DE3686314T2 - Vorrichtung zur bestimmung der haftkraefte eines klebstoffes zwischen einem halbleiter und seinem substrat. - Google Patents

Vorrichtung zur bestimmung der haftkraefte eines klebstoffes zwischen einem halbleiter und seinem substrat.

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DE3686314T2
DE3686314T2 DE8686117185T DE3686314T DE3686314T2 DE 3686314 T2 DE3686314 T2 DE 3686314T2 DE 8686117185 T DE8686117185 T DE 8686117185T DE 3686314 T DE3686314 T DE 3686314T DE 3686314 T2 DE3686314 T2 DE 3686314T2
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Description

    Vorrichtung zur Bestimmung der Haftkräfte eines Klebstoffes zwischen einem Halbleiter und seinem Substrat
  • Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung zur Verringerung der Haftkraft eines Klebstoffs, um einen an einem Substrat, z.B. einem Kunstharzfilm oder dgl. haftenden Halbleiter-Wafer, z.B. einen Silizium-Wafer oder dgl., von dem Film ablösen zu können.
  • Es ist bekannt, Halbleiter-Wafer mit einem Klebstoff auf ein Substrat, z.B. einen Kunstharzfilm oder dgl., aufzukleben und so ein Werkstück zu bilden, nachdem sie zuvor einer Bearbeitung zur Herstellung einer Schaltung, z.B. einem Ätzvorgang oder dgl. zur Erzeugung von IC-Schaltungen, unterzogen wurden. Der Wafer wird anschließend in einzelne IC-Chips getrennt, die dann von dem Substrat abgelöst und in einer Verpackung angeordnet werden. Dabei muß vermieden werden, daß die abgelösten Chips dadurch kontaminiert werden, daß ein Teil des Klebstoffs auf die Rückseite übertragen wird. Zu diesem Zweck wurde, wie in der japanischen Patentanmeldung Sho 58-50164 offenbart, vorgeschlagen, einen lichthärtenden Klebstoff zu verwenden, der gehärtet wird, indem er nach dem Trennen des Wafers in einzelne IC-Chips mit Licht bestrahlt wird. Dadurch wird die Haftkraft des Klebstoffs herabgesetzt und es wird verhindert, daß er auf die Rückseite der einzelnen Chips übertragen wird, wenn diese von dem Substrat abgelöst werden. Ein ähnlicher Prozeß ist in JP-A-59126648 offenbart.
  • Es ist weiterhin bekannt, ein Kassettengehäuse zu verwenden, das ein Mehrzahl solcher Werkstücke enthält, und nachdem die Werkstücke einzeln nacheinander aus dem Gehäuse herausgenommen wurden, den darauf befindlichen Klebstoff einer solchen Härtungsbehandlung durch Licht zu unterziehen und anschließend in ein leeres Kassettengehäuse zu verbringen, um sie dann dem nächsten Bearbeitungsschritt zuzuführen.
  • Um eine hinreichend starke Herabsetzung der Haftkraft des lichthärtenden Klebstoffs zu erreichen, ist selbst bei schnellhärtenden Klebstoffen eine Einwirkungszeit der Lichtstrahlen von mehr als 10 Sekunden erforderlich. Diese Aushärtungszeit ist für den IC-Herstellungsprozeß zu lang und deshalb unerwünscht.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die es ermöglicht, die für die Bestrahlung des Werkstück mit Licht erforderliche Zeit zu verkürzen.
  • Um die Effizienz einer solchen Härtungsbehandlung durch Lichteinwirkung bei einer Mehrzahl von Werkstücken zu erhöhen, ist es außerdem wünschenswert, daß die in dem Kassettengehäuse enthaltenen Werkstücke einzeln nacheinander automatisch herausgenommen und nach der Härtungsbehandlung wieder einzeln automatisch in das andere Kassettengehäuse eingebracht werden.
  • Es ist weiter Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die diesem Wunsch Rechnung trägt und eine automatische Durchführung der erwähnten Härtungsbehandlung durch Lichteinwirkung erlaubt.
  • Gemäß der in den Ansprüchen angegebenen Erfindung ist eine Vorrichtung vorgesehen mit einem Behandlungsbehälter, der ein lichtdurchlässiges Fenster und ein Verschlußglied zum Öffnen und Schließen des Behälters aufweist und der mit einem Werkstück geladen werden kann, das dadurch gebildet ist, daß ein Halbleiter-Wafer mittels eines lichthärtenden Klebstoffs auf ein lichtdurchlässiges Substrat, z.B. eine lichtdurchlässige Kunstharzfolie, einen Film oder dgl., aufgeklebt wird, wobei die Vorrichtung ferner eine Lichtquelle, z.B. eine Ouecksilberdampflampe oder dgl. aufweist, die dem lichtdurchlässigen Fenster gegenüberliegt, sowie eine mit dem Behälter verbundene Deoxydationsvorrichtung zum Entfernen von innerer atmosphärischer Luft aus dem Behälter.
  • Im folgenden sei die Funktion der Vorrichtung gemäß der Erfindung erläutert:
  • Nach der Beendigung eines Verfahrenschritts zur Herstellung einer großen Anzahl von IC- Schaltungen auf der Oberfläche des Halbleiters des Werkstücks wird der Wafer in einzelne Chips für die jeweiligen IC-Schaltungen getrennt, die dann von dem Substrat abgelöst und in einer Verpackung angeordnet werden. Der Wafer wird in diesem Fall mit Klebstoff auf das Substrat, z.B. eine lichtdurchlässige Kunstharzfolie, einen Film oder dgl., aufgeklebt. Deshalb wird das Werkstück vor dem Ablösen der einzelnen Chips von dem Substrat einer Behandlung unterzogen, bei der der Klebstoff mit Licht bestrahlt wird, wodurch seine Haftkraft herabgesetzt wird.
  • Diese Härtungsbehandlung durch Lichteinwirkung wird in der Weise durchgeführt, daß das Werkstück in den geöffneten Behälter geladen und dieser dann durch das Verschlußglied verschlossen wird. Die atmosphärische Luft in dem Behälter wird gegen Stickstoff oder dgl. ausgetauscht, der in den Behälter eingeführt wird. Dadurch wird erreicht, daß die innere Atmosphäre praktisch keinen Sauerstoff mehr enthält. In diesem deoxydierten Zustand wird der Klebstoff durch das lichtdurchlässige Fenster hindurch von der Lichtquelle bestrahlt, so daß seine Haftkraft genügend stark herabgesetzt werden kann. Anschließend wird atmosphärische Außenluft in den Behälter eingelassen, und das Werkstück wird nach Öffnen des Verschlußglieds aus dem Behälter herausgenommen. Durch diese Behandlung kann die Haftkraft des Klebstoffs durch eine nur etwa einer Sekunde lang andauernde Bestrahlung mit Licht so stark herabgesetzt werden, daß kein Klebstoff auf die Rückseite der von dem Substrat abgelösten Chips übertragen wird.
  • Bei einer anderen Vorrichtung zur Durchführung der vorangehend beschriebenen Prozedur ist zusätzlich vorgesehen, daß mehrere Werkstücke, die in dem anhebbaren Kassettengehäuse so angeordnet sind, daß sie alle in derselben vorbestimmten Richtung orientiert sind, von einem Beladeförderer einzeln nacheinander auf einer Seite des Behälters aus diesem herausgenommen und die so entnommenen Werkstücke einzeln nacheinander durch eine Ansaugvorrichtung eines Beladearms in den Behälter eingebracht werden. Anschließend wird der an dem Werkstück haftende Klebstoff innerhalb des geschlossenen Behälters, wie oben beschrieben, einer Härtungsbehandlung durch Lichteinwirkung unterzogen. Wenn diese beendet ist, wird das Werkstück von der Ansaugvorrichtung eines Entladearms auf einen Entladeförderer verbracht und von diesem in das anhebbare leere Kassettengehäuse gefördert.
  • Im folgenden seien anhand der Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
  • Fig. 2 zeigt eine Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 1,
  • Fig. 3 zeigt eine teilweise geschnittene Darstellung der Vorrichtung in einer Ansicht von rechts,
  • Fig. 4 zeigt eine Darstellung der Vorrichtung in einer Ansicht von links,
  • Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kassettengehäuses,
  • Fig. 6 zeigt eine teilweise weggebrochene perspektivische Ansicht eines Werkstücks,
  • Fig. 7 zeigt einen vergrößerten Schnitt durch einen wichtigen Teil der Vorrichtung,
  • Fig. 8 zeigt eine Vorderansicht eines anderen Ausführungsbeispiels der Vorrichtung gemäß der Erfindung,
  • Fig. 9 zeigt eine Draufsicht dieser Vorrichtung,
  • Fig. 10 zeigt eine teilweise geschnittene Darstellung der Vorrichtung in einer Ansicht von rechts,
  • Fig. 11 zeigt eine teilweise geschnittene Darstellung der Vorrichtung in einer Ansicht von links,
  • Fig. 12 zeigt eine von der Linie XII-XII in Fig. 8 aus betrachtete Seitenansicht,
  • Fig. 13 zeigt eine Draufsicht zur Erläuterung eines Beförderungsart für ein Werkstück.
  • In Fig. 1 bis 4 ist der Maschinenrahmen einer Steuervorrichtung zur Herabsetzung der Haftkraft eines Klebstoffs mit 1 bezeichnet. Mit 2, 2 sind eine obere und eine untere Führungsstange bezeichnet, die sich im hinteren Bereich des Maschinenrahmens 1 horizontal nach links bzw. nach rechts erstrecken. Mit 3 ist eine bewegliche Platte bezeichnet, die von den Führungsstangen 2, 2 geführt wird und nach rechts bzw. nach links bewegbar ist. Mit 4 ist eine Bewegungsschraube zum Bewegen der beweglichen Platte 3 bezeichnet und mit 5 ein Elektromotor für den Antrieb der Bewegungsschraube 4.
  • Die bewegliche Platte 4 trägt einen Behandlungsbehälter 6, der einstückig mit ihr angeordnet ist und von ihr horizontal nach vorne ragt. Der Maschinenrahmen 1 trägt unter dem Behandlungsbehälter 6 eine Lichtquelle 12, die von einem Gehäuse 8 umschlossen und an einem Basisrahmen 11 befestigt ist, der von einem elektrischen Antriebsmotor 9 an einer Gewindestange 10 aufwärts und abwärts bewegt werden kann. Mit 13 ist ein auf einer Seite der Lichtquelle 12 angeordneter Beladeförderer bezeichnet, mit 14 ein auf der anderen Seite der Lichtquelle 12 angeordneter Entladeförderer. Diese Förderer 13 und 14 sind so angeordnet, daß eines ihrer Enden in der Nähe von U-förmigen Endbereichen von Arbeitstischen 16a bzw. 16b positioniert werden können, die durch Schrittmotoren 15, 15 aufwärts und abwärts bewegbar sind.
  • Ein Kassettengehäuse 18, das eine große Anzahl von Fächern besitzt und mehrere Werkstücke 17 enthält, die in den betreffenden Fächern ruhen, ist, wie in Fig. 5 dargestellt, auf einem an den Beladeförderer 13 montierten Arbeitstisch 16a so angebracht, so daß dann, wenn der Arbeitstisch 16a zusammen mit dem Kassettengehäuse 18 abgesenkt und das unterste Werkstück auf dem Beladeförderer 13 plaziert wird, ein Antriebsmotor 19 betätigt wird, der den Förderer 13 antreibt und dadurch das Werkstück 17 aus dem Kassettengehäuse 18 herausgezogen wird. Zu geeigneter Zeit wird das Kassettengehäuse 18 für den nächstfolgenden Ausziehvorgang um einen Schritt abgesenkt.
  • Auf dem Arbeitstisch 16d, der sich in der Nähe des Entladeförders befindet 14 befindet, ist ein leeres Kassettengehäuse 18 montiert, das zunächst keine Werkstücke 17 enthält. Sobald das Werkstück 17 auf dem Entladeförderer 14 abgelegt wird, wird ein in Fig. 1 dargestellter Antriebsmotor 20 betätigt, der den Förderer 14 so antreibt, daß das Werkstück 17 zu dem leeren Kassettengehäuse 18 gefördert und in dessen oberstem Fach abgelegt wird. Wenn diese Übertragung beendet ist, wird der Arbeitstisch 16 zusammen mit dem Gehäuse 18 von dem Schrittmotor 15 um einen Schritt angehoben und steht dann für das Ablegen des nächsten Werkstücks bereit.
  • Mit 21, 22 sind ein Beladearm bzw. ein Entladearm bezeichnet, die von Druckluftzylindern 23, 23 so angetrieben werden können, daß sie hin- und herführende lineare Bewegungen längs der Führungsstange 2, 2 des Maschinenrahmens 1 ausführen. Der Beladearm 21 so angeordnet, daß das von dem Beladeförderer 13 aus dem Kassettengehäuse 18 herausgeführte Werkstück 17 von einer an der Unterseite des Förderers 13 vorgesehene Ansaugvorrichtung mit Ansaugkissen 24 in den Behälter 6 geladen werden kann. Auf der anderen Seite ist der Entladearm 22 so angeordnet, daß er das Werkstück 17 aus dem Behälter 6 mit einer an ihm angebrachten Ansaugvorrichtung 24 auf dem Entladeförderer ablegen kann.
  • Diese Ansaugvorrichtungen 24 sind mit einer geeigneten (nicht dargestellten) Ansaugsteuervorrichtung verbunden, die das Aufnehmen und Ablegen des Werkstücks zum Laden und Entladen in den bzw. aus dem Behälter passender Weise steuern kann.
  • Fig. 6 zeigt das Werkstück 17 im Detail. Es wird hergestellt, indem ein Halbleiter-Wafer 27, der einen Silizium-Wafer umfaßt mit einem lichthärtenden Klebstoff 25 auf ein kreisförmiges Substrat 26 aufgeklebt wird, das aus einer transparenten Kunstharzfolie, einem Film oder dgl., z.B. aus Vinylchlorid. Polyäthylen-Telephtalat, Polypropylen oder dgl., besteht. Anschließend wird der Wafer 27 in einzelne Chips getrennt. Der verwendete Klebstoff 25 besteht beispielsweise aus 10 bis 90 Gewichstteilen eines Klebstoffs mit Acrylbindung und 90 bis 10 Gewichtsteilen eines Oligomers mit Urethanacrylatbindung. Der Klebstoff wird durch Bestrahlung mit Licht im weiteren Sinne, z.B. durch Ultraviolettstrahlung aus einer Quecksilberdampflampe, einen Elektronenstrahl aus einer Elektronenröhre oder dgl., mittels Polymerisation so gehärtet, daß seine Haftkraft extrem herabgesetzt wird. Mit 26a ist eine aus SUS hergestellte Flanschplatte bezeichnet, die an einem umlaufenden Kantenbereich des Substrats haftet, so daß das Werkstück 17 durch das Ansaugen dieses Flansches 26a mittels der Ansaugkissen der betreffenden Ansaugvorrichtung 24, 24 des Beladearms 21 bzw. des Entladearms 22 bewegt werden kann.
  • In dem dargestellten Beispiel dient eine Quecksilberdampflampe mit einer spezifischen Leistung von 80W/cm als Lichtquelle 12 zur Bestrahlung der Bodenfläche des geschlossenen Behälters 6, wenn dieser an einem Schlitz 28 vorbeiwandert, der im oberen Bereich des die Lichtquelle 12 umgebenden Gehäuses 8 angebracht ist. Als Lichtquelle 12 kann auch eine Einrichtung zur Erzeugung eines Elektronenstrahls eingesetzt werden. Mit 29 ist ein Kühlgebläse für die Lichtquelle 12 bezeichnet, mit 30 eine Kühlleitung.
  • Wie aus Fig. 7 erkennbar ist, besitzt der Behandlungsbehälter 6 an seiner Oberseite ein Verschlußglied 32, mit dem er geöffnet und verschlossen werden kann. Dies geschieht durch Auf- und Abwärtsbewegung mit Hilfe einer an der beweglichen Platte 3 angebrachten Zylinders 31. Im Bodenbereich des Behandlungsbehälters 6 sich ein lichtdurchlässiges Fenster 33, das der Lichtquelle 12 gegenüberliegen soll. Wenn eine Quecksilberdampflampe als Lichtquelle 12 verwendet wird, besteht das lichtdurchlässige Fenster 33 aus einer für ultraviolette Strahlung durchlässigen Glasscheibe, hingegen aus einer Be-Scheibe, wenn die Lichtquelle 12 eine Einrichtung zur Erzeugung eines Elektronenstrahls ist.
  • Es ist ferner eine Entlüftungs- oder Deoxydationsvorrichtung 35 vorgesehen, die aus Durchgängen 36, 37, 38 und einer Stickstoffquelle 39 besteht, wobei die mit der Deoxydationsvorrichtung 35 verbundenen Durchgänge 36, 37 und 38, wie in Fig. 2 dargestellt, in dem Verschlußglied 32 ausgebildet sind, so daß die Luft in dem Behälter 6 durch Stickstoff ersetzt und somit in dem Behälter eine sauerstoffreie Atmosphäre geschaffen wird, wenn die Durchgänge 36, 37 zur äußeren Atmosphäre hin geöffnet sind und durch den Durchgang 38 Stickstoff von Stickstoffquelle 39 in den geschlossenen Behälter 6 eingeführt wird.
  • Die Deoxydationsvorrichtung 35 zum Entfernen der inneren atmosphärischen Luft aus dem Behälter 6 kann in der Weise modifiziert werden, daß die innere atmosphärische Luft mit einer (nicht dargestellten) Vakuumpumpe evakuiert wird. In diesem Fall müssen das Verschlußglied 32 und das lichtdurchlässige Fenster 33 luftdicht an dem Körper des Behälters angeordnet sein, um das Eindringen von Außenluft zu verhindern.
  • Dies führt jedoch zu einer Erhöhung der Herstellungskosten. Wenn die Anordnung hingegen so ausgebildet ist wie bei dem dargestellten Beispiel, bei dem die atmosphärische Luft in dem Behälter 6 durch die Einführung von Stickstoff ausgetrieben wird, können die Anforderungen an die Luftdichtigkeit des Behälters 6 herabgesetzt und damit die Herstellungskosten reduziert werden.
  • Die Anordnung kann auch in der Weise modifiziert werden, daß der Sauerstoff dadurch entfernt wird, daß anstelle von Stickstoff ein anderes inertes Gas in den Behälter 6 eingebracht wird. Eine weitere Möglichkeit der Deoxydation besteht darin, daß nach dem Evakuieren der inneren atmosphärischen Luft durch eine Vakuumpumpe ein inertes Gas oder dgl. in den Behälter 6 eingeführt wird, so daß in dem Behälter 6 eine Atmosphäre erzeugt wird, die keinen Sauerstoff enthält.
  • Wenn in dem Behälter 6 atmosphärische Bedingungen geschaffen sind, bei denen der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre unter etwa 1% liegt, kann der Klebstoff 25 des Werkstücks gehärtet und dadurch seine Haftkraft herabgesetzt werden, indem er durch das Substrat 26 hindurch mit Licht bestrahlt wird. Gleichzeitig lassen sich die durch das Trennen des Wafers 27 gebildeten einzelnen Chips 17a, mit geringem Kraftaufwand von dem Substrat 26 ablösen, wobei kein Klebstoff 25 auf der Rückseite der Chips 17a zurückbleibt.
  • Im folgenden sei die Funktion der in Fig. 1 bis 4 dargestellten Vorrichtung beschrieben:
  • Zunächst wird ein Kassettengehäuse 18, das mehrere Werkstücke 17 enthält, die so in den betreffenden Fächern liegen, daß ihre Wafer 27 nach oben weisen, auf dem in der Nähe des Beladeförderers 13 liegenden Arbeitstisch 16a angeordnet. Auf der anderen Seite wird ein leeres Kassettengehäuse 18 auf dem in der Nähe des Entladeförderers 14 liegenden Arbeitstisch 16b angeordnet. Wenn der Beladeförderer 13 in Betrieb genommen wird, um ein gewünschtes Exemplar der Werkstücke 17 aus dem Kassettengehäuse 18 herauszuziehen, wird dieses herausgezogene Werkstück 17, wie oben beschrieben, von den Ansaugsmitteln 24 des Beladearms 21 aufgenommen und in den geöffneten Behälter 5 geladen. Anschließend wird der Behälter 6 durch das Verschlußglied 32 geschlossen, und die in dem geschlossenen Behälter 6 enthaltene Luft wird durch den von der Deoxydationsvorrichtung 35 eingeleiteten Stickstoff ausgetrieben und dadurch in dem Behälter 6 eine im wesentlichen sauerstoffreie Atmosphäre erzeugt. Wenn nun der geschlossene Behälter 6, in dem diese atmosphärischen Bedingungen herrschen, quer über die Lichtquelle 12 bewegt wird, strahlt das Licht durch das lichtdurchlässige Fenster 33 hindurch auf den Klebstoff 25 des Werkstücks 17, wodurch dieser gehärtet und damit seine Haftkraft herabgesetzt wird.
  • Nachdem dieser Vorgang beendet ist, wird das Verschlußglied 32 des Behälters 6 geöffnet, und das behandelte Werkstück 17 wird aufgenommen und zu dem Entladeförderer 14 bewegt, indem es durch die Saugwirkung der Ansaugvorrichtung 24 des Entladearms 22 angezogen wird. Durch Unterbrechung der Saugwirkung der Ansaugvorrichtung 24 wird es dann auf dem Entladeförderer 14 plaziert. Der Entladeförderer 14 fördert das Werkstück in das leere Kassettengehäuse 18 auf dem Arbeitstisch 16b und legt es in einem Fach desselben ab.
  • Im konkreten Beispiel läuft dieser Vorgang unter folgenden Bedingungen ab: Der Schlitz 28 des Gehäuses 8 der Lichtquelle 12 hat eine Breite von etwa 50 mm, der geschlossene Behälter wandert mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 mm/s über die Lichtquelle 12, der Wafer 27 des Werkstücks 17 hat einen Durchmesser von 12,7 cm (5 Zoll), die spezifische Leistung der Lichtquelle 12 beträgt 80 Watt/cm, und an der Position des Behälters 6 erhält man eine Lichtmenge von 230 mW/cm². Obwohl das Werkstück 17 der von der Lichtquelle 12 kommende Lichtstrahlung nur etwa 1 ,4 Sekunden lang ausgesetzt wird, lassen sich die einzelnen Chips 17a mit extrem geringem Kraftaufwand von dem Substrat 26 ablösen, und es bleibt kein Klebstoff 25 auf ihrer Rückseite zurück, so daß keine IC-Chips erzeugt werden, die deshalb fehlerhaft sind, weil Klebstoff 25 an ihnen haftet.
  • Für den Fall, daß kein Platz für die Installierung der Antriebsmittel für den Beladearm 21 und den Entladearm 22 zur Verfügung steht, kommt die in Fig. 8 bis 12 dargestellte Konstruktion in Betracht. Hier sind die Arme 21, 22 zu beiden Seiten des Behälters 6 mit Stützwellen 40, 40 an dem Maschinenrahmen 1 so angebracht, dar sie mit einer Schwingbewegung beaufschlagt werden können, wenn die Wellen 40, 40 durch entsprechende Drehantriebsglieder 41, 41 gedreht werden. Wenn das Werkstück 17 durch eine Schwingbewegung des Beladearms 21 in den Behälter 6 geladen und durch eine Schwingbewegung des Entladearms 22 aus ihm entladen wird, führt es Winkelbewegungen aus, die den in Fig. 13 dargestellten Drehwinkeln der Arme 21, 22 entsprechen. Wenn der Drehwinkel der einzelnen Arme 21, 22 beispielsweise 90º beträgt, wird die Position des Werkstücks 17 in seine symmetrische oder um 180º entgegengetzte Position gedreht, und falls das Werkstück 17, so wie es ist, in dieser entgegengesetzten Position in das Kassettengehäuse 18 gefördert werden soll, sind die relativen räumlichen Positionen zwischen dem Werkstück 17 und dem Kassettengehäuse 18 vor und nach dem Lichthärtungsschritt verschieden. Dadurch wird die Qualitätskontrolle der Chips 17a erschwert. Falls nämlich ein Chip geringer Qualität erzeugt wird, ist es schwierig, diesen zu verfolgen und durch Zurückverfolgen der einzelnen Herstellungsschritte die Ursache für den Qualitätsmangel herauszufinden
  • Um diesen durch das Drehen des Werkstücks 17 verursachten Nachteil zu beseitigen, ist an der Position, an der sich der Entladearm 22 beim Entladen des Werkstücks 17 aus dem Behälter 6 unmittelbar über dem Entladeförderer 14 befindet, ein Tisch 42 zur Aufnahme des Werkstücks 17 vorgesehen, der das Werkstück um einen vorbestimmten Winkel dreht und auf den Entladeförderer 14 überträgt, so daß das entladene Werkstück 17 in seine ursprüngliche Winkelposition gedreht und in der Position, die es anfänglich innehatte, in das leere Kassettengehäuse 18 gefördert wird.
  • Und zwar wird das von den beiden Armen 21, 22 gedrehte Werkstück 17 von dem Tisch 42 aufgenommen und von diesem um 180º in seine ursprüngliche Position gedreht. Anschließend wird es von dem Entladeförderer 14 in das Kassettengehäuse 18 verbracht, so daß die relative räumliche Beziehung zwischen dem Werkstück 17 und dem Kassettengehäuse 18 vor und nach der Härtungsbehandlung des Klebstoffs 25 an dem Werkstück 17 dieselbe ist.
  • Wie aus Fig. 9 und 12 hervorgeht, besteht der Entladeförderer 14 aus einem linken und einem rechten Riemen 14a, 14a, die in der Mitte nach unten abbiegen und dadurch Zwischenräume 43, 43 bilden. Eine kreuzförmige Stützbasis 42a, die den Tisch 42 darstellt, ist frei beweglich so angeordnet, daß sie in diese Zwischenräume 43, 43 hinein- und aus ihnen heraustritt.
  • Der Tisch 42 ist so konstruiert, daß die Stützbasis 42a an dem oberen Ende einer von einer Feder 42b vorgespannten anhebbaren Drehwelle 42c befestigt ist, so daß dann, wenn die Ausgangswelle 42f eines Drehantriebsglieds durch die Aufwärtsbewegung eines Druckluftzylinders 42g über eine Kupplung 42d mit der Drehwelle 42c gekuppelt wird, letztere gegen die Wirkung der Feder 42b nach oben bewegt wird und die Stützbasis 42a durch Drehen des Drehantriebsglieds 42e zusätzlich mit einer Drehbewegung beaufschlagt wird. Nachdem das Werkstück 17 von den beiden Armen 21, 22 um 180º gedreht wurde, wird der Tisch 42 von dem Drehantriebsglied 42e um 180º gedreht.
  • Erfindungsgemäß wird also ein Werkstück 17 mit einem Halbleiter-Wafer 27, der mit einem Klebstoff 25 auf ein Substrat 26 geklebt ist, in einen Behälter 6 mit einem lichtdurchlässigen Fenster 33 und einem Verschlußglied 32 geladen, und die Luft, die sich in der so gebildeten geschlossenen Kammer befindet, wird durch eine Deoxydationsvorrichtung 35 entfernt. Unter dieser sauerstoffreien Bedingung wird der lichthärtende Klebstoff 25 in dem geschlossenen Behälter 6 mit Licht bestrahlt, so daß die Haftkraft des Klebstoffs 25 in sehr kurzer Zeit herabgesetzt wird. Dadurch kann die Zeit für die Herstellung eines Halbleiters verkürzt und die Produktivität verbessert werden.

Claims (2)

1. Vorrichtung zur Beeinflussung der Haft kraft eines lichtempfindlichen Klebstoffs (25) der zwischen einem Halbleiter-Wafer (27) und einem lichtdurchlässigen Substrat (26), z.B. einer lichtdurchlässigen Kunstharzfolie, einem Film oder dgl., haftet, die zusammen ein Werkstück (17) bilden, gekennzeichnet durch einen mit dem Werkstück zu beladenen Behandlungsbehälter (6) mit einem lichtdurchlässigen Fenster (33) und einem Verschlußglied (32) zum Verschließen und Öffnen des Behälters,
eine Lichtquelle (12), z.B. in Form einer Quecksilberdampflampe oder dgl., die dem lichtdurchlässigen Fenster (33) gegenüberliegt, und
eine mit dem Behälter (6) verbundene Entlüftungs-, Deoxydations- oder Evakuierungsvorrichtung (35) zum Entfernen von innerer atmosphärischer Luft aus dem Behälter (6).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle (12) eine langgestreckte Form hat und daß der Behandlungsbehälter (6) so angeordnet ist, daß er quer zur Frontfläche eines Schlitzes (28) hin- und herbewegbar ist, der im rechten Winkel zur Bewegungsrichtung des Behälters (6) angeordnet ist, so daß die Lichtquelle (12) das Werkstück gleichmäßig bestrahlen kann.
DE8686117185T 1985-12-12 1986-12-10 Vorrichtung zur bestimmung der haftkraefte eines klebstoffes zwischen einem halbleiter und seinem substrat. Expired - Lifetime DE3686314T2 (de)

Applications Claiming Priority (2)

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JP1985190304U JPH0643143Y2 (ja) 1985-12-12 1985-12-12 半導体ウエハと薄板を接着する接着剤の接着力制御装置
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