DE397304C - Vorrichtung zum Ausschalten des Kartenprismas der Schaft- und Jacquardmaschinen von Webstuehlen beim Rueckwaertsgang des Stuhles - Google Patents

Vorrichtung zum Ausschalten des Kartenprismas der Schaft- und Jacquardmaschinen von Webstuehlen beim Rueckwaertsgang des Stuhles

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DE397304C
DE397304C DEW61483D DEW0061483D DE397304C DE 397304 C DE397304 C DE 397304C DE W61483 D DEW61483 D DE W61483D DE W0061483 D DEW0061483 D DE W0061483D DE 397304 C DE397304 C DE 397304C
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DE
Germany
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chair
card
clutch
switching
shaft
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Application number
DEW61483D
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Wagner & Moras A G
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Wagner & Moras A G
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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D03—WEAVING
    • D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00—Jacquards
    • D03C3/24—Features common to jacquards of different types

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)
  • Mechanical Operated Clutches (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Ausschalten des Kartenprismas der Schaft- und Jacquardmaschinen von Webstühlen beim Rückwärtsgang des Stuhles. Bei .mechanischen Webstühlen mit Schaftmaschine oder mit jacquardmaschine ist es außerordentlich störend, daß beim Rückwärtsdrehen des Stuhles zwecks Zuriicknahme eines Schusses o. dgl. das Kartenprisma weiter geschaltet wird, so daß beim Weiterweben dessen Stellung nicht richtig ist, sondern zwecks Erzielung fehlerfreien Musters die richtige Kartenstellung wieder erst gesucht wenden muß. Dies verursacht eine wesentliche Verlängerung der Betriebsunterbrechung. Auch die bekannten Einrichtungen, die selbsttätig das Kartenprisma zurückschalten, wenn oder Stuhl rückwärts gedreht wird, geben keine völlige Sicherheit für die richtige Wiedereinsteillung -des Prismas, <1a -die Zahl der leeren Schaltungen nach einer Unterbrechung nicht immer die gleiche ist und infolgedessen auch nicht die Rückschaltung, die z. B. auf .zwei Rückschaltstufen eingerichtet ist, etwa nach nur einer einzigen oder nach drei Leenschaltungen beim Stillsetzendes Stuhles, z. B. .durch Eingreifen ider Stecher, selbsttätig eine richtige Wiedereinstellung ergeben kann, sondern eben nur bei crenau zwei Leerschaltungen. Um diesen acliteil zu vermeiden, schafft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung, die sofort beim Rückwärtsdrehen des Stuhles selbsttätig die Schaltvorrichtung für das Kartenprisma außer Tätigkeit setzt, ohne daß der Weber sich darum zu bemühen braucht, und die besonders einfach, billig und betriebssicher ausgebildet auch regelbar ist. Dies geschieht durch eine Reibungskupplung, die auf einer Welle des Stuhles sitzt und bei deren Rückwärtsgang eine Bewegung ausführt, welche die Ausschaltung .des Kartenprismas bewirkt.
  • Aiuf der Zeichnung isst eine solche neue Vorrichtung beispielsweise für eine Schaftmaschine (dargestellt. Abb. z gibt eine Stirnansicht des Wendegetriebes für das Kartenprisma eines Stuhles mit Anschluß für die Schaltvorrichtung, Abb. z einen Längsmittelschnitt durch die Ausschaltvorrichtung senkrecht zur Welle ödes Stuhles, und Abb. 3 eine Draufsicht .zu Abb. 2.
  • Das an sich bekannte Wendegetriebe für das Kartenprisma a mit den Mitnehrn.erwarzen für die Karten, das auf der einen Seite mit einem Schaltrad b mit Zähnen b' ausgerüstet ist, besteht aus dem Zughaken d mit Schaltnase d' und dem Rückhaltehaken f mit 2""ase f'. Beide sind tun den Zapfen c schwenkbar, durch eine Feder g gegeneinander bz«-. gegen das zwischen ihnen befindliche Schaltrad b, b' gezogen. Das untere Ende des Zughakens d ist mit einer Schnur h. o. dgl. \-erhunden, die über eine oder mehrere Führungsrollen zu der neuen selbsttätigen Ausschaltvorrichtung (Abb. 2 und 3) führt. Diese besteht aus einer auf der Schlag- oder auf der Exzenterwelle n #les Slnihles angeordneten. Reibkupplung, deren beide Hälften i und k finit ihren Enden i" und k" gelenkartig liisliar ineinandergehängt, bei ä ungefähr dein Wellendurchmcsser entsprechend gebogen und auf den heilen freien Enden gewellt ausgeführt sind. Die leiden ineinandergelegten Enden i" und k" sind schneckenartig von außen nach innen gewunden und derart ineinander schiebbar, da das außenliegende Eirde i' hei Vorwärtslauf der Welle a gegen die Gelenkstelle hin gedrückt, das andere k" aber davon weggezogen wird, also eine Lockerung ,der Kupplung und damit sehr geringe Reibung erzielt wird, während umgekehrt bei Rückwärtslauf das außenliegende Ende i ' gezogen .und das innenliegende Ende k" gedrückt wird, wodurch ein Schließen bzw. ein festes Anliegen der Kupplung an einem Stift p bewirkt uM die Ausrückvorrichtung sicher zur Wirkung gebracht wird. Die gewellten Enden stehen einander um so näher, je mehr die Stelle von der Welle n entfernt liegt, sie sind an den äußersten Enden nach außen senkrecht abgebogen und miteinander durch einen über sie geschobenen Blechbügel o verbunden, an dessen oberen Teil o' in einer entsprechenden Bohrung die Schnurla angeschlossen ist.
  • Durch Verschieben des Bügels o auf i, k, wobei sich der Bügel o in den Well:ungen von i und k feststellt, läßt sich der Anpressungsdruck für die Reibungszwischenlage rn zwischen Bremskupplungsbacken i.', k' und der Welle n regeln und damit die Kraft, mit der die Kupplung durch die Welle mitgenommen wird. Diese dreht sich betriebsmäßig im Uhrzeigerdrehsinn. Infolgedessen legt sich dabei der Kupplungsauen i gegen den Anschlag p, der fest an dem Stuhl, gegebenenfalls einstellbar, angeordnet ist. Wenn dagegen der Stuhl rückwärts gedreht wird, so nimmt die Reibung zwischen der Welle n und der Reibeinlage in den Kupplungsarm i, k entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn mit, zieht also entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn die Schnur Ir mit entsprechender Kraft und damit den Zughaken d mit Nase d' entgegen der Wirkung der Feder g so weit von dem Karteiprisma zurück, daß die Nase d' nicht mehr in Eingriff :mit den Zähnen b' kommt, wenn das Wendegetriebe d, f auf und ab bewegt wird. Es wird also, sowie der Stuhl rückwärts gedreht wird, selbsttätig sofort (las Wendegetriebe für das Kartenprisma ausgeschaltet und ,dessen Stellung nicht mehr g2-3n (fiert, so rlaß sich ohne.A.ufsuchen die richtige Stellung des Kartenprismas beim Weiterweben wieder einstellt.
  • Statt einer Reibkupplung kann auch eine Freilaufkupplung, ähnlich wie für Freilaufnaben von Fahrrädern o. dgL verwendet werden.

Claims (3)

  1. PATENT-AN sPP,ÜCHE: i. Vorrichtung zum Ausschalten des Kartenprismas der Schaft- oder Jacquardmaschinen von Webstühlen beim Rückwärtsgang des Stuhles, gekennzeichnet durch eine Reibungskupplung, die auf einer mit dein Stuhl zwangläufig nanlaufenden Welle (st.) derart angeordnet ist, daß ihr mitgenommener Teil beim Vorwärtsgang der Welle durch einen am Stahl fest, gegebenenfalls einstellbar angebrachten Anschlag (p) aufgehalten, aber beim Rückwärtsgang uni einen bestimmten Drehwinkel mitgeschwenkt wird und mittelbar, z. B. mittels Schnur (h), oder unmittelbar die Kartenprisinenschaltvorrichtung ausschaltet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch r , dadurch gekennzeichnet, daß die Reibungskupplung nach Art einer Rohrschelle ausgebildet ist und die beiden freien Enden ,der Kupplung (i, k) gegeneinander geneigt federnd ausgeführt und gewellt sind, während ein auf sie aufschiebbarer Bügel (o, o') zur Regelung der Pressung der Reibungskupplung und gegebenenfalls gleichzeitig zum Anschluß des Ausschalt-@rnittels (h) der Kartenprisinenschaltvorrichtung dient.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkenden (i', k") der Kupplungshälften (i, k) schneckenartig von außen nach innen gelogen und derartig ineinanderschiebhar gelenkig verbunden sind, daß das außenliegende Ende (i") bei Vorwärtslauf der Welle (n) gegen die Gelenkstelle hin gedrückt, das andere (k") aber davon weggezogen, also eine Lockerung der Kupphing erzielt wird, und umgekehrt bei Rückwärtslauf das außenliegende Ende (i") gezogen und das innenliegende gedrückt, also ein Schließen der Kupplung beijirkt wird.
DEW61483D 1922-06-18 1922-06-18 Vorrichtung zum Ausschalten des Kartenprismas der Schaft- und Jacquardmaschinen von Webstuehlen beim Rueckwaertsgang des Stuhles Expired DE397304C (de)

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