DE3832541A1 - Verfahren zur erkennung von fehlern bei einem entsprechend der geschwindigkeit eines fahrzeugs veraenderlichen signal - Google Patents
Verfahren zur erkennung von fehlern bei einem entsprechend der geschwindigkeit eines fahrzeugs veraenderlichen signalInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erkennung
von Fehlern bei einem entsprechend der Geschwindigkeit eines
Fahrzeugs oder eines sich drehenden Gegenstands veränder
lichen Signal und auf eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens.
In Fahrzeugen, insbesondere Kraftfahrzeugen, werden vielfach
Signale, die aus pulsbreitenmodulierten oder frequenzvariab
len, periodischen Signalen bestehen, zur Angabe der Fahr
zeuggeschwindigkeit verwendet. Rechtecksignale mit nahezu
gleichbleibenden Impulsdauern und in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit veränderlichen Impulspausen werden
Fahrtschreibern zur Aufzeichnung der Geschwindigkeit während
eines zurückgelegten Wegs zugeführt. Durch Kurzschlüsse, auf
den die Signale übertragenden Leitungen oder durch Leitungs
unterbrechungen können Fahrzeugzustände vorgetäuscht werden,
die nicht dem jeweils vorhandenen Zustand, insbesondere der
Fahrzeuggeschwindigkeit, entsprechen. Häufig wird auch durch
Manipulationen an den Leitungen oder Geräteein- und -aus
gänge ein falsches, vorwiegend zu niedriges Geschwindig
keitssignal vorgetäuscht, um zu verhindern, daß während der
Fahrt die Überschreitung von vorgeschriebenen Geschwindig
keiten aufgezeichnet wird. Bei Fahrzeugen mit einer Ge
schwindigkeitsbegrenzung kann dies sicherheitskritisch sein,
da die entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzungseinrich
tungen nicht mehr aktiv werden können. Um zu erkennen, ob
die Geschwindigkeitssignale fehlerhaft sind, können Zusatz
signale erzeugt und ausgewertet werden sowie Plausibili
tätsverknüpfungen durchgeführt werden. Dies bedeutet eine
beträchtliche Erhöhung des Aufwands an elektronischen
Einrichtungen. Beispielsweise ist es möglich, einem Geber,
der ein der Drehzahl einer Welle proportionales Signal
erzeugt, über eine gesonderte Leitung eine Größe zuzuführen,
die dem Gebersignal überlagert wird. Eine solche Größe kann
periodisch oder gleichbleibend sein. Eine periodische Größe
kann durch eine Impulsfolge realisiert werden. Als gleich
bleibende Größe kann eine Spannung oder ein Strom verwendet
werden. Bei einer Störung auf den Leitungen oder im Geber
wird die überlagerte Größe nicht zurückgeführt. Dies läßt
sich über eine die Größe erfassende Schaltung erkennen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Erkennung von
Fehlern bei einem entsprechend der Geschwindigkeit eines
Fahrzeugs veränderlichen Signals ein möglichst wenig aufwen
diges Verfahren und eine Vorrichtung zur Durchführung des
Verfahrens zu entwickeln.
Die Aufgabe wird für das Verfahren erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß ein Bereich der Geschwindigkeit von null bis zu
einer vorgebbaren, oberen Geschwindigkeit in mindestens zwei
Arbeitsbereiche eingeteilt wird, denen jeweils ein für den
Arbeitsbereich charakteristischer fester Grenzwert einer aus
dem zeitlichen Verlauf des Signals bestimmbaren Größe
zugeordnet wird, das die Größe fortlaufend oder intermittie
rend aus dem Signal bestimmt und mit mindestens einem
Grenzwert des niedrigeren Geschwindigkeiten zugeordneten
Arbeitsbereichs verglichen wird und daß bei Unterschreitung
des Grenzwerts eine Fehlerreaktion ausgelöst wird. Mit
diesem Verfahren können fehlerhafte Signale ohne Zusatz
signale festgestellt werden. Der Aufwand zur Erkennung von
Fehlern ist gering. Manipulationen zur Beeinflussung des
Geschwindigkeitssignals können daher schnell und einfach
erfaßt werden. Unter Geschwindigkeitssignal ist hierbei auch
ein Drehgeschwindigkeitssignal zu verstehen, das von einem
rotierenden Gegenstand abgeleitet wird.
Vorzugsweise wird als Fehlerreaktion eine optische und/ oder
akustische Meldung und bei Fahrzeugen mit einem Regel
kreis für die Geschwindigkeit z. B. eine Begrenzung der
Drehzahl oder definierte Geschwindigkeitsbegrenzung des
Motors hervorgerufen. Die Überschreitung der oberen vorgeb
baren Geschwindigkeit während der Fahrt löst bei dieser
Ausführungsform des Verfahrens die gleiche Fehlerreaktion
aus. Eine entsprechende Meldung kann registriert werden,
so daß Überschreitungen der Geschwindigkeitsgrenze sofort
erkannt werden können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist das Signal eine in
Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Fahrzeugs puls
breitenmodulierte Rechteckimpulsfolge, wobei die Größe das
Tastverhältnis ist. Das Tastverhältnis kann relativ einfach
und schnell durch Abzählen der Impulse einer Taktimpulsfolge
innerhalb der Impulsdauer bzw. der Impulspause des Signals
ermittelt werden, wenn die Impulspause bzw. die Impulsdauer
konstant oder nahezu konstant gehalten werden. Der Quotient
kann bei konstanter Impulsdauer oder Impulspause relativ
schnell und mit wenigen Rechenoperationen gebildet werden.
Vorzugsweise ist das Signal eine für einen Fahrtschreiber
bestimmte Rechteckimpulsfolge, deren Impulsdauern konstant
oder nahezu konstant sind, wobei die Dauer jedes Rechteck
impulses der Zahl der pro Kilometer Wegstrecke erzeugten
Impulse umgekehrt proportional ist.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird insbesondere
im Stillstand des Fahrzeugs und im eingeschalteten, fahr
bereiten Zustand bei der Geschwindigkeit null ein von null
verschiedenes Offsetsignal erzeugt, dem die Geschwindigkeit
null zugeordnet wird. Ein Signalpegel von null (Volt) ist
daher kein gültiges Geschwindigkeitssignal. Der Signalpegel
von null Volt liegt deshalb außerhalb des vorgegebenen
unteren Arbeitsbereichs und wird sofort als Fehler erkannt.
Auf diese Weise kann ein von einem Defekt herrührender oder
ein absichtlich auf der Übertragungsleitung für die Ge
schwindigkeitssignale oder an den Geräteein- oder -ausgängen
für die Geschwindigkeitssignale erzeugter Masseschluß
schnell und einfach festgestellt werden.
Es ist günstig, aus dem der Geschwindigkeit des Fahrzeugs
entsprechenden Signal in zeitlichen Abständen das Tastver
hältnis zu bestimmen und mit einem vorgegebenen oberen und
unteren Grenzwert des Tastverhältnisses zu vergleichen,
wobei durch ein Tastverhältnis, das über dem oberen Grenz
wert oder unter dem unteren Grenzwert liegt, eine Fehler
reaktion ausgelöst wird.
Eine Vorrichtung zur Erkennung von Fehlern bei einem ent
sprechend der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs veränderlichen
Signal besteht zur Durchführung der oben beschriebenen
Verfahren erfindungsgemäß darin, daß ein Geber für das
geschwindigkeitsabhängige Signal über eine Anordnung zur
Wegdrehzahlangleichung verfügt, deren aufgearbeitetes Signal
an einen Eingang eines Mikrorechners weitergegeben wird, an
den ausgangsseitig mindestens ein Anzeigeelement angeschlos
sen ist. Ein ohnedies, z. B. für Überwachungs-, Melde- und
Steuerzwecke im Fahrzeug vorhandener Mikrorechner kann bei
dieser Anordnung zusätzlich zur Fehlererkennung eingesetzt
werden. Es ist daher möglich, ohne eine komplizierte,
zusätzliche Überwachungselektronik die Fehlerüberwachung
durchzuführen.
Vorzugsweise ist der Mikrorechner an einem weiteren Eingang
mit einem Istwertgeber eines Leistungsverstellorgans des
Fahrzeugs und mit einem weiteren Ausgang an ein Stellglied
des Leistungsverstellorgans angeschlossen. Bei dieser
Anordnung ist eine rasche Einwirkung auf die Leistung und
damit die Geschwindigkeit des Fahrzeugs mögIich. Eine
Überschreitung einer maximal zulässigen Geschwindigkeits
grenze wird daher vermieden. Bei einer besonders günstigen
Ausführungsform ist der Geber über die Anordnung zur Weg
drehzahlangleichung an einen zusätzlich über einen Wider
stand an einen Pol einer Betriebsspannungsquelle gelegten
Eingang des Mikrorechners angeschlossen. Bei dieser Anord
nung führt eine Unterbrechung der das Geschwindigkeitssignal
übertragenden Leitung zu einem ständig anstehenden hohen
Potential am Eingang des Mikrorechners. Dieses Potential
wird als Überschreitung des Arbeitsbereichs, also als
Störung, erkannt, worauf eine Fehlerreaktion eingeleitet
wird.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in einer
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrie
ben, aus dem sich weitere Einzelheiten, Merkmale und Vor
teile ergeben.
Es zeigen:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer Anordnung zur Erkennung
von Fehlern bei einem entsprechend der Geschwindig
keit eines Fahrzeugs veränderlichen Signal,
Fig. 2 ein Diagramm des aus einem pulsbreitenmodulierten
Signal gewonnenen Tastverhältnisses als Funktion der
Geschwindigkeit oder der Raddrehzahl eines Fahrzeugs
ohne Überwachungssignal bei der Geschwindigkeit null,
Fig. 3 ein Diagramm des aus einem pulsbreitenmodulierten
Signal gewonnenen Tastverhältnisses des Signals als
Funktion der Geschwindigkeit oder der Raddrehzahl
eines Fahrzeugs mit Überwachung des Signals bei der
Geschwindigkeit null,
Fig. 4 ein Ablaufdiagramm der einzelnen Verfahrensschritte
zur Erkennung von Fehlern bei einem Signal, dessen
Impulsbreite, Impulspause oder Frequenz von der
Geschwindigkeit oder der Raddrehzahl eines Fahrzeugs
abhängen,
Fig. 5 ein Blockschaltbild einer Anordnung, mit der ein
geschwindigkeitsabhängiges Signal erzeugt wird, das
auf Fehler überwacht wird.
Eine Vorrichtung zur Erkennung eines Fehlers bei einem
Signal, dessen Impulsbreite, Impulspause oder Frequenz von
der Geschwindigkeit oder der Raddrehzahl eines Fahrzeugs
abhängen, weist einen Mikrorechner (1) auf, der eine Reihe
von Ein- und Ausgängen hat, die nicht näher bezeichnet sind.
Ein Eingang ist mit einem Istwertgeber (2) eines Leistungs
verstellorgans des Fahrzeugantriebs verbunden. Ein weiterer
Eingang ist z. B. an einen Temperatursensor (3) angeschlos
sen. Weitere nicht dargestellte Eingänge sind z. B. an
andere Temperatursensoren, an Drucksensoren und an Füll
standsensoren für den Kraftstofftank bzw. das Kühlwasser
angeschlossen. Ein zusätzlicher Eingang des Mikrorechners
(1) ist über eine Leitung (4) mit einem Geber (5) verbunden,
der z. B. je Umdrehung eines Kraftfahrzeugrads eine Anzahl
von Impulsen abgibt. Als Impulserzeuger kann ein Schaltkon
takt (6) verwendet werden, der in Figur (1) dargestellt ist.
Im allgemeinen wird ein auf induktiver Basis arbeitender
Geber verwendet, so daß je Umdrehung des Kraftfahrzeugrads
eine Mehrzahl von Impulsen verfügbar ist. Der Schaltkontakt
(6) an einem Anschluß an Massepotential des Fahrzeugs und am
anderen Anschluß über die Leitung (4) mit dem zusätzlichen
Eingang des Mikrorechners (1) und einem Anschluß eines
Widerstandes (7) verbunden, dessen anderer Anschluß an einen
Pol (8) einer Betriebsspannungsquelle gelegt ist. Der
Widerstand (7) bildet je nach der Polarität (8) der Be
triebsspannungsquelle einen Pull up- bzw. Pull down-Wider
stand, indem er bei Öffnung des Schaltkontakt (6) und bei
Unterbrechung der Leitung (4) den zugeordneten Mikrorechner
eingang auf das Potential des Pols (8) zieht.
Der Geber (5) erzeugt z. B. pro Kilometer des vom Fahrzeug
zurückgelegten Wegs eine vorgebbare Anzahl mit Impulsen mit
konstanter Impulsdauer und in Abhängigkeit von der Geschwin
digkeit veränderlicher Impulspause. Da die Impulse eine
innerhalb enger Toleranzen von z. B. 1% festgelegte Dauer
haben, ändert sich das Tastverhältnis (Impulsdauer/Impuls
pausenverhältnis) mit zunehmender Geschwindigkeit des
Fahrzeugs. Das Tastverhältnis ist daher eine auf den zeit
lichen Verlauf des Signals bestimmbare Größe, die ein Maß
für die Geschwindigkeit ist. An einem Ausgang des Mikrorech
ners (1), der einen Mikroprozessor, einen Programmspeicher,
einen Datenspeicher und Ein-/Ausgabeschaltungen aufweisen
kann, ist ein Anzeigeelement (9) angeschlossen. Ein weiterer
Ausgang des Mikrorechners (1) ist an ein Stellglied (10) des
Leistungsverstellorgans des Fahrzeugs angeschlossen. Der
Geber (5) erzeugt insbesondere ein Signal in Form von
Rechteckimpulsen, wie sie von an sich bekannten Fahrtschrei
bern oder Taxametern z. B. der Firma Kienzle, geliefert
werden.
In Fig. 2 ist das Tastverhältnis T des impulsbreitenmodu
lierten Signals in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit v
oder Raddrehzahl des Fahrzeugs dargestellt. Die Geschwindig
keit bzw. Raddrehzahl ist in zwei Arbeitsbereiche A 1 und A 2
aufgeteilt, von denen der erste von der Geschwindigkeit
oder Drehzahl null bis zu einer vorgebbaren maximal zulässi
gen Geschwindigkeit oder Drehzahl v max bzw. n max reicht,
während der zweite Arbeitsbereich A 2 mit der Drehzahl v max
bzw. n max und bis zu einer oberen Geschwindigkeit v H bzw.
Drehzahl n H reicht, bei denen das Tastverhältnis 100%
beträgt. Das Tastverhältnis steigt von der Geschwindigkeit
bzw. Drehzahl 0 bis zur maximal zulässigen Geschwindigkeit
bzw. Drehzahl von 0 auf x% an. Um zu erkennen, ob bei dem
Signal des Gebers (5) ein Fehler vorhanden ist, wird das
Tastverhältnis als aus dem Signal bestimmbare Größe fortlau
fend mit dem Tastverhältnis x% verglichen. Bei Überschrei
tungen des Grenzwerts von x% wird eine Fehlerreaktion
erzeugt. Die Fehlerreaktion besteht vorzugsweise darin, daß
das Anzeigeelement (9) angesteuert wird, um eine optische
Anzeige zu erzeugen. Es kann auch eine Hupe mit dem Mikro
rechner (1) für eine akustische Meldung verbunden sein. Bei
Fahrzeugen mit einem Regelkreis für die Geschwindigkeit, wie
er in Fig. 1 im Schema dargestellt ist, wird bei Über
schreitung der Drehzahl bzw. Geschwindigkeit von x% die
Leistung des Fahrzeugs über das Leistungsverstellorgan
reduziert, wodurch die Geschwindigkeit vermindert wird, bis
z. B. der Istwert der Leistung dem Grenzwert x% entspricht.
Möglich ist auch eine Abschaltung des Antriebs oder eine
Stellungsbegrenzung des Stellglieds des Leistungsverstell
organs. Mit der oben beschriebenen Vorrichtung können Fehler
und Störungen erkannt werden, wenn das Signal den Grenzwert
von x% überschreitet. Die in Fig. 2 dargestellte Kennlinie
erlaubt die Überwachung von x% bis 100% des Tastverhält
nisses. Wenn die Geschwindigkeit v max 130 km/h beträgt,
entspricht dies bei dem zur Zeit für Fahrtschreiber der Fa.
Kienzle verwendeten normierten Signal dem Tastverhältnis von
57,78%. Eine Überwachung des Signals bei der Geschwindig
keit bzw. Drehzahl null ist bei der in Fig. 2 dargestellten
Kennlinie nicht möglich.
Eine Überwachung auch des Gebersignals bei der Geschwindig
keit bzw. Drehzahl null erlaubt die in Fig. 3 dargestellte
Kennlinie. Bei stillstehendem Fahrzeug gibt der Geber (5)
ein Offsetsignal T off ab. Wird bei stillstehendem Fahrzeug
auf der Leitung (4) das Potential null Volt festgestellt,
dann handelt es sich um einen Fehler. Wenn ein von einem
Defekt herrührender oder absichtlich erzeugter Kurzschluß
der Leitung (4) gegen Masse auftritt, wird dies daher immer
als Fehler erkannt, wodurch die Vorrichtung manipulier
sicherer wird. Im übrigen arbeitet die Überwachung gem. der in
Fig. 3 dargestellten Kennlinie wie die in Verbindung mit Fig. 2
erklärte Überwachung. Das Offsetsignal T off ist vorzugsweise
eine Impulsfolge mit einem Mindesttastverhältnis bei der Ge
schwindigkeit null. Das Offsetsignal hat zweckmäßigerweise eine
minimale Einzeit bei konstanter Frequenz der Impulsfolge.
Die Verarbeitung der Signale auf der Leitung (4) läuft im Mikro
rechner (1) wie folgt ab: In einem ersten Verfahrensschritt (11)
wird das Signal auf der Leitung (4) nach der Umsetzung in einen
digitalen Wert in einen Speicher eingelesen. Das Signal auf der
Leitung (4) entspricht der Geschwindigkeit des Fahrzeugs bzw. der
Drehzahl eines Fahrzeugrads. Beispielsweise werden bei einem
pulsbreitenmodulierten Rechtecksignal, das eine konstante Im
pulsbreite und eine variable Impulspause hat, die Dauern der
Impulspausen gemessen. Aus den Dauern der Impulspausen wird das
Tastverhältnis bestimmt. Im Mikrorechner (1) ist der der Ge
schwindigkeit entsprechende obere Grenzwert des Tastverhältnisses
von z.B. 57,78% und der der Geschwindigkeit null entsprechende
untere Grenzwert T off gespeichert. In einem weiteren Verfahrens
schritt (12) wird geprüft, ob das gemessene Tastverhältnis
innerhalb des zulässigen Bereichs von T off bis x % liegt. Trifft
dies zu, dann handelt es sich um einen normalen Funktionsablauf
der in Fig. 4 durch einen Verfahrensschritt (13) bezeichnet ist.
Im Rahmen des normalen Funktionsablaufs wird anschließend ein
neuer Wert des Tastverhältnisses aus dem aus der Leitung (4)
übertragenen Signal in einem Verfahrensschritt (11) gebildet.
Befindet sich das Tastverhältnis T jenseits des Grenzwerts V max
bzw. n max (entspricht x %) oder unterhalb des Offsetsignals T off,
dann wird in einem Verfahrensschritt (14) die Fehlerreaktion
hervorgerufen, die oben bereits erläutert wurde. Nach der
Fehlerreaktion wird auf einen weiteren Verfahrensschritt
(11) übergegangen. Wenn die Leitung (4) unterbrochen wird,
ergibt sich am dazugehörigen Mikrorechnereingang ein Signal
pegel, der dem Tastverhältnis 100% entspricht, das als
Fehler im Verfahrensschritt 12 erkannt wird, worauf eine
Fehlerreaktion ausgelöst wird.
Falls das der Geschwindigkeit entsprechende Signal eine
analoge Spannung ist, kann die oben beschriebene Einteilung
in Arbeitsbereiche und die Überwachung bezüglich vorgebbarer
Grenzwerte ebenfalls durchgeführt werden. Hierzu wird z. B.
neben dem Mikrorechner ein Analog-/Digital-Umsetzer be
notigt, der auch Bestandteil eines Mikroprozessors sein
kann. Die Auswertung der digitalisierten Werte erfolgt mit
Hilfe vorgegebener, digital gespeicherter Grenzwerte gemäß
dem oben beschriebenen Verfahrensablauf.
Das oben beschriebene Signal (Fig. 2) ist an Fahrtschreibern
der Firma Kienzle am Ausgang B 7 und bei Fahrtschreibern
älterer Bauart am Ausgang C 3 verfügbar.
Die Erzeugung eines derartigen Signals wird nachfolgend
anhand des in Fig. 5 dargestellten Blockschaltbilds erläu
tert. Ein von einem Geber (15) für die Drehgeschwindigkeit
eines rotierenden Körpers erzeugtes Signal wird z. B. in
einem Fahrtschreiber einer Aufbereitungselektronik (16)
zugeführt. Die Aufbereitungselektronik (16) ist mit Ein
stellhilfen (17) verbunden, mit denen das von der Aufberei
tungselektronik (16) erzeugte normierte Signal festgelegt
wird. Während der Geber (15) beispielsweise mit der Welle
eines Motors, Getriebes oder Antriebsrads verbunden ist,
wird über die Aufbereitungselektronik (16) eine Wegdrehzahl
angleichung des Ausgangssignals hergestellt. Als Einstell
hilfen (17) können Codierschalter vorgesehen sein. Die
Einstellhilfen werden nach dem Abgleich plombiert. Das
normierte Signal der Aufbereitungselektronik (16) wird den
Anzeigeelementen (18) eines Tachographen, den Aufzeichnungs
elementen (19) eines Fahrtschreibers und einer Ausgangs
schaltung (20) zugeführt, mit der das Signal für geschwin
digkeitsverarbeitende Schaltungen ausgegeben wird. Der
Ausgang (21) der Ausgangsschaltung (20) entspricht bei
Fahrtschreibern der Fa. Kienzle dem Ausgang C 3. Das Signal
am Ausgang (21) wird auf die oben beschriebene Weise über
wacht. Hierzu ist der Ausgang mit der Leitung (4) verbunden,
die an den Mikrorechner (1) angeschlossen ist. Die vor dem
Ausgang (21) liegende Anordnung tritt daher an die Stelle
des Gebers 5.
Claims (9)
1. Verfahren zur Erkennung von Fehlern bei einem entspre
chend der Geschwindigkeit eines Fahrzeuges oder eines
sich drehenden Gegenstandes veränderlichen Signal,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Bereich der Fahrzeug
geschwindigkeit von null bis zu einer vorgebbaren,
oberen Geschwindigkeit in mindestens zwei Arbeitsberei
che eingeteilt wird, denen jeweils ein für den Arbeits
bereich charakteristischer fester Grenzwert einer aus
dem zeitlichen Verlauf des Signals bestimmbaren Größe
zugeordnet wird, daß die Größe fortlaufend oder inter
mittierend aus dem Signal bestimmt und mit mindestens
einem Grenzwert des niedrigeren Geschwindigkeiten
zugeordneten Arbeitsbereiches verglichen wird und daß
bei Unterschreitung des Grenzwerts eine Fehlerreaktion
ausgelöst wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Fehlerreaktion eine optische und/oder akustische
Meldung und bei Fahrzeugen mit einem Regelkreis für die
Geschwindigkeit eine Begrenzung der Drehzahl oder
definierte Geschwindigkeitsbegrenzung hervorgerufen
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Signal eine in Abhängigkeit von der Ge
schwindigkeit pulsbreitenmodulierte Rechteckimpulsfolge
ist und daß die Größe das Tastverhältnis ist.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Signal eine
für einen Fahrtschreiber bestimmte Rechteckimpulsfolge
ist, deren Impulsdauern konstant oder nahezu konstant
sind, wobei die Dauer jedes Rechteckimpulses der Zahl
der pro Kilometer Wegstrecke erzeugten Impulse umgekehrt
proportional ist.
5. Verfahren insbesondere nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Stillstand des
Fahrzeugs und im eingeschalteten, fahrbereiten Zustand
bei der Geschwindigkeit null ein von null verschiedenes
Offsetsignal erzeugt wird, dem die Geschwindigkeit null
zugeordnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das Offsetsignal bei einer gegebenen Frequenz ein
minimales Tastverhältnis hat.
7. Vorrichtung zur Erkennung von Fehlern bei einem entspre
chend der Geschwindigkeit eines Fahrzeugs veränderlichen
Signals zur Durchführung des Verfahrens
nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Geber (5) für das
geschwindigkeitsabhängige Signal über eine Anordnung zur
Wegdrehzahlangleichung verfügt, deren aufgearbeitetes
Signal an einen Eingang eines Mikrorechners (1) weiter
gegeben wird an den ausgangsseitig mindestens ein
Anzeigenelement (9) angeschlossen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mikrorechner (1) an einem weiteren Eingang mit einem
Istwertgeber (2) eines Leistungsverstellorgans des
Fahrzeugs und mit einem weiteren Ausgang an ein Stell
glied (10) des Leistungsverstellorgans angeschlossen
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeich
net, daß der Geber (5) über die Anordnung zur Wegdreh
zahlangleichung an einem zusätzlich über einen Wider
stand (7) an einen Pol (8) einer Betriebsspannungsquelle
gelegten Eingang des Mikrorechners (1) angeschlossen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883832541 DE3832541A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren zur erkennung von fehlern bei einem entsprechend der geschwindigkeit eines fahrzeugs veraenderlichen signal |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19883832541 DE3832541A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren zur erkennung von fehlern bei einem entsprechend der geschwindigkeit eines fahrzeugs veraenderlichen signal |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3832541A1 true DE3832541A1 (de) | 1990-03-29 |
Family
ID=6363671
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19883832541 Withdrawn DE3832541A1 (de) | 1988-09-24 | 1988-09-24 | Verfahren zur erkennung von fehlern bei einem entsprechend der geschwindigkeit eines fahrzeugs veraenderlichen signal |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3832541A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4122484A1 (de) * | 1991-07-06 | 1993-01-07 | Teves Gmbh Alfred | Schaltungsanordnung zur erkennung von radsensordefekten |
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-
1988
- 1988-09-24 DE DE19883832541 patent/DE3832541A1/de not_active Withdrawn
Cited By (8)
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| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |