DE4105757C2 - Verfahren zur Herstellung eines Gelenkaußenteils - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines GelenkaußenteilsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines aus
einem Blechkörper spanlos geformten Gelenkaußenteils eines
Gleichlaufdrehgelenkes mit umfangsverteilten, nach außen ausge
prägten Kugellaufbahnen.
Aus der DE 25 27 376 B2 ist ein Verfahren zur Herstellung von
Gleichlaufdrehgelenken bekannt, nach dem sowohl ein Gelenkin
nenteil als auch ein Gelenkaußenteil aus einem Rohrkörper durch
radiales Aufweiten des ursprünglichen Querschnittes und durch
örtliches radiales Stauchen der Querschnittsform des zuvor auf
geweiteten Rohrendes hergestellt sind. Die bei diesem Umformvor
gang betroffenen Umfangsbereiche sind dabei bei ihrer Herstel
lung bis zum offenen Ende des aufgeweiteten Rohrkörpers stark
rißgefährdet.
Aus der DE-OS 20 17 709 ist ein Verfahren bekannt, nach dem an
zylindrischen Werkstücken, insbesondere an topfartigen Werk
stücken, Keilprofilnuten mittels äußerer Werkzeuge, die einen
Satz äußerer Profilrollen aufweisen, über einem Innenstempel,
der das Profil des fertigen Werkstückes wiedergibt, eingerollt
werden. Maßnahmen gegen eine mögliche Rißbildung in den Keilnu
ten, insbesondere am offenen Ende eines topfartigen Werkstückes,
werden hierbei nicht vorgeschlagen.
Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art so weiterzu
bilden, daß eine erhöhte Festigkeit des Gelenkes erreicht und
die Gefahr einer Rißbildung im Bereich der längsverlaufenden
Kugelbahnen reduziert wird.
Die Lösung liegt nach einer ersten
Durchführungsform des Verfahrens darin, daß eine Platine zu
einem Rotationskörper mit gegenüber einem zylindrischen Mittel
abschnitt abweichend verformten axialen Endbereichen umgeformt
wird, wobei die Umformung eine konische Reduzierung gegenüber
dem Mittelabschnitt an dem einen axialen Ende und zumindest eine
konische Aufweitung gegenüber dem Mittelabschnitt am anderen
Ende einschließt, und daß in zumindest einem weiteren Verfah
rensschritt die Kugellaufbahnen im zylindrischen Mittelabschnitt
zwischen den verformten Endbereichen ausgeformt werden, wobei
jeweils die Enden der ausgeformten Kugellaufbahnen in einen der
verformten Endbereiche einlaufen.
Nach einer Alternative besteht die Lösung darin, daß ein Rohr zu
einem Rotationskörper mit gegenüber einem zylindrischen Mittel
abschnitt abweichend verformten axialen Endbereichen umgeformt
wird, wobei die Umformung eine konische Reduzierung gegenüber
dem Mittelabschnitt an dem einen axialen Ende und zumindest eine
konische Aufweitung gegenüber dem Mittelabschnitt am anderen
Ende einschließt, und daß in zumindest einem weiteren Verfah
rensschritt die Kugellaufbahnen im zylindrischen Mittelabschnitt
zwischen den verformten Endbereichen ausgeformt werden, wobei
jeweils die Enden der ausgeformten Kugellaufbahnen in einen der
verformten Endbereiche einlaufen.
Gemeinsam und wesentlich für die erfindungsgemäße Lehre ist
hierbei die Tatsache, daß zunächst beidseitig an den axialen
Enden Verformungs- bzw. Umformungsvorgänge zu einem Verfesti
gungsbereich führen und anschließend die Ausbildung der axialen
Bahnen zwischen diesen verfestigten rotationssymmetrischen Be
reichen erfolgt. Erfindungsgemäß ist eines der beiden Enden des
Gelenkaußenteils konisch verjüngt und das andere konisch aufge
weitet, wobei letzteres einen zwischen zwei konischen Abschnit
ten liegenden zylindrischen Zwischenabschnitt umfassen kann, auf
dem beispielsweise ein Faltenbalg festgelegt werden kann.
Besonders wirkungsvoll ist es, um jegliche Anrißbildung im Mate
rial beim Ausformen der Kugellaufbahnen zu verhindern, daß je
weils die Enden der ausgeformten Kugellaufbahnen in einen der
verformten Endbereiche einlaufen. Die Formgebung ist hierbei so,
daß die Umformung eine konische Reduzierung gegenüber dem Mit
telabschnitt an dem einen axialen Ende einschließt, insbesondere
an dem Ende, an dem sich ein Wellenzapfen anschließt, und daß die
Umformung zumindest eine konische Aufweitung gegenüber dem zy
lindrischen Mittelabschnitt am anderen Ende einschließt, nämlich
am gegenüberliegenden offenen Ende.
Der erste Verfahrensabschnitt nach der ersten genannten Alterna
tive entspricht einem Tiefziehen in zumindest einem ersten Ge
senk aus einer Platine, nach der zweiten genannten Alternative
einem Umformen in einem Gesenk aus einem Rotationskörper, ins
besondere einem zylindrischen Rohrkörper, wobei jeweils an einem
Ende ein Anstauchen und am anderen Ende ein Aufweiten erfolgen
kann. Der zweite Verfahrensschritt kann jeweils in einem weite
ren Gesenk erfolgen, dessen Formgebung nach beiden Alternativen
gleich sein kann. Die Mittel für den zweiten Verfahrensabschnitt
können bevorzugt einen Stempel umfassen, der aus einem Grundkör
per mit axialen Bohrungen, die den Grundkörper teilweise an
schneiden, und darin eingesetzten Zylinderbolzen mit gerundeten
Enden besteht.
Weitere Einzelheiten lassen sich anhand der beigefügten Zeich
nungen erkennen.
Hierin zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung mit Stempel, Niederhalter und Gesenk
für den ersten Verfahrensschritt im Axialschnitt;
Fig. 2 einen Stempel für den zweiten Verfahrensschritt im
axialen Teilschnitt und im Querschnitt;
Fig. 3 ein Gesenk für den zweiten Verfahrensschritt im Axial
schnitt und in Draufsicht;
Fig. 4 ein erfindungsgemäßes Verfahrenserzeugnis im Axial
schnitt und in Draufsicht.
In Fig. 1 sind ein rotationssymmetrischer Stempel 1, ein ent
sprechendes Gesenk 2 und ein Niederhalter 3 erkennbar, der zum
Festhalten einer Platine auf das Gesenk 2 niedergedrückt werden
kann. Der Stempel 1 weist einen unteren konischen Abschnitt 4′
auf, dem ein entsprechender konischer Abschnitt 4′′ im Gesenk 2
entspricht. Am hinteren Ende weist der Stempel 1 einen ersten
konischen Abschnitt 5′, einen zweiten konischen Abschnitt 6′ und
einen dazwischenliegenden zylindrischen Abschnitt 7′ auf, denen
im Gesenk 2 eine Querschnittsstufe 5′′, ein Innenkonus 6′′ und ein
Zylinderabschnitt 7′′ entsprechen. Beim Absenken des Stempels 1
in das Gesenk 2 paßt sich die Form der nicht dargestellten Pla
tine im wesentlichen der des Stempels 1 an. Durch einen Zapfen
ansatz 8′ am Stempel 1, der formschlüssig in eine Innenöffnung 8′′
im Gesenk 2 eingreift, wird ein Mittelabschnitt der Platine ausge
stanzt.
In Fig. 2 ist ein zweiter Stempel 9 erkennbar, der aus einem im
wesentlichen scheibenförmigen Oberteil 10 und einem im wesentli
chen zylindrischen Unterteil 11 zusammengesetzt ist, die mittels
einer Schraube 12 verbunden sind. Im zylindrischen Unterteil 11 sind
eine Zentralbohrung 13 für die Schraube 12 und umfangsverteilte
Bohrungen 14 vorgesehen, die das zylindrische Unterteil 11 an
schneiden. In diese sind Zapfen 15 mit gerundeter Spitze 16
eingesetzt, die mittels durch das Oberteil 10 durchgesteckter
Schrauben 17 befestigt sind. Diese dienen zur Ausprägung der
Kugelbahnen des Gelenkaußenteils.
In Fig. 3 ist ein Gesenk 18 dargestellt, dessen Innenöffnung 19
im Querschnitt aus einem zylindrischen Grundkörper 20 und darin
ausgeformten Kugelbahnabschnitten 21 besteht. Der Innenquer
schnitt entspricht dem Querschnitt des Stempels 9 mit zylindri
schem Grundkörper 11 und darüber hinaus stehenden Zylinderzapfen
15. Am oberen Ende hat das Gesenk 18 eine umlaufend gleichmäßige
Querschnittserweiterung 22.
In Fig. 4 ist ein Gelenkaußenteil 23 mit einer unteren koni
schen Anstauchung 24, zwei oberen konisch erweiterten Abschnit
ten 25, 26 und einem dazwischenliegenden Zylinderabschnitt 27
erkennbar. Jeweils nur teilweise in die konischen Abschnitte 24
und 25 hineinreichend sind Kugelbahnen 28 ausgeformt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines aus einem Blechkörper span
los geformten Gelenkaußenteiles (23) eines Gleichlaufdreh
gelenkes mit umfangsverteilten, nach außen ausgeprägten
Kugellaufbahnen (28),
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Platine zu einem Rotationskörper mit gegenüber
einem zylindrischen Mittelabschnitt abweichend verformten
axialen Endbereichen umgeformt wird, wobei die Umformung
eine konische Reduzierung gegenüber dem Mittelabschnitt an
dem einen axialen Ende und zumindest eine konische Aufwei
tung gegenüber dem Mittelabschnitt am anderen Ende ein
schließt, und daß in zumindest einem weiteren Verfahrens
schritt die Kugellaufbahnen im zylindrischen Mittelab
schnitt zwischen den verformten Endbereichen ausgeformt
werden, wobei jeweils die Enden der ausgeformten Kugellauf
bahnen (28) in einen der verformten Endbereiche einlaufen.
2. Verfahren zur Herstellung eines aus einem Blechkörper span
los geformten Gelenkaußenteiles (23) eines Gleichlaufdreh
gelenkes mit umfangsverteilten, nach außen ausgeprägten
Kugellaufbahnen (28),
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Rohr zu einem Rotationskörper mit gegenüber einem
zylindrischen Mittelabschnitt abweichend verformten axialen
Endbereichen umgeformt wird, wobei die Umformung eine koni
sche Reduzierung gegenüber dem Mittelabschnitt an dem einen
axialen Ende und zumindest eine konische Aufweitung gegen
über dem Mittelabschnitt am anderen Ende einschließt, und
daß in zumindest einem weiteren Verfahrensschritt die Ku
gellaufbahnen im zylindrischen Mittelabschnitt zwischen den
verformten Endbereichen ausgeformt werden, wobei jeweils
die Enden der ausgeformten Kugellaufbahnen (28) in einen
der verformten Endbereiche einlaufen.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE4105757A DE4105757C2 (de) | 1991-02-23 | 1991-02-23 | Verfahren zur Herstellung eines Gelenkaußenteils |
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