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Sargeinführungswagen für Leichenverbrennungsöfen. Bei Leichenverbrennungsöfen
führt man vorteilhaft den Sarg in die hochgeheizte Einäscherungskammer mittels einer
Vorrichtung ein, bei der zwei Längsträger für den Sarg auskragend an einem auf einer
Bühne in der Längsrichtung der Kammer fahrbaren Wagen angebracht sind. Die Träger'
sind heb- und senkbar und haben einen gegenseitigen Abstand, welcher der Entfernung
zweier Rostspalten des Schamotterostes entspricht, @ auf den der Sarg abgesetzt
wird. Die Träger werden mit dem auf ihnen ruhenden Sarg zwischen die Roststäbe so
in die Kammer eingeführt; daß der Sargboden etwas oberhalb des Schamotterostes liegt.
Nach der Einführung in die Kammer werden die Träger gesenkt, so daß der Sarg auf
den Rost abgesetzt wird, worauf die Träger innerhalb der Rostspalten aus der Kammer
zurückgezogen werden.
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Da der gegenseitige Abstand der Träger durch die Entfernung zweier
Rostspalten gegeben ist, kann die Auflagefläche für den Sarg durch Änderung des
gegenseitigen Abstandes der Träger nicht den verschiedenen Breiten der Särge angepaßt
werden. Man hat sich daher damit geholfen, daß man Querträger, z. B. Holzlatten
über die Längsträger legte, auf diese den
Sarg niedersetzte und
ihn zusammen mit den Holzlatten in die Kammer einführte, in der sie beim Zurückziehen
der Längsträger verbleiben und somit auch verbrennen.
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E er mit dem Herbeischaffen und Auflegen der Querträger verbundene
Arbeits- und Zeitaufwand, sowie die Vergeudung von Baustoff durch das Verbrennen
der Holzlatten werden nach der Erfindung dadurch vermieden, daß die Träger mit beweglichen
Stützknaggen für den Sarg versehen sind, die beim Senken der Träger in Aussparungen
des Rostes eintreten und beim Zurückziehen der Träger durch Auftreffen auf die Roststäbe
selbsttätig aus deren Bereich gebracht werden. Läflt man beim Aufsetzen des Sarges
die Stützknaggen nach innen zwischen die Längsträger vorspringen, so kann bei jeder
vorkommenden Sargbreite eine gute Auflagefläche für den Sarg leicht und schnell
geschaffen werden, während infolge des Zusammenwirkens des Schamotterostes mit den
drehbaren eisernen Stützknaggen beim Zurückziehen der Längsträger die Knaggen unversehrt
aus der hochgeheizten Kammer heraustreten und für die folgende Einäscherung sofort
wieder benutzbar sind.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Sargeinführungsvorrichtung
nach der Erfindung dargestellt.
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Abb. i zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung mit einem Längsschnitt
durch die Einäscherungskammer.
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Abb. 2 ist eine Draufsicht auf den Schamotterost.
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Abb. 3 und q. zeigen einen Querschnitt nach der Linie A-B der Abb.
i bei zwei verschiedenen Betriebsstellungen der Vorrichtung.
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Vor der Einäscherungskammer a des Leichenverbrennungsofens ist in
bekannter Weise eine Bühne b vorgesehen, auf der ein Wagen c in der Längsrichtung
der Kammer a fahrbar ist. Auf dem Wagen sind zwei, z. B. aus Loppel-T-Trägern bestehende
Längsträger d angebracht, die mittels einer durch das Handrad e bedienbaren Hebevorrichtung
f beliebiger Bauart parallel zu sich selbst gehoben und gesenkt werden können. Die
Träger d kragen über den Wagen c um fast die ganze Länge der Kammer a aus. Der gegenseitige
Abstand der Träger d entspricht dem Abstand zweier Rostspalten g des Schamotterostes,
der den Boden der Kammer a bildet. Dieser Rost besteht aus Querträgern h und aus
von diesen getragenen, längsgerichteten Roststäben i. In der Verlängerung der den
gegenseitigen Abstand der Träger d entsprechenden Rostspalten g sind in der Auf,'
enwand k zwischen Kammer a und Bühne b Aussparungen m zur Einführung der Träger
vorgesehen. In den Trägern d sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel einander
gegenüber und in einem der mittleren Länge der vorkommenden Särge entsprechenden
gegenseitigen Abstand je zwei Stützknaggen it für den Sarg o angebracht, die an
einem Ende um den Bolzen P lose drehbar sind. In den Roststäben i, welche zwischen
den beiden Rostspalten g liegen, in welche die Träger d eingeführt werden, sind
Aussparungen r
in der gleichen Anzahl und dem gleichen Abstand wie die Knaggen
n vorgesehen.
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Vor dem Aufsetzen des Sarges o auf die Träger d werden die
Knaggen it senkrecht zu den Trägern nach innen gedreht. L ie Knaggen sind dabei
so lang, dafi sie bei allen vorkommenden Breiten der Särge o ein gutes Auflager
für diese bilden. I. er Sarg o wird in der aus Abb. 3 ersichtlichen Lage in die
Kammer a eingeführt, so daß also die Knaggen it und damit der Boden des Sarges etwa
oberhalb desSchamotterostes lt, i
liegen. Nach erfolgter Einführung
des Sarges soweit, daB die Knaggen 7a sich über den Aussparungen r der Roststäbe
i befinden, werden die Träger d mittels der Hebevorrichtung f gesenkt,
worauf sich der Sarg auf den Rost absetzt und die Knaggen it mit ihrem freien Ende
in die Aussparungen r eintreten (Abb. 2 und q.). Werden nun die Träger d zurückgezogen,
so treffen die Knaggen n am Ende der Aussparungen auf die diese begrenzenden Stirnwände
der Roststäbe i und werden um die Bolzen P gedreht, wie Abb. 2 mit gestrichelten
Linien zeigt. Die Knaggen n kommen hierdurch selbsttätig aus dem Bereich der Roststäbe,
so daß die Träger d unbehindert zurückgezogen werden kennen. Lie Kammer a wird darauf
durch eine Tür abgeschlossen, und die Einäscherung beginnt.
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Um nach Herausführung der Träger d aus der Kammer a die Einführungsvorrichtung
für eine neue Einäscherung betriebsbereit zu machen, brauchen nur die Knaggen n
wieder in die Lage senkrecht zu den Trägern d gedreht und diese angehoben zu werden.
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Die Stützknaggen für den Sarg können natürlich verschieden ausgebildet
und in verschiedener Anzahl vorgesehen sein.