DE3621402A1 - Hydraulisch betaetigter stoessel - Google Patents
Hydraulisch betaetigter stoesselInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulisch betätig
ten Stößel, insbesondere zur Steuerung der Gaswechselven
tile von Brennkraftmaschinen mit im Zylinderkopf angeord
neter Nockenwelle, die mit je einem Nocken für jedes Gas
wechselventil versehen ist, wobei jeder Nocken ein Geber
organ betätigt, das hydraulisch über eine Steuerflüssig
keit mit einem Betätigungsorgan verbunden ist, welches auf
einen Tassenstößel wirkt.
Die Forderungen, die an heutige Brennkraftmaschinen ge
stellt werden, wie Veringerung des Wartungsaufwandes und
Reduzierung der Geräuschemission werden durch eine hydrau
lische Stößelbetätigung weitestgehend erfüllt.
Es ist bekannt (DE-OS 28 40 445), die Gaswechselventile
für Brennkraftmaschinen hydraulisch zu betätigen, indem
jedem Gaswechselventil ein Betätigungskolben zugeordnet
ist und dieser durch eine Steuerleitung mit einem Geber
kolben in Verbindung steht. Durch eine Nockenwelle erfährt
der Geberkolben eine oszillierende Hubbewegung. Der im Ge
berkolben erzeugte Druck wird durch eine Verbindungslei
tung auf den Betätigungskolben übertragen, der unmittelbar
auf das Gaswechselventil wirkt. Die Rückstellung des Gas
wechselventils erfolgt durch eine das Gaswechselventil be
aufschlagende Druckfeder. Die hydraulische Betätigung ist
mit regelbaren Entlüftungsdrosseln verbunden. Der Aufbau
und die Funktion eines hydraulischen Tassenstößels wird in
der Zeitschrift MTZ 41 (1980) 12 auf den Seiten 539 ff.
vorgestellt und im einzelnen näher erläutert. Das Bauteil
ist zwischen Gaswechselventil und Nockenwelle im Oberteil
des Tassenstößels angebracht. Beim hydraulischen Tassen
stößel wirkt ein Kolben mit zwischengeschaltetem veränder
lichem Ölvolumen auf das Ventilschaftende und legt mit der
Gegenkraft die Tasse kontinuierlich und spielfrei an den
Grundkreis des Nockens der Nockenwelle.
Beiden Lösungen ist gemeinsam, daß der Betätigungszylinder
wie auch der Spielausgleich oberhalb des Gaswechselventils
auf gleicher Achse mit den Gaswechselventilen angebracht
sind. Damit haben diese Einrichtungen Einfluß auf die Bau
höhe des Zylinderkopfes und damit auch auf die Bauhöhe der
Brennkraftmaschine. Die hydraulische Betätigung der Gas
wechselventile entsprechend der DE-OS 28 40 445 mit einer
Verbindungsleitung zwischen Geber- und Betätigungskolben
ist insbesondere geeignet für zylinderkopffern, im Kurbel
gehäuse angeordnete Nockenwellen. Eine Verbindungsleitung
besitzt dazu den Nachteil, daß das System elastisch und
damit schwingungsanfällig wird durch die periodisch auf
tretenden Druckstöße zur Betätigung der Gaswechselventile.
Damit ist eine solche Lösung nur anwendbar für langsam
laufende Brennkraftmaschinen.
Der hydraulische Spielausgleich, wie in der Zeitschrift MTZ
vorgestellt ist nur in Kombination mit Tassenstößel und
einer direkt auf den Tassenstößel wirkenden Nockenwelle
darstellbar, die oberhalb des Tassenstößels auf einer
Achse mit dem Gaswechselventil anliegend angeordnet ist
und den erforderlichen Bauraum, insbesondere Bauhöhe, er
heblich vergrößert.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gattungs
gemäße hydraulische Stößelbetätigung der eingangs genann
ten Art dahingehend zu verbessern, daß die Bauhöhe des Zy
linderkopfes verringert werden kann und für eine schwin
gungsfreie und steife Stößelbetätigung zu sorgen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnen
den Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dabei ist vorgesehen,
daß Geber- wie auch Betätigungsorgan im Zylinderkopf ange
ordnet sind.
Die gemeinsame Anordnung im Zylinderkopf bewirkt vorteil
haft eine kurze Verbindung zwischen beiden Bauteilen und
stellt eine schwingungsfreie und steife Übertragung der
Hubbewegung des Geberorgans auf das Betätigungsorgan dar.
Damit wird eine drehzahlfeste und für alle mit Gaswechsel
ventilen versehenen Brennkraftmaschinen einsetzbare hy
draulische Stößelbetätigung vorgestellt, die auch für ei
nen Spielausgleich sorgt.
Die Ausbildung der Erfindung sieht weiter vor, daß das Ge
berorgan zwischen Nockenwelle und dem Gaswechselventil den
Abstand überbrückend eingesetzt ist. Das Geberorgan stützt
sich dabei über eine Laufrolle auf der Nockenwelle ab. Der
Druckraum des Geberorgans geht unmittelbar über in die
kreisringförmige Druckzone, die um den Tassenstößel ge
führt ist. Dieses Konstruktionsprinzip bewirkt eine direk
te Druckbeaufschlagung des Tassenstößels mit dem Vorteil
einer Verminderung der Bauhöhe des Zylinderkopfes, da
oberhalb des Tassenstößels lediglich der in diesem Bereich
als Abdeckung dienende Führungszylinder angebracht ist.
Diese Zylinderkopfausbildung wirkt sich weiter nicht nach
teilig auf heute übliche Gestaltungsformen der Gaswechsel
ventilkanäle aus. Außerdem kann auf eine separate Ventil
haube verzichtet werden.
Der Achs- und Lageversatz zwischen dem Gaswechselventil
und der Nockenwelle bewirkt die vorteilhafte flache Zylin
derkopfgestaltung und damit die Verringerung der Bauhöhe
der Brennkraftmaschine. Dieser Vorteil wirkt sich insbe
sondere auf Nockenwellenantriebe positiv aus, die mittels
Zahnriemen oder Ketten angetrieben werden und relativ
große Antriebsräder an der Nockenwelle aufweisen. Durch
die seitliche erfindungsgemäße Anordnung der Nockenwelle
kann vielfach erreicht werden, daß das Nockenwellenan
triebsrad einschließlich der Abdeckung der Kontur der Zy
linderkopfoberkante, die sich durch die Nockenwellenkammer
bzw. den Führungszylinder um den Tassenstößel ergibt,
nicht überschritten wird. Insbesondere im Vergleich zu ei
ner Nockenwellenanordnung oberhalb der Gaswechselventile
ergibt eine vorteilhafte Verringerung der Bauhöhe.
Das Betätigungsorgan ist nach Anspruch 4 mit einer Druck
mittelquelle verbunden, die einen nahezu konstanten Druck
für den gesamten Drehzahlbereich der Brennkraftmaschine
fördert. Vorteilhaft kommt insbesondere die Druckumlauf
schmierung der Brennkraftmaschine zur Anwendung, die über
eine Druckversorgungsleitung mit dem Betätigungsorgan ver
bunden ist. Bei der hydraulischen Umsetzung des Hubes kann
vorteilhaft durch Variationen zwischen dem Druck der
Steuerflüssigkeit und den Druckflächen im Druckraum sowie
der Druckzone erreicht werden, daß nicht unbedingt die
Nockenerhebungskurve das alleinige Maß für den Hub des
Gaswechselventils darstellt.
In Ausgestaltung der Erfindung ist eine permanente Entlüf
tung der Druckversorgungsleitung vorgesehen. Die durch ei
ne Drosselbohrung ständig abgeleitete Teilmenge bewirkt
vorteilhaft, daß Gaseinschlüsse in der Steuerflüssigkeit
nicht in den Druckraum des Geberorgans gelangen. Gasein
schlüsse, z.B. hoher Luftanteil im Öl, macht die Steuer
flüssigkeit kompressibel und ist für die hydraulische
Stößelbetätigung unzulässig, da hierdurch eine einwand
freie Betätigung der Gaswechselventile nicht mehr gewähr
leistet ist. Um auch den Druckraum periodisch zu entlüf
ten, ist vorgesehen, daß der Plunger in der Ausgangslage,
d.h. die Laufrolle des Plungers liegt am Nockengrundkreis
des Nockens an, der Plunger im Druckraumbereich während
dieser Stellung eine Verbindung zu einem Stichkanal frei
gibt, durch den ebenfalls Steuerflüssigkeit abfließen kann
und so falls vorhanden Gaseinschlüsse entweichen können.
Außerdem dient die Absteuerung dazu, daß ein kontinuierli
cher Austausch der Steuerflüssigkeit aus Druckraum und
Druckzone erreicht wird. Diese Möglichkeit bietet den Vor
teil, daß die Bauteile in der Druckzone durch die sich
austauschende Steuerflüssigkeit gezielt gekühlt werden.
Der Anspruch 6 sieht vor, daß die Druckzone über einen
Drosselspalt mit einer Rücklaufbohrung und der Druckraum
mit einer Sammelbohrung in Verbindung steht. Der Drossel
spalt wird gebildet durch das Spiel zwischen dem Ansatz am
Tassenstößel und der entsprechenden Bohrung im Zylinder
kopf. Dagegen wird der Druckraum mit der Sammelbohrung
periodisch in Verbindung gebracht. Auftretende Leckagen
bei Betrieb wie auch bei Stillstand der Brennkraftmaschine
können damit in einen drucklosen Bereich abgeführt werden.
Und weiter wird eine gewollte, kontinuierliche Entlüftung
des Druckkreises erreicht.
Erfindungsgemäß ist zwischen der Druckversorgungleitung
und dem Druckraum im Plunger ein Rückschlagventil angeord
net. Mit Hilfe dieses Ventils wird ein Nachströmen von
Steuerflüssigkeit in den Druckraum und die Druckzone er
möglicht, die aufgrund von Leckagen entweichen konnte oder
gewollt als Spül- oder Kühlmenge durch die Stichleitung in
eine Sammelleitung abgesteuert wird. Das Druckventil kann
dabei sowohl in der Stichleitung zwischen Druckversor
gungsleitung und Plunger als auch direkt im Plunger ange
ordnet werden.
Der besondere Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht
darin, daß der Führungszylinder oberhalb des Tassenstößels
und damt auch oberhalb des Betätigungsorgans angeordnet
ist und den Abschluß des Zylinderkopfes bildet. Damit wird
ein erheblicher Gewinn an Bauhöhe erzielt, da sich ober
halb des Schaftendes vom Gaswechselventil lediglich das
Betätigungsorgan sowie daran anschließend der Führungszy
linder für den Tassenstößel befindet. Die der hydrauli
schen Stößelbetätigung eigenen Vorteile, wie Geräuschver
minderung und Wartungsfreiheit, werden auch von der er
findunggemäßen Konstruktion erfüllt. Diese Konstruktion
bietet weiter den Vorteil, daß auf eine gesonderte Ventil
haube verzichtet werden kann. Bei bisher bekannten Gas
wechselventilbetätigungen an Brennkraftmaschinen war eine
solche Ventilhaube notwendig, um die auf dem Zylinderkopf
angeordnete Nockenwelle bzw. Kipphebelwelle vor Schmutz zu
schützen bzw. Spritzöl zur Schmierung der Gaswechselven
tilbetätigung wieder in das Kurbelgehäuse der Brennkraft
maschine zu leiten.
In einer Weiterbildung der Erfindung (Anspruch 9) ist vor
gesehen, daß mit der vorgestellten hydraulischen Stößelbe
tätigung auch Einfluß auf die Steuerzeiten und den Hub des
Gaswechselventile genommen wird. Durch eine beispielsweise
veränderlich ausgebildete Nockenform der Nockenwelle oder
mit Hilfe eines elektrischen ansteuerbaren Magnetventils,
welches zwischen den beiden Stichleitungen eingesetzt ist,
können eine in Grenzen variable Steuerzeit sowie eine Hub
änderung der Gaswechselventile erreicht werden. Auch ist
gedacht an eine Beeinflussung der Steuerzeiten und des Hu
bes der Gaswechselventile durch mechanische Komponenten.
Hier bieten sich z.B. Zylinder für den Plunger und für den
Tassenstößel an, die mit Absteuerbohrungen versehen sind
und jeweils an ihren Umfangsflächen Steuerkanten aufwei
sen. Durch Verdrehen des Zylinders können die Bohrungen
früher oder später den Druckraum bzw. die Druckzone öffnen
oder schließen und damit den Druckaufbau bzw. Druckabbau
in Abhängigkeit vom Kurbelwinkel Einfluß auf die Steuer
zeiten und den Hub der Gaswechselventile nehmen. Verdrehen
der Zylinder kann durch in Längsrichtung der Brennkraft
maschine verlaufende Zahnstangen unabhängig voneinander
erfolgen.
Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Beeinflussung der
Steuerzeiten und des Hubes auch vorteilhaft genutzt werden
kann, um eine bedarfsgesteuerte Bremswirkung der Brenn
kraftmaschine zu erreichen, wie dies insbesondere für
Fahrzeugeinsätze benötigt wird, und damit weitestgehend
auf den Einsatz einer Betätigungsklappe in der Abgaslei
tung (Auspuffbremse) verzichten zu können..
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Zeich
nungsbeschreibung, in der ein dargestelltes Ausführungs
beispiel der Erfindung beschrieben ist. Es zeigt:
Fig. 1 in einem Axialschnitt eine erfindungsgemäße hydrau
lische Stößelbetätigung für Gaswechselventile im Zy
linderkopf einer Brennkraftmaschine,
Fig. 2 in einer Gegenüberstellung verschiedene Betätigungen
von Gaswechselventilen.
Das Gaswechselventil 8 wird von der Nockenwelle 1 ge
steuert und mit Hilfe hydraulischer Zwischenglieder, dem
Geber 21 und dem Betätigungsorgan 22 betätigt. Alle Bau
teile sind im oberen Bereich des Zylinderkopfs 20 über dem
Gaswechselkanel 19 angeordnet. Die wesentliche Aufgabe der
Erfindung, Verringerung der Bauhöhe des Zylinderkopfes 20,
wurde durch eine stark achsversetzte Anordnung von Nocken
welle 1 zum Gaswechselventil 8 erreicht. Das Schaftende
des Gaswechselventils 8 befindet sich dabei nahezu auf
gleichem Niveau mit dem Kopfkreisdurchmesser der Nocken
welle 1. Die hydraulische Stößelbetätigung ist in einem
flüssigkeitsgekühlten Zylinderkopf 20 dargestellt, jedoch
auch übertragbar auf luftgekühlte Zylinderköpfe. An die
Unterseite 29 schließt sich der Zylinder einer Brennkraft
maschine an, der in der Fig. 1 nicht dargestellt ist.
Durch das Gaswechselventil 8 in Verbindung mit einem wei
teren Gaswechselventil, das in der Schnittdarstellung
nicht sichtbar ist, wird ein zum Betrieb der Brennkraft
maschine notwendiger Gaswechsel erreicht. Durch den Gas
wechselkanal 19 erfolgt die Gasführung für das Gaswechsel
ventil 8. Die Steuerung der Gaswechselventile erfolgt aus
gehend von der Nockenwelle 1, die in der Nockenwellen
kammer 26 angeordnet ist. Die Erhebungskurve des Nockens
30 wird von der anliegenden Laufrolle 25 auf das Geberor
gan 21 übertragen und in eine axiale Hubbewegung umge
setzt. Die Verschiebung des Geberorgans 21 - hervorgerufen
durch das Anlaufen der Laufrolle 25 auf die Nockenflanke
des Nockens 30 - bewirkt eine Druckerhöhung, die sich auf
das Betätigungsorgan 22 überträgt und das Gaswechselventil
8 öffnet.
Funktionsbeschreibung der hydraulischen Stößelbetätigung.
In der in Fig. 1 dargestellten Lage der Bauteile ergeben
sich folgende Zusammenhänge. Die Stellung der Nockenwelle
1 mit einer Stellung des Nockens 30, der den Anlagepunkt
der Laufrolle 25 am Übergang vom Nockengrundkreis zur an
laufenden Nockenflanke zeigt, entspricht der Grundstellung
des Geberorgans 21. In dieser Lage kommt es zu einer Über
einstimmung des Stichkanals 12 mit dem Zulauf 31 im Plun
ger 2 befindlich sowie zwischen dem Druckraum 24 mit der
Stichleitung 14. lm Plunger 2, der zylindrisch ausgeführt
ist, befindet sich am Ende zur Nockenwelle 1 gerichtet die
Laufrolle 25. Der Laufrolle gegenüberliegend 25 ist der
Plunger 2 hohlzylindrisch ausgeführt, bildet teilweise den
Druckraum 24 des Geberorgans 21 und stellt darüber hinaus
eine Führung der Druckfeder 3 dar. Zwischen dem Zulauf 31
und dem Druckraum 24 ist ein Rückschlagventil 6 einge
setzt. Der Federdruck des Rückschlagventils 6 ist kleiner
als der in der Stichleitung 12 anstehende Druck der
Steuerflüssigkeit. Somit ist sichergestellt, daß bei Neu
tralstellung des Plungers Steuerflüssigkeit ungehindert
das Geberorgan 21 durchströmen kann. Bei Drehung des
Nockens 30 wird der Plunger 2 axial in Richtung des Gas
wechselventils 8 verschoben. Durch die Verlagerung des
Plungers 2 werden die Übergänge zu den Stichleitungen 12,
14 gesperrt. Auf die im Druckraum 24 eingeflossene, in
kompressible Steuerflüssigkeit wird ein Druck ausgeübt,
der sich ebenfalls auf die Druckzone 7 überträgt, die mit
dem Druckraum 24 in Verbindung steht und den Tassenstößel
4 kreisringförmig umschließt. Entsprechend der Nockener
hebungskurve wird das Gaswechselventil 8 geöffnet, unter
stützt durch die hydraulische Übertragung durch das Geber
organ 21 und das Betätigungsorgan 22. Bei Erreichen der
ablaufenden Nockenflanke und dem damit verbundenen Druck
abbau wird der Plunger 2 entgegengesetzt in Richtung
Nockenwelle 1 verschoben.
Diese Verschiebung wird durch die Druckfeder 9 erreicht,
die unmittelbar auf den Tassenstößel 4 und damit auf das
Gaswechselventil 8 wirkt und in Richtung Schließung des
Gaswechselventils 8 eingesetzt ist.
Die Federkraft wird durch eine das Geberorgan 21 mit dem
Betätigungsorgan 22 verbundene Hydraulikflüssigkeit, ins
besondere Öl auf den im Geberorgan 21 befindlichen Plunger
2 übertragen, der folglich die mit dem Plunger 2 verbun
dene Laufrolle 25 auf den Nocken 30 drückt.
Die Druckfeder 3 ist im Vergleich zur Druckfeder 9 relativ
schwach und hat lediglich die Aufgabe, den Plunger 2 auf
den Nocken 30 zu drücken, wenn der Druckraum 24 bzw. die
Druckzone 7 nicht mit der Hydraulikflüssigkeit aufgefüllt
sind. Diese Einrichtung ist notwendig, um auszuschließen,
daß nach Stop und Stillstand der Brennkraftmaschine bei
geöffnetem Gaswechselventil der Plunger 2 mit der Lauf
rolle 25 bei erneut gestarteter Brennkraftmaschine immer
der Nockenbahn des Nockens 30 folgen kann, auch wenn ein
Druckabfall der Hydraulikflüssigkeit bei stillstehender
Brennkraftmaschine erfolgte und so keine Rückstellung des
Plungers 2 durch die Druckfeder 9 erfolgen kann.
Das Gaswechselventil 8 geführt in der Führung 18, wird am
Schaftende von dem Tassenstößel 4 umgeben. Der Tassen
stößel 4 ist an dem zum Gaswechselkanal 19 zeigenden Ende
mit einem Ansatz 32 versehen, der einmal als Führung im
Zylinderkopf 20 dient und weiter eine Kolbenfläche für die
kreisringförmige Druckzone 7 bildet. Der Tassenstößel 4
mit dem gleichbleibenden Außendurchmesser oberhalb des An
satzes 32 wird über die Druckzone 7 im Führungszylinder 10
geführt, der wiederum im Zylinderkopf 20 eingesetzt ist
und durch die Dichtung 23 den Stößelraum abdichtend bildet
gleichzeitig zusammen mit einer Wandung, die sich über der
Nockenwellenkammer 26 befindet, der Oberseite 28 des Zy
linderkopfes 20. Die Ausbildung hat den Vorteil, daß sich
oberhalb des Schaftendes vom Gaswechselventil 8 lediglich
der Tassenstößel 4 und der Führungszylinder 10 befinden
und damit ein großer Bauraumgewinn ermöglicht wird im Ver
gleich zu den bisher bekannten mechanischen Gasventil
steuerungen wie auch den vorbekannten hydraulischen Steue
rungen. Zur Bauraumeinsparung ist mittig in den Führungs
zylinder 10 ein Innensechskant 27 eingebracht, in den ein
geeignetes Werkzeug greift, mit Hilfe dessen der Führungs
zylinder 10 in den Zylinder 20 eingedreht werden kann.
Um Gaseinschlüsse, die in der Steuerflüssigkeit enthalten
sein können, abzusteuern, ist an der höchsten Stelle der
Stichleitung 12 liegend eine Drosselbohrung 16 angebracht,
die permanent eine Teilmenge der durch die Druckversor
gungsleitung 5 zugeführten Steuerflüssigkeit drucklos in
die Nockenwellenkammer 26 absteuert. Darüber hinaus können
Gaseinschlüsse, die in die Druckzone 7 bzw. in den Druck
raum 24 gelangt sind, über die Drosselnut 13 bei Freigabe
der Stichleitung 14 durch den Plunger 2 entweichen. Diese
Plungerstellung bewirkt weiter einen gewollten Austausch
der Steuerflüssigkeit aus dem Geber- und Betätigungsorgan
21, 22, die eine Bauteilkühlung bewirken. Die Stichleitung
14 ist verbunden mit der Sammelleitung 15, die wie die
Druckversorgungsleitung 5 längsseits durch alle Zylinder
köpfe der Brennkraftmaschine geführt ist. Auch auftretende
Leckagen an der Druckzone 7, die durch die Führung zwi
schen Ansatz 32 des Tassenstößels 4 und dem Zylinderkopf
20 auftreten können, sammeln sich auf dem Boden 33 der
Tassenstößelbohrung im Zylinderkopf 20. Steuerflüssigkeit,
die von der Druckzone 7 zwischen Tassenstößel 4 und Füh
rungszylinder 10 austritt, wird durch die Rücklaufbohrung
17 ebenfalls auf den Boden 33 geleitet. Auf dem Boden 33
angesammelte Steuerflüssigkeit kann drucklos durch die
Rücklaufbohrung 11 in die Nockenwellenkammer 26 abfließen.
Diese hydraulische Stößelbetätigung in Verbindung mit ge
eigneten Komponenten, durch die der Druckabbau an dem
Druckraum 24 unabhängig von der Stellung des Nockens 30
veränderlich ist, kann die Steuerzeit und der Hub des Gas
wechselventils 8 beeinflußt werden.
Die Fig. 2 zeigt bei gleicher Gasventilanordnung ver
schiedenartige Gasventilbetätigungen und den dazu unter
schiedlichen, erforderlichen Bauraum. Folgende Varianten
sind in Fig. 2 dargestellt:
- a) Eine im Zylinderkopf angeordnete Nockenwelle, die auf gleicher Achse mit dem Gaswechselventil liegt und auf einen Tassenstößel wirkt, der mit einem hy draulischen Ventilspielausgleich versehen ist. Zwi schen der Betätigung a) und der erfindungsgemäßen Steuerung e) ergeben sich die größten Bauraumunter schiede. Der Bauraumunterschied entspricht nahezu dem der vom Nocken der Nockenwelle umschriebenen Kreisbahn.
- b) Ebenfalls eine obenliegende Nockenwelle, die auf einen Schlepphebel wirkt. Der Bauhöhengewinn zur Lösung a) entspricht der Differenz zwischen dem hy draulischen Spielausgleichselement und dem Schlepp hebel.
- Der bewegliche Festlagerpunkt des Schlepphebels am Zylinderkopf kann auch mit einem hydraulischen Spielausgleichselement versehen sein, dies hat kei ne Auswirkung auf die Bauhöhe.
- c) Es ist eine direkt auf einen Tassenstößel wirkende obenliegende Nockenwelle dargestellt. Die erforder liche Bauhöhe entspricht weitestgehend Beispiel b).
- d) Dargestellt ist eine Gasventilbetätigung mit einer untenliegenden Nockenwelle und Kipphebelbetätigung. Benötigt wird erheblich weniger Bauraum als bei den zuvorgenannten Beispielen a) bis c).
- e) Die Darstellung zeigt die erfindungsgemäße hydrau lische Stößelbetätigung. Die Lösung vereinigt die Vorteile einer obenliegenden Nockenwelle und die einer hydraulischen Steuerung. Sie ist geeignet für alle Drehzahlbereiche einer Brennkraftmaschine, wirkt geräuschmindernd und ist wartungsfrei. Darüber hinaus stellt sich ein weiterer Vorteil ein, die erforderliche Bauhöhe kann wesentlich eingeschränkt werden.
Claims (9)
1. Hydraulisch betätigter Stößel, insbesondere zur
Steuerung der Gaswechselventile von Brennkraftmaschinen
mit im Zylinderkopf angeordneter Nockenwelle, die mit je
einem Nocken für jedes Gaswechselventil versehen ist, wo
bei jeder Nocken ein Geberorgan (21) betätigt, das hydrau
lisch über eine Steuerflüssigkeit mit einem Betätigungsor
gan (22) verbunden ist, welches auf einen Tassenstößel (4)
wirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Geberorgan (21) und das
Betätigungsorgan (22) im Zylinderkopf (20) angeordnet sind
und beide Bauteile unmittelbar in Verbindung stehen.
2. Hydraulisch betätigter Stößel nach Anspruch 1, da
durch gekennzeichnet, daß sich das Geberorgan (21) über
eine Laufrolle (25) auf der Nockenwelle (1) abstützt und
den Abstand zwischen Nockenwelle (1) und Gaswechselventil
(8) überbrückt sowie ein Druckraum (24) am Geberorgan (21)
mit der Druckzone (7) am Betätigungsorgan (22) unmittelbar
in Verbindung stehen.
3. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenwelle (1) und das
Gaswechselventil (8) achs- und lageversetzt im Zylinder
kopf (20) eingebracht sind.
4. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vorher
gehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum (24) des Geber
organs (21) mit einer Druckmittelquelle mit einem nahezu
konstanten Druck verbunden ist.
5. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckversorgungsleitung
(5) eine permanente Entlüftung durch eine Drosselbohrung
(16) aufweist und der Druckraum (24) periodisch entlüftet
ist.
6. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckzone (7) über einen
Drosselspalt mit einer Rücklaufbohrung (11) und der Druck
raum (24) mit einer Sammelbohrung (15) in Verbindung steht.
7. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Druckversorgungs
leitung (5) und dem Druckraum (24) ein Rückschlagventil
(6) eingebracht ist.
8. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Tassenstößels (4)
ein Führungszylinder (10) angeordnet ist.
9. Hydraulisch betätigter Stößel nach einem der vor
hergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß durch die Verwendung einer ge
eigneten Nockenwelle (1) in Verbindung mit geeigneten
Steuerkomponenten, die mit der Druckzone (7) und dem
Druckraum (24) in Verbindung stehen, die Steuerzeiten wie
auch der Hub des Gaswechselventils (8) beeinflußbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863621402 DE3621402A1 (de) | 1986-06-26 | 1986-06-26 | Hydraulisch betaetigter stoessel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19863621402 DE3621402A1 (de) | 1986-06-26 | 1986-06-26 | Hydraulisch betaetigter stoessel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3621402A1 true DE3621402A1 (de) | 1988-01-14 |
Family
ID=6303747
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19863621402 Withdrawn DE3621402A1 (de) | 1986-06-26 | 1986-06-26 | Hydraulisch betaetigter stoessel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3621402A1 (de) |
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