DE3832518C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenen Signal - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenen SignalInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erkennung eines Fehlers bei
einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenden Signals und auf
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Für verschiedene, in Fahrzeugen verwendete Geräte, werden
Geschwindigkeitssignale benötigt, die als Impulse zur Verfügung gestellt
werden. Derartige Signale werden z. B. für Fahrtenschreiber, zum fortlaufenden
Aufzeichnen der Geschwindigkeit während der Fahrt eingesetzt. Durch
Kurzschlüsse oder Leitungsunterbrechungen auf den Übertragungsleitungen
können Geschwindigkeitssignale vorgetäuscht werden, die nicht der jeweils
vorhandenen Geschwindigkeit entsprechen. Häufig wird auch durch
Manipulation an den Geräten ein falsches, insbesondere zu niedriges
Geschwindigkeitssignal vorgetäuscht, um zu verhindern, daß
Geschwindigkeitsüberschreitungen während der Fahrt aufgezeichnet werden.
Durch einen absichtlich hervorgerufenen Kurzschluß zwischen der
Übertragungsleitung des Geschwindigkeitssignals und Masse kann die
Aufzeichnung des Geschwindigkeitssignals verhindert werden.
Aus der JP 59-95464 (Patent Abstracts of Japan, Section P, Vol. 8, 1984 Nr.
211, (P-303)) ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Erkennung eines
Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges entsprechenden
Signal bekannt, wobei ein der Drehzahl des Fahrzeugmotors des Fahrzeuges
entsprechendes Signal auf Überschreitung eines vorgebbaren
Drehzahlgrenzwertes geprüft wird und bei einer Überschreitung des
Drehzahlgrenzwertes eine Fehlerreaktion erzeugt wird.
Aus der US 4,185,489 ist eine Vorrichtung bzw. ein Verfahren zum Prüfen und
Kalibrieren einer Geschwindigkeitseinrichtung eines Fahrzeuges bekannt.
Aus der DE 26 18 755 A1 ist eine Fehlererfassungsvorrichtung für einen
Fahrzeug-Geschwindigkeitsmesser bekannt, wobei eine Überprüfung der
Signale des Fahrzeug-Geschwindigkeitsmessers zwecks genauerer
Fehlererfassung während einer vorgebbaren Zeitspanne durchgeführt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Erkennung eines
Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenden
Signal und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zu entwickeln.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Bei diesem Verfahren bewirkt ein Kurzschluß des der Geschwindigkeit
entsprechenden Signals bei einer Fahrt eine Fehlermeldung, die akustisch und/
oder optisch sein kann und z. B. aufgezeichnet wird. Weiterhin kann bei einem
Kurzschluß die Fahrzeuggeschwindigkeit reduziert werden. Auf diese Weise
führt eine Manipulation nicht zum gewünschten Ziel. Durch die Meldung einer
Störung können Abhilfemaßnahmen vorgenommen werden, so daß eine
weitgehende Überwachung des Geschwindigkeitsverlaufs während der Fahrt
möglich ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform entspricht, der
Grenzwert einem bei der Geschwindigkeit null auftreten
den Signalpegel. Wenn die Geschwindigkeit null durch
eine von selbst aufgetretene oder absichtlich herbeige
führte Störung vorgetäuscht wird, obwohl das Fahrzeug
mit einer über einer Grenze liegenden Geschwindigkeit
während der vorgebbaren Zeitdauer fährt, wird dies
festgestellt und entsprechend reagiert. Bei einem der
Geschwindigkeit proportionalen Signal hat dieses bei der
Geschwindigkeit null insbesondere den Signalpegel null
Volt. Ein solcher Signalpegel wird auch durch Kurzschluß
der Übertragungsleitung des der Geschwindigkeit entspre
chenden Signals gegen Fahrzeugmasse erzeugt. Derartige
Kurzschlüsse lassen sich mit dem oben beschriebenen
Verfahren ohne weiteres feststellen.
Vorzugsweise umfaßt die Zeitspanne etwa eine oder
mehrere Minuten. Bei einer derartigen Dauer wird verhin
dert, daß kurzzeitige Störsignale eine Fehlermeldung
und/oder eine Beeinflussung der Fahrzeuggeschwindigkeit
hervorrufen.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform ist vorgesehen,
daß das Signal eines Drehzahlgebers und das Signal eines
Gebers für die Geschwindigkeit je in einen digitalen
Drehzahlwert und einen digitalen Geschwindigkeitswert
umgesetzt und gespeichert werden, daß der Geschwindig
keitswert mit dem der Geschwindigkeit null entsprechen
den Grenzwert verglichen und bei Übereinstimmung ein
nachfolgender Verfahrensschritt eingeleitet wird, in dem
der Drehzahlwert mit einem Drehzahlgrenzwert auf Über
schreitung während der Zeitspanne verglichen wird, und
daß bei Überschreitung während der Zeitspanne die
Leistungsreduzierung und/oder die Fehlerreaktion
ausgelöst wird, während bei einer Drehzahl, die größer
als der Drehzahlgrenzwert ist oder für eine die Zeit
spanne unterschreitende Zeit kleiner als der Drehzahl
grenzwert ist, nicht in die Steuer- oder Regelfunktion
eingegriffen wird und das aktuelle Signal des Drehzahl
gebers und das aktuelle Signal des Gebers für die
Geschwindigkeit digitalisiert und gespeichert werden.
Eine Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem
der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenden
Signal besteht für die Durchführung des oben beschrie
benen Verfahrens erfindungsgemäß darin, daß ein eigens
für die Bearbeitung von im Fahrzeug hervorgerufenen
Signalen vorgesehener Mikrorechner je mit Eingängen an
einen Drehzahlgeber und einen Geber für die Geschwindig
keit angeschlossen ist, daß im Mikrorechner der Grenz
wert für den zulässigen Arbeitsbereich, der der Ge
schwindigkeit null entsprechende Grenzwert, der Dreh
zahlgrenzwert und ein der Zeitspanne entsprechender Wert
gespeichert sind und daß an dem Mikrorechner mindestens
ein Anzeigeelement für eine Fehlermeldung
angeschlossen ist. Es ist also möglich, ohne zusätzliche
Überwachungselektronik die Fehlerüberwachung mit einem
im Fahrzeug ohnedies benötigten Mikrorechner
durchzuführen.
Vorzugsweise ist der Mikrorechner als Bestandteil eines
Regelkreises für die Leistungsregelung eines Antriebs
des Fahrzeugs ausgangsseitig über ein Stellglied mit dem
Leistungsverstellorgan für den Antrieb verbunden. Mit
dieser Anordnung ist eine rasche Einwirkung auf die
Leistung des Kraftfahrzeugs möglich.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in einer
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher
beschrieben, aus dem sich weitere Einzelheiten, Merkmale
und Vorteile ergeben.
Es zeigen:
Fig. 1 Ein Prinzipschaltbild einer Anordnung zur Erkennung
eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines
Fahrzeugs entsprechenden Signal,
Fig. 2 ein Diagramm der Größe eines der Geschwindigkeit
entsprechenden Signals in Abhängigkeit von der
Geschwindigkeit eines Fahrzeugs,
Fig. 3 ein Ablaufdiagramm der einzelnen Verfahrensschritte
zur Erkennung von Fehlern bei einem der Geschwindig
keit eines Fahrzeugs entsprechenden Signal.
Eine Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem
der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenden
Signal weist einen Mikrorechner (1) auf, der eine Reihe
von Ein- und Ausgängen aufweist, die nicht näher be
zeichnet sind. Ein Eingang des Mikrorechners (1) kann
mit einem Sollwertgeber (2), der die aktuelle Gaspedal
stellung angibt, verbunden sein. Weitere Eingänge des
Mikrorechners (1) sind beispielsweise mit einem Tempe
ratursensor (3) und einem Drucksensor (4) verbunden. Der
Mikrorechner (1) überwacht beispielsweise die im Kraft
fahrzeug vorhandenen Temperatursensoren, Drucksensoren
und Füllstandsensoren für den Kraftstofftank. Hierfür
ist eine entsprechende Anzahl von Eingängen vorgesehen,
die nicht im einzelnen dargestellt sind. Ein weiterer
Eingang des Mikrorechners (1), der zum Beispiel einen
Mikroprozessor, einen Programmspeicher und einen Daten
speicher, sowie Ein- und Ausgabeschaltungen enthält, ist
mit einem Drehzahlgeber (5) verbunden, der beispiels
weise je Umdrehung der Kurbelwelle (gegebenenfalls der
Tachogeneratorwelle) eine Anzahl von Impulsen abgibt. In
Fig. 1 ist als Impulserzeuger ein Schaltkontakt (6)
dargestellt. Vorzugsweise wird ein kontaktloses Schalt
element, z. B. ein auf induktiver Basis arbeitender
Geber verwendet, so daß je Umdrehung der Kurbelwelle
mehr als ein Impuls erzeugt werden kann. Der Schalt
kontakt (6) ist an einem Anschluß an Massepotential des
Kraftfahrzeugs und am anderen Anschluß über eine Leitung
(7) an den weiteren Eingang des Mikrorechners (1) ange
schlossen. Dieser Eingang ist in an sich bekannter Weise
zusätzlich über einen Widerstand (8) mit einem Pol (9)
einer Betriebsspannungsquelle verbunden. Der Widerstand
(8) bildet je nach der Polarität des Pols (9) der
Betriebsspannungsquelle einen Pull up- bzw. Pull down
Widerstand, indem er bei Unterbrechung der Verbin
dung zum Drehzahlgeber (5) dem zugeordneten Eingang des
Mikrorechners (1) auf das Potential des Pols (9) zieht.
Es ist bekannt, eine Leistungsunterbrechung durch ein
ständig dem Potential des Pols entsprechendes Potential
zu erfassen. Auch während der Öffnung des Schaltkontakts
(5) herrscht am Eingang des Mikrorechners (1) das
Potential des Pols (9). Ein zusätzlicher Eingang des
Mikrorechners (1) ist mit einem Geber (10) verbunden,
der ein der Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechendes
Signal erzeugt, das aus periodischen Rechteckimpulsen
besteht, deren Impulsbreite festgelegt ist, und deren
Frequenz mit einer Geberfrequenz identisch ist, die
beispielsweise pro km des vom Kraftfahrzeug zurückge
legten Wegs eine vorgebbare Anzahl von Impulsen erzeugt.
Diese Frequenz ändert sich mit der Geschwindigkeit des
Fahrzeugs. Vorzugsweise handelt es sich bei dem der
Geschwindigkeit des Fahrzeugs entsprechenden Signal um
die Geschwindigkeitsimpulse, die auch für Fahrtschreiber
verwendet werden. Da die Impulse eine innerhalb enger
Toleranzen von z. B. 1%, festgelegte konstante Breite
haben, ändert sich das Impulsdauer-/Impulspausen-
Verhältnis mit der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugs.
Aus dem Impulsdauer-/Impulspausenverhältnis läßt sich
die Geschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmen. Die Im
pulsdauern bzw. Impulspausen werden vom Mikrorechner (1)
beispielsweise durch Abzählen der Takte einer Takt
impulsfolge während der Impulsdauern bzw. Impulspausen
bestimmt, woraus dann der Quotient gebildet wird, der
ein Maß für die Geschwindigkeit ist. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform sind die Pull up- oder
Pull down-Widerstände in das Gehäuse des Mikrorechners
integriert.
An einem Ausgang des Mikrorechners (1) ist ein Anzeige
element (11) angeschlossen. Ein weiterer Ausgang des
Mikrorechners (1) speist ein Stellglied (12), das mit
einem Leistungsverstellorgan (22) des Fahrzeugantriebs
verbunden ist. Es ist auch eine Anordnung möglich, die
einen Eingang für die Stellungsvorgabe des Gaspedals
über den Sollwertgeber (2) besitzt. Über das Stellglied
(12) kann dann eine entsprechende Gaspedalstellungsüber
tragung durchgeführt werden. Die Frequenz der vom Geber
(10) erzeugten Impulse bzw. für die während einer
vorgegebenen Zeitspanne vorhandene Spannung, die einer
bestimmten binären Wertigkeit zugeordnet ist, bzw. die
Einschaltzeit dieser Spannung sind linear von der
Geschwindigkeit v des Fahrzeugs abhängig. In Fig. 2 ist
die Frequenz bzw. die Einzeit bzw. die Spannung als
Funktion der Geschwindigkeit dargestellt. Einem maxi
malen Geschwindigkeitswert entspricht ein definiertes
Signal vmax. Unterhalb des Werts vmax ist eine Geschwin
digkeitsbegrenzung z. B. auf einen Geschwindigkeitswert
vGrenz möglich, der für den jeweiligen Anwendungsfall
ausgewählt wird. Oberhalb von vmax ist wegen der nicht
mehr definierten Signale eine Begrenzung indirekt über
eine entsprechende Fehlerreaktion möglich. Der Bereich
zwischen der Geschwindigkeit null und der maximalen
Geschwindigkeit vmax stellt den zulässigen Arbeitsbe
reich des Geschwindigkeitssignals dar.
Im Mikrorechner (1) ist mindestens ein einer Geschwin
digkeitsgrenze entsprechender Grenzwert gespeichert.
Dieser Grenzwert entspricht der Geschwindigkeit null des
Fahrzeugs. Bei der Geschwindigkeit null erzeugt der
Geber (10) keine Impulse, d. h. am zugeordneten Geber
ausgang herrscht ein gleichbleibendes Potential, das
Massepotential entspricht. Weiterhin ist im Mikrorechner
(1) ein vorgebbarer Drehzahlgrenzwert gespeichert.
Ferner ist im Mikrorechner (1) ein einer Zeitspanne
zugeordneter, vorgebbarer Wert gespeichert. Zur Eingabe
des Grenzwerts für die Geschwindigkeit, des Drehzahl
grenzwerts und des Werts für die Zeitspanne kann eine
Eingabevorrichtung vorhanden sein. Vorzugsweise sind
diese Werte zusammen mit einem Programm für deren
Verarbeitung im PROM oder EPROM enthalten, das Bestand
teil des Mikrorechners (1) ist. Gespeichert ist im
Mikrorechner (1), d. h. im PROM oder EPROM auch der Wert
für die maximale Geschwindigkeit vmax. Bei der vorhande
nen Geschwindigkeitsbegrenzung entspricht der Drehzahl
grenzwert insbesondere derjenigen Drehzahl nzulässig,
die im größten Gang bei maximal zulässiger Geschwindig
keit auftritt. Der Wert der Zeitspanne entspricht einer
oder mehreren Minuten. Zwischen dem Geber (10) und dem
zugeordneten Eingang des Mikrorechners (1) verläuft eine
Leitung (13). Am Eingang des Mikrorechners (1) ist die
Leitung (13) in an sich bekannter Weise über einen
Widerstand (14) mit dem Pol (9) verbunden.
Der aus dem Signal des Gebers (10) durch Auswertung
gemäß Fig. 2 gewonnene, der Geschwindigkeit des Fahr
zeugs entsprechende digitale Wert wird im Mikrorechner
(1) mit dem der Geschwindigkeit null entsprechenden Wert
verglichen. Stimmen die Werte überein, dann wird der aus
dem Signal des Drehzahlgebers (5) im Mikrorechner
gebildete Wert mit dem Drehzahlgrenzwert verglichen. Ist
der Drehzahlwert größer als der Drehzahlgrenzwert, dann
werden die Signale des Drehzahlgebers für eine gewisse
Zeit fortlaufend in Drehzahlwerte umgewandelt, die mit
dem Drehzahlgrenzwert während der vorstehend erwähnten
Zeitspanne verglichen werden. Überschreiten die Dreh
zahlwerte während der erwähnten Zeitspanne von z. B.
einer Minute den Drehzahlgrenzwert, dann wird eine
automatische Drehzahlbegrenzung bzw. eine Fehlerreaktion
durch den Mikrorechner (1) ausgelöst. Die Fehlerreaktion
besteht vorzugsweise darin, daß das Anzeigeelement (11)
angesteuert wird, um eine optische Anzeige zu erzeugen.
Weiterhin wird das Leistungsverstellorgan (12) angesteu
ert, um die Leistung des Fahrzeugs zu reduzieren,
wodurch auch die Geschwindigkeit vermindert wird.
Vorzugsweise ist der Mikrorechner (1) Bestandteil eines
Regelkreises für die Kraftfahrzeuggeschwindigkeit. Mit
den oben beschriebenen Maßnahmen können Kurzschlüsse auf
der Leitung (13), also Fehler bei den vom Geber (10)
erzeugten Geschwindigkeitssignalen, festgestellt werden.
Dadurch wird verhindert, daß mit absichtlichen Kurz
schlüssen das Geschwindigkeitssignal manipuliert wird,
um z. B. eine Anzeige einer zu hohen Geschwindigkeit auf
dem Fahrtschreiber zu vermeiden. Ein Kurzschluß der
Leitung (13) führt zu einem Pegel, der dem Massepegel
von null Volt entspricht. Ein dem Pegel null Volt
entsprechender Grenzwert ist im Mikrorechner (1) gespei
chert.
Der dem Geber (10) zugeordnete Eingang des Mikrorechners
(1) ist in an sich bekannter Weise ebenso wie der vom
Drehzahlgeber (5) gespeiste Eingang über einen Wider
stand (14) mit dem Pol (9) verbunden. Bei Leitungsunter
brechungen zwischen Geber und Mikrorechner (1) wird ein
Dauersignal erzeugt, das z. B. einer sehr hohen Ge
schwindigkeit entspricht und in bekannter Weise zur
Meldung der Leistungsunterbrechung ausgenutzt wird. Das
Signal auf der Leitung (13) wird nach Umwandlung in
einen entsprechenden digitalen Wert mit dem oberen
Grenzwert verglichen, der bei Fahrzeugen mit Geschwin
digkeitsbegrenzung vorhanden ist. Überschreitet das
Signal auf der Leitung einen Grenzwert, dann wird
ebenfalls eine Fehlerreaktion ausgelöst.
Die Verarbeitung der Signale auf den Leitungen (7, 13)
läuft im Mikrorechner (1) gemäß dem in Fig. 3 darge
stellten Diagramm ab. In einem ersten Verfahrensschritt
(15) werden die Signale auf den Leitungen (7, 13) nach
Umsetzung in digitale Werte in einen Speicher einge
lesen. Die Signale auf den Leitungen (7, 13) entsprechen
der jeweils vorhandenen Drehzahl n und der Geschwindig
keit v. Anschließend wird in einem Schritt (16) geprüft,
ob die Geschwindigkeit v größer als der der Geschwindig
keit vmax entsprechende Wert ist. Trifft dies zu, dann
wird in einem Schritt (17) eine Fehlerreaktion aus
gelöst, die darin besteht, daß mindestens das Anzeige
element (11) zum Aufleuchten gebracht wird. Es kann auch
über eine Hupe eine akustische Meldung erzeugt werden.
Bei einem Fahrzeug mit geregelter Geschwindigkeit wird
die Leistung über das Leistungsverstellorgan (12) z. B.
dem Einspritzpumpenhebel oder der Drosselklappe gedros
selt, um die Drehzahl zu begrenzen. Die oben beschriebe
nen Schritte sind an sich bekannt.
Ist die Geschwindigkeit v kleiner als der Wert vmax oder
gleich dem Wert vmax, dann wird in einem Verfahrens
schritt (18) geprüft, ob die Geschwindigkeit v null ist.
Ist dies nicht der Fall, dann wird die normale Rege
lungsbegrenzungsfunktion auf V-Begrenzung in einem
Schritt 19 durchgeführt, an den sich der Schritt 15
anschließt.
Wenn die Geschwindigkeit v null ist, wird ein Verfah
rensschritt (20) ausgeführt. In diesem Verfahrensschritt
(20) wird geprüft, ob das Signal auf der Leitung (7), d.
h. die Drehzahl beispielsweise größer als diejenige
Drehzahl nzulässig ist, die im größten Gang bei maximal
zulässiger Geschwindigkeit auftritt.
Ist dies der Fall, dann wird anhand einer Reihe von
zuvor eingelesenen Werten der Drehzahl geprüft, ob die
Drehzahlwerte während eines die Zeitspanne tzulaessig
überschreitenden Zeitraums größer als nzulaessig waren.
Wenn dies der Fall ist, wird in einem anschliessenden
Verfahrenschritt (21) eine Leistungsreduzierung des
Antriebs automatisch durchgeführt, um die Drehzahl zu
begrenzen. Es wird danach auf den Schritt 15 über
gegangen.
Ist die Drehzahl n größer nzulaessig, der Zeitraum
jedoch kleiner als die Zeitspanne tzulaessig, oder die
Drehzahl n kleiner nzulaessig, wird der Schritt 19
ausgeführt. Es wird jedoch ein Zeitglied ab dem Zeit
punkt angestoßen, an dem der erste Drehzahlwert n größer
nzulaessig war, bevor der Verfahrensschritt 15 und die
nachfolgenden Verfahrensschritte ausgeführt werden. Die
ab dem Zeitpunkt vergangene Zeit wird in jedem Schritt
(20) mit der zulässigen Zeitspanne tzulaessig vergli
chen. Wird diese Zeitspanne überschritten, dann folgt
der Schritt 21.
Der Mikrorechner (1) kann auch als Bestandteil eines
Regelkreises für eine Leistungsregelung bzw. Leistungs
begrenzung, insbesondere einer Geschwindigkeitsbegren
zung, ausgangsseitig mit dem Stellglied (12) verbunden
sein. Bei einer solchen Anordnung ist durch übergeord
nete Einwirkung auf das dem Stellglied (12) nachgeschal
tete Leistungsverstellorgan (22) eine Reduzierung der
vom Fahrer gewünschten Laststellung erzielbar. Für
diesen Fall ist der Sollwertgeber (2) nicht erforder
lich.
Claims (9)
1. Verfahren zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit
eines Fahrzeugs entsprechenden Signal, wobei das der Geschwindigkeit
entsprechende Signal zunächst auf Überschreitung eines maximalen
Geschwindigkeitswertes vmax überprüft, und, wenn dieser Wert nicht
überschritten ist, mit mindestens einem einer Geschwindigkeitsgrenze
entsprechenden Grenzwert vergleichen wird, wobei bei Übereinstimmung
zwischen dem Signal und dem Grenzwert ein der Drehzahl
entsprechendes Signal auf Überschreitung eines vorgebbaren
Drehzahlgrenzwerts während einer vorgebbaren Zeitspanne geprüft wird
und wobei bei der Überschreitung des Drehzahlgrenzwerts während der
vorgebbaren Zeitspanne eine Fehlerreaktion und/oder eine automatische
Leistungsreduzierung des Fahrzeugantriebs erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Grenzwert
einem bei der Geschwindigkeit null auftretenden Signalpegel entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zeitspanne etwa eine oder mehrere Minuten umfaßt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Signal eines Drehzahlgebers (5) und
das Signal eines Gebers (10) für die Geschwindigkeit je in einen digitalen
Drehzahlwert und einen digitalen Geschwindigkeitswert umgesetzt und
gespeichert werden, daß der Geschwindigkeitswert mit dem der
Geschwindigkeit null entsprechenden Grenzwert verglichen wird, daß bei
Übereinstimmung ein nachfolgender Verfahrensschritt eingeleitet wird, in
dem der Drehzahlwert mit einem Drehzahlgrenzwert auf Überschreitung
über der Zeitspanne vergleichen wird, und daß bei Überschreitung der
Zeitspanne die Leistungsreduzierung und/oder die Fehlerreaktion
ausgelöst wird, während bei einer Drehzahl, die kleiner als der
Drehzahlgrenzwert ist oder für eine die Zeitspanne unterschreitende Zeit
größer als der Drehzahlgrenzwert ist, nicht in die Steuer- oder
Regelfunktion eingegriffen wird und das aktuelle Signal des
Drehzahlgebers und das aktuelle Signal des Gebers für die
Geschwindigkeit gespeichert werden.
5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein für die
Verarbeitung von im Fahrzeug hervorgerufenen Signalen vorgesehener
Mikrorechner (1) je mit Eingängen an einem Drehzahlgeber (5) und einem
Geber (10) für die Geschwindigkeit angeschlossen ist, daß im
Mikrorechner (1) der Grenzwert für den zulässigen Arbeitsbereich, der der
Geschwindigkeit null entsprechende Grenzwert, der Drehzahlgrenzwert
und ein der Zeitspanne entsprechender Wert gespeichert sind und daß an
den Mikrorechner (1) mindestens ein Anzeigeelement (11) für eine
Fehlermeldung angeschossen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mikrorechner (1) als Bestandteil eines Regelkreises für die
Leistungsregelung eines Antriebs des Fahrzeugs eingangsseitig mit
einem Sollwertgeber (2) zum Erfassen der Gaspedalstellung und
ausgangsseitig mit einem Stellglied (12) zum Einstellen der jeweils
gewünschten Laststellung an das Leistungsverstellorgan (22) für den
Antrieb angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Mikrorechner (1) als Bestandteil eines Regelkreises für eine
Leistungsregelung bzw. Leistungsbegrenzung, insbesondere einer
Geschwindigkeitsbegrenzung, ausgangsseitig mit einem Stellglied
(12) verbunden ist, so daß durch übergeordnetes Einwirken auf das
Leistungsverstellorgan (22) die vom Fahrer gewünschte Laststellung
reduzierbar ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Geber (10) für die Geschwindigkeit
eine periodische Impulsfolge erzeugt, deren Impulse jeweils eine der
Anzahl Impulse pro Wegeeinheit proportionale Dauer haben.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß die vom Geber (10) für die
Geschwindigkeit erzeugten Signale zugleich einem Fahrtschreiber
zuführbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883832518 DE3832518C2 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenen Signal |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19883832518 DE3832518C2 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenen Signal |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3832518A1 DE3832518A1 (de) | 1990-04-05 |
| DE3832518C2 true DE3832518C2 (de) | 1999-02-04 |
Family
ID=6363656
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19883832518 Expired - Fee Related DE3832518C2 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs entsprechenen Signal |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE3832518C2 (de) |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN VDO AG, 60326 FRANKFURT, DE |
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Owner name: SIEMENS AG, 80333 MUENCHEN, DE |
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