-
Maschine zum Aufbringen des Oberleders auf Leisten mit überschieb
Befestigungsvorrichtungen. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Lnionsvertrage vom
2. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in Großbritannien vom i3. März
1922 beansprucht. Die gebräuchlichen Maschinen zum Aufbringen des Oberleders auf
den Leisten, z. B. die gewöhnlichen überholmaschinen, sind mit Greifern ausgerüstet,
die das Oberleder gespannt erhalten, während der Einschlag durch Überschieber einwärts
über den Schuhboden gelegt wird (vgl. Patent 246247). Wenn die Überschieber dabei
auf einen starken Widerstand stoßen, so geben sie nach und lösen dabei die Vorrichtung
zum Eintreiben der
Befestigungsmittel aus. , Wenn dickes oder hartes
Leder für das Schuhwerk benutzt wird, so wird mitunter den Überschiebern ein so
beträchtlicher Widerstand geboten, daß sie nachgeben und die Befestigungsvorrichtung
auslösen, ehe die beabsichtigte Lage der Lberschieber gegenüber dem Schuhboden erreicht
ist.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieser Übelstand dadurch beseitigt,
daß die überschiebvorrichtungen und die Vorrichtungen zum Eintreiben der Befestigungsmittel
zwangläufig bis in eine von der Größe und Form des Schuhes abhängige Lage gebracht
werden, so daß die Befestigungsmittel stets die richtige Entfernung vom Randes des
Schuhbodens haben. Die zwangläufige Bewegung dieser Maschinenteile wird zweckmäßig
dadurch erreicht, daß die Feder, welche in den Getriebegang zur Einwärtsbewegung
der Maschinenteile eingeschaltet ist, mit einer Sperrung versehen ist, die das Nachgeben
verhindert, bis eine Auslösung der Sperrvorrichtung stattfindet. Die Auslösung erfolgt
durch mit dem Schuh zusammentreffende Vorrichtungen in einer von der Schuhgröße
abhängigen Stellung.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt.
-
Abb. r ist eine Vorderansicht der im wesentlichen in Betracht kommenden
Maschinenteile, teilweise im Schnitt.
-
Abb. 2 ist eine Einzeldarstellung.
-
Abb.3 ist ein wagerechter Schnitt durch die federnde Vorrichtung und
die Sperrvorrichtung.
-
Abb.4 und j zeigen Ausführungsformen der mit der Schuhseite zusammentreffenden
Teile zur Auslösung dieser Sperrung.
-
Die Maschine besitzt Seitengreifer 2, von denen nur einer in der Zeichnung
veranschaulicht ist, und einen Sohlendrücker Das Werkstück wird an den Seiten durch
Stütz- und Klemmvorrichtungen gefaßt, die von schwingbaren Armen 6 getragen werden.
An jedem Arm ist ein Schieber 14 wagerecht geführt. der durch eine kreisbogenförmige
Führung mit einem Block 12 verbunden ist. Die obere Fläche des Blockes 12 ist bei
84 gezahnt und tritt mit der unteren Fläche 82 eines Blockes 8 in Eingriff, dessen
vordere Seite zu einem Kissen ausgebildet ist. Der Block 8 ist in der Richtung auf
den Schuh hin gegenüber dem Block 12 verstellbar und wird durch den Eingriff der
verzahnten Teile 82, 84 gesichert. Ein Kopfbolzen 86, der in einen oben abgesetzten
Schlitz 88 des Blockes 8 eingreift, sichert die Teile 8, t 2 in ihrer Lage. Der
Bolzen 86 wird durch eine Schraube 9o mit konischer Spitze, die in einen seitlichen
Einschnitt 92 des Bolzens 86 eintritt, gehalten.
-
Im Arm 6 ist noch in bekannter Weise eine sich gegen die untere Fläche
des Werkstückes legende Stütze beweglich angebracht.
-
Nachdem diese Stütz- und Klemmvorrichtung 8, to mit der Seitenfläche
des Werkstückes in Berührung gebracht ist, bewegen sich die Überschieber 18 einwärts,
um den Rand des von den Greifern, gehaltenen Oberleders über die Sohlenfläche zu
legen. Die Überschieber sind am unteren Ende eines Armes 16 befestigt, der von der
Maschine aus ein- und .auswärts bewegt wird. Wenn der Arm 16 genügend weit einwärts
geschwungen ist, trifft er gegen eine Klinke 20 und löst dadurch die Seitengreifer.
Die Überschieber 18 sind an dem Arm 16 durch Vermittelung eines Blockes 22 befestigt,
und zwar durch eine an den Überschiebern vorspringende, halbkugelige Erhöhung 78,
die in eine entsprechende Vertiefung des Blockes paßt. Eine Feder 8o drückt den
Überschieber nach oben. Dadurch wird erreicht, daß der Überschieber vom Block zwangläufig
mitgenommen wird, aber etwa senkrecht zur Sohlenfläche nachgeben kann. Der auch
die Nagelvorrichtungen tragende Block 22 besitzt unten einen Anschlag 28, der mit
einer Anschlagfläche 3o des Blockes 12 zusammentrifft, wenn der Arm 16 einwärts
schwingt. Dadurch wird die Einwärtsbewegung des Armes 16 begrenzt und zugleich die
Winkellage des Überschiebers und der Nagelvorrichtung so eingestellt, daß der Überschieber
etwa senkrecht zur Kante des Schuhbodens steht.
-
In dem Arm 16 (vgl. Abb. 3) ist die Treiberstange 26
geführt, .die durch eine Feder belastet und eine Nase 48 gestützt wird. Wenn diese
Nase die Treiberstange freigibt, fährt die Stange 26 nieder, so daß die Treiber
24 die Nägel eintreiben.
-
Die Einwärtsbewegung des Armes' 16 wird durch einen Schieber
32 herbeigeführt, der durch einen zweiten Schieber 34 bewegt wird. Ein Zahnbogen
36 dient zur Bewegung des Schiebers 34. In einem am Schieber 34 festen Gehäuse 40
ist ein Kolben 38 verschiebbar, der durch eine Feder 42 nach innen (in Abb. 3 nach
unten) gedrückt wird. Das äußere Ende der Feder stützt sich gegen ein Glied 4¢,
welches in das Gehäuse 40 eingeschraubt ist. Wenn der der Einwärtsbewegung des Armes
16 entgegenstehende Widerstand eine bestimmte Größe erreicht, so gleiten Keilflächen
46 des Schiebers 32 und des Kolbens 38 aufeinander, so daß der Kolben 38 sich zurückbewegt
und der Schieber 34 gegenüber dem Schieber 32 sich verstellt. Dadurch wird die Treiberstange
26 freigegeben.
Gemäß der Erfindung kann nun dieser Kolben 38 gesperrt
werden, bis der Arm 16
eine bestimmte Lage gegenüber dem Schuh erreicht hat,
so daß die Treiberstange nicht vorzeitig ausgelöst werden kann.
-
Zu diesem Zweck ist an dem Glied 4.1 ein Schieber 5o vorgesehen, der
ein Loch 54 besitzt. Der Kolben 38 besitzt einen Fortsatz 52, der in das Gehäuse
4.4. hineinragt und vor dem Schieber 5o liegt. Der Kolben 38 kann nur dann nachgeben,
wenn der Stift 52 sich gerade vor dem Loch 54. befindet. Der Schieber 5o wird durch
eine Feder 56 in der Sperrlage gehalten und durch eine Keilfläche 6o an einen Schieber
58 zurückgedrückt. Der Schieber 5,8 ist durch eine Kugelgelenkstange, deren Länge
durch ein Schloß 62 verändert werden kann, mit einem Arm 64. verbunden. Der Arm
6.1 ist um einen festen Zapfen 66 drehbar und durch eine Kugelgelenkstange 68 mit
dem äußeren Ende des Schiebers 14 verbunden. Auch die Länge der Stange 68 kann durch
ein Schlol.') eingestellt werden. L m den Arm 64. zu führen, greift er mit einem
Bügel 7.1 (Abb. 2 ) über eine Stange 7o, die durch Schraube 72 am Maschinengestell
befestigt ist und Anschlagmuttern 76 trägt, die die Einwärtsbewegung des Armes 64.
bei leer laufender Maschine begrenzen.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende Nachdem die Greifer
2 den Rand des sich gegen den Sohlendrücker .1 stützenden Werkstückes angezogen
haben, schwingt Arm 6 einwärts, bis die Teile 8, i o mit der Seitenfläche des Werkstückes
in Berührung treten. Durch die Stange 68 wird dabei der Arm 64. mitgenommen und
dadurch der Schieber 58 eingestellt. Nunmehr schwingt Arm 16 einwärts, wobei die
L berschieber 18 das von den Greifern erfaßte Oberleder über den Sohlenrand pressen.
Wenn die Überschieber weit genug über den Sohlenrand gegangen sind, trifft die Schulter
6o gegen den Schieber 50 und drückt den letzteren so weit zurück, daß das
Loch 54. über dem Stift 52 liegt. Nunmehr kann der Kolben 38 nachgeben, und die
Stange 26 wird freigegeben, so daß die Treiber 2.1 die Nägel in der gewünschten
Stellung eintreiben.