DE410258C - Verfahren zur Herstellung von Seifen unter Verwendung der Elektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Seifen unter Verwendung der Elektrolyse

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DE410258C
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saponification
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Werner Leeten
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D13/00Making of soap or soap solutions in general; Apparatus therefor
    • C11D13/02Boiling soap; Refining

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

Es ist bereits vorgeschlagen worden, die Verseifung· von Fetten durch1 elektrolytisch erzeugtes Alkali zu bewirken und die sich! bei der Aussakung· der Seife bildende Unterlauge wieder der Elektrolyse zu unterwerfen. Dieses Verfahren hat sich jedoch wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit bisher in der Praxis nicht einführen können.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, das vorerwähnte Verfahren so auszubilden, daß eine wirtschaftliche; Durchführung· desselben möglich; ist. Dieser Zweck ist gemäß der Erfindung1 dadurch erreicht, daß das Verfahren in einem Kreisprozeß derart ausgeführt wird, daß die Alkalisalzlösung jeweils nur in geringer Menge, aber im beständigen Kreislauf durch die Elektrolytzelle, das Verseifungsgefäß und aus diesem' (gegebenenfalls nach Ergänzung der Konzentration) so lange wieder von neuem, durch die Elektrolytzelle und das Verseifungsgefäß hindurchgefühart wird, bis die voUständiijge Verseifung stattgefunden hat. Dadurch wird ermöglicht, in fortwährendem Arbeitsgang mit einer nur sehr schwachen und daher wenig· Strom bei der Elektrolyse verbrauchenden Alkalikonzentration zu arbeiten, wobei trotz dieser schwachen Konzentration dennoch nur eine verhlältnismäßig kleine Flüssigkeitsmenge erforderlich! ist. Infolgedessen zeichnet sich das neue Verfahren durch ieine besonders hohe ■Wirtschaftlichkeit aus.
Um eine möglichst reine Unterlauge zu erhalten und etwaige störende Einflüsse auf den elektrolytischen Vorgang zu vermeiden; empfiehlt es sich, nur solche seifenbildenden Substanzen zu verwenden, die kein Glyzerin enthalten oder bei denen dieses vorher entfernt ist.
Zur Ausführung des neuen Verfahrens wird zweckmäßig1 eine Vorrichtung benutzt, bei welcher mit einer Elektrolytzelle (bzw. Batterie)' zwei Verseifungskessel derart zusammen arbeiten, daß jewieils in dem einen Kessel die Einführung der hydroxydhialtigen Lauge und die Verseifung stattfindet, während man gleichzeitig in dem anderen Kessel die gebildete Seife sich! absetzen läßt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der zur Ausübung des neuen Verfahrens dienenden Vorrichtung schematisch dargestellt. Dabei ist α die elektrolytische Zelle in welcher eine geeignete Chlorkalisalzlösung, z. B. Kochsalzlösung, durch teilweise Elektrolyse hydroxydhaltig gemacht wird. Die dünne, zum Teil kausitifizierte Lösung· wird dann über den Dreiwegehahn b zu einer der beiden Ausflußleitungen c1, c2, beispielsweise zunächst durch die Leitung c1, in den darunter befindlichen Verseifungskessel d1 geleitet. Im Ke$sel wird die hydroxydhaltige Alkalilauge unter Rühren und gleichzeitiger Wärmezufuhr mit den seifenbildenden Substanzen (z. B. Fettsäure, Fett, Harz u. dgl.)
*) Von dem Patentsucher ist als der Miterfinder angegeben worden:
Werner Leeten in Witten.
zur Bindung gebracht, wobei das Alkali verbraucht und die gebildete Seife (gegebenenfalls unter Salzzusatz) ausgesalzen wird. In demselben Maße wie die Verseifung stattfindet und das Alkali verbraucht wird, strömt laufend aus dem Roh? C1 frische Lösunjg nach. Sobald der Kessel d1 voll ist, stellt man den Dreiwegehahii b um und verseift genau wie vorher im Kessel d?. Währenddessen setzt die Seife im Kessel d1 sich ab. Die Alkali- und seifenfreie Unterlauge wird durch den am Boden des Verseifungskessels angebrachten Hahn f1 und die Leitung g von der Pumpe fts abgesaugt und durch das Steigrohr/ in. den hoher liegenden Behälterk befördert. Gegebenenfalls kann man diese Unterlauge durch Filtration oder irgendein chemisches Reinigungsverfahren reinigen. In dem Behälter k wird die Lösung durch Zusatz von Chloralkalisalz wieder auf die richtige Konzentration gebracht, worauf sie durch das Rohr nt aufs neue in die elektrolytische Zelle α geleitet wird und somit der Kreislauf von neuem beginnt.
Dadurch wird auf einfache und wirtschaftliche Weise die Herstellung von Seife in ununterbrochenem Arbeitsgange ermöglicht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Verfahren zur Herstellung von Seifen unter Verwendung der Elektrolyse von Alkalisalzlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkalisalzlösung jeweils nur in geringer Menge, aber in beständigem Kreislauf durch die Elektrolytzelle, das Verseifungsgefäß und aus diesem' (gegebenenfalls nach Ergänzung der Konzentration) so lange wieder von neuem durch die Elektrolytzelle und das Verseifungsgefäß hindurchgeführt wird, bis die vollständige Verseifung stattgefunden hat.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von solchen seifenbildenden Substanzen, die keine wesentliche Menge von Glyzerin enthalten.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in je einer elektrolytischen Zelle (ß) oder Batterie mehrere Verseifungskessel angeordnet sind (d1, d2), welche weschselweise in der Weise benutzt werden, daß jeweils in dem einen Kessel die Verseifung vorgenommen wird, während man im anderen Kessel die Seife sich! absetzen läßt.
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