DE3612122C2 - - Google Patents
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- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
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- B62D7/06—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins
- B62D7/14—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering
- B62D7/15—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering characterised by means varying the ratio between the steering angles of the steered wheels
- B62D7/1581—Steering linkage; Stub axles or their mountings for individually-pivoted wheels, e.g. on king-pins the pivotal axes being situated in more than one plane transverse to the longitudinal centre line of the vehicle, e.g. all-wheel steering characterised by means varying the ratio between the steering angles of the steered wheels characterised by comprising an electrical interconnecting system between the steering control means of the different axles
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- Steering Control In Accordance With Driving Conditions (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur
Lenkung der Hinterräder eines Kraftfahrzeuges, das
steuerbare Vorder- und Hinterräder aufweist.
Es ist ein Kraftfahrzeug bekannt, das eine Steuervor
richtung zur Steuerung der Vorderräder entsprechend dem
Winkel, um den ein Steuerrad gedreht wird, eine Steuervor
richtung zur Steuerung der Hinterräder mit einem Betäti
gungsglied und eine Steuervorrichtung aufweist, die auf
die Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeuges und den Steuer
winkel des Steuerrades anspricht, um den Betrieb des
Betätigungsgliedes zu steuern, um die Hinterräder selektiv
in die gleiche oder entgegengesetzte Richtung wie die
Vorderräder zu lenken. Ein derartiges Kraftfahrzeug geht
beispielsweise aus den japanischen offengelegten Patent
anmeldungen 59-70 261, 59-77 968, 59-77 970, 59-77 971, 59-81 257
und 59-81 258 hervor.
Das Kraftfahrzeug mit steuerbaren Vorder- und Hinterrädern
ist aus den folgenden Gründen vorteilhaft. Wenn ein nur
durch die Vorderräder gesteuertes Kraftfahrzeug eine
S-förmige Kurve mit einer relativ hohen Geschwindigkeit
durchfährt, muß sich das Fahrzeug um einen großen Gier
winkel R um seine Achse drehen, damit sein Schwerpunkt
nicht von der vorgegebenen Kurvenbahn abweicht, wie dies
in Fig. 1a dargestellt ist. Wenn ein Kraftfahrzeug mit
steuerbaren Vorder- und Hinterrädern entlang einer
S-förmigen Kurve mit einer relativ hohen Geschwindigkeit
fährt, werden die Vorder- und Hinterräder in dieselbe
Richtung gesteuert, wie dies in Fig. 1b dargestellt
ist, damit der Gierwinkel wesentlich verringert oder ganz
vermieden und so die Drehbewegung des Kraftfahrzeuges so
gering wie möglich gehalten wird.
Als Ergebnis weist dieses Kraftfahrzeug verbesserte
dynamische Eigenschaften auf, d. h. die Ansprechverzögerung
in der Bewegung des Kraftfahrzeuges wird verringert und die
Reifen bleiben in einem größeren Geschwindigkeitsbereich
auf der Oberfläche kurviger Straßen haften, so daß das
Kraftfahrzeug höhere Grenzwerte in bezug auf sein Betriebs
verhalten und seine Manövrierbarkeit aufweist.
Wenn ein Kraftfahrzeug mit gesteuerten Vorderrädern
entlang einer Kurve mit niedriger Geschwindigkeit fährt,
besteht eine große Differenz zwischen den Rollkreis
radien, denen die Vorder- und Hinterräder folgen, wie dies
in Fig. 2a dargestellt ist. Aus diesem Grunde kann der mit
dem Kraftfahrzeug zu durchfahrende Rollkreisradius nicht
unter einen bestimmten Grenzwert verringert werden. Bei
einem Kraftfahrzeug mit steuerbaren Vorder- und Hinter
rädern werden jedoch die Vorder- und Hinterräder in
entgegengesetzte Richtung gesteuert, wie dies in Fig.
2b dargestellt ist. Dies hat zur Folge, daß der Rollkreis
radius, dem das Kraftfahrzeug folgt, kleiner sein kann, da
die Differenz 1 zwischen den Rollkreisradien der Vorder-
und Hinterräder im wesentlichen beseitigt ist.
Das Steuerprinzip zur Lenkung der Hinter
räder des steuerbare Vorder- und Hinterräder aufweisenden
Kraftfahrzeuges besteht daher darin, daß der Gierwinkel R
und damit die Drehung des Kraftfahrzeuges um seine
Hochachse auf Null verringert wird.
Bei einer herkömmlichen Vorrichtung zur Steuerung der
Hinterradlenkung werden die Hinterräder um einen Winkel
gesteuert, der entsprechend der Fahrgeschwindigkeit des
Kraftfahrzeuges oder dem Steuerwinkel des Steuerrades
vorbestimmt wird. Eine andere Vorrichtung mißt direkt die
tatsächliche Gierbewegung und steuert die Hinterräder auf
der Basis dieser gemessenen Werte.
Bei dieser Vorrichtung kann zwar die Gierbewegung gemessen
werden, jedoch ist die Methode in der Praxis nicht verwend
bar, weil ihre Zuverlässigkeit gering ist und weil das
System sehr aufwendig und teuer ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher
darin, eine praktische Vorrichtung zur Lenkung der
Hinterräder eines Kraftfahrzeuges, das ein von dem
Steuersystem für die Vorderräder unabhängiges Steuersystem
für die Hinterräder aufweist, anzugeben, die sich von den
herkömmlichen Vorrichtungen dadurch unterscheidet, daß es
auf einfache und zuverlässige Weise in der Lage ist, die
Gierbewegung des Fahrzeuges im wesentlichen auf Null zu
reduzieren.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Lenkung der
Hinterräder eines Kraftfahrzeuges, das ein steuerbares
rechtes Vorderrad, ein steuerbares linkes Vorderrad, ein
steuerbares rechtes Vorderrad und ein steuerbares linkes
Hinterrad, eine Steuervorrichtung zur Steuerung der
Vorderräder entsprechend dem Winkel, um den ein Steuerrad
gedreht wird, eine Steuervorrichtung zur Steuerung der
Hinterräder, ein Betätigungsglied zur Betätigung der
Steuervorrichtung für die Hinterräder und eine
Steuervorrichtung zur Steuerung des Betriebes des
Betätigungsgliedes, um die Hinterräder selektiv in die
gleiche oder entgegengesetzte Richtung wie die Vorderräder
zu lenken, aufweist. Mit dieser Vorrichtung werden die
Drehzahlen der Vorder- und Hinterräder in bezug auf den
Boden bestimmt und wird der Betrieb des Betätigungsgliedes
mit der Steuervorrichtung derart gesteuert, daß eine
Differenz zwischen den Drehzahlen der Vorder- und
Hinterräder in bezug auf den Boden im wesentlichen auf
Null reduziert wird. Der Betrieb des Betätigungsgliedes
kann durch die Steuervorrichtung derart gesteuert werden,
daß entweder die Differenz zwischen den Drehzahlen des
linken Vorderrades und des linken Hinterrades in bezug auf
den Boden im wesentlichen auf Null reduziert wird, oder
daß die Differenz zwischen den Drehzahlen des rechten
Vorderrades und des rechten Hinterrades in bezug auf den
Boden im wesentlichen auf Null reduziert wird, oder daß
die Summe der Differenz zwischen den Drehzahlen des linken
Vorderrades und des linken Hinterrades in bezug auf den
Boden und der Differenz zwischen den Drehzahlen des
rechten Vorderrades und des rechten Hinterrades in bezug auf
den Boden im wesentlichen auf Null reduziert wird.
Weiterhin kann der Betrieb des Betätigungsglieds mit der
Steuervorrichtung derart gesteuert werden, daß die
Differenz zwischen der Summe der Drehzahlen des rechten
und linken Vorderrades in bezug auf den Boden und die Summe
der Drehzahlen des rechten und linken Hinterrades in bezug
auf den Boden im wesentlichen auf Null reduziert wird.
Bei der obengenannten Anordnung wird die Lenkung der
Hinterräder derart gesteuert, daß die Vorder- und
Hinterräder im wesentlichen den gleichen Kurvenradien
folgen. Dadurch wird die Gierbewegung des Kraftfahrzeuges
so gering wie möglich gehalten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1a und 1b schematische Darstellungen, die die Wege
zeigen, denen ein Kraftfahrzeug mit
steuerbaren Vorderrädern bzw. ein
Kraftfahrzeug mit steuerbaren Vorder- und
Hinterrädern folgt, und das Kraftfahrzeug
eine S-förmige Kurve mit einer relativ
hohen Geschwindigkeit durchfährt;
Fig. 2a und 2b schematische Darstellungen, die die Wege
zeigen, denen Kraftfahrzeuge folgen, wenn
sie entlang einer Kurve mit relativ
niedriger Geschwindigkeit fahren;
Fig. 3 eine schematische Darstellung zur
Erläuterung des Grundkonzepts der
vorliegenden Erfindung;
Fig. 4 eine schematische Darstellung zur
Erläuterung eines Beispieles, in dem ein
Hinterrad entsprechend dem Konzept der
vorliegenden Erfindung gesteuert wird;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Systems
zur Steuerung der Vorder- und Hinterräder
eines Kraftfahrzeuges und
Fig. 6 ein Ablaufdiagramm der aufeinanderfolgenden
Schritte des Betriebes einer Steuervorrich
tung in dem in der Fig. 3 dargestellten
System.
Im folgenden wird das Hauptkonzept der vorliegenden
Erfindung zunächst im Zusammenhang mit Fig. 3
erläutert.
Der Kürze halber wird nur auf ein Vorderrad f und ein
Hinterrad r auf einer Seite (beispielsweise auf der linken
Seite) eines Kraftfahrzeuges eingegangen, und es wird
vorausgesetzt, daß der Schwerpunkt G des Kraftfahrzeuges
zwischen seinen Achsen liegt. Um die seitliche Gierbe
wegung zu eliminieren, wenn das Kraftfahrzeug eine Kurve
fährt, ist es nötig, daß das Dreieck, das
durch den Mittelpunkt 0 der Kurve, den Mittelpunkt Pf
des Vorderrades und den Mittelpunkt Pr des Hinterrades
gebildet wird, ein gleichschenkeliges Dreieck ist, dem die
beiden Seiten , , d. h. die Radien Rf, Rr, der Bögen,
entlang denen das Vorderrad und das Hinterrad ihre Kurven
fahren, einander gleich sind, daß der Schwerpunkt G auf
der senkrechten Halbierenden der Strecke zwischen den
Mittelpunkten Pf, Pr des Vorderrades und des Hinterrades
liegt, und daß das Vorderrad f und das Hinterrad r
senkrecht zur Strecke bzw. senkrecht zur Strecke
gerichtet sind, die sich zwischen dem Mittelpunkt Pf des
Vorderrades bzw. dem Mittelpunkt Pr des Hinterrades und dem
Mittelpunkt C der Kurve erstrecken. Weil die Winkelgeschwin
digkeiten R der Punkte Pf, Pr einander gleich sind, sind
die Drehzahlen des Vorderrades und des Hinterrades in bezug
auf die Erde einander gleich. Die vorliegende Erfindung
beruht daher auf dem Grundkonzept, daß die Steuerung des
Hinterrades derart erfolgt, daß die Drehzahlen des Vorder
rades und des Hinterrades und damit die Radien Rf, Rr der
Kurven des Vorderrades und des Hinterrades einander gleich
sind, um dadurch die Gierbewegung des Kraftfahrzeuges so
klein wie möglich zu machen.
Ein Beispiel für die Steuerung des Hinterrades, das auf dem
obigen Konzept beruht, wird in Zusammenhang mit Fig. 4
beschrieben. In dem dargestellten Beispiel ist nur das
Vorderrad f nach rechts gesteuert und das Hinterrad r ist
nicht gesteuert. Dabei ist die Drehzahl des Hinterrades in
bezug auf den Boden kleiner als die Drehzahl des Vorder
rades und ist der Rollkreisradius Rr des Hinterrades kleiner
als der Rollkreisradius Rf des Vorderrades. Um die Drehzahl
des Hinterrades in bezug auf die Erde mit der Drehzahl des
Vorderrades in bezug auf die Erde auszugleichen, ist es
erforderlich, den Rollkreisradius Rr des Hinterrades derart
zu vergrößern, daß er gleich dem Rollkreisradius Rf des
Vorderrades ist. Um diese Anforderung zu erfüllen, muß das
Hinterrad in eine Richtung entgegengesetzt zu der Richtung
gesteuert werden, in die das Vorderrad gesteuert wird.
Wenn die Drehzahl des Hinterrades in bezug auf den Boden
größer ist als die Drehzahl des Vorderrades in bezug auf
den Boden, kann die obige Forderung dadurch erfüllt
werden, daß das Hinterrad in dieselbe Richtung wie
diejenige gesteuert wird, in die das Vorderrad gesteuert
wird.
Fig. 5 zeigt ein System zur Steuerung der Vorderräder und
der Hinterräder eines Kraftfahrzeuges. Das Kraftfahrzeug
enthält ein Steuerrad 1, ein Paar von Vorderrädern 2, 2,
eine Vorrichtung 3 zur Steuerung der Vorderräder 2, 2, ein
Paar von Hinterrädern 4, 4, eine Vorrichtung 5 zur
Steuerung der Hinterräder 4, 4 ein Betätigungsglied 6 zur
Betätigung der Vorrichtung 5 und eine Steuervorichtung 7,
die einen Computer zur Steuerung des Betriebs des Betäti
gungsgliedes 6 aufweist. Das Betätigungsglied 6 kann einen
elektrischen Motor enthalten, der nur dann betreibbar ist,
wenn er erregt ist.
Die Vorrichtung 5 zur Steuerung der Hinterräder enthält
einen Steuersensor 51 zur Ermittlung der Lage, in die die
Hinterräder 4, 4 gesteuert sind. Wenn die Hinterräder 4, 4
durch das Betätigungsglied 6 gesteuert werden, das wiederum
durch die Steuervorrichtung 7 gesteuert wird, liefert der
Steuersensor 51 eine Information an die Steuervorrichtung
7, die für das Ausmaß repräsentativ ist, in dem die
Hinterräder 4, 4 gesteuert sind.
Den Voderrädern 2, 2 und den Hinterrädern 4, 4 sind jeweils
entsprechende Drehzahlsensoren 21, 22, 41, 42 zur Ermittlung
der Drehzahlen Wfl, Wfr, Wrl, Wrr der Vorderräder und der
Hinterräder zugeordnet. Die von diesen Drehzahlsensoren
21, 22, 41, 42 ermittelte Information wird ebenfalls an die
Steuervorrichtung 7 gegeben.
Die Steuervorrichtung 7 prüft von Zeit zu Zeit die
Drehzahlen Wfl, Wfr, Wrl, Wrr der Vorderräder 2, 2 und der
Hinterräder 4, 4, berechnet die wirksamen Reifenradien
Rfl, Rfr, Rrl, Rrr der Vorderräder und der Hinterräder und
bestimmt die Geschwindigkeit Rfl · Wrl, Rfr · Wfr, Rrl · Wrl,
Rrr · Wrr der Vorderräder und der Hinterräder in bezug auf
den Boden in der Form der Produkte RW der Drehzahlen W und
der effektiven Reifenradien R der Vorderräder 2, 2 und der
Hinterräder 4, 4, während das Kraftfahrzeug eine Kurve
fährt. Die Steuervorrichtung 7 ist so programmiert, daß
sie die obige Berechnung ausführt, und daß sie auch die
Operation des Betägigungsgliedes 6 derart steuert, daß die
Differenz (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) zwischen den Geschwindig
keiten des linken Vorderrades 2 und des linken Hinterrades 4
in bezug auf den Boden, oder die Differenz (Rfr · Wfr - Rrr ·
Wrr) der Geschwindigkeit des rechten Vorderrades 2 und
des rechten Hinterrades 4 in bezug auf den Boden, oder
wenigstens eine dieser Differenzen, der die Summe (Rfl · Wfl
- Rrl · Wrl) + (Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) dieser Differenzen oder
die Differenz (Rfl · Wfl + Rfr · Wrf) - (Rrl · Wrl + Rrr · Wrr)
zwischen der Summe dieser Geschwindigkeiten der Vorderrä
der 2, 2 in bezug auf den Boden und die Summe der Geschwin
digkeiten der Hinterräder 4, 4 in bezug auf den Boden im
wesentlichen auf Null verringert wird.
In der obigen Ausführungsform werden die Geschwindigkeiten
der Räder in bezug auf den Boden aus den effektiven Radien
der Reifen abgeleitet. Die Geschwindigkeiten der Räder
können jedoch auch direkt gemessen werden oder auf eine
andere Weise abgeleitet werden.
Der Betrieb der Steuervorichtung 7 wird nun in
Zusammenhang mit dem Ablaufdiagramm der Fig. 6
beschrieben.
Die Steuervorrichtung 7 wird in einem Schritt P 1
initialisiert, wenn der Zündschalter des Kraftfahrzeuges
eingeschaltet wird. In einem Schritt P 2 werden die
Drehzahlen Wfl, Wfr, Wrl, Wrr der Vorder- und Hinterräder
2, 2, 4, 4, die durch die Drehzahlsensoren 21, 22, 41, 42
ermittelt werden, gelesen. In einem Schritt P 3 wird die
Fahrgeschwindigkeit V des Kraftfahrzeuges berechnet. Dann
werden in einem Schritt P 4 die effektiven Reifenradien R
der Vorder- und Hinterräder 2, 2, 4, 4 aus der Fahrgeschwin
digkeit V des Kraftfahrzeuges und den Drehzahlen Wfl, Wfr,
Wrl, Wrr der Vorder- und Hinterräder 2, 2, 4, 4 berechnet.
Danach wird zu einem Schritt P 5 übergegangen, in dem die
Geschwindigkeiten R·W der Vorder- und Hinterräder 2, 2, 4, 4
in bezug auf den Boden berechnet werden. Daraufhin folgt
ein Schritt P 6, in dem die Differenz (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl)
zwischen den Geschwindigkeiten des linken Vorderrades 2 und
des linken Hinterrades 4 in bezug auf den Boden, oder die
Differenz (Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) zwischen den Geschwindig
keiten des rechten Vorderrades 2 und des rechten Hinterrades
4 in bezug auf den Boden, oder die Summe (Rfl · Wfl - Rrl ·
Wrl) + (Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) dieser Differenzen, oder die
Differenz (Rfl · Wfl + Rfr · Wfr) - (Rrl · Wrl + Rrr · Wrr)
zwischen der Summe der Geschwindigkeiten der Vorderräder
2, 2 in bezug auf den Boden und der Summe der Geschwindig
keiten der Hinterräder 4, 4 in bezug auf den Boden berech
net wird.
Bei Kraftfahrzeugen, bei denen die Spurweiten der Vorder-
und Hinterräder gleich sind, und bei denen der Schwerpunkt
in der Mitte des Achsabstandes angeordnet ist, sollte die
Differenz (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) zwischen den Geschwindig
keiten des linken Vorderrades 2 und des linken
Hinterrades 4 in bezug auf den Boden, der die Differenz
(Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) zwischen den Geschwindigkeiten des
rechten Vorderrades 2 und des rechten Hinterrades 4 in bezug
auf den Boden oder wenigstens eine dieser Differenzen auf
Null verringert werden, um es zu ermöglichen, daß die
Vorder- und Hinterräder 2, 2, 4, 4 im wesentlichen dieselben
Wege zurücklegen, um die Gierbewegung des Kraftfahrzeuges
zu minimieren.
Im allgemeinen sind jedoch bei Kraftfahrzeugen die
Spurweiten der Vorder- und Hinterräder nicht gleich und im
allgemeinen ist auch der Schwerpunkt des Kraftfahrzeuges
nicht auf der Mitte des Achsabstandes angeordnet. Aus
diesem Grunde sollte die Summe (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) + (Rfr · Wfr
- Rrr · Wrr) der obengenannten Differenzen oder die
Differenz (Rfl · Wfl + Rfr · Wfr) - (Rrl · Wrl + Rrr · Wrr) zwischen
der Summe der Geschwindigkeiten der Vorderräder 2, 2 in
bezug auf den Boden und die Summe der Geschwindigkeiten
der Hinterräder 4, 4 in bezug auf den Boden auf Null
verringert werden, um die Gierbewegung zu minimieren.
In einem Schritt P 7 wird eine Nachschlagtabelle für
die Hinterrad-Steuerwinkel in der Steuervorrichtung 7 nach
einem gewünschten Hinterrad-Zielsteuerwinkel, der auf der
berechneten Differenz (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) oder (Rfr · Wfr -
Rrr · Wrr) oder ihrer Summe (Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) + (Rfr · Wfr -
Rrr · Wrr) durchsucht. Ein den Hinterrad-Zielsteuerwinkel
anzeigendes Signal wird dann durch die Steuervorrichtung 7
an das Betätigungsglied 6 in einem Schritt P 8 gegeben, um
die Hinterräder 4, 4 derart zu steuern, daß die Differenz
(Rfl · Wfl - Rrl · Wrl) oder (Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) oder
wenigstens eine dieser Differenzen oder ihre Summe (Rfl ·
Wfl - Rrl · Wrl) + (Rfr · Wfr - Rrr · Wrr) beseitigt wird. Dann wird
zur Wiederholung des in Fig. 6 dargestellten Zyklus
zum Schritt P 2 zurückgekehrt.
Die oben beschriebenen Vorrichtung zur Steuerung der
Hinterradlenkung kann entweder in einem System zur
Steuerung der Hinterräder unabhängig von den Vorderrädern,
oder in einem von der Fahrgeschwindigkeit abhängigen
System zur Steuerung der Hinterräder angewendet werden,
wobei die Hinterräder gleichsinnig oder gegensinnig zu den
Vorderrädern gesteuert werden können. Im letzteren System
wird ein Sensor 31 für den Steuerwinkel, der in Fig. 5
durch die gepunkteten Linien dargestellt ist, dem
Steuerrad 1 zugerodnet. Beim Betrieb wird ein durch den
Sensor 31 ermittelter Winkel des Steuerrades an die
Steuervorrichtung 7 gegeben und es werden durch den
ermittelten Winkel des Steuerrades bestimmte Daten, die
die vorübergehende Richtung betreffen, in die die
Hinterräder zu steuern sind, und die eine vorübergehende
Größe betreffen, zu der die Hinterräder zu steuern sind,
durch die Information korrigiert, die durch die erfin
dungsgemäße Vorrichtung erzeugt wird. Dann wird der
Betrieb des Betätigungsgliedes 6 gestützt auf die
korrigierten Daten gesteuert.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Lenkung der Hinterräder eines Kraft
fahrzeuges, das ein steuerbares rechtes Vorderrad, ein
steuerbares linkes Vorderrad, ein steuerbares rechtes
Hinterrad und ein steuerbares linkes Hinterrad, eine
Steuervorrichtung zur Steuerung der Vorderräder ent
sprechend dem Winkel, um den ein Steuerrad gedreht wird,
eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Hinterräder, ein
Betätigungsglied zur Betätigung der Steuervorrichtung für
die Hinterräder und eine Steuervorrichtung zur Steuerung des Betriebes
des Betätigungsgliedes, um die Hinterräder selektiv in die
gleiche oder entgegengesetzte Richtung wie die Vorderräder
zu lenken, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl der
Vorder- und Hinterräder (2, 2, 4, 4) in bezug auf den Boden
bestimmt wird und der Betrieb des Betätigungsgliedes (6)
durch die Steuervorrichtung (7) derart erfolgt, daß eine
Differenz zwischen den Drehzahlen der Vorder- und Hinter
räder (2, 2, 4, 4) in bezug auf den Boden im wesentlichen auf
Null reduziert wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betrieb des Betätigungsgliedes (6) durch die
Steuervorrichtung (7) derart gesteuert wird, daß die
Differenz zwischen den Drehzahlen des linken Vorderrades
(2) und des linken Hinterrades (4) in bezug auf den Boden
im wesentlichen auf Null reduziert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betrieb des Betätigungsgliedes (6) durch die
Steuervorrichtung (7) derart gesteuert wird, daß die
Differenz zwischen den Drehzahlen des rechten Vorderrades
(2) und des rechten Hinterrades (4) in bezug auf den Boden
im wesentlichen auf Null reduziert wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betrieb des Betätigungsgliedes (6) durch die
Steuervorrichtung (7) derart gesteuert wird, daß die Summe
der Differenz zwischen den Drehzahlen des linken Vorder
rades (2) und des linken Hinterrades (4) in bezug auf den
Boden und der Differenz zwischen den Drehzahlen des
rechten Vorderrades (2) und des rechten Hinterrades (4) in
bezug auf den Boden im wesentlichen auf Null reduziert
wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Betrieb des Betätigungsgliedes (6) durch die
Steuervorrichtung (7) derart gesteuert wird, daß die
Differenz zwischen der Summe der Drehzahlen des rechten
und linken Vorderrades (2, 2) in bezug auf den Boden und der
Summe der Drehzahlen des rechten und linken Hinterrades
(4, 4) in bezug auf den Boden im wesentlichen auf Null
reduziert wird.
Applications Claiming Priority (1)
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