DE3710153A1 - Mit einer abbildung versehenes, mit mikrokapseln beschichtetes papier - Google Patents
Mit einer abbildung versehenes, mit mikrokapseln beschichtetes papierInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von mit einer
Abbildung versehenem, mit Mikrokapseln beschichtetem
Papier durch ein Verfahren, das die Anwendung von Tinte
oder anderem markierendem Material nicht bedingt und
ein mit einer Abbildung versehenes, mit Mikrokapseln
beschichtetes Papier, das nach diesem Verfahren hergestellt
wurde. Das mit Mikrokapseln beschichtete Papier
kann z. B. ein druckempfindliches Durchschreibepapier
sein.
Druckempfindliche Durchschreibepapiere erreichen häufig
den Endverbraucher eher über einen Drucker oder anderen
Verarbeiter als Zwischenhändler als direkt vom Hersteller.
Der Endverbraucher kann daher das Produkt eher
in der Verpackung und mit der Beschriftung des Verarbeiters
als dem des Herstellers erhalten. Dies führt
dazu, daß die Werbung für den Hersteller an Effektivität
verliert und verhindert, daß der Hersteller ein
durch vorherigen befriedigenden Gebrauch des Produkts
des Herstellers erzeugtes Wohlwollen ausnutzen kann. Es
wäre daher vorteilhaft, aus der Sicht des Herstellers,
wenn mit Mikrokapseln beschichtetes Papier mit einer
Abbildung versehen werden könnte, z. B. mit dem Namen,
dem Logo oder dem Warenzeichen des Herstellers, ohne
daß diese Abbildung nachfolgende Verfahren, die auf dem
Papier ausgeführt werden, z. B. bedrucken oder beschreiben
oder die funktionelle Brauchbarkeit des Papiers
stört.
Es wurde nun gefunden, daß dieses Ziel erreicht werden
kann, indem man Laserenergie verwendet, um eine der
Oberflächen des Papiers mit einer Abbildung zu versehen
und dann eine Mikrokapselschicht über die so gebildete
Abbildung bringt. Die durch die Laserenergie
gebildete Abbildung wird nicht durch die Anwendung
einer nassen Mikrokapselbeschichtung ausgelöscht und es
zeigte sich, daß sie durch die trockene Mikrokapselbeschichtung
des Endproduktes sichtbar bleibt.
Die Verwendung von Laserenergie ist vorteilhaft, da sie
es erlaubt, Papier mit hoher Geschwindigkeit mit einer
Abbildung zu versehen und insbesondere bei der Geschwindigkeit,
bei der das Papier auf der Papiermaschine hergestellt
wird oder der Geschwindigkeit, bei der das Papier mit
Mikrokapseln beschichtet wird, was ein "on machine"-Verfahren
erleichtert. Ein weiterer Vorteil ist es, daß
das Abbilden mit einem Laser es nicht erfordert, daß
das Papier mit einem abbildenden Teil wie einer Druckwalze
in Kontakt gebracht werden muß. Daher besteht
keine Gefahr einer Kontamination durch Streuung von
Markierungsflüssigkeit und die Papierzuführung wird
einfacher.
Die Verwendung von Laserenergie, um verschiedene Materialien
mit einer Abbildung zu versehen, ist an sich
bekannt, z. B. auf dem Gebiet der Verpackung, um Daten
oder Produktionscodes oder "verkauft von" oder
"möglichst vor" Daten auf gefärbte oder lackierte
Metalldosen, Glas- oder Plastikflaschen, Plastikfilme
und Papierbeschriftungen aufzubringen, die Tinte oder
andere Beschichtungsmaterialien über ihre gesamte
offene Oberfläche tragen. Allgemein offenbart ein
Artikel mit dem Titel "Fast laser pulses can etch a
pattern in a moving part on a production line" in
"Laser Focus", Juli 1975, auf den Seiten 28 bis 33,
"daß solche Nichtmetalle wie Plastik, Holz, Papier, Farbe
und Glas hochabsorbierend sind" (im Hinblick auf Laserenergie).
Jedoch ist dem eben diskutierten Stand der
Technik weder ein Hinweis oder Vorschlag im Hinblick
auf die Möglichkeit einer Lasermarkierung zu entnehmen,
um das oben angegebene Ziel zu erreichen, noch wird
offenbart, daß die gebildete Abbildung anschließend mit
Mikrokapseln beschichtet werden kann und trotzdem klar
sichtbar bleibt.
Daher schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung eines mit einer Abbildung versehenen,
mit Mikrokapseln beschichteten Papiers, bei dem eine
Oberfläche eines Papiersubstrats durch die Anwendung
von Laserenergie mit einer Abbildung versehen wird und
dann auf diese eine Oberfläche des Papiersubstrats,
eine Mikrokapselbeschichtung aufgebracht wird, so daß
die durch die Laserenergie hergestellte Abbildung
bedeckt, aber nicht verdunkelt wird.
Die Laserenergie kann von einem gepulsten Laser oder
einem Dauerstrichlaser typischerweise jeweils einem
Kohlendioxidlaser, geliefert werden.
Die durch das vorliegende Verfahren erzeugten Abbildungen
können sichtbar oder wahrnehmbar im durchfallenden
oder reflektierten Licht oder beides sein, abhängig von
den Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden
(gepulste oder Dauerstrichlaserenergie, Energielevel,
Papiertyp, etc.).
Die Abbildung kann erzeugt werden, indem eine in geeigneter
Weise gelochte Abdeckplatte oder Schablone in
die Bahn von emittierter Laserenergie gebracht wird, um
eine Abbildung, die der Anordnung der Lochung entspricht,
zu erhalten. Normalerweise wird eine fokussierende
Linse oder ein Spiegel verwendet, um die Energie auf
das Papier, das mit einer Abbildung vesehen werden soll,
zu justieren, obwohl das Ausmaß des Fokussierens, das
erforderlich ist, abhängt von der Leistung des verwendeten
Lasers und den Eigenschaften des Papiers, das mit
einer Abbildung versehen werden soll. Wenn zu viel
Energie angewendet wird, wird das Papier beschädigt,
d. h. ein unerwünschtes Abheben der Fasern von der
Papieroberfläche und eine unerwünschte Verfärbung als
Ergebnis eines Schmorens kann auftreten, wohingegen
dann, wenn ungenügend Energie angewendet wird, keine
wahrnehmbare Abbildung gebildet wird.
Eine Anzahl von Faktoren beeinflußt das Ausmaß, in dem
die Abbildung, die aufgebracht werden soll, tatsächlich
sichtbar oder wahrnehmbar ist. Die hauptsächlichen
Faktoren, soweit sie identifiziert sind, sind die folgenden:
- (1) die Menge an Laserenergie, die auf eine Flächeneinheit der Zielregion des Papiers auftrifft;
- (2) die Größe der Abbildung (im allgemeinen wird eine große Abbildung leichter gesehen als eine kleine Abbildung);
- (3) die Farbe oder Schattierung des Papiers, das mit einer Abbildung versehen werden soll (die Abbildung zeigt sich im allgemeinen besser in reflektiertem Licht gegen einen gefärbten Hintergrund als gegen einen weißen Hintergrund);
- (4) der Feuchtigkeitsgehalt des Papiers;
- (5) die Wirkung der Beschichtung mit Mikrokapseln (die Mikrokapselbeschichtung kann teilweise die Abbildung verdunkeln, oder die wäßrige Lösung, in der die Mikrokapseln normalerweise aufgebracht werden, kann teilweise die durch die Laserenergie erzeugte Faserstörung abflachen - während diese Wirkungen bemerkt wurden, wurde gefunden, daß entgegen dem, was man erwartete, keine von ihnen sehr ernst war in der Praxis).
- (6) Die Art des verwendeten Lasers, d. h. ob es ein gepulster Laser oder ein Dauerstrichlaser ist.
- (7) Die Art, in der die Abbildung angeschaut wird (d. h. ob sie in reflektiertem oder durchgängigem Licht betrachtet wird).
Unter Inbetrachtziehung aller dieser Faktoren wurde
gefunden, daß die Laser- und dazugehörige Fokussierungsausstattung
fähig sein sollte, eine Energiedichte auf
dem mit einer Abbildung zu versehenden Papier von mindestens
etwa 1,7 oder 1,8 Joules cm-2 zu schaffen,
abhängig von einem gewissen Ausmaß von der Abbildungsgröße
und der Papierfarbe, um eine Abbildung einer genügenden
Größe zu erhalten, die einigermaßen leserlich ist auf
dem Basispapier, wie es bei der kommerziellen Herstellung
von druckempfindlichen Durchschreibepapieren zur
Zeit benutzt wird.
Während die oben angeführten Energiedichten einen ungefähren
unteren Schwellenwert für eine zufriedenstellend
sichtbare Markierung (für dieses spezielle Papier) darstellen,
werden bessere Ergebnisse erhalten mit höheren
Energiedichten, z. B. mit Energiedichten (auf dem
Papier, das markiert werden soll) im Bereich von 1,9
bis 5,0 Joules cm-2 für gepulste Laser und 2,2 bis 4,8
Joules cm-2 für Dauerstrichlaser, teilweise abhängig
von der Bahngeschwindigkeit. Die oberen Grenzwerte der
gerade angegebenen Bereiche stellen nicht einen Schwellenwert
dar, oberhalb dem ein Schmoren unbedingt auftritt.
Ein gepulster Kohlendioxidlaser mit einer maximalen
Ausgangsleistung im Bereich von 2,5 bis 5,0 kW oder ein
Dauerstrichlaser mit einer maximalen Ausgangsleistung
im Bereich von 1 bis 3 kW (abhängig von der Bahngeschwindigkeit)
ist normalerweise geeignet, um die oben angegebenen
Energiedichten zu erreichen, wenn er mit einer
geeigneten Fokussierungsausstattung verwendet wird.
Gepulste Laser der Art, wie sie für die Markierung von
Verpackungsmaterialien eingesetzt werden von solchen
Firmen wie Laser Applications Limited of Hull, England;
J.K. Lasers Limited of Rugby, England; und Lumonics
Inc. of Kanata, Ontario, Canada und Dauerstrichlaser
der Art, wie sie unter dem Namen Electrox Industrial
Laser von Electrox Ltd. of Stotfold, Hitchin, Englang
verkauft werden, sind Beispiele für geeignete, im
Handel erhältliche Laser für die Verwendung in der
vorliegenden Erfindung.
Es wurde gefunden, daß der Feuchtigkeitsgehalt des
Papiers, das mit einer Abbildung versehen werden soll,
sowohl die Klarheit der bei einer bestimmten Energiedichte
gebildeten Markierung als auch die Schwellenenergie-Intensität,
die für die Abbildung erforderlich
ist, beeinflußt. Bei niedrigen Feuchtigkeitsgehalten,
z. B. 3 Gew.-% Feuchtigkeit, wurden bisher keine
annehmbar klaren Abbildungen erhalten, nicht einmal mit
einer Energiedichte eines gepulsten Lasers auf dem
Papier von 5 Joules cm-2. Es wurde gefunden, daß ein
Ansteigen des Feuchtigkeitsgehaltes zu Abbildungen mit
verbesserter Klarheit führt. Oberhalb von etwa 4 Gew.-%
Feuchtigkeitsgehalt wurden annehmbare Abbildungen
erhalten in dem höheren Teil des 1,9 bis 5,0 Joules cm-2
Bereiches, der oben angegeben wurde und die Abbildungsqualität
verbesserte sich mit ansteigendem Feuchtigkeitsgehalt.
Weniger klare Abbildungen wurden erhalten
im unteren Teil des 1,9 bis 5,0 Joules cm-2 Energiebereiches,
aber die Abbildungsqualität verbesserte sich
bei diesen niedrigen Energien, wenn der Feuchtigkeitsgehalt
über etwa 6 Gew.-% lag. Diese Effekte bedeuten,
daß der Feuchtigkeitsgehalt als Kontrollparameter bei
dem Abbildungsverfahren zusätzlich zur Energiedichte
verwendet werden kann. Dies bietet die Möglichkeit der
Verwendung von reduzierter Energie und ermöglicht es
auch, Abbildungen zu erhalten mit einer verminderten
Menge von dem Papier angehobener Fasern. Ein solches
Anheben ist gegebenenfalls unvorteilhaft im Hinblick
auf das anschließende Mikrokapselbeschichtungsverfahren,
da es zu Spalten in der Bedeckung des Papiers durch die
Beschichtungszusammensetzung auf den oder benachbart zu
den mit einer Abbildung versehenen Flächen des Papiers
führt. Zieht man alle diese eben beschriebenen Faktoren
in betracht, so sind die bevorzugten Verfahrensparameter
eine Energiedichte auf dem Papier von etwa 2,1 Joules cm-2,
d. h. 2,0 bis 2,2 Joules cm-2, für einen gepulsten
Laser oder 2,2 bis 4,8 Joules cm-2 für einen Dauerstrichlaser
und ein Papierfeuchtigkeitsgehalt von mindestens
6 Gew.-%, z. B. 6 bis 8 Gew.-%. Im Falle eines Dauerstrichlasers
kann die Strahlenenergie schwanken und um
eine Fehlerabweichung zu erlauben und die Möglichkeit,
daß Abbildungen manchmal nicht erzeugt werden, zu
minimieren, ist eine höhere Energiedichte als die oben
angegebene untere Zahl wünschenswert, z. B. 3,5 Joules cm-2.
Das Laserabbildungsverfahren kann ausgeführt werden als
Teil des Verfahrens, in dem das Papier hergestellt wird
oder mit Mikrokapseln beschichtet wird. Zum Beispiel
kann der Laser am trockenen Ende der Papiermaschine angeordnet
sein oder an der benachbart zur Rollenabwicklungsstation
der Beschichtungsmaschine, an der
die Mikrokapselbeschichtung aufgebracht wird oder im
Fall der in In-line-Mikrokapselbeschichtung zwischen
dem trockenen Ende der Papiermaschine und dem Mikrokapsel-Beschichtungskopf.
Der Feuchtigkeitsgehalt des Papiers wird variieren an
verschiedenen Stellen und dies sollte bei der für die
Abbildung ausgesuchten Stelle in betracht gezogen
werden.
Die Bahngeschwindigkeit, bei der die Abbildung ausgeführt
wird, kann in weitem Bereich schwanken. Es wurde
bereits eine Markierung bei Bahngeschwindigkeiten von
bis zu 550 m/min-1 erreicht, aber dies stellt keine
obere Grenze dar, da Sektorenscheiben von Papier klar
markiert wurden bei einer Geschwindigkeit, die äquivalent
ist zu einer linearen Bahngeschwindigkeit von
2800 m/min-1 (unter Verwendung manuell induzierter
Pulse von Laserenergie).
Die Abbildungs-Wiederholungsfrequenz kann im Prinzip in
weiten Grenzen variiert werden. Zum Beispiel kann die
Frequenz so sein, daß sich eine Marke pro Blatt (z. B.
ein Blatt mit A4- oder A5-Größe) ergibt, wenn das
Papier gegebenenfalls in Blätter geteilt wird. Wenn das
Papier anfangs in Rollenform verwendet wird, können die
Markierungen in longitudinalen Abständen entsprechend
A4 oder A5 oder anderen erwünschten Abständen aufgebracht
werden, obwohl Gerätvorgaben das Erhalten von zu
dicht unterteilten Markierungen verhindern können.
Die vorliegende Erfindung ist anwendbar für weiße und
farbige Papiere. Bei weißen Papieren ergibt sich ein
"weiß auf weiß"-Effekt, wobei die Weißheit der Abbildung
mit der des unmarkierten Papiers in Kontrast
steht. Bei farbigen Papieren erscheint die Abbildung
normalerweise
weiß gegen den farbigen Hintergrund in
reflektiertem Licht. Der zusätzliche Kontrast, der das
bewirkt, führt zu der Annahme, daß die Energiedichte,
die erforderlich ist, um zufriedenstellend sichtbare
Markierungen auf den meisten farbigen Papieren zu
erzeugen (mit Ausnahme vielleicht von gelben Papieren)
eher weniger ist als die, die zur Erzeugung zufriedenstellend
sichtbarer Markierungen auf weißem Papier erforderlich
ist.
Das Mikrokapselbeschichtungsverfahren kann durch die
bekannten Techniken, die bei der Herstellung von
druckempfindlichem Durchschreibepapier verwendet
werden, ausgeführt werden, z. B. Umkehrwalzen-, Luftbürsten-
und Flexobeschichtung und das Mikrokapselschichtgewicht
kann ebenfalls üblich sein (d. h. 4 bis
6 g-2 Trockenschichtgewicht).
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert:
In diesem Beispiel wurde ein 20 Hz (Nennwert) gepulster
Kohlendioxidlaser mit 2,5 Joules Maximum-Energieausgangsleistung
verwendet, um eine 48 m-2 weiße Papierbahn
der Art, wie sie für druckempfindliches Aufzeichnungsmaterial
verwendet wird, mit einer Abbildung zu
versehen, wonach die Bahn auf einem Umkehrwalzenbeschichter
im Versuchsmaßstab beschichtet wurde mit
einer wäßrigen, Mikrokapseln enthaltenden Beschichtungszusammensetzung
derart, wie sie bei druckempfindlichem
Aufnahmematerial verwendet wird mit einem Naßbeschichtungsgewicht
von annähernd 20 g/m-2 (5 g/m-2 trocken).
Der Laser war zwischen der Abwicklungsstation und dem
Beschichtungskopf des Beschichters angebracht. Eine
gelochte Abdeckung wurde in die Bahn des Laserstrahls
gebracht, um Laserenergie in einer Abbildungskonfiguration
durchzulassen. Eine Linse wurde verwendet, um
die Abbildung zu fokussieren, um eine Abbildungsgröße
von 9×4 mm zu ergeben.
Die Bahn wurde bewegt mit Geschwindigkeiten im Bereich
von "Kriechgeschwindigkeit" bis 550 m/min-1, wobei die
Gesamtlänge der mit einer Abbildung zu versehenen Bahn
mehr als 5000 m war. Bei allen Geschwindigkeiten hatte
die Abbildung eine gute Strichschärfe und Konsistenz
vor der Beschichtung. Die Beschichtung vemringerte die
Strichschärfe und Konsistenz der Abbildung, aber verdunkelte
sie nicht und die Abbildung war von annehmbarer
Qualität. Der Soll-Abbildungs-Wiederholungsabstand war
420 mm und dies wurde großenteils erreicht, außer bei
einer Bahngeschwindigkeit von unter etwa 150 m/min-1.
Das mit Mikrokapseln beschichtete Papier wurde auf
seine funktionelle Brauchbarkeit getestet unter Verwendung
des Papiers als oberes Blatt eines druckempfindlichen
Aufzeichnungsmaterialpaares und die Brauchbarkeit
erwies sich als zufriedenstellen.
Dieses Beispiel entsprach im allgemeinen Beispiel 1,
jedoch wurde eine weiße Bahn mit höherem Grammgewicht
verwendet (72 g/m-2 statt 48 g/m-2) und die Abbildungsgröße
war 11,9×5,9 mm. Die Bahngeschwindigkeit lag im
Bereich von 300 bis 500 m/min-1. Die Strichschärfe der
Abbildung erwies sich, als sie mit Mikrokapseln beschichtet
war, als im wesentlichen gleich zu der vor
der Beschichtung. Das mit Mikrokapseln beschichtete
Papier wurde wie oben getestet und erwies sich als zufriedenstellend.
Dieses Beispiel entsprach ebenfalls den vorhergehenden
Beispielen, es wurden jedoch blaue bzw. gelbe 48 g/m-2
Basispapiere verwendet statt des weißen Basispapiers.
Die Abbildungsgröße und die Bahngeschwindigkeiten waren
wie im Beispiel 2. Die erhaltenen Abbildungen waren
weiß und lieferten daher einen Kontrast mit der Fläche
des Papiers, die keine Abbildung trug. Der Kontrast war
bei dem blauen Papier merkbarer als bei dem gelben. Das
mit Mikrokapseln beschichtete Papier wurde wie oben getestet
und erwies sich als zufriedenstellend.
Dieses Beispiel zeigt, wie die durch Laserenergie gebildete
Abbildung bei verschiedenen Energielevels und
Papiergrammgewichten variiert.
Die Abbildungen wurden auf individuellen Papierblättern
mit verschiedenen Grammgewichten gemacht unter Verwendung
eines 20 Hz gepulsten Kohlendioxidlasers mit
5,0 Joules Maximum Energieleistung und einer gelochten
Abdeckung und Fokussierungslinse, wie im allgemeinen im
Beispiel 1 beschrieben, und der Laser wurde manuell
getriggert. Die Abbildungsgröße wurde variiert, um eine
Energiedichte (auf dem Papier) zwischen unter 1,8 Joules cm-2
bis 5,0 Joules cm-2 für Papier mit 48 g/m-2-g-Gewicht
und 1,9 bis 2,5 Joules cm-2 für Papier mit
höheren Grammgewichten (52, 62, 72, 82, 92 und 94 g/m-2)
zu erhalten. Der Feuchtigkeitsgehalt all
dieser Blätter war annähernd 6 Gew.-%.
Es zeigte sich, daß eine Energiedichte von unter
1,8 Joules cm-2 einen angenäherten Minimumschwellenwert
für eine sichtbare Abbildungsbildung darstellt. Sichtbare
Abbildungen wurden immer erhalten bei einer Energiedichte
auf dem Papier von 1,9 Joules cm-2 bis 2,5
Joules cm-2, obwohl die Klarheit und die Kanten-Schärfe
der Abbildung nicht sehr gut waren im unteren Teil
dieses Bereiches. Energiedichten im Bereich 2,5 bis
5,0 Joules cm-2 ergaben Abbildungen mit guter Sichtbarkeit,
aber die Strichschärfe dieser Abbildungen neigte
dazu abzufallen, wenn die Energiedichte über 2,5 Joules cm-2
anstieg, möglicherweise weil die Energie zu einem
übermäßigen Zerreißen der faserigen Struktur des Papiers
führte.
Dieses Beispiel zeigt, wie sich die Abbildung, die
durch Laserenergie gebildet wird, in einem Bereich von
Papierfeuchtigkeitsgehalten und zwei verschiedenen
Energiedichten verändert.
Der Laser war der im Beispiel 1 beschriebene, wobei die
Laserenergieausgangsleistung auf 1,5 Joules beschränkt
war. Zwei Abbildungsgrößen wurden verwendet, nämlich
13,8×5,7 mm und 11,9×5,9 mm entsprechend Energiedichten
von 1.85 bzw. 2,1 Joules cm-2. Die Grammgewichte der
verwendeten Papiere waren 48, 52, 62, 72, 82, 92 und 94 g/m-2
und der Bereich des Feuchtigkeitsgehaltes war von
3 bis 9 Gew.-%.
Es zeigte sich, daß unabhängig von der Energiedichte
und Abbildungsgröße die Abbildungen mit schlechter
Qualität immer erhalten wurden unterhalb eines Feuchtigkeitsgehalts
von etwa 4 Gew.-%. Bei der kleineren
Abbildung (d. h. höhere Energiedichte) wurden annehmbare
Abbildungen erhalten bei und über diesem Feuchtigkeitsgehalt,
wobei die Abbildung besser wurde, wenn der Feuchtigkeitsgehalt
anstieg. Bei der größeren Abbildung (d. h.
niedrigere Energiedichte) wurden annehmbare Abbildungen
nur mit einem minimalen Feuchtigkeitsgehalt von etwa
6% erhalten.
In diesem Beispiel wurde ein Dauerstrich-Kohlendioxid-1-kW-Laser
verwendet, um auf verschiedenen Papieren,
wie sie bei der Herstellung von druckempfindlichen
Durchschreibepapieren verwendet werden, bei verschiedenen
Bahngeschwindigkeiten auf einem Prototyptestgerät
Abbildungen zu erzeugen, wie folgt:
Die Abbildungsgröße war in jedem Fall 5×12,5 mm. Nach
dem Abbilden wurde die mit einer Abbildung versehene
Oberfläche des Papiers mit einer wäßrigen, Mikrokapseln
enthaltenden Zusammensetzung beschichtet, wie es allgemein
im Beispiel 1 beschrieben ist. Die erhaltenen
Abbildungen waren in jedem Fall klar sichtbar durch die
Mikrokapselschicht in durchgängigem Licht und die
funktionelle Wirkungsweise des Papiers in einem druckempfindlichen
Durchschreibeset erwies sich als zufriedenstellend.
Die Abbildung auf den farbigen Papieren
war ebenso klar sichtbar in reflektiertem Licht.
Claims (9)
1. Verfahren zur Herstellung eines mit einer Abbildung
versehenen, mit Mikrokapseln beschichteten Papiers,
dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Oberfläche eines Papiersubstrats mit
einer Abbildung versieht durch Anwendung von
Laserenergie und dann eine Mikrokapselbeschichtung
auf diese Oberfläche des Papiersubstrats so aufbringt,
daß die durch Laserenergie erzeugte Abbildung
bedeckt, aber nicht verdunkelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Energiedichte des Lasers auf dem Papiersubstrat
mindestens 1,7 Joules cm-2 ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Energiedichte
des Lasers auf dem Papiersubstrat mindestens
1,8 Joules cm-2 ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Energiedichte des Lasers auf dem Papiersubstrat
mindestens 1,9 Joules cm-2 ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laserenergie
von einem gepulsten Laser stammt und die
Energiedichte des Lasers auf dem Papiersubstrat im
Bereich von 1,9 bis 5,0 Joules cm-2 ist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Energiedichte des Lasers auf dem Papiersubstrat
2,0 bis 2,2 Joules cm-2 ist und der Feuchtigkeitsgehalt
des Papiersubstrates 6 bis 8 Gew.-% beträgt.
7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Laserenergie
von einem Dauerstrichlaser stammt und die
Energiedichte des Lasers 2,2 bis 4,8 Joules cm-2
beträgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Papiersubstrat mit einer Abbildung versehen
wird mit Hilfe einer Laserenergiequelle, die an
der Papiermaschine, auf der das Papiersubstrat
hergestellt wird oder an der Papierbeschichtungsmaschine,
auf der das Papiersubstrat anschließend
mit Mikrokapseln beschichtet wird, angebracht ist,
wobei die Geschwindigkeit des Papiersubstrates
während der Abbildung dieselbe ist wie die
Geschwindigkeit, bei der das Papiersubstrat hergestellt
oder mit Mikrokapseln beschichtet wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mit einer Abbildung versehene, mit Mikrokapseln
beschichtete Papier ein druckempfindliches
Durchschreibepapier ist.
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