DE3750562T2 - Weiche kontaktlinse und deren herstellung. - Google Patents

Weiche kontaktlinse und deren herstellung.

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Description

    Technisches Gebiet
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine weiche Kontaktlinse, die einen Polyvinylalkohol (PVA) von hoher mechanischer Festigkeit, hohem Wassergehalt, ausgezeichneter Transparenz und hoher Sauerstoffdurchlässigkeit enthält, und ein Verfahren zu ihrer Herstellung.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Es gibt zwei Arten von Kontaktlinsen, weiche und harte. Das Material für die harten Kontaktlinsen (HCL) ist ein synthetisches Harz mit einer Netzwerkstruktur, das Polymethylmethacrylat (PMMA) als eine Hauptkomponente und ein Vernetzungsmittel enthält. Dieses Polymer wird in großem Umfang auf dem klinischen Gebiet für HCL verwendet, weil die Transparenz, die Verarbeitbarkeit bei der Formgebung, die Biostabilität und die Haltbarkeit ausgezeichnet sind, aber diese HCL ist für längeres Tragen nicht geeignet, weil die Sauerstoffdurchlässigkeit nicht hoch genug ist für den Atmungsstoffwechsel des Augapfels und die harte Natur des Materials den Patienten das Gefühl eines Fremdkörpers gibt.
  • Materialien, die in großem Umfang für weiche Kontaktlinsen (SCL) im klinischen Gebiet verwendet werden, schließen ein Silikonelastomer und ein Copolymer von Butylacrylat (BA) und Butylmethacrylat (BMA) als hydrophobe Verbindungen und Polyhydroxyethylmethacrylat (PHEMA) und ein Copolymer von Methylmethacrylat (MMA) und Vinylpyrrolidon (VP) als hydrophile Verbindungen ein. Diese Materialien sind den HCL in der Sauerstoffdurchlässigkeit überlegen. Die hydrophoben Materialien haben jedoch Nachteile wie z. B. ein schlechtes Tragegefühl verursacht durch die geringere Wasserbenetzbarkeit, bemerkenswerte Absorption von Lipiden und Oberflächenzerstörung aufgrund hoher elektrostatischer Aufladung, während die hydrophilen sehr hoch in den Herstellungskosten sind, stark von Proteinen absorbiert werden und sehr niedrig in der mechanischen Festigkeit sind, obwohl sie ein ausgezeichnetes Tragegefühl und eine minimale Schädigung der Hornhaut ergeben.
  • Die PVA-Hydrogele sind schon als Materialien für SCL vorgeschlagen worden, z. B. PVA-Gele vernetzt mit Glyoxal (US-Patent Nr. 3 408 429) und PVA-Kontaktlinsen vernetzt mit Boraten (japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung (Tokkyo Kokai) Nr. 75 111/1983). Jedoch können diese die Hornhaut des Patienten durch unreagierte Verbindungen, die in dem Gel zurückbleiben, oder Abbauprodukte mit der Zeit stimulieren, da diese Gele chemisch mit Glyoxal und Boraten vernetzt sind. Andererseits wird eine PVA-Kontaktlinse vorgeschlagen, die hergestellt wird durch Tempern (japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung (Tokkyo Kokai) Nr. 214128/1982), aber diese ist nicht ausreichend im Wassergehalt und der mechanischen Festigkeit und erfordert ein kompliziertes und langwieriges Herstellungsverfahren.
  • Eine Kontaktlinse, die aus einem größenreduzierten festen PVA-Modell durch Hitzetempern in einer Luft- oder in Erdgasatmosphäre bei 45 bis 200ºC und nachfolgendes
  • A) Schwellen der Kopie in dem Lösemittel und
  • B) Vernetzen mit einem Vernetzungsmittel
  • hergestellt wird, wird in der EP-A-0 093 944 offenbart. Diese erfordert jedoch ein kompliziertes Herstellverfahren von mehreren Schritten und die resultierenden Kontaktlinsen haben eine niedrige Zugfestigkeit selbst nach der Vernetzung mit dem Vernetzungsmittel.
  • Ein Verfahren zur Herstellung eines PVA-Gels durch Einfrieren bei einer Temperatur unterhalb von -6ºC ohne Anwendung eines organischen oder anorganischen Lösemittels außer Wasser wird in JP-A-57 190 072 offenbart. Die erhaltenen Gele sind jedoch immer trüb und daher für Kontaktlinsen nicht geeignet.
  • Die EP-A-0 077 295 offenbart eine Kontaktlinse, die aus vernetztem Polyvinylalkohol nach einem Verfahren hergestellt wird, bei dem der Polyvinylalkohol auf Raumtemperatur gekühlt wird, nachdem er in eine Form überführt worden ist. Abkühlung auf diese Temperatur ergibt keine Linse, die mikrokristallin ist, und die Durchlässigkeit dieser Linse für sichtbares Licht ist nicht zufriedenstellend.
  • Als ein Ergebnis des intensiven Studiums der vorliegenden Erfinder zur Behebung der Nachteile von konventionellen PVA-Hydrogel-SCL und zur Entwicklung eines einfachen und kostengünstigen Verfahrens zur Herstellung einer SCL, die in der mechanischen Festigkeit verbessert ist und einen hohen Wassergehalt hat, kann eine SCL von hoher Festigkeit, Wassergehalt und Sauerstoffdurchlässigkeit, die auf eine einfache und kostengünstige Weise hergestellt wird, erhalten werden durch Auflösen von PVA in einem gemischten Lösemittel, das aus Wasser und einem organischen Lösemittel besteht, und nachfolgendes Kristallisieren des PVA zwischen seinen molekularen Ketten bei einer Temperatur von nicht mehr als -10ºC.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine weiche Kontaktlinse aus Polyvinylalkohol mit einem Wassergehalt im Bereich von 40 bis 95 Gew.-%, einer Durchlässigkeit für sichtbares Licht von nicht weniger als 90%, einer Sauerstoffdurchlässigkeit von nicht weniger als 30 · 10&supmin;¹¹ cm³ (STP) cm/cm²secmmHg und einer Zugfestigkeit von nicht weniger als 98,1 N/cm² (10 kg/cm²), die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Polyvinylalkohol eine mikrokristalline Struktur und Poren mit einer Porengröße von nicht mehr als 3 um hat, und daß sie erhältlich ist durch Bildung einer Lösung von Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von nicht weniger als 95 Mol.-% in einem gemischten Lösemittel aus Wasser und einem organischen Lösemittel, Gießen der Lösung in eine Form, die die Form der Kontaktlinse hat, und Kristallisieren des Polyvinylalkohols bei einer Temperatur von nicht mehr als -10ºC.
  • Die erfindungsgemäße weiche PVA-Kontaktlinse ist ausgezeichnet in der Transparenz und Sauerstoffdurchlässigkeit wie auch hinsichtlich der mechanischen Festigkeit und des Wassergehalts. Der Grund für die Bildung einer solchen weichen PVA-Kontaktlinse mit einem hohen Wassergehalt und hoher Festigkeit scheint in folgendem zu liegen. Die Lösung, die durch Auflösen des PVA in dem gemischten Lösemittel aus Wasser und einem organischen Lösemittel erhalten wird, ist wahrscheinlich molekular homogen. Da die Temperatur der homogenen Lösung erniedrigt wird, muß die Molekularbewegung in gewissem Umfang beschränkt werden, und lokalisierte Regionen von hoher Segmentdichte werden in der Lösung produziert. Durch das Abkühlen unterhalb gewöhnlicher Temperaturen, das zur Bildung von sekundären Bindungen zwischen den molekularen Ketten führt, wird möglicherweise die Bildung von kleinen kristallinen Kernen gefördert und die Kristallisation könnte mit der Zeit fortschreiten. Die resultierenden Mikrokristallite sollten als starke Vernetzungen einer dreidimensionalen Netzwerkstruktur wirken und sie können eine weiche PVA-Kontaktlinse von hoher mechanischer Festigkeit, hohem Wassergehalt und ebenso hoher Transparenz erzeugen.
  • Bevorzugte Ausführungsformen
  • Der Verseifungsgrad des erfindungsgemäß zu verwendenden PVA sollte nicht weniger als 95 Mol.-%, vorzugsweise nicht weniger als 97 Mol.-% und insbesondere nicht mehr als 99 Mol.-% betragen. Beispielsweise bei einem Verseifungsgrad von nicht mehr als 85 Mol.-% zeigen die daraus erhaltenen Gele keine hohe mechanische Festigkeit. Der viskositätsdurchschnittliche Polymerisationsgrad des PVA sollte nicht weniger als 1000, besonders nicht weniger als 1700 betragen. Kommerziell erhältliches PVA mit Polymerisationsgraden im Bereich von 1700 bis 2000 wird empfohlen, da die Gelstärke niedriger wird mit fallendem Polymerisationsgrad des PVA. Wenn ein Gel von höherer Festigkeit, höherem Wassergehalt oder höherer Beständigkeit gegenüber heißem Wasser gewünscht wird, ist es jedoch vorteilhaft, PVA mit hohen Polymerisationsgraden im Bereich von 3000 bis 10000 oder PVA, das reich an syndiotaktischer oder isotaktischer Struktur ist, zu verwenden. Es ist auch vorteilhaft, fraktioniertes PVA zu verwenden, das frei ist von einer Fraktion niederen Molekulargewichts, um die Elution von molekularem PVA zu vermeiden.
  • Das bei der Erfindung verwendete organische Lösemittel sollte mit Wasser kompatibel und in jedem beliebigen Mischungsverhältnis mit Wasser mischbar sein. Das bevorzugte organische Lösemittel schließt Aceton, Methylalkohol, Ethylalkohol, n-Propylalkohol, Isopropylalkohol, Aminoethylalkohol, Phenol, Tetrahydrofuran, Dimethylformamid, Glycerin, Ethylenglykol, Propylenglykol, Triethylenglykol und Dimethylsulfoxid (DMSO) ein. Von diesen organischen Lösemitteln ist DMSO das am meisten bevorzugte wegen seiner hohen Lösungsfähigkeit für PVA und einer wünschenswerten Abhängigkeit der Gefrierpunktserniedrigung von dem Mischungsverhältnis mit Wasser. Obwohl das Mischungsverhältnis des Wassers und dieser organischen Lösemittel frei gewählt werden kann, bestimmt das Mischungsverhältnis des Wassers mit den Lösemitteln in großem Umfang die mechanische Festigkeit ebenso wie die Transparenz des resultierenden PVA-Gels. Das Mischungsverhältnis sollte sorgfältig gewählt werden entsprechend dem Zweck des Gels, und das Verhältnis Wasser organisches Lösemittel liegt im allgemeinen in dem Bereich von 90 10 bis 10 : 90 (bezogen auf das Gewicht), vorzugsweise von 70 : 30 bis 10 : 90. Ein Gel kann sogar aus einer 100%igen DMSO-Lösung von PVA hergestellt werden, aber es wird lichtdurchlässig nach dem Austausch des Dimethylsulfoxids gegen Wasser, obwohl das Gel vor dem Lösemittelaustausch transparent ist.
  • Erfindungsgemäß wird zuerst eine PVA-Lösung mit einer PVA-Konzentration von 2 bis 30 Gew.-% bereitet. Die Konzentration wird entsprechend dem gewünschten Wassergehalt und den mechanischen Eigenschaften des Gels festgelegt. Solche hochkonzentrierten Lösungen können leicht im allgemeinen hergestellt werden durch Anhebung der Temperatur des PVA, oder sie können durch Erhitzen unter Rühren oder unter Verwendung eines Autoklaven oder Hochfrequenzerhitzers hergestellt werden.
  • Nach dem Gießen der vollständig gelösten Lösung des PVA in eine konvexe und konkave Form entsprechend der Form der Kontaktlinse wird die Lösung bei einer Temperatur nicht oberhalb normaler Temperatur stehengelassen. Während dieses Prozesses kristallisieren die PVA-Moleküle, was in der Bildung einer SCL resultiert. Je niedriger die Temperatur ist, desto kürzer ist die für eine vollständige Kristallisation erforderliche Zeit. Es wird empfohlen, die Lösung in einem Gefriergerät zu kühlen, das bei einer Temperatur von nicht höher als -10ºC, vorzugsweise bei ungefähr -20ºC gehalten wird. Nach Vervollständigung der Kristallisation wird das Gel eine lange Zeit in fließendes Wasser getaucht, um das organische Lösemittel zu entfernen. Sorgfältiger Austausch des organischen Lösemittels in dem Gel gegen Wasser ergibt schließlich eine SCL mit hohem Wassergehalt. Die SCL kann auch durch vollständiges Trocknen des Gels zur Entfernung des organischen Lösemittels nach der Kristallisation und anschließendes Wiedereintauchen des getrockneten Gels in Wasser zur Hydratation erhalten werden. In diesem Fall kann das Trocknen des Gels einfach an der offenen Atmosphäre durchgeführt werden, aber es würde in kürzerer Zeit erreicht, wenn zusätzlich Vakuumtrocknung angewandt wird.
  • Während des Trocknungsprozesses wird ein leichtes Ansteigen der Kristallinität das Trocknen begleiten, was zu einer Verstärkung seiner mechanischen Festigkeit und der Lichtdurchlässigkeit führt, Tempern nach dem Trocknen wird in einem weiteren Ansteigen der Kristallinität resultieren.
  • Darüber hinaus kann eine Bestrahlung des Gels mit Strahlen wie z. B. Elektronenstrahlen und Gammastrahlen unter reduziertem Druck in einem inerten Gas wie z. B. Stickstoff oder Argon oder in Wasser durchgeführt werden, um die weiche PVA-Kontaktlinse zu sterilisieren, die eine hohe Festigkeit, einen hohen Wassergehalt und eine hohe Sauerstoffdurchlässigkeit aufweist, oder um die mechanischen Eigenschaften, die thermische Widerstandsfähigkeit und die Dimensionsstabilität zu verbessern. Chemische Vernetzungsmittel wie z. B. Glutaraldehyd, Borsäure und Borax können auch angewandt werden zur Vernetzung des PVA-Gels.
  • In der erfindungsgemäßen weichen Kontaktlinse bilden die Mikrokristalle des PVA Vernetzungen des dreidimensionalen Netzwerks, und kleine Poren werden gleichmäßig gebildet. Fast alle Poren sind lang und schmal und die Porengröße beträgt nicht mehr als 3 um, wie eine abtastende elektronenmikroskopische Beobachtung von Mustern, die durch Trocknen erhalten worden sind, am Haltepunkt ergibt. Eine homogene und dichte Verteilung von kleinen Poren kann in einer Verbesserung der Transparenz resultieren.
  • Die weiche Kontaktlinse der Erfindung kann mit geeigneten Farbstoffen oder Pigmenten für einen kosmetischen Zweck oder, um ultraviolette Strahlen auszuschalten, gefärbt werden.
  • Die weiche PVA-Kontaktlinse der vorliegenden Erfindung mit einer hohen Festigkeit, hohem Wassergehalt und hoher Sauerstoffdurchlässigkeit wird an Hand der folgenden Beispiele erklärt. Es soll verstanden werden, daß die vorliegende Erfindung nicht auf die Beispiele beschränkt ist.
  • Beispiel 1
  • Zu einem PVA (Verseifungsgrad 99,5 Mol.-%, viskositätsdurchschnittlicher Polymerisationsgrad 1700, erhältlich von Unitika Ltd.) wurden die in Tabelle 1 beschriebenen gemischten Lösemittel zugegeben, um die in derselben Tabelle beschriebenen PVA-Konzentrationen zu erhalten. PVA- Lösungen wurden erhalten durch Erhitzen der Mischung über 2 Stunden in einem Autoklaven, der bei 110ºC gehalten wurde. Nach dem Abkühlen der PVA-Lösungen auf eine Temperatur im Bereich von 50ºC bis 80ºC wurden sie in eine form gegossen. Eine der Oberflächen war angenähert sphärisch und konvex (Krümmungsradius des zentralen Teils (R&sub1;) = 6,0 mm), während die andere Oberfläche der Form eine sphärisch Interferenz (mit einer Projektion an dem Randteil) hatte, und konkav war (Krümmungsradius des zentralen Teils (R&sub2;) = 6 mm, innerer Durchmesser (S) = 12 mm). Der Abstand zwischen den zentralen Teilen der konvexen und konkaven Oberflächen betrug 0,3 mm. Die Form war hergestellt aus einem Tetrafluorethylenhexafluorpropylencopolymer nach einem Schnittform- und Polierverfahren. Die PVA-Lösung in der Form wurde 1 Stunde in einem bei -20ºC gehaltenen Tiefgefriergerät stehengelassen. Das resultierende PVA-Gel wurde aus der Form genommen, und die organischen Lösemittel in dem Gel wurden mit Wasser ausgetauscht durch Eintauchen des Gels in viel Wasser (40º bis 60ºC) um eine weiche PVA-Kontaktlinse zu ergeben. Tabelle 1 Lösemittelmischung Experiment Zusammensetzung Mischungsverhältnis (bezogen auf das Gewicht) PVA-Konzentration (Gewichtsprozent) Vergleichsbeispiel Wasser
  • * Poly(2-hydroxyethylmethacrylat) vernetzt mit Ethylenglykoldimethacrylat.
  • Jede so hergestellte weiche Kontaktlinse wurde in Bezug auf Zugfestigkeit, Bruchdehnung, Wassergehalt, Durchlässigkeit für sichtbares Licht und Sauerstoffdurchlässigkeit entsprechend den folgenden Meßbedingungen vermessen.
  • Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt.
  • [Bruchfestigkeit und Bruchdehnung]
  • Gemessen bei einer Zuggeschwindigkeit von 100 mm/min, 20ºC und relativer Feuchtigkeit (RH) von 65% unter Verwendung von Tensilon/UTM-4-100 der Firma Kabushiki Kaisha Toyo Boldwin.
  • [Wassergehalt]
  • Die weichen Kontaktlinsen mit den Experimentnummern 1 bis 8 und Vergleichsexperiment Nr. 2 wurden in Wasser getaucht bei 20ºC über 3 Tage und an der Luft getrocknet über Tag und Nacht in einer Absaugkammer. Nach weiterem Trocknen und Vakuum über Tag und Nacht bei Raumtemperatur, um das organische Lösemittel zu entfernen, wurden sie wieder in Wasser gegeben bei 37ºC über 2 Tage. Der Wassergehalt wurde nach der Gleichung berechnet:
  • Wassergehalt (%) =Gewicht der hydratisierten SCL-Gewicht der getrockneten SCL/Gewicht der hydratisierten SCL
  • Die Produkte der Vergleichsbeispiele Nr. 1 und 3 wurden in der gleichen Weise vermessen, obwohl sie kein organisches Lösemittel enthielten.
  • [Durchlässigkeit für sichtbares Licht]
  • Die Durchlässigkeit von Licht bei 550 nm wurde unter Eintauchen in Wasser bei 25ºC gemessen unter Verwendung eines selbstregistrierenden Vielzweckspektrophotometers, das von Shimadzu Corporation erhältlich ist.
  • [Sauerstoffdurchlässigkeit]
  • Die Sauerstoffdurchlässigkeit wurde bei 35ºC unter Verwendung eines Gaspermeationsapparates für Polymerfilme EMO-05SF gemessen, das von ESCO Denshi-Kagaku Co., LTD. erhältlich ist. Tabelle 2 Experiment Bruchfestigkeit Bruchdehnung Wassergehalt Durchlässigkeit für sichtbares Licht Sauerstoffdurchlässigkeit Vergleichsbeispiele
  • * (· 10&supmin;¹¹ cm³ (STP) cm/cm² sec mmHg)
  • Beispiel 2
  • Um die mechanische Festigkeit und den Youngschen Elastizitätsmodul der im Beispiel 1 hergestellten weichen Kontaktlinse zu verbessern, wurde die SCL des Experiments Nr. 2 einer Bestrahlung mit Elektronenstrahlen in Stickstoff unterworfen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt. Tabelle 3 Verwendete Bestrahlungsdosis (Rad) Durchstoßkraft Bruchdehnung Kraftmodul Wassergehalt Sauerstoffdurchlässigkeit Experiment Nummer
  • * berechnet bei 0,2 mm Dicke
  • ** (· 10&supmin;¹¹ cm³ (STP) cm/cm² sec mmHg)
  • *** der Polymerisationsgrad des verwendeten PVA betrug 4800 und die PVA-Konzentration betrug 5%.
  • [Durchstoßkraft]
  • Muster mit einem Durchmesser von 12,7 mm (1/2 Zoll) wurden mit einem Zylinder mit einem Durchmesser von 2 mm bei einer Geschwindigkeit von 20 mm/min unter Verwendung des Tensilon/UTM-100 der Firma Kabushiki Kaisha Toyo Boldwin durchstoßen. Die Kraft, die erforderlich war, um durch die Proben zu stoßen, wurde bei 20ºC und RH 65% gemessen.
  • [Bruchdehnung]
  • Das Verfahren war ähnlich demjenigen von Beispiel 1.
  • [50%-Kraftmodul]
  • Der 50%-Kraftmodul ist eine Kraft, die erforderlich ist, um das Muster um 50% der ursprünglichen Länge zu dehnen. Die Messung wurde nach einer Methode durchgeführt, die ähnlich derjenigen der Messung der Durchstoßkraft ist.
  • [Wassergehalt]
  • Das Verfahren war ähnlich demjenigen von Beispiel 1.
  • [Sauerstoffdurchlässigkeit]
  • Das Verfahren war ähnlich demjenigen von Beispiel 1.
  • Beispiel 3
  • Ein PVA-Gelmuster für die Abtastelektronenmikroskopie wurde nach demselben Verfahren wie für Experiment Nr. 2 beschrieben hergestellt. Die Geloberfläche wurde mittels Abtastelektronenmikroskopie nach der Haltepunkttrocknung des hydratisierten Gels beobachtet. Es wurde gefunden, daß das Gel lange und schmale Poren mit einer Größe von nicht mehr als 3 um, dicht und homogen verteilt, hatte.
  • Die weichen PVA-Kontaktlinsen der vorliegenden Erfindung zeigen eine hohe Zugfestigkeit, hohen Wassergehalt und daneben ausgezeichnete Sauerstoffdurchlässigkeit. Deshalb können diese Linsen für ausgedehntes Tragen und für intraokulare Zwecke verwendet werden. Darüber hinaus können sie als weiche Wegwerfkontaktlinsen angewendet werden, weil sie bei niedrigen Kosten nach einem einfachen Formungsverfahren hergestellt werden können.

Claims (7)

1. Eine weiche Kontaktlinse aus Polyvinylalkohol mit einem Wassergehalt im Bereich von 40 bis 95 Gew. -%, einer Durchlässigkeit für sichtbares Licht von nicht weniger als 90%, einer Sauerstoffdurchlässigkeit von nicht weniger als 30 · 10&supmin;¹¹ cm³ (STP) cm/cm² secmmHg, und einer Zugfestigkeit von nicht weniger als 98,1 N/cm² (10 kg/cm²), dadurch gekennzeichnet, daß der Polyvinylalkohol eine mikrokristalline Struktur und Poren mit einer Porengröße von nicht mehr als 3 um hat und daß sie erhältlich ist durch Bildung einer Lösung von Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von nicht weniger als 95 Mol.-% in einem gemischten Lösemittel von Wasser und einem organischen Lösemittel, Eingießen der Lösung in eine Form, die eine Form von Kontaktlinsen hat, und Kristallisieren des Polyvinylalkohols bei einer Temperatur von nicht mehr als -10ºC.
2. Ein Verfahren zur Herstellung einer weichen Kontaktlinse, gekennzeichnet durch Bildung einer Lösung von Polyvinylalkohol mit einem Verseifungsgrad von nicht weniger als 95 Mol. -% in einem gemischten Lösemittel von Wasser und einem organischen Lösemittel, Gießen der Lösung in eine Form, die eine Form von Kontaktlinsen hat, und Kristallisieren des Polyvinylalkohols bei einer Temperatur von nicht mehr als -10ºC.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die organischen Lösemittel mit Wasser mischbar sind.
4. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das Mischungsverhältnis von Wasser zu organischem Lösemittel im Bereich von 90 : 10 bis 10 : 90 bezogen auf das Gewicht beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Konzentration des Polyvinylalkohols in der Polyvinylalkohol-Lösung im Bereich von 2 bis 30 Gew.-% liegt.
6. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das organische Lösemittel Dimethylsulfoxid, Glycerin, Ethylenglykol, Propylenglykol, Triethylenglykol, Dimethylformamid, Methylalkohol, Ethylalkohol, Aceton, Tetrahydrofuran, Aminoethylalkohol, Phenol, n-Propylalkohol oder Isopropylalkohol ist.
7. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem der kristallisierte Polyvinylalkohol durch Bestrahlung mit Elektronenstrahlen oder Gammastrahlen vernetzt wird oder durch die Verwendung von chemischen Vernetzungsmitteln wie z. B. Glutaraldehyd, Borsäure und Borax.
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