ist, ist die Rinfläche der Oberfläche 8 a, die der
jeweiligen Ringfläche der Oberfläche 3 a gegenüberliegt,
ein Südpol. Es entsteht daher eine große magnetische
Anziehungskraft zwischen dem Kernstück 3 und dem Anker
8, wodurch der Anker 8 gegen das Kernstück 3 angezogen
wird. Das Stellglied 6 bewegt sich daher nach unten,
der Ventilkopf 16 wird geöffnet.
Um den Ventilkopf 16 zu schließen, werden Erregerströme
(a) bzw. (b) in unterschiedlicher Richtung gleichzeitig
auf die Wicklungen 10 a-10 d und 5 a-5 d des Ankers 8
bzw. des Kernstücks 3 aufgegeben. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel bleibt die Richtung des Erreger
stroms (b) unverändert, während die Richtung des auf
den Anker 8 aufgegebenen Erregerstroms gewechselt wird.
Es kann jedoch auch die Richtung des Erregerstroms (a)
bleiben und die Richtung des dem Kernstück 3 aufgegebe
nen Erregerstroms (b) entsprechend geändert werden.
Durch Änderung der Richtung des einen Erregerstroms (a)
oder des anderen Erregerstroms (b) sind die Richtungen
der Stromflüsse durch die Wicklungsabschnitte 5 a bis 5 d
und durch die Wicklungsabschnitte 10 a bis 10 d gegenein
ander gerichtet, wie dies in Fig. 4(B) gezeigt ist.
Die Polarität der in jeder der ringförmigen Flächen der
Oberfläche 3 a des Kernstücks 3 erzeugten magnetischen
Pole entspricht derjenigen in jeder der entsprechenden
ringförmigen Flächen der Oberfläche 8 a des Ankers 8. Es
wird daher eine starke, abstoßende Magnetkraft zwischen
dem Kernstück 3 und dem Anker 8 erzeugt,
wodurch der Anker 8 von dem Kernstück 3 abgestoßen
wird.
Claims (5)
1. Elektromagnetische Stellvorrichtung, mit
- - einem Gehäuse (13),
- - einem an einer Stirnseite des Gehäuses (13) fest gela gerten Kernstück (3) in Form einer ersten Kreisscheibe, in deren dem Gehäuse (13) abgewandten freien Oberfläche (3 a) zueinander konzentrische Ringschlitze (4 a-4 d) vorgesehen sind,
- - einer in die Ringschlitze (4 a-4 d) des Kernstücks (3) derart eingesetzten ersten Wicklung (5 a- 5 d), daß ein sie durchfließender Erregerstrom in benach barten Ringschlitzen (4 a-4 d) gegensinnig fließt,
- - einem in dem Gehäuse (13) axial an das Kernstück (3) anschließend axial beweglich gelagerten Anker (8) in Form einer zweiten Kreisscheibe, und
- - einem mit dem Anker (8) fest verbundenen Stellglied (6),
dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Anker (8) in seiner dem Kernstück (3) zugewand ten Oberfläche (8 a) mit Ringschlitzen (9 a-9 d) versehen ist, die denjenigen im Kernstück (3) entsprechen und diesen axial gegenüberliegend angeordnet sind und die eine der ersten Wicklung (5 a-5 d) entsprechende zweite Wicklung (10 a-10 d) mit gegensinniger Wicklungsrichtung in einander benachbarten Ringschlitzen (9 a-9 d) aufneh men.
2. Elektromagnetische Stellvorrichtung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke (L 1) des Ankers
(8) in axialer Richtung im Bereich seiner Ringschlitze
(9 a-9 d) etwa der Hälfte des lichten Abstandes (L 2) zwi
schen zwei benachbarten Ringschlitzen (9 a-9 d) ent
spricht.
3. Elektromagnetische Stellvorrichtung nach Anspruch 1
und Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der dem
Kernstück (3) abgewandten Oberfläche (8 b) des Ankers (8)
im Bereich zwischen den Ringschlitzen (9 a-9 d) zueinan
der konzentrische Kerben (11) eingebracht sind.
4. Elektromagnetische Stellvorrichtung nach einem der
vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
erste und zweite Wicklung (5 a-5 d, 10 a-10 d) seriell
miteinander verbunden sind.
Applications Claiming Priority (1)
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| JP59263769A JPS61142708A (ja) | 1984-12-15 | 1984-12-15 | 電磁アクチュエ−タ |
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